La Palma auf eigene Faust

Landausflüge auf La Palma

Die Insel auf einen Blick

Die bergige Insel La Palma liegt westlich von Teneriffa und wird gerne auch als die „grüne Insel“ bezeichnet. Sie ist ein beliebtes Ziel von Kanaren Kreuzfahrten. Die wildromantische Gebirgslandschaft rund um die Caldera de Taburiente ist ein herrliches Wandergebiet. Die Caldera hat einen Durchmesser von 9 Kilometern und gilt als größter Krater der Welt. Vermutlich ist hier einmal ein Vulkan explodiert. Im schwarzen Süden von La Palma wird der vulkanische Ursprung der Insel noch deutlicher. Hier gab es Anfang der siebziger Jahre einen Ausbruch. Die Region um die Vulkane Teneguia und San Antonio ist heute ebenfalls ein wunderbares Wandergebiet. Weiße Sandstrände sucht man auf La Palma vergebens. Die vielen kleinen Badebuchten sind schwarz. Die Inselhauptstadt heißt wie auf der Nachbarinsel Teneriffa Santa Cruz. Die schöne kleine Stadt mit ihren Palästen und Bürgerhäusern liegt in unmittelbarer Nähe des Hafens. Typisch sind die Holzbalkone im kanarischen Baustil. Hier finden Sie Informationen für Ihren Landausflug auf La Palma auf eigene Faust. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Patronato de Turismo.

Transport auf La Palma auf eigene Faust

Estacion Marittima

Estacion Marittima

Kreuzfahrtschiffe machen an einem ca. einen Kilometer langen Pier der kleinen Inselhauptstadt Santa Cruz fest. Es gibt ein Kreuzfahrtterminal und, aufgrund der Länge der Mole, je nach Liegeplatz einen kostenlosen Bus zum Hafenausgang. Dort, an der Plaza de la Constitución, ist die Touristeninformation untergebracht.

Die schöne und sehenswerte Altstadt kann man vom Hafen aus schnell zu Fuß erreichen. Die Entfernungen sind nicht sehr groß. Hier können Sie einen Stadtplan mit Tipps und möglichen Routen für einen Stadtrundgang herunterladen. Die kleine Hauptstadt sollte man nicht versäumen. Auch nach einem Landausflug ist eine Stadtbesichtigung in der Regel noch möglich.

Queen Mary 2 im Hafen

Queen Mary 2 in Santa Cruz de La Palma

Für Fahrten über La Palma auf eigene Faust sind Mietwagen eine gute Wahl. Diese kann man direkt im Hafen mieten. Wie überall auf den Kanaren ist die Firma Cicar im Terminal vertreten. Über die Webseiten kann man die gewünschten Wagen auch vorbestellen. Aber natürlich gibt es in Santa Cruz auch Alternativen. Wer auf eigene Faust, zum Beispiel mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte zunächst die Besucherzentren der Nationalparks anfahren. Hier bekommt man viele Informationen und Tipps. Das Besucherzentrum des Nationalparks Caldera de Taburiente hat diese Adresse: Carretera Gral de Padron 47, 38750 – El Paso. Autofahrer können hier eine Besuchernummer beantragen. Dadurch wird der Zugang zum Nationalpark reguliert. Man kann dann mit dem Wagen bis an den Rand der Caldera fahren und dort mit einer Wanderung beginnen. Das Centro de Visitantes de Fuencaliente erreichen Sie unter folgender Adresse: Volcán de San Antonio s/n, 38740 Fuencaliente.

Blick auf Hafen und Stadt

Blick auf Hafen und Stadt

Die öffentlichen Busse werden auch auf La Palma Guaguas genannt. Es gibt ein dichtes Netz zuverlässiger Verbindungen. Auf der Webseite der Verkehrsgesellschaft TILP findet man Informationen über Routen und Preise. Leider nur in spanischer Sprache. Auf der deutschsprachigen Webseite La Palme per Bus (lapalmaperbus.de) gibt Informationen und ein E-book zum Thema. Informationen bekommt man natürlich auch bei der Touristeninformation. Gut mit einem Bus zu erreichen ist zum Beispiel der Urlaubsort Los Cancajos mit seinen Stränden.

Im Bereich des Kreuzfahrtterminals warten Taxifahrer auf Kundschaft. Diese haben ein großes Angebot an privaten Rundfahrten. Ein Anbieter ist Taxi La Palma. Die Firma veröffentlich auf ihrer Webseite viele Routen- und Preisbeispiele.

Das Highlight auf La Palma sind Wanderungen im Bereich der Caldera de Taburiente oder rund um die Vulkane Teneguía und San Antonio im Süden. An Bord werden zahlreiche geführte Wanderungen angeboten. Es spricht einiges dafür. Mit einem kompetenten Führer sieht man in der Regel einfach mehr. Ein örtlicher Anbieter mit deutschsprachigen Wanderführern ist zum Beispiel die Firma Graja Tours (wandern-auf-la-palma.de).

Tipps für Ihren Landausflug auf La Palma

Santa Cruz

Santa Cruz

Die kleine Inselhauptstadt Santa Cruz mit ihren gut 13.000 Einwohnern ist vom Schiff aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Der historische Altstadtkern mit seinen kunsthistorischen Baudenkmälern ist ein lohnenswertes Ziel. Typisch sind die kunstvoll verzierten Holzbalkone. Sehenswert sind das Rathaus und die Plaza de Espana mit der Kirche Matriz de El Salvador. Es gibt zu dem viele schöne Geschäfte, Cafes und Restaurants.

Auf einer Inselrundfahrt erkennt man, dass die Insel ein einziger grüner Berg ist. Die Landschaft wurde von Menschenhand geprägt. Angesichts der riesigen Terrassen wird die jahrhunderte lange Arbeit deutlich, die für die Kultivierung des Bodens notwendig war. Jüngere Vulkane wurden in Hanglage eingeebnet. Darauf kam eine Erdschicht von etwa 70 Zentimetern, dazu das komplizierte Wassersystem, schließlich die Terrassenanlage, Ziegelwände, die den Wind abhalten sollen.

Wanderpause an der Caldera de Taburiente

Wanderpause an der Caldera de Taburiente

Von einer Art Achse wird La Palma in zwei Hälften geteilt, die Ost- und die Westseite. Eine asphaltierte Straße, die rund um die Insel führt, verbindet die beiden Hälften. Kürzer und romantischer ist allerdings eine Fahrt quer über die Insel. Die Straße von Santa Cruz über Brena Alta nach Los Llanos, die La Palma ziemlich genau in der Mitte durchschneidet und einen Berg mit einem längeren Tunnel unterhöhlt, führt am Nationalparkzentrum in El Paso vorbei. Interessant sind die unterschiedlichen Wetterverhältnisse. Wir sind im Hafen bei bedecktem, regnerischem Wetter losgefahren und kamen aus dem Tunnel in den schönsten Sommertag der Westseite hinaus. Über der Cumbre, den Graten der Caldera, hängt meist eine dicke, landesübliche Passatwolke. Sie bildet sich über Mittag, schiebt sich wie feuchte Watte zwischen die heiße Sonne und das Land sorgt so für erträgliche Temperaturen. Im Westen wie im Osten kann dabei die Sonne scheinen.

Blick vom Mirador El Time

Blick vom Mirador El Time

Die Caldera de Taburiente soll der größte Krater der Welt sein. Man nimmt an, dass diese von mehreren Vulkanen geformt wurde. Die Erosion spielte auch eine wichtige Rolle. Die Grate des Kessels reichen bis zu 2.400 Meter Höhe. Im Krater fallen die Wände abrupt bis auf 300 Meter ab. Der Durchmesser der Caldera beträgt ca. zehn Kilometer. Das Volk der Guanchen, die Ureinwohner der Kanaren, verehrte den Idafe, einen säulenartigen Stein am Boden des Kraters, von dem es glaubte, dass es leben würde, solange er bestehe. Der Glaube trog. Die letzten unter den Helden der Guanchen, die sich auf den Kanaren solange erfolgreich gegen die Spanier des 15. Jahrhunderts zu behaupten wussten, starben auf La Palma am Idafe. Wenig später fiel auch die letzte der kanarischen Inseln, Teneriffa. Doch die Guanchen haben ein Vermächtnis hinterlassen. Die Caldera de Taburiente ist heute Nationalpark. Für eine Wanderung in der Caldera fehlt Kreuzfahrern in der Regel die Zeit. Eine Wanderung am Kraterrand mit unvergesslichen Ausblicken in die Caldera ist aber auf eigene Faust möglich. Vom Nationalparkzentrum außerhalb von El Paso (Adresse s.o.) kann man mit dem Mietwagen den Parkplatz der Cumbrecita erreichen. Vom Parkplatz ist der Mirador Lomo de las Chozas nur eine kurze Wanderung entfernt. Der Aussichtspunkt (Mirador) bietet einen fantastischen Blick in die Caldera. Wer möchte und etwas Zeit hat, kann noch etwa 40 Minuten weiter gehen bis zum Mirador de los Roques.

Vulkanischer Süden

Vulkanischer Süden

Im Süden der Insel liegt das jüngste Vulkangebiet. Auch hier sind schöne Wanderungen möglich. Der Vulkan San Antonio brach zuletzt 1677 aus. Heute ist er ein pechschwarzer Kegel. Unweit des San Antonio befindet sich der Vulkan Teneguia, der 1971 ausbrach. Er zeigt Feuer, das noch nicht erkaltet ist: Rostrot, schwefelgelb, grau und gelb sind seine Farben. In seinen Spalten sollen noch Hitzegrade bis zu 400 Grad herrschen. Die Luft zittert in der Hitze. Eine unheimliche Atmosphäre.

Beim Bad im Meer gilt es, eine psychologische Barriere zu überwinden. Alle Strände La Palmas sind pechschwarz, wenn auch mit feinem Sand bedeckt. Insgesamt gibt es nur ca. 5 Kilometer Strand auf der Insel. Die schönsten Strandabschnitte gibt es in Los Cancajos, Puerto de Tazacorte und Puerto Naos. In der Nähe der Hauptstadt Santa Cruz ist die Playa de Los Cancajos zu empfehlen. Vom Hafen sind es nur ca. 1,7 Kilometer bis hierher. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden.

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