Nassau auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Nassau auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hauptstadt der Bahamas liegt auf der Insel New Providence und ist eines der wichtigsten Ziele von Karibik Kreuzfahrten. Nassau ist Luftlinie nur knapp 300 Kilometer von Miami entfernt. Die Kreuzfahrtschiffe aus Miami, Fort Lauderdale oder Port Canaveral kommen auf dem Weg in die Karibik praktisch hier vorbei. Deshalb bietet sich ein Stopp geradezu an. Und es gibt in der Stadt Nassau, auf der Insel New Providence und auf der vorgelagerten Urlaubsinsel Paradise Island auch jede Menge zu sehen und zu erleben. In diesem Hafen kann man einkaufen, die Stadt besichtigen und an den Strand gehen. Schon von Deck aus sieht man das riesige Atlantis Paradise Island Hotel mit seinem wunderschönen Aquarium. In Dubai gibt es mittlerweile ein Schwesterhotel auf der Spitze der Palm Jumeirah. Die Bahamas, dass sind 700 Inseln, von denen lediglich 29 bewohnt sind. Über 2.000 Atolle ziehen sich, nur durch schmale Wasserstraßen voneinander getrennt, in einer Länge von 1.200 Kilometer wie eine Perlenkette von Florida bis Haiti durch das flache Meer. Die etwa 30 mal 11 Kilometer große Insel New Providence ist die bevölkerungsreichste Insel der Bahamas. Etwa 70 Prozent der Gesamtbevölkerung leben hier. Nassau hat ca. 250.000 Einwohner und ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Inselstaates. Gut 400 Banken und Hedgefonds haben hier ihren Sitz und machen Nassau zu einem bedeutenden Finanzplatz und zu einer Steueroase.

Landausflüge in Nassau auf eigene Faust
Anlegen in Nassau – Bild: Tegeler

Im 17. Jahrhundert regierte Piraten die Insel, darunter der berühmte Blackbeard. Aber auch Frauen waren erfolgreiche Piratinnen, wie die Beispiele von Mary Read und Anne Bonny zeigen. Zwischen den Riffen wird noch immer, manchmal sogar mit Erfolg, nach Schätzen versunkener Schiffe gesucht. Die Bahamas sind seit 1973 ein unabhängiger Staat im britischen Commonwealth. Da sie direkt vor der Tür der USA liegen, bestimmen der amerikanische Way of Life und der US Dollar vor allem das touristische Leben. Die Landeswährung (Bahama-Dollar) ist in einem Verhältnis von 1:1 an den US Dollar gebunden. Man kann mit US Dollar fast überall bezahlen. Kleine Scheine sind aber hilfreich, da man häufig Wechselgeld in Landeswährung erhält. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Nassau Paradise Island Promotion Board. Stand: Juli 2020

Der Kreuzfahrthafen von Nassau

Kreuzfahrtschiffe machen am Prince George Wharf im Zentrum von Nassau fest. Der Hafen befindet sich in der Meerenge zwischen Nassau und der vorgelagerte Insel Paradise Island. Mehrere große Kreuzfahrtschiffe können hier zeitgleich anlegen. Die Urlauber laufen über den Pier an Land und in das moderne und sehr farbenfrohe Kreuzfahrt-Terminal. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann einen kostenlosen Shuttlebus nutzen.

Neugestaltung des Kreuzfahrthafens von Nassau
Neugestaltung des Kreuzfahrthafens von Nassau – Bild: Nassaucruiseport.com

Das Kreuzfahrt-Terminal besteht aus einem großen Terminalgebäude und einem Außenbereich. Im Gebäude gibt es diverse Geschäfte, einen Food Court, eine Post und ein Büro der Touristeninformation. Der Außenbereich hinter dem Terminal wirkt wie ein karibischer Weihnachtsmarkt mit vielen bunten hölzernen Buden. Diese sind überwiegend von Händlern aller Art belegt. Es gibt aber auch Ausflugsangebote, Auto- und Rollervermietungen und einen Taxiservice. Wer möchte, kann sich hier die Haare zu Zöpfen flechten lassen (Hair Braiding). Direkt am Ausgang warten Kutschen in einem überdachten Bereich.

Neugestaltung des Kreuzfahrthafens

Der gesamte Kreuzfahrthafen von Nassau wird in den kommenden Jahren komplett umgebaut und neu gestaltet. Insgesamt werden unglaubliche 250 Millionen US Dollar investiert. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite Nassaucruiseport.com. Bis 2022 soll alles fertig sein.

Mobil in Nassau auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Nassau auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Blick von Schiff auf das Kreuzfahrt-Terminal
Blick von Deck auf das Terminal und den Parliament Square – Bild: Tegeler

Zu Fuß

Die kleine Hauptstadt Nassau kann man einfach und bequem zu Fuß erkunden. Wenn man den gesicherten Hafen verlässt, ist man bereits im Stadtzentrum rund um die Hauptgeschäftsstraße Bay Street mit ihren Geschäften und Restaurants. Kartenmaterial bekommt man bei der Touristeninformation im Kreuzfahrt-Terminal. Hier kann man auch Walking Tours buchen. Wer nicht laufen möchte, kann sich mit einer Kutsche fahren lassen.

Wer gut zu Fuß ist, kann Paradise Island auch per Pedes erreichen. Man geht etwa drei Kilometer über die Bay Street und dann über die Sir Sidney Poitier Bridge nach Paradise Island.

Taxis

Taxis warten auf dem Parkplatz vom Schiff aus gesehen hinter dem Terminalgebäude. Man erkennt ein reguläres Taxi u.a. an dem gelben Nummernschild mit der Aufschrift Taxi über dem Kennzeichen. Es gibt feste Preise für Standardziele. Diese hängen im Terminal aus. Wie überall ist es wichtig, dass vor Abfahrt Klarheit über den Fahrpreis besteht. Hier einige Preisbeispiele:

  • Flughafen: 27 US Dollar
  • Lyford Cay: 35 US Dollar
  • South Ocean: 38 US Dollar
  • Cable Beach: 15 US Dollar
  • Ziele in Down Town: 6 US Dollar

Die Fahrpreise vom staatlichen Road and Traffic Department festgelegt und gelten für ein Taxi mit 2 Personen. Jede weitere Person zahlt 3 US Dollar.

Preise für Sammeltaxis
Preise für Sammeltaxis – Bild: Tegeler

Für beliebte Ziele wie das Atlantis Hotel, den Cabbage Beach oder den Cable Beach gibt es Sammeltaxis (Vans). Hier muss man eventuell kurz warten, bis genug Fahrgäste beisammen sind. Dafür ist der Fahrpreis mit 4 bzw. 5 US Dollar pro Person günstig (s. Bild).

Wassertaxis

Wassertaxis starten alle 30 Minuten von einem Pier am Woodes Rodgers Walk nach Paradise Island. Vom Kreuzfahrt-Terminal läuft man nur zwei Minuten zum Pier der Wassertaxis. Schilder weisen den Weg. Die ca. fünfzehnminütige Fahrt ist sehr schön und kostet 4 US Dollar pro Strecke. Wenn das Boot nicht ganz voll ist, muss man manchmal ein wenig auf weitere Fahrgäste warten. Ist sehr voll, bekommt man vielleicht keinen Platz mehr und muss auf den nächsten Abfahrtstermin warten. Das kann insbesondere auf der Rückfahrt passieren, wenn sich viele Landausflügler auf den Rückweg zum Schiff machen. Aber insgesamt ist dieser Service sehr zuverlässig und komfortabel.

Man hat unterwegs einen tollen Blick auf die im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffe und einige Luxusvillen auf Paradise Island. Vom Anleger auf Paradise Island ist es nicht weit zum Atlantis Hotel. Man geht etwa zehn Minuten zum Atlantis Hotel und 15 Minuten zum Cabbage Beach.

Ein Wassertaxi passiert die Kreuzfahrtschiffe
Ein Wassertaxi nach Paradise Island – Bild: Tegeler

Mietwagen

In Nassau sind zahlreiche nationale und internationale Mietwagenfirmen vertreten. Avis ist sogar zweimal vor Ort. Im Hafen am Prince George Dock und gegenüber vom benachbarten British Colonial Hilton. Dollar hat eine Niederlassung unweit des Hafens. Leider wird auch in Nassau auf der linken Seite gefahren. Den Briten sei Dank. In der Regel gibt es ein Mindestalter von 25 Jahren. Ein nationale/EU-Führerschein reicht aus.

Im Kreuzfahrt-Terminal befinden sich Anbieter, die Motor-Roller und Quads (ATV) vermieten. Aufgrund der kurzen Entfernungen ist ein Roller eigentlich eine gute Idee. Allerdings herrscht auf New Providence häufig dichter Verkehr und die Straßen sind nicht immer die Besten. Die Unfallgefahr ist deshalb größer als in Deutschland.

Öffentliche Busse (Jitneys)

Die öffentlichen Busse werden in Nassau Jitneys genannt. Es handelt sich um Minibusse mit 32 Sitzen, die auf 23 Routen die gesamte Insel New Providence abdecken. Hier eine Übersicht der verschiedenen Routen und Haltestellen. An der George Street/Ecke Bay Street startet der Jitney Nr. 10 in Richtung Cable Beach. Für die meisten Strecken beträgt der Fahrpreis 1,50 US Dollar. Das Geld sollte man passend haben.

Landausflüge in Nassau buchen

Für den Tag in Nassau (Bahamas) werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Nassau (Bahamas)

Nicht selten bleiben Kreuzfahrtschiffe nur für einen halben Tag in Nassau. Beliebt sind ein Stadtbummel in Nassau, Besuche des gigantischen Atlantis Hotels auf Paradise Island oder ein paar schöne Stunden am Strand. Hier ein Überblick über die Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Nassau, auf Paradise Island oder im Hinterland von New Providence. Auch einige Privatinseln kommen als Landausflugsziele in Betracht.

Nassau auf eigene Faust
Auf dem Weg in die Stadt – Bild: Tegeler

Nassau

Die schöne Hauptstadt mit ihrem kolonialen Flair und den bonbonfarbenen Häusern mit hölzernen Arkaden ist auf jeden Fall einen Rundgang wert.

Shopping

Wenn man den abgesperrten Bereich des Hafens verlässt, erreicht man nach wenigen Metern die Bay Street. Wer einen Einkaufsbummel im Sinn hat, ist hier bereits richtig. Es gibt viele Geschäfte und edle Boutiquen, in denen die Markenware zollfrei angeboten wird.

An Bay Street befindet sich auch der berühmte Nassau Straw Market, der in einem neuen Gebäude untergebracht ist. Der Markt ist ein Paradies für Souvenir und Kunsthandwerk. Namensgebend sind die handgewebten Strohhüte und Taschen.

Der Wasserturm zeigt den Weg nach Fort Fincastle
Der Wasserturm zeigt den Weg zu den Queen’s Staircase – Bild: Tegeler

Parliament Square

Ein schönes Fotomotiv in unmittelbarer Hafennähe ist der Parliament Square. Die drei Gebäude wurden 1815 nach einem Vorbild in North Carolina gebaut und erstrahlen in flamingo-pink. Das Ensemble wird durch eine Statue von Queen Victoria ergänzt und ist heute noch repräsentatives Zentrum der Inselpolitik. Das mittlere Gebäude wird vom Senat genutzt, links sitzt der Oppositionsführer und rechts tagt das Parlament.

Pirates of Nassau Museum

Auf George Street befindet sich das Piratenmuseum Pirates of Nassau. Wir empfehlen einen Besuch dieses interessanten Museums, das auch für Familien eine gute Wahl ist. Auf New Providence lebten bis ins 18. Jahrhundert hinein berüchtigte Piraten wie Edward Teach (Blackbeart), Benjamin Hornigold und der ehemalige Major Stede Bonnet. Das Setzen falscher Leuchtfeuer war üblich, bis 1718 Woodes Rogers, ein ehemaliger Pirat und späterer königlicher Gouverneur, diesem Treiben ein Ende machte.

Queen‘s Staircase

Die „Treppe der Königin“ ist eine steile Steintreppe mit 66 Stufen, die Ende des 18. Jahrhunderts von Sklaven in den Kalkstein gehauen wurde. Heute sind noch 65 Stufen vorhanden. Die Treppe diente den britischen Soldaten als geschützter Aufstieg zur Festung Fort Fincastle. Vom Kreuzfahrthafen geht man einen Kilometer bis hierher. Als Ziel für Landausflügler ohne Karte kann der große weiße Wasserturm von 1928 dienen. Dieser ist das höchste Gebäude der Stadt.

Nassau auf einen Blick
Nassau auf einen Blick – Karte: Carnival Cruise Lines

Fort Fincastle aus Kalksandstein erinnert an ein Schiff und wurde 1793 auf dem Bennet’s Hill erbaut, da man von dieser Stelle aus die ganze Stadt und die östliche Wasserstraße überblicken kann. Für diesen Blick lohnt sich der Fußmarsch.

Ardastra Gardens, Zoo and Conservation Center

Die Ardastra Gardens waren ein Garten mit Kleintierzoo, der insbesondere wegen seiner Flamingos ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Nassau war. Im März 2020 hat die Anlage geschlossen und es ist derzeit unklar, ob sie wieder geöffnet wird.

Fort Charlotte

Das wuchtige Fort Charlotte befindet sich am westlichen Stadtrand. Vom Hafen läuft man gut 2 Kilometer hierher. Das Fort ist die größte der drei Festungen von Nassau. Zugbrücke, Wassergraben oder die Verliese sind sicher auf einer Karibik Kreuzfahrt nicht die bevorzugten Sehenswürdigkeiten. Aber vom Fort aus genießt man ebenfalls einen hervorragenden Blick.

Auf der Pier in Nassau
Auf der Pier in Nassau – Bild: Tegeler

Arawak Cay Fish Fry

Direkt neben Fort Charlotte, am Übergang zum Arawak Cay, befindet sich der so genannte Fish Fry. In einer Reihe von hölzernen Buden haben sich kleinen Restaurants angesiedelt und man kann landestypische Gericht probieren. Der Arawak Cay ist heute in Containerhafen.

John Watling’s Distillery

Man läuft vom Hafen aus in gut zehn Minuten bis zum Buena Vista Estate von 1789, in dem die Firma ihren Sitz hat. Die John Watling’s Distillery bietet kostenlose Führungen an. Zur Begrüßung gibt es erst einmal einen kleinen Becher Pina Colada. Da die Führung kostenlos ist, kostet die Verkostung extra. Man kann auch in der Bar etwas trinken und im Shop ein Produkt des Hauses kaufen.

Junkanoo Beach

Dieser Strand wird auch Western Esplanade Beach genannt und ist vom Hafen aus bequem zu Fuß erreichbar. Man läuft circa einen Kilometer. Der Junkanoo Beach ist öffentlich und kostenlos für jedermann zugänglich. Aufgrund der Nähe zum Hafen ist es manchmal ein wenig voll. Es gibt eine schöne Beach Bar (Tiki Bikini Hut). Liegen, Sonnenschirme, Duschen und Schließfächer sind vorhanden bzw. können gemietet werden. Das gilt auch für Schnorchelausrüstungen und Kajaks. Zuletzt wurde in der Nachbarschaft des Strandes viel gebaut und man sagt, die Qualität hätte etwas nachgelassen.

Strand des British Colonial Hilton
Strand des British Colonial Hilton – Bild: British Colonial Hilton Nassau Hotel

British Colonial Hilton

In unmittelbarer Nähe des Kreuzfahrthafens befindet sich das traditionsreiche British Colonial Hilton (hilton.com) mit einem schönen kleinen Strand. Man schaut vom Hotelstrand auf die Schiffe im Hafen. Die Wege sind also kurz. Hier kann man mit einem Day Pass auch alle Einrichtungen des Hotel nutzen. Im Preis von 100 US Dollar pro Person ist ein Gutschein in Höhe von 40 US Dollar für Getränke und Mahlzeiten enthalten.

Paradise Island

Gut 400 Meter vor der Küste von Nassau liegt die Urlaubsinsel Paradise Island. Sie ist durch eine Fußgänger- und eine Verkehrsbrücke mit Nassau verbunden. Vom Kreuzfahrthafen fahren in kurzen Abständen Wassertaxis nach Paradise Island. Ziele sind insbesondere das gigantische Atlantis Paradise Island Resort mit seinen Attraktionen und einige schöne Strände.

Villen auf Paradise Island
Villen auf Paradise Island – Bild: Tegeler

Atlantis Paradise Island Hotel

Das gigantische Atlantis Paradise Island Resort mit mehr als 3.800 Zimmern sieht man bereits ein bis zwei Stunden, bevor das Kreuzfahrtschiff Nassau erreicht. Das markante, rosafarbene Hotel mit vielen Türmchen ist Ziel vieler Landausflüge in Nassau. In Dubai gibt es seit einigen Jahren ein Gegenstück. Das Atlantis ist auch auf Tagesbesucher eingerichtet. Bei Landausflüglern besonders beliebt sind der Aquaventure Wasserpark und das Aquarium Marine Habitat. Man kann aber auch einige schöne Stunden an den Pools und Stränden des Resorts verbringen.

Versailles Gardens and French Cloister

Ebenfalls auf der Insel Paradise Island befinden sich die Versailles Gardens and French Cloister. Vom Atlantis Hotel geht man etwa zwanzig Minuten. Es handelt sich um einen schönen kleinen Park mit einem Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert. Der Medien-Tycoon William Randolph Hearst hatte den Kreuzgang aus Frankreich in die USA geholt. In den späten 1960er-Jahren wurde er dann auf Paradise Island aufgebaut. Ein schönes Fotomotiv, das kostenlos betreten werden darf.

Das Atlantis Hotel vom Schiff aus gesehen
Das Atlantis Hotel vom Schiff aus gesehen – Bild: Tegeler

Cabbage Beach (Paradise Island)

Der lange Traumstrand Cabbage Beach im Norden von Paradise Island gilt als einer der schönsten Strände der Bahamas. Der Zugang ist kostenlos und der Strand ist so weitläufig, dass jeder ein ruhiges Plätzchen findet. Es gibt allerdings diverse Strandverkäufer, die Liegen, Schirme, Getränke und vieles mehr an den Gast bringen möchten. Das nervt manchmal. Da es keinen Schatten gibt, ist zumindest ein Schirm sinnvoll. Öffentliche Toiletten, Duschen oder Umkleidekabinen gibt es nicht.

Der Cabbage Beach ist vom Hafen mit einem Taxi über die Brücke oder mit einem Wassertaxi leicht zu erreichen. Vom Anleger der Wassertaxen auf Paradise Island läuft man ca. fünfzehn Minuten durch des Marina Village des Atlantis Resorts. Das Marina Village ist ein Komplex mit Geschäften, Restaurants und Cafés. Hier kann man sich gut für den Strandtag versorgen.

New Providence

In Hinterland der Stadt Nassau gibt es einige Landausflugsziele auf der ca. 31 mal 11 Kilometer großen Insel New Providence. Als Verkehrsmittel kommen in erster Linie Taxis, Busse oder Mietwagen in Frage.

Breezes Resort am Cable Beach
Breezes Resort am Cable Beach – Bild: Breezes Bahamas

Cable Beach

Der bekannteste Strand der Insel New Providence ist der lange Cable Beach. Dieser Traumstrand ist gut 8 Kilometer vom Hafen entfernt und mit dem Taxi oder einem Jitney schnell erreichbar. Da immer sehr viele Kreuzfahrer zum Cable Beach fahren, kann man sich oft ein Taxi mit Mitreisenden teilen. Am Strand gibt es viele Luxushotels und reichlich Wassersportmöglichkeiten. Leider gibt es keine öffentlichen Umkleidekabinen oder Waschgelegenheiten.

Wer möchte, kann einen Day Pass erwerben und für den Tag Gast einen Strandhotels sein. Das Breezes Bahamas verkauft einen Day Pass für 100 US Dollar. Enthalten ist der Zugang zum Hotel mit Pool und Strand, das Essen in den Restaurants, die Getränke in den Bars und die Wassersportangebote. Weitere Angebote für einen Day Pass findet man auf der Webseite Resortforaday.com.

Clifton Heritage National Park

Der Clifton Heritage National Park (cliftonheritage.net) liegt ganz im Westen von New Providence und ist bereits 26 Kilometer vom Kreuzfahrthafen in Nassau entfernt. Das Gebiet einer ehemaligen Plantage ist heute ein Stück unberührter Natur mit schönen Stränden und guten Schnorchelgründen. An die Plantage erinnern die ehemaligen Hütten der Sklaven. Man kann eine Führung buchen.

Den recht schöne Jaws Beach befindet sich am Rand des Nationalparks. Das Wasser ist glasklar und eignet sich sehr gut zum schnorcheln.

Landausflüge in Nassau nach Pearl Island
Landausflug nach Pearl Island – Bild: Tegeler

Privatinseln

An Bord der Kreuzfahrtschiffe und bei lokalen Veranstaltern kann man Landausflüge zu Privatinseln buchen. Das sind künstlich ausgebaute Inseln mit Strand, Beach Bar und anderen Attraktionen. So kann man auf einigen Inseln mit Delfinen, Seelöwen oder Stachrochen schwimmen. Nichts für Tierfreunde also, aber ein Traum für viele Menschen.

Die häufig besuchten Inseln heißen Balmoral Island, Blue Lagoon Island und Pearl Island. Wir waren vor einigen Jahren mal für einige Stunden auf Pearl Island. Das war eine netter und entspannter Tag. Ob es das Geld wert ist, kann jeder anhand der Webseiten der Privatinseln selber entscheiden. Die Bootsfahrt nach Pearl Island war auf jeden Fall ein Highlight.

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