Nassau auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Nassau (Bahamas) individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge in Nassau auf eigene Faust. Die Hauptstadt der Bahamas liegt nur knapp 300 km von Miami entfernt und zählt zu den wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Karibik. Viele Kreuzfahrtschiffe, die in den großen Kreuzfahrthäfen Floridas starten, laufen Nassau auf dem Weg in die Karibik an. Shopping und Strandaufenthalte stehen hoch im Kurs. Ein besonderes Highlight ist das riesige Atlantis Paradise Island Hotel auf der vorgelagerten Insel Paradise Island. Nassau liegt auf der Insel New Providence, der bevölkerungsreichsten Insel der Bahamas. Im frühen 18. Jahrhundert regierten Piraten die Piratenrepublik Nassau, darunter der berühmte Blackbeard. Zwischen den Riffen wird noch immer nach Schätzen versunkener Schiffe gesucht. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Nassau Paradise Island Promotion Board. Letzte Aktualisierung: Juni 2026

Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Landausflüge in Nassau auf eigene Faust
Karte der Bahamas mit Nassau – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

📍 Liegeplatz: Nassau Cruise Port auf New Providence Island
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Der Hafen liegt direkt im Zentrum
🏖️ Nächster Strand: Junkanoo Beach (ca. 1 km bzw. 10 bis 15 Minuten zu Fuß)
Highlights in Nassau: Queen’s Staircase, Government House, Parliament Square, Pirates of Nassau Museum, Shopping auf der Bay Street
Highlights im Umland: Atlantis Paradise Island, Cabbage Beach, Blue Lagoon Island, Pearl Island, Schwimmen mit Schweinen und Schnorchelausflüge
🗺️ Fortbewegung: Nassau zu Fuß; sonst Taxis, lokale Busse (Jitneys) oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für: Strandtage, Bootsausflüge, Schnorcheln, Shopping und Familien
💶 Gut zu wissen: Englisch ist Amtssprache; US-Dollar werden überall akzeptiert und haben denselben Wert wie der Bahama-Dollar
📶 Internet: WLAN im Kreuzfahrtterminal und in vielen Restaurants; eSIM-Anbieter wie GigSky, Airalo oder Simbye funktionieren problemlos

👉 Fazit: Nassau gehört zu den meistbesuchten Kreuzfahrthäfen der Karibik. Dank der zentralen Lage des Hafens lassen sich die Altstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erkunden. Erstbesucher entscheiden sich häufig zwischen einem Strandtag auf Paradise Island, einem Besuch des Atlantis Resorts oder einer Bootstour zu den vorgelagerten Inseln. Die Stadt Nassau kann man bequem vor oder nach einem Landausflug zu Fuß erkunden.

Kreuzfahrthafen Nassau (Bahamas)

Der Nassau Cruise Port gehört zu den größten Kreuzfahrthäfen der Welt. Er befindet sich in der Meerenge zwischen Nassau und Paradise Island. An den modernen Piers können bis zu sechs Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen, darunter einige der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Kreuzfahrtschiffe deutscher Reedereien wie AIDA Cruises oder TUI Cruises sieht man hier eher selten.

Ein Blick aus der Luft verdeutlicht die Ausmaße dieses Kreuzfahrthafens in Nassau
Der Blick aus der Luft verdeutlicht die Ausmaße dieses Kreuzfahrthafens – Bild: Nassau Cruise Port

Der Hafen wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert. Herzstück der neuen Anlage ist die Arrival Plaza mit einem kleinen Junkanoo-Museum. Hinzu kommen ein Marktplatz mit bunten Holzhäusern, ein großes Amphitheater sowie moderne Bereiche für Taxis, Landausflugsbusse und andere Verkehrsmittel.

Kreuzfahrtschiffe gehören in Nassau zum Stadtbild. Besonders häufig sind Schiffe von Carnival Cruise Line und Royal Caribbean anzutreffen. Da oft mehrere Großschiffe gleichzeitig im Hafen liegen, kann es vor allem am Vormittag sehr voll werden. An Spitzentagen kann der Hafen bis zu 30.000 Passagiere empfangen. Dank der großzügigen Terminalanlagen verteilen sich die Passagiere jedoch meist recht schnell.

Der Weg vom Schiff in Richtung Terminal ist teilweise überdacht. Auch auf den Piers gibt es überdachte Bereiche, die häufig als Treffpunkte für Landausflüge genutzt werden. Die beliebtesten Verkehrsmittel für individuelle Erkundungen sind Taxis und Wassertaxis.

Landausflüge in Nassau buchen

Für den Tag in Nassau (Bahamas) werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Nassau findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.

Mobilität in Nassau (Bahamas) auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Nassau auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungen zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Nassau.

  • Queen’s Staircase: 1 km (zu Fuß)
  • Junkanoo Beach: 1 km (zu Fuß)
  • Ardastra Gardens: 2,6 km (zu Fuß)
  • Atlantis Paradise Island: 2,9 km
  • Cabbage Beach: 3,4 km
  • Goodman’s Bay Beach (6,4 km)
  • Cable Beach: 10,1 km
  • Jaws Beach: 26,8 km
Nassau Cruise Terminal
Karte des Nassau Cruise Terminals – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Nassau Cruise Terminals und der nahen Umgebung: 1. Parliament Square, 2. Pirates of Nassau Museum, 3. Straw Market, 4. Bay Street (Hauptstraße und Shopping)

Zu Fuß unterwegs

Nach dem Verlassen des Terminals steht man praktisch direkt im Zentrum rund um die Einkaufsmeile Bay Street. Man kann alle Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Fuß erreichen. Wer möchte, kann sogar nach Paradise Island laufen. Der Weg führt über die Sir Sidney Poitier Brücke, die auch für Fußgänger passierbar ist.

Taxis, Uber & Co

Uber ist auf den Bahamas nicht verfügbar. Aber direkt neben dem Welcome Center gibt es einen großen, ovalen Kiosk der lokalen Taxifahrer. Für beliebte Ziele gibt es Sammeltaxis. Die Entfernungen sind kurz und die Preise günstig. Für die Fahrt nach Paradise Island zahlt man ca. 5 US-Dollar pro Person und Strecke. Fahrten zum Cable Beach sind mit 10 US-Dollar pro Person und Strecke etwas teurer. Es werden auch Taxitouren angeboten. Die zweieinhalbstündige Sightseeing-Tour kostet 40 US-Dollar pro Person. Die Fahrzeuge stehen in der neuen und sehr großzügigen Ground Transportation Area des Hafens.

Anlegen in Nassau
Anlegen in Nassau – Bild: Tegeler

Wassertaxis

Die Wassertaxis nach Paradise Island starten jetzt direkt im Hafen. Wenn man vom Schiff in Richtung Terminalbereich läuft, kommt man an der East Marina vorbei. Sie befindet sich auf der linken Seite. Ein One-Way-Ticket kostet aktuell 7 US-Dollar pro Person (bzw. 14 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt). Nur Barzahlung wird akzeptiert.

Obwohl die kurze Bootsfahrt vorbei an den Kreuzfahrtschiffen sehr schön ist, gibt es auch einige Kritikpunkte. Obwohl offiziell mit Abfahrten „alle 30 Minuten“ geworben wird, fahren die Boote fast nie nach der Uhr. Die Kapitäne legen in der Regel erst ab, wenn die Boote weitgehend gefüllt sind. Der Ein- und Ausstieg erfolgt über teils rutschige Reifen, schmale Holzplanken oder hohe Kaimauern. Wegen dieser Kritikpunkte wählen viele Kreuzfahrer inzwischen die regulären Taxis direkt am Hafenausgang.

Mietwagen in Nassau

In Nassau sind zahlreiche nationale und internationale Mietwagenfirmen vertreten. Allerdings nicht auf dem Gelände des Nassau Cruise Terminals. Bekannte Anbieter wie Hertz oder Avis haben ihre Büros aber nur wenige hundert Meter vom Hafen entfernt. Die Mietpreise sind hoch. Zudem herrscht Linksverkehr. Wohl gute Gründe, warum ein Mietwagen für den Tag in Nassau keine häufig gewählte Option ist. Der nationale deutsche Führerschein reicht für einen kurzen Aufenthalt völlig aus.

Öffentliche Busse (Jitneys)

Die öffentlichen Busse werden in Nassau Jitneys genannt. Es handelt sich um Minibusse mit 32 Sitzen, die auf 23 Routen die gesamte Insel New Providence abdecken. Hier eine Übersicht der verschiedenen Routen und Haltestellen. In der Fredrick Street zwischen dem Woodes Rodgers Walk und der Bay Street findet man einen Busbahnhof. Bus Nr. 10 fährt in Richtung Goodman’s Bay und Cable Beach. Der Fahrpreis liegt bei 1,25 US-Dollar. Man kann mit US-Dollar bezahlen und sollte Kleingeld haben. Man sagt dem Fahrer „Goodman’s Bay“ oder ruft “Bus Stop, please”, wenn man am Ziel angekommen ist. Auf dem Rückweg kann man einen Bus auf der Straße anhalten. Die vorbeifahrenden Busse halten, wenn ein Platz frei ist.

Nassau auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste

Nassau ist ein Zentrum des Kreuzfahrttourismus. Beliebt sind ein Stadtbummel in Nassau mit Shopping und Kolonialgeschichte, ein Besuch des gigantischen Atlantis Resorts auf Paradise Island oder ein paar schöne Stunden am Strand. Hinzu kommen Bootsausflüge zu den vorgelagerten Inseln und Privatinseln der Reedereien. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Nassau auf eigene Faust.

Das Zentrum von Nassau
Karte der Sehenswürdigkeiten von Nassau – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten und Strände im Zentrum von Nassau (Bahamas): 1. Parliament Square, 2. Straw Market, 3. Pompey Museum, 4. British Colonial Nassau, 5. Margaritaville Beach Resort, 6. Pirates of Nassau, 7. National Art Gallery of The Bahamas, 8. John Watling’s Distillery, 9. Queen’s Staircase und Fort Fincastle, 10. Junkanoo Beach

Orientierung für Kreuzfahrer

Nassau bietet eine Mischung aus historischen Sehenswürdigkeiten, traumhaften Stränden, Privatinseln und Luxushotels. Viele Kreuzfahrer erkunden zunächst die Altstadt mit ihren Kolonialbauten und verbringen anschließend einige Stunden auf Paradise Island oder an einem der Strände. Beliebt sind außerdem Schnorchel- und Badeausflüge zu den vorgelagerten Inseln.

🏛️ Nassau: Parliament Square, Queen’s Staircase, Pirates of Nassau Museum
🏖️ Strände: Junkanoo Beach, Cabbage Beach, Cable Beach, Goodman’s Bay Park
🏨 Resorts (Day Pass): Atlantis, Baha Mar, British Colonial Nassau, Margaritaville uvm.
Privatinseln: Sun Cay, Blue Lagoon Island, Pearl Island, Rose Island
🤿 Meer & Natur: Clifton Heritage Park, Schwimmen mit Schweinen, Bootstouren

Regierungsgebäude am Parliament Square
Regierungsgebäude am Parliament Square in Nassau – Bild: iStock.com/Kolbz

Stadtbummel in Nassau

Die schöne Hauptstadt mit ihrem kolonialen Flair und den bonbonfarbenen Häusern mit hölzernen Arkaden ist auf jeden Fall einen Rundgang wert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen sehr nah beieinander und lassen sich perfekt zu Fuß erkunden. Wir würden etwa 2 bis 3 Stunden einplanen.

Man kann direkt am Hafen starten. Nach dem Verlassen des Terminals gelangt man auf den Woodes Rodgers Walk und hat bereits einen guten Blick auf den Hafen und die oft beeindruckende Kulisse der Kreuzfahrtschiffe. Nach nur ca. 5 Minuten erreicht man den Parliament Square. Der kleine Platz mit den rosafarbenen Kolonialgebäuden gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt. Hier befinden sich das Parlament, der Oberste Gerichtshof und weitere historische Gebäude.

Stadtbummel an der Bay Street in Nassau
Stadtbummel in Nassau – Bild: iStock.com/vale_t

Jetzt könnte man ein wenig über die Bay Street bummeln. Das ist die wichtigste Einkaufsstraße der Bahamas. Hier findet man Souvenirläden, Juweliere, Duty-free-Shops und zahlreiche Restaurants. Nach ca. 5 Minuten erreicht man den Nassau Straw Market. Wer ein Souvenir sucht, ist hier richtig. Der Nassau Straw Market hat eine lange Geschichte. Er entstand aus dem Handel mit Strohwaren, die von bahamaischen Frauen hergestellt wurden. Nach einem Feuer hat man vor einigen Jahren diese neue Halle gebaut. Direkt nebenan befindet sich das Pompey Museum of Slavery & Emancipation, das sich mit der Geschichte der Sklaverei und ihrer Abschaffung befasst. Es ist im historischen Vendue House untergebracht. Gegenüber befindet sich der schöne Pompey Square.

An der George Street und nur 2 Minuten vom Pompey Museum entfernt befindet sich das sehenswerte Piratenmuseum Pirates of Nassau. Wir empfehlen einen Besuch dieses interessanten Museums, das auch für Familien eine gute Wahl ist. Auf New Providence lebten bis ins 18. Jahrhundert hinein berüchtigte Piraten wie Edward Teach (Blackbeard), Benjamin Hornigold und der ehemalige Major Stede Bonnet. Aber auch Frauen waren erfolgreiche Piratinnen, wie die Beispiele von Mary Read und Anne Bonny zeigen. Das Setzen falscher Leuchtfeuer war üblich, bis 1718 Woodes Rogers, ein ehemaliger Pirat und späterer königlicher Gouverneur, diesem Treiben ein Ende machte.

Queen's Staircase in Nassau auf eigene Faust erkunden
Queen’s Staircase – Bild: Nassau Cruise Port

Weitere Ziele in diesem Teil der Stadt sind die National Art Gallery of The Bahamas und John Watling’s Distillery. Wer nur wenige Stunden Zeit hat, kann diese beiden Ziele problemlos auslassen und direkt zur ca. 1 km entfernten Queen’s Staircase weitergehen. Die berühmte Treppe mit 66 Stufen wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Sklaven aus dem Kalkstein geschlagen und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das kleine Fort aus dem Jahr 1793 mit schönen Ausblicken über Nassau, den Hafen und Paradise Island. Von hier läuft man ca. 800 Meter zurück zum Hafen. Unterwegs bietet sich eine Pause in einem Café oder Restaurant an.

Beach Resorts in Nassau

In unmittelbarer Nähe des Kreuzfahrthafens befindet sich das traditionsreiche British Colonial Hotel (britishcolonial.com) mit einem schönen Hotelstrand. Das historische Luxushotel liegt direkt am Wasser im Herzen der Stadt. Es wurde ursprünglich 1924 erbaut und vereint koloniale Architektur mit modernen Annehmlichkeiten. Das British Colonial ist auch bekannt als Drehort für den James-Bond-Film „Thunderball“. Das Hotel wurde frisch renoviert und kürzlich neu eröffnet.

Das British Colonial und das Margaritaville Beach Resort grenzen direkt an den Hafen
Das British Colonial (links) und das Margaritaville Beach Resort (rechts) in Nassau – Bild: iStock.com/Yujie Chen

Direkt daneben entstand vor einigen Jahren das Margaritaville Beach Resort, ebenfalls mit einem schönen Strand. Die Marke Margaritaville geht auf einen Song des amerikanischen Countrysängers Jimmy Buffett zurück. Überall in der Karibik gibt es Kneipen mit dem Namen Jimmy Buffetts Margaritaville. Häufig sogar mit eigenem Strand. Mittlerweile gibt es auch Strandhotels und sogar eine eigene Reederei mit drei ehemaligen Costa-Schiffen.

Beide Resorts sind vom Kreuzfahrtterminal in weniger als zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Einen Day Pass kann man zum Beispiel auf der Webseite von Resortforaday.com erwerben. Damit ist man Tagesgast des Hotels.

Cable Beach & Goodman’s Bay Park

Goodman’s Bay Park und Cable Beach sind öffentliche Strände und können von Kreuzfahrern kostenlos genutzt werden. Während Goodman’s Bay vor allem bei Einheimischen beliebt ist, gilt Cable Beach als einer der schönsten Strände von Nassau. Das luxuriöse Baha Mar Resort liegt direkt am Cable Beach. Die Hotelanlagen sind überwiegend den Gästen vorbehalten, für den Wasserpark Baha Bay werden jedoch Tageskarten für Besucher angeboten. Tickets bekommt man zum Beispiel bei Resortforaday.com

Goodman's Bay Park und das Baha Mar in Nassau
Goodman’s Bay Park und das Baha Mar – Bild: moofushi–stock.adobe.com

Man kann für alle drei Stationen den Jitney-Bus der Linie 10 aus der Innenstadt nutzen. Wir würden uns zuerst am Goodman’s Bay Park absetzen lassen. Von dort aus kann man am Strand entlang Richtung Westen zum Cable Beach und zum Baha Mar spazieren – die Spots gehen fließend ineinander über. Ein Taxi kostet 10 US-Dollar. Die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 20 Minuten.

Der Goodman’s Bay Park ist ein beliebter Park und Strand der Einheimischen. Er bietet Schattenplätze unter Bäumen, Joggingpfade und öffentliche Toiletten, die allerdings nicht immer im besten Zustand sind. Der Strand hier ist breit, sauber und flach abfallend. Da es hier keine großen Hotelbarrieren gibt, ist er komplett frei zugänglich und deutlich ruhiger als direkt vor den Resorts. Der schönste Sandabschnitt liegt direkt vor dem Baha Mar und ist öffentlich. Wer keinen Day Pass hat, kann den öffentlichen Fußweg direkt östlich des Resorts (neben dem SLS-Turm) nutzen.

Man benötigt kein Ticket, um das gigantische Casino, die Kunstgalerie (The Current) oder die prachtvolle Lobby des Baha Mar zu besichtigen. Das Resort ist tagsüber für Besucher offen. Das gilt auch für die recht hochpreisigen Restaurants. Pools, Wasserpark, Liegen und die exklusiven Resortbereiche stehen grundsätzlich nur Hotelgästen oder Besuchern mit Day Pass zur Verfügung.

Clifton Heritage National Park

Der Clifton Heritage National Park liegt ganz im Westen von New Providence und ist bereits 26 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Das Gelände einer ehemaligen Plantage ist heute ein geschütztes Natur- und Kulturgebiet mit schönen Stränden und guten Schnorchelmöglichkeiten. Besonders beliebt sind die Unterwasserskulpturen. Der Park eignet sich besonders für Kreuzfahrer, die Nassau abseits von Atlantis, Shopping und den klassischen Stadtstränden erleben möchten.

Historic Clifton Heritage National Park in Nassau
Historic Clifton Heritage National Park – Bild: Andrey Vlasov–stock.adobe.com

Aufgrund der Entfernung ist der Park nicht so leicht erreichbar wie andere Landausflugsziele auf New Providence. Ein Taxi vom Hafen kostet ca. 40 bis 60 USD pro Strecke. Man sollte mit dem Fahrer unbedingt eine feste Abholzeit für die Rückfahrt vereinbaren, da am Park keine Taxis spontan auf Gäste warten. Am Haupteingang des Parks zahlt man das Eintrittsgeld in Höhe von 40 US-Dollar und kann sich danach auf dem Gelände frei bewegen. Man könnte die markierten Wanderwege ablaufen, um die Überreste der Sklavenplantagen, die geschichtsträchtigen Hütten und die Höhlen im Wald eigenständig zu besichtigen. An den wichtigsten Stationen stehen Informationstafeln. Wenn man auf eigene Faust zu den berühmten Unterwasserspulpturen schwimmen möchte, verlangt der Park eine zusätzliche Self-Guided Snorkel Gebühr von 50,00 US-Dollar (zusätzlich zum Eintritt). Am Strand wacht ein Rettungsschwimmer (Lifeguard) über die Schnorchler.

Der Park bietet eigene offizielle Schnorcheltouren an, die für Kreuzfahrer praktischer sein dürften. Der allgemeine Parkeintritt, die komplette Miet-Ausrüstung (Maske, Schnorchel, Flossen und Schwimmweste) sowie ein zertifizierter Guide kosten insgesamt 75 US-Dollar. Es gibt auch noch ein Deluxe-Paket mit Transport vom Hafen und Mittagessen für 187 US-Dollar.

Landausflug nach Paradise Island

Das Highlight von Paradise Island ist das Atlantis Resort. Es umfasst mehrere Hotels, ein Casino sowie zahlreiche Restaurants und Bars. Beliebte Ziele für Tagesgäste sind der Aquaventure-Wasserpark, das Aquarium und die vielen Pools und Strände. Selbst ohne Eintrittsticket kann man die luxuriöse Atmosphäre des Resorts schnuppern. Das weltberühmte Atlantis Casino, die Einkaufsmeile Marina Village und die beeindruckenden Hotellobbys kann man kostenlos besuchen. Wer die Pools, den Wasserpark, die Meeresausstellungen und die meisten Resortbereiche nutzen möchte, benötigt jedoch einen kostenpflichtigen Day Pass.

Atlantis Paradise Island
Atlantis Paradise Island – Bild: Tegeler

Der Aquaventure Day Pass kostet ca. 95 bis 130 USD. Die Preise schwanken stark je nach Saison und Auslastung. Im Preis enthalten sind der Aquaventure-Wasserpark mit allen spektakulären Rutschen und dem Lazy River, das riesige Open-Air-Aquarium mit über 65.000 Meerestieren und der Zugang zu den wunderschönen Sandstränden und den meisten Resort-Pools. Essen und Getränke sind nicht im Ticket enthalten und extrem teuer. Die Tickets sind limitiert und wenn viele Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, häufig ausgebucht. Man sollte vorab auf der Webseite des Hotels buchen. Auch an Bord gibt es in der Regel Angebote.

Wer keinen Day Pass kaufen möchte, kann trotzdem einige Stunden auf Paradise Island verbringen. Beliebt sind ein Bummel durch die Marina Village, ein Besuch des Casinos und der Hotellobbys sowie ein Spaziergang zum öffentlichen Cabbage Beach. Der breite Sandstrand liegt nur wenige Gehminuten vom Atlantis Resort entfernt und gehört zu den schönsten Stränden auf New Providence.

Private Inseln

An Bord der Kreuzfahrtschiffe und bei lokalen Veranstaltern kann man Landausflüge zu Privatinseln buchen. Vor der Küste von New Providence gibt es eine Vielzahl kleinerer und größerer Inseln. Einige wurden für Tagesausflügler ausgebaut und verfügen über Strände, Gastronomie und andere Attraktionen. Da die originalen Schweine sehr weit weg sind, haben lokale Anbieter eigene Schweine-Beaches auf den kleinen Privatinseln direkt vor Nassau eingerichtet. Die beliebtesten Privatinseln für Landausflüge:

  • Sun Cay (Lighthouse Cay): Eine lebhafte Privatinsel, die rund 30 Bootsminuten von Nassau entfernt liegt. Sie bietet neben weitläufigen Stränden auch Aktivitäten wie Schnorcheln an Schiffswracks oder Unterwasserstatuen sowie Strandpartys mit Live-Musik.
  • Blue Lagoon Island (Salt Cay): Der absolute Klassiker für Familien. Die Insel bietet eine geschützte, wellenfreie Lagune, aufblasbare Wasserparks, Kajaks und Schnorchelmöglichkeiten. Bekannt ist sie zudem für regulierte Tierbegegnungen (Delfine und Seelöwen). Die Fahrt mit der Fähre vom Paradise Island Ferry Terminal dauert etwa 30 Minuten. Das Tagespaket kostet derzeit 69 US-Dollar.
  • Pearl Island: Eine kleinere, sehr idyllische Privatinsel, die für ihr Postkartenmotiv mit einem kleinen Leuchtturm bekannt ist. Hier geht es etwas ruhiger zu als auf der Blue Lagoon. Ein bahamaisches Mittagessen ist im Ticket meistens inbegriffen, und es gibt ein Korallenriff direkt vor dem Strand zum Schnorcheln. Man kann verschiedene Pakete auf der Webseite buchen.
  • Rose Island (z.B. Sandy Toes): Rose Island ist eine längliche, naturbelassene Insel. Der dortige private Beach Club Sandy Toes bietet ein ganztägiges Erlebnis inklusive Hängematten, Open Bar, Buffet und Begegnungen mit den berühmten bahamaischen Schweinen. Die Anfahrt per Katamaran dauert ca. 25 Minuten.

Wir waren vor einigen Jahren auf Pearl Island. Das war ein netter und entspannter Tag. Auch die Bootsfahrt nach Pearl Island war ein echtes Highlight. Wir würden auf jeden Fall vorab die Bewertungen lesen.

Ein Tag auf Pearl Island
Ein Tag auf Pearl Island – Bild: Tegeler

Fazit: Landausflüge in Nassau auf eigene Faust

Nassau gehört zu den Kreuzfahrthäfen der Karibik, die man problemlos auf eigene Faust erkunden kann. Der moderne Kreuzfahrthafen liegt direkt am Stadtzentrum, sodass viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar sind. Für die Fahrt zum Cable Beach oder nach Paradise Island stehen Taxis und Wassertaxis bereit. Die Wege sind kurz und die Fahrpreise niedrig. Zu den beliebtesten Zielen außerhalb von Nassau gehören Paradise Island mit dem Atlantis Resort, die öffentlichen Strände am Cable Beach sowie die vorgelagerten Inseln mit ihren Stränden. Auch für Familien bietet Nassau mit Wasserparks, Stränden und Tiererlebnissen viele Möglichkeiten. Wie in jeder größeren Stadt sollte man jedoch auf Wertsachen achten und abgelegene Gegenden meiden. Die touristischen Hotspots in Nassau (rund um den Kreuzfahrthafen), auf Paradise Island und am Cable Beach gelten als sicher.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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