Koh Samui auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Koh Samui auf eigene Faust zusammengetragen. Die zweitgrößte Insel Thailands liegt im Golf von Thailand. Von Hafen Laem Chabang (bei Bangkok) ist Koh Samui mit einem Kreuzfahrtschiff über Nacht erreichbar. Die maximal 21 Meter breite und 25 Kilometer lange Urlaubsinsel ist von vielen anderen Inseln (insgesamt ca. 60) umgeben. Die bekannteste und größte ist die Nachbarinsel Ko Phangan. Die Menschen lebten seit langem vom Fischfang und von den Kokospalmen. Seit Ende der 1980er-Jahre ist Koh Samui Fernreiseziel mit einem eigenen internationalen Flughafen. Heute kommen mehr als 1,2 Millionen Urlauber hierher und der Tourismus dominiert die lokale Wirtschaft. Bauvorschriften verhinderten allerdings den Bau von großen mehrstöckigen Hotelburgen. Trotzdem ist die Insel fest in der Hand des Massentourismus mit allen Auswirkungen. Während an der Küste schöne Strände das Urlauberherz höher schlagen lassen, ist das Hinterland sehr bergig. Eine Ringstraße führt einmal um die Insel. (Stand: März 2019).

Landausflüge auf Koh Samui auf eigene Faust

Big Buddha – Bild: Tegeler

Transport in Koh Samui auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe ankern von der Küste der Inselhauptstadt Nathorn an der Westküste der Insel und bringen die Urlauber mit Tendern an Land. Dabei werden neben bordeigenen Tendern auch deutliche größere lokale Tender eingesetzt. Trotzdem ist das Tendern immer zeitaufwendig und mit Wartezeiten verbunden. Die reine Überfahrt dauert ca. 20 Minuten. Da in der Regel zuerst die Teilnehmer organisierter Landausflüge der Reederei übergesetzt werden, würden wir mit lokalen Veranstaltern einen etwas späteren Termin vereinbaren.

Kaum an Land, trifft man auf zahlreiche lokale Anbieter, die mit Karten der Insel auf Urlauberfang gehen. Auf den Karten sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Strände verzeichnet, so dass man sich gut eine Tour für den Tag auf Koh Samui auf eigene Faust zusammenstellen kann. Dabei erfährt man gleich einiges über die Sprachkenntnisse der Fahrer. Über die verlangen Preise können wir leider nichts sagen, da wird vorab einen Fahrer mit Wagen gebucht hatten.

Die lokalen rot-gelben Taxen sind die teuersten in ganz Thailand und ein großes Ärgernis für Touristen auf Koh Samui. Wer nur einen Strandtransfer sucht, sollte mit den Fahrern sprechen. Die Bereitschaft, das Taxameter einzuschalten ist angeblich sehr gering. Es geht also darum einen festen Preis zu vereinbaren mit dem man leben kann.

AIDAbella ankert vor Koh Samui

AIDAbella ankert vor Koh Samui – Bild: Tegeler

Günstiger sind die so genannten Songthaew Taxis, die im Prinzip das nicht vorhandene öffentliche Busnetz ersetzten. Es handelt sich um Pickups mit Überdachung und zwei Sitzreihen auf der Ladefläche. Man findet die Fahrzeuge überall entlang der Ringstraße. Einige stehen zum Beispiel auch am Ende des Tender-Pier. Feste Haltestellen gibt es nicht. Man hält die Fahrzeuge, die in die richtige Richtung fahren, per Handzeichen an. Zum Aussteigen kann man meist eine Klingel betätigen. Häufig fährt ein Kassierer mit, der das Finanzielle regelt. Die Fahrpreise sind für uns Europäer sehr niedrig. Wenn man 100 Baht zahlt, ist das wahrscheinlich schon ein Touristenpreis, aber immer noch sehr günstig.

Natürlich kann man auch einen Roller oder gar ein Auto mieten, was aufgrund der Linksverkehrs und der chaotischen Verkehrsverhältnisse einigen Mut erfordert.

Landausflüge auf Koh Samui buchen

Natürlich gibt es an Bord ein umfangreiches Landausflugsprogramm, das man auch bereits Wochen oder Monate vorab online einsehen kann. Beispielhaft fügen wir das Ausflugsprogramm von AIDA Cruises für Koh Samui bei.

Auf einer stark frequentierten Urlaubsinsel wie Koh Samui gibt es zudem je Menge lokale Veranstalter, die ein ebenso buntes Angebot vermarkten, wie die Reedereien. Einen guten Überblick und eine gewisse Sicherheit bei der Buchungsabwicklung bieten die großen Portale wie Viator und Rent-a-Guide. Weitere Landausflüge von GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Der Vorteil der an Bord oder bei lokalen Veranstaltern gebuchten Landausflüge ist, dass man zuhause in Ruhe entscheiden kann, wie man die Tag verbringen möchte. Wie oben beschrieben, ist es aber auch möglich, einfach mit einem Tender an Land zu fahren und auf etwas Glück zu hoffen.

Am Tender-Pier

Am Tender-Pier – Bild: Tegeler

Highlights für Landausflüge auf Koh Samui

Koh Samui ist eine Urlaubsinsel mit sehr schönen Stränden und einigen Sehenswürdigkeiten. Hier spricht viel für einige schöne Stunden an einem der Traumstrände. Leider gibt es auf der Insel viele freilaufende Hunde, was Hundefreunden natürlich sehr weh tut. Die Tiere sind aber zutraulich und allesamt gut genährt. Das macht es etwas erträglicher. Wer möchte kann die Helfer der Dog and Cat Rescue Foundation (samuidog.org) besuchen. Hier sind viele Deutsche am Werk.

Tempel und Pagoden

Der bekannteste Tempel auf Koh Samui ist der Wat Phra Yai mit dem Big Buddha. Die Anlage steht auf einer kleinen Insel, die jedoch seit einigen Jahren durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Der zwölf Meter hohe goldene Buddha thront am Ende einer langen Treppe. Leider liegt die Anlage genau in der Einflugschneise des nahen Inselflughafens.

Ganz in der Nähe des Wat Phra Yai befindet sich die Anlage des Wat Plai Laem, umgeben von einem großen Fischteich. Hier ist die zwölfarmigen Statue von Guanyin ein besonders beliebtes Fotomotiv. Beide Tempel sind sehr gepflegt und können hervorragend hintereinander besucht werden. Die Entfernung ist nur ca. 2 Kilometer.

Der dritte bekannte Tempel ist vermutlich nicht jedermanns Sache. Im Wat Khunaram befindet sich die Mumie eines Mönches, der 1973 verstarb. Der Mönch wird von den Einheimischen verehrt. Für Touristen ein eher makabre Sehenswürdigkeit.

Wat Plai Laem

Wat Plai Laem – Bild: Tegeler

Samui Elephant Sanctuary

Wer Elefanten einmal näher kommen möchte, sollte einen Besuch des Samui Elephant Sanctuary (samuielephantsanctuary.org) in Erwägung ziehen. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 3.000 Baht. Wir sind bei Attraktionen mit Tieren immer sehr skeptisch. Die Bewertungen des Samui Elephant Sanctuary sind jedoch gut. Die Tiere, die früher für Elefantenreiten oder als Arbeitselefanten eingesetzt waren, leben hier friedlich. Meistens leben etwa ein halbes Dutzend Tiere in dem Sanctuary.

Bootsfahrten

An Bord und bei lokalen Anbietern kann man Bootsfahren in die Inselwelt rund um Koh Samui buchen. Ein beliebtes Ziel ist der Mu Ko Ang Thong National Park mit seinen unzähligen kleineren und größeren Inseln. Unterwegs gibt es Bade- und Schorchelstopps und auch kurze Strandaufenthalte. Man findet Angebote mit unterschiedliche Bootstypen von der alten Dschunke bis hin zu Schnellbooten.

Das Inselinnere

Das Inneren von Koh Samui die recht bergig. Manche Anbieter bieten Landausflüge in Allradfahrzeugen an. Ziele sind zum Beispiel die schönen Wasserfälle und einige Aussichtspunkte. Der bekannteste Wasserfall ist vermutlich der Na Muang Wasserfall. Leider versuchen die Einheimischen hier mit angeketteten Tieren Geld zu verdienen. Weitere Ziele im Hinterland sind eine Kautschukplantage und ein schöner Secret Buddha Garden.

Silver Beach Koh Samui

Silver Beach Koh Samui – Bild: Tegeler

Hin Ta & Hin Yai Rocks

Ein Ziel vieler Inselrundfahrten sind leider die Hin Ta & Hin Yai Rocks. Die Großvater und Großmutter Felsen sehen aus wie männliche und weibliche Genitalien. Jeder der Einfluss auf die Ziele der Inselrundfahrt hat, soll sich selber überlegen, ob sich Anfahrt und Halt lohnt.

Die Strände

Koh Samui ist von schönen Stränden umgeben. Die bekanntesten und größten Strandabschnitte sind der Chaweng Beach und der Lamai Beach. Hier befinden sich auch die meisten Hotelanlagen. Es gibt viel Wassersport, Restaurants, Geschäfte und Bars. Freie Liegen kann man häufig einfach nutzen. Sie wurden von Restaurants und Strandbars aufgestellt in der Hoffnung auf Umsatz. Wir würden aber trotzdem immer fragen.

Unser Fahrer hat uns den Silver Beach empfohlen, was sich als eine recht gute Wahl entpuppt hat. Das Angebot gleicht den großen Stränden. Es ist nur alles etwas kleiner. Der Sand war etwas grobkörniger, aber sauber. Das Wasser war sehr schön. Liegen gab es vor einem Restaurant.

Rund um die Insel gibt es weitere kleinere Strände wie zum Beispiel und unter anderem den Lipa Noi Beach, den Choeng Mon Beach, den Bophut Beach oder den Coral Cove Beach. Diese kennen wir aber persönlich nicht.

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