Gran Canaria auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust zusammengestellt. Die drittgrößte der Insel der Kanaren ist fast kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 50 Kilometern. Die Inselmetropole Las Palmas de Gran Canaria ist mit gut 380.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanaren und Ausgangspunkt der meisten Kanaren Kreuzfahrten. Mit der schönen Altstadt und einem langen Stadtstrand ist die Hauptstadt selber ein attraktives Ziel für Landausflüge auf Gran Canaria. Die bekannten Urlaubszentren befinden sich heute ganz im Süden der Insel bei den wunderbaren Dünen und dem bekannten Leuchtturm von Maspalomas. Das Inselinnere hingegen wird geprägt von hohen Bergen und schönen Tälern. Weitere Informationen gibt es auch in deutscher Sprache auf der Webseite des Tourismuspatronat Gran Canaria. Auch die Hauptstadt Las Palmas hat eine eigene Webseite für Touristen. Stand: März 2020

Landausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust
Kreuzfahrtschiffe in Las Palmas – Bild: Tegeler

Der Kreuzfahrthafen in Las Palmas

Kreuzfahrtschiffe laufen den großen Hafen von Las Palmas an, der Puerto de la Luz genannt wird. Ziel der Kreuzfahrtschiffe ist die Muelle Santa Catalina im gleichnamigen Stadtteil. Für die großen Cruiseliner hat man die Muelle Santa Catalina erweitert und in einem Winkel von etwa 70 Grad einen Anbau erstellt. An beiden Seiten dieser Erweiterung machen Kreuzfahrtschiffe fest. In der Mitte befindet sich das langgezogene Kreuzfahrt-Terminal mit Parkhaus und Autovermietungen.

Blick vom Kreuzfahrtschiff in Las Palmas
Blick vom Schiff – Bild: Tegeler

Auf den Fotos und der Karte unten kann man das Areal rund um den Hafen gut erkennen. Vom Kreuzfahrtschiff kommend, biegt man am Hafenausgang links ab auf die Muelle Santa Catalina. Nach wenigen Metern erreicht man ein großes Gebäude. Dies ist das sechsstöckige Einkaufszentrum Centro Commercial El Muelle. Rechts davon befindet sich weiter hinten das neue Aquarium Poema del Mar in einem langgestreckten hellen Neubau. Das weiße Segeldach am Fuß der Muelle Santa Catalina gehört zum Busbahnhof Intercambiador de Santa Catalina. Hier starten die Überlandbusse der Firma Guaguas Global. Auf der Rasenfläche am Fuß der Muelle Santa Catalina hat die lokale Touristeninformation einen Pavillon. Hier starten auch die Stadtrundfahrten mit den roten Bus Turisticos. Wenige hundert Meter weiter hinten, befindet sich der Parque Santa Catalina, wo die Guaguas Municipales (Stadtbusse) in Richtung Zentrum abfahren. Und noch ein Stück weiter hinten, auf der anderen Seite des Stadtviertels Santa Catalina, liegt die Playa de la Canteras.

Mobil auf Gran Canaria auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle, die Kreuzfahrtausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen (Sehenswürdigkeiten, Strände etc.) kommen kann. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Einen Stadtplan von Las Palmas haben wir hier hinterlegt.

Busbahnhof und Stadtrundfahrten am Las Palmas Cruise Terminal
Busbahnhof, Bus Turistico und Touristeninformation am Fuß der Mole – Bild: Tegeler

Zu Fuß

Der Kreuzfahrthafen liegt im Norden der Hauptstadt Las Palmas. Die sechs Kilometer entfernte Altstadt Vegueta ist für Fußgänger zu weit entfernt. Das lebhafte Stadtviertel Santa Catalina liegt hingegen direkt vor der Haustür. Hier gibt es für Landausflügler einige interessante Ziele, die bequem zu Fuß erreicht werden können. Zum Beispiel das neue Aquarium Poema del Mar, das im Januar 2018 eröffnet wurde. Oder das interessante Technikmuseum Museo Elder de la Ciencia y la Tecnologia. Beides Ziele, die auch für Familien mit Kindern interessant sind.

Die Hauptattraktion für Fußgänger dürfte jedoch der drei Kilometer lange Strand Playa de las Canteras sein, der etwa einen Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt auf der anderen Seite der Landzunge liegt. An diesem Strand begann der Tourismus auf Gran Canaria. Es gibt eine schöne Strandpromenade mit vielen Restaurants, Geschäften und Cafés. Duschen und Umkleidekabinen sind vorhanden, Liegen und Sonnenschirme können gegen Gebühr gemietet werden.

Öffentliche Busse

Öffentliche Busse werden auf Gran Canaria Guaguas genannt. Man unterscheidet gelbe Guaguas Municipales (Stadtbusse) und blaugrüne Überlandbusse der Firma Global SU. Beide Busunternehmen haben Webseiten, die auch in englischer Sprache verfügbar sind. Hier findet man alle Informationen zu Busverbindungen und Fahrpreisen.

Überregionale Busverbindungen der Firma Global
Überregionale Busverbindungen der Firma Global

Wer ins Zentrum fahren möchte, sollte das kurze Stück zur Bushaltestelle im Parque de Santa Catalina laufen. Von hier fahren in kurzen Abständen gelbe Guaguas Municipales in Richtung der Altstadtviertel Vegueta und Triana. In Frage kommen z.B. Busse der Linien 1 oder 12. Sicherheitshalber würden wir vorab auf der Webseite des Busgesellschaft nachschauen. Der Einzelfahrschein kostet beim Busfahrer 1,40 Euro.

Der Busbahnhof mit dem weißen Zeltdach liegt in unmittelbarer Hafennähe am Fuß der Muelle Santa Catalina. Hier kann man die blaugrünen Überlandbusse der Firma Global zu Zielen auf ganz Gran Canaria nehmen. Die Linie 30 fährt zum Beispiel direkt nach Maspalomas, die Linie 60 ist eine Verbindung zum Flughafen. Fahrtkarten gibt es unter anderem im Bus. Expressbusse (Directo), wie die Linie 30, fahren über die Autobahn und sind deutlich schneller. Eine Fahrt der Linie 30 vom Busbahnhof Santa Catalina bis zum Leuchtturm von Maspalomas dauert etwa eine Stunde und kostet (im Bus bezahlt) 6,80 Euro. Auf der Webseite gibt es eine Karte der Bushaltestellen. Hier kann man genau erkennen, wo man ankommt bzw. wo man wieder abfährt.

Stadtrundfahrten

Wer möchte, kann auch in Las Palmas eine Stadtrundfahrt machen. Die roten Busse (Bus Turisticos) starten am Fuß der Muelle Santa Catalina und sind nicht zu übersehen. Wenn die ersten Landausflügler von Bord gehen, stehen meistens bereits zwei oder drei Busse bereit. Auf einer Runde, die ca. 75 Minuten dauert, werden elf Haltepunkte angefahren. Wer möchte, kann an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Alle gut 30 Minuten kommt ein Bus an jeder Haltestelle vorbei. Während der Fahrt bekommen die Urlauber über Kopfhörer Reiseinformationen auch in deutscher Sprache. Das Tagesticket kann vor Ort oder vorab zum Beispiel bei GetYourGuide* erworben werden.

Karte des Kreuzfahrthafens von Las Palmas de Gran Canaria
Rund um den Hafen – Bild: Tegeler

Mietwagen

Mietwagen kann man im Kreuzfahrt-Terminal zum Beispiel bei Avis oder Cicar mieten. Die Firma Cicar (Cicar.com) ist auf den Kanaren sehr bekannt und bei vielen Landausflüglern beliebt. Natürlich ist eine Reservierung über die Webseiten der Anbieter vorab möglich und sinnvoll. Ohne Reservierung können die verfügbaren Autos schon mal knapp werden.

Wer möchte, kann Gran Canaria auf breiten Autobahnen fast umrunden. In weniger als einer Stunde kann man auf diese Weise von Las Palmas bis nach Puerto de Mogan ganz im Süden fahren. In die andere Richtung geht es über die Schnellstraße von Las Palmas bequem die gesamte Nordküste entlang bis nach Agaete. Im bergigen Inselinneren erwarten den Autofahrer hingegen schmale, kurvenreiche und steile Straßen. Hier ist man mit einem Kleinwagen gut beraten.

Taxen

Taxen warten im Bereich des Kreuzfahrt-Terminals und am Einkaufszentrum Centro Commercial El Muelle. Offizielle Taxen sind weiß. Durch das Taxischild auf dem Dach und einen farbigen Streifen an der Fahrertür sind diese leicht zu erkennen. Für Fahrten im Stadtgebiet gibt es festgelegte Preise und die Fahrer müssen ihre geeichten Taxameter einschalten. Eine Fahrt zur Altstadt kostet weniger als zehn Euro.

Taxitouren für Landausflüge auf Gran Canaria
Taxitouren und Preise – Bild: Tegeler

Für Fahrten über die Insel gibt es Pauschalpreise, die am Hafen auf Schildern und Plakaten beworben werden. Zum Beispiel am Pavillon der Touristeninformation am Fuße der Muelle Santa Catalina. Leider ist unser Foto sind besonders gut.

Fahrräder

Man kann Las Palmas gut mit dem Fahrrad erkunden. Zum Beispiel immer die Küste entlang in Richtung Altstadt Vegueta. Oder am Strand entlang zum Auditorio Alfredo Kraus. Hier eine Pdf-Datei mit Informationen zu Fahrradwegen in Las Palmas. Leider ist diese nur in spanischer Sprache verfügbar.

Die internationale Firma Nextbike (sitycleta.com), die auf der ganzen Welt Fahrradverleihsysteme betreibt, hat auch überall in Las Palmas Standorte, an denen Mieträder übernommen und wieder abgestellt werden können. Vorab muss man sich einmal bei dem Anbieter registrieren. Die nächstgelegenen Punkte in Hafennähe sind am Busbahnhof (weißes Zeltdach) und am Parque de Santa Catalina. Der Standardpreis liegt bei 1,50 Euro für eine Mietdauer von 30 Minuten.

Leihfahrräder am Las Palmas Cruise Port
Leihfahrräder am Hafen – Bild: Tegeler

Darüber hinaus, gibt es im Stadtteil Santa Catalina einige traditionelle Fahrradhändler, die auch Fahrräder verleihen. Zum Beispiel Green Bike Las Palmas (greenbike.es) oder Pop on Bike (poponbikecanarias.com).

Anreise und Flughafentransfer

Viele Kanaren Kreuzfahrten beginnen auf der Insel. Der internationale Flughafen der Urlaubsinsel Gran Canaria befindet sich knapp 30 Kilometer südlich vom Kreuzfahrthafen in Las Palmas. Die meisten Urlauber buchen ein Anreisepaket über die Reederei, das auch die Transfers beinhaltet. Aber auch wenn man in Eigenregie fliegt, kann man in der Regel den Transfer über die Reederei buchen. Der Vorteil ist, dass man die Koffer bereits im Flughafen an die Reederei übergeben kann.

Aber es gibt natürlich Alternativen. Sehr bequem ist die Fahrt mit einem Taxi. Die Fahrpreise werden vom Taxameter berechnet. An einem Werktag kostet die Fahrt nach Angaben des Flughafens 32,35 Euro. Nachts und am Wochenende ist es ca. 4 Euro teurer. Günstiger sind die Regionalbusse der Firma Global (s. oben). Die Linie 60 fährt vom Flughafen bis zum Busbahnhof Intercambiador de Santa Catalina (der mit dem Zeltdach). Es gibt pro Stunde zwei Busse. Auf der Webseite des Flughafens wird ein Fahrpreis von 2,95 Euro genannt. Vom Busbahnhof kann man einfach über die Muelle de Santa Catalina zum Kreuzfahrtterminal laufen. Das sind vielleicht 300 Meter.

Landausflüge auf Gran Canaria buchen

Für den Tag auf Gran Canaria werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Gran Canaria

Gran Canaria ist eine sehr schöne und vielseitige Insel. Neben der Inselmetropole lohnen vor allem die Strände im trockenen Süden und das bergige Inselinnere einen Besuch. Wer möchte, kann mit etwas Vorplanung Gran Canaria auf eigene Faust erkunden.

Landausflüge in Las Palmas

Die Hauptstadt Las Palmas ist mit etwa 380.000 Einwohnern eine richtige Großstadt und eine der beiden Hauptstädte der Kanaren. Die Stadt liegt an der Nordostküste Gran Canarias circa 25 Kilometer nördlich des Flughafens. Der wichtigsten Wirtschaftsfaktor ist der Hafen Puerto de la Luz mit dem Kreuzfahrthafen.

Playa de la Canteras – Bild: Tegeler

Playa de las Canteras

Der Kreuzfahrthafen liegt im Stadtviertel Santa Catalina. Man läuft circa einen Kilometer durch das lebhafte Viertel und erreicht die Playa de la Canteras. Der gut 3 Kilometer lange Sandstrand erstreckt sich in mehreren Abschnitten von der Plaza de la Puntilla bis zur modernen Konzerthalle Auditorio Alfredo Kraus. Hier hat sich bereits um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert der erste Tourismus entwickelt. Eine schöne Strandpromenade (Paseo de las Canteras) mit Bars, Terrassencafés und Läden lädt zum bummeln ein. An schönen Tagen kann man auch eine Liege und einen Sonnenschirm mieten. Öffentliche Toiletten und Duschen sind ebenfalls vorhanden. Das Meer ist recht ruhig, da der Strand von einem Sandsteinriff geschützt wird. Der nördliche Teil des Strandes ist besonders breit und schön.

Poema del Mar

In unmittelbarer Hafennähe befindet sich das neue moderne Aquarium Poema del Mar. Der Neubau wurde im Januar 2018 eröffnet und gilt als das zweitgrößte Aquarium der Welt. Erwachsene zahlen 25 Euro Eintritt, Kinder sind mit 17,50 Euro etwas günstiger.

Altstadt La Vegueta
Altstadt La Vegueta – Bild: Promoción de Las Palmas de Gran Canaria

Die Vegueta

Ein weiterer Hauptanziehungspunkt für Kreuzfahrer in Las Palmas ist die Vegueta, die Altstadt von Las Palmas, die gut sechs Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt im Süden der Stadt liegt. Dieses Stadtviertel gehört bereits seit 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Dabei gibt es kein historisches Gebäude, das im Originalzustand erhalten ist. Fast alles wurde aus historischen Resten neu zusammengefügt. Aus der Zeit von Kolumbus ist nichts erhalten.

Das Zentrum der Altstadt ist die große Kathedrale Santa Ana. Die Besichtigung und der Zutritt erfolgt durch das Museum für Sakrale Kunst und kostet 2,40 Euro pro Person. Wer möchte, kann man einem Aufzug auf den Südturm fahren und die Aussicht genießen. Das kostet nochmal 1,40 Euro. Der Vorplatz der Kathedrale wird Plaza de Santa Ana genannt. Hier befindet sich das attraktive alte Rathaus und der Bischofspalast. Eine weitere Sehenswürdigkeit der Vegueta ist Casa de Colon hinter der Kathedrale. Hier ist heute ein Museum untergebracht, in dem sich alles um die Kolumbus und die Eroberung der neuen Welt dreht. Kolumbus nutzte Gran Canaria als Brückenkopf im Atlantik.

Nördlich der Altstadt Vegueta liegt das Stadtviertel Triana mit der Hauptgeschäftsstraße Calle Mayor de Triana. Hier gibt es viele Geschäfte und schöne Jugendstilfassaden.

 Kathedrale Santa Ana von Las Palmas de Gran Canaria
Kathedrale Santa Ana – Bild: MSC Cruises

Jardin Botanico Canario Viera y Clavijo

Der schöne Botanische Garten (jardincanario.org) der Kanaren befindet sich außerhalb der Stadt circa 12 Kilometer vom Hafen entfernt. Der Garten wurde 1959 eröffnet und beherbergt die meisten der insgesamt 500 einheimischen Pflanzen und Bäume. Der Garten ist mit 27 Hektar relativ groß, so dass man hier problemlos einige Stunden verbringen kann. Der Eintritt ist frei.

Auf der spanischsprachigen Webseite des Gartens gibt es auch Hinweise für die Anreise. Angeblich kann man den Garten mit Bussen der Linien 301 und 323 der Firma Guaguas Global erreichen. Los geht es an dem Busbahnhof am Hafen.

Landausflüge auf Gran Canaria

Wer etwas Zeit zur Verfügung hat, findet über die Insel verstreut viele interessante Landausflugsziele. Der Tourismus hat sich schon vor Jahrzehnten in den Süden verlagert. Hier ist es trockener und noch sonniger als in der Hauptstadt. Zwischen Puerto de Mogan und San Agustin liegen die Haupturlaubsgebiete. Der rund 10 Kilometer lange Strandabschnitt zwischen Maspalomas und Playa del Ingles kann zur Hauptsaison auf seiner gesamten Länge dicht gedrängt voller Menschen sein.

Die Dünen von Maspalomas
Die Dünen von Maspalomas – Bild: MSC Cruises

Das gebirgige Zentrum ist wohl das landschaftlich schönste Gebiet von Gran Canaria. Mit dem Pozo de las Nieves (1.949 Meter), dem Roque Nublo (1.803 Meter) und dem Cruz de Saucillo (1.800 Meter) ist die Region geprägt von den höchsten Bergen Gran Canarias. Hier fühlen sich nicht nur Wanderfreunde wohl. Schon den Guanchen waren gewisse markante Felsen heilig, wie der 1.404 Meter hohe Roque Bentayga. In seinem Schatten liegen die Cuevas del Rey, ein weiteres Zeugnis der reichen Guanchen-Kultur und der historischen Bedeutung des Inselinneren.

Dunas de Maspalomas

Der Faro de Maspalomas markiert den westlichen Anfang der eigentlichen Costa Canaria. Hier sieht man zum ersten Mal die berühmten Dünen von Maspalomas. Sie erstrecken sich über mehr als 6 Kilometer bis Playa del Ingles und bilden die Südspitze von Gran Canaria. Ein Teil ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die ausgedehnte Sandlandschaft mit dem Wüstenflair läuft zum Meer hin flach aus. Ideale Bedingungen für einen Strandspaziergang oder ausgedehnte Wanderungen. In den hohen Wanderdünen fühlt man sich wie in der Sahara. Mit einem Bus der Linie 30 von Guaguas Global kann man bis zu den Dünen fahren.

Wandern am Roque Nublo in Gran Canaria auf eigene Faust
Wandern am Roque Nublo – Bild: Tegeler

Roque Nublo

Der Roque Nublo ist ein auffälliger Felsen im gebirgigen Hinterland von Gran Canaria. Das Wahrzeichen der Insel ist etwa 65 Meter hoch. Insgesamt ist dies der drittgrößte Berg. Das Plateau des Roque Nublo ist ein beliebtes Wanderrevier mit schönen Wanderwegen. Von der Straße benötigt man etwa eine halbe Stunde für die Aufstieg. Die Aussicht reicht bei gutem Wetter bis zum Teide auf Teneriffa.

Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada

Der archäologischen Park & Museum Cueva Pintada in Galdar im Nordwesten von Gran Canaria ist das wohl bedeutendste Zeugnis der kanarischen Ureinwohner. Im Mittelpunkt steht die Höhle mit spektakuläre Höhlenmalereien. Später hat man immer mehr Wohnstätten und Höhlen eines prähispanischen Dorfes ausgegraben. In 3D-Filmen erfährt man mehr über das Leben der Ureinwohner der Altkanarier.

Puerto de Mogan

An der Südküste von Gran Canaria liegt der Hafen- und Ferienort Puerto de Mogan. Der Ort entstand in den 1980er-Jahren rund um den kleinen Hafen. Die Ortschaft Mogan liegt 12 Kilometer landeinwärts. Aufgrund der vielen Kanäle und der schönen Gassen wird der Ort auch als Venedig Gran Canarias bezeichnet und gilt als schönstes Dorf der Insel. Direkt am Meer gibt es einen größeren Strand und einen noch größeren Jachthafen. Dahinter erstreckt sich das Dorf, teilweise an einem Hang. Die großen Hotels liegen weiter hinten.

Puerto de Mogan
Der attraktive Urlaubsort Puerto de Mogan – Bild: Tegeler

Puerto de Mogan liegt in einer sehr kargen und trockenen Region der Insel. Dafür ist ist es hier fast immer warm und sonnig. Angeblich gibt es in Puerto de Mogan die meisten Sonnenstunden in ganz Europa.

Puerto de las Nieves

Dies ist ein schönes Fischerdorf und der Hafen des Städtchens Agaete an der Nordwestküste Grand Canarias. Von hier schaut man direkt auf den oft schneebedeckten Gipfel des Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa. Daher auch der Name des Dorfes. Nieve bedeutet Schnee. Es gibt auch eine Fährverbindung nach Gran Canaria.

Puerto de las Nieves ist ein schönes Ausflugsziel auch für die Einheimischen. Am Hafen kann man sehr gut Fisch essen. Viele Restaurants liegen am Paseo de los Poetas und locken an Sonntagen viele Menschen aus der gut 30 Kilometer entfernten Hauptstadt an.

Teror

Das Städtchen Teror liegt knapp 20 Kilometer von Las Palmas entfernt im bergigen Inselinneren. Die Kleinstadt mit ihren gut 12.000 Einwohnern gilt als einer der ursprünglichsten Orte auf Gran Canaria. Die Basilika Nuestra Señora del Pino entstand zu Ehren der Jungfrau Virgen del Pino. Die vom Papst zur Inselpatronin erklärte Heilige macht Teror auch zum Wallfahrtsort. Rund um die Basilika stehen viele renovierte Häuser mit herrlichen hölzernen Balkonen. Der alte Stadtkern steht unter Denkmalschutz.

Teror ist ein schönes Ziel für Landausflüge auf Gran Canaria
Teror – Bild: Tegeler

Barranco de Guayadeque

Die landschaftlich sehr schöne Schlucht Barranco de Guayadeque wurde von der Regierung der Kanaren als Naturdenkmal und Archäologische Gesamtzone unter Schutz gestellt. Die idyllische Schlucht war in früheren Zeiten dicht besiedelt. Die Menschen lebten in Höhlen-Wohnungen an beiden Seiten der Schlucht.

Unweit von Agüimes liegt an der Straße GC-103 (am Anfang der Schlucht) das Besucherzentrum Centro de Interpretación del Barranco de Guayadeque. Hier kann man nachvollziehen, wie die Menschen früher in Höhlen gelebt haben. Alle Informationen gibt es auch in deutscher Sprache. Der Eintritt liegt bei 3 Euro.

Fährt man nach dem Besuch der Museums in die Schlucht hinein, erreicht man nach kurzer Zeit ein Bergdorf (Cueva Bermeja). Hier leben bis heute Menschen in Häusern, die in Höhlen hineingebaut wurden. Hier gibt es auch eine Kirche und ein Restaurant. Am Ende der Straße GC-103 kann man den Wagen abstellen und einen kleinen Rundwanderweg (Sendero Montaña las Tierras) in Angriff nehmen. Die kurze Wanderung dauert etwa eine halbe Stunde.

Der Bandama Krater
Blick in den Bandama Krater – Bild: Tegeler

Bandama Krater

Zehn Kilometer südlich von Las Palmas befindet sich der Naturpark Bandama. Zum Schutzgebiet gehören der Gipfel Pico de Bandama und insbesondere der Bandama Krater. Der größte Vulkankrater der Insel hat einen Durchmesser von etwa einem Kilometer bei einer Tiefe von ca. 170 Metern.

Wer möchte, kann über eine Serpentinen Straße auf den Pico de Bandama fahren und vom gleichnamigen Aussichtspunkt einen herrlichen Blick auf die Caldera genießen. In dem Naturpark gibt es zudem gute Wandermöglichkeiten. Es gibt einen Weg am Kraterrand entlang (1,5 Stunden) und eine Wanderung in den Krater hinein (2,5 Stunden). Die Wanderung am Kraterrand verläuft über einen Trampelpfad und erfordert einige Aufmerksamkeit.

Palmitos Park

Der Palmitos Park ist ein Tierpark und ein Botanischer Garten im Süden von Gran Canaria. Das 20 Hektar große Areal liegt geschützt in einem Barranco in den Bergen unweit der Touristenzentren im Süden und ist auch ein schönes Landausflugsziel für Familien. Der Park wurde im Jahre 2008 nach einem Großfeuer wieder eröffnet und ist in verschiedene Themenbereiche gegliedert. Es gibt ein wunderbares Orchideenhaus, einen Kaktusgarten und ein Schmetterlingshaus. Der Tierpark beinhaltet seit 2010 auch ein Delfinarium. Zudem gibt es ein Aquarium und verschiedenen Flugshows mit Papageien und Greifvögeln.

Strände auf Gran Canaria
Endlose Strände im Süden beim Faro de Maspalomas – Bild: Tegeler

Cocodrilo Park Gran Canaria

Der Cocodrilo Park in Agüimes im Südosten von Gran Canaria beherbergt mehr als 200 Krokodile in einem landschaftlich schönen Areal. Hier landen viele Krokodile und andere Tiere, die vom Zoll oder der Polizei beschlagnahmt wurden. Zudem gibt es Schildkröten, Affen, Papageien und Tiger, die die Familie Balser bei Zirkussen und Privatpersonen gekauft hat. Zweimal täglich kann man bei der Fütterung der Krokodile zusehen.

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