Gran Canaria auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge auf Gran Canaria individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust. Die drittgrößte der Inseln der Kanaren ist fast kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 50 km. Die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria ist mit gut 380.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanaren. Mit der sehenswerten Altstadt und einem schönen Stadtstrand ist die Hauptstadt selbst ein attraktives Landausflugsziel. Die bekannten Urlaubsorte befinden sich aber ganz im Süden der Insel, bei den wunderbaren Dünen von Maspalomas. Das Inselinnere ist sehr gebirgig. Hier gibt es schöne Dörfer, Wanderwege und viele Aussichtspunkte. Der Roque Nublo ist mit seinem ikonischen Gipfel das Wahrzeichen der Insel. Weitere Informationen gibt es auch in deutscher Sprache auf der Webseite des Tourismuspatronats Gran Canaria. Auch die Hauptstadt Las Palmas hat eine eigene Webseite für Touristen. Letzte Aktualisierung: Juni 2026

Weitere Hafenportraits für Landausflüge auf den Kanaren auf eigene Faust: Fuerteventura, La Gomera, La Palma, Lanzarote, Madeira, São Miguel (Azoren), Teneriffa, Terceira (Azoren)
Landausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust
Karte der Kanaren mit Gran Canaria – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Gran Canaria auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Gran Canaria Cruise Port in Las Palmas
🚶‍♂️ Stadtzentrum: Altstadt Vegueta (ca. 6,2 km)
🏖️ Nächster Strand: Playa de las Canteras (ca. 1,3 km)
Highlights in Las Palmas: Playa de Las Canteras, Altstadt Vegueta, Kathedrale Santa Ana, Casa de Colón, Poema del Mar Aquarium
Highlights im Umland: Maspalomas Dünen, Roque Nublo, Arucas, Teror, Tejeda, Bandama-Krater, Puerto de Mogán, Los Tilos de Moya, Barranco de Guayadeque
🗺️ Fortbewegung: Mietwagen, Linienbusse, Taxis oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Vegueta, Playa de la Canteras, Tour im Inselinneren
💶 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Euro; Spanisch ist Amtssprache
📶 Internet: EU-Roaming ohne Zusatzkosten; WLAN im Terminal verfügbar

👉 Fazit: Gran Canaria bietet eine außergewöhnliche Vielfalt auf engem Raum. Kreuzfahrer können die historische Altstadt von Las Palmas erkunden, am Playa de las Canteras entspannen oder bei einer Inselrundfahrt die Bergwelt mit dem Roque Nublo und die berühmten Dünen von Maspalomas entdecken.

Kreuzfahrthafen Gran Canaria

Im März 2026 wurde der neue Las Palmas Cruise Port offiziell eingeweiht. Er war bereits seit Herbst 2025 in Betrieb. Das zweistöckige Gebäude hat eine Fläche von 14.000 Quadratmetern. Im Terminal gibt es kostenloses WLAN, eine Touristeninformation sowie einige Geschäfte und gastronomische Angebote. Taxis und Mietwagen stehen direkt vor dem Gebäude bereit, der Busbahnhof befindet sich in der Nähe.

Kreuzfahrtschiffe am Las Palmas Cruise Terminal auf Gran Canaria
Kreuzfahrtschiffe in Las Palmas – Bild: Tegeler

Am Kreuzfahrthafen stehen vier Liegeplätze mit einer Gesamtlänge von 1.615 Metern zur Verfügung. Auch die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt können hier problemlos anlegen. Drei moderne Boarding-Brücken ermöglichen die Abfertigung von bis zu vier Kreuzfahrtschiffen gleichzeitig. Insbesondere die deutschen Reedereien nutzen den Hafen als Heimathafen für Kanaren Kreuzfahrten.

Seit 2022 betreibt die Global Ports Holding den Kreuzfahrthafen in Las Palmas. Gleichzeitig übernahm der weltgrößte Kreuzfahrthafenbetreiber auch die Häfen auf Lanzarote und Fuerteventura. Im Rahmen eines umfangreichen Investitionsprogramms flossen mehr als 40 Millionen Euro in neue Kreuzfahrtterminals auf den drei Inseln. Die Passagierzahlen stiegen seither deutlich.

Landausflüge auf Gran Canaria buchen

Für den Tag auf Gran Canaria werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Las Palmas de Gran Canaria findet man bei GetYourGuide*.

Mobilität in Gran Canaria auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle, die Kreuzfahrtausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Gran Canaria (ab Cruise Terminal):

  • Aquarium Poema del Mar: 700 Meter
  • Playa de las Canteras: 1,3 km
  • Catedral de Santa Ana in der Vegueta: 6,2 km
  • Bandama-Krater: 21 km
  • Teror: 24,9 km
  • Flughafen von Canaria: 27,3 km
  • Barranco de Guayadeque: 38,2 km
  • Roque Nublo: 46,4 km
  • Dunas de Maspalomas: 60,8 km
  • Puerto de Mogán: 85,1 km
Karte der Highlights beim Kreuzfahrthafen von Las Palmas
Karte der Highlights beim Kreuzfahrthafen von Las Palmas – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights beim Kreuzfahrthafen von Las Palmas: 1. Einkaufszentrum Centro Comercial El Muelle, 2. Poema del Mar Aquarium, 3. Kiosk der Touristeninformation und Haltestelle der Hop-on Hop-off Busse, 4. Intercambiador Santa Catalina (Überlandbusse von Global), 5. Haltestelle der Stadtbusse in Richtung Zentrum, 6. Museo Elder de la Ciencia y la Tecnología, 7. Playa de las Canteras

Zu Fuß unterwegs in Las Palmas

Der Hafen liegt im Norden von Las Palmas im lebhaften Stadtviertel Santa Catalina. Viele Sehenswürdigkeiten kann man von hier bequem zu Fuß erreichen. Dazu gehören das neue Aquarium Poema del Mar, das interaktive Technikmuseum Museo Elder de la Ciencia y la Tecnología und vor allem die schöne Playa de las Canteras. Der Stadtstrand ist ideal für einen Spaziergang oder eine Badepause.

Öffentliche Busse (Guaguas)

Wie in Südamerika werden öffentliche Busse auf Gran Canaria „Guagua“ (Wuawua) genannt. Man unterscheidet gelbe Guaguas Municipales (Stadtbusse) und blaugrüne Überlandbusse der Firma Global. Beide Busunternehmen haben Webseiten, die auch in englischer Sprache verfügbar sind. Hier findet man alle Informationen zu Busverbindungen und Fahrpreisen.

Mit dem Bus ins Zentrum

Wer ins Zentrum von Las Palmas fahren möchte, sollte vom Hafen das kurze Stück zur Bushaltestelle im Parque de Santa Catalina laufen. Von hier fahren in kurzen Abständen gelbe Stadtbusse in Richtung Zentrum. Die Linie 12 (Richtung Hoya de la Plata) ist die schnellste und bequemste Verbindung. Sie fährt alle paar Minuten direkt vom Parque Santa Catalina ab. Wer zur Fußgängerzone Triana möchte, steigt an der Haltestelle San Telmo aus. Für das historische Viertel Vegueta (Kathedrale Santa Ana) fährt man bis zur Haltestelle Mercado de Vegueta. Die Linie 1 (Richtung Teatro) fährt ebenfalls regelmäßig ab und hält am historischen Theater am Rande der Altstadt.

Man bezahlt kontaktlos mit der Kreditkarte oder mit dem Smartphone. Alternativ kann man den Betrag von 1,40 € auch bar direkt beim Busfahrer bezahlen. Dafür sollte man möglichst passendes Kleingeld bereithalten, da große Scheine oft nicht gewechselt werden können.

Guaguas Municipales in Las Palmas de Gran Canaria
Die gelben Stadtbusse – Bild: Guaguas Municipales

Mit dem Bus über die Insel

Der Busbahnhof Intercambiador Santa Catalina liegt in unmittelbarer Hafennähe und ist an dem weißen Segeldach gut zu erkennen. Von hier fahren die blaugrünen Überlandbusse der Firma Global zu Zielen auf ganz Gran Canaria. Die Linie 30 fährt zum Beispiel direkt nach Maspalomas und die Linie 60 ist eine Verbindung zum Flughafen. Man bezahlt im Bus kontaktlos mit der Kreditkarte oder mit dem Smartphone. Alternativ kann man auch bar direkt beim Busfahrer bezahlen. Eine Fahrt der Linie 30 bis zum Leuchtturm von Maspalomas dauert etwa 75 Minuten und kostet 6,25 Euro. Auf der Webseite gibt es eine Karte der Bushaltestellen. Hier kann man genau erkennen, wo man ankommt bzw. wo man wieder abfährt.

Taxis, Uber & Co

Taxis sind auf der Insel weit verbreitet, sehr zuverlässig und im Vergleich zu Deutschland relativ günstig. Man kann ein offizielles Taxi gut erkennen. Sie sind weiß lackiert und haben in Spanien ein blaues Nummernschild im Heck mit weißer Schrift (während das vordere Kennzeichen normal weiß ist). An den Vordertüren befinden sich das offizielle Wappen der jeweiligen Gemeinde und die Lizenznummer des Fahrers. Manchmal zieht sich auch ein farbiger Streifen über die Vordertür. Auf dem Dach befindet sich das typische gelb-weiße Taxi-Schild.

Im Bereich des Las Palmas Cruise Terminals warten zahlreiche Taxis. Für Fahrten im Stadtgebiet gibt es festgelegte Preise und die Fahrer müssen ihre geeichten Taxameter einschalten. Eine Fahrt zur Altstadt kostet ca. 10 Euro. Für Taxitouren gibt es Pauschalpreise, die am Hafen auf Schildern beworben werden. Die Fahrt vom Cruise Terminal zum Flughafen kostet je nach Uhrzeit und Wochentag ca. 40 bis 45 Euro.

Las Palmas de Gran Canaria auf eigene Faust zu Fuß erkunden
Von links nach rechts: Busbahnhof, Einkaufszentrum und Aquarium Poema de Mar – Bild: Tegeler

Fahrdienste wie Uber oder Cabify spielen auf Gran Canaria bislang keine Rolle. Kreuzfahrer nutzen fast ausschließlich die gut organisierten Taxis.

Hop-on-Hop-off

Die roten Busse (Bus Turisticos) starten am Fuß der Muelle Santa Catalina und sind nicht zu übersehen. Wenn die ersten Landausflügler von Bord gehen, stehen meistens bereits mehrere Busse bereit. Auf einer Runde, die ca. 75 Minuten dauert, werden ca. elf Haltepunkte angefahren. Man kann an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Alle gut 30 Minuten kommt ein Bus an jeder Haltestelle vorbei. Während der Fahrt bekommen die Urlauber über Kopfhörer Reiseinformationen auch in deutscher Sprache. Das Tagesticket kann man vor Ort oder vorab, zum Beispiel bei GetYourGuide*, erwerben.

Ob sich die Tour lohnt, hängt stark von den persönlichen Wünschen und der eigenen Fitness ab. Die Busse sind bequem und ersparen lange Fußmärsche. Ältere Menschen bleiben oft einfach sitzen und nutzen die Busse wie eine klassische Stadtrundfahrt. Wenn mehrere große Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, sind die Hop-On Hop-Off Busse oft extrem überfüllt. Dann kann es zu langen Wartezeiten an den Haltestellen kommen.

Der Busbahnhof und die Hop-on Hop-off Busse in Las Palmas auf Gran Canaria
Der Busbahnhof und die Hop-on Hop-off Busse – Bild: Tegeler

Mietwagen

Mietwagen sind ein gutes Verkehrsmittel für den Tag auf Gran Canaria auf eigene Faust. Man kann die Insel auf breiten Autobahnen fast umrunden. In etwa einer Stunde könnte man auf diese Weise von Las Palmas bis nach Puerto de Mogán ganz im Süden fahren. In der anderen Richtung geht es über die Schnellstraße von Las Palmas bequem die gesamte Nordküste entlang bis nach Agaete. Im bergigen Inselinneren erwarten den Autofahrer hingegen schmale, kurvenreiche und steile Straßen. Wir würden für Fahrten im Inselinneren doppelt so viel Zeit einplanen, wie man zuhause für eine Strecke kalkulieren würde.

Im neuen Cruise Terminal sind offenbar keine Mietwagenfirmen mehr vertreten. Cicar, Avis und Hertz sind jetzt rund um die El Muelle Shopping Mall und das Aquarium Poema de Mar ansässig. Vom Cruise Terminal geht man maximal 10 Minuten. Cicar ist für Kreuzfahrer auch auf Gran Canaria eine sehr gute Wahl und bei vielen Kreuzfahrern beliebt. Im Mietpreis ist immer eine echte Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung enthalten, die selbst Reifen-, Glas- und Unterbodenschäden abdeckt. Da man komplett abgesichert ist, verlangt Cicar keine Kreditkarten-Kaution, blockiert keine hohen Beträge und die Rückgabe erfolgt in Sekundenschnelle per Schlüsselbox.

Wegen der steilen Berge im Zentrum kann man den Norden und den tiefen Süden nicht mal eben schnell an einem Tag verbinden. Wir würden uns für eine Fokus-Route entscheiden:

🚗 Route Mitte (Berge & Wanderungen): Hafen → Teror → Tejeda (Roque Nublo) → Bandama-Krater → Hafen.

🏖️ Route Süden (Strand & Dünen): Hafen → Dünen von Maspalomas → Puerto de Mogán (Venedig des Südens) → Hafen (komplett über die schnelle Autobahn).

🌿Route Norden (Lorbeerwälder, Steilküsten & Geschichte): Hafen → Arucas → Firgas → Reserva Natural Especial de los Tilos (Moya) → Agaete/Puerto de las Nieves → Hafen.

Stadtrundfahrten und Fahrradverleih
Stadtrundfahrten und Fahrradverleih – Bild: Tegeler

Fahrräder

Las Palmas lässt sich gut mit dem Fahrrad erkunden. Zum Beispiel immer am Hafen entlang in Richtung Altstadt Vegueta. Oder am Strand entlang zum Auditorio Alfredo Kraus. Entsprechende Routen kann man leicht selber ausarbeiten oder bei einschlägigen Apps wie Komoot finden.

Unweit des Las Palmas Cruise Terminals befindet sich eine Station des städtischen Fahrradverleihs Sítycleta. Wir würden vorab die App Moxsi herunterladen und uns mit einer Kreditkarte registrieren. Dann kann man die gelben Fahrräder oder E-Bikes per QR-Code freischalten. Die Abrechnung erfolgt meist im 30-Minuten-Takt (ca. 1,50 € pro halbe Stunde). Man kann das Fahrrad an einer der zahlreichen Stationen in der gesamten Stadt wieder abgeben.

Natürlich gibt es auch andere Anbieter. Zum Beispiel die Rental Bike Station Las Palmas in der C. Veintinueve de Abril, 63. Vom Cruise Terminal sind es etwa 1,1 km zu Fuß. Das Unternehmen bietet City-Bikes, Mountainbikes, E-Bikes und Rennräder an. Einfache Stadträder gibt es bereits ab ca. 9 € bis 10 € pro Tag. Helme und Schlösser sind meist inklusive.

Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises auf Gran Canaria
Deutsche Reedereien sieht man oft auf Gran Canaria – Bild: Tegeler

Anreise und Flughafentransfer

Viele Kanaren-Kreuzfahrten beginnen oder enden in Las Palmas. Der internationale Flughafen Gran Canaria liegt rund 27 km südlich des Kreuzfahrthafens. Die meisten Kreuzfahrer buchen ein Anreisepaket über die Reederei, das auch die Transfers beinhaltet. Aber auch wenn man in Eigenregie fliegt, kann man in der Regel den Transfer über die Reederei buchen. Der Vorteil ist, dass man die Koffer bereits am Flughafen an die Reederei übergeben kann.

Aber es gibt natürlich Alternativen. Sehr bequem ist die Fahrt mit einem Taxi. Je nach Wochentag und Tageszeit zahlt man bis zu ca. 45 Euro. Die Linie 60 der Überlandbusse von Guaguas Global fährt vom Flughafen bis zum Busbahnhof Intercambiador de Santa Catalina (der mit dem Zeltdach). Es gibt pro Stunde zwei Busse (bitte vorher nachschauen) und der Fahrpreis liegt bei 2,95 Euro. Vom Busbahnhof kann man bequem über die Muelle de Santa Catalina zum Las Palmas Cruise Terminal laufen. Das sind nur ca. 650 Meter.

Gran Canaria auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste

Gran Canaria ist eine sehr vielseitige Insel. Neben der Inselmetropole Las Palmas locken lange Sandstrände im trockenen Süden, beeindruckende Berglandschaften im Inselinneren und viele reizvolle Ausflugsziele im grünen Norden. Mit einem Durchmesser von rund 50 km wirkt Gran Canaria zunächst recht überschaubar. Wegen der kurvenreichen Bergstraßen lässt sich die Insel an einem Tag jedoch nicht komplett erkunden. Kreuzfahrer sollten sich deshalb auf eine Region konzentrieren – den Großraum Las Palmas, den grünen Norden, das gebirgige Zentrum oder den sonnigen Süden mit seinen Stränden und Urlaubsorten. Im Folgenden stellen wir die beliebtesten Landausflugsziele auf Gran Canaria näher vor und ergänzen die Empfehlungen der offiziellen Touristeninformation um unsere eigenen Tipps.

Karte der beliebtesten Landausflugsziele auf Gran Canaria
Karte der beliebtesten Landausflugsziele auf Gran Canaria – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele auf Gran Canaria: 1. Roque Nublo, 2. Dünen von Maspalomas, 3. Puerto de Mogán, 4. Altstadt von Teror, 5. Playa de las Canteras, 6. Jardín Canario, 7. Puerto de las Nieves, 8. Die Altstadt Vegueta von Las Palmas, 9. Tejeda, 10. Höhlenwohnungen im Barranco de Guayadeque, 11. Fataga und das Tal der tausend Palmen, 12. Krater des Bandama, 13. Arucas mit der Pfarrkirche San Juan Bautista und einer Rum-Fabrik, 14. Lorbeerwälder von Los Tilos de Moya, 15. Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada, 16. Mirador del Pico de los Pozos de las Nieves

Orientierung für Kreuzfahrer

Viele Kreuzfahrer erkunden Gran Canaria auf eigene Faust bei einer Inselrundfahrt, verbringen den Tag an den Dünen von Maspalomas oder entdecken die Inselhauptstadt Las Palmas. Beliebt sind außerdem Landausflüge in das spektakuläre Bergland rund um den Roque Nublo sowie in den grünen Norden der Insel. Die wichtigsten Landausflugsziele haben wir hier nach Interessen geordnet.

🏖️ Strände: Playa de las Canteras, Dünen von Maspalomas, Puerto de Mogán
⛰️ Natur & Aussicht: Roque Nublo, Tejeda, Bandama-Krater
🌴 Malerische Orte: Tejeda, Teror, Puerto de Mogán, Arucas, Agaete
🏙️ Las Palmas: Altstadt Vegueta, Playa de las Canteras, Aquarium Poema del Mar
🌿 Grüner Norden: Los Tilos de Moya, Arucas, Puerto de las Nieves, Agaete
👨‍👩‍👧‍👦 Familien: Poema del Mar, Cocodrilo Park, Sioux City Park, Palmitos Park

Las Palmas (Strände, Altstadt & Aquarium)

Die Hauptstadt Las Palmas ist mit rund 380.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich vom Kreuzfahrthafen aus bequem auf eigene Faust erkunden.

Das Poema de Mar in Las Palmas kann man von Deck aus sehen
Das Poema del Mar kann man von Deck aus sehen – Bild: Tegeler

Poema del Mar

Das Poema del Mar ist ein hochmodernes, spektakuläres Großaquarium in Sichtweite der Kreuzfahrtschiffe. Man kann das helle, wellenförmige Gebäude schon vom Deck des Schiffes aus sehen. Es ist ein ideales Landausflugsziel für alle, die zum Beispiel vor einem Rückflug noch etwas Zeit haben. Erwachsene zahlen ca. 27,50 € und Kinder (4–11 Jahre) ca. 18,50 €. Wir empfehlen, die Tickets vorab über die offizielle Website zu buchen. An der Tageskasse kann es zu Wartezeiten kommen. Für einen Rundgang würden wir 2 bis 3 Stunden einplanen. Das Aquarium ist komplett barrierefrei gestaltet und eignet sich hervorragend für Familien.

Das Aquarium ist in drei faszinierende Themenbereiche unterteilt, die man auf einem Rundweg abläuft. Der Dschungel (El Jungla) ist ein üppig grünes Tropenhaus mit Flusslandschaften, Brücken, Krokodilen, Piranhas und bunten Vögeln. Das Riff (El Arrecife) ist ein riesiger Zylinder aus Acrylglas. Hier sieht man farbenfrohe Korallen, Rochen und hunderte tropische Fische. Die Tiefsee (El Océano Profundo) gilt als das absolute Highlight. Das Aquarium besitzt das zweitgrößte gebogene Panoramafenster der Welt (36 Meter breit und 7 Meter hoch). Man sitzt wie vor einer riesigen Kinoleinwand aus Glas und beobachtet Haie, gewaltige Rochen und große Fischschwärme.

Aquarium Playa de las Canteras

Die Playa de Las Canteras ist ein rund 3 km langer Stadtstrand in Hafennähe mit feinem Sand und einem natürlichen Riff. Vom Kreuzfahrtterminal läuft man entspannt in 10 bis 15 Minuten quer über den flachen Isthmus direkt zum Strand. Ein Strandtag auf Gran Canaria lässt sich kaum einfacher auf eigene Faust organisieren. Entlang des Strandes gibt es öffentliche Toiletten, Duschen und Umkleidekabinen. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden (ca. 10 bis 15 Euro für ein Set). Oberhalb des Strandes verläuft die kilometerlange Strandpromenade mit vielen Geschäften, Cafés, Eisdielen und Restaurants.

Bummel über den Paseo de Las Canteras auf Gran Canaria
Bummel über den Paseo de Las Canteras – Bild: Tegeler

Der Strand verändert seinen Charakter von Nord nach Süd. Die meisten Kreuzfahrer zieht es in den nördlichen Strandabschnitt. Hier ist das Riff am ausgeprägtesten. Das Wasser ist spiegelglatt, ideal für Familien und zum entspannten Schwimmen. Bei Ebbe verwandelt sich der Bereich zwischen Strand und Riff in eine große, ruhige Lagune mit glasklarem Wasser. Perfekt, um Fische zu beobachten. Am anderen Ende, beim markanten Auditorio Alfredo Kraus, gibt es kein schützendes Riff und hohe Wellen erreichen den Strand. Dies ist das Revier der Surfer und der Sand ist hier vulkanisch dunkel. Für einen ruhigen Badetag würden wir eher den nördlichen Strandabschnitt empfehlen.

Altstadtviertel Vegueta & Triana

Viele Kreuzfahrer fahren anschließend weiter ins historische Zentrum von Las Palmas. Die Stadtviertel Triana und Vegueta gehören zu den schönsten und sehenswertesten Bereichen der Inselhauptstadt.

Casa de Colon
Casa de Colón – Bild: Tegeler

Wer mit dem Stadtbus (Guaguas Municipales) ins Stadtzentrum fährt, könnte den Stadtrundgang am Parque San Telmo beginnen. Das erste Ziel ist dann die Einkaufsmeile Calle Triana, der man bis zum Ende folgt. Neben zahlreichen Geschäften und Restaurants prägen vor allem die schönen Jugendstilfassaden das Straßenbild. Das Stadtviertel Triana war jahrhundertelang das bevorzugte Wohnviertel der wohlhabenden Einwohner. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen dann Banken und Geschäfte, sich hier niederzulassen. Ziemlich am Ende gabelt sich die Einkaufsstraße. Wir würden hier links abbiegen. Nach vielleicht hundert Metern steht man dann vor einer mehrspurigen Straße.

Wenn man diese überquert hat, befindet man sich im Altstadtviertel Vegueta von Las Palmas. Hier gibt es leider kaum ein historisches Gebäude, das im Originalzustand erhalten ist. Fast alles wurde aus historischen Resten neu zusammengefügt. Aus der Zeit von Kolumbus ist nichts erhalten. Aber die Struktur des Viertels ist absolut authentisch. Vegueta war im Jahr 1478 das allererste Viertel, das die spanischen Eroberer außerhalb des europäischen Festlands gründeten. Hier gibt es viele lohnenswerte Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Las Palmas.

Direkt auf der anderen Seite der mehrspurigen Straße befindet sich die Markthalle „Mercado de Vegueta“. Der 1863 eröffnete Markt ist der älteste der Insel. Hier kaufen die Einheimischen unter der Woche frischen Fisch, Fleisch, Käse und Gemüse. Ganz in der Nähe befindet sich die Casa de Colón. Hier ist heute ein Museum untergebracht, in dem sich alles um Kolumbus und die Eroberung der Neuen Welt dreht. Kolumbus nutzte Gran Canaria als Brückenkopf im Atlantik. Der Eintritt liegt bei 4 Euro.

Die Kathedrale von Las Palmas
Die Kathedrale von Las Palmas – Bild: Tegeler

Das Zentrum der Altstadt ist die riesige Kathedrale Santa Ana. Da die Bauzeit über 400 Jahre (von 1497 bis ins 20. Jahrhundert) andauerte, vereint sie mehrere Epochen. Der dunkle Stein stammt teilweise von dem Riff an der Playa de la Canteras. Die Besichtigung und der Zutritt erfolgen durch das Museum für sakrale Kunst und kosten 8 Euro pro Person. Darin enthalten ist auch der Aufstieg auf einen der Türme. Direkt vom Innenhof aus fährt ein moderner Lift barrierefrei nach oben auf die erste Dachebene. Die letzten 50 Stufen legt man dann über eine Wendeltreppe zurück.

Die Plaza de Santa Ana vor der Kathedrale diente Ende des 15. Jahrhunderts als architektonische Blaupause für fast alle späteren kolonialen Hauptplätze in Lateinamerika. In Form eines perfekten Rechtecks stehen sich hier die historische Kathedrale, das Rathaus und der Bischofspalast als Symbole der damaligen Machtzentren direkt gegenüber.

In der Vegueta gibt es auch noch zwei interessante Museen. Das Museo Canario beschäftigt sich mit der Geschichte der Kanaren. Der Eintritt liegt bei 5 Euro. Das Museum für moderne Kunst (CAAM) kann gratis besucht werden. Hier findet man unter anderem auch Werke von César Manrique.

Karte mit den Highlight der Altstadt Vegueta von Las Palmas de Gran Canaria
Karte der Altstadt Vegueta – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte mit einem Vorschlag für einen Rundgang in der Altstadt Vegueta: 1. Mercado de Vegueta, 2. Catedral de Santa Ana de Canarias, 3. Casa de Colón (Kolumbushaus), 4. CAAM – Centro Atlántico de Arte Moderno, 5. Museo Canaria

Roque Nublo (Landschaft & Wanderwege)

Der Roque Nublo (Wolkenfels) gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Gran Canaria. Der markante Basaltfelsen steht auf etwa 1.813 Metern Höhe im Zentrum der Insel. Viele Inselrundfahrten führen in diese Region. Nach einer kurzen Wanderung erreicht man das Felsplateau am Fuße des Monolithen. Bei klarem Wetter reicht der Blick weit über das Bergland von Gran Canaria bis zum Teide auf Teneriffa.

Wanderung zum Roque Nublo auf Gran Canaria
Wanderung zum Roque Nublo – Bild: Tegeler

Seit Anfang 2025 gilt für den Besuch des Roque Nublo ein neues Zugangssystem. Zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr ist für den Wanderweg eine kostenlose Online-Reservierung erforderlich. Pro Stunde erhalten maximal 60 Besucher eine Zutrittsberechtigung. Nach der Reservierung erhält man einen QR-Code, der am Zugang kontrolliert wird. Wer den reservierten Termin ohne Absage verstreichen lässt, muss unter Umständen mit einer vorübergehenden Sperre für weitere Reservierungen rechnen. Außerhalb der Reservierungszeiten ist der Zugang grundsätzlich auch ohne Buchung möglich.

Auch die Anreise wurde neu organisiert. Private Fahrzeuge dürfen nicht mehr bis zum früheren Startpunkt der Wanderung fahren. Stattdessen nutzt man die ausgewiesenen Parkplätze Llanos de la Pez oder Cruz de los Llanos. Von dort verkehren Shuttlebusse zum Beginn des Wanderwegs. Die Busse fahren an Wochenenden, Feiertagen und während der Hauptsaison in kurzen Abständen. Die Fahrt kostet 1,40 Euro pro Person und kann kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlt werden.

Der Wanderweg ist etwa 1,5 km je Richtung lang und gilt als mittelschwer. Für den Hin- und Rückweg sollte man – je nach Kondition und Fotostopps – etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Wir empfehlen feste Schuhe, ausreichend Wasser sowie eine winddichte Jacke, da es auf über 1.800 Metern selbst an sonnigen Tagen überraschend kühl werden kann.

Dünen von Maspalomas (Dünen & Strände)

Die Dünen von Maspalomas gehören zu den beliebtesten Landausflugszielen auf Gran Canaria. Viele Kreuzfahrer wandern durch die weitläufigen Sanddünen und baden an der breiten Playa de Maspalomas im Atlantik. Wanderer und Strandläufer kommen hier voll auf ihre Kosten. Erreichen kann man dieses Landausflugsziel auf eigene Faust mit einem Überlandbus oder einem Mietwagen.

Die Dünen von Maspalomas auf Grand Canaria
Die Dünen von Maspalomas – Bild: MSC Cruises

Die Dünen von Maspalomas erstrecken sich über mehr als 6 km vom Faro de Maspalomas bis nach Playa del Inglés und bilden die Südspitze von Gran Canaria. Ein Teil ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die weitläufige Dünenlandschaft erinnert an eine Wüste und geht zum Meer hin in einen breiten Sandstrand (Playa de Maspalomas) über. Die Dünen eignen sich hervorragend für lange Strandspaziergänge und Wanderungen. Ein beliebtes Fotomotiv ist der 55 Meter hohe Leuchtturm Faro de Maspalomas. Das zweistöckige Nebengebäude hat eine Dachterrasse mit einem schönen Blick.

Ganz in der Nähe vom Faro de Maspalomas ist die gleichnamige Endstation der Buslinie 30 von Guaguas Global (s. oben). Man kann also bequem auf eigene Faust vom Kreuzfahrthafen mit dem Bus bis hierher fahren. Die Busfahrt eignet sich besonders für Kreuzfahrer, die den Süden der Insel ohne Mietwagen erkunden möchten. Am Leuchtturm beginnt der endlos wirkende Sandstrand Playa de Maspalomas, der die Dünen zum Meer hin begrenzt.

Wer mit dem Mietwagen kommt, steuert am besten das Hotel Riu Palace Maspalomas an. Die Fahrt vom Kreuzfahrthafen dauert etwa 45 Minuten. Dort kann man das Fahrzeug an der Straße abstellen oder einen nahegelegenen Parkplatz nutzen. Anschließend folgt man dem ausgeschilderten öffentlichen Weg durch die Hotelanlage bis zum Mirador de las Dunas. Der Weg durch die Dünen bis zum Faro de Maspalomas ist rund drei Kilometer lang. Pro Richtung benötigt man etwa 50 Minuten. Hohe Holzpfähle markieren den offiziellen Wanderweg. Die markierten Wege dürfen nicht verlassen werden, um die empfindliche Dünenlandschaft zu schützen.

Puerto de Mogán (Flair & Strand)

Puerto de Mogán lohnt sich vor allem wegen seines Flairs im Vergleich zu den typischen Touristenhochburgen der Insel. Aufgrund der vielen Kanäle und der schönen Gassen wird der Ort auch als Venedig Gran Canarias bezeichnet und gilt als schönstes Dorf der Insel. Das Tal von Mogán gilt statistisch als einer der Orte mit den meisten Sonnenstunden. Selbst wenn es im Norden (Las Palmas) bewölkt ist, herrscht hier meist strahlender Sonnenschein.

In Gran Canaria auf eigene Faust nachPuerto de Mogan
Der attraktive Urlaubsort Puerto de Mogán – Bild: Tegeler

Der Ferienort entstand in den 1980er-Jahren rund um einen großen Yachthafen. Hier schlendert man heute durch die autofreien, weiß getünchten Gassen mit ihren bunten Fensterrahmen und der farbenfrohen Bougainvillea. Direkt dahinter erstreckt sich das Centro Histórico mit seinen engen Gassen und Treppen direkt am Hang. Hier lebten die Fischer, lange bevor die Straßenverbindung in den Süden gebaut wurde. Über 257 Stufen erreicht man hier den Mirador de Puerto de Mogán. Auf der anderen Seite des Barranco de Mogán befindet sich der schöne helle Sandstrand mit einer schönen Strandpromenade. Das Wasser ist flach, glasklar und ideal zum ruhigen Baden.

Puerto de Mogán ist ca. 85 km vom Hafen entfernt. Über die breite Küstenautobahn ist man ca. 1 Stunde unterwegs. Beim Shopping Center Plaza Mogan gibt es viele kostenlose Parkplätze. Im Ort findet man zusätzlich Parkhäuser. An Freitagen findet in Puerto de Mogán ein großer Markt (Souvenirs, Kleidung und Handwerk) statt. Dann ist der Urlaubsort oft sehr voll. An Montagen gibt es einen kleineren Markt für Kunsthandwerk.

Teror (Altstadt & Ambiente)

Im gebirgigen Zentrum der Insel liegt die kleine Ortschaft Teror mit ihrer historischen Altstadt. Die gepflasterten Gassen und die kunstvoll verzierten Holzbalkone rund um die Calle Real de la Plaza gehören zu den schönsten Fotomotiven auf Gran Canaria. Wahrzeichen des Ortes ist die Basílica de Nuestra Señora del Pino aus dem 18. Jahrhundert, die heute unter Denkmalschutz steht. Sie wurde zu Ehren der Virgen del Pino erbaut, der Schutzpatronin von Gran Canaria. Die Marienfigur macht Teror bis heute zum wichtigsten Wallfahrtsort der Insel. Am Rand der Altstadt befindet sich außerdem das Zisterzienserinnenkloster (Monasterio del Císter). Die Nonnen verkaufen dort durch ein kleines Holzgitter selbst gebackenes Gebäck.

Calle Real de la Plaza in Teror auf Gran Canaria
Calle Real de la Plaza in Teror – Bild: Tegeler

Teror liegt knapp 25 km von Las Palmas entfernt und ist auf eigene Faust mit dem Mietwagen in etwa 35 bis 45 Minuten erreichbar. Direkt neben dem Busbahnhof gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz. Gelegentlich versuchen selbsternannte Parkwächter, eine kleine Gebühr zu verlangen. Alternativ steht an der Plaza de Sintes ein Parkhaus zur Verfügung. Besonders lohnenswert ist ein Besuch am Sonntag. Dann findet von 08:00 bis 14:00 Uhr der Mercadillo de Teror, der älteste und traditionsreichste Markt Gran Canarias, statt. Angeboten werden Kunsthandwerk, regionale Spezialitäten und frische Lebensmittel. Unbedingt probieren sollte man die Chorizo de Teror – eine weiche, streichfähige Paprikawurst mit einer feinen Knoblauchnote.

Jardín Canario (Botanischer Garten)

Der Jardín Botánico Viera y Clavijo (bekannter als Jardín Canario) ist der größte botanische Garten Spaniens und ein schönes Landausflugsziel für alle, die Pflanzen und Natur mögen. Die 27 Hektar große Anlage liegt etwa 15 km südlich des Kreuzfahrthafens am Rand der Guiniguada-Schlucht. Mit dem Mietwagen oder Taxi benötigt man je nach Verkehr etwa 20 bis 25 Minuten. Der Eintritt ist kostenlos.

Jardín Botánico Viera y Clavijo auf Gran Canaria
Jardín Botánico Viera y Clavijo – Bild: Monique Stokman auf Pixabay

Der botanische Garten wurde 1952 gegründet und widmet sich vor allem der Pflanzenwelt der Kanarischen Inseln und der übrigen makaronesischen Inselgruppen wie Madeira, den Azoren und Cabo Verde. Mehr als 10.000 Pflanzen wachsen heute in der weitläufigen Anlage. Viele davon sind endemisch und kommen nur auf den Kanaren vor. Ein gut ausgebautes Wegenetz führt durch verschiedene Gartenbereiche. Besonders sehenswert sind der Lorbeerwald mit seinen uralten Baumarten, der Palmenplatz mit den kanarischen Palmen, der Garten der Inseln sowie der makaronesische Ziergarten mit seltenen Pflanzen aus den Inselgruppen des Atlantiks. In einem kleinen Gewächshaus gedeihen außerdem tropische Farne, Bambus und andere feuchtigkeitsliebende Pflanzen.

Für den Rundgang sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Der Eintritt ist frei. Während der Woche schließt der Garten bereits um 14 Uhr. Da die Wege teilweise steil sind, empfiehlt sich festes Schuhwerk. Wer dem Trubel der Strände und der Altstadt entfliehen möchte, findet hier eine ruhige grüne Oase mit schönen Ausblicken über die Guiniguada-Schlucht.

Tejeda (Bergdorf & Süßwaren)

Tejeda gehört zu den schönsten Bergdörfern Gran Canarias und liegt auf etwa 1.050 Metern Höhe im Herzen der Insel. Der Ort ist ein beliebtes Ziel vieler Inselrundfahrten und Landausflüge. Vom Kreuzfahrthafen in Las Palmas fährt man mit dem Mietwagen je nach Strecke etwa 75 Minuten. Schon die Anfahrt durch die Berge gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Insel.

Tejeda und der Roque Nublo auf Gran Canaria
Tejeda und der Roque Nublo – Bild: valentinamarioli auf Pixabay

Das Dorf schmiegt sich an den Rand eines gewaltigen Vulkankessels. Rund um den kleinen Ortskern laden enge Gassen, weiß getünchte Häuser und blumengeschmückte Balkone zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Mittelpunkt des Dorfes ist die Iglesia de Nuestra Señora del Socorro. Berühmt ist der Ort vor allem für seine Süßwaren. In den kleinen Konditoreien wie der Dulcería Nublo werden Marzipan und andere Mandelspezialitäten nach traditionellen Rezepten hergestellt.

Die Landschaft rund um Tejeda gehört zum UNESCO-Welterbe „Risco Caído und die heiligen Berge Gran Canarias“. Vom gesamten Dorf aus hat man einen freien Blick auf die beiden heiligen Felsen der Ureinwohner: den markanten Roque Nublo und den zackigen Roque Bentayga. Besonders zwischen Oktober und Mai ist das Dorf ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen. Rund um Tejeda liegen zudem einige der schönsten Aussichtspunkte der Insel. Darunter der Mirador Degollada de Becerra, der Mirador Degollada de las Palomas oder der Mirador Cruz de Tejeda. Unser Tipp: Erst eine Wanderung zum Roque Nublo und danach Tejeda besuchen.

Barranco de Guayadeque (Höhlenwohnungen & Natur)

Der Barranco de Guayadeque steht als Naturdenkmal unter Schutz und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Landschaften Gran Canarias. An den steilen Felswänden befinden sich zahlreiche Höhlen, die bereits von den Ureinwohnern der Insel bewohnt wurden. Einige dieser Höhlen werden bis heute als Wohnhäuser, Kapellen oder Restaurants genutzt und verleihen dem Tal einen ganz besonderen Charakter.

Unterwegs auf Gran Canaria
Unterwegs auf Gran Canaria – Bild: Robin Heymans auf Unsplash

Vom Kreuzfahrthafen in Las Palmas fährt man mit dem Mietwagen über die Autobahn GC-1 Richtung Süden bis zur Ausfahrt Agüimes/Ingenio. Von dort führt die gut asphaltierte Straße GC-103 immer tiefer in die Schlucht hinein. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Für einen Landausflug in den Barranco de Guayadeque reichen drei gezielte Stopps, um das Beste der Schlucht zu erleben. Der erste Stopp ist das Besucherzentrum Centro de Interpretación del Barranco de Guayadeque am Anfang der Schlucht. Es ist spektakulär in den Fels gehauen und vermittelt gegen eine kleine Gebühr das nötige Hintergrundwissen über das Leben der Ureinwohner. Für einen Rundgang benötigt man maximal 45 Minuten.

Dann fährt man weiter in die Schlucht hinein zum Höhlendorf Cuevas de Bermeja. Direkt an der Straße gibt es einige kostenlose Parkbuchten. Hier gibt es moderne Höhlenhäuser und sogar eine Kapelle. Die Höhlen haben normale Haustüren, Fenster, Vorgärten und sogar Satellitenschüsseln. Wir würden hier etwa 30 Minuten einplanen, bevor wir bis zum Ende der Schlucht weiterfahren. Die Straße endet auf einem großen Parkplatz. Hier kann man auf einem flachen Rundweg an monumentalen Steilwänden vorbeilaufen und im Höhlenrestaurant Tagoror lecker essen.

Krater des Bandama (Caldera & Wanderungen)

Der Bandama-Krater entstand vor mehreren tausend Jahren bei einem Vulkanausbruch und ist rund einen Kilometer breit sowie bis zu 200 Meter tief. Im Inneren wächst heute eine üppige Vegetation mit zahlreichen endemischen Pflanzen. Früher wurden Teile des Kraterbodens sogar landwirtschaftlich genutzt. Die steilen Felswände geben einen guten Eindruck von der vulkanischen Entstehung der Insel. Bei klarem Wetter reicht der Blick vom Pico de Bandama über den Krater bis nach Las Palmas und zur Nordostküste Gran Canarias.

Der Bandama Krater auf Gran Canaria
Ein Blick in den Bandama-Krater – Bild: Tegeler

Der Bandama-Krater liegt nur knapp 30 Autominuten südlich vom Hafen in Las Palmas und lässt sich sehr gut auf eigene Faust mit einem Mietwagen oder im Rahmen einer Inselrundfahrt besuchen. Besonders beliebt ist der Aussichtspunkt Pico de Bandama, von dem man einen spektakulären Blick auf den fast kreisrunden Vulkankrater hat. Direkt am Aussichtspunkt gibt es Parkplätze und mehrere Informationstafeln. Wer nur die Aussicht genießen möchte, benötigt etwa 20 bis 30 Minuten.

Sportliche Besucher können auf einem gut ausgeschilderten Wanderweg bis auf den Kraterboden hinabsteigen. Für den Rundweg sollte man je nach Kondition etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Der Aufstieg zurück ist anstrengend, da rund 200 Höhenmeter überwunden werden müssen. Ein weiterer wunderschöner Wanderweg führt einmal komplett oben um den Kraterrand herum. Für die rund 3 km benötigt man ca. 1 bis 1,5 Stunden. Der Weg ist relativ flach, erfordert aber wegen des rutschigen Vulkangesteins feste Turnschuhe.

Arucas (Kirche & Rum)

Arucas ist die drittgrößte Stadt Gran Canarias und ein beliebtes Landausflugsziel im grünen Norden der Insel. Die Highlights sind die Iglesia de San Juan Bautista und die größte Rum-Destillerie Europas. Arucas liegt nur etwa 18 km westlich vom Hafen in Las Palmas und ist mit dem Mietwagen in rund 25 Minuten erreichbar. Sie eignet sich hervorragend für einen kurzen Landausflug und lässt sich gut mit dem Jardín Canario, dem Bandama-Krater oder der Nordküste Gran Canarias kombinieren.

Arucas
Arucas – Bild: MSC Cruises

Das Wahrzeichen der rund 38.000 Einwohner zählenden Stadt ist die Iglesia de San Juan Bautista. Die beeindruckende neugotische Kirche wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und wird wegen ihrer Größe und der markanten Türme häufig mit einer Kathedrale verwechselt. Im Inneren fallen die farbenfrohen Glasfenster und die aufwendig gestaltete Ausstattung ins Auge. Der Eintritt ist kostenlos. Rund um die Kirche laden kleine Plätze, Cafés und Geschäfte zu einem gemütlichen Spaziergang ein.

Nicht weit von der Kirche (ca. 600 Meter) befindet sich die traditionsreiche Destilerías Arehucas, die bekannteste Rumbrennerei der Kanarischen Inseln. Bei einer etwa 45-minütigen Führung (10 Euro) erfährt man viel über die Herstellung des kanarischen Rums und besichtigt die historischen Lagerkeller mit ihren Eichenfässern. Zum Abschluss gehört eine Verkostung der verschiedenen Rum- und Likörspezialitäten dazu. Eine Reservierung der Tour ist nicht nötig. Kostenlose Parkplätze findet man vor dem Gebäude.

Nach der Besichtigung könnte man mit dem Mietwagen auf den knapp 400 Meter hohen Mirador de la Montaña de Arucas fahren. Von der dortigen Aussichtsplattform blickt man direkt in einen kleinen, erloschenen Vulkankrater und hat eine spektakuläre Fernsicht über die gesamte Nordküste bis hin zum Kreuzfahrthafen in Las Palmas.

Los Tilos de Moya (Lorbeerwald & Wanderungen)

Die Los Tilos de Moya gehören zu den letzten erhaltenen Lorbeerwäldern Gran Canarias und sind ein schönes Landausflugsziel für Naturfreunde. Das Naturschutzgebiet liegt rund 30 km westlich von Las Palmas im Norden der Insel und ist mit dem Mietwagen in etwa 40 bis 45 Minuten erreichbar. Auf dem Rückweg zum Schiff könnte man in Arucas halten, um die neugotische Kirche aus Vulkangestein und die Rum-Fabrik zu besuchen.

Lorbeerwald von Los Tilos de Moya auf Gran Canaria
Lorbeerwald von Los Tilos de Moya – Bild: MSC Cruises

Ausgangspunkt ist das Centro de Interpretación de Los Tilos de Moya. Direkt am Besucherzentrum gibt es einige kostenlose Parkplätze. Im kleinen Museum erfährt man viel über die Entstehung des Lorbeerwaldes, die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Geschichte des geschützten Naturraums. Der Eintritt ist kostenlos.

Hinter dem Besucherzentrum beginnt der gut ausgeschilderte Rundweg durch den Lorbeerwald. Der etwa 1,8 km lange Wanderweg führt über kleine Brücken und schmale Waldpfade durch einen der letzten Nebelwälder Gran Canarias. Moose, Farne, Flechten und mächtige Lorbeerbäume verleihen dem Wald eine fast märchenhafte Atmosphäre. Der Rundweg ist überwiegend leicht zu gehen, weist aber einige Stufen und kurze Steigungen auf. Für den Spaziergang sollte man etwa 45 bis 60 Minuten einplanen.

Freizeit- und Tierparks

Gran Canaria bietet mehrere Freizeit- und Tierparks, die sich besonders für Familien mit Kindern eignen. Viele Reedereien bieten organisierte Landausflüge an. Mit dem Mietwagen sind die Parks aber ebenfalls gut erreichbar.

  • Palmitos Park – Der bekannteste Tierpark der Insel mit Papageien, Greifvögeln, Delfinen, Schmetterlingen und einem großen Orchideenhaus. Besonders beliebt sind die Flugshows.
  • Sioux City Park – Eine originalgetreu nachgebaute Westernstadt mit Shows, Saloon und vielen Kulissen. Ein ungewöhnliches Ausflugsziel für Familien.
  • Cocodrilo Park – Ein privat geführter Tierpark mit Krokodilen, Affen, Papageien und vielen geretteten Tieren.
  • Aqualand Maspalomas – Der größte Wasserpark Gran Canarias mit zahlreichen Rutschen und Kinderbereichen. Besonders an heißen Tagen eine beliebte Alternative zum Strand.

Wer mit Kindern unterwegs ist oder bereits mehrfach auf Gran Canaria war, findet in den Freizeit- und Tierparks eine abwechslungsreiche Alternative zu den klassischen Inselrundfahrten.

Fazit: Landausflüge auf Gran Canaria auf eigene Faust

Gran Canaria ist ein hervorragendes Ziel für Landausflüge auf eigene Faust. Kaum eine andere Kanareninsel bietet auf so engem Raum eine solche Vielfalt. Vormittags kann man durch die historische Altstadt von Las Palmas bummeln, mittags an der Playa de Las Canteras baden oder nach einer Fahrt durch die Berge vor dem Roque Nublo oder in den Gassen von Tejeda stehen. Auch grüne Lorbeerwälder, beeindruckende Schluchten und die berühmten Dünen von Maspalomas sind gut erreichbar.

Die Insel verfügt über ein hervorragend ausgebautes Straßennetz. Viele Landausflugsziele lassen sich bequem mit dem Mietwagen erreichen. Wer lieber auf öffentliche Verkehrsmittel setzt, kommt mit den gut ausgebauten Busverbindungen ebenfalls zu vielen Sehenswürdigkeiten.

Unser Tipp: Wer Gran Canaria zum ersten Mal besucht, sollte sich nicht zu viel vornehmen. Die Insel ist größer und abwechslungsreicher, als viele Kreuzfahrer vermuten. Oft ist es schöner, zwei oder drei Highlights in Ruhe zu genießen, als den ganzen Tag von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu fahren. So bleibt am Ende nicht nur die Landschaft, sondern auch das besondere Flair Gran Canarias in Erinnerung.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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