Colon auf eigene Faust

Colon auf eigene Faust

Europa 2 in Colon

Hier finden Sie Informationen für Landausflüge in Colon auf eigene Faust. Die Stadt liegt am karibischen Zugang des berühmten Panamakanals und ist heute mit ca. 240.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des mittelamerikanischen Landes Panama. Der Panamakanal erstreckt sich von Colon aus über gut 80 Kilometer bis nach Panama-Stadt an der Pazifikküste. Colon ist eine sehr junge Stadt. Sie wurde erst 1852 am Endpunkt der Panama Railroad gegründet und ist für Touristen nicht besonders attraktiv. Im Gegenteil, sie gilt sogar als unsicheres Pflaster mit hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Dieser Hafen an der Karibikküste Panamas lebt von seiner Nähe zum Panamakanal und ist deshalb auch Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Die offizielle Währung ist der Balboa. US Dollars werden überall gerne akzeptiert. Viele Menschen sprechen neben spanisch auch englisch. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Tourism Authority of Panama, die es auch in deutscher Sprache gibt.

Transport in Colon auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe in Colon

Kreuzfahrtschiffe in Colon

Für Kreuzfahrtschiffe wurde im Jahr 2000 der moderne Kreuzfahrthafen Colon 2000 gebaut. Eine Fußgängerbrücke führt vom Kreuzfahrtschiff direkt in eine moderne Mall mit Geschäften, Gastronomie und einem Hotel. Im Jahre 2008 wurde ein zweiter Pier mit einem weiteren Kreuzfahrtterminal ergänzt. Die Passagiere der hier liegenden Kreuzfahrtschiffe können zu Fuß zur Mall laufen. Auf dem Bild links sieht man ein Kreuzfahrtschiff von Celebrity Cruises am Colon 2000 Pier. Ein Kreuzfahrtschiff von Royal Caribbean liegt ein Stück weiter links an dem im Jahre 2008 neu geschaffenen Terminal. Der gesamte Bereich ist eingezäunt und bewacht. Der ca. 5 Kilometer entfernte Christobal Pier wird heute kaum noch von Kreuzfahrtschiffen genutzt.

Zu Fuß

Colon auf eigene Faust zu Fuß zu erkunden ist nicht ratsam. Die Stadt gilt selbst in Panama als nicht wirklich sicher und bietet zudem wenig. Colon erlebt seit den 1960er-Jahren einen kontinuierlichen Niedergang. Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch, was zu einer Verarmung weiter Teil der Bevölkerung zur Folge hatte. Wer es trotzdem wagen möchte, findet unweit des Hafens die Freihandelszone Zona Libre de Colon (die zweitgrößte Freihandelszone der Welt) mit hunderten von Geschäften, in denen man zollfrei einkaufen kann. Auf dem Bild unten erkennt man im Vordergrund die Geschäfte der Freihandelszone und weiter hinten Colon 2000 mit einem Kreuzfahrtschiff von Carnival Cruise Lines.

Blick über Stadt und Hafen

Blick über den Hafen und die Feihandelszone

Taxen

Wie man der einheimischen Presse entnehmen konnte, sollen im Kreuzfahrthafen spezielle Tourism Taxis mit festen Preisen eingesetzt werden. Die Fahrpreise für bestimmte Ziele und Taxitouren sollen auf Schildern im Hafen veröffentlicht werden. Uniformierte und mehrsprachige Taxidispatcher sollen den Reisenden behilflich sein. Was davon Realität ist oder wird man sehen.

Landausflüge in Colon buchen

AIDA Clubschiffe sind häufig hier

AIDA Clubschiffe sind häufig hier

In diesem Hafen spricht alles für einen organisierten Landausflug, den man an Bord oder bei einem der zahlreichen lokalen Anbieter buchen kann. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm von TUI Cruises für Colon bei. Geprüfte Angebote lokaler Veranstalter findet man bei Viator.

Uns haben zuletzt einige lokale Veranstalter kontaktiert, die Landausflüge in Colon sogar mit deutschsprachigen Reiseleitern anbieten. Gerne nennen wir die Firmen Panamataxi (panamataxi.com), Bis Bald Tours (bisbaldtours.com) und Cultour Reisen Panama (cultour.info). Diese Veranstalter dürfen nur Kunden im Hafen abholen, die vorab gebucht haben. Ohne Buchung bleiben nur die Taxen.

Highlights für Landausflüge in Panama

Miraflores-Schleusen

Miraflores-Schleusen

Das Highlight dieses Hafens ist natürlich der berühmte Panamakanal. Es gibt aber auch einige weitere interessante Landausflugsziele wie Portobelo oder die Hauptstadt Panama-Stadt.

Der Panamakanal

Der gut achtzig Kilometer lange Panamakanal beginnt in Colon und endet in Panama-Stadt am Pazifik. Der Kanal durch die Landenge von Panama verbindet den Atlantik mit dem Pazifik und erspart der Schifffahrt den 30.000 Kilometer langen und gefährlichen Umweg um Kap Hoorn. Im Rahmen von Landausflügen hat man die Möglichkeit, den Panamakanal zum Beispiel im Rahmen einer Bootsfahrt zu erkunden oder die gewaltigen Schleusen zu besichtigen. Seit 2016 ist die Erweiterung des Kanals für größere Schiffe abgeschlossen. Seither gibt es auch neue Schleusen. Die bei vielen Urlauber bekannten Gatun Schleusen wurden durch die Agua Clara Schleusen ersetzt. Hier gibt es jetzt ein Besucherzentrum. Auf der Pazifikseite, in der Nähe von Panama-Stadt, befinden sich die beeindruckenden Miraflores Schleusen, ebenfalls mit einem interessanten Besucherzentrum.

Entlang des Kanals zwischen Pazifik und Atlantik gibt es eine Eisenbahnlinie. Die Panama Canal Railway. Die Züge nehmen auch Passagiere mit. Eine Zugfahrt wird im Rahmen von Landausflügen angeboten.

Portobelo

Portobelo

Portobelo

Portobelo ist heute eine Kleinstadt an der Karibikküste Panamas unweit von Colon. Die schöne Stadt lebt von ihrer wechselvollen Geschichte. Von hier starteten die Schiffe der spanischen Silberflotte. Dies lockte natürlich immer wieder die berühmtesten Piraten zu Angriffen. 1596 starb hier der berühmte englische Freibeuter Francis Drake an Fieber, während er versuchte den Hafen zu erobern und zu plündern. Henry Morgan war 1668 erfolgreicher. Er griff von der Landseite aus an und plünderte die Stadt.

Den Besuch in Portobelo kann man gut mit einem Strandaufenthalt auf der Isla Grande verbinden.

Die Flora und Fauna am Kanal

Regenwald reicht bis an den Panamakanal

Der Regenwald reicht bis an den Panamakanal

Wer mit dem Schiff auf dem Kanal unterwegs, wird von einer außergewöhnlichen Fauna und üppigen Flora überrascht. Das Besondere an den Urwäldern hier in Mittelamerika ist die Artenvielfalt. Die Region beherbergt zum Beispiel 950 Vogelarten. Das ist mehr als doppelt soviel wie in Europa. Auch in der Artenvielfalt der Bäume ist die Region weltweiter Rekordhalter. Leider ist der Regenwald wie überall auf der Welt gefährdet. Unter anderem durch den weiteren Ausbau des Kanals. Faultiere, Affen und die farbenfrohen Tukane sind natürlich besonders beliebte Fotomotive.

Beliebt sich auch Besuche bei den Embrera Indianern. Diese haben sich in den 60er Jahren im Nationalpark Chagres angesiedelt und gewähren Besuchern Einblicke in ihre Lebensweise und Kultur. Dazu gehören Fahrten in einem Einbaum auf dem Fluss Chagres.

Strände

An der Karibikküste in der Region Colon gibt es einige empfehlenswerte Bademöglichkeiten. Da ist zum einen der Langosta Beach, der eigentlich Playa de la Angosta heißt. Dieser schöne Strand liegt auf halbem Weg nach Portobelo. Wunderschön sind die Strände auf der Insel Isla Grande. Diese liegt hinter Portobelo und ist etwa eine Autostunde von Colon entfernt. Von dem kleinen Dorf la Guavra aus fahren Boote zur Isla Grande.

Panama-Stadt

In der Altstadt

In der Altstadt

Panama-Stadt liegt an der Pazifikküste des Landes und ist gut 70 Kilometer von Colon entfernt. Der Besuch der Altstadt wird meistens mit einer Besichtigung der Miraflores-Schleusen verbunden. Hier gibt es ein gut gemachtes Besucherzentrum. Von einer Aussichtsplattform kann man den Betrieb der Schleuse beobachten. Auch die sechsspurige Schrägkabelbrücke Centennial Bridge (Jahrhundertbrücke) ist eine Sehenswürdigkeit, die mit dem Panamakanal in Verbindung steht. Die Brücke wurde von Bilfinger und Berger gebaut und 2004 eingeweiht.

Blick auf die Halbinsel der Altstadt

Blick auf die Halbinsel der Altstadt

Die Panama-Stadt ist die älteste spanische Stadtgründung an der Pazifikküste. Dabei haben die Spanier einmal den Standort gewechselt. Die erste Stadtgründung, heute Panama Viejo genannt, liegt östlich der heutige Metropole und ist seit Jahrhunderten eine Ruinenstadt. Die Spanier selber haben ihre Stadt 1671 in Brand gesteckt, um der Plünderung durch den berühmten Piraten Henry Morgan zuvorzukommen. Der neue (heutige) Standort auf einer Halbinsel 18 Kilometer entfernt, wurde insbesondere insbesondere auch aus strategischen Gründen gewählt und stark befestigt. Dieser heute älteste Teil von Panama-Stadt wird Casco Viejo oder Casco Antiguo genannt und ist UNESCO Weltkulturerbe. Und natürlich ein Hauptziel von Landausflüglern. Viele Gebäude wurden liebevoll restauriert, andere haben dies noch vor sich. Ein schöner Platz für ein Päuschen sind die Plaza Bolivar oder die Plaza de la Catedral. Das moderne Panama-Stadt hat auch eine beeindruckende Skyline, die man sehr schön von der Strandpromenade Avenida Balboa aus fotografieren kann. Leider sind bei einem Besuch der Hauptstadt auch die Elendsviertel nicht zu übersehen.

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