Venedig auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Venedig auf eigene Faust zusammengestellt. Die italienische Lagunenstadt ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Mittelmeer Kreuzfahrten. Venedig hat heute ca. 260.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der italienischen Region Venetien. Im „eigentlichen Venedig“ in der Lagune leben allerdings nur ca. 60.000 Einwohner. Da viel Wohnraum für Hotels und Ferienwohnungen verbraucht wird, sinkt die Einwohnerzahl seit Jahren. Die vom Wasser der Lagune umspülten Häuser der Altstadtinseln Venedigs sind auf Pfahlrosten errichtet. Allein das historische Zentrum erstreckt sich auf mehr als 100 Inseln. Kanäle ersetzen die Straßen und anstelle von Bussen und Taxis fahren hier Wasserbusse und Wassertaxis. Und natürlich die berühmten Gondeln, die bereits im Jahre 697 erstmals erwähnt wurden. Die Marmortreppen der vornehmen Palazzi am Canal Grande führen direkt hinunter zum Wasserspiegel. Die Republik Venedig war bis in das 16. Jahrhundert hinein eine der mächtigsten Städte im Mittelmeerraum. Die führende Handelsmacht war zugleich Finanzzentrum und militärische Großmacht. Der Beiname „La Serenissima“ heißt soviel wie „Die Durchlauchtigste“. Noch heute lebt die Lagunenstadt von ihrer imposanten Geschichte, die jedes Jahr Touristen aus aller Welt anlockt. Wie viele attraktive Städte und Regionen, kämpft auch Venedig mit dem Thema Übertourismus (Overtourism). Deshalb plant die Stadt eine Gebühr für Tagesgäste. Und auch über eine Begrenzung der Kreuzfahrten wird seit langem diskutiert.

Landausflüge in Venedig auf eigene Faust
Dogenpalast und Markusturm von Deck aus gesehen – Bild: Tegeler

Das größte Problem der einzigartige Lagunenstadt dürfte aber steigende Meeresspiegel sein. Das Sturmflutsperrwerk M.O.S.E. ist mittlerweile fast fertig. Ob es die Lösung bringt ist fraglich. Hochwasser gibt es oft für mehrere Tage oder gar Wochen. Und da die Lagune den Wasseraustausch mit der Adria braucht, kann man sie nicht einfach für einen längeren Zeitraum abriegeln. Weitere Informationen findet man auf der Webseite Venezia Unica. Hier kann man auch Tagestickets für die Wasserbusse und Fahrscheine für die Flughafenbusse kaufen. Stand: Dezember 2020

Der Kreuzfahrthafen von Venedig

Das Venezia Terminal Passeggeri VTP verfügt, wenn man das Terminal San Basilio 22 mitrechnet, über insgesamt sieben Passagierterminals. Diese werden teilweise auch von Fähren genutzt. Zu den üblichen Einrichtungen der Passagierterminals gehören Stände der Touristeninformation, kostenloses Internet, Shops und etwas Gastronomie. Eine Gepäckaufbewahrung befindet sich im Erdgeschoss der Terminals 103, 117, Isonzo 1 und 2, 123 und San Basilio 22. Die hinteren Terminals sind durch Shuttlebusse angebunden.

Auf dem Gelände des Hafens gibt es viele Parkplätze, die auf der Webseite des Hafens gebucht werden können. Die Transferbusse der Reedereien und Taxis können die Kreuzfahrer direkt an den Passagierterminals absetzen. Zudem ist der Hafen gut an das Netz der Wasserbusse angebunden. Der People Mover, eine seilgezogene Kabinenbahn, verbindet den Hafen mit der Verkehrsdrehscheibe Piazzale Roma und der Insel Tronchetto.

Venedig und der Hafen
Venedig und der Hafen – Bild: Venezia Terminal Passeggeri

Die Hafenausfahrt ist wohl eine der schönsten weltweit. Die Kreuzfahrtschiffe (und Fähren) fahren durch den Kanal von Giudecca und am Markusplatz vorbei, bevor sie nach einigen Kurven die Ausfahrt der Lagune bei der Insel Lido erreichen. Hier sieht man die Bauarbeiten an dem Sperrwerk M.O.S.E, die mittlerweile fast abgeschlossen sind.

Mobil in Venedig auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Venedig auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Zu Fuß

Wer möchte, kann Venedig auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Los geht es an der Piazzale Roma, die man mit dem People Mover erreicht. Von hier kann man den Markusplatz bequem zu Fuß erreichen. Dabei überquert man die Rialto-Brücke. Der Weg ist recht gut ausgeschildert und wunderschön.

Venedig auf eigene Faust entdecken
Piazzale Roma

Auf dieser Karte der Piazzale Roma erkennt man die Haltestelle des People Mover (A), die Brücke für den Spaziergang in Richtung Markusplatz (B), die Haltestellen der Vaporetti (C) und die Brücke zum Bahnhof (D). Man kann auch am Bahnhof vorbei in Richtung Markusplatz laufen.

People Mover

Der People Mover ist eine moderne seilgezogene Kabinenbahn, die die gut 800 Meter zwischen der Piazzale Roma und der Insel Tronchetto überbrückt. In der Mitte der Strecke liegt die Stazione di Marittima direkt am Kreuzfahrthafen. Die fahrerlosen Züge haben ein Fassungsvermögen von 200 Personen. Der Fahrpreis beträgt derzeit 1,50 Euro. Das Ticket kann vor jeder Haltestelle an einem Automaten gezogen werden.

Von der Haltestelle „Stazione di Marittima“ am Kreuzfahrthafen fährt man entweder eine Station nach links in Richtung Insel Tronchetto und von dort weiter mit einem Vaporetto oder eine Station nach rechts zur Piazzale Roma. Sollte der People Mover außer Betrieb sein, kann man die Piazzale Roma auch zu Fuß erreichen. Mit Gepäck ist der Fußmarsch allerdings mühsam, wie wir selber am eigenen Leibe erfahren haben. Auch zur Vaporetti-Haltestelle auf der Insel Tronchetto kann man laufen.

Wasserbusse (Vaporetto)

Die Vaporetti (Wasserbusse) der Verkehrsgesellschaft Actv sind das wichtigste Verkehrsmittel in Venedig. Besonders interessant für Landausflügler sind die Linien 1 und 2. Eine Übersicht über alle Wasserbuslinien haben wir hier hinterlegt.

Vaporetti am Markusplatz
Vaporetti am Markusplatz – Bild: Tegeler

Die Einzelfahrkarte ist mit 7,50 Euro sehr teuer. Besser sind 24-Stunden Tickets für 20 Euro. Es gibt auch Mehrtagestickets, die man (wie alle Tickets) auf der Webseite von Venezia Unica vorab bestellen kann. Wer kein Tagesticket online erworben hat, kann die Fahrscheine an wichtigen Haltestellen auch an Automaten kaufen. Die Gültigkeitsdauer beginnt mit der ersten Entwertung. Wenn man das Vaporetto betritt, hält man das Ticket an einen Automaten. Es piept einmal und es wird angezeigt, wie lange das Ticket noch gültig ist.

Vom Kreuzfahrthafen kann man wichtige Haltestellen der Vaporetti schnell und bequem erreichen. Wer vom Hafen aus direkt zum Markusplatz fahren möchte, sollte die Haltestelle „Mercato“ auf der Insel Tronchetto aufsuchen. Man sieht die künstliche Insel auf der Grafik der Liegeplätze links neben dem Kreuzfahrthafen. Theoretisch könnte man für das kurze Stück auch den People Mover nehmen. Von der Haltestelle „Mercato“ fahren Vaporetti der Linie 2 in Richtung Markusplatz. Es ist egal in welche Richtung (durch den Canal Grande oder durch den Canal de Guidecca) man fährt. Die Fahrzeit beträgt in beiden Fällen knapp 30 Minuten.

Wer möchte, kann alternativ auch den People Mover zur Piazza Roma nehmen. Dort findet man die Wasserbushaltestelle direkt neben der modernen neuen Fußgängerbrücke Ponte della Costituzione. Von hier kann man mit den Linien 1 oder 2 durch den Canal Grande in Richtung Markusplatz fahren. Die Linie 1 hat mehr Haltestellen und ist deshalb langsamer. Was in Venedig besser ist! Dann hat man viel mehr Zeit zum staunen und fotografieren.

Venedig auf eigene Faust erkunden
Der Kreuzfahrthafen von Venedig – Grafik: Venezia Terminal Passeggeri

AliLaguna

Wer es eilig hat und nur eben zum Markusplatz möchte, könnte sich für die gelben Wasserbusse von AliLaguna entscheiden. Die Wasserbusse der Linea Blu und der Linea Rossa fahren vom Kopfende des Hafens (vor Terminal 103) in Richtung Markusplatz und weiter zum Flughafen Marco Polo. Die Hin- und Rückfahrt zum Markusplatz kostet 15 Euro. Wenn man die Karten vorher online kauft, spart man 2 Euro. Die Alilaguna-Boote sind schnell, die Fahrkarten sind jedoch nicht für die Vaporetti (Wasserbusse) gültig! Auch für die Fahrt vom Flughafen zum Kreuzfahrthafen (und zurück) eignet sich dieses Verkehrsmittel. Die Fahrt mit der Linea Rosso kostet 27 Euro (Hin- und Rückfahrt).

Private Wassertaxis

Man sieht in Venedig unzählige elegante kleine Motorboote mit Fahrer und kleinem Fahrgastraum. Das sind private Wassertaxis. Die Fahrpreise sind sehr hoch. Selbst für eine kurze Fahrt zahlt man schnell 60 oder 70 Euro. Die Fahrt vom Flughafen zum Kreuzfahrthafen kostet 135 Euro für bis zu sechs Fahrgäste.

Piazzale Roma

Ein besonderes Drehkreuz zwischen Bahnhof und Kreuzfahrthafen ist die Piazzale Roma. Hier endet der Damm vom Festland. Deshalb ist dies neben dem Kreuzfahrthafen der einzige Platz der Altstadt, der für Autos oder Busse erreichbar ist. Für Tagestouristen gibt es große Parkhäuser. An der Piazzale Roma halten die Flughafenbusse und die Urlauber können mit dem People Mover zum Hafen fahren.

Venedig auf einen Blick
Venedig auf einen Blick – P&O Cruises

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Markusplatz, 2-Markusdom, 3-Campanile di San Marco, 4-Dogenpalast, 5-Seufzerbrücke, 8-Rialtobrücke, 10-Santa Maria della Salute, 11-Accademia Gemäldegalerie, 14-Bahnhof, 19-Markt von Rialto, 26-Piazzale Roma

Wer einen Transfer über die Reederei gebucht hat, wird direkt zum Hafen gefahren. Eine moderne Fußgängerbrücke (Ponte della Costituzione) verbindet die Piazzale Roma mit dem benachbarten Hauptbahnhof.

Landausflüge in Venedig buchen

Für den Tag in Venedig werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Venedig

Venedig ist in sechs Stadtteile aufgeteilt. Jeweils drei auf jeder Seite des Canal Grande, der Hauptstraße der Altstadt. Die meisten Sehenswürdigkeiten gruppieren sich in den Stadtteilen San Marco und Dorsoduro. Hier kann man alles bequem zu Fuß ablaufen. Man bummelt einfach durch die Gassen die einem gefallen. Überall weisen gelbe Schilder an den Häusern den Weg zum Markusplatz, zum Rialto oder der Accademia. Man geht also nicht verloren. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Venedig auf eigene Faust:

Die Rialtobrücke
Die Rialtobrücke – Bild: Tegeler

Canal Grande

Der S-förmige Canal Grande ist die Hauptwasserstraße der Lagunenstadt. Er ist knapp 4 Kilometer lang und bis zu 70 Meter breit. Die wichtigste Brücke über den Canal Grande ist die berühmte Rialtobrücke. An den Ufern des Canal Grande stehen insgesamt ca. 200 Paläste. Aber auch die Piazzale Roma und der Hauptbahnhof grenzen an die Lebensader der Stadt. Eine Fahrt mit dem Vaporetto über den Canal Grande gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen für Landausflüge in Venedig. Wir empfehlen ein Vaporetto der Linie 1. Der Blick vom Wasser auf die unzähligen prunkvolle Paläste ist ein Traum.

Rialtobrücke

Die Rialtobrücke aus dem späten 16. Jahrhundert ist sicher eines der Wahrzeichen Venedigs. Sie überspannt den Canal Grande und verbindet die Stadtteile San Marco und San Polo. Den Canal Grande sieht man auf der Brücke allerdings kaum, da man durch ein Spalier von Geschäften geht.

Am Fuß der Brücke befindet sich bereits seit 950 Jahren von Montags bis Samstags (Vormittags) der Mercato di Rialto. Der beliebte Markt ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Venedig. Hier kann man die Einwohner Venedigs beim Einkaufen beobachten. Rund um den Markt laden viele kleine Cafés zu einem ersten Zwischenstopp ein.

Der Markusplatz
Der Markusplatz – Bild: Tegeler

Markusplatz

Der Markusplatz (Piazza San Marco) mit dem Markusturm, dem Markusdom, den Prokuratien (ehemaligen Regierungsgebäuden der Republik Venedig) und dem Uhrturm ist wohl der bekannteste Platz der Welt. Er ist 175 Meter lang und 82 Meter breit und wurde bereits im 9. Jahrhundert angelegt. Neben zahllosen Touristen bevölkern ebenso viele Tauben den berühmten Platz, der mehrfach im Jahr unter Wasser steht. Dann gehen die Menschen über Stege. Sehenswert ist auch das historische Caffé Florian. Der 1499 fertig gestellte Uhrenturm (Torre dell’Orologio) im Renaissance-Stil zeigt neben der Uhrzeit auch die Mondphasen sowie das herrschende Tierkreiszeichen an.

Der Markusplatz ist mit der Piazzetta San Marco und dem Dogenpalast verbunden. Piazza und Piazetta bilden einen rechten Winkel. Der Dogenpalast steht direkt an der Lagune.

Der Markusdom

Der Markusdom (Basilica di San Marco) mit seinen fünf Kuppeln ist eine grandiose Mischung aus byzantinischer und gotischer Architektur. Im Innern der Kirche schimmern goldene Mosaike und Marmor. Der Markusdom kann kostenlos besichtigt werden. Nur der Domschatz oder das Dom-Museum sind gebührenpflichtig. Besonders schön ist der Ausblick von der Veranda (Loggia) mit den 4 Pferden. Die Loggia erreicht man über eine schmale und steile Treppe. Das Gebühr liegt bei 4 Euro. Wartezeiten sind hier meist unvermeidlich.

Der Dogenpalast
Der Dogenpalast – Bild: Tegeler

Der Markusturm

Der 98,6 Meter hohe Markusturm (Campanile) ist der Glockenturm des Doms und das höchste Gebäude Venedigs. Das Bauwerk ist sogar älter als der Dom selber. Mit seinem Bau wurde um das Jahr 900 begonnen. Vollendet wurde das Bauwerk aber erst im Jahre 1152. Es diente damals auch als Leuchtfeuer.

Von oben hat man eine herrliche Aussicht über Venedig. Es gibt sogar einen Fahrstuhl. Die Tickets kann man für 8 Euro nur vor Ort erwerben. Mit Warteschlangen ist deshalb zu rechnen. Zu den bekannten Persönlichkeiten, die bereits auf dem Campanile di San Marco gewesen sind, gehören Goethe, Napoleon und Galileo Galilei. Man ist also in guter Gesellschaft.

Der Dogenpalast

Ein tolles Erlebnis ist eine Führung durch den Dogenpalast (Palazzo Ducale), der seit dem 9. Jahrhundert Sitz und Wohnort des Dogen von Venedig war. Das heutige Gebäude entstand im 14. und 15. Jahrhundert und war die Machtzentrale der Republik Venedig. Hier bekommt man einen faszinierenden Einblick auch in die dunkle Seite der venezianischen Republik. Besucher sehen die Seufzerbrücke, unterirdische Räume und die Hausdächer, über die Casanova flüchtete. Angesichts oft langer Schlangen würden wir vorab ein Ticket mit bevorzugtem Einlass erwerben. Angebote gibt es hier*.

Blick aus der Seufzerbrücke
Blick durch das Fenster der Seufzerbrücke – Bild: Tegeler

Die Seufzerbrücke

Die schneeweiße Seufzerbrücke entstand um 1600 und verbindet den Dogenpalast mit dem neuen Staatsgefängnis. Der Name entstand im 18. Jahrhundert im Zeitalter der Romantik. Man stellte sich vor, dass die Verurteilten durch die vergitterten Fenster der Brücke (mit einem Seufzen) einen letzten Blick auf die Lagune und die Freiheit erhaschen konnten.

Teatro La Fenice

Das Gran Teatro La Fenice di Venezia ist ein bedeutendes Opernhaus in Venedig. Hier wurden viele bekannte Opern uraufgeführt. Darunter Rigoletto und La traviata von Verdi. Das Theater entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts und brannte bereits mehrfach ab. Das letzte große Feuer von 1996 war Brandstiftung. Ein Elektroingenieur und sein Cousin steckten das Gebäude versehentlich komplett in Brand, um eine Konventionalstrafe von 7.500 Euro zu sparen. Seit 2004 kann der prunkvolle Zuschauerraum mit fünf Zuschauerrängen wieder genutzt werden.

Lido di Venezia

In Venedig gibt es auch ein berühmtes Strandbad mit schönen Stränden. Und zwar am Lido di Venezia auf der Landzunge, die Venedig vom offenen Meer trennt. Den Lido zu erreicht man in 15 Minuten mit dem Wasserbus. Los geht es von der Haltestelle Riva degli Schiavoni (Nähe San Marco). Im 19. Jahrhundert war der Lido ein mondänes Strandbad mit exklusiven Hotels wie dem Grand Hotel Excelsior. Die berühmten internationalen Filmfestspiele von Venedig finden hier statt. Am Strand gibt es bewirtschaftete Abschnitte mit Gastronomie, Liegestühlen und Sonnenschirmen.

Farbiges Burano
Farbiges Burano – Bild: Tegeler

Murano und Burano

Das Glasmuseum auf der Insel Murano zeigt die einzigartige venezianische Glasbläser-Tradition. Man erreicht die Insel schnell mit einem Vaporetto der Linien 4.1 oder 4.2. Viele Glasbläser bieten Vorführungen ihrer Kunst an. Die Erzeugnisse kann man in den Geschäften der Manufakturen erwerben. Ein schönes Souvenir von Venedig.

Auch das etwas weiter entfernte Burano kann man bequem mit dem Wasserbus ansteuern. Die bunten Häuser der Insel sind sehr reizvoll. Was Murano für Glas ist Burano für Spitzen. Diese wunderschöne Fischerinsel eignet sich darüber hinaus hervorragend für einen Spaziergang oder ein Essen in einem der Fischrestaurants. Die bunten Häuser von Burano sind ein beliebtes Fotomotiv.

Peggy Guggenheim Collection

Die Sammlung moderner Kunst wurde von der amerikanischen Milliadärstochter Peggy Guggenheim ab 1938 zusammengetragen. Die Kunstmäzenin und Sammlerin starb 1979. Ein Jahr später wurde das Museum im Palazzo Venier dei Leoni am Ufer des Canal Grande eröffnet. Das Palazzo war der Wohnhort von Peggy Guggenheim und im Garten des heutigen Museums ist sie auch begraben. Die Peggy Guggenheim Collection ist ein Highlight für Kunstfreunde mit Werken von Picasso, Wassily Kandinsky oder Max Ernst.

Gondelfahrt
Gondelfahrt in Richtung Seufzerbrücke – Bild: Tegeler

Die Gondeln

Wenn man durch die Stadt bummelt, stößt man an den Kanälen immer wieder auf Schilder mit der Aufschrift „Servicio Gondole“. Hier warten meist einige Gondoliere auf Kundschaft. Im Sommer gibt es allerdings auch Wartezeiten. Häufig informieren weitere Schilder über die Preise.

Eine private Gondel kostet tagsüber gut 100 Euro für 30 Minuten. Ab dem späten Nachmittag und Abend wird es etwas teurer. Wenn man sich mit anderen Touristen eine Gondel teilt, wird der Anteil pro Person berechnet. Preisverhandlungen sind unserer Erfahrung nach zwecklos. Der Preis gilt für eine Gondel mit bis zu sechs Fahrgästen. Allerdings gab es zuletzt Bestrebungen, die maximale Belegung der Gondeln zu verringern. Der Sicherheit halber. Während der Fahrt erzählen die meist freundlichen Gondoliere etwas über die Stadt, die Häuser am Wegesrand oder andere Themen. Wenn während der Gondelfahrt „O sole mio“ oder „Volare“ gespielt und gesungen werden soll, wird es richtig teuer. Die Gondolieri singen selber nicht. Ein Sänger steigt zu und das treibt den Preis in die Höhe. Wer möchte, kann eine Gondelfahrt auch vorab buchen und so die Wartezeiten während der Hauptsaison umgehen.

Wem das alles zu teuer erscheint, der kann an mehreren Stellen den Canal Grande in einer Gondelfähre (Traghetto) überqueren. Dieses Gondelfeeling kostet nur eine kleine Gebühr.

Gondelfähre am Canal Grande
Gondelfähre am Canal Grande – Bild: Tegeler

Karneval von Venedig

Der Karneval von Venedig ist weltberühmt. Er beginnt zehn Tage vor Aschermittwoch an einem Sonntag mit einer großen Eröffnungsfeier und dem historischen Engelsflug auf dem Markusplatz. An diesem Tag sieht man auch die farbenfrohe Gondelparade auf dem Canal Grande. Während der Karnevalszeit gibt es überall Bühnen und die Menschen flanieren in den typischen Kostümen und Masken durch die Stadt. Insbesondere in den Gassen zwischen der Rialtobrücke und dem Markusplatz tobt das Leben.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

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