Bonaire auf eigene Faust

Landausflüge auf Bonaire auf eigene Faust
Auf einen Blick – Princess Cruises

Hier haben wir Anregungen für Landausflüge auf Bonaire auf eigene Faust zusammengestellt. Bonaire ist das „B“ der niederländischen ABC Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao) und ein beliebtes Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Die recht karge und trockene Insel liegt vor der Küste von Venezuela und ist etwa 39 Kilometer lang und bis zu 11 Kilometer breit. Politisch ist Bonaire eine „Besondere Gemeinde“ der Niederlande. Abgesehen von den etwa 19.000 Einwohnern wird das Eiland auch von mehr als 10.000 Flamingos und zahllosen freilaufenden Eseln bewohnt. Die gemütliche kleine Hauptstadt Kralendijk und hat sehr viel Charme. Besonders schön sind die bunt bemalten Häuser im holländischen Kolonialstil. Wegen der attraktiven Unterwasserwelt kommen sehr viele Tauchfans aus aller Welt hierher. Auf Bonaire wird Niederländisch und Englisch gesprochen. Wie auf Aruba und Curacao unterhalten sich die Menschen auf der Straße in Papiamento. Das ist ein sympathischer Mix vieler Sprachen. Der Währung auf der Insel ist der US Dollar und nicht der Euro, wie man aufgrund der Nähe zu den Niederlanden vermuten könnte. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Tourism Corporation Bonaire.

Der Kreuzfahrthafen von Bonaire

Kreuzfahrtschiffe legen direkt in der kleinen Hauptstadt Kralendijk an. Von Deck aus kann man die kleine Hauptstadt mit ihren gerade mal 2.000 Einwohnern und große Teile der Insel gut überblicken. Geht man auf die andere Schiffsseite, sieht man die vorgelagerte Insel Klein-Bonaire, die nur gut 800 Meter entfernt ist.

Blick auf den Hafen
Blick auf den Hafen – Bild: Tourism Corporation Bonaire/ Bonphoto, Clecio Mayrink, Alcides Falange, Abi Smigel Mullens, Lorenzo Mittiga

Für Kreuzfahrtschiffe gibt es zwei Liegeplätze, die nebeneinander im Abstand von ca. 300 Metern ein Stück südlich des Stadtzentrums liegen und einfach North Pier und South Pier genannt werden. An beiden Liegeplätzen gibt es eine Touristeninformation. Die Hauptniederlassung von Tourism Bonaire ist einen Steinwurf entfernt an der Kaya Grandi Nr. 2.

Der North Pier führt direkt zum kleinen Wilhelmina Park. Hier ist immer Markttag, wenn ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt. An Ständen bieten lokale Veranstalter Inselrundfahrten oder Bootsausflüge an. Am South Pier befindet sich eine schöne kleine Mall, die passenderweise South Pier Mall genannt wird.

Mobil auf Bonaire auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Bonaire auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt:

zu Fuß

Kralendijk ist ein attraktives kleines Städtchen. Hier kann man wunderbar bummeln. Die meisten Geschäfte befinden sich in der Haupteinkaufsstraße Kaya Grandi oder in der Harbourside Mall. Aber auch auf dem Markt am North Pier oder der in neuen kleinen South Pier Mall am South Pier findet man gute Angebote. Viele Restaurants und Bars gibt es entlang der Kaya J.N.E. Craane direkt am Meer.

Man kann sogar zwei Strände zu Fuß erreichen. Beide liegen kurz hinter dem South Pier (Richtung Flughafen). Der kleine Chachacha Beach befindet sich nur einen Steinwurf vom südlichen Liegeplatz entfernt. Läuft man von hier aus 250 Meter weiter in Richtung Süden, erreicht man den schönen Flamingo Beach am Divi Flamingo Beach Resort.

Stadt und Hafen
Stadt und Hafen – Royal Caribbean

Taxen

Taxen warten im Bereich des Hafens auf Fahrgäste. Die Preise sind festgelegt und werden auf Schildern veröffentlicht. Aufgrund der geringen Entfernungen sind die Preise relativ niedrig. Hier einige Preisbeispiele:

  • Northern Tour: 25 US$ pro Person für 2 Stunden
  • Southern Tour: 25 US$ pro Person für 2 Stunden
  • Island Tour: 40 US$ pro Person für 3,5 Stunden
  • Private Insel Tour: 100 US$ pro Taxi bis 4 Personen
  • Eden Beach, Spice Beach Club oder Coco Beach Club: Roundtrip 20 US $ pro Taxi
  • Sorobon Beach: Roundtrip 40 US $ pro Taxi bis 4 Personen

Wassertaxen

Für die Fahrt nach Klein-Bonaire gibt es Wassertaxen. In der Nähe der Liegeplätze gibt es zumindest zwei Anbieter.

Schon länger am Markt ist die Firma Epic Water Taxi mit den beiden Schiffen „Kantika Di Amor“ und „Kantika Too“. Los geht es an der Bonaire Nautico Marina in der Kaya J.N.E Craane Nr. 24. Vom North Pier läuft man immer am Wasser entlang ca. 600 Meter in nördlicher Richtung. Es gibt mindestens drei Fahrten pro Tag. Wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen auch mehr. Für einen Roundtrip bezahlt man 17 US Dollar. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Firma

Landausflüge auf Bonaire mit einem Wassertaxi
Wassertaxen auf Klein-Bonaire – Bild: Epic Water Taxi

Mietwagen

Ein Mietwagen ist eine gute Möglichkeit, Bonaire auf eigene Faust zu erkunden. Die Straßenverhältnisse und die Beschilderung sind gut und es wird – wie bei uns – auf der rechten Seite gefahren. Allerdings muss man auf Ziegen und wilde Esel aufpassen.

Es gibt zahlreiche nationale und internationale Verleiher mit Büros unweit des Hafens und am nur 3 Kilometer südlich gelegenen Flughafen. Ein ausführliche Liste aller Anbieter findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben).

Fahrräder, Roller etc.

Neben Autos kann man auch Fahrräder, E-Bikes, Roller und allerhand lustige Gefährte mieten. Die Entfernungen sind auf Bonaire so gering, so dass man auch mit einem Roller oder Fahrrad gut klar kommt. Es gibt mehrere Anbieter in der kleinen Hauptstadt. Eine Liste findet man auf der Webseite der Touristeninformation. Eine bekannte Firma in Hafennähe ist die Firma Scooters Bonaire (scootersbonaire.com). Hier gibt es sogar deutschsprachige Mitarbeiter.

Landausflüge auf Bonaire buchen

Bonaire ist eine sichere Insel. Wer jedoch keine Lust hat, sich um Urlaub mit Mietwagen oder Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten deutschen Reederei AIDA Cruises für Bonaire bei. Da ist wohl für jeden etwas dabei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Viele lokale Veranstalter bieten ihre Aktivitäten bei Viator* (s. am Ende dieser Seite) an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Inseltouren, Führungen mit lokalen Guides, Schnorchelausflüge und vieles mehr. Wenn man auf eines der Angebote am Ende dieser Seite klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

Highlights für Landausflüge auf Bonaire

Bonaire ist eine kleine Insel, die man gut an einem Tag erkunden kann. Zu den interessanten Highlights für Landausflügler gehören die Hauptstadt Kralendijk, die Unterwasserwelt und der Washington-Slagbaai-Nationalpark. Die Strände sind schön aber in der Regel nicht feinsandig. Badeschuhe einpacken!

Kralendijk

In der kleinen Hauptstadt Kralendijk kann man auch vor oder nach einem Landausflug noch ein wenig bummeln und sich an den bunten Gebäuden im niederländischen Kolonialstil erfreuen.

Shopping in Kralendijk
Harbourside Mall – Bild: Tourism Corporation Bonaire/ Bonphoto, Clecio Mayrink, Alcides Falange, Abi Smigel Mullens, Lorenzo Mittiga

Zollfrei einkaufen kann man insbesondere in der Habourside Mall und in der Haupteinkaufsstraße Kaya Grandi. Eine Besichtigung lohnt Fort Oranje, das die Niederländer im 17. Jahrhundert zum Schutz des Hafens errichtet haben. Das kleine oder feine Terramar Museum informiert über die Geschichte der Insel. Insbesondere an der Waterfront findet man zahlreiche Restaurants und Cafés mit Meerblick.

Washington-Slagbaai-Nationalpark

Der Washington-Slagbaai-Nationalpark befindet sich im Norden von Bonaire und umfasst das Land von zwei ehemaligen Plantagen. Man fährt vom Hafen eine gute halbe Stunde bis hierher. Der Eintritt beträgt 25 US Dollar. Alle wichtigen Informationen für einen Nationalparkbesuch findet man in dieser Pdf-Datei.

Der Nationalpark besticht durch seine bizarre und felsige Landschaft. Die Straßen sind nicht befestigt. Man kann mit einem Auto durch den Park fahren. Aber auch Wanderer und Mountainbiker kommen auf ihre Kosten. Das gilt auch für Schnorchler und Taucher. Für die Vogelbeobachtung wurden eigens zwei Aussichtstürme errichtet.

Im Nationalpark
Im Nationalpark – Bild: Tourism Corporation Bonaire/ Bonphoto, Clecio Mayrink, Alcides Falange, Abi Smigel Mullens, Lorenzo Mittiga

Salz, Flamingos und Esel

Eine Tour durch den Inselsüden sollte immer auch den Besuch der natürlichen Bassins der Salzwasserverdunstung einschließen. Die strahlend weißen Salzberge glitzern in der Sonne und man sieht sie bereits vom Kreuzfahrtschiff. Die Sklaven, die früher hier schuften mussten, wohnten während der Woche in dekorativen kleinen Hütten aus Stein. Diese wurden restauriert und erinnern heute an das harte Los der Sklaven.

Inmitten der Salzbecken befindet sich auch das Schutzgebiet für die Flamingos. Zehntausend Tiere haben hier einen geschützten Lebensraum. Zur Futtersuche fliegen die Vögel häufig nach Venezuela, das nur ca. 50 Kilometer entfernt ist. Auch andere Vogelarten haben sind hier angesiedelt.

Ein weiteres schönes Ziel südlich der Hauptstadt ist das Donkey Sanctuary. In der Zufluchtsstätte für die frei auf der Insel lebenden Esel werden mehr als 60 Tiere beherbergt und versorgt. Darunter sowohl Jungtiere also auch ältere Esel. Man kann sogar eines der Tiere „adoptieren“.

Die ausgedehnten Mangrovenwälder der Lac Bay (mangrovecenter.com) sind ein weiteres Highlight auf dieser kleinen Karibikinsel. Hier kann man sehr schöne geführte Kajak-Touren unternehmen.

Landausflüge auf Bonaire zu den freilebenden Flamingos
Freilebende Flamingos – Bild: Tourism Corporation Bonaire/ Bonphoto, Clecio Mayrink, Alcides Falange, Abi Smigel Mullens, Lorenzo Mittiga

Klein Bonaire

Knapp einen Kilometer vor der Küste (in Höhe der Hauptstadt) liegt die unbewohnte Insel Klein-Bonaire. Man kann mit einem Wassertaxi von Kralendijk aus in gut 20 Minuten übersetzen.

Die kleine Insel ist Teil des Bonaire Marine Parks und ein beliebtes Ziel für Taucher und Schnorchler. Der No Name Beach ist ein knapp dreihundert Meter langer Sandstrand auf Klein-Bonaire. Ein toller Platz für Sonnenanbeter und Schnorchler. Aber es gibt es keine Infrastruktur und keinen Schatten. Ohne Getränke, Badeschuhe und Sonnenschutz wird es ein harter Tag. Dafür ist der Sand herrlich und das Schnorchelrevier fantastisch.

Tauchen und Schnorcheln

Für Taucher gehen im Bonaire National Marine Park Träume in Erfüllung. Die Insel gehört zu den besten Tauchrevieren weltweit. An vielen Stellen kann man direkt vom Strand aus tauchen. Schnorcheln sowieso. Entsprechende Einstiegsstellen sind durch gelbe Steine markiert. Dive Operators werden auf der Webseite der Touristeninformation (s. Link oben) aufgeführt.

Um diesen Schatz zu schützen, hat man bereits 1979 den Bonaire National Marine Park gegründet. Der Schutz der die Insel umgebenen Korallenriffe wird sehr ernst genommen. Wer auf der Insel Tauchen oder Schnorcheln will, muss Eintritt bezahlen. Tauch- und Schnorchelplaketten gibt es bei den Tauchschulen. Landausflügler von den Kreuzfahrtschiffen brauchen keine Gebühr zahlen, es sei denn, man möchte mit Geräten tauchen. Selbst das Sammeln von Muscheln ist nicht gestattet. Mit beim Abbrechen von Korallen erwischt wird, hat ein ernstes Problem. Ab das sollte in der heutigen Zeit ohnehin tabu sein. Die nationale Nationalparkverwaltung hat folgende Informationsbroschüre veröffentlicht.

Tauchen vom Strand aus
Tauchen vom Strand aus – Bild: Tourism Corporation Bonaire/Bonphoto, Clecio Mayrink, Alcides Falange, Abi Smigel Mullens, Lorenzo Mittiga

Die Strände

Die Strände auf Bonaire sind relativ schmal und voller Korallen (Badeschuhe!). Aber sie sind sauber und nur selten überfüllt. Sehr gut schwimmen kann man an den Stränden entlang der Westküste und auf der vorgelagerten Insel Klein-Bonaire. An der Ostküste ist die See oft rau und es gibt gefährliche Strömungen. Auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben) gibt es eine Karte mit Informationen zu allen Stränden.

Für einen Tag auf Bonaire auf eigene Faust sind natürlich insbesondere die Strände interessant, die man vom Hafen aus zu Fuß oder mit einem Taxi schnell und bequem erreichen kann. Wer nach einem Landausflug nochmal schnell ins Wasser springen möchte, kann den steinigen Chachacha Beach beim South Pier nutzen. Der Strand ist klein, aber es gibt noch eine kleine Seebrücke und dass seichte Wasser soll auch für Familien geeignet sein. Schnorcheln geht natürlich auch.

Circa 250 Meter weiter südlich vom South Pier befindet sich der Flamingo Beach beim Divi Flamingo Beach Resort & Casino. Neben dem schönen Strand gibt es eine Seebrücke und Gastronomie im Hotel. Liegen und Sonnenschirme kann man gegen eine Gebühr mieten.

Für alle weiteren Strände benötigt man ein Verkehrsmittel. Zum Beispiel ein Taxi oder ein Wassertaxi.

Der No Name Beach auf Klein-Bonire ist ein wunderschöner Sandstrand. Mit einem Wassertaxi kommt man von Kralendijk in gut 20 Minuten hierher. Der Strand bietet weder Infrastruktur noch Schatten. Dafür ist die Unterwasserwelt wunderschön. Mit etwas Glück sieht man Meeresschildkröten und etwas größere Fische.

Coco Beach Club
Coco Beach Club Bonaire (cocobeachbonaire.com)

Circa 2,3 Kilometer nördlich vom Northern Pier gibt es mit dem Eden Beach ein weiteres beliebtes Ziel für Landausflügler. Ein Roundtrip mit einem Taxi kostet 20 US$ . Der Strand bietet schönen Sand und schattige Palmen. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden. Essen und Trinken (und Musik) gibt es zum Beispiel im Spice Beach Club oder am Coco Beach Club. Beide Beach Clubs sind keine hundert Meter voneinander entfernt. Ebenfalls vor Ort ist das elegante Harbour Village Bonaire Hotel. Der Strandabschnitt beim Hotel ist nicht öffentlich. Kreuzfahrer können einen einen Day Pass erwerben und so Hotelgäste für wenige Stunden werden. Preise und Verfügbarkeit unbedingt vorab beim Hotel erfragen.

Mit gut 12 Kilometern etwas weiter entfernt ist der beliebte Sorobon Beach an der geschützten Lac Bay. Für eine Taxi mit bis zu 4 Fahrgästen zahlt man 40 US$ Roundtrip. Die Lagune wird durch das Riff geschützt, so dass das Wasser seicht und warm ist. Sehr schön ist der Abschnitt beim Sorobon Beach Resort. Liegen und Sonnenschutz können gemietet werden. Schnorchler finden über einen Steg einen guten Einstieg. Der Strand ist auch ein Zentrum der Wintersurfer und Kite Surfer.

Eine Reihe schöner Strände finden Sie auf dem Gelände des Washington Slagbaai National Parks. Zum Beispiel die Playa Funchi und Boca Slagbaai, die auch sehr gut zum Tauchen und Schnorcheln geeignet sind.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Viele lokale Veranstalter bieten ihre Aktivitäten bei Viator* an. Die Tiefpreisgarantie, eine 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahllose Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl und geben Sicherheit bei der Buchung.