St. Maarten auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf St. Maarten auf eigene Faust zusammengestellt. Der Hafen der kleinen Hauptstadt Philipsburg ist einer der Hotspots für Karibik Kreuzfahrten. Die Insel liegt in der östlichen Karibik westlich der Jungferninseln und nordöstlich von St. Kitts and Nevis. In Sichtweite befinden sich im Süden die als exklusives Reiseziel bekannte Insel Saint-Barthélemy (die meistens einfach St. Barth genannt wird) und im Norden die Trauminsel Anguilla. Die kleine Karibikinsel St. Martin ist in eine niederländische und eine französische Inselhälfte geteilt. Die nördliche und etwas größere Hälfte heißt Saint-Martin und ist französisch und damit ein Teil der EU. Die südliche Inselhälfte wird Sint Maarten genannt und ist ein autonomes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande. Aus Sint Maarten wurde im englischsprachigen Raum einfach St. Maarten. In der Karibik haben die Niederlande und Frankreich also eine gemeinsame Grenze. Diese ist das Ergebnis zahlreicher Kriege zwischen den europäischen Großmächten des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Inselbewohner sind stolz auf ihre nahezu 350 Jahre alte Geschichte friedvollen Zusammenlebens. Der Grenzübertritt ist problemlos. Kontrollen gibt es nicht. Dafür zwei Währungen. Während in der französischen Hälfte mit dem Euro bezahlt wird, ist der Antillen-Gulden die Währung im niederländischen Teil. Mit US Dollar kommt man hier aber auch klar.

Landausflüge auf St. Maarten auf eigene Faust
Blick über den Hafen in Richtung Philipsburg – Bild: Port of St. Maarten

St. Martin ist mit einer Länge von ca. 14 Kilometern und einer Breite von gut 13 Kilometern eine sehr kleine Insel. Mit gut 70.000 Einwohnern ist die Insel zudem dicht besiedelt, was häufig zu dichtem Verkehr führt. Die größten Siedlungen sind die beiden Hauptstädte Philipsburg und Marigot. St. Martin ist eine Insel mit unzähligen Buchten, Halbinseln und schönen Stränden. Es gibt zahlreiche Lagunen und Seen, die die Landfläche noch weiter verringern. Die höchste Erhebung ist der Pic Paradies mit 424 Metern. Die Landausflügler gehen einkaufen oder lassen es sich an einem der vielen schönen Strände gutgehen. Philipsburg gilt als eine der besten Einkaufsstädte der Karibik. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des St. Maarten Tourism Bureaus. Stand: August 2020

Der Kreuzfahrthafen von St. Maarten

Kreuzfahrtschiffe steuern den Port of St. Maarten in Philipsburg an. Dies ist einer größten und modernsten Kreuzfahrthäfen der Karibik. Es gibt einen sehr langen Pier, an dem vier Kreuzfahrtschiffe festmachen konnten. Zwei auf jeder Seite. Für die Giganten der Oasis-Klasse von Royal Caribbean wurde vor gut zehn Jahren ein zweiter langer Pier gebaut. Heute gibt es Kapazitäten für sechs große Kreuzfahrtschiffe am Tag. Weitere Schiffe können ankern und tendern.

Der Hafen von St. Maarten ist Ziel vieler Karibik Kreuzfahrten
Der Hafen – Bild: Port St. Maarten

Die Urlauber laufen von den Liegeplätzen direkt in ein großes Open Air Terminal (Harbour Point Village) mit zahlreichen Geschäften, Restaurants, einem Büro der Touristeninformation, einem Anleger für Wassertaxis sowie Parkplätzen für Taxis, Mietwagen und Landausflugsbusse. Der Weg über den Pier von den hinteren Liegeplätzen kann relativ lang werden. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann einen kostenlosen Trolley nehmen.

Mobil auf St. Maarten auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf St. Maarten auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab hier einige Entfernungen zu beliebten Landausflugssielen auf St. Maarten.

  • Philipsburg (Cyrus Wathey Square): 1,5 km
  • Yoda Guy Movie Exhibit: 1,2 km
  • Marigot: 12 km
  • Orient Bay Beach: 11,7 km
  • Loterie Farm/ Pic Paradis: 17,6 km
  • Maho Bay (Flugzeuge): 13,7 km
  • Rockland Estate: 5 km
  • Parrotville Bird Sanctuary: 5,4 km

Zu Fuß

Vom Hafen sind es ca. 1,5 Kilometer bis ins Zentrum von Philipsburg, die man gut zu Fuß bewältigen kann. Der Weg ist einfach zu finden und sicher. Man kann sich an die Mitreisenden orientieren, die immer zahlreich vorhanden sind.

Landausflüge auf St. Maarten mit einem Wassertaxi
Mit dem Wassertaxi nach Philipsburg – Bild: Tegeler

Wassertaxis

Alternativ verbinden bequeme Wassertaxis Hafen und Stadt. Ein Tagesticket für beliebig viele Fahrten kostet 7 US Dollar, eine einfache Fahrt 5 US Dollar. Die Kunden, die ein Tagesticket kaufen, bekommen ein Armband als Nachweis. Die Wassertaxis machen in Philipsburg am Captain Hodge Pier gegenüber dem Cyrus Wathey Square fest. Wenn viele Schiffe im Hafen liegen, kann es bei den Wassertaxis mal zu Wartezeiten kommen. Dann wird es auf den Wassertaxis auch relativ eng.

Taxis

Taxis sind ein gutes Transportmittel für Kreuzfahrer, die St. Maarten auf eigene Faust erkunden möchten. Alle Taxis werden von der Regierung reguliert und arbeiten mit festen Preisen, die auf Schildern am Hafen veröffentlicht werden. Die Insel wurde in Zonen eingeteilt. Die Zone und die Zahl der Fahrgäste bestimmen den Fahrpreis. Mitarbeiter in schwarzen Hosen und orangefarbenen Hemden organisieren den Betrieb. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Dutch St. Maarten Taxi Association.

Neben Fahrten von A nach B werden auch Inseltouren angeboten. Auch hier ist die Personenzahl maßgeblich für den Preis. Die dreistündige Circle Island Tour kostet zum Beispiel für 1 oder 2 Personen 110 US Dollar. Wenn die Dispatcher eine Gruppe von 8 bis 14 Fahrgästen zusammenstellen können, zahlt jeder nur noch 25 US Dollar. So ähnlich ist das auch bei den anderen Touren. Die City Tour (2,5 Stunden) kostet für ein bis zwei Fahrgäste 85 US Dollar. Die Mountain Top Tour (2 Stunden) kostet 110 US Dollar und die All Day Tour (6 Stunden) schlägt mit 250 US Dollar für bis zu sechs Fahrgäste zu Buche.

Mit Taxis kann man St. Maarten auf eigene Faust erleben
Preise auf einen Blick (Stand 2018) – Bild: Tegeler

Mietwagen

Auf der Insel herrscht Rechtsverkehr. Zudem ist keine lokale Fahrerlaubnis erforderlich. Das spricht für einen Mietwagen. Diverse Mietwagenverleiher sind direkt am Hafen vertreten. Zum Beispiel die Firmen Hertz und Coastal Car Rental. Weitere Anbieter haben Büros in der Stadt und am Flughafen.

Wenn viele Kreuzfahrtschiffe für den Tag angemeldet sind, würden wir vorab ein Fahrzeug reservieren. Bitte unbedingt ausreichend Zeit für die Rückfahrt zum Hafen einplanen. Die Wege zurück zum Hafen könnten verstopft sein!

Öffentliche Busse

Es gibt auf St. Maarten ein öffentliches Busnetz. Die Minibusse für 12 bis 14 Fahrgäste werden wie in Nassau Jitneys genannt. Los geht es am Clem Labega Square in Philipsburg. Es gibt insgesamt sieben Routen, von denen insbesondere die Route 1 (nach Marigot) und die Route 2 (Mullet Bay) für Landausflügler interessant sein könnte. Beide Fahrten kosten 2 US Dollar. Eine Übersicht über Routen und Preise kann hier heruntergeladen werden.

Landausflüge auf St. Maarten buchen

Für den Tag auf St. Maarten werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf St. Maarten

Über 30 wunderschöne Strände mit einer Länge von insgesamt ca. 16 Kilometern stehen zur Auswahl. Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne „stören“ das Urlaubserlebnis nicht. Die Hauptattraktionen sind die wunderbaren Strände, die Wassersportmöglichkeiten und die Einkaufsmöglichkeiten von Philipsburg. Wer sich dafür interessiert, findet auch Kasinos. Die französische Hälfte mit der Hauptstadt Marigot ist ein wenig ruhiger und gediegener.

Am 6. September 2017 wurde die Insel von dem verheerenden Hurrikan Irma getroffen und verwüstet. Bereits drei Monate später öffnete der Hafen wieder. Man wird aber noch für längere Zeit hier und da Zerstörungen sehen, die mittlerweile aber weitestgehend beseitigt wurden.

Die Insel im Überblick
Die Insel im Überblick – Karte: Royal Caribbean

Philipsburg

Philipsburg liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen der Grootbaai und dem Great Salt Pond, dessen Salz einst die holländische Westindische Handelskompanie auf die Insel lockte. Der Aufbau der Stadt ist ebenso einfach wie genial. Vorne befindet sich ein sehr schöner Strand (Great Bay Beach). Dieser wird begrenzt durch den Boardwalk mit zahlreichen Bars, Cafés und Restaurants. Und dahinter liegen dann schon die Hauptgeschäftsstraßen um die Frontstreet (Voorstraat) und die Backstreet (Achterstraat). Man kann also einen Stadtbummel hervorragend mit ein paar Stunden am Strand verbinden. Die Geschäfte führen hochwertige Kleidung, Schmuck, Uhren oder Spirituosen bekannter Marken, die zollfrei verkauft werden. Wer ein bestimmtes Produkt sucht und das Preisniveau in Deutschland kennt, soll Schnäppchen machen können.

Der schöne Great Bay Beach von Philipsburg ist für Kreuzfahrer einfach zu erreichen. Zum Beispiel mit einem Wassertaxi oder sogar zu Fuß. Ideal für alle, die einen Landausflug auf St. Maarten auf eigene Faust planen. Angeblich ist der Strand nach Hurrikan Irma nicht mehr so breit, so dass es voller werden kann. Wir gehen aber davon aus, dass die Inselregierung dafür eine Lösung finden wird. Das Geschäftszentrum befindet sich direkt hinter der Strandpromenade. Die Kinder spielen am Strand, die Männer sitzen in einer der Strandbars und die Frauen genießen die große Auswahl in den zahlreichen Geschäften.

Französische Bäckerei in Marigot
Französische Bäckerei in Marigot – Bild: Tegeler

Marigot

Marigot ist die Hauptstadt des französischen Inselteils Saint-Martin. Die schöne kleine Stadt liegt an der Baie de Marigot. Die wenigen alten Stadthäuser mit schmiedeeisernen Balkonen und die Lagerhäuser am Hafen wurden restauriert und wimmeln nun von Kunden und Badegästen, die sich bei einem Drink vom Strandleben erholen. Auf dem Boulevard de France an der Bucht befinden sich der Marktplatz und das Fremdenverkehrsbüro. In der Nähe liegt das Musee Saint-Martin für einheimische und Kolonialgeschichte. Von der Ruine von Fort Saint-Louis, der ehemaligen Verteidigungsanlage der Stadt, hat man eine prächtige Aussicht über die Stadt und bis zur Nachbarinsel Anguilla.

Loterie Farm

Die Loterie Farm liegt unweit von Marigot am Fuß des Pic du Paradis, dem mit 424 Metern höchsten Erhebung der Insel. Der Begriff Farm täuscht etwas. Man kann hier gut essen und am Pool entspannen. Zudem werden verschiedene Aktivitäten wie Wanderungen und Seilrutschen (Zip-Lines) angeboten. Der Aufstieg auf den Pic du Paradis lohnt sich wegen der schönen Aussicht unbedingt. Ohne Führung zahlt man 5 US Dollar. Feste Schuhe, Sonnenschutz und etwas Kondition sollte man mitbringen.

Rockland Estate Eco-Park

Die Firma Rainforest Adventure (rainforestadventure.com), die man aus mehreren Häfen der Karibik kennt, hat auch eine Niederlassung auf St. Maarten. Genauer gesagt auf der Kuppe eines steilen Berges. Auf St. Maarten bietet das Unternehmen mangels Regenwald Fahrten mit einer Seilbahn und eine Reifenrutsche an. Zudem gibt es noch eine Zipline (Seilrutsche). Die schöne Aussicht gibt es kostenlos dazu. Die Aktivitäten der Firma werden meistens an Bord verkauft, können aber auch direkt über die Webseite bzw. über lokale Veranstalter gebucht werden. Die Anlage wurde von der Carnival Corporation mitfinanziert und erst 2018 eröffnet.

Landung über dem Maho Beach
Landung über dem Maho Beach – Bild: Tegeler

Parrotville Bird Sanctuary

Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Parrotville Bird Sanctuary. Für zehn US Dollar bekommt man etwas Futter, was die freundlichen Vögel sofort anlockt. Die Anlage befindet sich in der Bishop Hill Road in Belvedere fast an der Grenze zum französischen Inselteil. Die Volieren sind neu. Die Inhaber konnten ihre Vögel vor dem verheerenden Hurrikan Irma in Sicherheit bringen und haben danach alles neu aufgebaut. Ob die Anlage auch Corona übersteht bleibt abzuwarten.

Yoda Guy Movie Exhibit

Dies ist ein Filmmuseum des Maskenbildners Nick Maley, der zum Beispiel die Figur Yoda im Star Wars Universum geschaffen hat. Deshalb nennt er sich den Yoda Guy. In seinem Museum kann man erfahren, wie bekannte Filmfiguren wie Yoda, Darth Vader oder Chewbacca geschaffen und zum Leben erweckt wurden. Mit etwas Glück ist Nick Maley sogar persönlich vor Ort. Er und seine Frau haben irgendwann den Ferrari gegen ein Segelboot getauscht und sind oft in der Region unterwegs. Das Museum befindet sich in der Front Street 19A in Philipsburg. Der Eintritt lag zuletzt bei 10 US Dollar.

Maho Beach (Flugzeuge)

Der schöne Maho Beach liegt direkt in der Einflugschneise des Princess Juliana Airport. Zur Freude der vielen Besucher sind die Ankunftszeiten der Jets auf einem Surfboard an der Strandbar Sunset Bar and Grill vermerkt. Man kann sein Bier trinken, während über den Köpfen der Leute am Strand die Jets zum Landeanflug ansetzen. Die Maschinen setzen direkt hinter dem Strand auf und haben über dem Sand vielleicht noch eine Höhe von 10 Metern. Die Mutigen stellen sich direkt an den Zaun. Ein unglaubliches Spektakel und eine Touristenattraktion der Insel. Wenn man es nicht selber gesehen hat, kann man es kaum glauben.

Wenn man genug Flugzeuge gesehen hat, könnte man eine Bucht weiter ziehen und einige ruhige Stunden am Mullet Bay Beach verbringen. Die Entfernung beträgt gut einen Kilometer. Das kann man sogar zu Fuß schaffen.

Orient Bay Beach
Orient Bay Beach – Bild: Tegeler

Orient Bay Beach

Zu den schönsten Stränden der französischen Inselhälfte gehört die lange Baie Orientale (Orient Bay), die zu den beliebtesten Zielen für Landausflüge auf St. Maarten gezählt werden kann. Hier kann man natürlich auch Liegen und Sonnenschirme ausleihen. Im Preis enthalten ist meistens ein Becher Rum Punch. Auf der gesamten Länge des Strandes verteilen sich Beach Bars und kleine Restaurants. Als Kunde kann man auch deren sanitäre Anlagen nutzen. Am Strand gibt es zudem diverse Wassersportangebote.

Pinel Island

Nördlich vom Orient Bay Beach befindet sich die kleine Insel Pinel Island, die man von der Ortschaft Cul de Sac in gut zehn Minuten mit einem Wassertaxi erreichen kann. Am bewirtschafteten Hauptstrand gibt es Liegen mit Schirmen und zwei Strandrestaurants. Wer sich die Füße vertreten möchte, kann ein wenig über die Insel wandern. Dafür würden wir feste Schuhe einpacken.

Segeln

Zusammen mit den benachbarten Jungferninseln gehört St. Martin zu den bevorzugen Segelrevieren der Karibik. Wer möchte, kann den Landausflug auf St. Maarten auf dem Wasser verbringen. Entsprechende Angebote gibt es an Bord oder bei lokalen Veranstaltern.

Auslaufen in St. Maarten
Auslaufen in St. Maarten – Bild: Tegeler

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