St. Maarten auf eigene Faust

Landausflüge auf St. Maarten auf eigene Faust
St. Maarten im Überblick – Carnival Cruise Lines

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf St. Maarten auf eigene Faust zusammengestellt. Die etwa 14 mal 13 Kilometer große Insel liegt in der östlichen Karibik westlich der Jungferninseln und nordöstlich von St. Kitts. Fast in Sichtweite befindet sich die als exklusives Reiseziel bekannte Insel Saint-Barthélemy, die meist einfach St. Barth genannt wird. Die kleine Karibikinsel St. Maarten ist in eine niederländische und eine französische Inselhälfte geteilt. Die nördliche und etwas größere Hälfte heißt Saint-Martin und ist ein Teil der EU. Die südliche Inselhälfte wird Sint Maarten genannt und ist ein autonomes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande. In der Karibik haben die Niederlande und Frankreich also eine gemeinsame Grenze. Diese ist das Ergebnis zahlreicher Kriege zwischen den europäischen Großmächten des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Inselbewohner sind stolz auf ihre nahezu 350 Jahre alte Geschichte friedvollen Zusammenlebens. Der Grenzübertritt ist problemlos. Kontrollen gibt es nicht. Dafür zwei Währungen. Während in der französischen Hälfte mit dem Euro bezahlt wird, ist der niederländische Antillen-Gulden die Währung im niederländischen Teil. Mit US Dollar kommt man hier aber auch klar.

Blick über den Hafen in Richtung Philipsburg
Blick über den Hafen in Richtung Philipsburg – Bild: Port of St. Maarten

Das niederländische St. Maarten mit der kleinen Hauptstadt Philipsburg ist einer der meistbesuchten Häfen in der Karibik. Meistens wird Sint Maarten einfach zu St. Maarten. Das ist für die Amerikaner einfacher. Viele Karibik Kreuzfahrten beinhalten einen Stopp in Philipsburg. Nicht selten liegen gleich mehrere große Kreuzfahrtschiffe in dem großen Hafen. Die Landausflügler gehen einkaufen oder lassen es sich an einem der vielen schönen Strände gutgehen. Philipsburg gilt als eine der besten Einkaufsstädte der Karibik. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des St. Maarten Tourism Bureaus. (Stand: September 2009)

Der Kreuzfahrthafen von St. Maarten

Kreuzfahrtschiffe nutzen die A.C. Wathey Cruise & Cargo Facilities in Philipsburg. Dies ist einer größten und modernsten Kreuzfahrthäfen der Karibik. Es gibt einen sehr langen Pier, an dem vier Kreuzfahrtschiffe festmachen konnten. Zwei auf jeder Seite. Für die Giganten der Oasis-Klasse von Royal Caribbean wurde vor gut zehn Jahren ein zweiter langer Pier gebaut. Heute gibt es Kapazitäten für sechs große Kreuzfahrtschiffe am Tag. Weitere Schiffe können ankern und tendern.

Insbesondere während der Hauptsaison im Winter kann es ziemlich voll werden. Nicht selten sind während dieser Zeit alle Liegeplätze belegt. Es gibt aber auch während der Hochsaison viele Tage mit weniger Schiffen. Auf der Webseite des Port of St. Maarten findet man die „Ship Schedules“. Hier kann man vorab sehen, mit wieviel Schiffen zu rechnen ist.

Der Hafen von St. Maarten ist Ziel vieler Karibik Kreuzfahrten
Der Hafen – Bild: Port St. Maarten

Die Urlauber laufen von den Liegeplätzen direkt in ein großes Hafendorf (Harbour Point Village) mit zahlreichen Geschäften, Restaurants, einem Büro der Touristeninformation, einem Anleger für Wassertaxen sowie Parkplätzen für Taxen, Mietwagen und Ausflugsbusse. Der Weg über den Pier von den hinteren Liegeplätzen kann relativ lang werden. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann einen kostenlosen Trolley nehmen.

Mobil auf St. Maarten auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf St. Maarten auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt:

Zu Fuß

Vom Hafen sind es ca. 1,5 Kilometer bis ins Zentrum von Philipsburg, die man gut zu Fuß bewältigen kann. Der Weg ist einfach zu finden und sicher. Man kann sich an die Mitreisenden orientieren, die immer zahlreich vorhanden sind.

Landausflüge in St. Maarten beginnen mit einem Wassertaxi
Zugang zu den Wassertaxen – Bild: Tegeler

Wassertaxen

Alternativ verbinden bequeme Wassertaxen Hafen und Stadt. Ein Tagesticket für beliebig viele Fahrten kostet 7 US Dollar, eine einfache Fahrt 5 US Dollar. Die Kunden, die ein Tagesticket kaufen, bekommen ein Armband als Nachweis. Die Wassertaxen machen in Philipsburg am Captain Hodge Pier gegenüber Wathey Square fest. Wenn viele Schiffe im Hafen liegen, kann es bei den Wassertaxen mal zu Wartezeiten kommen.

Taxen

Taxen sind ein gutes Transportmittel für Kreuzfahrer, die St. Maarten auf eigene Faust erkunden möchten. Alle Taxen werden von der Regierung reguliert und arbeiten mit festen Preisen, die auf Schildern am Hafen veröffentlicht werden. Die Insel wurde in Zonen eingeteilt. Die Zone und die Zahl der Fahrgäste bestimmen den Fahrpreis. Mitarbeiter in schwarzen Hosen und orangefarbenen Hemden organisieren den Betrieb. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Dutch St. Maarten Taxi Association.

Neben Fahrten von A nach B werden auch Inseltouren angeboten. Auch hier ist die Personenzahl maßgeblich für den Preis. Die dreistündige Circle Island Tour kostet zum Beispiel für 1 oder 2 Personen 110 US Dollar. Wenn die Dispatcher eine Gruppe von 8 bis 14 Fahrgästen zusammenstellen können, zahlt jeder nur noch 25 US Dollar. So ähnlich ist das auch bei den anderen Touren. Die City Tour (2,5 Stunden) kostet für ein bis zwei Fahrgäste 85 US Dollar. Die Mountain Top Tour (2 Stunden) 110 US Dollar und die All Day Tour (6 Stunden) 250 US Dollar für bis zu sechs Fahrgäste.

Preise auf einen Blick - Die Fahrpreise werden derzeit überarbeitet und vermutlich etwas steigen
Preise auf einen Blick (Stand 2018) – Bild: Tegeler

Mietwagen

Auf der Insel herrscht Rechtsverkehr. Zudem ist keine lokale Fahrerlaubnis erforderlich. Das spricht für einen Mietwagen. Diverse Mietwagenverleiher sind direkt am Hafen vertreten. Zum Beispiel die Firmen Hertz (hertz.sxmrentacar.com) und Coastal Car Rental (coastal.sx). Weitere Anbieter haben Büros in der Stadt und am Flughafen.

Wenn viele Kreuzfahrtschiffe für den Tag angemeldet sind, würden wir vorab ein Fahrzeug reservieren. Bitte unbedingt ausreichend Zeit für die Rückfahrt zum Hafen einplanen. Die Wege zurück zum Hafen könnten verstopft sein.

Öffentliche Busse

Es gibt auf St. Maarten ein öffentliches Busnetz. Die Minibusse für 12 bis 14 Fahrgäste werden wie in Nassau Jitneys genannt. Los geht es am Clem Labega Square in Philipsburg. Es gibt insgesamt sieben Routen, von denen insbesondere die Route 1 (nach Marigot) und die Route 2 (Mullet Bay) für Landausflügler interessant sein könnte. Beide Fahrten kosten 2 US Dollar. Eine Übersicht über Routen und Preise kann hier heruntergeladen werden.

Landausflüge auf St. Maarten buchen

St. Maarten ist eine relativ sichere und übersichtliche Insel. Wer jedoch keine Lust hat, sich im Urlaub mit Mietwagen oder lokalen Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten deutschen Reederei AIDA Cruises für St. Maarten bei. Da ist wohl für jeden etwas dabei. Andere Reedereien haben ein mehr oder weniger ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Geprüfte Landausflüge und Aktivitäten regionaler Veranstalter findet man bei Viator* (s. oben). Eine Tiefpreisgarantie, die 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahllose Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl der Landausflüge und geben Sicherheit bei der Buchung. Meist deutschsprachige Landausflüge mit Hafenabholung von Meine Landausflüge* gibt es ganz unten am Ende dieser Seite. Hier ist eine Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie im Preis der Landausflüge enthalten.

Highlights für Landausflüge auf St. Maarten

St. Maarten ist eine lebendige und geschäftige Urlaubsinsel. Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne „stören“ das Urlaubserlebnis nicht. Die Hauptattraktionen sind die wunderbaren Strände, die Wassersportmöglichkeiten und die Einkaufsmöglichkeiten von Philipsburg. Wer sich dafür interessiert, findet auch Kasinos. Die französische Hälfte mit der Hauptstadt Marigot ist ein wenig ruhiger und gediegener.

Am 6. September 2017 wurde die Insel von dem verheerenden Hurrikan Irma getroffen und verwüstet. Bereits drei Monate später öffnete der Hafen wieder. Man wird aber noch für längere Zeit hier und da Zerstörungen sehen, die mittlerweile aber weitestgehend beseitigt wurden.

Die Insel im Überblick
Die Insel im Überblick – Royal Caribbean

Philipsburg

Philipsburg liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen der Grootbaai und dem Great Salt Pond, dessen Salz einst die holländische Westindische Handelskompanie auf die Insel lockte. Der Aufbau der Stadt ist ebenso einfach wie genial. Vorne befindet sich ein sehr schöner Strand (Great Bay Beach). Dieser wird begrenzt durch den Boardwalk mit zahlreichen Bars, Cafés und Restaurants. Und dahinter liegen dann schon die Hauptgeschäftsstraßen um die Frontstreet und die Backstreet. Man kann also einen Stadtbummel hervorragend mit ein paar Stunden am Strand verbinden. Die Geschäfte führen Kleidung, Schmuck, Uhren oder Spirituosen bekannter Marken, die zollfrei verkauft werden. Wer ein bestimmtes Produkt sucht und das Preisniveau in Deutschland kennt, soll Schnäppchen machen können.

Marigot

Marigot ist die Hauptstadt des französischen Inselteils St. Martin. Die schöne kleine Stadt liegt an der Baie de Marigot. Die wenigen alten Stadthäuser mit schmiedeeisernen Balkonen und die Lagerhäuser am Hafen wurden restauriert und wimmeln nun von Kunden und Badegästen, die sich bei einem Drink vom Strandleben erholen. Auf dem Boulevard de France an der Bucht befinden sich der Marktplatz und das Fremdenverkehrsbüro. In der Nähe liegt das Musee Saint-Martin für einheimische und Kolonialgeschichte. Von der Ruine von Fort Saint-Louis, der ehemaligen Verteidigungsanlage der Stadt, hat man eine prächtige Aussicht auf die Nachbarinsel Anguilla.

Französische Bäckerei in Marigot
Französische Bäckerei in Marigot – Bild: Tegeler

Die Strände

St. Maarten ist ein idealer Hafen für einen schönen Tag am Strand. Über 30 wunderschöne Strände mit einer Länge von insgesamt ca. 16 Kilometern stehen zur Auswahl. Hier einige Übersicht der beliebtesten Strände:

Great Bay Beach

Der Great Bay Beach von Philipsburg ist für Kreuzfahrer einfach zu erreichen. Zum Beispiel mit einem Wassertaxi oder sogar zu Fuß. Ideal für alle, die einen Landausflug auf St. Maarten auf eigene Faust planen. Angeblich ist der Strand nach Hurrikan Irma nicht mehr so breit, so dass es voller werden kann. Wir gehen aber davon aus, dass die Inselregierung dafür eine Lösung finden wird. Das Geschäftszentrum befindet sich direkt hinter der Strandpromenade. Die Kinder spielen am Strand, die Männer sitzen in einer der Strandbars und die Frauen genießen die große Auswahl in den zahlreichen Geschäften.

Maho Beach

Der schöne Maho Beach liegt direkt in der Einflugschneise des Princess Juliana Airport. Zur Freude der vielen Besucher sind die Ankunftszeiten der Jets auf einem Surfboard an der Strandbar vermerkt. Man kann sein Bier trinken, während über den Köpfen der Leute am Strand die Jets zum Landeanflug ansetzen. Die Maschinen setzen direkt hinter dem Strand auf und haben über dem Sand vielleicht noch eine Höhe von 10 Metern. Ein unglaubliches Spektakel und eine Touristenattraktion der Insel. Wenn man es nicht selber gesehen hat, kann man es kaum glauben.

Der Maho Beach ist häufiges Zie von Landausflügen auf St. Maarten
Landung über dem Maho Beach – Bild: Tegeler

Mullet Bay Beach

Dieser sehr schöne Strand befindet sich vom Maho Beach aus gesehen eine Bucht weiter. Man kann Liegen und Schirme mieten oder den Schatten einer Palme suchen. Zwei Strandbars sorgen für gutes Essen und Trinken. In einer Viertelstunde kann man den Maho Beach zu Fuß erreichen.

Pinel Island

Nördlich vom Orient Bay Beach befindet sich die kleine Insel Pinel Island, die man von der Ortschaft Cul de Sac mit einem Wassertaxi erreichen kann. Am bewirtschafteten Hauptstrand gibt es Liegen mit Schirmen und zwei Strandrestaurants. Wer sich die Füße vertreten möchte, kann ein wenige über die Insel wandern.

Orient Bay Beach

Zu den schönsten Stränden der französischen Inselhälfte gehört die lange Baie Orientale (Orient Bay). Hier kann man auch Liegen und Sonnenschirme ausleihen. Im Preis enthalten ist meistens ein Becher Rum Punch. Am Strand gibt es eine Bar und ein beliebtes Restaurant.

Orient Bay Beach
Orient Bay Beach – Bild: Tegeler

Loterie Farm

Die Loterie Farm (loteriefarm.com) liegt unweit von Marigot am Fuß des Pic du Paradis, der mit 424 Metern höchsten Erhebung der Insel. Der Begriff Farm täuscht etwas. Man kann hier gut essen und am Pool entspannen. Zudem werden verschiedene Aktivitäten wie Wanderungen und Seilrutschen angeboten. Der Aufstieg auf den Pic du Paradis lohnt sich wegen der schönen Aussicht unbedingt. Ohne Führung zahlt man 5 US Dollar für den Aufstieg.

Rockland Estate Eco-Park

Die Firma Rainforest Adventure (rainforestadventure.com), die man aus mehreren Häfen der Karibik kennt, hat auch eine Niederlassung auf St. Maarten. Genauer gesagt auf der Kuppe eines Berges. Auf St. Maarten bietet das Unternehmen mangels Regenwald Fahrten mit einer Seilbahn und eine Reifenrutsche an. Zudem gibt es noch eine Zipline (Seilrutsche). Die schöne Aussicht gibt es kostenlos dazu. Die Aktivitäten der Firma werden meistens an Bord verkauft, können aber auch direkt über die Webseite gebucht werden. Die Anlage wurde von der Carnival Corporation mitfinanziert und erst 2018 eröffnet.

Auslaufen in St. Maarten
Auslaufen in St. Maarten – Bild: Tegeler

Parrotville Bird Sanctuary

Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Parrotville Bird Sanctuary. Für zehn US Dollar bekommt man etwas Futter, was die freundlichen Vögel sofort anlockt. Die Anlage befindet sich in der Bishop Hill Road in Belvedere fast an der Grenze zum französischen Inselteil. Die Volieren sind neu. Die Inhaber konnten ihre Vögel vor dem verheerenden Hurrikan Irma in Sicherheit bringen und haben danach alles neu aufgebaut.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

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