Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust zusammengestellt. Die Insel liegt zwischen den beiden französischen Nachbarn Guadeloupe und Martinique und ist ein gutes Beispiel für die Vielfalt der karibischen Inselwelt. Dominica trägt den Beinamen „The Nature Island“. Riesige Regenwälder bedecken diese extrem bergige Karibikinsel, die vulkanischen Ursprungs ist. Tiefe Süßwasserseen, heiße Schwefelquellen und imposante Wasserfälle geben Dominica streckenweise ein geradezu urgeschichtliches Antlitz. Kein Wunder also, dass hier Teile der Erfolgsfilme „Pirates of the Caribbean“ mit Johnny Depp gedreht wurden. Mit der Dominikanischen Republik hat Dominica also nichts zu tun. Mit Karibik-Kreuzfahrten umso mehr. Dominica ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Letzte Aktualisierung: August 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Dominica auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Roseau Cruise Ship Berth oder Woodbridge Bay Deep Water Harbour
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Direkt in Roseau bzw. ca. 2 km entfernt
🏖️ Nächster Strand: Mero Beach (knapp 20 km bzw. 30 Minuten mit dem Taxi)
✨ Highlights in Roseau: Botanischer Garten, Morne Bruce Viewpoint, Ruins Rock Café
✨ Highlights im Umland: Wasserfälle, Titou Gorge, Emerald Pool, Champagne Reef, Indian River, Whale Watching, Heiße Quellen, Tubing
🗺️ Fortbewegung: Roseau zu Fuß; für Ausflüge Taxis, Minibusse oder Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Trafalgar Falls und Titou Gorge, eventuell kombiniert mit Wotten Waven.
💶 Gut zu wissen: Amtssprache ist Englisch; bezahlt wird mit dem Ostkaribischen Dollar (EC$), US-Dollar werden meist problemlos akzeptiert
📶 Internet: WLAN teilweise im Hafen und in Cafés verfügbar; an Land empfiehlt sich eine eSIM (z. B. GigSky oder Simbye)
👉 Unsere Einschätzung: Dominica ist vor allem ein Ziel für Naturfreunde und aktive Kreuzfahrer. Bei einem ersten Besuch würden wir einige der bekannten Ziele im Inselinneren miteinander verbinden, zum Beispiel die Trafalgar Falls mit der Titou Gorge. Wer es ruhiger angehen möchte, kann eine Bootsfahrt auf dem Indian River oder Whale Watching einplanen.
Kreuzfahrthafen Dominica
Die meisten Kreuzfahrtschiffe laufen die Hauptstadt Roseau an. Hier legen regelmäßig auch Schiffe von AIDA Cruises und Mein Schiff an. Es gibt mit dem Roseau Cruise Ship Berth und dem Woodbridge Bay Deep Water Harbour zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Kleinere Luxus- und Segelkreuzfahrtschiffe nutzen gelegentlich den Cabrits Cruise Ship Berth im Nordwesten der Insel. Ganz selten ankert hier auch mal ein größeres Kreuzfahrtschiff und setzt die Urlauber mit Tendern ab.
Auf der Webseite der Dominica Air & Sea Ports Authority gibt es unter dem Menüpunkt „Maritime“ einen Cruise Schedule. Wenn man auf den Namen des eigenen Kreuzfahrtschiffes klickt, werden der Liegeplatz und die Liegezeit angezeigt. Leider wird der Cruise Schedule nicht immer gepflegt.
Der Roseau Cruise Ship Berth befindet sich im Zentrum der kleinen Hauptstadt. Der Liegeplatz bietet Platz für ein großes Kreuzfahrtschiff. Ein Cruise Terminal gibt es nicht. Die Urlauber laufen direkt in die kleine Hauptstadt. Am Ende des Piers gibt es ein kleines Museum (The Dominica Museum) und ein Büro der Touristeninformation. Zudem gibt es viele Souvenirverkäufer in weißen Zelten. Taxifahrer und Tourguides warten in unmittelbarer Nähe auf Fahrgäste. Wer noch nichts vorhat, wird hier vielleicht fündig.
Der Woodbridge Bay Deep Water Harbour liegt ca. 2 km nördlich und ist ebenfalls für ein großes Kreuzfahrtschiff ausgelegt. Der Hafen dient eigentlich als Industriehafen, wird bei Bedarf aber auch von Kreuzfahrtschiffen genutzt. Nach dem Verlassen der Gangway befindet man sich in dem abgesperrten Hafenareal. In einer großen Halle gibt es zahlreiche Stände mit Souvenirs und allerlei Kunstgewerbe. Ein Stand der Touristeninformation steht für Fragen bereit. Taxis und private Ausflugsanbieter bieten Ausflüge und Rundfahrten an. Das Stadtzentrum von Roseau erreicht man zu Fuß (ca. 20 bis 30 Minuten).
Der Cabrits Cruise Ship Berth ist ein Kreuzfahrthafen an der Nordwestküste der Insel. Genauer gesagt im Cabrits-Nationalpark in Portsmouth. Der Liegeplatz liegt knapp 50 Kilometer nördlich von Roseau und wird nur von kleinen (Luxus-)Kreuzfahrtschiffen und Segelkreuzfahrtschiffen angelaufen. Der hölzerne Pier verläuft parallel zur Küste und verfügt über einen Fußgängerweg in T-Konfiguration. Vor Ort stehen ein kleines Cruise Terminal sowie Taxen und andere Transportmöglichkeiten bereit.
Landausflüge auf Dominica buchen
Für den Tag in Dominica werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Dominica findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobilität auf Dominica auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Dominica auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Dominica (ab Roseau Cruise Ship Berth):
- Botanischer Garten: 1 km (zu Fuß)
- Morne Bruce Viewpoint: 1,5 km (zu Fuß)
- Trafalgar Falls: 7,6 km
- Middleham Falls: 8,7 km
- Titou Gorge: 10,4 km
- Mero Beach: 19 km
- Jacko Falls: 20,4 km
- Emerald Pool: 22,8 km
- Kalinago Barana Aute: 47,8 km
Karte von Roseau: 1. Botanischer Garten, 2. Morne Bruce Viewpoint, 3. Markt, 4. Dominica Museum, 5. Kathedrale
Kreuzfahrtschiffe machen am Roseau Cruise Ship Berth (unten) fest. Der Woodbridge Bay Deep Water Harbour (oben) ist ein Industriehafen und der Ausweichliegeplatz auf Dominica.
Zu Fuß durch Roseau
Die kleine Hauptstadt Roseau kann man sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Direkt am Fuß des Roseau Cruise Ship Berth gibt es eine detaillierte Karte. Die Entfernungen sind nicht besonders groß. Vom Roseau Cruise Ship Berth geht man etwa 1 km bis zum Botanischen Garten. Der Trail (Jack‘s Walk Trail) hinauf zum Morne Bruce Viewpoint ist teilweise steil und bei Regen etwas rutschig.
Vom Woodbridge Bay Deep Water Harbour (Industriehafen) führt ein markierter Fußweg ins Zentrum (ca. 20 bis 30 Minuten). In der Regel wird alternativ ein Shuttlebus angeboten.
Taxis, Uber & Co
Da es auf der Insel keine Fahrdienst-Apps wie Uber oder Lyft gibt, sind Taxis ein Hauptverkehrsmittel für Kreuzfahrtgäste. Wenn man am Roseau Cruise Ship Berth über die Pier an Land geht, sieht man gleich rechts den Taxistand. Man wendet sich an die Mitarbeiter und verhandelt Route und Fahrpreis. Die meisten Taxis sind Kleinbusse. Man kann sich also auch mit anderen Landausflüglern zusammentun. Feste Touren und Preisschilder gibt es in diesem Hafen bisher nicht.
Es geht weniger um den Transport von A nach B als um mehrstündige Inselrundfahrten oder Strandtransfers. Pro Stunde muss man mit einem Preis von durchschnittlich ca. 30 US-Dollar rechnen. Eine Inseltour kostet ca. 80 bis 120 US-Dollar. Pro Person zahlt man bei geteilten Touren in Kleinbussen meist 35 bis 50 US-Dollar. Die Fahrer sind in der Regel gute Fremdenführer. Viele von ihnen haben als Statisten bei den Dreharbeiten der „Fluch der Karibik“-Filme mitgewirkt und zeigen gerne die Drehorte.
Bimmelbahn
An Bord kann man in der Regel Rundfahrten mit einer Bimmelbahn buchen, die sich Hibiskus Trolley Train nennt. Die Rundfahrten dauern meistens 90 Minuten und beinhalten einen Rundgang im Botanischen Garten. Weitere Stopps sind an der katholischen Kirche und am Roseau River vorgesehen. Die Fahrkarten werden über die Reedereien verkauft. Mit ca. 35 bis 40 Euro sollte man rechnen.
Highlights für Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust
Die Landschaft Dominicas erinnert uns an Madeira – allerdings deutlich tropischer und von dichten Regenwäldern überzogen. Überall geht es steil bergauf und bergab, größere Ebenen gibt es kaum. Entsprechend stehen bei den meisten Landausflügen die beeindruckenden Naturlandschaften der Insel im Mittelpunkt. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen im Morne Trois Pitons Nationalpark. Das Schutzgebiet wurde 1975 eingerichtet und gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Zu den beliebtesten Ausflugszielen zählen die Titou Gorge, die Trafalgar Falls und Middleham Falls, der Emerald Pool und der Boiling Lake. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Dominica ist eine sehr bergige Insel und die Fahrten dauern auf den kurvenreichen Straßen oft länger, als die Entfernungen vermuten lassen. Bei einem ersten Besuch würden wir deshalb nicht versuchen, möglichst viele Ziele abzuhaken. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten liegen im Inselinneren und lassen sich im Rahmen einer Inselrundfahrt gut miteinander verbinden.
⭐ Für Erstbesucher: Die Trafalgar Falls und die Titou Gorge gehören für uns zu den wichtigsten Zielen. Beide liegen im Roseau Valley und lassen sich gut miteinander verbinden. Je nach Zeit kann man noch die heißen Quellen von Wotten Waven einbauen.
🌿 Natur & Wasserfälle: Wer nicht in der Titou Gorge schwimmen möchte, kann die Trafalgar Falls mit dem Emerald Pool verbinden. Für aktivere Wanderer sind die Middleham Falls eine Alternative, benötigen aber deutlich mehr Zeit.
🐋 Whale Watching: Dominica gehört zu den bekanntesten Zielen für Whale Watching in der Karibik. Wir haben hier zwei Gruppen mit insgesamt etwa 10 bis 15 Pottwalen gesehen. Für die Tour sollte man etwa einen halben Tag einplanen.
🚣 Indian River & Nordwesten: Die Bootsfahrt auf dem Indian River ist eine gute Alternative für Kreuzfahrer, die Dominicas Natur ohne größere körperliche Anstrengung erleben möchten. Von Roseau ist die Anfahrt allerdings relativ weit.
🏖️ Für Strandfans: Dominica wäre für uns kein Ziel für einen reinen Strandtag. Wer trotzdem einige Stunden am Meer verbringen möchte, findet mit dem Mero Beach einen gut erreichbaren Strand mit dunklem Vulkansand.
Landausflüge in Roseau
Die kleine Hauptstadt Roseau liegt im Südwesten Dominicas an der Mündung des gleichnamigen Flusses. Es gibt einige schöne historische Gebäude, insgesamt wirkt die Stadt jedoch deutlich einfacher und weniger touristisch geprägt als viele andere Kreuzfahrthäfen in der Karibik. Die meisten Kreuzfahrer verlassen Roseau schnell in Richtung Wasserfälle, Regenwald und Vulkanlandschaften. Wer etwas Zeit in der Stadt verbringen möchte, findet dennoch einige interessante Sehenswürdigkeiten, die bequem auf eigene Faust erreichbar sind.
Karte der Sehenswürdigkeiten von Roseau: 1. Botanischer Garten, 2. Morne Bruce Viewpoint, 3. Jack’s Walk, 4. Markt, 5. Dominica Museum, 6. Ruins Rock Café, 7. Our Lady of Fair Haven Cathedral
Dominica Museum & Old Market
Das kleine Dominica Museum befindet sich im historischen Gebäude des Old Post Office direkt am Roseau Cruise Ship Berth. Hier gibt es eine Touristeninformation und kleine Ausstellungen zu Themen wie indigene Völker, Sklaverei, Pflanzen- und Tierwelt und Geologie. Das Museum kann man auch kurz vor oder nach einem Landausflug noch besuchen. 15 bis 30 Minuten reichen dafür aus.
Wenn man das Museum durch die Hintertür verlässt, steht man auf dem ehemaligen Sklavenmarkt (Old Market). Hier kann man heute Souvenirs kaufen.
Botanischer Garten & Jack‘s Walk Trail
Am Stadtrand befindet sich ein recht schöner Botanischer Garten. Hier haben die Kolonialherren auf einem ehemaligen Zuckerrohrfeld ausprobiert, was man auf der Insel anbauen könnte. Das Ergebnis: Hier wächst alles! Eine Erinnerung an einen Hurrikan aus dem Jahre 1979 ist ein total zerstörter Schulbus. Noch heute liegt ein dicker Baum auf dem Bus. Damals ist aber niemand zu Schaden gekommen. Sogar der Baum hat überlebt. Im botanischen Garten beginnt der Jack‘s Walk Trail auf den Hausberg Morne Bruce.
Morne Bruce Viewpoint
Wer keinen organisierten Landausflug gebucht hat, findet hier eines der wenigen attraktiven Ziele, die vom Hafen aus auf eigene Faust zu Fuß erreichbar sind. Vom Morne Bruce Viewpoint überblickt man die ganze Stadt und kann sehr schöne Fotos machen. Roseau liegt eingebettet zwischen dem blauen Meer und grünen Vulkanhängen. Die bunten Dächer der Häuser bilden einen lebhaften Kontrast zur Natur. Auch die Mündung des Roseau River ist zu sehen. An klaren Tagen kann man sogar die Nachbarinsel Martinique am Horizont entdecken. Neben dem Aussichtspunkt gibt es auf dem Morne Bruce noch ein großes weißes Kreuz, das den Beitrag der Commonwealth-Truppen während des Ersten Weltkriegs ehrt.
Ruins Rock Café
Das ikonische Ruins Rock Café befindet sich in unmittelbarer Nähe des Roseau Cruise Ship Berth. Es wurde im Erdgeschoss einer Ruine eingerichtet. Mit viel Fantasie und Liebe zum Detail hat der Inhaber hier eine bei Landausflüglern sehr beliebte Kneipe geschaffen. Viele Kreuzfahrer kehren hier nach einem Spaziergang durch Roseau auf ein kühles Getränk ein.
Our Lady Of Fair Haven Cathedral
Die mächtige Kathedrale Our Lady of Fair Haven ist ein beeindruckendes Bauwerk in Roseau. Ihre Geschichte begann im 17. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit wurde sie mehrmals umgebaut. Der Glockenturm ist vom Schiff aus zu sehen. Buntglasfenster erfüllen das Innere mit buntem Licht. Kunstvolle Schnitzereien und religiöse Statuen zieren den Innenraum. Die Kathedrale ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig, bleibt aber eines der markantesten Bauwerke der Stadt und ein schönes Fotomotiv.
Landausflüge auf Dominica
Auf Dominica dreht sich bei Landausflügen vieles um die Natur. Wasserfälle gibt es gleich mehrere und auch die Titou Gorge und der Emerald Pool liegen im bergigen Inselinneren. Wer etwas anderes machen möchte, kann zum Whale Watching fahren, auf dem Indian River unterwegs sein oder die Kalinago besuchen. Auch ein Strandtag ist möglich, wäre für uns auf Dominica aber nicht die erste Wahl. Dies sind die Highlights für Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Dominica: 1. Emerald Pool, 2. Trafalgar Falls, 3. Titou Gorge, 4. Middleham Falls, 5. Jacko Falls, 6. Wotten Waven, 7. Kalinago Barana Aute, 8. Bois Cotlette Plantage, 9. Scotts Head, 10. Mero Beach, 11. Layou River, 12. Indian River, 13. Hibiscus Eco Village, 14. Champagne Reef
Eintritt ins Paradies
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dominicas werden staatlich geschützt und über ein einheitliches Gebührensystem der Nationalparkbehörde finanziert. Kreuzfahrer können für jede zertifizierte Naturstätte – wie den Emerald Pool, die Trafalgar Falls oder die Titou Gorge – entweder ein Einzelticket für 8 US-Dollar oder einen flexiblen Tagespass für 20 US-Dollar erwerben. Die Tickets sind unkompliziert in den jeweiligen Besucherzentren in US-Dollar erhältlich. Für Kreuzfahrtgäste mit gebuchten Landausflügen sind diese Gebühren bereits im Gesamtpreis der Tour enthalten.
Titou Gorge
Titou Gorge ist eine mit Wasser gefüllte, steile Schlucht, durch die man schwimmend kleine Wasserfälle erreicht. Sie diente als Drehort für Szenen aus dem Film „Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest“ und zählt zu den bekanntesten Landausflugszielen auf Dominica. An einem Parkplatz ziehen sich die Landausflügler um. Ab jetzt sind Badesachen (und Badeschuhe) angesagt. Mit Schwimmhilfen, die aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben sind, geht es los. Das Wasser ist überraschend kühl und kostet anfangs etwas Überwindung.
Die Schlucht ist an den meisten Stellen nur ca. 2 bis 5 Meter breit. Die moosbewachsenen Wände ragen links und rechts 10 bis 15 Meter steil empor. Mal schwimmend, mal watend geht es vorwärts. Am Ende der Schlucht befinden sich die Wasserfälle. Hier kann man über die Felsen klettern und auch hinter einen der Wasserfälle gelangen. Danach springen viele Besucher in den natürlichen Pool unter den Wasserfällen und kehren schwimmend oder watend zum Ausgangspunkt zurück. Die Titou Gorge eignet sich besonders für aktive Kreuzfahrer, die schwimmen können und ein kleines Abenteuer suchen. Für Umziehen, Schwimmen und den Aufenthalt an den Wasserfällen würden wir etwa 1,5 Stunden einplanen.
Trafalgar Falls
Die Trafalgar Falls gehören zu den meistbesuchten Zielen für den Tag auf Dominica auf eigene Faust. Es handelt sich um zwei Wasserfälle, die Vater und Mutter genannt werden. Der höhere „Vaterfall“ erreicht eine Fallhöhe von rund 41 Metern. Der kleinere Mutterfall ist etwa 23 Meter hoch. Vom Besucherzentrum erreicht man die Wasserfälle nach einem kurzen Spaziergang. Die beiden Wasserfälle sind ein imponierender Anblick. Sehr schön ist, dass man sie von einer hölzernen Besucherplattform aus beide gleichzeitig sehen kann. Am Fuß der Wasserfälle haben sich natürliche Pools gebildet, in denen man baden kann. Leider sind die bemoosten Felsen etwas rutschig. Wir würden Badeschuhe mitnehmen. Die Trafalgar Falls sind ideal für Kreuzfahrer, die ohne große Wanderung einen der bekanntesten Wasserfälle Dominicas sehen möchten. Wir würden hier ca. 1 Stunde einplanen.
Emerald Pool
Der Emerald Pool liegt im Morne Trois Pitons Nationalpark und ist ein weiteres sehr beliebtes Landausflugsziel auf Dominica. Vom Besucherzentrum aus führt ein sehr gut ausgebauter, leicht begehbarer Pfad in den Regenwald. Nach etwa 10 bis 15 Minuten erreicht man eine hölzerne Aussichtsplattform. Hier kann man einen ersten Blick auf den Pool werfen und ein Foto machen. Über ein paar Stufen steigt man hinunter zum Wasser. Auch hier sind Badeschuhe hilfreich. Das Wasser ist kühl und kostet etwas Überwindung. Ein etwa 12 Meter hoher Wasserfall speist den Pool. Wer möchte, kann sich auf die Felsen direkt hinter oder unter dem Wasserfall setzen. Dann geht es zurück zum Parkplatz. Der Weg durch den dichten Regenwald ist ein Traum und ein wichtiger Teil des Erlebnisses. Der Emerald Pool eignet sich auch für Familien und weniger aktive Kreuzfahrer, da der Weg kurz und gut ausgebaut ist. Wer baden möchte, sollte ca. 1,5 Stunden einplanen.

Middleham Falls
Hier muss man ebenfalls die Wanderschuhe schnüren. Mit festen Schuhen erreicht man den Wasserfall nach einer mittelschweren Wanderung, für die man ca. 75 Minuten benötigt. Der Weg ist leicht zu finden und an den entscheidenden Stellen gut ausgeschildert. Es geht aber über Stock und Stein und durch dichten Wald. Eine gewisse Fitness und Trittsicherheit sind auf jeden Fall hilfreich, da 200 Höhenmeter überwunden werden müssen. Der Middleham Wasserfall ist mit einer Fallhöhe von über 60 Metern einer der höchsten Wasserfälle auf Dominica. Am Boden hat sich ein kleiner See (Pool) gebildet, in dem man auch baden kann. Meistens beginnt die Wanderung beim Besucherzentrum des Nationalparks in Laudat. Wir würden insgesamt ca. 2,5 bis 3 Stunden für dieses Highlight einplanen.
Spanny Falls
Die Spanny Falls sind ein weiteres beliebtes Landausflugsziel auf Dominica. Dieser Wasserfall liegt versteckt im dichten Regenwald. Man erreicht ihn nach einer ca. halbstündigen Wanderung über gut ausgebaute Wege. Die Wanderung führt durch dichten Regenwald. Die Spanny Falls sind ein schönes Fotomotiv. Es gibt eine hölzerne Plattform, von der man den Wasserfall gut sehen kann. Aus großer Höhe stürzt das Wasser in ein Becken. Viele nutzen dann die Gelegenheit zum Schwimmen. Über einen steilen Weg kann man noch einen zweiten Wasserfall erreichen. Der Besitzer hat ein Seil angebracht, um den Aufstieg zu erleichtern. Wer einen schönen Wasserfall abseits der bekanntesten Ausflugsziele sucht, findet bei den Spanny Falls ein entspanntes Naturerlebnis mit überschaubarem Fußweg. Wir würden hier etwa eine Stunde einplanen.
River Tubing auf dem Pagua River
River Tubing gehört zu den beliebtesten Aktiv-Ausflügen auf Dominica. Man gleitet in einem großen Gummireifen einen Fluss hinab. Viele Landausflüge starten am Hibiscus Eco-Village am Ufer des Pagua Rivers. River Tubing wird jedoch auch auf anderen Flüssen der Insel angeboten, beispielsweise auf dem Layou River. Die Landausflügler lassen sich von der Strömung treiben. Das Wasser ist klar und erfrischend. Es gibt Stromschnellen und ruhigere Abschnitte. Hohe Bäume und eine üppige Vegetation säumen die Ufer. Mit etwas Glück sieht man exotische Vögel. Erfahrene Guides begleiten die Gruppen entlang der gesamten Strecke.
Die Fahrt im Reifen flussabwärts dauert je nach Wasserstand und Fließgeschwindigkeit meist zwischen 1 und 1,5 Stunden. Mit der Anfahrt zum Hibiscus Eco Village (ca. 40 Minuten von Roseau), der Sicherheitsunterweisung, dem Anlegen der Ausrüstung und dem anschließenden Umziehen sollte man insgesamt etwa 3 Stunden einplanen.
Man wird garantiert komplett nass. Bitte deshalb unbedingt Badesachen, ein Handtuch sowie feste Wasserschuhe mitbringen. Handys würden wir in einer absolut dichten Schutzhülle mitnehmen.
Wotten Waven (Heiße Quellen)
Wotten Waven ist ein kleines Dorf im Roseau Valley und das bekannteste Zentrum für heiße Schwefelquellen auf Dominica. In und um Wotten Waven gibt es mehrere natürliche Schwefelquellen sowie einfache Thermalbecken, die von lokalen Familien betrieben werden. Viele Kreuzfahrer besuchen den Ort, um in dem warmen Wasser zu entspannen. Je nach Quelle sind die Temperaturen unterschiedlich. Teilweise steigt sogar Dampf über den Becken auf.
Die Anlagen sind meist einfach und liegen mitten im Grünen. Dem schwefelhaltigen Schlamm werden traditionell pflegende und hautreinigende Eigenschaften zugeschrieben. Aber Vorsicht: Das Schwefel- und Eisenwasser verfärbt helle Stoffe. Wer einen solchen Landausflug plant, sollte von zu Hause ältere oder dunkle Badesachen mitbringen. Der Eintritt wird je nach Spa-Anlage separat bezahlt und liegt meist zwischen 5 und 10 US-Dollar. Für einen Besuch der Schwefelquellen reichen meist 1 bis 1,5 Stunden aus.
Mero Beach
Der dunkelsandige Mero Beach ist der beliebteste und am besten ausgebaute Sandstrand auf Dominica. Er liegt an der Westküste Dominicas, knapp 20 km nördlich vom Hafen in Roseau. Der dunkle Sand kann in der Mittagssonne extrem heiß werden, weshalb Strandschuhe nützlich sind. Es gibt kaum Wellen oder gefährliche Strömungen, was den Strand ideal zum Schwimmen und für Familien mit Kindern macht.
Der Strand selbst verlangt keinen Eintritt und ist für jeden frei zugänglich. Sonnenliegen und Sonnenschirme können günstig gemietet werden. In den Strandbars gibt es lokale Spezialitäten und erfrischende Getränke. Öffentliche Toiletten und Umkleidekabinen sind ebenso vorhanden wie Außenduschen, um das Salz und den Vulkansand nach dem Baden abzuspülen. Trotzdem: Für einen längeren Strandaufenthalt würden wir den Mero Beach nicht unbedingt empfehlen. Auf vielen anderen Karibikinseln gibt es deutlich schönere Strände. Dominicas große Stärke ist die spektakuläre Natur. Als kurzer Badestopp im Rahmen eines Inselausflugs (ca. 1 bis 2 Stunden) eignet sich der Strand jedoch sehr gut.
Indian River
Der Indian River im Nordwesten Dominicas gehört zu den bekanntesten Naturerlebnissen der Insel. Mit kleinen Ruderbooten gleiten die Besucher lautlos durch dichte Mangrovenwälder. Die Guides bewegen die traditionellen Holzboote ausschließlich mit Stechpaddeln vorwärts. Über dem Wasser hängen Schlingpflanzen, Bromelien und die Äste hoher Tropenbäume. Die einheimischen Bootsführer erzählen unterwegs viel Wissenswertes über die Pflanzen- und Tierwelt des Flusses.
Auf halber Strecke passiert man die nachgebaute Holzhütte der Voodoo-Priesterin Tia Dalma aus dem zweiten Teil der Filmreihe „Fluch der Karibik“. Das Boot stoppt hier für Fotos. Ein weiteres Highlight ist die Indian River Bush Bar. Hier hat man rund 30 Minuten Aufenthalt. Man kann den leckeren Dynamite Rum Punch kosten, sich den Kräutergarten ansehen oder Vögel und Riesenkrabben beobachten.
Der Indian River eignet sich besonders für Kreuzfahrer, die Dominicas Natur entspannt und ohne größere körperliche Anstrengung erleben möchten. Für die Bootsfahrt einschließlich An- und Abreise sollte man je nach Anbieter etwa 3 bis 4 Stunden einplanen. Mückenschutz und eine Kopfbedeckung sind empfehlenswert.
Kalinago Barana Aute
Die Kalinago sind die indigene Bevölkerung Dominicas und die letzten Nachfahren der Kariben in der östlichen Karibik. Das Kulturzentrum Kalinago Barana Aute an der rauen Ostküste der Insel vermittelt einen Einblick in ihre Geschichte, Traditionen und Lebensweise. Wer neben Natur auch die Kultur Dominicas kennenlernen möchte, ist hier richtig. Von Roseau aus benötigt man über die kurvenreichen Straßen und Pont Cassé etwa 1 Stunde und 15 Minuten. Der Eintritt kostet 10 US-Dollar.
Lokale Guides führen die Besucher über einen Klippenpfad durch das rekonstruierte Dorf. Man sieht traditionelle Häuser, die Karbet genannt werden. Sie sind aus natürlichen Materialien gefertigt. Handwerker zeigen Korbflechterei, Holzschnitzerei und die Herstellung traditioneller Kleidung. Man kann an Vorführungen teilnehmen und traditionelle Speisen probieren. Wer möchte, kann ein handgefertigtes Mitbringsel direkt bei den Familien kaufen. Für das Museum im Besucherzentrum, den geführten Rundgang und das Stöbern an den Handwerksständen sollte man 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Das Kalinago Barana Aute gehört zu den wenigen Landausflugszielen auf Dominica, bei denen nicht Wasserfälle und Regenwald, sondern die Menschen und ihre Kultur im Mittelpunkt stehen.
Champagne Reef
Der steinige Champagne Beach bietet dunklen Vulkansand und klares Wasser. Aber niemand würde hierherkommen, wenn nicht vor der Küste das Champagne-Riff wäre. Das verdankt seinen Namen den vielen blasenbildenden, geothermalen Quellen am Meeresgrund. Diese Quellen setzen vulkanische Gase frei und erzeugen so einen sprudelnden Effekt, der an Champagner erinnert. Für Taucher und Schnorchler ist das Riff besonders interessant. Neben den Gasperlen sieht man farbenfrohe Schwämme, Papageienfische, Tintenfische und mit etwas Glück auch Seepferdchen oder Meeresschildkröten. Die Bucht liegt auf der Westseite der Insel und ist daher sehr gut vor starker Brandung und Strömung geschützt.
Der Zugang zum Strand kostet eine kleine Marine-Park-Gebühr von ca. 2 US-Dollar pro Person. Am Eingang gibt es Toiletten, Umkleidekabinen und Duschen. Schnorchel- und Tauchausrüstung kann direkt vor Ort ausgeliehen werden. Da kein klassischer Badestrand vorhanden ist, steht hier das Schnorcheln im Mittelpunkt. Badeschuhe sind aufgrund des steinigen Untergrunds sehr empfehlenswert. Für Schnorcheln und Umziehen würden wir etwa 1 bis 2 Stunden einplanen.
Whale Watching
Dominica gilt als die „Whale Watching Hauptstadt der Karibik“. Die tiefen Gewässer vor der Insel gehören zu den wenigen Orten weltweit, an denen Pottwale ganzjährig vorkommen. Die beste Zeit liegt zwischen November und März/April. In diesen Monaten kommen zusätzliche Buckelwale zum Kalben in die Region. Natürlich ist es auch vor Dominica immer etwas Glückssache, ob man Wale zu Gesicht bekommt. Die Sichtungsquoten gelten jedoch als sehr hoch. Wir haben zwei Gruppen mit insgesamt circa 10 bis 15 Pottwalen gesehen. Allerdings sieht man meistens nur den Rücken der Wale. Delfine gibt es fast immer in großer Zahl.
Eine klassische Tour dauert ca. 3 bis 3,5 Stunden. Mit Unterwassermikrofonen versuchen die Guides, die Klicklaute der Pottwale zu orten, die man bis zu 7 km weit hören kann. Beim Whale Watching gelten auf Dominica strenge Regeln zum Schutz der Wale. Die Boote halten einen gesetzlichen Mindestabstand ein und schalten in der Nähe der Tiere die Motoren ab. Die kleinen Boote schwanken natürlich mehr als ein Kreuzfahrtschiff. Wer darauf empfindlich reagiert, sollte vorab eine Tablette einnehmen.
Weitere Kreuzfahrthäfen in der Karibik
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, San Juan (Puerto Rico), St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Fazit: Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust
Dominica ist für uns vor allem ein Ziel für Naturfreunde. Bei einem ersten Besuch würden wir einige der bekannten Ziele im Roseau Valley miteinander verbinden. Die Trafalgar Falls und die Titou Gorge liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut kombinieren. Wer lieber Tiere beobachten möchte, findet mit Whale Watching eine interessante Alternative. Wir haben vor Dominica mehrere Pottwale und zahlreiche Delfine gesehen.
Für Landausflüge würden wir ein Taxi oder einen organisierten Landausflug wählen. Die Straßen sind schmal und kurvenreich und die Fahrten dauern häufig länger, als die Entfernungen vermuten lassen. Schon unterwegs gibt es viel zu sehen. Sogar vom Fenster eines Busses oder Taxis entdeckt man viele Pflanzen, die man aus einem deutschen Gartencenter kennt.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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