Dominica auf eigene Faust

Landausflüge in Dominica auf eigene Faust

Ein Überblick – Carnival Cruise Lines

Hier haben wir Anregungen für Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust zusammengestellt. Dominica gehört zu den Kleinen Antillen in der östlichen Karibik und liegt zwischen den französischen Inseln Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden. Mit der Dominikanischen Republik hat die von üppiger Vegetation bedeckte Naturinsel also nichts zu tun. Mit Karibik Kreuzfahrten umso mehr. Dominica ist ca. 46 Kilometer lang und etwa 25 Kilometer breit. Von den gut 70.000 Einwohnern leben ca. 16.000 in der kleinen Hauptstadt Roseau. Die Amtssprache ist Englisch. Im Alltag sprechen die Menschen aber überwiegend Antillen-Kreolisch, die auch Patois genannt wird.

Dominica ist ein gutes Beispiel für die Vielfalt der karibischen Inselwelt. Riesige Regenwälder bedecken diese ursprüngliche Karibikinsel, die einst aus heute längst erloschenen Vulkanen geformt wurde. Tiefe Süßwasserseen, heiße Schwefelquellen und imposante Wasserfälle geben der Insel streckenweise ein geradezu urgeschichtliches Antlitz. Kein Wunder, dass hier Teile der Erfolgsfilme „Pirates of the Caribbean“ mit Johnny Depp gedreht wurden. Der Morne Trois Pitons National Park umfasst 6.400 Hektar und gehört seit 1997 zum UNESCO Weltnaturerbe. Badetouristen finden im Süden den Champagne Beach, der seinen Namen von den heißen Quellen hat, die hier unter der Wasseroberfläche wie in einem Whirlpool blubbern. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Discover Dominica Authority.

Transport in Dominica auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe laufen die Hauptstadt Roseau an der Westküste von Dominica an. Hier gibt es mit dem Roseau Cruise Ship Berth und dem Woodbridge Bay Port zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Sehr kleine Kreuzfahrtschiffe und Segel-Kreuzfahrtschiffe können den Cabrits Cruise Ship Berth im Nordwesten der Insel nutzen.

Hafen und Stadt

Hafen und Stadt – Bild: Royal Caribbean

Der Roseau Cruise Ship Berth befindet sich im Zentrum der kleinen Hauptstadt. Ein Kreuzfahrtschiffe kann hier anlegen. Die Urlauber können bequem in die kleine Stadt laufen. Ein Terminal gibt es nicht. Am Ende des Piers gibt es ein kleines Museum und ein Büro der Touristeninformation. Taxifahrer warten in unmittelbarer Nähe auf Fahrgäste.

Der Woodbridge Bay Port liegt ca. 2 Kilometer weiter nördlich und ist ebenfalls für ein großes Kreuzfahrtschiff ausgelegt. Auf dem Bild rechts liegt hier (im Vordergrund) ein Kreuzfahrtschiff von Carnival Cruise Lines. Eigentlich ist dies ein kleiner Industriehafen, der auch von Kreuzfahrtschiffen genutzt wird. Nach dem Verlassen der Gangway befindet man sich in dem abgesperrten Hafenareal. Hier warten Busse auf die Urlauber, die an Bord einen organisierten Landausflug gebucht haben. In einer großen Halle gibt es zahlreiche Stände mit Souvenirs und allerlei Kunstgewerbe. Ein Stand der Touristeninformation steht für Fragen bereit. Taxen und private Ausflugsanbieter warten ca. 150 Meter weiter hinter dem Hafenausgang.

Zu Fuß

Die Ziele in der kleinen Hauptstadt Roseau wie den Markt, den Botanischen Garten (B auf der Karte) oder den Morne Bruce Hügel kann man zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind nicht besonders groß. Allerdings ist Weg zum Aussichtspunkt Morne Bruce teilweise steil. Bei den Reedereien kann man Rundfahrten mit einer Bimmelbahn buchen, die sich Hibiskus Trolley nennt.

Taxen

Taxen sind das wichtigste Verkehrsmittel für alle, die Dominica auf eigene Faust erkunden möchten. Zahlreichen Fahrer warten am Hafenausgang auf Kundschaft. Die meisten Taxen sind Kleinbusse. Die Nummernschilder beginnen mit einem „H“ oder „HA“. Die Fahrpreise sind günstig und sollten vorab vereinbart werden.

Es geht weniger um den Transport von A nach B als um mehrstündige Inselrundfahrten oder Strandtransfers. Pro Stunde muss man mit einem Preis von durchschnittlich ca. 20 US $ rechnen. Die Fahrer sind in der Regel gute Fremdenführer. Viele von ihnen haben als Statisten bei den Dreharbeiten der Fluch der Karibik Filme mitgewirkt und zeigen gerne die Drehorte.

Taxifahrer in Roseau

Taxifahrer in Roseau – Bild: Petra Tegeler

Mietwagen

Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Wer keine Angst vor dem Linksverkehr und den engen Bergstraßen hat, kann einen Wagen mieten. Es wird sehr viel gehupt um im Gebirge auf sich aufmerksam zu machen. Den örtlichen Führerschein bekommt für 12 US$ bei den Autovermietern. Dazu benötigt man einen nationalen Führerschein, der mindestens zwei Jahre alt ist. Es gilt ein Mindestalter von 22 Jahren und ein Höchstalter von 65 Jahren. Bei den Mietwagenfirmen gilt teilweise sogar ein Mindestalter von 25 Jahren. An den Tankstellen tankt man Gallonen. Eine Gallone entspricht 3,79 Liter.

Mit Avis und Budget gibt es zwei internationale Verleiher. Bekannte lokale Vermieter sind zum Beispiel Island Car Rental (islandcar.dm) und Courtesy Car Rental (dominicacarrentals.com).

Landausflüge auf Dominica buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich auf einer karibischen Insel auf eigene Faust zu bewegen. Insbesondere die Angst vor Kriminellen ist nicht ganz unbegründet, auch wenn man das Risiko durch die allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen stark begrenzen kann. Bequemer und sicherer erscheinen geführte Landausflüge oder Inseltouren. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten deutschen Reederei TUI Cruises bei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Tourguides kann man bequem und sicher bei Viator vergleichen und buchen.

Erinnerung an einen Hurrikan

Erinnerung an einen Hurrikan – Bild: Petra Tegeler

Highlights für Landausflüge auf Dominica

Dominica ist eine sehr ursprüngliche Insel, die mit dem Slogan „The Nature Island“ wirbt. Und das zu Recht. Uns erinnert das Terrain etwas an Madeira. Überall geht es steil bergauf und bergab. Ebenen gibt es so gut wie gar nicht. Christoph Kolumbus (er ging hier nicht an Land) entdeckte die Insel an einem Sonntag. Deshalb der Name Dominica. Die Europäer hatten großen Respekt von den kriegerischen Kariben, die sich in den Bergen sehr gut verteidigen konnten und bei den Europäern auch noch im Ruf standen, Kannibalen zu sein. Deshalb wurde Dominica erst sehr spät Kolonie. Vielleicht auch, weil sich die Bergwelt nicht so gut für Zuckerrohrfelder eignete. Noch heute gibt es auf Dominica Kariben, die in einem Reservat im Osten der Insel leben.

Roseau

Die kleine Hauptstadt Roseau (ca. 16.000 Einwohner) liegt im Südosten von Dominica bei der Mündung des gleichnamigen Flusses. Es gibt einige schöne Gebäude, aber insgesamt wirkt die kleine Stadt ärmlich. Die Insel wurde in den letzten Jahrzehnten häufiger von Hurrikans getroffen, die ihre Spuren hinterlassen haben.

Die katholische Kirche (Roseau ist Bischofssitz), Fort Young und der Botanischen Garten sind die Sehenswürdigkeiten dieser einst wohlhabenden Stadt, die zugleich Zentrum des Sklavenhandels war. Der einstige Sklavenmarkt Old Market (Craft Market auf der Karte) hinter dem Dominica Museum in unmittelbarer Nähe des Roseau Cruise Ship Berth, ist heute ein Umschlagplatz für Kunsthandwerk und Souvenirs. Auf dem Farmers Market (Market auf der Karte) an der Mündung des Roseau Rivers, wird täglich außer Sonntags mit Früchten, Gemüse, Fleisch und Gewürzen gehandelt. Am Standrand befindet sich ein schöner Botanischer Garten. Hier haben die Kolonialherren ausprobiert, was man auf der Insel anbauen kann. Das Ergebnis: Hier wächst alles! Vom Morne Bruce Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick über Roseau und das Kreuzfahrtschiff. Das Bild von der Explorer of the Seas (s. oben) wurde dort aufgenommen.

Grüne Hölle auf dem Weg zu den Trafalgar Falls

Grüne Hölle auf dem Weg zu den Trafalgar Falls – Bild: Petra Tegeler

Morne Trois Pitons Nationalpark

Der Morne Trois Pitons Nationalpark mit seinem dichten Regenwald, steilen Bergen, Wasserfällen und vulkanische Felsformationen, beginnt nur wenige Kilometer von Roseau entfernt und ist Weltnaturerbe der UNESCO. Das Gebiet um den knapp 1.400 Meter hohen Vulkan Morne Trois Pitons ist heute Ziel vieler Landausflüge auf Dominica. Hier eine kurze Übersicht der Natursehenswürdigkeiten, die man auch im Rahmen einer drei- bis vierstündigen Taxi-Tour erleben kann:

Boiling Lake

Der Boiling Lake gilt als die zweitgrößte Thermalquelle der Welt. Der See ist ca. 60 Meter breit und genauso tief. Am Ufer hat das Wasser eine Temperatur von ca. 90 Grad. In der Mitte des Sees brodelt und siedet das Wasser sogar. Der See ist Ziel ca. dreistündiger Wanderungen, die bei dem Dorf Laudat beginnen.

Middleham Falls

Hier muss man ebenfalls die Wanderschuhe schnüren. Mit festen Schuhen (!) erreicht man den Wasserfall nach gut einer Stunde. Der Middleham Wasserfall ist mit einer Fallhöhe von über 60 Metern der höchste Wasserfall auf Dominica. Am Boden hat sich einer kleiner See (Pool) gebildet, in dem man auch baden kann. Meistens beginnt die Wanderung beim Besucherzentrum des Nationalparks in Laudat.

Ti Tou Gorge

Ti Tou Gorge ist eine enge Schlucht, durch die man schwimmend einen kleinen Wasserfall erreicht. Leider ist das Wasser ziemlich kalt. Die Schlucht ist einer der Drehorte von Fluch der Karibik mit Johnny Depp.

Emerald Pool

Der Emerald Pool ist ein kleiner See, der durch einen Wasserfall ausgewaschen wurde. Wer möchte, kann in dem natürlich Becken baden. Erreichbar ist der Emerald Pool durch einen gut ausgebauten Dschungelpfad.

Emerald Pool

Emerald Pool – Bild: Discover Dominica Authority

Trafalgar Falls

Die Trafalgar Falls gehören zu den meistbesuchten Zielen auf Dominica. Es handelt sich um zwei Wasserfälle, die Vater und Mutter genannt werden. Vom Besucherzentrum erreicht man die Wasserfälle nach einem kurzen Spaziergang. Die beiden Wasserfälle sind ein imponierender Anblick, besonders, weil man sie von einer hölzernen Besucherplattform beide gleichzeitig sehen kann. Auch hier kann in dem Pool, die den Fälle ausgewaschen haben, baden. Leider sind die bemoosten Felsen etwas rutschig. Die Trafalgar Falls dienen auch der Stromversorgung.

Carib Territory

An der Atlantikküste Dominicas befindet sich das Carib Territory südlich des Flughafens Melville Hall. Es ist das größte geschlossene Siedlungsgebiet der Kariben, der Ureinwohner der Kleinen Antillen. Auf Dominica nennen sich die Kariben Kalinago (kalinagoterritory.com). Man erfährt viel über das Leben und die Kultur dieser Ureinwohner der Karibik. Wenn man Glück hat, kann man dabei sein, wenn der Stamm einen Gummibaum in einen Einbaum verwandelt.

Flüsse

Dominica hat angeblich mehr als 300 Flüsse. Bei Kreuzfahrern beliebt sind Bootsfahrten auf dem Indian River und River Tubing auf dem Layou River Gorge. Auf dem Indian River geht die Fahrt durch dichte Mangrovenwälder und Kanäle. Schlingpflanzen und Bromelien hängen von den Ästen und Bäumen herunter. Der Layou River ist der längste Fluss Dominicas. Bei im River Tubing lassen sich die Urlauber in speziellen Schlauchreifen den Fluss hinunter treiben.

Infrastruktur am Bubble Beach

Infrastruktur am Bubble Beach – Bild: Discover Dominica Authority

Die Strände

Dominica ist kein Ziel für Strandliebhaber. Der größte Teil der Küste ist felsig und steil. Die wenigen Strände sind meistens schwarz oder braun. Nichts desto trotz, gibt es auf der Insel einige wenige Strände, die einen Besuch lohnen.

Der bekannteste Strand der Insel, der Bubble Beach bei Soufriere im Süden. Auf den ersten Blick ist der Strand voller Steine und alles andere als attraktiv. Die aufsteigende Bläschen sorgen jedoch für ein besonderes Bade- und Schnorchelerlebnis. Es gibt eine Beachbar und einer Möglichkeit zum umziehen.

Der Mero Beach befindet sich gut 19 Kilometer nördlich von Roseau und wohl die beste Wahl für Landausflügler, die ein paar Stunden am Strand verbringen möchten. Der Sand ist etwas dunkler, als man das von anderen Karibikinseln kennt. Das tut dem Strandvergnügen jedoch keinen Abbruch. Man kann Liegen und Schirme mieten und bei den Bars erfrischende Getränke oder etwas zu essen kaufen. Es gibt Sonnenschirme, Liegen und sogar kostenloses Wifi.

Der Batibou Beach liegt ganz im Norden der Insel und ist bereits 60 Kilometer von Roseau entfernt. Für Landausflügler eigentlich viel zu weit. Der Strand ist dafür ein Bilderbuchstrand mit Kokospalmen. Essen und Trinken gibt es an einer kleinen Bar.

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