Phu My auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Phu My auf eigene Faust zusammengestellt. Der Hafen befindet sich im Süden Vietnams unweit von Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Metropole am Saigon-Fluss ist mit gut 8 Millionen Einwohnern die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Vietnams. Die älteren Kreuzfahrer werden sich sicher noch daran erinnern, dass Ho-Chi-Minh-Stadt früher Saigon hieß und die Hauptstadt von Süd-Vietnam war. Aber der Vietnamkrieg ist glücklicherweise lange vorbei. Heute wird die Stadt gerne einfach HCMC (Ho-Chi-Minh-City) abgekürzt. Und auch der alte Name Saigon wird noch oft benutzt. Viele Kreuzfahrtschiffe kommen im Rahmen von Südostasien Kreuzfahrten hierher, können HCMC aber leider nicht direkt anlaufen. Stattdessen dienen die Häfen von Ph My als Liegeplatz.

Landausflüge in Phu My auf eigene Faust
Statue von Ho Chi Minh vor dem historischen Rathaus – Bild: Tegeler

Die meisten Spuren im Stadtbild von Saigon haben die französischen Kolonialherren hinterlassen. Viele Bauten erinnern noch an die Kolonialzeit, in der HCMC eher einer südfranzösischen Provinzstadt als einer asiatischen Metropole ähnelte. Das jedenfalls fand Somerset Maugham, der Ho-Chi-Minh-Stadt in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts besuchte. Noch heute erinnern das Gitternetz der Straßen und viele Gebäude aus der Kolonialzeit an die Franzosen. Die französischen Straßennamen sind aber heute natürlich verschwunden. Landausflügler besuchen neben der Stadt auch das nahe Mekongdelta oder die Hafen- und Urlaubsstadt Vung Tau mit ihren Stränden. Die Landeswährung in Vietnam ist der Dong. Ein Euro entspricht derzeit 25.588 VND. In Geschäften kann man häufig mit Kreditkarten zahlen. US Dollars werden gelegentlich auch noch akzeptiert. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Vietnam Tourism (Stand: Februar 2020).

Der Kreuzfahrthafen von Phu My

Leider können Kreuzfahrtschiffe, von wenigen sehr kleinen Schiffen einmal abgesehen, nicht den breiten Soai Rap Fluss hinauf nach Ho-Chi-Minh-Stadt fahren. Dieser wird zwar ausgebaggert, ist aber trotzdem nur für kleine Kreuzfahrtschiffe befahrbar. Besonders günstig ist hier der Na Rhong Port im Stadtzentrum von Saigon beim Ho-Chi-Minh Museum.

Die größeren und großen Kreuzfahrtschiffe fahren westlich von Vung Tau in den Thi Vai Fluss hinein und machen wenige Kilometer landeinwärts im großen Industriehafen von Phu My fest. Dieser besteht eigentlich aus mehreren Hafenteilen, die sich über Kilometer hinweg am Flussufer erstrecken. Direkt an der Mündung des Thi Vai Flusses befindet sich seit 2006 das moderne SP-SSA International Terminal (SSIT). Indem modernen Containerhafen machen auch viele große Kreuzfahrtschiffe fest. Andere fahren noch ein gutes Stück Flussaufwärts und legen zum Beispiel am Tan Cang – Cai Mep International Terminal (tcit.com.vn) an. Egal wo genau das Kreuzfahrtschiff in Phu My Port anlegt, es gibt keine touristische Infrastruktur. Abgesehen von den Parkplätzen für Landausflugsbusse natürlich. Lokale Veranstalter können ihre Kunden am Pier abholen.

Kreuzfahrtschiffe in Phu My am SP-SSA International Terminal (SSIT)
Kreuzfahrtschiffe am SSIT – Bild: SP-SSA International Terminal (SSIT)

Mobil in Phu My auf eigene Faust

Aufgrund der abgelegenen Lage des Hafens sind Landausflüge in Phu My auf eigene Faust schwierig. Das liegt insbesondere an den relativ großen Entfernungen zu den Landausflugszielen in der Region HCMC. Hier einige Beispiele:

  • Histotischer Stadtbezirk 1 von HCMC: 60 Kilometer
  • My Tho (Tor zum Mekongdelta): 120 Kilometer.
  • Vung Tau (Hafenstadt und Urlaubszentrum): 40 Kilometer
  • Tunnel von Cu Chi: 100 Kilometer

Die Fahrt ins Stadtzentrum kann durchaus 90 Minuten oder noch länger dauern. Trotz moderner Straßen ist der Verkehr in Stoßzeiten sehr dicht. Hier muss man also etwas Geduld mitbringen. Allerdings hat man vom Bus aus einen guten Blick auf die vietnamesische Landschaft.

Zu Fuß

Die meisten Sehenswürdigkeiten der Metropole HCMC befinden sich im Stadtbezirk 1. Hier kann man sich gut auf eigene Faust zu Fuß fortbewegen und benötigt kein Transportmittel. Leider werden die Bürgersteige gerne von den zahllosen Motorrollern zugeparkt.

Die wichtigste Straße ist die Dong-Khoi-Straße, an der viele Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit liegen. Die geschäftige Einkaufsstraße führt vom Fluss bis zur Kathedrale Notre-Dame. Auch die parallel verlaufende Nguyen Hue Straße ist für Landausflügler interessant. Sie wird u.a. vom historischen Rathaus und dem Hotel Rex begrenzt. Hier ist auch am Abend viel los.

Shuttlebusse

Der Hafen bietet oft kostenlose Shuttlebusse zum Hafenausgang und zu benachbarten Stadt Ba Ria an. Ob das der Fall erst, kann man wohl erst vor Ort in Erfahrung bringen.

Motorroller in Ho-Chi-Minh-Stadt
Motorroller in Ho-Chi-Minh-Stadt – Bild: Tegeler

Taxen

Am Hafenausgang warten Taxifahrer auf die Landausflügler. Diese sprechen meistens kein Englisch, was die Kommunikation natürlich sehr erschwert. Für ein Taxi mit bis zu vier Fahrgästen zahlt man nach Taxameter ca. 14.000 VND pro Kilometer. Bei einem größeren Taxi erhöht sich der Preis auf 17.000 VND. Hinzu kommen Mautgebühren und – wenn man mit diesem Taxi auch wieder zurückfahren möchte – auch Gebühren für Wartezeit und Parken. Uns wäre das nicht zuletzt aufgrund der Entfernungen zu riskant. Betrügerische Taxifahrer sind eher die Regel als die Ausnahme.

Allgemein gibt es in in Vietnam zwei bekannte und renommierte Taxizentralen. Es handelt sich um Vinasun Taxi (vinasuntaxi.com) und die Mai Linh Corporation (mailinh.vn). Aber auch hier sind die Bewertungen nicht einheitlich gut. Zudem werden die Taxen und Markennamen dieser Anbieter häufig sehr gut kopiert. Taxifahren ist in Vietnam mit vielen Risiken verbunden. Eine Alternative könnte die Grab App (grab.com) sein. Das ist eine asiatische Alternative zu Uber.

Transfers

Die Reedereien bieten in der Regel einen Transfer nach HCMC an. Bei AIDA Cruises wurden die Landausflügler mit einem Stadtplan am Bitexco Financial Tower abgesetzt und hatten vier Stunden Freizeit. Ein ähnliches Angebot gibt es bei Meine Landausflüge* (s. ganz unten am Ende dieser Seite).

Landausflüge in Phu My buchen

Wer keine Lust hat, sich im Urlaub mit lokalen Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Viele lokale Veranstalter bieten ihre Aktivitäten bei Viator* an. Die Tiefpreisgarantie, eine 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahlreiche Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl und geben Sicherheit bei der Buchung. Weitere Angebote mit Hafenabholung gibt es bei Meine Landausflüge* ganz unten am Ende dieser Seite.

Die Highlights für Landausflüge in Phu My

Das ehemalige Saigon ist eine quirlige und laute Boomtown. In kolonial-französischen Distrikt 1 geht es etwas ruhiger zu. Hier kann man auch schön bummeln und sich viele Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erreichen.

Beliebte Landausflugsziele im Umland sind das Mekongdelta, das als Reiskammer des Landes gilt. Hier sind viele Dörfer nur mit Booten zu erreichen. Als Relikt des Vietnamkrieges sind die Cu Chi Tunnels nördlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Hafenstadt Vung Tau ist mit ihren schönen Stränden ein beliebter Urlaubsort. Insbesondere Vietnamesen machen hier Urlaub, viele davon aus der 40 Kilometer entfernten Millionenstadt Saigon.

Ho-Chi-Minh-Stadt und Phu My auf eigene Faust
Rex-Hotel und Rathaus an der Nguyen Hue Straße am Abend – Bild: Tegeler

Ho-Chi-Minh-Stadt

Das ehemalige Saigon ist die größte Stadt Vietnams und wohl das beliebteste Ziel für Landausflüge in Phu My. Wenn man vom Hafen in Richtung Stadtzentrum fährt, hat man eher das Gefühl durch eine dicht besiedelt Provinz zu fahren. Außerhalb des Stadtkerns hat HCMC kein zusammenhängendes Stadtgebiet. Im Zentrum angekommen, staunt man zuerst über die Zahl der Motorroller, die jedes Vorstellungsvermögen sprengt. Die Bordsteinkanten der Bürgersteige sind abgeschrägt, so dass die Roller auch schön bequem auf den Bürgersteig fahren können. Derzeit wird in HCMC eine Metro gebaut, die ab 2021 vermutlich etwas Entlastung bringen wird.

Die meisten Landausflügler konzentrieren sich auf das historische Saigon im so genannten Distrikt 1. Vom Ufer des Saigon-Flusses führt die Flaniermeile Dong Khoi bis zur Kathedrale Notre-Dame. Zur Zeit der französischen Kolonialherren hieß diese Straße Rue Catinat und war das Zentrum des kolonialen Saigon. Zahlreiche repräsentative Bauten wie das Stadttheater, die Oper, das Hotel Continental oder das Hauptpostamt erinnern liegen an dieser Straße. Das Postamt wurde übrigens von Gustav Eiffel entworfen und dient noch noch seinem ursprünglichen Zweck. Es lohnt sich hinein zu gehen. Bei den alten Deckenventilatoren, Karten und Kronleuchtern fühlt man sich in die Kolonialzeit zurückversetzt. Heute wird die moderne Dong Khoi von Boutiquen, Souvenirläden, Straßencafés und Restaurants gesäumt. Auch in der Parallelstraße Nguyen Hue gibt es zahlreiche Kolonialbauten. Diese Straße steuert direkt auf das Rathaus zu, in dem heute das People’s Committee of Ho Chi Minh City untergebracht ist. Ein herrliches Gebäude im französischen Kolonialstil, das im Jahre 1908 eingeweiht wurde.

Die ehemalige französische Markthalle Les Halles Centrales aus dem Jahre 1914 dient auch heute noch ihrem damaligen Zweck. Sie wird heute Ben Thanh Markthalle genannt und ist mittlerweile sehr touristisch. Hier gibt es Lebensmittel, Kleidung, Souvenirs und vieles mehr. Die Markthalle ist 600 Meter vom Rathaus entfernt. Auch das ist zu Fuß kein Problem.

Am Saigon-Fluss in Ho-Chi-Minh-Stadt
Die Elisa ist ein schwimmendes Restaurant auf dem Saigon-Fluss – Bild: Tegeler

Nach dem kolonialen Saigon könnten man einen Abstecher in das moderne Ho-Chi-Minh-Stadt unternehmen. Der riesige Bitexco Financial Tower ist nicht zu übersehen. Eine beliebtes Ziel für Landausflügler ist die Aussichtsetage Saigon Skydeck in der 49 Etage. In den drei Stockwerken darüber gibt es Gastronomie. Der Eintritt ist mit 200.000 VND recht günstig.

Die vietnamesische Küche ist berühmt und weltbekannt. Das es eine ebenso großartige Kaffeekultur gibt, wussten wir vorher nicht. Ein schöner Ort für einen vietnamesischen Kaffee ist Rooftop Garden Bar des Rex Hotels. Man kann aber natürlich auch jedes Kaffeehaus nehmen, die es zum Beispiel an der Dong Khoi zahlreich gibt.

Wie alle Metropolen Südostasiens hat auch Ho-Chi-Minh-Stadt eine Chinatown. Diese hat ihre Wurzeln bereits im 17. Jahrhundert und befindet sich in dem Viertel Cholon südöstlich des Zentrums. Für Landausflügler, die Ho-Chi-Minh-Stadt auf eigene Faust zu Fuß erkunden, ist dieses Viertel bereits außerhalb der Reichweite. Im Rahmen einer Stadtrundfahrt kommt man aber mit einiger Sicherheit auch hier vorbei. Cholon bedeutet soviel wie „Großer Markt“. Der Binh Tay Markt ist einer der Sehenswürdigkeiten in diesem Viertel. Im Gegensatz zur Ben Thanh Markthalle im kolonialen Zentrum kaufen hier überwiegend Vietnamesen ein. Ein weitere Highlight in dieser chinesischen Enklave in Vietnam ist die Thien Hau Pagode.

Vietnamesische Küche
Vietnamesische Küche – Bild: Tegeler

Cu Chi Tunnel

Natürlich ist der Vietnamkrieg im Land noch gegenwärtig. Das Tunnelsystem von Cu Chi (diadaocuchi.com.vn) befindet sich circa hundert Kilometer von den Häfen in Phu My Port entfernt. Hier kann man nachvollziehen, wie es den Partisanen des Vietkong gelang, sich gegen die Übermacht aus den USA durchzusetzen. Die Tunnel dienten als Unterschlupf und bildeten die Basis vieler Attacken gegen die Kolonialherren und später gegen die US Streitkräfte.

Mekongdelta

Der Mekong, einer der längsten Flüsse der Erde, mündet in einem Netz von Flussarmen in das Südchinesische Meer. Die Flussarme des Deltas sind durch Kanäle verbunden, so dass ein dichtes Netz von Wasserwegen entstanden. Das Gebiet ist sehr fruchtbar und ermöglicht drei Reisernten im Jahr. Im Rahmen von Landausflügen kann man das Mekongdelta mit dem Boot erkunden. Ein zuverlässiges Moskito-Spray ist hier hilfreich. Aber das hat man auf einer Asien Kreuzfahrt ohnehin im Gepäck. Das Highlight neben der Natur sind die schwimmenden Märkte.

Ein Flussarm des Mekongdeltas
Ein breiter Flussarm des Mekongdeltas – Bild: Tegeler

Vung Tau

Die Hafenstadt Vung Tau liegt ca. 40 Kilometer südlich der Häfen von Phu My. Während der Kolonialzeit hieß die Stadt Cap Saint-Jacques und war der wichtigsten Hafen der Region. Heute hat Vung Tau ca. 240.000 Einwohner und ist wegen der schönen Strände eine beliebte Sommerfrische für die Menschen aus dem nur ca. 120 Kilometer entfernten Saigon. Aber auch internationale Touristen tummeln sich an den Stränden. Das Wahrzeichen von Vung Tau ist die eine 28 Meter hohe Jesus-Statue, die hoch oben auf einem Berg steht.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

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