Cartagena de Indias auf eigene Faust

Hier haben wir Tipps für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust zusammengestellt. Die Großstadt (ca. 1 Millionen Einwohner) an der Karibikküste Kolumbiens gilt als die wohl schönste Kolonialstadt Südamerikas. Viele Kreuzfahrtschiffe machen im Rahmen von Karibik Kreuzfahrten in der südlichen Karibik hier fest. Cartagena de Indias wurde 1533 als eine der ersten spanischen Städte in Südamerika gegründet. Der Stadtgründer Pedro de Heredia gab seiner Gründung einfach den Namen seiner spanischen Heimatstadt. Der Zusatz „de Indias“ wurde als Unterscheidungsmerkmal beigefügt. Der Irrtum von Kolumbus lebt in diesen Begriffen bis heute fort. Cartagena die Indias war schnell einer der wichtigsten Häfen Spaniens in der neuen Welt. Spanische Schatzschiffe wurden hier mit Gold, Silber und Edelsteinen beladen. Wie wertvoll die Fracht war, zeigt der Fund der 1708 von englischen Angreifern versenkten San José. Man schätzt den heutigen Wert der Ladung auf mehrere Milliarden Euro. Wegen dieser Werte haben die Spanier bereits im 16. Jahrhundert begonnen, die Stadt immer weiter zu befestigen. Das Stadtzentrum mit den gewaltigen Forts ist Weltkulturerbe der UNESCO. Cartagena ist heute eine Touristenhochburg und gilt als die wohl bestbewachte und sicherste Stadt des Landes.

Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust

Costa Deliziosa im Hafen – Bild: Puerto de Cartagena

Transport in Cartagena de Indias auf eigene Faust

Der Hafen für Kreuzfahrtschiffe liegt auf der Insel Manga inmitten eines großen Industriehafens. Es gibt zwei Piere, so dass mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig abgefertigt werden können. Ein markierter Weg führt zum wenige hundert Meter entfernten Kreuzfahrtterminal. Für Landausflügler, deren Schiff am linken und damit etwas weiter entfernten Pier liegt, gibt es sogar einen kostenlosen Shuttlebus.

Das Kreuzfahrtterminal ist etwas besonderes, da es aus einem klimatisierten Gebäude und einem großen Garten besteht. Zuerst kommt in den schönen Garten mit hohen Bäumen, Wasserfällen und Teichen. In dem Garten findet man etwas Gastronomie und eine gute Internetverbindung. Sogar Flamingos gehen hier spazieren. Dann gelangt man ist das klimatisierte Terminalgebäude, in dem es eine Post und viele Geschäfte gibt. Verlässt man das Gebäude trifft man auf den Nachbau eines Smaragdmine. Kolumbien ist bekannt für seine schönen Smaragde. Die Touristeninformation ist ein kleinen Kiosken bereits auf der Pier vertreten. Im Terminalgebäude gibt es ein Büro.

Blick auf die Liegeplätze

Blick auf die Liegeplätze – Bild: Puerto de Cartagena

Zu Fuß

Die Altstadt ist für Fußgänger ca. 3,5 Kilometer entfernt. Man sieht manchmal Mitarbeiter der Crew zu Fuß in die Stadt gehen. Wir würden das nicht empfehlen. Es gibt unterwegs nichts zu sehen und es ist oft heiß.

Taxen

Vor dem Kreuzfahrtterminal warten zahlreiche Taxifahrer auf Kundschaft. Die Fahrer mit den hellblauen Hemden sind vom Hafen lizenziert. Die mit roten Hemden sind unabhängige Taxifahrer und die Männer und Frauen mit weißen Hemden sind lizenzierte Stadtführer. Die Preise werden auf Schildern veröffentlicht. Die einfache Fahrt zur Altstadt dürfte ca. 20 US$ pro Taxi kosten. Für 25 US$ pro Stunde kann man ein Taxi auch stundenweise mieten. Ein Van kostet für vier Stunden 120 US $. Trotz der veröffentlichen Fahrpreise sollte man die Preisfrage immer vor der Abfahrt klären. Man kann sich mit anderen Landausflüglern, die Cartagena auf eigene Faust erkunden möchten, auch ein Taxi teilen.

Eine Fahrt zur Altstadt dauert maximal 15 Minuten. Die Taxen halten auf dem Platz Paseo Camellon de los Martires beim Teatro Colon und dem Parque Centenario (Nr. 3 auf der Karte unten). Man kann die Altstadt dann durch die drei Zugänge in der Stadtmauer unter dem Monumento Torre del Reloj (Uhrenturm) betreten. Auf dem großen Platz findet man später auch ein Taxi für die Fahrt zurück. Hier gibt es auch einen Kiosk der Touristeninformation. Wer noch keine Karte der Altstadt hat oder eine Information benötigt, hat hier noch eine Gelegenheit.

Ein Überblick

Ein Überblick – Royal Caribbean

Stadtrundfahrten

In Cartagena gibt es einen der oben offenen roten Hop-on/Hop-off Busse der Firma City Sightseeing. Eine Runde dauert 90 Minuten und beinhaltet 12 Haltestellen. Die Karten oben zeigt die Route. Wie üblich kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Der Eintritt ins Goldmuseum ist inklusive. Tickets kann man vorab z.B. bei Viator (Link s. unten) reservieren.

Leider beginnt die Stadtrundfahrt nicht am Kreuzfahrtterminal. Man kann mit einem Taxi oder dem Katamaran in die Stadt fahren und am Uhrenturm Torre del Reloj (Haltestelle 3) einsteigen. In der Altstadt, die die Hauptsehenswürdigkeit dieses Hafens ist, kann der Bus natürlich nicht fahren.

Katamaran

Es gibt einen großen Katamaran, der bei den Liegeplätzen der Kreuzfahrtschiffe liegt und von dort Fahrten zu Muelle de la Bodeguita nahe der Altstadt (Nr. 1 auf der Karte oben) anbietet. Der Fahrpreis lag 2017 bei 30 US$. Nicht ganz billig, aber eine sehr bequeme und schöne Möglichkeit ohne Taxi ins Zentrum zu gelangen.

Fahrradausflug

Fahrradausflug – Bild: Puerto de Cartagena

Landausflüge in Cartagena de Indias buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich in einer kolumbianischen Großstadt auf eigene Faust zu bewegen. Auch wenn sich die Sicherheitslage im Land und besonders in Cartagena in den letzten Jahren spürbar verbessert hat. Dazu kommen Sprachbarrieren. Bequemer und sicherer erscheinen organisierte Landausflüge. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten deutschen Reederei TUI Cruises für Cartagena de Indias bei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Veranstalter kann man vorab bequem und sicher über die Buchungsplattform Viator vergleichen und buchen. Angebote von GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Tipps für Landausflüge in Cartagena de Indias

Ein Bummel durch die berühmte Altstadt ist das Highlight in Cartagena de Indias schlechthin. Hierfür sollte man mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Man sich aber auch problemlos länger in der farbenfrohen Altstadt aufhalten. Es gibt soviel zu sehen und zu besichtigen. Wer dann noch Zeit und Lust hat, kann das Castillo de San Felipe de Barajas und das Convento de la Popa in Angriff nehmen.

Blick auf die Altstadt

Blick auf die Altstadt – Bild: Puerto de Cartagena

Die Altstadt

Die Sehenswürdigkeit der Stadt ist die von mächtigen Mauern und Festungen geschützte Altstadt. Viele wurde hier in de letzten Jahren restauriert und instand gesetzt. Man bummelt durch die engen Gassen mit unzähligen Bars, Restaurants und Geschäften. Jemand sagte: „Wie in Havanna bloß renoviert“. An der zentralen Plaza de Bolivar liegen die Kathedrale, das Goldmuseum Museo del Oro und der Inquisitionspalast. Die Polizei ist sichtbar, was für ein gutes Gefühl sorgt. Von des Festungsmauern hat man einen schönen Blick. Für uns war der Bummel durch die Altstadt ein Höhepunkt der Reise.

Castillo de San Felipe de Barajas

Vor den Toren der Altstadt befindet sich das mächtige Castillo de San Felipe de Barajas, die größte spanische Wehranlage außerhalb Europas. Wer mit dem Taxi in Richtung Altstadt fährt, kommt in der Nähe der Festung vorbei und kann diese nicht übersehen. Neben der Besichtigung lohnt für Landausflügler insbesondere der fantastische Ausblick.

Convento de la Popa

Auch das Convento de la Popa bietet eine tolle Aussicht über die Stadt. Es liegt ca. 3,5 Kilometer vom Hafen entfernt auf einer Höhe von 148 Metern auf dem Hausberg von Cartagena. Aus großer Entfernung gleicht das Bauwerk einer Burganlage, weshalb es wohl immer wieder von Piraten angegriffen wurde. Wer mit dem Taxi kommt, sollte den Fahrer bitten zu warten. Sonst muss man unter Umständen zurück laufen.

Cartagena auf eigene Faust

Los geht’s! Cartagena de Indias auf eigene Faust – Bild: Puerto de Cartagena

Strände in Cartagena

Cartagena den Indias liegt zwar am karibischen Meer, bietet aber nicht viel für Strandliebhaber. Bei der Hotelzone im Stadtteil Bocagrande gibt es einige mäßig schöne Strände. Die vielen Hochhäuser erinnern an Miami Beach. Der Strand leider nicht.

Einen richtig schönen Strandtag kann man auf den privaten Islas del Rosario verbringen, die ca. 40 Kilometer vor der Küste liegen und zugleich Nationalpark sind. Auch die Einheimischen fahren hierher, wenn Sie einen Tag am Wasser verbringen möchten. Einen Bootstransfer kann man über Viator bei lokalen Veranstaltern (Link s. oben) und häufig auch bei der Reederei an Bord buchen. Mit etwas Glück kann man sogar mehrere Inseln und Strände kennenlernen. Eine Alternative, die mit dem Taxi erreichbar ist, ist die Playa Blanca auf der Baru Insel.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter


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