Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust zusammengestellt. Das kolumbianische Cartagena gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas. Der Eroberer Pedro de Heredia benannte die Stadt 1533 nach seiner spanischen Heimatstadt Cartagena. Der Zusatz „de Indias“ wurde zur Unterscheidung hinzugefügt. Spanische Schatzschiffe wurden in Cartagena de Indias mit Gold, Silber und Edelsteinen beladen. Wie wertvoll die Fracht war, zeigt der Fund der 1708 versenkten Galeone San José. Man schätzt den heutigen Wert der Ladung auf mehrere Milliarden Euro. Deshalb haben die Spanier bereits im 16. Jahrhundert begonnen, die Stadt immer weiter zu befestigen. Es gibt eine mächtige Stadtmauer und eine gigantische Festung. Cartagena (Kolumbien) ist ein faszinierendes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Letzte Aktualisierung: August 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Cartagena de Indias auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Kreuzfahrthafen Cartagena auf der Insel Manga
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Altstadt ca. 5 km entfernt
🏖️ Nächster Strand: Playa de Bocagrande (ca. 6 km)
✨ Highlights in Cartagena de Indias: Altstadt, Torre del Reloj, Festung San Felipe de Barajas, Kloster La Popa
✨ Highlights im Umland: Rosario-Inseln, Mangroven, Halbinsel Barú
🗺️ Fortbewegung: Altstadt zu Fuß; sonst Taxis, Hop-on-Hop-off-Busse & Landausflüge
⏱️ Ideal für: Stadtbesichtigungen und Karibikflair
💶 Gut zu wissen: Landeswährung ist der Kolumbianische Peso; US-Dollar werden vielerorts akzeptiert
📶 Internet: WLAN im Terminal; an Land eSIMs (z. B. GigSky oder Simbye)
👉 Unsere Einschätzung: Cartagena de Indias kann man sehr gut auf eigene Faust erkunden. Bei einem ersten Besuch würden wir uns auf die Altstadt konzentrieren und diese eventuell mit dem Castillo San Felipe de Barajas und Getsemaní verbinden.
Kreuzfahrthafen Cartagena (Kolumbien)
Der Hafen für Kreuzfahrtschiffe in Cartagena (Kolumbien) befindet sich in einem Containerhafen auf der Insel Manga. Hier gibt es maximal fünf Liegeplätze.
Auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) machen hier fest. Ein markierter Fußweg führt von den Kreuzfahrtschiffen zum ca. 500 Meter entfernten Cartagena de Indias Cruise Terminal. Es gibt für das kurze Stück manchmal sogar einen kostenlosen Shuttlebus des Hafens. Landausflugsbusse warten direkt am Schiff.

Das Kreuzfahrtterminal liegt in einem großen Park mit Bäumen und vielen einheimischen Tierarten (Port Oasis Ecopark). Es gibt Flamingos, Tukane, Papageien, Affen und andere einheimische Vögel und Tiere. Zusätzlich findet man einen großen Duty-free-Shop und eine Geldwechselstube. Freundliches Personal spricht mehrere Sprachen. Ein beliebtes Souvenir ist kolumbianischer Kaffee.
Vor dem Port Oasis Eco Park befindet sich ein großer Platz. Er dient als Treffpunkt für Busse und Taxis. Zahllose Taxis bringen Besucher zu Festpreisen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Diese gute Organisation minimiert Wartezeiten.
Landausflüge in Cartagena de Indias buchen
Für den Tag in Cartagena de Indias werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Cartagena de Indias findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobilität in Cartagena de Indias auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cartagena (Kolumbien):
- Castillo de San Felipe de Barajas: 4,7 km
- Barrio Getsemaní: 5,6 km
- Torre del Reloj (Stadttor und Eingang zur Altstadt): 6 km
- Playa Castillo Grande (Bocagrande): 11 km
- La Boquilla: 13,1 km
- Playa Blanca Barú: 35,5 km
Zu Fuß durch die Altstadt
In den Gassen der historischen Altstadt kann man sich hervorragend zu Fuß bewegen. Dank der Stadtmauer und der überschaubaren Größe des historischen Zentrums ist die Orientierung relativ einfach.
Shuttlebusse
In der Regel gibt es kostenlose Shuttlebusse des Hafens, die die Landausflügler vom Schiff zum Cartagena de Indias Cruise Terminal fahren. Das sind je nach Liegeplatz ca. 500 bis 600 Meter.
Kostenpflichtige Shuttlebusse der Reedereien gibt es meistens nicht. Dafür ist die Entfernung zu groß. Die deutschen Reedereien bieten aber meistens einen Landausflug mit der Bezeichnung „Cartagena de Indias auf eigene Faust“ an. Diese Landausflüge beinhalten einen Transfer zur Altstadt mit Freizeit auf eigene Faust.
Hop-on-Hop-off-Bus in Cartagena
Auch in Cartagena de Indias gibt es Stadtrundfahrten mit den bekannten roten Doppeldeckerbussen der Firma City Sightseeing. Die Firma bietet in Cartagena eine Route mit einer Dauer von ca. 90 Minuten und insgesamt 12 Haltestellen an. Wie üblich kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Im Fahrpreis enthalten sind Stadtrundgänge in der Altstadt und im benachbarten Hipster-Viertel Getsemaní. Die Haltestelle Nr. 1 befindet sich am Rande der Altstadt vor dem Monumento Torre del Reloj.
Für Kreuzfahrer ist der Hop-on-Hop-off-Bus unserer Meinung nach nur bedingt empfehlenswert. Da die Busse nicht direkt am Kreuzfahrthafen starten und die historischen Gassen der Altstadt ohnehin zu Fuß erkundet werden müssen, bietet das Konzept in Cartagena weniger Vorteile als in vielen anderen Städten. Hinzu kommen die vergleichsweise langen Taktzeiten und der oft dichte Verkehr. Interessant ist das Angebot vor allem für Kreuzfahrer, die möglichst bequem eine Stadtrundfahrt machen und dabei überwiegend im Bus sitzen bleiben möchten.
Eine Alternative sind Stadtrundfahrten mit den knallbunten Chiva-Bussen*. Die offenen Busse bieten eine lebhafte Atmosphäre mit Musik, Tanzeinlagen und manchmal auch Snacks oder Getränken. Die Touren führen meist zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Cartagenas. Anders als bei den Hop-on-Hop-off-Bussen handelt es sich aber meist um geführte Rundfahrten mit festem Programm.
Taxis, Uber & Co
In der Ground Transportation Area des Cartagena de Indias Cruise Terminals warten zahlreiche lizenzierte Taxis auf Kundschaft. Es gibt PKWs und Minibusse, die am Hafen in der Regel weiß sind. In der Stadt sind die Taxis knallgelb. Richtpreise werden auf Schildern veröffentlicht, müssen aber vor dem Einsteigen noch bestätigt bzw. verhandelt werden. Viele Fahrer sprechen kaum Englisch. Mehrsprachige Mitarbeiter helfen bei der Kommunikation.
Der Standardpreis für eine Fahrt zur Altstadt liegt derzeit bei etwa 20 US-Dollar pro Taxi. Da sich bis zu vier Personen ein Fahrzeug teilen können, reduziert sich der Fahrpreis auf rund 5 US-Dollar pro Person. Der Verkehr ist oft chaotisch. Wenn man Pech hat, kann die Fahrt schon mal 30 bis 45 Minuten dauern. Wer mehrere Sehenswürdigkeiten ansteuern möchte, könnte auch einen Fahrer für mehrere Stunden oder den ganzen Tag buchen. Man zahlt ca. 30 US-Dollar pro Stunde. Außerhalb der Hafentore warten Taxifahrer ohne Lizenz für den Hafen, die natürlich etwas günstiger sind. Das Risiko muss jeder für sich entscheiden.
Uber ist verfügbar, bewegt sich aber seit Jahren in einer rechtlichen Grauzone. In Städten wie Cartagena wird die App zwar genutzt, viele Fahrer bitten die Fahrgäste aber, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen oder den Einstieg etwas abseits der Taxistände vorzunehmen. Viele Kreuzfahrer nutzen daher lieber die offiziellen Hafentaxis, die direkt vor dem Terminal bereitstehen.
Highlights für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust
Für Erstbesucher steht in Cartagena de Indias die historische Altstadt im Mittelpunkt. Sie lässt sich gut mit dem Barrio Getsemaní und dem Castillo San Felipe de Barajas verbinden. Wer mehr Zeit hat, kann zusätzlich das Kloster La Popa besuchen. Im Umland sind vor allem die Mangroven bei La Boquilla, die Halbinsel Barú und die Rosario-Inseln beliebte Ziele. Hier ein Überblick über die Highlights für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cartagena de Indias: 1. Convento de Santa Cruz de la Popa, 2. Castillo de San Felipe de Barajas, 3. Torre del Reloj (Eingang zur Altstadt), 4. Altstadt, 5. Barrio Getsemaní
Die Liegeplätze sind durch Piktogramme von Schiffen gekennzeichnet. Das „I“ steht für das Cartagena Cruise Terminal. Die beiden „Liegestühle mit Schirm“ markieren die Strände im Stadtviertel Bocagrande.
Orientierung für Kreuzfahrer
Cartagena de Indias lässt sich an einem Hafentag sehr gut erkunden. Für Erstbesucher steht die historische Altstadt im Mittelpunkt. Sie lässt sich gut mit dem Barrio Getsemaní und der Festung San Felipe de Barajas verbinden. Wer Cartagena bereits kennt, findet mit den Mangroven von La Boquilla, der Halbinsel Barú und den Rosario-Inseln interessante Ziele im Umland.
⭐ Für Erstbesucher: Wir würden zunächst zur Altstadt fahren. Dort kann man mehrere Stunden zu Fuß durch die Gassen und über Teile der Stadtmauer bummeln. Das benachbarte Barrio Getsemaní und die Festung Castillo San Felipe de Barajas lassen sich problemlos einbauen. Wer möchte, kann zusätzlich das Kloster La Popa besuchen.
🚶 Altstadt & Getsemaní: Wer den Tag etwas ruhiger angehen möchte, kann sich auf die Altstadt und Getsemaní beschränken. Beide Viertel liegen direkt nebeneinander und lassen sich sehr gut zu Fuß erkunden. Für die Fahrt vom und zum Kreuzfahrthafen nimmt man am besten ein Taxi.
🌿 Natur & Tiere: Eine Alternative zur Stadtbesichtigung sind die Mangroven bei La Boquilla. Dort fahren einheimische Fischer mit traditionellen Holzbooten durch die Mangroven. Auf Barú befindet sich außerdem der Aviario Nacional de Colombia mit zahlreichen einheimischen und exotischen Vogelarten.
🏝️ Strand & Inseln: Wer Cartagena bereits kennt oder lieber einen Strandtag verbringen möchte, kann zur Halbinsel Barú oder mit dem Boot zu den Rosario-Inseln fahren. Wegen der längeren Fahrzeiten würden wir solche Ziele nicht mit einer ausführlichen Besichtigung der Altstadt kombinieren.
Landausflüge in Cartagena
In Cartagena de Indias liegen viele Sehenswürdigkeiten relativ nah beieinander. Neben der historischen Altstadt sind vor allem das Barrio Getsemaní, das Castillo San Felipe de Barajas und das Kloster La Popa beliebte Ziele für einen Landausflug. Das moderne Stadtviertel Bocagrande ist für seine Hochhäuser, Hotels und Strände bekannt. Die Strände sind allerdings keine klassischen Karibikstrände mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. Zudem kann es hier sehr voll werden und zahlreiche Strandverkäufer belästigen die Urlauber. Unserer Meinung nach gibt es für Kreuzfahrer in Cartagena deshalb interessantere Ziele.
Altstadt von Cartagena
Die von gewaltigen Mauern umgebene Altstadt betritt man durch das Haupttor am markanten gelben Torre del Reloj. Für den weiteren Weg durch die Gassen kann man eine Karte nutzen oder sich einfach treiben lassen. Die wunderschön restaurierten Gebäude sind eine Augenweide. Wir haben gehört, wie jemand sagte: „Wie in Havanna, bloß renoviert“. Die Polizei ist sichtbar, was für ein gutes Gefühl sorgt.

Karte der Sehenswürdigkeiten in der Altstadt: 1. Monumento Torre del Reloj (Stadttor), 2. Bolivar-Platz, 3. Plaza Santo Domingo, 4. Hard Rock Café, 5. Plaza de la Aduana, 6. Santuario de San Pedro Claver, 7. Las Bóvedas (Kunsthandwerk), 8. Catedral de Santa Catalina de Alejandría
Durch die drei Stadttore im Torre del Reloj gelangt man in die Altstadt. Der markante gelbe Uhrenturm ist ein tolles Fotomotiv und eines der Wahrzeichen der Stadt. Direkt neben den Zugängen zur Altstadt verteilt die Touristeninformation Karten. Auf der anderen Seite des Torre del Reloj liegt die Plaza de los Coches – der ehemalige „Kutscherplatz“, auf dem früher auch Sklaven verkauft wurden. Im Portal de los Dulces (Arkaden mit vielen Läden) gibt es sehr leckere kolumbianische Süßigkeiten. Direkt um die Ecke befindet sich das lokale Hard Rock Café.
Weiter geht es zur Kathedrale, deren Türme man schon von weitem sieht. Die farbenfrohe Catedral de Santa Catalina de Alejandría kann gegen eine geringe Gebühr besichtigt werden. Sie liegt an der baumbestandenen Plaza de Bolívar, die sich gut für eine kurze Rast eignet. Rund um den Platz befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten: der Inquisitionspalast mit seinen Zellen und Folterwerkzeugen, das Portal de las Reinas sowie das Emerald Museum und das Museo del Oro Zenú mit präkolumbischen Goldarbeiten.
Von der Plaza de Bolívar sind es nur knapp 200 Meter bis zur Plaza de San Pedro Claver. Die gleichnamige Kirche mit Kloster wurde im 17. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet und nach dem Mönch Pedro Claver benannt, der sich intensiv um die aus Afrika ankommenden Sklaven kümmerte. Vor der Kirche trifft man oft auf Menschen, die in historischen Kostümen versklavte Menschen darstellen und sich als Fotomotiv anbieten. Direkt daneben liegt die attraktive Plaza de la Aduana mit dem Kolumbusdenkmal. Der große, offene Platz war einst das wirtschaftliche Zentrum der Stadt und wird heute von historischen Gebäuden aus der Kolonialzeit eingerahmt.
Von der Plaza de la Aduana läuft man 350 Meter bis zur Plaza Santo Domingo und kommt dabei wieder an der Kathedrale vorbei. Die Plaza Santo Domingo ist einer der lebendigsten Plätze der Altstadt mit vielen Restaurants, Straßenverkäufern und Musik. Im Mittelpunkt steht die Kirche Iglesia de Santo Domingo. Direkt dahinter beginnt erneut ein gut zugänglicher Abschnitt der Stadtmauer mit dem Baluarte de Santo Domingo. Von hier hat man einen schönen Blick über die Dächer Cartagenas.
Vom Baluarte de Santo Domingo könnte man der Stadtmauer für gut 1 km folgen. Der Rundgang endet im nördlichen Teil der Altstadt bei Las Bóvedas. Das gelbe Gebäude mit seinen 47 Bögen und 23 Gewölben diente früher als Lager und später als Gefängnis. Heute befindet sich dort ein bunter Markt für Kunsthandwerk und Souvenirs – ein stimmungsvoller Abschluss des Stadtrundgangs. Die Preise sind touristisch, aber gut zum Stöbern und für einen letzten Fotostopp geeignet. Von dort geht man 950 Meter zurück zum Monumento Torre del Reloj.

Barrio Getsemaní
Das Barrio Getsemaní rund um die Plaza de la Trinidad befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Altstadt. Vom Monumento Torre del Reloj läuft man nur 800 Meter zur Plaza de la Trinidad. Das Barrio Getsemaní hat sich zu einem lebhaften Stadtviertel mit Straßenmusik, Street Food, Bars und Clubs entwickelt. Die Geschichte Getsemanís ist eng mit Kolumbiens Unabhängigkeit verbunden. Handwerker, freigelassene Sklaven und Seeleute lebten hier. Sie organisierten sich und spielten eine wichtige Rolle bei Cartagenas Befreiung von der spanischen Herrschaft. Die bröckelnden Wände der Calle de la Sierpe sind mit riesigen Wandgemälden (Murals) bedeckt. Die Calle de Las Sombrillas & Callejón Angosto sind vor allem für die farbenfrohen Regenschirme (und manchmal Flaggen oder Drachen) bekannt, die über den Köpfen der Fußgänger aufgespannt sind.
Castillo de San Felipe de Barajas
Vor den Toren der Altstadt befindet sich das mächtige Castillo de San Felipe de Barajas, die größte spanische Wehranlage in Amerika. Besonders interessant sind die labyrinthartigen Tunnelsysteme. Sie wurden extra so gebaut, dass man selbst leiseste Schritte von Angreifern hören konnte. Die gewaltigen Festungsmauern bieten einen der besten 360-Grad-Ausblicke auf Cartagena.
Wenn man mit einem Taxi in Richtung Altstadt fährt, kommt man hier vorbei. An heißen Tagen bitte Sonnenschutz und Getränke nicht vergessen. Es gibt wenig Schatten. Mit einem fachkundigen Guide erfährt man deutlich mehr über die Geschichte und die besondere Bauweise der Festung. Direkt am Haupteingang warten lizenzierte, zweisprachige Guides (meist Spanisch/Englisch). Diese kann man spontan für eine private Führung anheuern.
Kloster Convento de la Popa
Auf dem höchsten Punkt Cartagenas, dem Cerro de la Popa, befindet sich das Kloster Convento de Santa Cruz de la Popa. Es wurde Anfang des 17. Jahrhunderts von Augustiner-Rekollekten gegründet. Sehenswert sind die kleine Kirche und der schöne Innenhof mit seinen Arkaden und Bougainvilleen. Der Hauptgrund für einen Besuch ist aber die Aussicht. Vom Kloster blickt man weit über Cartagena, den Hafen und die modernen Stadtviertel.
Das Kloster liegt etwas abseits und wird meistens mit einem Taxi oder im Rahmen einer Stadtrundfahrt besucht. Für Erstbesucher bietet sich eine Kombination mit dem Castillo San Felipe de Barajas und der Altstadt an.
Landausflüge im Umland
Wer Cartagena bereits kennt oder während des Landausflugs lieber an den Strand oder in die Natur möchte, findet auch im Umland interessante Ziele. Beliebt sind die Mangroven bei La Boquilla, die Halbinsel Barú und Bootsausflüge zu den Rosario-Inseln.
Karte der Ziele für Landausflüge im Umland von Cartagena de Indias: 1. Volcán del Totumo, 2. Mangroven von La Boquilla, 3. Islas del Rosario, 4. Halbinsel Barú, 5. Isla Tierra Bomba
Mangroven-Tour in La Boquilla
Das kleine Fischerdorf La Boquilla liegt direkt nördlich von Cartagena de Indias auf einem schmalen Streifen Land zwischen dem Meer und einem großen Mangrovensystem. Die Menschen leben hauptsächlich vom Fischfang. Täglich fahren sie mit bunten Holzbooten in den ruhigen Gewässern der Mangroven. Heute zeigen sie auch Touristen ihre Fanggründe. Man fährt lautlos (ohne Motor) durch enge Tunnel in den Mangroven und erfährt, wie man traditionelle Wurfnetze (atarraya) auswirft. Die Fischer kennen die besten Plätze, um seltene Vogelarten in den Bäumen zu entdecken.
Halbinsel Barú
Südwestlich von Cartagena liegt die Halbinsel Barú, die heute über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Die Fahrt von Cartagena dauert je nach Verkehr etwa eine Stunde. Alternativ werden auch Landausflüge mit Bootstransfer angeboten. Auf Barú gibt es Strände, Mangroven und den bekannten Vogelpark Aviario Nacional de Colombia. Für Kreuzfahrer ist die Halbinsel vor allem interessant, wenn man Cartagena bereits kennt oder den Hafentag am Strand verbringen möchte.
Der bekannteste Strand ist die Playa Blanca mit weißem Sand und klarem, türkisfarbenem Wasser. Entlang des Strandes gibt es zahlreiche Strandbars und Restaurants. An Wochenenden und Feiertagen kann es hier sehr voll werden. Wer einen ruhigeren und komfortableren Strandtag sucht, findet auf Barú außerdem verschiedene Hotels und Beachclubs mit Tagesangeboten.
Im Aviario Nacional de Colombia leben zahlreiche einheimische und exotische Vogelarten. Viele davon sind selten oder bedroht. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Landschaftsbereiche mit Wald, Feuchtgebieten und Seen.
Bootsausflug zu den Islas del Rosario
Die Islas del Rosario liegen etwa 35 km vor Cartagena. Von der Stadt erreicht man die Inseln mit Schnellbooten in ungefähr einer Stunde. Angeboten werden klassische Bootsausflüge, Inselhopping und Tagesaufenthalte in Hotels oder Beachclubs. Viele Touren beinhalten auch Möglichkeiten zum Schwimmen und Schnorcheln.
Für Kreuzfahrer sollte man die Fahrzeit im Blick behalten. Hinzu kommt, dass einige Inseln und Strände inzwischen stark touristisch geprägt sind. Wer nur einen Tag in Cartagena verbringt und die Stadt noch nicht kennt, würde unserer Meinung nach zunächst die Altstadt besuchen. Die Rosario-Inseln sind eher eine Alternative für Wiederholer oder Kreuzfahrer, die ihren Hafentag überwiegend am Wasser verbringen möchten.
Weitere Kreuzfahrthäfen in der Karibik
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, San Juan (Puerto Rico), St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Fazit: Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust
Cartagena de Indias kann man sehr gut auf eigene Faust erkunden. Für Erstbesucher würden wir den Schwerpunkt auf die historische Altstadt legen. Sie lässt sich gut zu Fuß erkunden und mit dem benachbarten Barrio Getsemaní verbinden. Wer etwas mehr von der Stadt sehen möchte, kann vorher das Castillo San Felipe de Barajas und eventuell das Kloster La Popa besuchen. Für die Fahrten vom Kreuzfahrthafen und zwischen den weiter entfernten Sehenswürdigkeiten sind Taxis eine einfache Möglichkeit.
Wer Cartagena bereits kennt oder lieber einen Tag am Wasser oder in der Natur verbringen möchte, findet auch im Umland interessante Ziele. Dazu gehören die Mangroven bei La Boquilla, die Halbinsel Barú und die Rosario-Inseln. Wegen der längeren Fahrzeiten würden wir diese Landausflugsziele nicht mit einer ausführlichen Besichtigung der Altstadt kombinieren.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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