Agadir auf eigene Faust

Hier haben wir Tipps für Landausflüge in Agadir auf eigene Faust zusammengestellt. Agadir ist eine marokkanische Großstadt mit etwa 600.000 Einwohnern und liegt ca. 500 Kilometer südlich von Casablanca am Atlantischen Ozean. Viele Kreuzfahrtschiffe machen im Rahmen von Kanaren Kreuzfahrten einen Abstecher hierher. Die Hafenstadt ist seit langem ein beliebter Badeort für Pauschaltouristen und verfügt über lange Strände und viele Strandhotels. Bei einem verheerenden Erdbeben im Jahre 1960 wurde Agadir fast völlig zerstört. Nur die Ruine der Kasbah überlebte die größte Naturkatastrophe Marokkos. Die Stadt gilt nicht zuletzt deshalb als die modernste Stadt des Landes. Agadir ist architektonisch erwachsen geworden und zieht heute zunehmend Luxus- und Individualtouristen an. Die Landeswährung ist der Marokkanische Dirham, der in 100 Centimes unterteilt wird. 1 Dirham entspricht ca. 90 Cent. Vielfach kann man aber mit Euro bezahlen. Die lokale Touristeninformation betreibt die Webseite Visit Agadir.

Landausflüge in Agadir auf eigene Faust

Blick von der Kasbah über Marina und Strand – Bild: MSC Kreuzfahrten

Transport in Agadir auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe machen im weitläufigen Industriehafen der Stadt fest. Es gibt kein Kreuzfahrtterminal und praktisch keine touristische Infrastruktur. Der Weg bis in die Stadt ist relativ lang. Bis zur Marina, der nächstgelegenen Attraktion, sind es bereits 4 Kilometer. Es macht also wenig Sinn, einfach zu Fuß loszulaufen, auch wenn das natürlich grundsätzlich möglich ist.

Die meisten Reedereien bieten aufgrund der Entfernung einen Shuttleservice zur Strandpromenade an. Bei TUI Cruises kostete dieser Service zuletzt 7 Euro. Das kann von Reederei zu Reederei etwas unterschiedlich sein.

An den Hotels und im Hafen warten überall kleine rote Taxen auf Fahrgäste. Im Stadtgebiet sind diese Petit Taxis ein bequemes und günstiges Verkehrsmittel. Auch für eine Stadtrundfahrt. Bestehen Sie auf die Verwendung des Taxameters. Für Fahrten über Land gibt es die weißen so genannten Grand Taxis.

Wer die mittlerweile ziemlich weitläufige Stadt nicht zu Fuß erkunden möchte, dem sei der weiße Stadtzug (Bimmelbahn) empfohlen. Er startet mehrfach am Tag zu einer vierzigminütigen Rundfahrt und erfreut sich großer Beliebtheit. Los geht es am Boulevard du 20 Août beim Eingang zum Vallée des Oiseaux. Leider hat die Bahn keine Webseite. Der Fahrpreis lag zuletzt bei 18 Dirham.

Natürlich kann man in einem Badeort wie Agadir auch Autos mieten. Zu den internationalen Verleihern gehören Hertz, Europcar und Avis.

Landausflüge in Agadir buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich in einer arabischen Großstadt auf eigene Faust zu bewegen. Die fremde Kultur verunsichert, auch wenn die Fassade der Stadt recht modern wirkt und natürlich auch viele westliche Badegäste vor Ort sind. Bequemer und sicherer erscheinen geführte Landausflüge. Das gilt natürlich besonders über Fahrten über Land.

Für den Tag in Agadir werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Bereits bis zu sechs Monate vor Reiseantritt kann man diese einsehen und reservieren. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Veranstalter kann man bequem und sicher bei Viator vergleichen und buchen. Weitere Aktivitäten von GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Kasbah Oufella

Kasbah Oufella – Bild: MSC Kreuzfahrten

Tipps für Landausflüge in Agadir

Agadir ist eine moderne Stadt ohne größere Sehenswürdigkeiten. Die Hauptattraktion ist sicher der kilometerlange Sandstrand, der seit wenigen Jahren von einer attraktiven und ebenfalls kilometerlangen Strandpromenade gesäumt wird. Es gibt rund um die Hotelzonen viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sowie am Strand auch jede Menge Wassersportmöglichkeiten.

Eine noch relative neue Attraktion Agadirs ist der moderne Yachthafen, die Marina. Hier liegen Yachten und hochklassige Segelboote vor Anker. Der Hafen lädt zum Bummeln und Einkaufen ein. In den Erdgeschossen der Apartmentgebäude befinden sich Cafes, Restaurants, Eisdielen sowie Sport- und Bekleidungsgeschäfte internationaler Marken. Die Marina grenzt auf der einen Seite an den Industriehafen (wo das Kreuzfahrtschiff liegt) und auf der anderen Seite an den großen Strand.

Auf einem 236 Meter hohen Hügel direkt vor der Stadt befinden sich die Ruinen der alten Kasbah von Agadir aus dem 16. Jahrhundert. Die Aussicht vom Hügel hinunter auf die Stadt und die Bucht ist spektakulär. Die Festung wurde bei dem Erdbeben von 1960 stark beschädigt und seither restauriert. Wer möchte, kann die Kasbah im Rahmen von Führungen besichtigen.

Inmitten der Stadt befindet sich neben Grünanlagen ein schöner zoologischer Garten (Vallée des Oiseaux) mit mehreren interessanten Vogelgehegen mit exotischen Vogelarten. Der Eintritt ist frei.

Souk von Inezgane

Berber Souk von Inezgane – Bild: MSC Kreuzfahrten

Im Umland

Südlich von Agadir befindet sich die alte Handelsstadt Guelmim. Im 19. Jahrhundert war Guelmim eine bedeutende Station auf der Karawanenroute zwischen Nord- und Schwarzafrika und besaß einen riesigen Kamelmarkt. Jährlich wurden hier über 20.000 Kamele verkauft. Der einstige Glanz der Karawanenstadt lässt sich bei einem Bummel noch heute nachspüren.

Im Landesinneren, vor den Toren Agadirs, befindet sich die uralte Festungsstadt Taroudant, die für ihre lebendigen Marktplätze berühmt ist. Ob ziselierter Silberschmuck, Dolche, Felle, Teppiche, Stoffe, Kräuter oder Orangenblütenparfum: Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Taroudant ist ein Paradies für Souvenirjäger und wird nicht ohne Grund „Klein-Marrakesch“ genannt. Beeindruckend sind auch die Architektur der Stadt sowie das Umland. Taroudant ist von einer acht Kilometer langen, sechs Meter hohen Mauer umgeben. Rings um die Stadt erstrecken sich hübsche Oliven- und Orangenhaine.

Malerisch zieht sich der kleine, etwas melancholisch wirkende Badeort Sidi Ifni oberhalb eines schönen, acht Kilometer langen Sandstrandes entlang. Sidi Ifni versprüht eine ganz eigene, charmante Atmosphäre. Die bei Surfern bekannte Stadt mit ihrem besonderen europäisch-afrikanisch-orientalischen Flair ist ein echter Geheimtipp.

Etwa 30 Kilometer nördlich befindet sich noch der Strand von Legzira. Starker Wind, mächtige Wellen und große Hitze haben ihre Spuren hinterlassen und eindrucksvolle Naturdenkmäler geformt. Riesige Felstore strahlen in der Abendsonne in starken Farben.

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