Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Singapur auf eigene Faust zusammengestellt. Der Stadtstaat Singapur liegt auf einer etwa 42 km breiten und 23 km langen Insel an der Südspitze Malaysias. Die etwa 6,3 Millionen Einwohner haben überwiegend chinesische, malaiische oder indische Wurzeln und leben in einer der reichsten und teuersten Städte der Welt. Mit mehr als 17 Millionen Besuchern gehört Singapur zu den meistbesuchten Reisezielen weltweit. Auch die Kreuzfahrtschiffe der deutschen Marktführer AIDA Cruises und TUI Cruises kommen regelmäßig hierher. Der riesige Containerhafen, den man vom Kreuzfahrtschiff gut sehen kann, gehört zu den größten der Welt. Die frühere britische Kronkolonie ist seit 1965 unabhängig und fällt Besuchern durch ihre Sauberkeit auf. Die offizielle Webseite des Singapore Tourism Board gibt es auch in deutscher Sprache. Letzte Aktualisierung: August 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Singapur auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Marina Bay Cruise Centre oder Singapore Cruise Centre
🚶♂️ Stadtzentrum: Beide Kreuzfahrtterminals liegen relativ zentral. Vom Marina Bay Cruise Centre sind es ca. 3 km zur Marina Bay, vom Singapore Cruise Centre ca. 7 km.
✨ Highlights: Marina Bay Sands, Gardens by the Bay, Merlion, Chinatown, Little India, Kampong Glam, Singapore Botanic Gardens, Orchard Road, Sentosa Island
🗺️ Fortbewegung: MRT (Metro), Busse, Taxi, Grab, organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Marina Bay Sands, Gardens by the Bay sowie Chinatown
💶 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Singapur-Dollar (SGD). Kreditkarten und kontaktloses Bezahlen sind sehr verbreitet. Mit Englisch kommt man überall problemlos zurecht.
📶 Internet: Kostenloses WLAN gibt es an vielen öffentlichen Orten, in Einkaufszentren, Hotels und Restaurants. Für mobiles Internet kann man eine lokale SIM-Karte oder eine eSIM nutzen.
👉 Unsere Einschätzung: Singapur eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Beide Kreuzfahrtterminals sind gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und mit der MRT erreicht man fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten schnell und günstig. Viele Highlights rund um die Marina Bay lassen sich zudem bequem zu Fuß miteinander verbinden.
Kreuzfahrthafen Singapur
Es gibt gleich zwei Kreuzfahrthäfen in Singapur. Das ältere Singapore Cruise Centre liegt im Stadtviertel HarbourFront direkt am Übergang zur Insel Sentosa. Die Gondeln der Seilbahn nach Sentosa Island fahren über die hier liegenden Kreuzfahrtschiffe. Neuer und noch moderner ist das Marina Bay Cruise Centre, an dem auch die größten Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Beide Kreuzfahrtterminals sind sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.
Marina Bay Cruise Centre
Das Marina Bay Cruise Centre Singapore (MBCCS) ist das moderne Kreuzfahrtterminal der Stadt und wird vor allem von großen internationalen Kreuzfahrtschiffen genutzt. Aufgrund des tiefen Wassers und fehlender Höhenbeschränkungen können hier auch sehr große Kreuzfahrtschiffe festmachen. An den beiden Liegeplätzen können gleichzeitig zwei Schiffe abgefertigt werden. Nach einer Modernisierung im Oktober 2025 werden die Passagierströme über zwei Ebenen getrennt abgewickelt.
Die nächste MRT-Station Marina South Pier (North-South Line) ist knapp 600 Meter entfernt. Ein komplett überdachter Fußweg führt vom Kreuzfahrtterminal zur Station und schützt unterwegs vor Sonne und Regen. Alternativ hält die Buslinie 400 direkt am Terminal. Mit einem Taxi oder Grab benötigt man etwa 10 bis 15 Minuten ins Zentrum und ca. 30 bis 40 Minuten zum Changi Airport.
Singapore Cruise Centre
Das ältere Singapore Cruise Centre (SCC) befindet sich im Stadtteil HarbourFront. Hier legen vor allem kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe an. Gleichzeitig ist das Terminal ein wichtiger Ausgangspunkt für Schnellfähren zu den indonesischen Riau-Inseln, insbesondere nach Batam.
Für Kreuzfahrer ist die Lage hervorragend. Das Terminal ist direkt mit der großen VivoCity Mall und der MRT-Station HarbourFront (North-East Line und Circle Line) verbunden. Auch die Seilbahn nach Sentosa startet in unmittelbarer Nähe. Sehenswürdigkeiten wie die Universal Studios Singapore sind deshalb schnell erreichbar. Bis zur Marina Bay sind es dagegen etwa 7 km.
Landausflüge in Singapur buchen
Für den Tag in Singapur werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Singapur findet man bei GetYourGuide* oder bei Klook*.
Mobilität in Singapur auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Singapur auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Singapur ab Marina Bay Cruise Centre (Singapore Cruise Centre in Klammern):
- Marina Bay Sands: 3,1 km (7 km)
- Gardens by the Bay: 2 km (6,7 km)
- Boat Quay: 4,8 km (5,9 km)
- Chinatown: 3,8 km (5,7 km)
- Raffles Hotel: 5,4 km (7,1 km)
- Orchard Road: 9,5 km (6,4 km)
- Botanic Gardens: 10,5 km (9,2 km)
- Singapore Zoo: 28,1 km (25,3 km)
- Singapore Flyer: 5,3 km (7,4 km)
Karte der Highlights für Landausflüge in Singapur: 1. Marina Bay Sands, 2. Gardens by the Bay, 3. Chinatown, 4. Koloniales Singapur, 5. Orchard Road, 6. Botanischer Garten, 7. Sentosa Island
Die Häfen werden durch entsprechende Piktogramme dargestellt. Links befindet sich das Singapore Cruise Centre und rechts das neuere Marina Bay Cruise Centre.
Zu Fuß unterwegs
Das heiße und schwüle Singapur ist für Fußgänger nicht ideal. Rund um die Marina Bay und den Singapore River kann man trotzdem viele Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum zu Fuß erreichen. Die Gardens by the Bay, das Marina Bay Sands, Boat Quay, Clarke Quay, das koloniale Singapur (Civic District) und Chinatown liegen relativ dicht beieinander.
Shuttlebusse
In Singapur gibt es üblicherweise keine Shuttlebusse der Reedereien. Angesichts der guten MRT-Verbindungen werden diese aber auch nicht benötigt.
Metro
Die Metro (MRT – Mass Rapid Transit) ist ein sauberes, schnelles und klimatisiertes Fortbewegungsmittel. Ideal zur Gestaltung des Tages in Singapur auf eigene Faust. Das System umfasst aktuell 6 Hauptlinien auf über 240 Kilometern Strecke mit mehr als 160 Stationen. Die Linien sind farblich markiert und perfekt ausgeschildert. Hier eine Übersicht über das Metronetz in Singapur.
Beide Kreuzfahrtterminals in Singapur sind sehr gut an das MRT-Netz angebunden. Die Station Marina South Pier (North-South Line) liegt etwa 600 Meter vom Marina Bay Cruise Centre entfernt. Der Fußweg dorthin ist komplett überdacht, was bei plötzlichem Regen oder großer Hitze angenehm ist. Vom Singapore Cruise Centre erreicht man die MRT-Station HarbourFront (North-East Line und Circle Line) ebenfalls bequem zu Fuß. Vom neuen Terminal an der 5 HarbourFront Avenue führt ein ausgeschilderter, überdachter Fußweg zur Station.
Für die Nutzung der Metro benötigt man keine spezielle Fahrkarte. Am einfachsten bezahlt man direkt an den Zugangsschranken mit einer kontaktlosen Visa- oder Mastercard. Auch Apple Pay und Google Wallet können genutzt werden. Beim Betreten und Verlassen der Station hält man die Karte oder das Smartphone einfach an das Lesegerät. Eine vorherige Registrierung ist nicht erforderlich. Der korrekte Fahrpreis wird kilometerabhängig automatisch am Ausgang berechnet. Bei ausländischen Kreditkarten fällt zusätzlich eine geringe Gebühr von etwa 0,60 SGD pro Nutzungstag an. Für Kreuzfahrer, die nur einen Tag in Singapur unterwegs sind, ist diese Lösung unserer Meinung nach trotzdem einfacher als der Kauf einer EZ-Link-Karte. Wichtig ist, dass jeder Fahrgast eine eigene Karte oder ein eigenes Smartphone zum Ein- und Auschecken benötigt.
In Singapurs Bahnhöfen und Zügen gelten strenge Regeln, deren Missachtung empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen kann. Essen und Trinken sind in den Stationen und Zügen verboten. Das gilt grundsätzlich auch für einen Schluck Wasser aus der eigenen Flasche. Rauchen ist ebenfalls tabu. Die Züge und Stationen sind stark klimatisiert und können für unser Empfinden ziemlich kühl sein.
Große MRT-Stationen haben oft zahlreiche Ausgänge (A, B, C usw.), die gut ausgeschildert sind. Wir würden uns vor dem Verlassen der Station einen Moment Zeit nehmen und schauen, welcher Ausgang der gewünschten Sehenswürdigkeit am nächsten liegt. Das kann einige Minuten Fußweg in der Hitze sparen.
Taxis, Grab & Co
Taxis und Ride-Hailing-Dienste wie Grab sind in Singapur eine gute und komfortable Alternative zur Metro. Das gilt besonders, wenn man mit schwerem Gepäck reist, die Hitze vermeiden möchte oder mit drei bis vier Personen unterwegs ist. Im direkten Vergleich ist das Taxifahren in Singapur deutlich günstiger als in Deutschland.
An beiden Kreuzfahrtterminals gibt es offizielle Taxistände. Reguläre Taxis, zum Beispiel von ComfortDelGro oder Trans-Cab, sind streng reguliert, sicher und fahren mit Taxameter. Während der Fahrt zeigt das Taxameter zunächst den normalen Fahrpreis nach Strecke und Fahrzeit an. Hinzu können verschiedene Zuschläge kommen, zum Beispiel für Fahrten vom Kreuzfahrthafen oder die elektronische Straßenmaut (ERP). Diese Zuschläge werden teilweise erst am Ende der Fahrt zum angezeigten Taxameterpreis addiert. Man sollte sich deshalb nicht wundern, wenn der endgültige Fahrpreis etwas höher ist als der Betrag, den man während der Fahrt auf dem Taxameter gesehen hat. Auf der Quittung werden Fahrpreis und Zuschläge getrennt ausgewiesen.
Grab ist das asiatische Äquivalent zu Uber. Uber selbst gibt es in Singapur nicht mehr. Eine weitere bekannte Ride-Hailing-App ist Gojek. Wir würden die Grab-App bereits vor der Kreuzfahrt herunterladen und eine Kreditkarte hinterlegen. Auch die Verifizierung per SMS erledigt man am besten noch zu Hause. Der Vorteil von Grab ist, dass man den Fahrpreis bereits bei der Buchung in der App sieht. Staus oder eine längere Fahrzeit ändern diesen Preis normalerweise nicht mehr. An den Kreuzfahrtterminals gibt es festgelegte Abholbereiche für Ride-Hailing-Dienste. Schilder mit „Ride-Hailing Pick-up“ oder „Private Hire Car Pick-up“ weisen den Weg. Auch die App zeigt an, an welchem Abholpunkt man auf den Fahrer warten soll.
Hop-on-Hop-off & Co
Natürlich kann man Singapur auch im Rahmen einer Stadtrundfahrt mit einem Hop-on-Hop-off-Bus erkunden. Tickets kann man vorab hier* buchen. Die Busse halten allerdings nicht direkt an den beiden Kreuzfahrtterminals. Man muss deshalb zunächst mit der MRT oder einem Taxi bzw. Grab zu einer der Haltestellen fahren. Da stellt sich natürlich die Frage, ob man nicht gleich bei der MRT bleibt und Singapur auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß erkundet. Der bekannteste Anbieter ist Big Bus Tours mit mehreren Routen durch das Stadtzentrum. Haltestellen gibt es unter anderem am Singapore Flyer, Marina Bay Sands, Gardens by the Bay und in Chinatown. Eine Alternative sind die orangefarbenen Busse der FunVee Open Top Bus Tour von City Tours.
Singapur auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Das moderne Singapur entstand ab 1819, als der Brite Sir Stamford Raffles an den Ufern des Singapore Rivers einen Handelsplatz der britischen Ostindien-Kompanie gründete. Die Grundstruktur der Stadt geht noch heute auf die damaligen Stadtplanungen zurück. In den letzten zwanzig Jahren kamen mächtige Prestigebauten dazu, die man sich teilweise auch in Städten wie Dubai vorstellen könnte. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Singapur auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Singapur lässt sich für eine Millionenstadt erstaunlich einfach auf eigene Faust erkunden. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen rund um die Marina Bay und sind gut zu Fuß erreichbar. Andere Stadtviertel erreicht man schnell mit der MRT.
⭐ Für Erstbesucher: Wir würden uns zunächst auf die Marina Bay konzentrieren. Das Marina Bay Sands und die Gardens by the Bay lassen sich gut miteinander verbinden. Wer noch Zeit hat, läuft anschließend durch die Viertel Boat Quay und Chinatown und macht eine River Cruise.
🚶 Gut zu Fuß: Besonders schön ist ein Rundgang rund um die Marina Bay. Auch die Uferpromenaden am Boat Quay und Clarke Quay sowie Chinatown lassen sich sehr gut zu Fuß erkunden. Für den Wechsel zwischen den einzelnen Stadtvierteln würden wir die MRT nutzen.
🏮 Für Stadtviertel & Kultur: Chinatown, Little India und Kampong Glam zeigen ganz unterschiedliche Seiten Singapurs. In Chinatown warten Tempel, historische Häuser und Hawker Center. Little India ist bunt und lebhaft, während rund um die Arab Street und die Sultan Mosque das malaiisch-arabisch geprägte Kampong Glam beginnt.
🏛️ Koloniales Singapur & Shopping: Rund um das Raffles Hotel, die St. Andrew’s Cathedral und den Padang findet man noch viele Spuren der britischen Kolonialzeit. Wer gerne einkauft, fährt anschließend zur Orchard Road. Die berühmteste Einkaufsstraße Singapurs ist von großen Shopping Malls, Kaufhäusern und Hotels gesäumt.
🌳 Gärten & Natur: Die Gardens by the Bay gehören für uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Singapurs. Wer mehr Zeit hat, kann zusätzlich die Singapore Botanic Gardens besuchen. Der große botanische Garten gehört zum UNESCO-Welterbe.
🏖️ Mehr Zeit oder andere Interessen: Sentosa bietet Strände, die Universal Studios Singapore und zahlreiche weitere Freizeitangebote. Auch der Singapore Zoo, die Night Safari und das Bird Paradise liegen außerhalb des Zentrums. Diese Ziele würden wir wegen der größeren Entfernung eher als eigenen Landausflug einplanen.
Karte der Marina Bay Singapur: 1. Marina Bay Sands Hotel, 2. Gardens by the Bay, 3. ArtScience Museum, 4. Merlion Statue, 5. Esplanade – Theatres on the Bay, 6. Riesenrad Singapur Flyer, 7. Brücke The Helix, 8. Marina Barrage, 9. Marina Bay Financial Centre
Marina Bay
Die Marina Bay ist für uns der beste Ausgangspunkt für einen ersten Landausflug in Singapur. Rund um das moderne Hafenbecken liegen mit dem Marina Bay Sands, den Gardens by the Bay, dem Merlion und dem Singapore Flyer einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Vieles lässt sich bequem zu Fuß miteinander verbinden. Wer möchte, kann den Rundgang zusätzlich mit einer Bootsfahrt auf dem Singapore River ergänzen.
Marina Bay Sands Hotel
Das Marina Bay Sands Hotel ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Singapurs. Der riesige Hotelkomplex besteht aus drei 55-stöckigen Hoteltürmen, die in rund 200 Metern Höhe durch den spektakulären Sands SkyPark miteinander verbunden sind. Das Dach ist mit 340 Metern länger, als der Eiffelturm hoch ist. Der berühmte, 150 Meter lange Infinity Pool liegt direkt an der Kante in rund 200 Metern Höhe. Er ist allerdings ausschließlich Hotelgästen vorbehalten. Zum Resort gehören außerdem ein großes Einkaufszentrum, ein Casino, Restaurants, Museen und Veranstaltungsräume. Auch wenn man hier nicht übernachtet, gibt es für Landausflügler einiges zu sehen. Direkt am Marina Bay Sands Hotel befindet sich die Metrostation „Bayfront“.
Die bekannteste Attraktion für Besucher ist das SkyPark Observation Deck auf dem Dach des Hotels an der Spitze von Turm 3. Von hier hat man einen fantastischen Blick über die Marina Bay und die Gardens by the Bay. Besonders schön ist die Aussicht zum Sonnenuntergang. Seit dem Übergang zu einem komplett digitalen Buchungssystem arbeitet das Marina Bay Sands mit strengen Zeitfenstern (Time Slots) für den Einlass. Da das Deck eine maximale Besucherkapazität hat, sind die beliebten Termine oft Tage oder sogar Wochen im Voraus komplett ausgebucht. Unser Tipp: Direkt nach der Öffnung am Morgen ist die Sicht oft am klarsten, die Schlange am Express-Aufzug kurz und man hat viel Platz für Fotos, bevor die Hitze einsetzt.
Direkt unterhalb des Hotels befindet sich The Shoppes at Marina Bay Sands, eine riesige und sehr elegante Shopping Mall mit zahlreichen Geschäften und Restaurants. Durch das Einkaufszentrum führt sogar ein kleiner Kanal, auf dem man mit traditionellen Sampan-Booten fahren kann. Sehenswert ist außerdem der Rain Oculus, ein riesiger Wassertrichter, durch den zu bestimmten Zeiten Wasser in das darunterliegende Becken stürzt. Das Casino befindet sich ebenfalls im Komplex. Ausländische Besucher können es gegen Vorlage des Reisepasses kostenlos betreten.
Vor dem Marina Bay Sands steht das ArtScience Museum, dessen Gebäude an eine geöffnete Lotusblüte erinnert. Das Museum verfügt über 21 Galerien mit insgesamt rund 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Gezeigt werden wechselnde Ausstellungen an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Kultur. Besonders bekannt ist „Future World“, eine immersive und begehbare Erlebniswelt aus digitalen Lichtprojektionen, die teilweise auf die Bewegungen der Besucher reagieren.
Am Abend findet an der Promenade die kostenlose Licht- und Wassershow Spectra statt. Die Shows beginnen um 20 und 21 Uhr, freitags und samstags zusätzlich um 22 Uhr (bitte vorher prüfen). Wasserfontänen, Laser und Projektionen sorgen vor der Skyline der Marina Bay für ein schönes Spektakel.
Über eine Fußgängerbrücke gelangt man vom Marina Bay Sands direkt zu den Gardens by the Bay. Wir würden deshalb beide Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Für Marina Bay Sands, SkyPark und Gardens by the Bay sollte man mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Wer zusätzlich das ArtScience Museum besuchen oder ausgiebig durch The Shoppes bummeln möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit.
Gardens by the Bay
Die Gardens by the Bay gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Singapur und liegen direkt hinter dem Marina Bay Sands Hotel. Auf einer Fläche von mehr als 100 Hektar wurde hier eine futuristische Parklandschaft geschaffen, die tropische Gärten, riesige Gewächshäuser und spektakuläre Super Trees miteinander verbindet. Große Teile der Außenanlagen können kostenlos besucht werden. Eintritt benötigt man vor allem für die beiden großen Gewächshäuser und einige weitere Attraktionen. Tickets gibt es bei GetYourGuide*.
Das Wahrzeichen der Gardens by the Bay sind die Supertrees im Supertree Grove. Die bis zu 50 Meter hohen künstlichen Bäume sind mit Tausenden tropischen Pflanzen bewachsen und dienen gleichzeitig als vertikale Gärten. Zwischen zwei Supertrees verläuft der kostenpflichtige OCBC Skyway in 22 Metern Höhe. Der nur 128 Meter lange Rundgang bietet schöne Ausblicke auf die Gardens by the Bay und das Marina Bay Sands. Noch höher hinaus geht es am Supertree Observatory auf dem höchsten Supertree.
Zu den größten Attraktionen gehören die beiden riesigen Gewächshäuser Flower Dome und Cloud Forest. Im angenehm klimatisierten Flower Dome wachsen Pflanzen aus verschiedenen Regionen der Erde. Besonders sehenswert sind die regelmäßig wechselnden Blumenausstellungen. Der Cloud Forest ist für uns noch spektakulärer. Im Inneren erhebt sich ein großer, dicht bewachsener künstlicher Berg mit einem hohen Indoor-Wasserfall. Über Stege und Wege läuft man in mehreren Ebenen durch eine künstliche Nebelwaldlandschaft.
Am Abend sollte man nach Möglichkeit die kostenlose Licht- und Musikshow Garden Rhapsody im Supertree Grove einplanen. Dann werden die Supertrees passend zur Musik in wechselnden Farben beleuchtet. Besonders schön ist es, sich einfach unter die Bäume zu legen oder auf eine der Bänke zu setzen und nach oben zu schauen. Die Show findet mehrmals am Abend statt. Die aktuellen Anfangszeiten würden wir vor dem Besuch auf der Webseite der Gardens by the Bay prüfen.
Für Kreuzfahrer lassen sich die Gardens by the Bay sehr gut mit dem Marina Bay Sands verbinden. Eine Fußgängerbrücke führt vom Hotel direkt in die Gartenanlage. Wer nur durch den Supertree Grove und die kostenlosen Außenanlagen laufen möchte, kann etwa ein bis zwei Stunden einplanen. Mit Flower Dome, Cloud Forest und OCBC Skyway benötigt man schnell drei bis vier Stunden. Wer am Abend noch die Garden Rhapsody sehen möchte, kann hier problemlos einen großen Teil des Tages verbringen.
Merlion
Der Merlion ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Singapurs. Die gut acht Meter hohe Statue mit Löwenkopf und Fischkörper steht direkt an der Marina Bay und speit einen kräftigen Wasserstrahl in das Hafenbecken. Der Fischkörper erinnert an die Ursprünge Singapurs als Hafenstadt, während der Löwenkopf für den Namen „Singapura“ steht, der häufig mit „Löwenstadt“ übersetzt wird. Vom Merlion Park hat man einen schönen Blick über die Marina Bay und auf das gegenüberliegende Marina Bay Sands.
Für das berühmteste Foto nutzt man eine optische Täuschung: Man positioniert sich so, dass es aussieht, als würde man den Wasserstrahl des Merlions mit dem Mund auffangen oder in eine Tasse laufen lassen. Den besten Blickwinkel dafür bietet die benachbarte Jubilee Bridge. Von dort lässt sich der Merlion perfekt zusammen mit der futuristischen Skyline des Marina Bay Sands im Hintergrund in Szene setzen.
Helix Bridge
Die futuristische Helix Bridge verbindet das Marina Bay Sands mit der gegenüberliegenden Seite der Marina Bay und führt in Richtung Singapore Flyer. Ihren Namen verdankt die Fußgängerbrücke ihrer ungewöhnlichen Konstruktion, die an die Doppelhelix der menschlichen DNA erinnert. Besonders am Abend ist die beleuchtete Brücke ein schönes Fotomotiv. Wer vom Marina Bay Sands zum Singapore Flyer läuft, kommt hier ohnehin vorbei und hat unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf die Skyline der Marina Bay. Ein Spaziergang über die Brücke dauert nur ca. 5 bis 10 Minuten, bietet aber fantastische Ausblicke.
Singapore Flyer
Der Singapore Flyer ist mit einer Höhe von 165 Metern eines der größten Riesenräder der Welt. Die Fahrt in den großen klimatisierten Glaskabinen dauert etwa 30 Minuten. Von oben hat man einen weiten Blick über die Marina Bay, die Skyline des Finanzdistrikts und große Teile Singapurs. Bei guter Sicht reicht der Blick sogar bis zu den vorgelagerten Inseln. Der Singapore Flyer liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Marina Bay und ist vom Marina Bay Sands zu Fuß über die Helix Bridge erreichbar. Wer ohnehin auf das SkyPark Observation Deck möchte, muss unserer Meinung nach nicht unbedingt zusätzlich mit dem Riesenrad fahren.
Singapore River & historisches Singapur
Am Singapore River begann der Aufstieg Singapurs zu einer der bedeutendsten Handelsstädte Asiens. Heute kann man entlang des Flusses sehr schön zu Fuß durch das historische Zentrum laufen. Boat Quay, der Civic District und Chinatown liegen nah beieinander und lassen sich gut auf eigene Faust miteinander verbinden. Auch Clarke Quay ist zu Fuß erreichbar. Für Kreuzfahrer ist dieser Bereich deshalb eine ideale Ergänzung zur modernen Marina Bay. Wer möchte, kann einen Teil der Strecke mit einer River Cruise zurücklegen.
Koloniales Singapur: 1. Asian Civilisations Museum (im historischen Empress Place Building), 2. Victoria Concert Hall, 3. National Gallery (früher City Hall und Supreme Court), 4. St. Andrew’s Cathedral, 5. Raffles Hotel, 6. Boat Quay (Gastronomie), 7. Clarke Quay (Gastronomie), 8. Fort Canning mit Park
Boat Quay & Clarke Quay
Boat Quay liegt direkt am Singapore River und war im 19. Jahrhundert das geschäftige Zentrum des Hafens. Wo früher Waren verladen und in Lagerhäusern gestapelt wurden, stehen heute restaurierte Shophouses mit zahlreichen Restaurants und Bars. Besonders schön ist der Kontrast zwischen den niedrigen historischen Häusern am Fluss und den Hochhäusern des unmittelbar dahinter beginnenden Finanzdistrikts. Vom Merlion kann man in wenigen Minuten zum Boat Quay laufen und hier auch gut essen. Viele Restaurants bieten unter der Woche von 12:00 bis 14:30 Uhr günstige Executive Lunch Menus für die Büroangestellten an.
Folgt man dem Singapore River weiter landeinwärts, erreicht man nach etwa 15 bis 20 Minuten den Clarke Quay. Auch hier wurden die ehemaligen Lagerhäuser restauriert und zu Restaurants, Bars und Geschäften umgebaut. Am Abend gehört Clarke Quay zu den bekanntesten Ausgehvierteln Singapurs. Tagsüber ist es deutlich ruhiger. Für Kreuzfahrer ist Clarke Quay vor allem als Ausgangspunkt für eine River Cruise interessant.
Boat Quay und Clarke Quay sind unserer Meinung nach weniger einzelne Sehenswürdigkeiten als Teil eines schönen Stadtbummels entlang des Singapore River. Wir würden vom Merlion über den Boat Quay in Richtung Clarke Quay laufen und unterwegs den Civic District oder Chinatown einbauen. Wer anschließend eine River Cruise macht, kann vom Clarke Quay bequem mit dem Boot zurück in Richtung Marina Bay fahren.
River Cruise
Eine Bootsfahrt auf dem Singapore River ist ein schönes Erlebnis. Der Fluss und insbesondere der Bereich rund um den Boat Quay waren im 19. Jahrhundert das geschäftige Handelszentrum Singapurs. Die klassische Tour wird deshalb mit traditionellen Bumboats durchgeführt. Das sind hölzerne Frachtboote, die früher für den Warentransport auf dem Singapore River genutzt wurden. Die Rundfahrt dauert etwa 40 Minuten und führt vom lebhaften Ausgehviertel Clarke Quay vorbei an den historischen Shophouses des Boat Quay. Schließlich steuert das Boot in das hochmoderne Becken der Marina Bay. Hier hat man einen schönen Blick auf die Statue des wasserspeienden Merlion, das Wahrzeichen Singapurs. Während der Fahrt läuft ein englischsprachiger Audioguide mit teilweise eingeblendeten Videos, der die Entwicklung Singapurs vom kleinen Handelshafen zur modernen Weltmetropole erklärt.
Es gibt mehrere Anlegestellen und Startpunkte. Wer sich das Marina Bay Sands und die Gardens by the Bay angesehen hat, könnte zum Beispiel an der Bayfront South Jetty einsteigen. Wir sind vom Marina Bay Sands über den Boat Quay zum Clarke Quay gelaufen und dort eingestiegen. Das Ticket kostet derzeit 28 SGD. Die Boote haben einen überdachten Innenbereich und einen offenen Bereich am Heck. Wer ungestörte Fotos ohne Fensterspiegelungen machen möchte, sollte sich dort einen Platz sichern. Vom Wasser aus hat man einen schönen Blick auf das Marina Bay Sands, die Gardens by the Bay, das Riesenrad Singapore Flyer, das futuristische ArtScience Museum und die Wolkenkratzer des Finanzdistrikts. Von hier wirkt die Kulisse der Marina Bay noch beeindruckender.
Civic District
Der Civic District liegt zwischen Singapore River, Fort Canning und Marina Bay und ist das historische Zentrum des britischen Singapur. Hier stehen noch zahlreiche repräsentative Gebäude aus der Kolonialzeit. Da das Viertel direkt an die Marina Bay und den Boat Quay grenzt, lässt es sich sehr gut in einen Stadtbummel integrieren.
Rund um die große Grünfläche des Padang, auf der bereits zur Kolonialzeit Cricket gespielt wurde, befinden sich die National Gallery Singapore im ehemaligen City Hall und Supreme Court, die St. Andrew’s Cathedral und der Singapore Cricket Club. Direkt am Singapore River stehen das historische Empress Place Building mit dem Asian Civilisations Museum, die Victoria Theatre and Concert Hall und das Old Parliament House. Viele Gebäude kann man bei einem Rundgang einfach von außen ansehen. Dafür würden wir etwa eine Stunde einplanen.
Nur wenige Gehminuten entfernt steht das berühmte Raffles Hotel. Das Ende des 19. Jahrhunderts eröffnete Luxushotel gehört zu den bekanntesten Kolonialbauten Singapurs. Berühmt ist auch die Long Bar, in der der Singapore Sling erfunden wurde. Wer möchte, kann hier einen Zwischenstopp einlegen und den berühmten Cocktail probieren. Es gibt keine Reservierungen und deshalb oft Wartezeiten. Ein originaler Singapore Sling kostet aktuell 44 SGD auf der Karte. Mit Servicegebühren und Steuern zahlt man am Ende ca. 53 SGD für den berühmten Cocktail. Dazu gibt es Erdnüsse, deren Schalen traditionell einfach auf den Boden geworfen werden. Der Boden der Bar ist komplett mit Schalen bedeckt. Dies ist der einzige Ort in ganz Singapur, an dem „Littering“ (Müll fallen lassen) ausdrücklich erwünscht ist!
Chinatown
Chinatown liegt südlich des Singapore River direkt neben dem modernen Finanzdistrikt und gehört für uns zu den interessantesten Stadtvierteln Singapurs. Von der Marina Bay oder vom Boat Quay kann man sogar zu Fuß hierherlaufen. Wer wenig Zeit hat, erreicht das Viertel bequem mit der MRT und steigt an der Station „Chinatown“ aus.
Rund um die Pagoda Street und die benachbarten Straßen stehen zahlreiche restaurierte Shophouses, in denen heute Geschäfte, Restaurants und kleine Cafés untergebracht sind. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der farbenprächtige Buddha Tooth Relic Temple und der Sri Mariamman Temple, der älteste hinduistische Tempel Singapurs. Gerade diese Mischung verschiedener Religionen ist typisch für Singapur.
Für einen Rundgang durch Chinatown würden wir etwa ein bis zwei Stunden einplanen. Wer Hunger hat, kann den Besuch mit einem Essen in einem Hawker Center verbinden. Besonders praktisch für Kreuzfahrer: Chinatown lässt sich sehr gut mit Boat Quay, einer River Cruise und der Marina Bay kombinieren.
Chinatown Singapur: 1. Pagoda Street, 2. Chinatown Heritage Centre, 3. Chinatown Street Market (Smith Street), 4. Food Market im Chinatown Complex, 5. Sri Mariamman Temple, 6. Buddha Tooth Relic Temple
Kampong Glam
Kampong Glam ist das traditionelle malaiisch-muslimische Viertel Singapurs. Mittelpunkt ist die große Sultan Mosque mit ihrer weithin sichtbaren goldenen Kuppel. Rund um die Arab Street findet man restaurierte Shophouses mit kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants. Bekannt ist auch die schmale Haji Lane mit ihren bunten Fassaden und kleinen Boutiquen.
Das Viertel ist überschaubar und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für einen Rundgang reichen etwa ein bis zwei Stunden. Von der Marina Bay ist Kampong Glam etwas weiter entfernt als Chinatown. Wir würden deshalb mit der MRT bis „Bugis“ fahren und von dort zu Fuß weitergehen. Wenn man nur wenige Stunden in Singapur hat, würden wir Chinatown vorziehen. Bei längeren Liegezeiten ist Kampong Glam aber eine schöne Ergänzung.
Little India
Little India rund um die Serangoon Road zeigt noch einmal eine ganz andere Seite Singapurs. In den Straßen findet man indische Restaurants, Gewürzläden, Blumenhändler und Geschäfte mit Schmuck, Stoffen und traditionellen Waren. Besonders sehenswert sind die farbenprächtigen hinduistischen Tempel. Zu den bekanntesten gehört der Sri Veeramakaliamman Temple an der Serangoon Road.
Ein guter Ausgangspunkt ist die MRT-Station „Little India“. Von hier kann man ohne große Planung durch die Straßen und Gassen des Viertels laufen. Für einen ersten Eindruck würden wir etwa ein bis zwei Stunden einplanen. Little India liegt etwas abseits der klassischen Route rund um Marina Bay, Chinatown und Singapore River. Für Kreuzfahrer mit einem kurzen Aufenthalt wäre es deshalb eher eine Ergänzung. Wer einen längeren Tag in Singapur zur Verfügung hat und verschiedene Kulturen der Stadt kennenlernen möchte, kann Little India gut mit Kampong Glam verbinden.
Orchard Road (Shopping)
Die Orchard Road ist die bekannteste Einkaufsstraße Singapurs. Auf einer Länge von gut zwei Kilometern reiht sich ein Einkaufszentrum an das nächste. In den modernen Shopping Malls findet man internationale Luxusmarken ebenso wie große Kaufhäuser, Modeketten, Restaurants und Food Courts. Zu den bekanntesten Einkaufszentren gehören ION Orchard, Ngee Ann City und Paragon. Fast alle großen Malls sind im Untergeschoss über klimatisierte Tunnel miteinander verbunden.
Für einen ersten Besuch in Singapur gehört die Orchard Road für uns nicht unbedingt zum Pflichtprogramm. Marina Bay, Singapore River und Chinatown sind für einen Landausflug interessanter. Wer gerne einkauft oder Singapur bereits kennt, findet hier aber eine riesige Auswahl. Sehr schön ist die Einkaufsstraße auch abends ab 19:30 Uhr. Dann ist die Orchard Road spektakulär beleuchtet, es ist etwas kühler und oft gibt es Straßenkünstler.
Die Anreise ist mit der MRT sehr einfach. Die Stationen „Orchard“ (North-South Line), „Somerset“ (North-South Line), „Dhoby Ghaut“ (North-South Line) und „Orchard Boulevard“ (Thomson-East Coast Line) liegen direkt oder unmittelbar an den Enden der Einkaufsstraße. An der Station „Orchard“ hat man einen Direktzugang zur Mall ION Orchard.
Botanischer Garten
Die Singapore Botanic Gardens sind eine grüne Oase mitten in der Millionenstadt und gehören zum UNESCO-Welterbe. Der weitläufige Park wurde bereits 1859 angelegt und beherbergt heute tropische Pflanzen, alte Baumriesen, Seen und gepflegte Gartenanlagen. Der Hauptpark ist täglich von 5:00 Uhr morgens bis 24:00 Uhr nachts geöffnet und komplett kostenlos. Die bekannteste Attraktion ist der National Orchid Garden mit mehr als 1.000 Orchideenarten und zahlreichen Züchtungen. Für diesen Teil des Gartens wird Eintritt (Erwachsene zahlen ca. 15 SGD) verlangt. Sehenswert sind außerdem der Rain Forest mit einem kleinen Rest ursprünglichen tropischen Regenwaldes und die schön angelegten Bereiche rund um den Symphony Lake.
Für Kreuzfahrer ist der Botanische Garten vor allem interessant, wenn man dem Trubel der Innenstadt für einige Stunden entkommen möchte oder Singapur bereits kennt. Für einen ersten Landausflug würden wir Marina Bay, Singapore River und Chinatown vorziehen. Die Anreise ist mit der MRT einfach. Direkt am nördlichen Rand des Parks befindet sich die MRT-Station „Botanic Gardens“ (Circle Line / Downtown Line). Dann steht man direkt am Bukit Timah Gate und kann gemütlich von Norden nach Süden durch den Park (vorbei am Eco-Lake, dem Orchideengarten und dem Schwanensee) spazieren. Am Ende des Rundgangs könnte man den Ausgang Tanglin Gate nutzen. Hier befindet sich die Napier MRT Station an der Thomson–East Coast Line. Alternativ sind es weniger als 2 km bis zum oberen Ende der berühmten Shoppingmeile Orchard Road.
Sentosa Island
Sentosa Island ist Singapurs große Freizeitinsel und liegt südlich des Stadtzentrums direkt vor dem Singapore Cruise Centre. Auf der Insel gibt es Strände, Hotels, Restaurants und zahlreiche Freizeitangebote. Zu den bekanntesten Attraktionen gehören die Universal Studios Singapore, das große S.E.A. Aquarium und die Resorts World Sentosa. Wer lieber einige Stunden am Meer verbringen möchte, findet mit Siloso Beach, Palawan Beach und Tanjong Beach mehrere künstlich angelegte Sandstrände.
Für Kreuzfahrer, deren Schiff am Singapore Cruise Centre in HarbourFront liegt, ist Sentosa besonders einfach zu erreichen. Von der VivoCity Shopping Mall fährt der Sentosa Express auf die Insel. Alternativ kann man über den Sentosa Boardwalk zu Fuß gehen oder mit der Singapore Cable Car hinüberschweben. Vom weiter entfernten Marina Bay Cruise Centre erreicht man Sentosa am einfachsten mit der MRT oder einem Taxi beziehungsweise Grab.
Für einen ersten Besuch in Singapur würden wir Sentosa nicht unbedingt einplanen. Marina Bay, Singapore River und Chinatown vermitteln unserer Meinung nach einen besseren Eindruck von der Stadt. Wer Singapur bereits kennt, mit Kindern unterwegs ist oder einfach einige Stunden am Strand verbringen möchte, findet auf Sentosa aber genügend Möglichkeiten für einen ganzen Landausflug. Für die Universal Studios sollte man ohnehin einen großen Teil des Tages einplanen.
Singapore Zoo
Der Singapore Zoo gehört zu den bekanntesten Tierparks Asiens und liegt weit außerhalb des Stadtzentrums in einem großen Waldgebiet rund um das Upper Seletar Reservoir. Auf dem weitläufigen Gelände leben mehrere Tausend Tiere aus aller Welt. Viele Gehege kommen ohne sichtbare Gitter aus und sind mit Wassergräben, Pflanzen und natürlichen Barrieren gestaltet. Zu den bekanntesten Bewohnern gehören Orang-Utans, Elefanten, Giraffen und verschiedene Affenarten. Zum großen Mandai Wildlife Reserve gehören neben dem Singapore Zoo auch die Night Safari, River Wonders und der neue Vogelpark Bird Paradise. Die einzelnen Parks sind allerdings so groß, dass man sich bei einem Landausflug auf einen oder höchstens zwei davon beschränken sollte.
Für Kreuzfahrer mit einem kurzen Aufenthalt würden wir den Singapore Zoo nicht unbedingt einplanen. Von der Marina Bay benötigt man mit dem Taxi oder Grab je nach Verkehr etwa 30 bis 40 Minuten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Anreise erheblich länger. Man könnte mit der MRT North South Line (rote Linie) zur Station „Khatib“ fahren und dann in den Mandai Khatib Shuttle umsteigen. Die Busfahrt dauert ca. eine Viertelstunde und kostet 2,5 SGD. Es sind auch andere Metrostationen möglich. Dann muss man aber noch einen regulären Bus nehmen. Wir würden deshalb ein Taxi oder Grab empfehlen.
Wer mit Kindern unterwegs ist, Tiere liebt oder Singapur bereits kennt, kann hier aber problemlos einen großen Teil des Tages verbringen. Für einen ersten Besuch würden wir Marina Bay, Singapore River und Chinatown vorziehen.
Hawker Centre
Wer während eines Landausflugs typisch singapurisch essen möchte, sollte eines der zahlreichen Hawker Center besuchen. In diesen großen, meist offenen Food Courts befinden sich viele kleine Garküchen unter einem Dach. Die Auswahl reicht von chinesischen und malaiischen Gerichten bis zur indischen Küche. Typische Spezialitäten sind Hainanese Chicken Rice, Laksa, Satay oder Char Kway Teow. Die Preise sind für Singapur vergleichsweise günstig.
Für Kreuzfahrer lassen sich einige bekannte Hawker Center sehr gut in einen Stadtbummel einbauen. Das Maxwell Food Centre liegt mitten in Chinatown und nur wenige Schritte vom Buddha Tooth Relic Temple entfernt. Das Lau Pa Sat befindet sich in einer historischen Markthalle zwischen Marina Bay und Chinatown. Am Abend werden in der benachbarten Satay Street zahlreiche Satay-Spieße über Holzkohle gegrillt.
Bestellt wird direkt an den einzelnen Ständen. Anschließend sucht man sich einen freien Platz im gemeinsamen Sitzbereich. Besonders zur Mittagszeit kann es allerdings sehr voll werden. Wir würden einen Besuch im Hawker Center einfach mit der Besichtigung von Chinatown oder der Marina Bay verbinden. So bekommt man ohne großen Zeitaufwand auch einen kleinen Eindruck von der berühmten Esskultur Singapurs.
Weitere Kreuzfahrthäfen in Asien
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Fazit: Landausflüge in Singapur auf eigene Faust
Singapur eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Die Stadt ist sicher, hervorragend organisiert und mit der MRT kommt man schnell und günstig zu fast allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Viele Highlights liegen zudem relativ nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Für Erstbesucher würden wir uns auf die Marina Bay mit dem Marina Bay Sands und den Gardens by the Bay konzentrieren. Anschließend kann man am Singapore River entlang durch den historischen Civic District und den Boat Quay bis nach Chinatown laufen. Eine River Cruise ist eine schöne Ergänzung.
Wer Singapur bereits kennt oder mehr Zeit hat, findet mit Kampong Glam, Little India, der Orchard Road oder dem Botanischen Garten weitere interessante Ziele. Sentosa und der Singapore Zoo eignen sich dagegen eher für einen eigenen Landausflug. Und zwischendurch sollte man unbedingt eines der Hawker Center besuchen. Singapur ist unserer Meinung nach eines der einfachsten und vielseitigsten Ziele in Asien, das man während einer Kreuzfahrt auf eigene Faust entdecken kann.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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