Muscat auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Muscat auf eigene Faust zusammengestellt. Auch für uns ist die Hauptstadt des Sultanat Oman ein Höhepunkt jeder Dubai Kreuzfahrt. Mit Muscat wird meistens die aus dem Englischen stammenden Alternativschreibweise verwendet. In Deutschland nennt man die Stadt auch Maskat. Die dynamische Hauptstadt präsentiert sich heute als gepflegte, ja stellenweise mondäne Metropole. Die Gebäude zu beiden Seiten der modernen Autobahnen erstrahlen in makellosem Weiß und haben größtenteils die Ausmaße von Palästen. Palmenalleen und Blumenmeere säumen die Strecke. Der sattgrüne Rasen dazwischen ist akkurat getrimmt. Muscat ist auch für unsere europäischen Augen eine schöne Stadt.

Landausflüge in Muscat auf eigene Faust

AIDA in Muscat – Bild: AIDA Cruises

Muscat ist eine Capital Area aus mehreren Orten. Das historische Muscat mit dem märchenhaften Palast von Sultan Qabus ist heute das Regierungsviertel. Kreuzfahrtschiffe laufen auf einer Dubai Kreuzfahrt den Hafen im historischen Stadtteil Mutrah an. Dazu kommen dann zahlreich hinzu gewachsenen Vororte und Villenviertel wie Ruwi, Madinat Qabus mit der berühmten Moschee oder Qurum mit seinem schönen Strand. Auf der offiziellen Webseite von Oman Tourism findet man weitere Informationen.

Transport in Muscat auf eigene Faust

Das Kreuzfahrtterminal von Muscat befindet sich in dem modernen Containerhafen Mina Qabus in Mutrah. Mina ist das arabische Wort für Hafen. Pendelbusse sorgen für den Transport zum Hafenausgang.

Zu Fuß

Vom Hafenausgang kann man einen schönen Spaziergang entlang der Meerespromenade (Corniche) von Mutrah machen. Nach wenigen hundert Metern erreicht man den Eingang zum bekannten Mutrah Souk mit seinen unzähligen Verkaufsständen. Wer gut zu Fuß ist, kann auch das historische Muscat mit dem Sultanspalast und den Regierungsgebäuden zu Fuß erreichen. Man läuft vom Souk aus allerdings noch vier Kilometer.

Taxen

Taxen sind die einfachste und bequemste Art der Fortbewegung. Die offiziellen Taxen sind weiß mit orangefarbenen Kotflügeln. Taxameter gibt es nicht. Der Fahrpreis ist verhandelbar. Am Hafenausgang steht ein Schild mit Preisinformationen. Demnach kostet eine Stunde 10 Omani Rial (ca. 22 Euro). Ab der vierten Stunde sinkt der Fahrpreis auf 7 OMR. Minibusse für mehr als 4 Personen kosten das Doppelte. Bezahlen kann man unserer Erfahrung nach auch mit Euro.

Wenn man kein eigenes Programm hat, bittet man den Taxifahrer einfach, die Highlights zu zeigen. Drei bis vier Stunden reichen für eine erste Rundfahrt aus.

Mietwagen

Die Straßen im Oman sind gut ausgebaut und fast immer zweisprachig beschildert. Ein Mietwagen ist also eine Möglichkeit für alle, die Muscat auf eigene Faust erkunden möchten. Allerdings wird ein internationaler Führerschein verlangt. Es ist ratsam, einen Mietwagen bereits im Voraus zu buchen und eine Anlieferung zum Hafen zu vereinbaren. Wir würden uns an die führenden internationalen Verleiher halten. Zumindest Avis, Budget und Hertz haben Büros in der Stadt. Bei Fahrten ins Hinterland ist ein Geländewagen empfehlenswert.

Ankunft in Muscat

Ankunft in Muscat – Bild: Tegeler

Stadtrundfahrten

Die roten Busse Firma Big Bus Tours warten auch in Muscat auf Fahrgäste. Die klimatisierten Busse fahren im Rahmen einer zweistündigen Rundfahrt alle Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt an. Die Fahrgäste können an allen derzeit 9 Haltepunkten aussteigen und mit einem der nächsten Busse weiterfahren. Unterwegs gibt eine Audiotour auch in deutscher Sprache, kostenloses Wasser und kostenloses Wi-Fi. Tickets kann man normalerweise vorab z.B. über Viator (Link s. unten) buchen.

Landausflüge in Muscat buchen

An Bord werden zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Beispielhaft fügen wir hier eine Übersicht der Landausflüge in Muscat von AIDA Cruises bei. Alle Kreuzfahrtveranstalter haben ein mehr oder weniger vergleichbares Angebot. Eine große Auswahl geprüfter Landausflüge und Besichtigungstouren örtlicher Veranstalter kann man z.B. bei Viator entdecken und buchen. Angebote von GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Tipps für Landausflüge in Muscat

Die Hauptstadt des Oman ist ein attraktives Ziel für Landausflüge. Im Umland locken Wüste, Berge und Wadis. Etwas lästig ist die unterschiedliche Transkription vieler Orte, Berge und Wadis. Davon darf man sich nicht irritieren lassen.

Der Palast des Sultans

Der Palast des Sultans – Bild: Tegeler

Mutrah – pulsierender Basar und Hafen

Hier machen die Kreuzfahrtschiffe fest. Vom Schiff aus hat man bereits einen schönen Blick auf die Corniche von Mutrah und die umliegenden Berge. Im Hafen liegt übrigens häufig auch die imposante Yacht des Sultans. Sultan Qabus übernahm die Macht im Jahre 1970 von seinem extrem fremdenfeindlichen Vater und führte den Oman in gut vierzig Jahren in die Neuzeit. Die Menschen scheinen sehr stolz auf den Sultan und das Erreichte zu sein.

Mutrah ist das pulsierende Herz des historischen Stadtbereichs der Capital Area. An der Corniche, der elegant geschwungenen Küstenstraße, stehen noch etliche der über 100-jährigen, mit filigranem Schnitzwerk verzierten Prachthäuser der reichen Händler. Und gleich daneben, hinter einem unscheinbaren Bogenportal, liegt der berühmte Mutrah Souk, der älteste und größte des Landes. Vom Kreuzfahrtschiff aus kann man den Mutrah Souk bequem zu Fuß in circa 10-15 Minuten erreichen. Noch schneller kommt man zum Bait al-Baranda Museum. Um mehr von Land und Leuten zu erfahren, lohnt sich ein Besuch.

Das Sortiment der Läden im Mutrah Souk ist reich an reizvollen Kontrasten. Da findet sich viel Kunstfaser, Plüsch und Plastik aus Indien und Fernost, aber ebenso viel Handgefertigtes aus dem eigenen Land: silberne Amulettkapseln und Krummdolche aus Nizwa (die darf man aber nicht mit an Bord bringen!), Töpferware aus Bahla, Seidenstoffe aus den Handwebereien von Sur, kupferne Kaffeekannen, hölzerne Hochzeitstruhen, Flechtwerk aus Palm- und Kokosfasern. Und natürlich Unmengen von Weihrauch aus dem Dhofar.

Bei kühleren Temperaturen kann man die Corniche von Mutrah vom Hafen aus ostwärts Richtung Riyam Park mit dem Aussichtsturm in Form eines Weihrauchbrenners (sieht man bereits vom Schiff aus) entlang zu spazieren. Alles ist über die Maßen ordentlich. Rechts und links der Promenade stehen Steinböcke, Adler und weiße Oryxantilopen aus Polyester, wie man sie im Rahmen des so genannten Beautification-Programs im ganzen Land aufgestellt hat.

Große Sultan-Qabus-Moschee

Große Sultan-Qabus-Moschee – Bild: Tegeler

Muscat

Das historische Muscat ist heute ein repräsentatives Verwaltungsviertel mit einer neuen Stadtmauer und einer märchenhaften Residenz. Der Al-Alam Palast wurde von indischen Architekten entworfen und unserer Meinung nach sehr gelungen. Der Palast wird eingerahmt durch die alten portugiesischen Festungen Mirani und Djalali. Die beiden historischen Burgen, die übrigens dem Militär unterstehen und für das Volk unzugänglich sind, bringt abends bombastisches goldenes Flutlicht theatralisch zur Geltung.

Die umliegende propere Altstadt erstreckt sich innerhalb der historischen Stadtmauer. Mehrere Stadttore sind noch erhalten, ihre früheren Torflügel wurden jedoch entfernt und die Durchgänge für Autos und Straßen verbreitert. Zwei Museen könnten für Landausflügler, die Muskat auf eigene Faust erkunden, interessant sein. In der ehemaligen Stadtresidenz des französischen Botschafters befindet sich heute das Omani-French Museum mit vielen historischen Fotografien, Trachten und detailgetreuen Modellen arabischer und europäischer Handelsschiffe, die an die alten Handelsbeziehungen zwischen dem Oman und Frankreich erinnern. Das Volkskundemuseum Bayt al-Zubair liefert einen guten Einblick in die Kultur des Oman.

Der Speckgürtel von Muscat und Mutrah: Capital Area

Westlich der historischen Zwillingsstadt erstreckt sich die Capital Area mit ihren jüngeren Stadtbezirken: Qurum besitzt einen kilometerlangen Sandstrand sowie einen von Villensiedlungen umgebenen Mangrovensumpf im gleichnamigen Naturreservat. Hier befindet sich auch das das interessante Oman-Museum. Madinat Qabus bildet das Botschafts- und Nobelviertel der Stadt. Hier befindet sich auch die sehenswerte Sultan Qabus Moschee auf einem Areal von über 40.000 Quadratmetern. Der Gebetsraum kann bis zu 20.000 Gläubige aufnehmen und wird von einem fantastischen Swarovski Kristallleuchter beleuchtet.

Wanderung im Wadi Shams

Wanderung im Wadi Shams – Bild: Tegeler

Das Umland der Hauptstadt

Ein empfehlenswerter Ausflug führt 20 Kilometer südöstlich von Muscat nach Bandar Djissah. Die zerklüftete Bucht entpuppt sich als Traum eines jeden Tauchers und Sonnenanbeters: Die Strände zwischen den steilen Klippen sind flach, feinsandig und über weite Strecken menschenleer. Das warme und glasklare Wasser birgt eine maritime Fauna von berauschender Vielfalt und Farbenpracht – sie macht auch nur kurzes Schnorcheln lohnenswert. Kein Wunder, dass Investoren eine der jungfräulichen Buchten als Standort für einen luxuriösen Hotelkomplex auserkoren haben: die Kette „Shangri La“ hat hier ein Resort &Spa mit 680 Zimmern errichtet.

Auf der Rückfahrt Richtung Hauptstadt lohnt ein Zwischenstopp im viel gerühmten Al-Bustan Palace. Der achteckig angelegte Palast gilt als eines der besten Hotels der Region und gehört heute zur Ritz-Carlton Gruppe. Anfang der 1980-Jahre hat man das Luxushotel in nur eineinhalb Jahren für das Gipfeltreffen der GCC, des Kooperationsrates der Golfstaaten, dem auch Oman angehört, erbaut. Seitdem beherbergt er auch alle offiziellen Gäste des Sultans. Die Baukosten beliefen sich auf 130 Millionen Rial (etwa 65 Millionen Euro). Im Majan-Ballsaal finden mehr als 1.000 Hochzeits- oder Konferenzgäste Platz. Die 33 Meter hohe mit Marmor vertäfelte Mittelhalle erinnert mehr an eine Kathedrale als an die Lobby eines Hotels.

Wer ein paar Stunden am Strand verbringen will, kann dies auch auf dem Gelände des Oman Dive Center. Jedenfalls haben unsere Taxifahrer das mehrfach angeboten. Hier gibt es auch
Duschen, Sonnenschirme und Liegen, die man für ein paar Euro mieten kann.

In Mutrah

In Mutrah – Bild: Tegeler

Landausflüge ins Hinterland

Das Hinterland von Muscat ist geprägt durch Gebirge und Sandwüsten. Hier gibt es einige interessante Ziele für Landausflüge. Zur Auswahl stehen Wanderungen in Wadis (ausgetrocknete Flussläufe), Wüstensafaris mit Geländewagen oder der Besuch alter Städte.

Die Stadt Nizwa im Hadschar-Gebirge gilt als eine der schönsten Städte im Oman. Das Bild wird geprägt durch weitläufige Palmenhaine und orientalische Architektur. Schöne Fotos gelingen von dem Turm der Burg aus 17. Jahrhundert. In der Nähe der Burg warten mehrere Souks auf Besucher. Ebenfalls im gebirgigen Hinterland liegt Nakhl inmitten großer Dattelhaine und beschützt von der gewaltigen Festung. In der Nähe von Nakhl gibt es heiße Quellen im Wadi Hammam. Der höchste Berg des Landes ist der Jebel Shams umgeben von einer spektakulären Landschaft ist ebenfalls eine beliebtes Ziel von Landausflüge in Muscat. Beeindruckend ist hier die 1000 Meter tiefe Schlucht des Wadi Nakhar, der gerne auch als Grand Canyon Omans bezeichnet wird.

Wir haben eine ganztägige Wanderung im Wadi Shams unternommen. Die lange und anstrengende Wanderung wird durch ein Bad in natürlichen Pools am Ende des Wadi belohnt. Ganz am Ende erreicht man schwimmend durch einen engen Spalt eine Höhe mit einem Wasserfall. Ein tolles Erlebnis.

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