Marseille auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Marseille individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Marseille auf eigene Faust zusammengestellt. Marseille ist die zweitgrößte Stadt Frankreichs und heute ein beliebtes Kreuzfahrtziel. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Marseille als verrufene Hafenstadt – schmutzig, kriminell und geprägt von Bandenkriegen. Doch die Stadt hat sich enorm verändert. Heute präsentiert sich Marseille aufgeräumt und freundlich. Besonders rund um den Vieux Port wurde viel modernisiert. Wo früher eine vierspurige Straße am Hafen entlangführte, gehört heute ein großer Teil der Fläche den Fußgängern. Lediglich der morgendliche Fischmarkt durfte bleiben. Weitere Informationen findet man bei Marseille Tourisme. Stand: September 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Marseille auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Marseille Provence Cruise Terminal (MPCT) an der Môle Léon Gourret
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 8 km bis zum Vieux Port
✨ Top-Highlights: Notre-Dame de la Garde, Vieux-Port, Altstadt Le Panier, MuCEM, Cathédrale de la Major, Château d’If
🌿 Highlights im Umland: Nationalpark Calanques, Cassis und Aix-en-Provence
🏖️ Nächster Strand: Plage des Catalans; Plages du Prado
🗺️ Fortbewegung: Shuttlebusse, öffentliche Verkehrsmittel, Taxi, Bimmelbahn
👀 Für Erstbesucher: Stadtbummel im Zentrum rund um den Vieux Port
💶 Gut zu wissen: Frankreich gehört zur EU – bezahlt wird mit dem Euro und EU-Roaming gilt ebenfalls

👉 Unsere Einschätzung: Marseille lässt sich trotz der Entfernung zwischen Kreuzfahrthafen und Innenstadt gut auf eigene Faust erkunden. Nach dem Transfer ins Zentrum liegen viele Sehenswürdigkeiten rund um den Vieux Port und Le Panier dicht beieinander. Wer mehr Zeit hat, kann einen Landausflug in die Calanques, nach Cassis oder Aix-en-Provence unternehmen.

Kreuzfahrthafen Marseille

Die meisten großen Kreuzfahrtschiffe machen am Marseille Provence Cruise Terminal (MPCT) an der Môle Léon Gourret fest. Das weitläufige Kreuzfahrtareal gehört zum Grand Port Maritime de Marseille und liegt etwa 8 km nordwestlich des Vieux Port. Die modernen Kreuzfahrtterminals sind für große Passagierzahlen und auch für den Passagierwechsel ausgelegt. Der Zugang erfolgt über Porte 4 des Hafens.

Sechs Kreuzfahrtschiffe am Marseille Cruise Terminal an der Môle Léon Gourret
Blick auf den Hafen – Bild: Marseille Provence Cruise Terminal (MPCT)

Das MPCT verfügt über sechs Passagierterminals (A bis F). Die großen Terminals A, B und D sind jeweils rund 6.000 m² groß und für den Passagierwechsel ausgelegt. Terminal C wird derzeit umgebaut und soll künftig mit rund 9.000 m² das größte Terminal werden. Die deutlich kleineren Terminals E und F werden überwiegend für Schiffe mit Transitpassagieren genutzt. Die Terminalgebäude sind in erster Linie funktionale Abfertigungshallen mit Check-in-, Gepäck- und Sicherheitsbereichen. Zur Infrastruktur gehören unter anderem Toiletten, eine Touristeninformation, eine Cafeteria und Geldautomaten. Die Einkaufsmöglichkeiten sind begrenzt. Direkt vor den Terminals warten die Ausflugsbusse der Reedereien. Außerdem gibt es Taxis und Shuttlebusse.

Das MPCT liegt mitten im großen Industriehafen. Die Entfernungen können deshalb erheblich sein. Wer den öffentlichen Bus nutzen möchte, muss je nach Liegeplatz einen längeren Fußweg von maximal 1,6 km einplanen. Eine grüne Linie auf dem Boden weist den Weg durch das Hafengelände. Zum kostenlosen Cruise Free Shuttle ist der Weg deutlich kürzer. Darauf gehen wir weiter unten noch genauer ein.

Sehr kleine Luxuskreuzfahrtschiffe oder Segelschiffe dürfen in Ausnahmefällen direkt am J4 anlegen. Dieser Liegeplatz befindet sich unmittelbar neben dem modernen MuCEM am Rande der Altstadt. In diesem Fall kann man das Schiff verlassen und steht praktisch sofort im historischen Zentrum.

Landausflüge in Marseille buchen

Für den Tag in Marseille werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Marseille findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.

Mobil in Marseille auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Marseille auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Marseille:

  • MuCEM: 6,9 km
  • Rathaus am Vieux Port: 8,2 km
  • Notre-Dame de la Garde: 9,8 km
  • Aix-en-Provence: 35,7 km
  • Cassis: 38,3 km
Karte des Marseille Cruise Terminal mit seinen Liegeplätzen und Bushaltestellen
Karte des Marseille Cruise Terminals – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Marseille Cruise Terminals: Der „Bus“ markiert die Haltestelle des Cruise Free Shuttles. Das „H“ ist die Bushaltestelle der Linie 35T. Oben die Liegeplätze und Cruise Terminals E und F. Unten von links nach rechts die Cruise Terminals und Liegeplätze A bis D.

Zu Fuß unterwegs

Vom Marseille Provence Cruise Terminal (MPCT) sollte man nicht zu Fuß in die Innenstadt laufen. Je nach Liegeplatz sind es etwa 7 bis 8 km bis zum Vieux Port und der Weg führt durch das weitläufige Hafengebiet. Man benötigt deshalb zunächst einen Shuttlebus, einen öffentlichen Bus oder ein Taxi.

In der Stadt angekommen, kann man Marseille sehr gut zu Fuß erkunden. Von der Place de la Joliette sind die Cathédrale de la Major, das MuCEM und die Altstadt Le Panier schnell erreichbar. Von dort kann man weiter zum Vieux Port laufen. Nur für die hoch gelegene Basilika Notre-Dame de la Garde würden wir auf öffentliche Verkehrsmittel oder den Petit Train zurückgreifen. Die Touristeninformation hat vier Routenvorschläge für einen Stadtbummel in Marseille auf eigene Faust ausgearbeitet. Wir haben die Routenvorschläge hier als PDF verlinkt.

Gibt es Shuttlebusse?

Da das Marseille Cruise Terminal weit außerhalb des Stadtzentrums liegt, bieten viele Reedereien ihren Gästen kostenpflichtige Shuttlebusse an. Diese starten am Cruise Terminal und halten zentral in der Nähe des Alten Hafens (Vieux-Port). Die Preise unterscheiden sich je nach Reederei und liegen häufig im Bereich von etwa 15 bis 20 Euro für ein Tagesticket. Der Vorteil ist der Komfort. Man muss nicht weit laufen, hat meist nur kurze Wartezeiten und die Fahrzeiten sind auf die Liegezeiten des Schiffes abgestimmt.

Eine kostenlose Alternative ist der Cruise Free Shuttle des Hafens. Er fährt in der Zeit von etwa 9 bis 17 Uhr ca. alle 30 Minuten. Vom Schiff folgt man einfach der grünen Linie auf dem Boden bis zur ausgeschilderten Haltestelle. Je nach Liegeplatz dauert der Fußweg etwa 10 bis 15 Minuten. Die Endstation befindet sich an der Place de la Joliette beim Einkaufszentrum Les Terrasses du Port (9 Quai du Lazaret). Von hier sind die Cathédrale de la Major, das MuCEM und die Altstadt Le Panier gut zu Fuß erreichbar. Bis zum Vieux Port läuft man etwa 20 bis 25 Minuten.

Der kostenlose Shuttle hat aber auch Nachteile. Wenn mehrere große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen liegen, kommt es oft zu langen Wartezeiten und Gedränge. Zudem kann es kurzfristige Änderungen oder Ausfälle geben. Das Tourismusbüro empfiehlt deshalb, den Betrieb des Cruise Free Shuttles zwei bis drei Tage vor dem Hafenanlauf noch einmal zu überprüfen. Wer nicht lange warten möchte, kann auf die öffentliche Buslinie 35T (s. unten) ausweichen.

Shuttlebus am Marseille Cruise Terminal
Mit dem Shuttlebus ins Zentrum – Bild: Tegeler

Öffentliche Verkehrsmittel

Wer Marseille auf eigene Faust erkunden möchte, kann auf ein gut ausgebautes Netz aus Metro, Straßenbahnen und Bussen zurückgreifen. Zuständig für den Nahverkehr ist die Verkehrsgesellschaft RTM.

Für Kreuzfahrer ist zunächst die Buslinie 35T interessant. Sie verbindet die Haltestelle „Terminal Croisières“ am Eingang des Kreuzfahrthafens (Porte 4) direkt mit der Place de la Joliette. Je nach Liegeplatz und Terminal muss man allerdings einen längeren Fußweg bis zur Haltestelle einplanen. Von der Haltestelle des Cruise Free Shuttles läuft man noch etwa 500 bis 600 Meter weiter entlang der grünen Linie. Wenn die Schlange am kostenlosen Hafenshuttle sehr lang ist, kann die Linie 35T deshalb eine gute Alternative sein.

An der Place de la Joliette angekommen, hat man Anschluss an Metro, Straßenbahn und zahlreiche Buslinien. Zum Vieux Port kann man in etwa 25 Minuten laufen oder mit dem Bus weiterfahren. Die Metrolinie M2 fährt von Joliette direkt zum Hauptbahnhof Saint-Charles. Für Landausflügler ist außerdem die Buslinie 60 interessant. Sie startet am Vieux Port und fährt hinauf zur Basilika Notre-Dame de la Garde.

Fahrkarten gibt es an Automaten und Verkaufsstellen. Besonders praktisch ist die kontaktlose Bezahlung: In Bussen, Metro und Straßenbahnen kann man direkt mit einer Bankkarte oder einem geeigneten Smartphone bezahlen. Ein 24-Stunden-Ticket kostet derzeit 6,70 Euro und kann sich lohnen, wenn man an einem Hafentag mehrfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.

Kleine, exklusive Kreuzfahrtschiffe können zentrumsnah festmachen
Kleine und exklusive Kreuzfahrtschiffe können zentrumsnah festmachen – Bild: Falco auf Pixabay

Taxis, Uber & Co

Direkt vor den Kreuzfahrtterminals warten in der Regel Taxis. Wenn mehrere große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen liegen, kann die Nachfrage allerdings hoch sein. Die Fahrpreise der regulären Taxis werden mit dem Taxameter berechnet. Kartenzahlung ist möglich. Die größte Taxizentrale in Marseille ist Taxi Radio Marseille. Auf der Webseite werden auch Taxitouren angeboten. Viele Taxifahrer sprechen nur Französisch.

Für die Fahrt zwischen Kreuzfahrthafen und Innenstadt sollte man grob mit etwa 20 bis 30 Euro rechnen. Der genaue Preis hängt vom Liegeplatz, vom Verkehr und vom Ziel in der Stadt ab. Auch an der Place de la Joliette gibt es einen Taxistand. Von dort dauert die Fahrt zum Vieux Port bei normalem Verkehr etwa zehn Minuten.

Uber und Bolt sind in Marseille ebenfalls verfügbar. Die Fahrt wird über die jeweilige App bestellt und der Preis wird vor der Buchung angezeigt. Uber nennt für Fahrten mit dem Ziel „Cruise Terminal Marseille“ derzeit einen durchschnittlichen UberX-Preis von etwa 16 Euro. Bei hoher Nachfrage können die Preise deutlich höher liegen. Für zwei oder mehr Personen können Uber oder Bolt deshalb eine interessante Alternative zu Shuttlebus und öffentlichen Verkehrsmitteln sein.

Blick von Notre Dame de la Garde
Blick von Notre Dame de la Garde – Bild: Tegeler

Stadtrundfahrten in Marseille

Wer nicht gut zu Fuß ist oder sich einen ersten Überblick verschaffen möchte, kann Marseille mit dem Petit Train oder einem Hop-on-Hop-off-Bus erkunden. Beide Angebote starten im Bereich des Vieux Port.

Der Petit Train Touristique startet am Quai du Port Nr. 174 und bietet zwei verschiedene Rundfahrten an. Die für Kreuzfahrer besonders interessante Route 1 führt über die Corniche hinauf zur Basilika Notre-Dame de la Garde. Unterwegs passiert man unter anderem den Palais du Pharo, die Abbaye Saint-Victor und das Vallon des Auffes. Die Rundfahrt dauert inklusive eines mindestens 20-minütigen Aufenthalts an der Basilika etwa 1 Stunde und 15 Minuten. Route 2 führt durch das alte Marseille und passiert unter anderem die Cathédrale de la Major, Le Panier, die Docks, Joliette und das MuCEM. Auch diese Rundfahrt dauert mit einem etwa 30-minütigen Aufenthalt in Le Panier oder bei den Terrasses du Port rund 1 Stunde und 15 Minuten. Erwachsene zahlen für beide Routen derzeit jeweils 11 Euro, Kinder von 3 bis 11 Jahren 6 Euro.

Eine Alternative sind die offenen Doppeldeckerbusse von Colorbus Marseille. Die Hop-on-Hop-off-Tour führt mit mehr als zehn Haltestellen unter anderem zum Vieux Port, zur Cathédrale de la Major, zum MuCEM, zur Corniche und zur Notre-Dame de la Garde. Man kann unterwegs beliebig ein- und aussteigen. Ein Tagesticket kostet für Erwachsene ab 23 Euro und für Kinder von 4 bis 13 Jahren 8 Euro.

Ein vollbesetztes Marseille Cruise Terminal
Ein vollbesetztes Marseille Cruise Terminal – Bild: MedCruise

Mietwagen

Ein Mietwagen lohnt sich unserer Meinung nach insbesondere für Landausflugsziele außerhalb von Marseille. Wer nach Aix-en-Provence oder weiter ins Hinterland fahren möchte, ist mit einem Mietwagen flexibel unterwegs.

Direkt am Marseille Provence Cruise Terminal gibt es keine klassischen Mietwagenstationen. Die größte Auswahl findet man am Hauptbahnhof Marseille-Saint-Charles. Hier sind unter anderem Sixt, Europcar, Hertz und Enterprise vertreten. Wir würden den Mietwagen vorab reservieren und bei der Buchung auch die Bedingungen für Kaution, Kreditkarte und Rückgabe prüfen. Einige Stationen ermöglichen eine Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten. Bei Sixt und Europcar am Bahnhof Saint-Charles gibt es zum Beispiel eine Schlüsselbox für die Rückgabe.

Vom Kreuzfahrthafen kann man mit dem kostenlosen Cruise Free Shuttle oder der Buslinie 35T zunächst bis zur Place de la Joliette fahren. Von dort fährt die Metrolinie M2 direkt zum Bahnhof Saint-Charles. Schneller und bequemer ist ein Taxi vom Kreuzfahrtterminal direkt zum Bahnhof.

Highlights für Landausflüge in Marseille auf eigene Faust

Marseille ist eine vielseitige Hafenstadt mit sehr unterschiedlichen Möglichkeiten für einen Tag an Land. Rund um den Vieux Port liegen die Altstadt Le Panier, die Cathédrale de la Major und das moderne MuCEM. Hoch über der Stadt thront die Basilika Notre-Dame de la Garde, von der man einen weiten Blick über Marseille und die Küste hat. Im Umland locken die Calanques, Cassis und Aix-en-Provence. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Marseille auf eigene Faust.

Die mächtige Cathédrale de la Major mit ihrer gestreiften Fassade.
Die mächtige Kathedrale von Marseille – Bild: Dezalb auf Pixabay

Orientierung für Kreuzfahrer

Marseille bietet für einen Kreuzfahrttag sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Viele Sehenswürdigkeiten rund um den Vieux Port, Le Panier und das MuCEM liegen relativ dicht beieinander und lassen sich gut zu Fuß verbinden. Für Notre-Dame de la Garde, das Château d’If oder Ziele im Umland muss man dagegen zusätzliche Zeit einplanen.

⭐ Für Erstbesucher: Wir würden an der Place de la Joliette starten und die Cathédrale de la Major, das MuCEM und Le Panier mit einem Bummel zum Vieux Port verbinden. Vom Vieux Port kann man anschließend mit dem Petit Train oder dem Bus 60 zur Notre-Dame de la Garde fahren. So sieht man an einem Kreuzfahrttag viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Marseille.

🏛️ Für Stadtbummler: Cathédrale de la Major, MuCEM, Le Panier und Vieux Port lassen sich sehr gut zu Fuß miteinander verbinden. Wer noch Zeit und Lust hat, kann vom Vieux Port über die Canebière weiter ins Zentrum laufen.

🎨 Für Kulturinteressierte: Das MuCEM und das benachbarte Fort Saint-Jean lassen sich gut mit der Cathédrale de la Major und Le Panier verbinden. Für die Cosquer Méditerranée sollte man zusätzliche Zeit einplanen und die Tickets möglichst vorab reservieren.

👀 Für schöne Aussichten: Den schönsten Blick über Marseille hat man von der Notre-Dame de la Garde. Ebenfalls schöne Aussichten bieten das Fort Saint-Jean und der Palais du Pharo am Eingang des Vieux Port.

⛴️ Für Meer & Inseln: Vom Vieux Port fahren Boote zum Château d’If und zu den Frioul-Inseln. Wegen der festen Abfahrtszeiten sollte man für diesen Ausflug genügend Zeitreserve für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff einplanen.

🌿 Für Natur & Umland: Die Calanques zwischen Marseille und Cassis sind eines der schönsten Landausflugsziele der Region. Für einen Kreuzfahrttag würden wir hier eine Bootstour oder einen organisierten Landausflug bevorzugen. Eine weitere Alternative ist Aix-en-Provence, das sich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lässt.

Stadtbummel durch Marseille

Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Marseille liegen zwischen der Place de la Joliette und dem Vieux Port und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Das ist besonders praktisch für Kreuzfahrer, die mit dem Cruise Free Shuttle oder der Buslinie 35T in die Stadt fahren. Von der Place de la Joliette kann man zunächst zur Cathédrale de la Major laufen und den Stadtbummel anschließend über das MuCEM, die Cosquer Méditerranée und Fort Saint-Jean, die Altstadt Le Panier und den Vieux Port fortsetzen. Von dort würden wir mit dem Petit Train oder dem Bus 60 hinauf zur Notre-Dame de la Garde fahren. Wer anschließend noch Zeit hat, kann rund um den Vieux Port weiterbummeln oder einen Abstecher auf die Canebière machen.

Karte des Vieux Port in Marseille
Rund um den Vieux Port von Marseille – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights für Landausflüge Marseille: 1. Cathédrale La Major, 2. Museum Mucem, 3. Cosquer Méditerranée, 4. Centre de la Vieille Charité (ehemaliges Armenhospital), 5. Le Panier Marseillais (Altstadt), 6. Fotomotiv „Marseille“, 7. La Canebière, 8. Palais du Pharo (Aussicht), 9. Weg zur Basilique Notre-Dame de la Garde, 10. L’Ombrière de Norman Foster, 11. Fähre über den View Port

Cathédrale de la Major

Die Cathédrale de la Major liegt am Rand der Altstadt und fast direkt am Meer. Der heutige Bau entstand ab 1852 unmittelbar neben den Resten einer älteren Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Mit ihren Kuppeln und dem auffälligen Wechsel von hellem und dunklem Stein ist die riesige Kathedrale schon von Weitem zu sehen. Im Inneren finden bis zu 3.000 Menschen Platz.

Von der Place de la Joliette (Haltestelle des Cruise Free Shuttles und der Buslinie 35T) läuft man nur etwa 10 Minuten bis zur Kathedrale. Der Eintritt ist kostenlos. Anschließend geht es am Meer entlang weiter zum MuCEM und zur Cosquer Méditerranée.

Blick auf die riesige Cathédrale de la Major
Die mächtige Kathedrale von Marseille – Bild: Dezalb auf Pixabay

MuCEM

Direkt am Eingang des Vieux Port liegt das moderne MuCEM (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers). Der markante würfelförmige Bau wurde 2013 eröffnet und ist von einem filigranen Betongitter umgeben. Auch wenn man das Museum nicht besuchen möchte, lohnt sich ein Abstecher wegen der Architektur und der Lage am Meer.

Das eigentliche Museum würden wir vor allem Kreuzfahrern empfehlen, die sich für die Kulturen und die Geschichte des Mittelmeerraums interessieren. Wer Marseille zum ersten Mal besucht und nur einen Kreuzfahrttag zur Verfügung hat, kann sich dagegen gut auf die Architektur und die frei zugänglichen Bereiche beschränken.

Direkt neben dem MuCEM befindet sich mit der Cosquer Méditerranée eine weitere moderne Attraktion. Anschließend führt unser Stadtbummel weiter zum historischen Fort Saint-Jean.

MuCEM ist von einem filigranen Gitterwerk umgeben
MuCEM – Fred2600 auf Pixabay

Cosquer Méditerranée

Direkt neben dem MuCEM befindet sich die Cosquer Méditerranée. Hier wurde die berühmte prähistorische Grotte Cosquer originalgetreu nachgebildet. Die echte Höhle liegt östlich von Marseille und ihr Eingang befindet sich heute rund 37 Meter unter dem Meeresspiegel. In ihrem Inneren wurden zahlreiche rund 30.000 Jahre alte Höhlenmalereien und Gravuren entdeckt.

Der Besuch beginnt mit einer Fahrt in kleinen Fahrzeugen durch die nachgebildete Höhle. Dabei sieht man unter anderem Handabdrücke, Pferde, Steinböcke, Bisons und Meerestiere. Anschließend informiert eine Ausstellung über die Entdeckung der Höhle, das Leben der Menschen in der Eiszeit und den damaligen Mittelmeerraum.

Für Kreuzfahrer ist Cosquer Méditerranée eine interessante Alternative zu einem klassischen Museumsbesuch. Besonders für Familien und alle, die sich für Vorgeschichte und Höhlenmalerei interessieren, würden wir die Attraktion in Betracht ziehen. Man sollte dafür allerdings etwa zwei Stunden einplanen und die Tickets möglichst vorab für ein festes Zeitfenster reservieren. Der Eintritt kostet derzeit 18 Euro.

Fußgängerbrücke vom MuCEM zum Fort St. Jean
Fußgängerbrücke vom MuCEM zum Fort St. Jean – Bild: ChiemSeherin auf Pixabay

Fort Saint-Jean

Direkt neben dem MuCEM liegt das historische Fort Saint-Jean am Eingang des Vieux Port. Die Festungsanlage stammt in ihrer heutigen Form überwiegend aus dem 17. Jahrhundert und gehört heute zum MuCEM. Die Außenbereiche mit ihren Mauern, Gärten und Terrassen sind frei zugänglich. Von hier hat man schöne Ausblicke auf den Vieux Port, das Meer und die gegenüberliegende Seite des Hafens.

Für unseren individuellen Stadtbummel in Marseille geht man vom MuCEM über die hohe Fußgängerbrücke zum Fort Saint-Jean und durchquert die Festungsanlage. Am anderen Ende führt eine zweite Fußgängerbrücke über die breite Straße direkt hinüber nach Le Panier. So gelangt man auf einem besonders schönen Weg vom modernen Museumsviertel in die historische Altstadt.

Altstadt Le Panier

Auf der anderen Seite der Fußgängerbrücke beginnt Le Panier, das älteste Viertel von Marseille. Es erstreckt sich auf einem kleinen Hügel oberhalb des Vieux Port und lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Hier kann man herrlich durch enge und teilweise steile Gassen bummeln. Die bunten, verwinkelten Straßen sind voller Graffiti, kleiner Ateliers, Cafés und Wäscheleinen.

Die barocke Vieille Charité im Panierviertel mit der dreigeschossigen Arkadengalerie
Vieille Charité – Falco auf Pixabay

Für unseren Stadtbummel würden wir zunächst einen kleinen Abstecher zur Vieille Charité machen. Das ehemalige Armenhospital entstand ab 1671 und besteht aus einer dreigeschossigen Arkadengalerie rund um einen rechteckigen Innenhof. In deren Mitte steht eine barocke Kapelle. Heute beherbergt die Vieille Charité mehrere Museen und Ausstellungen. Auch ohne Museumsbesuch lohnt sich ein Blick in den schönen Innenhof.

Anschließend kann man über die Place des Pistoles und durch die Gassen rund um die Rue du Panier zur Place de Lenche bummeln. Von hier geht es bergab in Richtung Vieux Port. Dabei muss man keiner ganz bestimmten Straße folgen. Gerade die kleinen Gassen und Plätze machen für uns den Reiz von Le Panier aus.

Vieux Port

Von Le Panier geht es hinunter zum Vieux Port, dem alten Hafen und heutigen Mittelpunkt von Marseille. Bereits in der Antike befand sich hier der Hafen der Stadt. Heute liegen in dem lang gestreckten Hafenbecken vor allem Fischerboote und Jachten. An den Kais reihen sich Cafés und Restaurants, und am Kopfende des Hafens verkaufen Fischer am Vormittag noch immer ihren Fang.

Unterwegs am Vieux Port
Unterwegs am Vieux Port – Bild: Tegeler

Eine kleine Besonderheit ist die Fähre, die das Hafenbecken zwischen dem Quai du Port beim Rathaus und dem gegenüberliegenden Quai de Rive Neuve überquert. Die kurze Fahrt spart zwar kaum Zeit, gehört für uns aber irgendwie zu einem Bummel durch Marseille. Am Kopfende des Vieux Port steht außerdem L’Ombrière von Norman Foster. Das große Spiegeldach aus poliertem Edelstahl ist ein beliebtes Fotomotiv. Wer daruntersteht, sieht sich und das Treiben auf dem Platz über Kopf gespiegelt.

Der Vieux Port ist auch der Ausgangspunkt für den nächsten Teil unseres Stadtbummels. Von hier fahren der Petit Train und die Buslinie 60 hinauf zur Basilika Notre-Dame de la Garde.

Notre-Dame de la Garde

Vom Vieux Port würden wir mit dem Petit Train oder der Buslinie 60 hinauf zur Notre-Dame de la Garde fahren. Die Basilika steht auf einem 161 Meter hohen Kalkfelsen und ist von fast überall in Marseille zu sehen. Die Marseiller nennen ihr Wahrzeichen liebevoll „La Bonne Mère“ – die gute Mutter.

Seitenansicht von Notre-Dame de la Garde
Ankunft an der Basilique Notre-Dame de la Garde – Bild: DEZALB auf Pixabay

Der heutige Bau entstand ab 1853 und fällt schon von Weitem durch seinen hohen Glockenturm mit der vergoldeten Marienstatue auf. Im Inneren lohnt sich besonders ein Blick auf die farbenprächtigen Mosaiken. An den Wänden und Decken hängen außerdem zahlreiche Votivgaben, darunter Modelle von Schiffen. Sie erinnern an die enge Verbindung der Basilika mit den Seeleuten und Fischern von Marseille.

Fast genauso wichtig wie die Kirche ist für uns die Aussicht. Von den Terrassen rund um die Basilika blickt man über den Vieux Port, die Stadt, den Kreuzfahrthafen, die Frioul-Inseln und weit entlang der Küste. Bei klarem Wetter kann man hier oben einige Zeit verbringen.

Der Eintritt in die Basilika ist kostenlos. Für die Rückfahrt kann man wieder den Bus 60 oder den Petit Train zum Vieux Port nehmen.

Blick von Notre-Dame de la Garde über den Vieux Port und die Stadt Marseille
Blick von Notre-Dame de la Garde – Bild: Tegeler

La Canebière

Wer nach der Rückkehr zum Vieux Port noch Zeit und Lust hat, kann den Stadtbummel auf der Canebière ausklingen lassen. Die bekannte Straße beginnt direkt am Kopfende des Alten Hafens und führt rund einen Kilometer in Richtung Innenstadt. Im 19. Jahrhundert war sie eine der vornehmsten Straßen von Marseille und wurde von großen Hotels, Cafés und prächtigen Geschäftshäusern geprägt. Heute ist die Canebière eine lebhafte Einkaufs- und Verkehrsstraße. Für uns gehört sie nicht unbedingt zu den großen Sehenswürdigkeiten von Marseille. Man kann hier aber noch ein wenig bummeln, etwas trinken oder einkaufen, bevor man sich auf den Rückweg zum Kreuzfahrtschiff macht.

Château d’If

Das Château d’If liegt auf einer kleinen Felseninsel vor Marseille und ist vor allem durch den Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas bekannt. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert unter König Franz I. errichtet und später lange als Gefängnis genutzt. Von den Mauern hat man einen schönen Blick auf Marseille, die Frioul-Inseln und die Küste.

Chateau d’If ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Marseille. Die Überfahrt ist vom Vieux Port aus auf eigene Faust möglich. Der ganzjährig verkehrende Anbieter Le Bateau Frioul If startet an der Gare Maritime am Quai de la Fraternité direkt bei L’Ombrière am Kopfende des Alten Hafens. Ein weiterer Anbieter ist Calanques If, der saisonal zum Château d’If fährt. Die Überfahrt muss zusätzlich zum Eintritt in das Château bezahlt werden.

Château d'If von der Fähre aus gesehen
Château d’If – Bild: gdmoonkiller auf Pixabay

Für die Besichtigung des Schlosses sollte man etwa 45 Minuten einplanen. Wer sich auch auf der kleinen Insel umsehen möchte, kommt auf etwa 1,5 Stunden vor Ort. Der Eintritt kostet derzeit 7 Euro.

Landausflüge im Umland von Marseille

Das Umland von Marseille bietet eine ungewöhnlich große Auswahl für einen Kreuzfahrttag. Besonders beliebt sind die spektakulären Calanques und das kleine Hafenstädtchen Cassis. Aix-en-Provence ist mit seiner eleganten Altstadt ebenfalls ein klassisches Landausflugsziel. Viele Reedereien fahren von Marseille aber deutlich weiter in die Provence. Angeboten werden zum Beispiel Ausflüge nach Arles, Avignon und zum Pont du Gard sowie nach Saint-Rémy-de-Provence und Les Baux-de-Provence. Zur Blütezeit sind außerdem Touren zu den Lavendelfeldern der Provence beliebt. Auf eigene Faust sind vor allem Cassis, die Calanques und Aix-en-Provence interessant. Bei weiter entfernten Zielen spielen die lange Anfahrt und die begrenzte Liegezeit eine größere Rolle. Hier können ein Mietwagen oder ein organisierter Landausflug die sinnvollere Wahl sein.

Calanques und Cassis

Der Nationalpark Calanques erstreckt sich an der Küste zwischen Marseille, Cassis und La Ciotat und ist ein beliebtes Landausflugsziel. Charakteristisch sind die steilen weißen Kalkfelsen und schmalen Buchten mit türkisfarbenem Wasser. Zu den bekanntesten Calanques gehören Sormiou, Morgiou, En-Vau, Port-Pin und Port-Miou.

Das intensive Azurblau des Wassers bildet in den Calanques einen spektakulären Kontrast zu den steilen, weiß-grauen Kalksteinfelsen.
Das Blau der Calanques – Bild: danfador auf Pixabay

Für Kreuzfahrer ist eine Bootstour die einfachste Möglichkeit, die Calanques auf eigene Faust zu erleben. Direkt am Vieux Port starten die Ausflugsboote von Croisières Marseille Calanques und Icard Maritime. Je nach gewählter Tour geht es entlang der Küste vorbei an den vorgelagerten Inseln und durch mehrere Calanques bis in Richtung Cassis. Die Fahrtdauer hängt von der gewählten Route ab. Bei starkem Wind oder hohem Wellengang können Fahrten ausfallen.

Eine schöne Alternative ist ein Landausflug nach Cassis. Der kleine Hafenort liegt östlich von Marseille und ist selbst ein beliebtes Landausflugsziel. Direkt am Hafen starten ganzjährig verschiedene Bootstouren in die Calanques. Die kürzeste Rundfahrt führt in etwa 45 Minuten zu Port-Miou, Port-Pin und En-Vau. Längere Touren besuchen fünf, acht oder neun Calanques.

Wer die Calanques zu Fuß erkunden möchte, muss mehr Zeit einplanen. Die Wege sind teilweise steil und anspruchsvoll. Hinzu kommen im Sommer Zugangsbeschränkungen wegen der Waldbrandgefahr. Zwischen dem 1. Juni und 30. September kann der Zugang zum Nationalpark je nach Gefahrenlage eingeschränkt oder vollständig gesperrt werden. Für einen normalen Kreuzfahrttag würden wir deshalb eher eine Bootstour wählen.

Die berühmten bunten Häuser in Cassis
Cassis – Bild: Heike Schauz auf Pixabay

Wer hauptsächlich die Landschaft der Calanques sehen möchte, ist mit einer Bootstour direkt ab dem Vieux Port am unkompliziertesten unterwegs. Wer zusätzlich das schöne Cassis kennenlernen möchte, kann mit dem Zug nach Cassis fahren und dort eine kürzere Bootstour mit einem Bummel durch den Hafenort verbinden.

Aix-en-Provence

Aix-en-Provence liegt etwa 35 km nördlich vom Hafen in Marseille und ist eines der klassischen Landausflugsziele in der Provence. Die elegante Universitätsstadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Rund um den von Platanen gesäumten Cours Mirabeau erstreckt sich eine schöne Altstadt mit engen Gassen, kleinen Plätzen, Straßencafés, Märkten und zahlreichen Brunnen.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Kathedrale Saint-Sauveur, das historische Rathaus mit der Place de l’Hôtel de Ville und der Cours Mirabeau mit der Fontaine de la Rotonde. Berühmt ist Aix-en-Provence außerdem als Heimatstadt des Malers Paul Cézanne. Für einen Kreuzfahrttag würden wir uns vor allem auf einen gemütlichen Stadtbummel durch die Altstadt konzentrieren.

Platz in Aix en Provence
Landausflüge nach Aix-en-Provence – Bild: MSC Cruises

Vom Bahnhof Marseille-Saint-Charles fahren regelmäßig TER-Züge zum Bahnhof Aix-en-Provence Centre. Die Fahrt dauert etwa 40 bis 45 Minuten. Der Bahnhof liegt am Rand der Innenstadt und die Altstadt ist von hier bequem zu Fuß erreichbar. Eine gute Alternative ist die direkte Buslinie L50. Sie fährt sehr häufig vom Busbahnhof am Gare Saint-Charles zur Gare Routière in Aix-en-Provence und benötigt je nach Verkehr etwa 30 bis 40 Minuten. Auch von dort erreicht man die Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß.

Einige Reedereien bieten außerdem reine Transfers nach Aix-en-Provence mit mehreren Stunden Freizeit an. Das ist für Kreuzfahrer eine bequeme Alternative: Man muss sich nicht um die Anreise kümmern und kann Aix-en-Provence trotzdem auf eigene Faust erkunden.

Weitere Landausflugsziele in der Provence

Von Marseille aus führen Landausflüge weit hinein in die Provence. Zu den beliebtesten Zielen gehören Avignon, der Pont du Gard, Arles, Saint-Rémy-de-Provence und Les Baux-de-Provence. In den Sommermonaten kommen Ausflüge zu den berühmten Lavendelfeldern hinzu.

Die berühmte Brücke von Avignon
Avignon – Bild: Gilles Lagnel auf Pixabay

Avignon ist vor allem wegen des Papstpalastes und der berühmten Pont Saint-Bénézet bekannt. Häufig wird die Stadt mit dem Pont du Gard kombiniert. Das römische Aquädukt gehört zum UNESCO-Welterbe und liegt etwa 25 km westlich von Avignon.

Arles ist deutlich von seiner römischen Vergangenheit geprägt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören das große Amphitheater und das antike Theater. Außerdem ist die Stadt eng mit Vincent van Gogh verbunden, der hier einige seiner berühmtesten Bilder malte.

Eine andere Möglichkeit ist eine Rundfahrt durch die Landschaft der Provence. Beliebte Ziele sind Saint-Rémy-de-Provence und das auf einem Felsen gelegene Les Baux-de-Provence. Zur Lavendelblüte führen viele Landausflüge außerdem zu den violetten Feldern der Provence. Wann und wo der Lavendel blüht, hängt allerdings von Region, Wetter und Erntezeitpunkt ab.

Lavendel in der Abendsonne
Lavendel in der Abendsonne – Bild: Léonard Cotte auf Unsplash

Für Kreuzfahrer sind diese weiter entfernten Ziele auf eigene Faust deutlich aufwendiger als Cassis oder Aix-en-Provence. Wer mehrere Orte miteinander verbinden möchte, ist mit einem Mietwagen flexibel unterwegs. Wegen der langen Fahrstrecken und der begrenzten Liegezeit würden wir hier aber auch einen organisierten Landausflug in Betracht ziehen. Die Reedereien bieten von Marseille zahlreiche Touren in diese Regionen an.

Weitere Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge im Mittelmeer: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Valencia, Valletta (Malta)

Fazit – Landausflüge in Marseille auf eigene Faust

Marseille ist ein gutes Ziel für Landausflüge auf eigene Faust. Der große Kreuzfahrthafen liegt zwar etwa 8 km außerhalb des Stadtzentrums, mit dem Cruise Free Shuttle, öffentlichen Bussen oder einem Taxi erreicht man aber gut die Innenstadt. Rund um den Vieux Port lassen sich viele Sehenswürdigkeiten anschließend zu Fuß miteinander verbinden.

Wer zum ersten Mal in Marseille ist, sollte unserer Meinung nach die Cathédrale de la Major, das MuCEM und Fort Saint-Jean mit einem Bummel durch Le Panier und den Vieux Port verbinden. Vom Vieux Port kommt man anschließend mit dem Petit Train oder der Buslinie 60 bequem hinauf zur Notre-Dame de la Garde. Damit bekommt man an einem Kreuzfahrttag einen sehr guten Eindruck von Marseille.

Wer die Stadt bereits kennt oder lieber ins Umland fahren möchte, hat ebenfalls viel Auswahl. Besonders gut eignen sich die Calanques, Cassis und Aix-en-Provence. Weiter entfernte Ziele wie Arles, Avignon, der Pont du Gard oder Les Baux-de-Provence sind ebenfalls möglich, erfordern wegen der längeren Fahrzeiten aber mehr Planung oder einen organisierten Landausflug.

Petra im Devil's Bridge National Park auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks. Wenn Sie bei uns buchen, bekommen wir einen kleinen Dankeschön-Bonus. Dieser hat keinen Einfluss auf den Preis, den Sie zahlen, und hilft uns, diese Website zu betreiben.