Istanbul auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Istanbul auf eigene Faust zusammengetragen. Die Metropole am Bosporus ist mit gut 15 Millionen Einwohnern der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt der Türkei. Das beliebte Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten im östlichen Mittelmeer ist voller wunderbarer Kontraste. Kein Wunder, erstreckt sich die Stadt doch auf zwei Kontinenten. Nur der Bosporus trennt hier Europa von Asien. Jährlich kommen ca. 14 Millionen Touristen nach Istanbul, die damit regelmäßig zu den zehn meistbesuchten Städten der Welt gezählt wird. Die türkische Metropole blickt auf eine dreitausendjährige Geschichte zurück. Aus Byzanz wurde Konstantinopel und ab 1453 mit der Eroberung durch die Osmanen Istanbul. Eine Weltstadt war die Stadt bereits im 4. Jahrhundert.

Landausflüge in Istanbul auf eigene Faust
Hagia Sophia von See aus gesehen – Bild: MSC Cruises

Der Galataport befindet sich nördlich des Goldenen Horns im europäischen Teil der Stadt. Über die Galatabrücke gelangen die Landausflügler in das Altstadtviertel Sultanahmet mit den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Istanbuls. Dazu gehören die Cisterna Basilica, die Blaue Moschee, die Hagia Sophia oder der Topkapi Palast. Diese weltbekannten Bauwerke liegen nah beieinander im alten Stadtkern und sind vom Kreuzfahrthafen sogar zu Fuß erreichbar. Gut für alle, die Istanbul auf eigene Faust erkunden möchten. Die Landeswährung ist die Türkische Lira. Ein Euro sind derzeit ca. 20 TL. Die Türkei leidet unter einer extrem hohen Inflation. Stand: Januar 2023

Der Kreuzfahrthafen von Istanbul

Der Kreuzfahrthafen Istanbuls befindet sich unweit des Galataturms in Karaköy (früher Galata), einem Stadtviertel im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu. Hier wurde in den letzten Jahren kräftig gebaut. Der neue Istanbul Cruise Port wurde in ein städtebauliches Sanierungsprojekt integriert, das Galataport genannt wird. Ein Milliardenprojekt auf einer Fläche von 400.000 Quadratmetern und einer Küstenlinie von 1,2 Kilometern. Es entstanden Büros, Hotels, Geschäfte, Gastronomie und eine schöne Promenade am Meer. Es gibt im Bereich des Galataports auch einige Denkmäler wie den Tophane-Uhrturm oder die Nusretiye Moschee.

Galataport
Galataport – Bild: MedCruise

Das neue Istanbul Cruise Terminal Galataport befindet sich unter der Erde! Geplant wurde für drei Kreuzfahrtschiffe und 15.000 Passagiere pro Tag. Auch der Verkehr wurde unter die Erde verlegt, um die Küstenlinie freizuhalten. Der Taxistand und die Landausflugsbusse stehen auf unterirdischen Parkplätzen! Wenn ein Kreuzfahrtschiff an der Promenade anlegt, werden hydraulische Sicherheitswände ausgefahren. Die Passagiere werden in das unterirdische Terminal geleitet, wo die Pass- und Sicherheitskontrollen stattfinden. Man kann dann das Cruise Terminal mit einem Taxi, einem Ausflugsbus oder zu Fuß verlassen. Wenn das Schiff ausläuft, werden die hydraulischen Sicherheitswände eingefahren und die Küstenlinie ist wieder frei.

Obwohl der Galataport gerade erst fertig geworden ist, plant man in Istanbul einen weiteren neuen Kreuzfahrthafen im Stadtteil Yenikapi. Hier sollen täglich bis zu 20.000 Passagieren gegrüßt werden können. Ziel ist, Istanbul zu einem der wichtigsten Kreuzfahrtzentren im Mittelmeer zu machen.

Eingang zum unterirdischen Cruise Terminal
Hydraulische Sicherheitwände am Eingang zum unterirdischen Terminal – Bild: Galataport

Mobil in Istanbul auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Istanbul auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Zu Fuß

Die meisten Kreuzfahrer zieht es in das historische Zentrum Istanbuls. Im Stadtviertel Sultanahmet befinden sich mit dem Topkapi Palast, der Hagia Sophia und der Blauen Moschee die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auch der Große Basar, die Cisterna Basilica (versunkener Palast) und einige weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich auf der historischen Halbinsel. Es liegt alles relativ dicht beieinander. Ideal für eine Besichtigung zu Fuß.

Der Weg nach Sultanhamet führt über die Galatabrücke. Diese überspannt das Goldene Horn (einen 7 km tief ins Land schneidenden Seitenarm des Bosporus) und kann zu Fuß überquert werden. Einen Spaziergang nach Sultanahmet kann man, je nach Liegeplatz, in gut 30 bis 45 Minuten zu Fuß schaffen. Der Weg ist sehr attraktiv und bietet tolle Ausblicke. Ideal für einen Tag in Istanbul auf eigene Faust.

Der Galataport liegt günstig für Landausflüge in Istanbul
Lage des Galataport in Istanbul

Wer möchte, kann auch in Richtung Norden gehen und nach ca. 1,5 Kilometern den prachtvollen Sultanspalast Dolmabahçe Sarayı zu Fuß erreichen. Man kann allerdings auch den Großteil der Strecke mit der Straßenbahn zurücklegen.

Straßenbahn

Direkt am Kreuzfahrthafen Galataport verläuft die Straßenbahnlinie T1 (dunkelblau), die für Landausflüge in Istanbul auf eigene Faust sehr nützlich ist. Eine Karte fügen wir hier bei. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Verkehrsbetriebe Metro Istanbul. Eine Metro gibt es natürlich auch. Für Landausflüge ist die Tram T1 aber interessanter. Die meisten Landausflügler werden wohl an der Haltestelle „Tophane“ einsteigen. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Istanbuls sind mit der Tram T1 in wenigen Minuten erreichbar. Fährt man in Richtung Süden, kommt man an folgenden Haltestellen vorbei:

  • Karaköy: Galata-Turm
  • Eminönü: Ägyptischer Basar
  • Gülhane: Gülhane-Park, Topkapi-Palast, Ärchäologisches Museum
  • Sultanahmet: Blaue Moschee, Hagia Sophia, Topkapi-Palast, Cisterna Basilica
  • Beyazit: Großer Basar
Unterirdische Busparkplätze
Unterirdische Busparkplätze im Galataport – Bild: Galataport

Fährt man von der Haltestelle Tophane am Hafen in Richtung Norden, ist die übernächste Haltestelle Kabataş. Von hier ist der Dolmabahçe-Palast nur noch wenige hundert Meter entfernt. Oder man steigt um den F1 Taksim-Kabatas Funicular und fährt zum Taksim-Platz. Hier beginnt (oder endet) auch die berühmte Einkausstraße Istiklal Caddesi.

Die Fahrscheine sind sehr günstig. Aufgrund der hohen Inflation können sich schnelle Veränderungen einstellen. Man erwirbt an den Haltestellen runde Tokens (Jetons) an den Biletmatik oder Jetonmatik token machines, die für jeweils eine Fahrt gültig sind.

Alternativ gibt es das elektronische Pre-Paid-System Istanbulkart. Die Istanbulkart kann man für 60 Türkische Lira erwerben und dann mit Guthaben aufladen, das dann verbraucht werden kann. Die einzelnen Fahrten sind dann noch günstiger. Neben den Automaten kommen auch Kioske als Verkaufsstellen infrage. Wenn hier eine Istanbulkart erwirbt, muss man diese noch an den Automaten mit Guthaben aufladen. Es gibt auch eine App. Die Istanbulkart lohnt wohl nur, wenn man mehrere Tage in der Stadt bleiben möchte.

Promenade am Galataport
Meerespromenade am Galataport – Bild: Galataport

Taxis

Die Taxis in Istanbul sind gelb und haben ein gelbes Taxischild auf dem Dach. Angeblich gibt es 18.000 gelbe Taxis und die Straßen sind voll davon. Man muss nie lange warten und kann ein Taxi per Handzeichen herbeirufen. Natürlich gibt es auch Taxistände. Am Galataport gibt es einen unterirdischen Taxistand im unterirdischen Cruise Terminal.

Die Fahrten werden durch das Taxameter abgerechnet. Der Grundpreis liegt derzeit bei 9,8 TL und der Kilometerpreis bei 6,3 TL. Wegen der hohen Inflation sind hier Preisänderungen zu erwarten. Es gibt keine höheren Nacht- oder Feiertagstarife, aber gelegentlich Mautgebühren für Brücken oder Tunnel. Bezahlt werden kann mit Bargeld oder mit einer Kreditkarte.

Eine Besonderheit sind Luxustaxis, die türkis oder schwarz lackiert sind. Die türkisfarbenen Taxis sind 15 Prozent und die schwarzen Taxis 100 Prozent teurer. Hier werden höherwertige Fahrzeuge eingesetzt.

Istanbul Sehenswürdigkeiten
Istanbul Sehenswürdigkeiten – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Topkapi-Palast, 2-Hagia Sophia, 3-Blaue Moschee, 4-Cisterna Basilica, 5-Großer Basar, 6-Ägyptenbasar oder Spice Market, 7-Dolmabahçe-Palast, 8-Galataturm, 9-Taksim-Platz, 10-İstiklal Caddesi (Einkaufsstraße)

Stadtrundfahrten

Mit der Firma Big Bus Tours ist ein international bekannter Anbieter von Stadtrundfahrten auch in Istanbul vertreten. Das Unternehmen bietet derzeit eine Route mit elf Haltestellen an. Haltestele Nr. 4 ist der Galataport. Eine komplette Runde dauert zwei Stunden und jede Stunde kommt ein Bus an jeder Haltestelle vorbei. Tickets für die Stadtrundfahrten kann man hier* vorab erwerben.

Landausflüge in Istanbul buchen

Für den Tag in Istanbul werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem internationalen Portal* an. Die Tiefpreisgarantie, eine 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahllose Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl und geben Sicherheit bei der Buchung. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Istanbul findet man bei GetYourGuide*.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Istanbul

Istanbul erstreckt sich über zwei Kontinente und ist eine der ältesten und aufregendsten Städte der Welt. Nur die Meerenge des Bosporus trennt hier Asien und Europa und verbindet das Marmarameer (ein Binnenmeer des Mittelmeeres) mit dem Schwarzen Meer. Hier ein Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Istanbul auf eigene Faust.

Topkapi Palast
Topkapi Palast – Bild: MSC Cruises

Die historische Halbinsel

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich auf der historischen Halbinsel (Sultanahmet District), die im Norden vom Goldenen Horn (einem Meeresarm), im Osten vom Bosporus und im Süden vom Marmarameer begrenzt wird. Im Westen schützen mächtige Stadtmauern das ehemalige Konstantinopel. In diesem ältesten Teil der Stadt kann man sich gut zu Fuß fortbewegen.

Hagia Sophia

Die Hagia Sophia ist wohl das bekannteste Bauwerk Istanbuls. Die im 6. Jahrhundert erbaute byzantinische Basilika wird besonders wegen ihrer gewaltigen Ziegel-Kuppel bewundert und galt deshalb gar als achtes Weltwunder. Aus dem Museum wurde in jüngster Zeit wieder eine Moschee. Mit der Folge, dass der Eintritt jetzt kostenlos ist. Jedermann kann die Hagia Sophia außerhalb der Gebetszeiten besuchen. Allerdings kann es zu langen Schlangen kommen. Wer denen aus dem Weg gehen möchte, sollte eine Führung* buchen. Es gelten Bekleidungsvorschriften. Frauen müssen die Haare bedecken, Männer zumindest lange Hosen tragen.

Blaue Moschee

In der Nachbarschaft der Hagia Sophia befindet sich die prachtvolle Blaue Moschee mit ihren sechs Minaretten. Diese heißt eigentlich Sultan-Ahmed-Moschee und wurde im frühen 17. Jahrhundert erbaut. Die blauen Keramikfliesen, die der Moschee ihren Namen gaben, tauchen das Innere in blaues Licht. Die Blaue Moschee kann ebenfalls kostenlos besucht werden. Es gelten die üblichen Bekleidungsvorschriften.

Innenansicht der Blauen Moschee
Innenansicht der Blauen Moschee – Bild: MSC Cruises

Topkapi Palast

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Hagia Sophia befindet sich der berühmte Topkapi Palast, die riesige ehemalige Residenz der osmanischen Sultane. Nur der Sultan durfte durch das zweite Tor in den Hof einreiten. Zur Rechten liegen die alten Küchen mit einer Sammlung chinesischen und europäischen Porzellans von unschätzbarem Wert und zur Linken einer der Eingänge zum Harem. Hier hatte der Sultan eigene Wohnräume. Er konnte bis zu vier rechtmäßige Frauen und unzählige Konkubinen haben. Wenn schon der Harem faszinierend ist, so verschlägt einem die Schatzkammer des Osmanischen Reichs die Sprache. Das Kombi-Ticket für den Palast, den Harem und die Hagia Irene liegt bei 650 TL. Wegen der hohen Inflation können sich die Preise schnell ändern. Mit einer Führung* hat man mehr von dem Besuch. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Directorate of National Palaces.

Archäologisches Museum

Im Gühane-Park und umgeben von den äußeren Mauern des Topkapi-Palastes befindet sich das Archäologische Museum Istanbuls. Die Ausstellungsstücke stammen aus dem Gebiet des gesamten osmanischen Reiches. Besonders bekannt ist der sogenannte Alexandersarkophag.

Cisterna Basilica

Unweit der Hagia Sophia befindet sich die Cisterna Basilica. Die berühmte Zisterne aus dem 6. Jahrhundert hat wohl jeder schon einmal auf Bildern gesehen. Auch viele Filme wurden hier gedreht. Manchmal wird das Bauwerk auch „Versunkener Palast“ genannt. Der antike Wasserspeicher wird von 12 Reihen mit jeweils 28, acht Meter hohen Säulen getragen. Das Wasser, das Licht und Musik schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Die Zisterne ist täglich von 9 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt liegt bei 300 TL. Auch hier der Hinweis auf die Inflation.

Großer Basar in Istanbul auf eigene Faust erleben
Großer Basar – Bild: MSC Cruises

Großer Basar und Ägyptischer Basar

Der überdachte Große Basar hat eine Grundfläche von 31.000 m². Angeblich gibt es 4.000 Händler, die nach Branchen sortiert die unterschiedlichsten Waren feilbieten. Die gigantische Markthalle wurde bereits im 15. Jahrhundert nach der Eroberung der Stadt durch die Türken angelegt. Von der Hagia Sophia geht man ca. 900 Meter bis hierher. Wer möchte, kann mit der Tram eine Haltestelle von Sultanahmet bis Beyazıt fahren.

Unweit der Galatabrücke und ebenfalls noch auf der historischen Halbinsel ist auch der Ägyptische Basar oder Spice Market ein lohnenswertes Ziel für Landausflüge in Istanbul. Hier gibt es neben Gewürzen auch viele leckere Süßigkeiten. Die Haltestelle Eminönü der T1 ist nur einen Steinwurf entfernt.

Stadtteil Beyoğlu

Nördlich der historischen Halbinsel, auf der anderen Seite des Goldenen Horns, erstreckt sich der ebenfalls historische Stadtteil Beyoğlu rund um den Galataturm, den Taksim-Platz und die bekannte Einkaufsstraße İstiklal Caddesi. Hier befindet sich auch der Galataport. Dieser Teil der Stadt war in der Antike ein Vorort Konstantinopels und unter dem Namen Pera bekannt. Heute ist Beyoğlu das Zentrum des westlich geprägten Istanbuls.

 Cisterna Basilica
Cisterna Basilica – Bild: MSC Cruises

Durch mehrere Brücken ist Beyoğlu mit der historischen Halbinsel verbunden. Die wichtigste Verbindung ist die Galatabrücke, die man auch als Fußgänger überqueren kann. Dadurch ist der Weg vom Galataport zu den Sehenswürdigkeiten der historischen Halbinsel überschaubar. Am Fuß der Galatabrücke liegen die Boote, die Rundfahrten auf dem Bosporus anbieten. Auch Fährverbindungen gibt es hier.

Galataturm

Den ca. 70 Meter hohen Galataturm sieht man bereits vom Schiff. Das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte Istanbuls. Die Aussicht über das Goldene Horn, die Altstadthalbinsel und den Bosporus ist hervorragend. Besonders vor Sonnenuntergang sind die Schlangen lang. Man kann mit dem Aufzug nach oben fahren. Der Eintritt liegt aktuell bei 175 TL. Achtung Inflation.

Taksim-Platz

Der Taksim-Platz ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im europäischen Teil Istanbuls. Der Galataport ist ca. 2 Kilometer entfernt. Auf dem Platz steht das Denkmal der Republik. Am nördlichen Ende beginnt der Gezi-Park. Im Jahre 2013 waren Platz und Park das Zentrum großer Demonstrationen gegen die Regierung, die sich an einem umstrittenen Bauprojekt entzündeten.

İstiklal Caddesi
Einkaufsmeile İstiklal Caddesi mit der historischen Tram – Bild: G. Simmermacher auf Pixabay

İstiklal Caddesi

Die bekannte Istanbuler Shoppingmeile İstiklal Caddesi (Unabhängigkeitsstraße) führt über 1,4 Kilometer vom Taksim-Platz zum Tünel-Platz. In den 1990er-Jahren wurde die Straße zur Fußgängerzone und damit tagsüber zum Einkaufszentrum und am Abend zum Zentrum des Nachtlebens. Über die İstiklal Caddesi verläuft eine beliebte historische Straßenbahnlinie mit schönen roten Wagen (Linie T2).

Bosporus

Eine Bootsfahrt über den Bosporus ist ein Highlight für Landausflüge in Istanbul auf eigene Faust. Auch wenn man die Stadt von Deck aus ja bereits vom Wasser aus sieht. Die Boote liegen zum Beispiel am Fuße der Galatabrücke auf beiden Seiten des Goldenen Horns. Tickets können an einem offiziellen Schalter erworben werden. Während der Fahrt kommt man an vielen weiteren bekannten Sehenswürdigkeiten von Istanbul vorbei. Zum Beispiel am Leanderturm (Mädchenturm) oder am prachtvollen Dolmabahçe Palast, in dem ab 1856 die türkischen Sultane residierten.

Die Auswahl an verschiedenen Bosporus-Touren ist groß. Die bekanntesten Anbieter sind die Firmen Sehir Hatlari (sehirhatlari.istanbul), Turyol (turyol.com) und Dentur (denturavrasya.com). Angebote findet man auch bei Tiqets*.

Bootsfahrt auf dem Bosporus
Bootsfahrt auf dem Bosporus – Bild: MSC Cruises

Dolmabahçe Palast

Der Dolmabahçe Palast befindet sich ein gutes Stück nördlich des Kreuzfahrthafens im Stadtteil Beşiktaş, direkt am europäischen Ufer des Bosporus. Das neue Stadion von Besiktas Istanbul liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Der märchenhafte Dolmabahçe Palast wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, nachdem den Sultanen der Topkapi Palast zu altmodisch und zu wenig repräsentativ geworden war. Die Baukosten waren astronomisch und schädigten die Wirtschaft des Landes nachhaltig. Kein Wunder, besteht der 600 Meter lange Palast aus weißem Marmor und entfaltet eine unglaubliche Pracht. Angeblich wurden 14 Tonnen Blattgold verarbeitet. Heute ist der Palast eine echte Sehenswürdigkeit. Die Eintrittspreise sind entsprechend. Als Europäer zahlt man 450 TL. Auch hier nochmal der Hinweis auf die Inflation. Informationen findet man auf der Webseite des Directorate of National Palaces.

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