Cannes auf eigene Faust

Wer Landausflüge in Cannes auf eigene Faust plant, findet hier diverse Informationen. Die Stadt an der Cote d’Azur gehört zu den beliebtesten Seebädern Frankreichs am Mittelmeer und ist durch das berühmte Filmfestival, das seit 1946 jedes Jahr im Mai stattfindet, in aller Welt bekannt. Der Boulevard de la Croisette um das Carlton Hotel wird während des Festivals zum Nabel des Filmgeschäftes. Aber für Touristen ist ein Bummel über die elegante Promenade das ganz Jahr über ein Highlight. Hinter dem Vieux Port winden sich kleine Gassen zum Viertel Le Suquet hinauf, der ehemaligen Römerstadt Canois Castrum, mit der Kirche Notre-Dame de l’Esperance und dem volkskundlichen Musee de la Castre in einer Burg. Hier befindet sich die Keimzelle der Stadt. Von oben hat man einen schönen Blick über die Stadt und die vorgelagerten Lérins-Inseln. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Touristeninformation.

Cannes auf eigene Faust

Cannes hat keinen Hafen an dem die riesigen Kreuzfahrtschiffe unserer Zeit festmachen könnten. Diese ankern vor der Küste und bringen die Urlauber mit Tenderbooten an Land. Die Tenderboote machen am Quai Max Laubeuf oder Quai Saint-Pierre am südöstlichen Ende des Vieux Port fest. Leider sind diese auf der Karte von Royal Caribbean nicht mehr verzeichnet. Es ist der linke Pier des Vieux Port.

Landausflüge in Cannes auf eigene Faust

Cannes auf einen Blick – Royal Caribbean

Die 1 steht für das Palais des Festivals et des Congrès, die 2 für den Vieux Port und die 3 für die Altstadt Le Suquet.

Zu Fuß

Man kann sich in Cannes ausgezeichnet zu Fuß fortbewegen. Die Touristeninformation hat ihr Büro am Boulevard de la Croisette Nummer 1. Das ist direkt am Fuße des Palais des Festivals et des Congrès nur einen Fußmarsch vom Anleger der Tenderboote (um den Vieux Port herum) entfernt. Hier bekommen man Stadtpläne, Informationsmaterial und kann man auch geführte Stadtbesichtigungen buchen.

Stadtrundfahrten

Wer sich erst einmal einen Überblick verschaffen möchte, kann zum Beispiel eine Fahrt mit der Bimmelbahn in Erwägung ziehen. Zur Auswahl stehen zwei Routen, die beide 10 Euro kosten. Die History-Tour führt ins historische Zentrum Le Suquet mit der Burg und die Croisette-Tour entlang der La Croisette. Los geht es in den Sommermonaten täglich von 10 bis 23 Uhr und danach jede Stunde am Palais des Festivals et des Congrès.

Vieux Port und Le Suquet

Der Vieux Port und die Altstadt Le Suquet – Bild: Photothèque Cannes Palais des Festivals/ SEMEC-FABRE

Öffentliche Busse

An der Place Bernard Cornut Gentille (In der „linken oberen Ecke“ des Vieux Port) neben dem Rathaus von Cannes befindet sich der Busbahnhof. Fahrplan-Informationen gibt es auf der Webseite der lokalen Busgesellschaft Palmbus, die es auch in einer englischsprachigen Version gibt. Das Einzelticket kostet 1,50 Euro und das Tagesticket 4 Euro. Es gibt auch Zehnerkarten für 12 Euro, was für Gruppen interessant sein könnte.

Eine Besonderheit ist der City Palm Bus, der seine Runden durch die Stadt dreht und fast wie ein Hop on Hop off Bus funktioniert. Nur gibt es keine festen Haltestellen. Der Weg des Busses ist durch eine blaue Linie markiert. Wenn die blaue Linie unterbrochen ist, zeigt dies eine mögliche Haltestelle des Busses an. Wer mitfahren will, winkt sucht eine eine solche Stelle und winkt einfach. Der Fahrpreis von 75 Cent wird beim Fahrer bezahlt.

City Palm Bus

City Palm Bus

Für Landausflügler, die Cannes auf eigene Faust erkunden möchten, ist der Palm Imperial Bus (Linie 8) ein weiteres interessantes Angebot der lokalen Busgesellschaft. Los geht es am Quai Laubeuf, wo die Tenderboote ankommen. Oben offene Doppeldecker fahren den Boulevard de la Croisette entlang bis zum Pointe Croisette am anderen Ende der Bucht. Unterwegs gibt es diverse Haltepunkte, an denen man den Bus verlassen kann. Der Palm Imperial kostet 3 Euro.

Die Bahn

Landausflüge in Cannes auf eigene Faust lohnen sich. Trotzdem zieht es Kreuzfahrer häufig nach Nizza oder Monaco. Die Städte an der Cote D’Azur sind durch einen Regionalzug miteinander verbunden. Da trifft es sich gut, dass der Hauptbahnhof Cannes-Ville nur ca. 500 Meter vom Anleger der Tenderboote entfernt ist. Zugverbindungen findet man auf der Webseite der französischen Bahn SNCF (sncf.com). Nach Monaco ist man ca. 1 Stunde unterwegs. In dergleichen Richtung liegt Nizza, das man bereits nach 30 Minuten erreicht. Man sollte (wie immer) genug Zeit ein, um beizeiten zum Schiff zurückzukommen.

Mietwagen

Cannes und die Umgebung lassen sich sehr gut mit einem Mietwagen erkunden. Mögliche Ziele in der nahen Umgebung sind Grasse, Eze oder Antibes. Leider ist das Verkehrsaufkommen vor allem im Sommer oft immens. Auch hier ist es wichtig, ausreichend Zeit für die Rückkehr nach Cannes einzuplanen. Viele nationale und internationale Mietwagenverleiher sind in Cannes vertreten. Zwei Beispiele sind Avis und Sixt. Am Boulevard de la Croisette 9 hat Avis ein Büro. Sixt am Boulevard de la Croisette Nr. 50.

Landausflüge in Cannes buchen

Beispielhaft fügen wir hier eine Übersicht der Landausflüge in Cannes von MSC Kreuzfahrten bei. Alle Reedereien bieten ein großes Landausflugsprogramm an. Sorgfältig ausgewählte Landausflüge und Aktivitäten lokaler Veranstalter findet man zum Beispiel bei Viator oder rent-a-guide. Weitere Angebote von GeYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Tipps für Landausflüge in Cannes

Im mondänen Cannes erinnert nur noch wenig an das ehemalige Fischerdorf. Höchsten die Altstadt Le Suquet mit ihren engen Gassen, dem mittelalterlicher Wachturm und der Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-l’Espérance. Im Vieux Port liegen heute neben Fischerbooten die Luxusjachten der Reichen und Schönen. Exklusive Geschäfte, prachtvolle Villen, legendäre Hotels und Kasinos prägen die Stadt. Insbesondere während der berühmten Filmfestspiele im Mai oder anlässlich der Regatten im September trifft sich hier, was Geld, Rang und Namen hat. Trotzdem sind Landausflüge in Cannes ein schönes Erlebnis.

Die Altstadt

Wenn man sich an der Anlegestelle der Tenderboote links hält, sieht man sofort den Hügel mit der Altstadt Le Suquet. Zwei malerische enge Gassen winden sich den Hügel zur Festung La Castre mit dem Tour du Suquet hinauf. Vom Wachturm hat man einen herrlichen Blick über das Meer. Das in der Festung La Castre beheimatete Musée de la Castre zeigt die Sammlung des niederländischen Barons Lycklama. Der hatte eine Vorliebe für Antiquitäten, orientalisches Kunsthandwerk und primitive Kunst. Nebenan lohnt die gotischen Kirche Notre-Dame-d’Espérance einen Besuch. Durch eine Passage im alten Glockenturm kommt man auf einen schattigen Platz mit schöner Aussicht auf die Stadt, den Hafen und die vorgelagerte Insel Île Sainte-Marguerite. In der Rue Saint Antoine findet man zahlreiche gute Restaurants.

Blick über die Croisette

Blick über die Croisette – Bild: Photothèque Cannes Palais des Festivals/ Semec-Ajuria

Shopping

Wer ein wenig bummeln möchte, wird in dem Bereich zwischen dem Bahnhof und dem Boulevard de la Croisette fündig. Zum Beispiel in der Rue d’Antibes, in der Parallelstraße Rue Hoch und in der Nähe in der Rue Felix Fauré bzw. in der Rue Maynadier. Hier gibt es viele Geschäfte, die man auch in einer deutschen Fußgängerzone findet. Mit etwas Glück ist Markttag. Der Markt Forville entführt die Landausflügler in die nahe Provence.

Boulevard de la Croisette und das Carlton Hotel

Der berühmte Boulevard de la Croisette beginnt am Palais des Festivals et des Congrès und führt über 2 Kilometer in Richtung Osten zur Place de la Croisette mit dem Casino Palm Beach. Zweifellos ist der Boulevard de la Croisette mit dem berühmten Carlton Hotel das Highlight in diesem Hafen. Das Grandhotel wurde 1911 von Henri Ruhl erbaut. Die beiden schwarzen Kuppeln sollen angeblich den Brüsten von La Bella Otéro nachgebildet sein, einer berühmten Sängerin und Mätresse viele Könige. Der Rokoko-Speisesaal ist original erhalten.

Das Filmfestival

Das erste Filmfestival fand 1946 statt. Die ersten fast 20 Jahre blieb es ein kleines, exklusives Ereignis, an dem hauptsächlich Künstler und Prominente teilnahmen, die hier lebten oder zufällig da waren. Vor allem mit Brigitte Bardot entwickelte sich der Medienzirkus. Cannes ist heute die internationale Börse für Filmemacher und Verleiher, deren Palme d’Or dem Gewinner großes Prestige bringt. Das Festival findet in jedem Mai im riesigen Palais des Festivals statt, das 1982 eröffnet wurde. In der Allee des Stars machen Handabdrücke in Beton Filmstars wirklich unsterblich.

Strand an der Croisette

Strand an der Croisette – Bild: PHOTOTHEQUE CANNES PALAIS DES FESTIVALS ET DES CONGRES/ SEMEC-FABRE

Die Strände

Natürlich gibt es in Cannes auch sehr schöne Strände. Wir empfehlen die öffentlichen Strände direkt beim Hafen. Entlang des Boulevard du Midi Jean Hibert (auf der Karte oben steht einfach Boulevard Jean) wird man sicher fündig. Entlang der la Croisette gibt es ebenfalls jede Menge Strände. Die meisten gehören zu Hotels und die Benutzung mit Liege und Sonnenschirm ist recht teuer. Billiger wird es, wenn man Ausschau nach einer „Plage Publique“ hält.

Das Umland

Das vier Kilometer entfernte Städtchen Vallauris ist bekannt für die zahlreichen Töpferwerkstätten. Picasso kam Ende der 1940er-Jahre hierher und gab der künstlerischen Keramik neue Impulse. Etwa 30 Kilometer weiter im Hinterland liegt das Städtchen Grasse, das sich als Welthauptstadt des Parfüms einen Namen gemacht hat. Nach weiteren gut 30 Kilometern kommt man nach St. Paul de Vence. In der kleinen mittelalterlichen Gemeinde in den Bergen haben sich zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker niedergelassen. Der bekannteste Einwohner war Mark Chagall.

Vor der Küste von Cannes befinden sich die Iles de Lerins, die von Cannes aus mit Fähren erreichbar sind. Die zweitgrößte Insel Saint-Honorat war einst Frankreichs mächtigstes religiöses Zentrum. Abtei, Kapellen und ein Fort können besichtigt werden. Die größte Insel Sainte-Marguerite ist bekannt für ihre schönen Wanderwege in Pinien- und Eukalyptuswäldern.

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