Kopenhagen auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust zusammengestellt. Die dänische Hauptstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und ein Traumziel vieler Ostsee Kreuzfahrten. In einer der bedeutendsten Metropolen des Nordens leben heute ca. 632.000 Menschen. Die Stadt Kopenhagen nimmt in der Rangliste der lebenswertesten Städte immer einen der vorderen Plätze ein und zieht auch viele Landausflügler sofort in ihren Bann. Die Wasserstadt kann hervorragend zu Fuß, mit einem Boot oder einem Fahrrad erkundet werden. Zudem gibt es ein dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Die wunderschönen Kupferdächer und Turmspitzen, die königlichen Schlösser und zahlreichen kleinen Plätze und Gassen strahlen Wärme und Gastfreundschaft aus. Die Befestigungsmauern um die Indre By, wie die Altstadt auf Dänisch heißt, wurden erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts beseitigt. Das ist der Grund für die vielen schmalen Gassen im Stadtzentrum. Die Fußgängerzone Strøget wurde bereits 1962 für den Autoverkehr gesperrt. Sie verbindet den Kongens Nytorv (des Königs Neumarkt) mit dem Rathausplatz im Zentrum der Stadt. Zwischen diesen beiden Plätzen liegt das alte Kopenhagen mit zahlreichen Geschäften und Restaurants. Die berühmte Kleine Meerjungfrau empfängt die Besucher der Stadt hingegen bereits am Hafen.

Landausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust
Bunte Fassaden am Nyhavn – Bild: Tegeler

Dänemark gehört zu EU, hat aber nach wie vor eine eigene Währung. Die Landeswährung ist die Dänische Krone (DKK). Eine Krone entspricht 13 Cent. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite von Visit Kopenhagen. Stand: April 2021

Der Kreuzfahrthafen von Kopenhagen

Kopenhagen ist eine bedeutende Hafenstadt an der Ostsee. Für Kreuzfahrtschiffe gibt es gleich vier Bereiche im weitläufigen Hafen der Stadt. Auf dieser Karte kann man die Lage der Liegeplätze im Stadtgebiet erkennen.

MSC Musica am Oceankaj in Kopenhagen
MSC Musica am Oceankaj – Bild: Tegeler

Die große Mehrheit aller Kreuzfahrtschiffe nutzen die entweder die Liegeplätze am traditionsreichen Langeliniekaj oder am neuen Oceankaj. Nur kleine (Luxus-)Kreuzfahrtschiffe könnten den zentrumsnahen Liegeplatz Nordre Tolbod ansteuern. Der Freihafen (Freeport) hat nach der Eröffnung der neuen Terminals am Oceankaj weitgehend ausgedient. Informationen über den genauen Liegeplatz des eigenen Kreuzfahrtschiffes findet man auf der Webseite des Copenhagen Malmö Port.

Oceankaj Cruise Terminal

Das neue Oceankaj Cruise Terminal im Nordhafen der Stadt wurde 2014 in Betrieb genommen und wickelt heute mehr als die Hälfte der Kreuzfahrtschiffe ab. Insbesondere die Reedereien, die in Kopenhagen einen (teilweisen) Passagierwechsel vornehmen, nutzen diesen Hafen. Aber auch die ganz großen Pötte machen in der Regel in diesen modernen neuen Kreuzfahrthafen fest, der für große Passagierzahlen ausgelegt ist. Es gibt vier Liegeplätze und drei moderne (baugleiche) Kreuzfahrt-Terminals mit allem Komfort.

Leider liegt dieser neue Hafen relativ weit außerhalb im Nordhafen. Bis zum Kongens Nytorv sind es zum Beispiel bereits 7 Kilometer. Ein Transportmittel ist deshalb zwingend notwendig, wenn man Kopenhagen auf eigene Faust erkunden möchte.

AIDA am Langeliniekaj
AIDA am Langeliniekaj – Bild: Thomas Høyrup Christensen/Copenhagen Media Center

Langelinie Cruise Terminal

Viele Kreuzfahrtschiffe machen am traditionsreichen Langeliniekaj in Sichtweite der Kleinen Meerjungfrau fest. An dem ca. 800 Meter langen Liegeplatz gibt es kein Kreuzfahrt-Terminal. Dafür findet man Stände der Kopenhagener Touristeninformation. Eine „Welcome Crew“ verteilt Stadtpläne und beantwortet Fragen. Es gibt einige Geschäfte, Gastronomie und mehrere Bushaltestellen. Wer möchte, kann viele Sehenswürdigkeiten Kopenhagens von hier aus sogar zu Fuß erreichen.

Mobil in Kopenhagen auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Landausflügler, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben ab Langeliniekaj (in Klammern ab Oceankaj) zu beliebten Zielen für Landausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust.

  • Kleine Meerjungfrau: 500 Meter (5 Kilometer)
  • Schloss Amalienborg: 1,6 Kilometer (6 Kilometer)
  • Nyhavn: 2,2 Kilometer (6,8 Kilometer)
  • Rathausplatz: 3,4 Kilometer (8 Kilometer)
Ziele für Landausflüge in Kopenhagen
Kopenhagen auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Ganz oben befindet sich der Kreuzfahrthafen Oceankaj, ein Stück darunter der Langeliniekaj. Auf der Karte: 1-Kleine Meerjungfrau, 2-Gefion Springbrunnen, 3-Schloss Amalienborg, 4-Tivoli, 5-Rathausplatz, 6-Ny Carlsberg Glyptotek, 7-Rundetaarn, 8-Schloss Rosenborg (daneben der botanische Garten), 9-Vor Frelsers Kirke in Christianshavn, 10-Opernhaus, 11-Die alte Börse (Børsen) / Die Einkaufsmeile Strøget ist durch eine schwarze Linie erkennbar. Ebenso der Nyhavn unterhalb von Schloss Amalienborg

Zu Fuß

Wenn man am Langeliniekaj ankommt, kann man Kopenhagen durchaus zu Fuß erkunden. Der neue Kreuzfahrthafen Oceankaj im Nordhafen ist leider für Fußgänger viel zu weit draußen. Hier benötigt man auf jeden Fall ein Verkehrsmittel.

Vom Langeliniekaj könnte man zuerst zur Kleinen Meerjungfrau laufen. Und dann weiter (immer am Wasser entlang) vorbei am Gefion-Springbrunnen/Kastell bis zum Schloss Amalienborg. Von hier ist es nicht mehr allzu weit zum Nyhavn, wo man eine Kanaltour einschieben könnte. Wer möchte, könnte dann über die lange Fußgängerzone Strøget weiter zum Rathausplatz gehen. Hinter dem Rathausplatz befindet sich der Tivoli Vergnügungspark. Oder man geht vom Nyhavn in Richtung Schloss Rosenborg mit seinen Gärten.

Gastronomie in Nyhavn
Gastronomie in Nyhavn – Bild: MSC Cruises

Shuttlebusse

Wenn das Schiff am Oceankaj im Nordhafen liegt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Reederei ihren Gästen einen kostenpflichtigen Shuttlebus ins Stadtzentrum anbietet. Genaues dazu erfährt man leider oft erst an Bord. Meistens werden 9 bis 13 Euro für ein Tagesticket verlangt.

Ein möglicher Endpunkt der Shuttlebusse ist der Platz Kongens Nytorf am Ende des Nyhavn. AIDA Cruises setzte die Landausflügler zuletzt an der Børsgade bei Schloss Christiansborg und der ehemaligen Börse (Børsen) ab.

Öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt in Kopenhagen einen vorbildlichen öffentlichen Nahverkehr. Insbesondere Busse und U-Bahnen sind für Landausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust interessant. Eine Besonderheit sind die schwimmenden Hafenbusse. Zuständig ist die Verkehrsgesellschaft Din Offentlige Transport, kurz DOT. Die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man auf der Webseite Rejseplanen.dk planen.

Schloss Rosenborg
Schloss Rosenborg – Bild: Cruise Baltic

Für eine Fahrt im Stadtgebiet benötigt man ein 2-Zonen-Ticket für 24 DKK. Das Ticket kann beim Busfahrer (Kleingeld!) erwerben. In den Bahnhöfen und Metrostationen werden die Fahrscheine an Automaten (Bar oder mit Kreditkarten) und in 7-Eleven Kiosken verkauft. Eine weitere Alternative ist die App DOT Mobilbilletter. Die Tageskarte nennt sich City Pass Small und kostet derzeit 80 DKK. In einer Copenhagen Card ist der öffentliche Nahverkehr ebenfalls enthalten.

Ab Oceankaj

An der Straße Oceanvej (fast direkt vor Terminal 1) befindet sich eine Bushaltestelle Oceankaj. Laut Reiseplaner der Verkehrsbetriebe kann man von hier mit einem Bus der Linie 164 sechs Stationen (Dauer ca. 6 Minuten) bis zur Haltestelle Kalkbrænderihavnsgade (Sundkrogsgade) fahren. Hier steigt man aus und läuft 263 Meter bis zur Metrostation Orientkaj an der Linie 4. Mit der Metro dieser Linie kann man ohne Umsteigen in wenigen Minuten zum Beispiel den Kongens Nytorv (Nyhavn) oder den Rathausplatz erreichen.

Ab Langeliniekaj

Der Reiseplaner der Verkehrsbetriebe empfiehlt einen Fußmarsch von 1,3 Kilometer bis zur Metro Østerport-Station an der Ringlinie 3. Von hier kann man in wenigen Minuten den Kongens Nytorv oder den Rathausplatz erreichen.

Landausflüge in Kopenhagen mit öffentlichen Verkehrsitteln
Blick von der Bushaltestelle in Richtung Terminal 1 (Oceankaj) – Bild: Tegeler

Hafenbusse

Der Reiseplaner der Verkehrsbetriebe empfiehlt einen Bus der Linie 27 bis zur Metrostation Østerport an der Ringlinie 3. Von hier kann man in wenigen Minuten den Kongens Nytorv oder den Rathausplatz erreichen. Wer möchte, kann von den Liegeplätzen am Langeliniekaj auch zur Metrostation laufen. Je nach Liegeplatz geht man ca. 1,5 bis 2 Kilometer. Neben der Metrostation Østerport ist auch die Metrostation Marmorkirken (bei Schloss Amalienborg) gut zu Fuß erreichbar.

In einer Wasserstadt wie Kopenhagen gehören auch Hafenbusse zum Netz der öffentlichen Verkehrsmittel. Schwimmende Busse, die mit einem normalen Busticket genutzt werden können. Die nördlichste Station Nordre Tolbod befindet sich knapp zweihundert Meter südlich vom Gefion-Springbrunnen. Die blaugelben Hafenbusse fahren über mehrere Stationen bis Det Kongelige Bibliotek bei Schloss Christiansborg. Eine Haltestelle ist direkt am Nyhavn, eine andere bei der modernen neuen Oper auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Die Haltestellen sind übrigens auch bei Google Maps vermerkt.

Stadtrundfahrten

Wer Kopenhagen auf eigene Faust erkunden möchte, könnte sich auch für eine Stadtrundfahrt entscheiden. Es gibt in Kopenhagen gleich mehrere Anbieter von so genannten Hop-on Hop-off Touren. Darunter die schwedischen Firmen Red Sightseeing und Stromma sowie die aus vielen Häfen in aller Welt bekannte Firma City Sightseeing. Die Landausflügler können direkt an den Liegeplätzen am Langeliniekaj und am Oceankaj zusteigen. Wer am Oceankaj startet, wird in der Regel erst mit einem Shuttlebus des Anbieters zu einer regulären Haltestelle gefahren und steigt dort um.

Bootstouren

Kopenhagen ist eine Wasserstadt. Da bietet sich eine Stadtrundfahrt durch die Häfen und Kanäle der dänischen Hauptstadt an. Der wichtigste Starthafen der beliebten Kanaltouren ist der pittoreske Nyhavn. Zusteigen kann man auch an der Straße Ved Stranden bei Schloss Christiansborg.

Der bekannteste Anbieter ist wohl die Firma Stromma, die bereits seit mehr als hundert Jahren Kanaltouren in Kopenhagen anbietet. Während der Fahrt informieren die mitfahrenden Guides die Gäste über die Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Als günstige Alternative zum Marktführer Stromma haben sich die blauen Netto-Boote (havnerundfart.dk) etabliert. Auch die Stadtrundfahrten von Red Sightseeing und City Sightseeing kann man in Kombination mit einer Kanaltour buchen. Wer es individueller mag, könnte sich für eine Kanaltour der Firma Hey Captain (heycaptain.dk) entscheiden. Hier sind maximal 12 Personen im Boot.

Taxis

Wer möchte, kann am Langeliniekaj ein Taxi zum Kongens Nytorv nehmen. Nach Angaben der Touristeninformation liegt die Gebühr bei 150 DKK (175 DKK am Wochenende). Wenn man das Taxi am Oceankaj nimmt, kann man 100 DKK hinzurechnen. Ein bekanntes Taxiunternehmen ist die Firma Taxa 4×35 mit angeblich mehr als tausend Taxis. Auf der Webseite findet man auch Angaben zu den Taxameterpreisen. Man kann ein Taxi auch für eine gewisse Zeit mieten. Eine Stunde inkl. 20 Kilometer kosten z.B. 499 DKK für vier Fahrgäste.

Fahrradstadt Kopenhagen
Fahrradstadt Kopenhagen – Bild: MSC Cruises

In der Fahrradstadt Kopenhagen gibt zudem zahlreiche Fahrradtaxis (Cykeltaxa), mit denen man auch eine Stadtrundfahrt machen kann. Eine Stunde kostet zum Beispiel 450 DKK. Die englischsprachige Webseite haben wir hier verlinkt.

Fahrräder

Kopenhagen gilt als vorbildliche Fahrradstadt. Das Terrain ist flach und die Infrastruktur für Radfahrer gut ausgebaut. Überall im Stadtgebiet kann man sich Fahrräder ausleihen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite Bycyklen (bycyklen.dk). Eine Alternative ist die Firma Donkey Republic (donkey.bike) mit vielen Verleih-Stationen in der Stadt und an den beiden großen Kreuzfahrthäfen. Auf der Webseite von Donkey Republic findet man zudem viele Tipps zum Fahrradfahren in Kopenhagen.

Landausflüge in Kopenhagen buchen

Für den Tag in Kopenhagen werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben*. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Kopenhagen

Die meisten Landausflügler denken bei Kopenhagen vermutlich zuerst an die berühmte Kleine Meerjungfrau. Sie basiert auf einer Märchenfigur von Hans Christian Andersen und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Edvard Eriksen gestaltet. Aber die dänische Hauptstadt hat natürlich noch mehr zu bieten. Viel mehr! Kopenhagen ist eine Traumstadt, die man gut zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust.

Kleine Meerjungfrau

Die berühmte Kleine Meerjungfrau sitzt seit 1913 auf einem Findling am Hafen von Kopenhagen. Vorbild war ein gleichnamiges Märchen des berühmten dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Die Bronzefigur ist nur 1,25 Meter hoch und weltbekannt, weshalb sie von den vielen Touristen manchmal verdeckt wird. Es ist gar nicht so einfach ein schönes Foto zu machen. Den lille Havfrue, so heißt die Kleine Meerjungfrau auf dänisch, befindet sich nur wenige hundert Meter von den Kreuzfahrtschiffen am Langeliniekaj entfernt.

Die Kleine Meerjungfrau hat viele Fans
Die Kleine Meerjungfrau hat viele Fans – Bild: Tegeler

Gefion-Brunnen

Der Gefionspringvandet ist ein sehr großer Springbrunnen fast direkt am Meer. Er befindet sich vielleicht zweihundert Meter südlich der Kleinen Meerjungfrau neben dem sternförmigen Kastell von Kopenhagen. Der Springbrunnen geht auf eine Spende der Carlsberg-Brauerei anlässlich deren 50-jähriges Firmenjubiläum zurück und wurde 1908 eingeweiht. Das Motiv zeigt eine Frau aus der germanischen Mythologie. Ihre Söhne sind zu Stieren verwandelt und vertiefen das Meer zwischen der dänischen Insel Seeland und dem benachbarten Schweden. Der Gefion-Brunnen ist ein schönes Fotomotiv und wird natürlich auch als Wunschbrunnen genutzt.

Schloss Amalienborg

Auf halbem Wege zwischen dem Nyhavn und dem Kreuzfahrtpier Langeliniekaj liegt Schloss Amalienborg, bestehend aus vier einzelnen Palais an einem achteckigen Platz. Das Schloss ist die Residenz der dänischen Königin und ein eleganter Palast aus dem 18. Jahrhundert. Die Innenräume können teilweise besichtigt werden. Täglich um 11.30 Uhr marschiert die Königliche Wache (Den Kongelige Livgarde) von ihrer Kaserne bei Schloss Rosenborg durch die Stadt zum Schloss Amalienborg. Am Schloss findet dann um 12 Uhr der Wachwechsel statt. An der Bredgade kann man den Vorbeimarsch der Wache gut beobachten. Wenn Musik dabei ist, dürfte die Königin zuhause sein.

Vom Schloss Amalienborg führt eine gerade Sichtachse auf der einen Seite zur mächtigen Frederiks Kirke mit ihrer gewaltigen Kuppel und auf der anderen Seite zum modernen neuen Opernhaus auf der anderen Seite des Hafenbeckens.

Schloss Amalienborg
Schloss Amalienborg – Bild: Tegeler

Nyhavn

Der Nyhavn (neuer Hafen) wurde im 17. Jahrhundert als Stichkanal vom Hafen zum Platz Kongens Nytorv gebaut. Er zählt dank der vielen Restaurants und Kneipen zu den touristischen Hauptattraktionen Kopenhagens. Die Front aus farbenfrohen alten Kontoren ist ein beliebtes Fotomotiv und in fast jedem Kreuzfahrtprospekt zu finden. Am Nyhavn kann man auch zu den beliebten Kanaltouren starten.

Am Kopfende des Nyhavn befindet sich der Platz Kongens Nytorf (des Königs Neumarkt). Hier beginnt die Einkaufsstraße Strøget. Der Platz ist auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einer Metrostation.

Strøget

Die Fußgängerzone Strøget (der Strich) führt über 1,1 Kilometer vom Kongens Nytorv bis zum Rathausplatz. Ein Bummel über die Flaniermeile der Stadt und ihre Nebenstraßen lohnt sich. Klassische dänische Marken sind seit vielen Jahren mit eigenen Läden vertreten. Interessant sind auch die zwei großen Kaufhäuser der Stadt. Illums Bolighus ist ein wunderschönes Kaufhaus mit einer prächtigen Innenausstattung, die von einer beeindruckenden Glaskuppel gekrönt wird. Das altehrwürdige Kaufhaus Magasin du Nord gilt als das größte Kaufhaus Skandinaviens.

Kanaltouren am Nyhavn
Kanaltouren am Nyhavn – Bild: MSC Cruises

Rathausplatz

Blickfang am weitläufigen Rathausplatz ist natürlich das zwischen 1892 und 1905 errichtete Rathaus, das seinem Pendant im italienischen Siena nachempfunden wurde. Der große Platz im Zentrum der ist Treffpunkt und zentraler Versammlungsort der Stadt. Hier mündet die Fußgängerzone Strøget. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich der Vergnügungspark Tivoli und die Ny Carlsberg Glyptothek. Das wuchtige Rathaus mit seinem 105 Meter hohen Rathausturm ist eines der höchsten Gebäude der Stadt. Der Rathausplatz ist bereits seit hundert Jahren für seine Leuchtreklame bekannt.

Tivoli

Der hinter dem Rathausplatz gelegene Vergnügungspark Tivoli ist nach der kleinen Meerjungfrau und dem Nyhavn sicherlich die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Dutzende von Karussells und andere Fahrgeschäfte ziehen seit 1843 die Besucher magisch an. Tivoli ist aber auch eine weitläufige Parklandschaft und eine der grünen Lungen Kopenhagens. Hier finden im Sommer regelmäßig Konzerte statt. Nirgendwo in Kopenhagen gibt es mehr Restaurants. Eine chinesische Pagode und der Nachbau eines indischen Palastes sind weitere Highlights des Parks.

Ny Carlsberg Glyptothek

In der Nähe des Rathausplatzes befindet sich die Ny Carlsberg Glyptothek. Diese zählt zu den bedeutendsten Museen für antike Kunst in ganz Skandinavien. Neben antiken Skulpturen aus ägyptischer, griechischer und römischer Zeit, verfügt das Museum auch über moderne Skulpturen von Auguste Rodin und Edgar Degas. Die Sammlung besteht mehrheitlich aus der Kunstsammlung des Gründers der Carlsberg Brauerei Jacob Christian Jacobsen. Sein Sohn stiftete die Sammlung Ende des 19. Jahrhunderts der Öffentlichkeit.

Der Botanische Garten bei Schloss Rosenborg
Der Botanische Garten bei Schloss Rosenborg – Bild: Tegeler

Nationalmuseum

Zwischen Tivoli und Schloss Christiansborg ist das dänische Nationalmuseum (natmus.dk) in dem ehemaligen Prinzenpalais untergebracht. Weitere Außenstellen sind über das ganze Land verteilt. Thema des Museums ist die Kulturgeschichte Dänemarks von der Vor- und Frühgeschichte bis heute.

Schloss Rosenborg

Umgeben von schönen Parks und Gärten ist Schloss Rosenborg. Es wurde bereits im 19. Jahrhundert in ein Museum umgewandelt und beherbergt heute die königliche Sammlung und die dänischen Kronjuwelen. Das wunderschöne Schloss wird eingerahmt von den Königlichen Gärten und dem Botanischen Garten mit seinen Gewächshäusern.

Rundetårn

Ein weiteres sehenswertes Baudenkmal Kopenhagens befindet sich in einer Nebenstraße der Fußgängerzone Strøget. Der knapp 35 Meter hohe Rundetårn ist ein astronomischer Turm, der 1642 im Auftrag König Christians IV. als Observatorium direkt neben der Dreifaltigkeitskirche errichtet wurde. Im Inneren führt ein spiralförmiger, stufenloser Aufgang zu einer Aussichtsplattform, die einen schönen Blick über Kopenhagen gewährt.

Sichtachse vom Hafen zur Frederiks Kirke
Sichtachse vom Hafen über Amalienborg zur Frederiks Kirke – Bild: Tegeler

Christianshavn

Das vom Wasser umgebene Stadtviertel Christianshavn ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Kopenhagen auf eigene Faust. Wenn man auf eine Karte schaut, erkennt man sofort die Reste der sternförmigen Stadtbefestigung. Christianshavn wurde unter König Christian IV ab 1619 nach dem Vorbild Amsterdams angelegt und mit einem Kanalsystem ausgestattet. Da es von Zerstörungen verschont blieb, sind Teile der historischen Bebauung erhalten. Aber auch die moderne neue königliche Oper liegt in diesem Viertel, das man zum Beispiel gut mit einem der blaugelben Hafenbusse erreichen kann. Es gibt aber auch U-Bahn Station mit dem Namen Christanshavn.

Zu den Sehenswürdigkeiten diese Viertels gehört die Vor Frelsers Kirke mit ihrem 36 Meter hohen spiralförmigen Turm. Von den 400 Stufen bis zur Spitze verlaufen 150 außen am Turm entlang! Eine spektakuläre Aussicht ist garantiert. Bekannt ist der Turm auch für sein besonderes Glockenspiel.

Weltweit bekannt wurde Christianshavn durch die 1970 von Hippies gegründete Freistadt Christiania. Hippies etablierten auf einem verlassenen Kasernengelände eine Gemeinschaft, die nach Ihren Regeln zusammenlebt und dem alternativen Lebensstil frönt. Dadurch wurde die autonome Gemeinde zu einer Touristenattraktion. Allerdings wird in der Pusher Street heute auch mit Drogen wie zum Beispiel Cannabis gehandelt. Deshalb gibt es hier auch ein Fotoverbot. Ein Zeichen, dass es mittlerweile auch kriminell zugeht.

Gefion-Brunnen
Der Gefion-Brunnen – Bild: Tegeler

Der Street Food Markt Reffen mit mehr als 60 Essensständen befindet sich ebenfalls im Viertel Christanshavn. Der Langeliniekaj ist fast direkt gegenüber auf der anderen Seite des Hafens. Reffen hat den bekannten ehemaligen Street Food Markt in einer alten Papierfabrik abgelöst, der noch in vielen Reiseführern zu finden ist.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer* an. Das Angebot ist groß und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr.

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