St. Lucia auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf St. Lucia auf eigene Faust zusammengestellt. Das beliebte Ziel von Karibik Kreuzfahrten liegt in der östlichen Karibik südlich von Martinique und nördlich von St. Vincent. Knapp 150 Kilometer südöstlich befindet sich Barbados. Die Hauptstadt des etwa 43 Kilometer langen und bis zu 23 Kilometer breiten Inselstaates ist die kleine Stadt Castries an der Nordwestküste. Auf St. Lucia leben ca. 180.000 Menschen. Die große Mehrheit der Einwohner sind Nachfahren afrikanischer Sklaven, die von die Kolonialherren zur Arbeit auf den Plantagen auf die Insel verschleppt worden waren. Das Wahrzeichen von St. Lucia sind die Pitons, zwei markante Vulkankegel an der Südwestküste. Hier befinden sich auch die Sulphur Springs mit dampfenden Schwefelquellen und brodelnden Schlammtümpeln, in denen sich das eruptive Innenleben von Mutter Natur offenbart. Das Inselinnere ist bergig und grün. Der Mount Gimmie ist mit 950 Meter die höchste Erhebung. Trotz des hügeligen Terrains ist St. Lucia ein bedeutender Exporteur von Bananen und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist allerdings der Tourismus. Die kleine Insel brachte zwei Nobelpreisträger hervor. Neben dem Wirtschaftswissenschaftler Sir William Arthur Lewis wurde der einheimische Schriftsteller Derek Walcott mit der Nobelpreis ausgezeichnet.

Landausflüge auf St. Lucia auf eigene Faust
Kreuzfahrtschiffe in Castries – Bild: Saint Lucia Media Center

Kolumbus entdeckte St. Lucia im Jahre 1500 während seiner dritten Reise. Bis zur Unabhängigkeit am 22. Dezember 1979 war die Insel über 150 Jahre britische Kolonie. Davor war die Geschichte von St. Lucia eine Folge von Konflikten, Eroberungen und Rückeroberungen. Im 17. und 18. Jahrhundert rangen Engländer und Franzosen um die strategisch bedeutsame Insel, bis die Engländer sich nach dem Wiener Kongress im Jahre 1814 schließlich durchsetzten. Die Franzosen hinterließen bis heute die Ortsnamen, die Religion (die meisten Einwohner sind katholisch) und die kreolische Küche. Die Amtssprache ist Englisch und die Landeswährung der Ostkaribische Dollar (XCD, EC$), der im Verhältnis von 1 US Dollar gleich 2,7 XCD an den US Dollar gekoppelt ist. Mit US Dollar kommt man im Land gut klar. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des St. Lucia Tourist Board. Stand: August 2020

Der Kreuzfahrthafen von St. Lucia

Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen der Hauptstadt Castries an. Hafen und Stadt liegen gut geschützt ganz am Ende einer tiefen Bucht. Die Kreuzfahrtschiffe laufen in die Bucht ein und machen an einem der beiden Kreuzfahrthäfen fest. Zwischen den beiden Kreuzfahrthäfen, die vis-à-vis auf beiden Seiten der Bucht liegen, pendeln Wassertaxen. Das Bild oben zeigt den Hafen vollbesetzt. Das ist aber eher die Ausnahme.

Carnival Kreuzfahrtschiff in Pointe Seraphine
Kreuzfahrtschiff am Pointe Seraphine Terminal – Bild: Saint Lucia Media Center

La Place Carenage

Dieser Hafen befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Castries. Der Liegeplatz wird Queen Elisabeth II Dock genannt. Hier können in einem Winkel von nahezu 90 Grad ein großes und ein kleines Kreuzfahrtschiff festmachen.

Direkt am Liegeplatz befindet sich die dreistöckige Shopping Mall La Place Carenage. Dazu gehören in der Karibik natürlich auch immer zahlreiche Duty-free Geschäfte mit hochpreisigen Markenartikeln. Im ersten Stock liegt das beliebte Chef Robby’s Caribbean Pirates Restaurant mit einer schönen Veranda. Hier gibt es auch WLAN. Die Touristeninformation ist mit einem großen achteckigen Stand vertreten. Die blaue Stahlkonstruktion mit den Monitoren darüber ist leicht zu entdecken. Rund um den Stand haben wir Taxifahrer mit laminierten Preisinformationen gesehen. Wer St. Lucia auf eigene Faust erkunden möchte, könnte hier noch eine Inselrundfahrt oder einen Strandtransfer buchen.

Pointe Seraphine Terminal

Der moderne Hafen Pointe Seraphine auf der anderen Seite der Bucht ist der Haupthafen von St. Lucia. Hier gibt es ebenfalls zwei Liegeplätze für ein großes und ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff. Das Open Air Terminal wurde wie ein kleines Dorf mit verschiedenen Gebäuden und Außenbereichen gestaltet. Die Zahl der Duty-free Geschäfte, Restaurants und Bars ist deutlich größer als im anderen Hafen.

St. Lucia auf eigene Faust
Castries auf einen Blick – Karte: Royal Caribbean International

Vom Kreuzfahrtschiff gelangt man in die Haupthalle, in der die Touristeninformation einen großen Stand betreibt. In der Nähe gibt es kleine Holzgebäude in denen Ausflüge oder Mietwagen angeboten werden. Wenn wir uns richtig erinnern, gab es auch Angebote für Taucher. Wer ein Taxi sucht, findet eine „Taxi Dispatch Area“ in der Nähe des Busparkplatzes.

Mobil in St. Lucia auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf St. Lucia auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu belieben Landausflugszielen (ab Pointe Seraphine Terminal):

  • Morne Fortune: 4,3 km
  • Pigeon Island: 13,6 km
  • Reduit Beach: 9,8 km
  • Marigot Bay: 13,3 km
  • Sulphur Springs: 45 km
  • Tet Paul Nature Trail: 47,2 km
  • Diamond Botanical Gardens: 42,5 km
  • Gros Piton: 52,4 km
  • Petit Piton: 45,7 km
Ein Überblick
Ein Überblick – Royal Caribbean

Zu Fuß

Die wenigen Sehenswürdigkeiten von Castries sind nur wenige Meter vom Hafen La Place Carenage entfernt und können auch in einer Stunde nach einem Landausflug noch erkundet werden. Vom Pointe Seraphine Terminal nimmt man für 2 US Dollar ein Wassertaxi oder läuft ca. 20 Minuten am Wasser entlang ins Zentrum. Die Wege sind kurz. Castries ist eine kleine Hauptstadt. Im eigentlichen Stadtgebiet leben weniger als 4.000 Menschen.

Taxis

Taxis sind ein gutes Verkehrsmittel für alle, die St. Lucia auf eigene Faust erkunden möchten. Zahlreiche Taxis sind an beiden Kreuzfahrt-Terminals vertreten. Die Fahrpreise sind festgelegt. Man bucht ein Taxi für eine bestimmte Strecke, eine Rundfahrt von der Stange oder eine individuelle Tour. In Pointe Seraphine ist die Courtesy Taxi Cooperative vertreten. Hier die Preise für einige beispielhafte Touren und Strandtransfers:

  • Reduit Beach Roundtrip: 14 US Dollar ab 10 Personen; 50 US Dollar für bis zu 3 Personen
  • Pigeon Point Beach Roundtrip: 20 US Dollar ab 10 Personen; 60 US Dollar für bis zu 3 Personen
  • Kleine Inseltour (weniger als 2 Stunden): 120 US Dollar für 2 bis 3 Personen
  • Große Inseltour (vier Stunden): 160 US Dollar für 2 bis 2 Personen
  • Rain Forest Sky Rides (zwei Stunden): 60 US Dollar pro Person

Mietwagen

Seit der Jahrtausendwende hat man auf St. Lucia viel in Straßen und Brücken investiert. Die einst abenteuerlichen Verkehrsverbindungen auf der bergigen Insel haben sich seither verbessert. Leider muss man sich aber auch hier auf den Linksverkehr einstellen. Man benötigt eine lokale Fahrerlaubnis, die man für umgerechnet 20 US Dollar zum Beispiel beim Verleiher bekommt. Angeblich kann man diese Gebühr umgehen, wenn an einen internationalen Führerschein besitzt und diesen bei der Einreise abstempeln lässt. Ob das im Kreuzfahrt-Terminal möglich ist bleibt fraglich. Die meisten Autoverleiher haben ein Mindestalter von 25 Jahren.

Blick vom Morne Fortune
Blick vom Morne Fortune – Bild: Simon Dannhauer–stock.adobe.com

Guy’s Car Rental (guyscarrental.com) und St. Lucia National Car Rental haben derzeit ein Büro in Pointe Seraphine. Hertz ist am John Compton Highway Nr. 57 ansässig. Das ist an der Straße zum Flughafen ca. 500 Meter nördlich von Pointe Seraphine. Am nahen Castries-Vigie Airport gibt es noch Niederlassungen von Sixt und Avis. Das Unternehmen Drive-A-Matic (drivestlucia.com) holt die Kunden kostenlos am Hafen ab.

Öffentliche Busse

Mit ein wenig Abenteuerlust kann man auf St. Lucia (an Werktagen) auch mit dem Bus fahren. Die Minibusse haben meistens 14 Sitze und sich an einem ein M auf dem Nummernschild zu erkennen. Der Zielort steht auf einem Schild hinter der Windschutzscheibe. Die Fahrpreise sind günstig. Die Fahrer der privaten Busse nehmen natürlich auch US Dollar. Bezahlt wird beim Aussteigen.

Es gibt derzeit acht verschiedene Routen. Die Route 1A könnte für Urlauber interessant sein. Sie führt von den Castries Bus Stops zu den Touristenzentren im Nordwesten. Die Haltestellen sind Choc Roundabout, Rodney Bay Bus Stopp, Choc Bridge Bus Stopp, Beausejor Stadium Bus Stopp, Gros Islet Bus Stopp und die Endhaltestelle Cas en Bas Bus Stopp.

Es gibt in Castries mehrere „Busbahnhöfe“, die dicht beieinander hinter dem Castries Central Market liegen. Wir würden die Reisepläne auf jeden Fall vorab mit der Touristeninformation besprechen.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf St. Lucia

St. Lucia gleicht einem grünen Wassertropfen im blauen Meer der Karibik. Der bergige Insel ist mit dichter Vegetation überzogen. Die kleine Hauptstadt Castries hat weniger als 4.000 Einwohner und liegt an der Karibikküste im Nordwesten Insel. Auf dieser westlichen Inselseite befinden sich auch die meisten Strände und Sehenswürdigkeiten. Das gilt auch für die erloschenen Vulkane Gros Piton und den Petit Piton südlich der Stadt Soufriere, die als Wahrzeichen von St. Lucia gelten. Die wild-romantische Ostküste ist vom Tourismus hingegen nahezu unberührt. Wegen der Wellen des Atlantiks und der starken Strömungen kann man hier meistens nicht baden.

Castries

Die nach dem Marechal de Castries, einem französischen Marineminister, benannte Inselhauptstadt entstand um 1760 an dem natürlichen Hafen und breitete sich auf die umliegenden Anhöhen aus. Da Castries mehrmals niederbrannte (zuletzt 1948), sind zwischen den Bürohäusern aus Beton und Glas nur wenige Bauten aus der Kolonialzeit erhalten.

Am Derek Walcott Square im Zentrum von Castries gibt es noch eine Reihe alter Häuser. In der Mitte des Platzes steht ein angeblich 400 Jahre alter Regenbaum (Samanea saman), der als Wahrzeichen von Castries gilt. Die katholische Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis an der Nordseite des Platzes wurde 1897 errichtet und lohnt eine Besichtigung. Die Holzdecke und die Bleiglasfenster sind wunderschön. Viele Malereien in der wichtigsten Kirche der Insel stammen von Sir Dunstan St. Omer. Der bekannteste Maler St. Lucias hat auch die Flagge entworfen.

Landausflüge auf St. Lucia mit Rainforest Adventures
Aerial Tram – Bild: Rainforest Adventures

Nur wenige Schritte vom La Place Carenage Terminal entfernt beginnt der betriebsame Castries Central Market, der sich über die ursprüngliche Begrenzung der Markthalle hinaus die ganze Jeremie Street entlang zieht. Bei Google Maps erkennt man den historischen Markt an seinem roten Dach. An Samstagen herrscht hier ein besonders reges Treiben. Dann kommen die Bauern in die Hauptstadt um ihre Erzeugnisse zu vermarkten.

Morne Fortune

Auf dem Hügel Morne Fortune gibt es unterhalb des Government House eine Aussichtsplattform, die einen tollen Blick über den Castries und den Hafen ermöglicht. Hier kann man ein schönes Foto machen. Das historische Government House von 1895 hat einen besonders vorteilhaften Platz am Hang. Hier residiert der Generalgouverneur von St. Lucia, der die Queen auf der Insel vertritt.

Pigeon Island

Ganz im Norden von St. Lucia befindet sich die bergige kleine Insel Pigeon Island, die seit 1972 mit dem Festland verbunden ist. Das Material für die Landbrücke stammt von den Baggerarbeiten an der Rodney Bay Marina.

Pigeon Island ist seit 1979 Nationalpark und war für die Inselverteidigung sehr bedeutsam. Die nördliche Nachbarinsel Martinique war schließlich französisch. Noch heute zeugt Fort Rodney auf einem der beiden Hügel vom ewigen Kampf mit den Franzosen. Der zweite Hügel auf der kleinen Insel wird Signal Hill genannt. Von hier konnte man die Aktivitäten der französischen Flotte auf Martinique im Auge behalten. Heute kann man sehr schön über die Insel wandern, die militärischen Anlagen besichtigen und die herrliche Aussicht genießen. Der Eintritt zum Nationalpark kostet 10 US Dollar.

Der südliche Teil der vor knapp 50 Jahren angelegten Landbrücke ist heute ein wunderschöner Strand. Dieser wird heute größtenteils vom Strandhotel Sandals Grande St. Lucian Resort in Anspruch genommen. Es gibt aber auch einen öffentlichen Strandabschnitt.

Reduit Beach
Reduit Beach – Bild: magicbones–stock.adobe.com

Reduit Beach

Südlich der Halbinsel Pigeon Island erstreckt sich die Rodney Bay mit der gleichnamigen Marina, der Ortschaft Gros Islet und dem berühmten Reduit Beach. Dieser etwa 1 Kilometer lange Hauptstrand von St. Lucia ist das Zentrum des Inseltourismus und lockt mit weißem Korallensand, klarem Wasser sowie guten Hotels, Restaurants und zahllosen Wassersportmöglichkeiten. Viele Landausflüge auf St. Lucia führen zum Reduit Beach. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden. Wir haben für zwei Liegestühle und einen Schirm 15 US Dollar bezahlt. Leider gibt es relativ viele nervige Strandverkäufer.

Am nördlichen Ende des Strandes befindet sich der Splash Island Waterpark (saintluciawaterpark.com), der vielleicht für Familien mit Kindern interessant ist. Man kann auch ein Ticket für eine Stunde erwerben. Eine Stunde klettern, springen und rutschen kostet 13 US Dollar.

Marigot Bay

Diese malerisch Bucht mit Palmen bestandenem Steilufer und Mangrovenwäldern am Ende gilt als eine der schönsten Buchten der Karibik. Früher versteckten sich Piraten in dem sicheren Hafen. Heute liegen viele Yachten in dem geschützten Naturhafen. Zudem haben sich zahlreiche Cafés und Restaurants angesiedelt. Hotels und Ferienwohnungen gibt es auch. An der nördlichen Küste der Bucht, findet man einen schönen Strand, der wie ein Dorn in die Bucht hineinragt. Das Wasser in der Bucht ist wegen der Yachten und Mangroven nicht so klar, wie man das in der Karibik erwartet.

Marigot Bay
Marigot Bay – Bild: Saint Lucia Media Center

Rainforest Adventures

Die Firma Rainforest Adventures, die man aus mehreren Häfen der Karibik kennt, ist auch auf St. Lucia vertreten. Vom Hafen fährt man etwa eine halbe Stunde zu dem Gelände an der Ostküste der Insel. Zu den Angeboten gehören eine Arial Tram und eine Seilrutsche (Zip-Line), die häufig auch im Rahmen von organisierten Landausflügen von den Reedereien angeboten werden. Die Aerial Tram ist eine Art Seilbahn, die eine Stunde lang in luftiger Höhe durch den Wald gleitet und einen schönen Blick auf den Wald bieten soll. Hinter dem Wort Canopy verbirgt sich eine Seilrutsche unter dem Blätterdach des Regenwaldes. Die Angebote machen durchaus Spaß, sind aber nicht ganz billig.

Die Pitons

Im Südwesten von St. Lucia, in der Nähe der einstigen Inselhauptstadt Soufriere, ragen die beiden fast 800 Meter hohen Pitons auf. Die Bergkuppen aus Lavagestein bilden den Mittelpunkt der Pitons Management Area, eines 3.000 Hektar großen Areals, das eine Vielfalt von Ökosystemen beherbergt und UNESCO-Naturerbe ist. Die beiden Vulkankegel Petit Piton (743 m) und Gros Piton (770 m) erinnern an Zuckerhüte und sind die Wahrzeichen von St. Lucia. In den unteren und mittleren Lagen um die Pitons wuchern tropische bzw. subtropische Regenwälder, die in der Höhe in Trockenwald übergehen.

Tet Paul Nature Trail

Der Tet Paul Nature Trail ist einer der schönsten Wanderwege St. Lucias. Man wandert ca. 45 Minuten durch das Areal des UNESCO Weltnaturerbes und genießt immer wieder tolle Blick auf die Pitons. An klaren Tagen reicht der Blick bis zur Nachbarinsel Martinique. Die Guides erklären während der Wanderung die Pflanzen und Kräuter am Wegesrand. Die Wanderung ist nicht sonderlich schwierig, gutes Schuhwerk ist aber ratsam.

Jeep-Tour zu den Pitons
Jeep-Tour eines lokalen Veranstalters auf St. Lucia- Bild: Saint Lucia Media Center

Die Gemeinde pflegt den Wanderweg und stellt auch die Guides. Das Eintrittsgeld (wir haben 2018 10 US Dollar bezahlt) kommt damit den Menschen der Umgebung zu gute. Ein nachhaltiges Projekt also.

Diamond Botanical Gardens

Soufriere ist auch wegen der Diamond Botanical Gardens ein beliebtes Ziel für Landausflüge auf St. Lucia. Hier gibt es auf dem Gelände einer ehemaligen Plantage einen wunderschönen Garten, mehrere Mineralbäder (Badehaus und Pools) und einen malerischen Wasserfall. Letzterer schimmert aufgrund der im Wasser gelösten Mineralien in verschiedenen Farben und gilt als buntester Wasserfall der Karibik. Schließlich kann man auf einem Naturpfad zu einer alten Zuckerrohr-Mühle wandern. Der Eintritt liegt bei 7 US Dollar. Für die Nutzung der Bäder zahlt man extra.

Wer Wasserfälle mag, findet ca. 2,5 Kilometer weiter in den Bergen noch den 15 Meter hohen Toraille Waterfall in einem kleinen Garten. Es gibt Umkleidekabinen. In Badesachen kann in dem Pool baden und sich unter den Wasserfall stellen. Der Spaß kostet 3 US Dollar Eintritt.

Diamond Botanical Gardens
Diamond Botanical Gardens – Bild: Tegeler

Sulphur Springs

Das urzeitliche Kraterfeld von Sulphur Springs ist ein weiteres beliebtes Ziel für Landausflüge auf St. Lucia. Die schwefelhaltigen heißen Quellen, die hier aus dem Boden sprudeln, sind eine Touristenattraktion ersten Ranges. In riesigen Lettern weist ein Schild am Straßenrand den Weg zum einzigen „Drive-in-Volcano“ der Karibik. An eine Mondlandschaft erinnern die Schwefelquellen, überall brodelt und blubbert es. Aus den Schlammlöchern quillt gelber, stinkender Dampf.

Wer möchte, kann nach der Besichtigung noch ein Schlammbad nehmen. Dem von Mineralien schwarz gefärbtem Schlamm wird eine medizinische Wirkung nachgesagt. Er sammelt sich in Becken unterhalb der Quellen und ist hier bereits auf etwa 45 Grad abgekühlt. Besichtigung und Bad kosten 11 US Dollar.

Die Strände

Viele Landausflügler streben zu den Strände im Nordwesten der Insel. Der etwa 15 Kilometer lange Abschnitt von der Hauptstadt Castries bis nach Pigeon Island ist die beliebteste Urlaubsregion von St. Lucia. Hier gibt es einige schöne Strände, die z.B. mit einem Taxi schnell und günstig erreichbar sind. Insbesondere der Reduit Beach und der Pigeon Island Beach haben es den Landausflüglern angetan. Beide Strände haben wir oben bereits beschrieben. Hier sind wohl die meisten Landausflügler anzutreffen.

Schwefelquellen
Schwefelquellen – Bild: Tegeler

Der Vigie Beach ist von den Häfen aus sogar zu Fuß erreichbar. Man läuft von Pointe Seraphine aus knapp zwei Kilometer. Müsste man nicht die Landebahn des Flughafens umrunden, wäre der Weg noch kürzer. Wir würden uns aus Sicherheitsgründen in der Nähe des Hotels aufhalten. Wer längeren Zeit am Strand verbringen möchte, findet auf der Insel deutlich bessere Alternativen. Das gilt zum Beispiel für die schöne Choc Bay, die ca. 6 Kilometer nördlich von Pointe Seraphine liegt. Hier gibt es relativ viele Schattenplätze. Liegen können gemietet werden. Toiletten und Außenduschen findet man bei einem kleinen Restaurant. Umkleidekabinen gibt es nicht.

Südlich von Castries ist der La Toc Beach der nächstgelegene schöne Strand. Vom Hafen La Place Carenage sind es weniger als drei Kilometer hierher. Aufgrund der Steigungen sollte man sich ein Taxi gönnen. Am Strand gibt es ein großes Hotel (Sandals Regency).

Ein gutes Stück weiter südlich – umgeben von hohen Bergen – schmiegt sich die Ortschaft Soufriere an die Küste. Die Stadt ist wegen des Vulkans, der berühmten Pitons und der schönen Diamond Botanical Gardens ein Ziel vieler Landausflüge auf St. Lucia. Strände hat Soufriere auch zu bieten. Jedenfalls ganz in der Nähe. Weniger Kilometer nördlich liegt die wunderschöne Anse Chastanet mit dunklen Sand. Von hier kann an zu Fuß die sehr ursprüngliche Anse Miman erreichen. Wenige Kilometer südlich und direkt zwischen den beiden Pitons, befindet sich der Sugar Beach. Nach der in der Nähe gelegenen Ortschaft wird der Strand auch Jalousie Beach genannt. Ein Traumstand in einer Traumlage. Der früher schwarze Sand wurde künstlich aufgeschüttet und ist ist heute hell.

Landausflüge auf St. Lucia buchen

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem internationalen Portal an. Die Tiefpreisgarantie, eine 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahllose Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl und geben Sicherheit bei der Buchung.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks.