Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Teneriffa auf eigene Faust. Die größte und bevölkerungsreichste Insel der Kanaren ist etwa 83 km lang und bis zu 54 km breit. Zwischen dem grünen und gebirgigen Norden und dem trockenen Süden mit seinen beliebten Stränden gibt es deutliche landschaftliche Unterschiede. Das Zentrum der Insel wird vom mächtigen Pico del Teide geprägt. Der höchste Berg Spaniens ist 3.715 Meter hoch. Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife im Nordosten Teneriffas an. Hier beginnen auch viele Kanaren Kreuzfahrten. Die wichtigsten Urlaubszentren liegen mit Los Cristianos, Playa de las Américas und Costa Adeje ganz im Süden der Insel. Hier befindet sich auch der internationale Flughafen Tenerife Sur. Ein weiteres bedeutendes Urlaubszentrum ist Puerto de la Cruz im Nordwesten Teneriffas. Hier liegt auch der bekannte Loro Parque. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Tenerife Tourist Corporation. Letzte Aktualisierung: Juli 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge auf den Kanaren auf eigene Faust: Fuerteventura, Gran Canaria, La Gomera, La Palma, Lanzarote, Madeira, São Miguel (Azoren), Terceira (Azoren)

Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Teneriffa auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Kreuzfahrthafen Santa Cruz de Tenerife
🚶♂️ Stadtzentrum: Plaza de España in ca. 15–20 Gehminuten erreichbar
🏖️ Nächster Strand: Playa de las Teresitas (ca. 8 km)
✨ Highlights in Santa Cruz: Plaza de España, Auditorio de Tenerife, Palmetum, Mercado de Nuestra Señora de África, Castillo de San Juan, Parque Marítimo
✨ Highlights auf Teneriffa: Nationalpark El Teide, La Laguna, Anaga-Gebirge, Masca, Garachico, Puerto de la Cruz mit Loro Parque, Los Gigantes, Playa de las Teresitas
🗺️ Fortbewegung: Mietwagen, Straßenbahn, Linienbusse, Taxis oder Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Teide-Nationalpark, La Laguna und das Anaga-Gebirge
💶 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Euro; Spanisch ist Amtssprache
📶 Internet: EU-Roaming ohne Zusatzkosten; kostenloses WLAN im Kreuzfahrtterminal
👉 Fazit: Teneriffa bietet für Kreuzfahrer eine außergewöhnliche Vielfalt. Ob Stadtbummel in Santa Cruz, eine Fahrt auf den Teide, das grüne Anaga-Gebirge oder die Küstenorte im Norden und Westen – die Insel lässt sich hervorragend auf eigene Faust erkunden.
Kreuzfahrthafen Teneriffa
Der Kreuzfahrthafen von Santa Cruz de Tenerife ist einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Kanaren. Viele Kanaren-Kreuzfahrten beginnen und enden hier. Die Webseite der Autoridad Portuaria de Tenerife ist teilweise auch in englischer Sprache erreichbar. Hier kann man vorab in Erfahrung bringen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff anlegen wird. In Frage kommen die ca. 1,3 km lange Muelle Sur und das neue Terminal de Cruceros de Tenerife an der Muelle Ribera.
Die Schiffe legen entweder an der Muelle de Ribera oder an der mehr als einen Kilometer langen Muelle Sur direkt vor der Stadt an. Auf dem Foto oben und den Karten unten sind die möglichen Liegeplätze gut zu erkennen.
Das rote Gebäude im Vordergrund ist das neue Terminal de Cruceros de Tenerife an der Muelle Ribera. Hier kann ein Kreuzfahrtschiff anlegen. Das moderne Cruise Terminal wird von der Carnival Corporation betrieben und überwiegend von den Marken des Konzerns genutzt. Im Hintergrund sieht man AIDAsol an der mehr als einen Kilometer langen Muelle Sur. Hier ist Platz für mehrere Kreuzfahrtschiffe. Die lange und sehr breite Mole ist ein reiner Liegeplatz ohne weitere Infrastruktur. Landausflugsbusse und Taxis können direkt auf die Mole fahren. Direkt am Hafengelände betreiben bekannte kanarische Anbieter wie Cicar ihre Stationen.
Landausflüge auf Teneriffa buchen
Für den Tag auf Teneriffa werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Santa Cruz de Tenerife findet man bei Viator*.
Mobilität auf Teneriffa auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Teneriffa auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Teneriffa:
- Playa de la Teresitas: 8,2 km
- La Laguna (Altstadt): 12,5 km
- Mirador Cruz del Carmen: 21,3 km
- La Orotava: 37,6 km
- Loro-Parque (Puerto de la Cruz): 42,7 km
- Flughafen Teneriffa-Süd: 61,7 km
- Garachico: 63,1 km
- Teide-Seilbahn: 65,4 km
- Siam-Park: 77,4 km
- Los Gigantes: 102 km
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Teneriffa: 1. La Laguna, 2. Playa de Las Teresitas, 3. Mirador Cruz del Carmen (Anaga-Gebirge), 4. Candelaria, 5. Loro Parque (Puerto de la Cruz), 6. La Orotava, 7. Icod de los Vinos, 8. Garachico, 9. Los Gigantes, 10. Barranco de Masca, 11. Siam-Park, 12. Teide-Nationalpark
Zu Fuß unterwegs
Die Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum von Santa Cruz de Tenerife kann man sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erreichen. Zwischen dem Hafen und der Innenstadt besteht allerdings ein deutlicher Höhenunterschied. Je nach Liegeplatz empfiehlt sich deshalb eine andere Route.
Liegt das Kreuzfahrtschiff an der langen Außenmole Muelle Sur, weist eine blaue Linie den Weg in die Innenstadt. Sie führt entlang der Marina und anschließend über eine Fußgängerbrücke direkt zur Plaza de España. Je nach Liegeplatz beträgt der Fußweg etwa 1 bis 1,5 km.
Vom neuen Terminal de Cruceros de Tenerife geht man zunächst rund 200 Meter durch eine kleine Parkanlage zum benachbarten Fährterminal Edificio Puerto-Ciudad. Dort gelangt man über Treppen oder einen Aufzug auf die Dachterrasse und anschließend über zwei Fußgängerbrücken zur Avenida Francisco La Roche. Von dort sind es nur noch etwa 200 Meter bis zur Plaza de España. Dieser Weg wirkt zunächst etwas ungewöhnlich, ist aber sehr bequem und erspart den Anstieg vom Hafengelände.
Shuttlebusse
Wenn das Kreuzfahrtschiff an der langen Mole weiter hinten liegt, gibt es manchmal kostenlose Shuttlebusse der Hafenverwaltung. Diese fahren vom Schiff zum Hafenausgang am Fuß der Mole. Von dort können die Urlauber zu Fuß weitergehen oder ein Taxi bzw. einen Mietwagen nehmen.
Taxis, Uber & Co
Wenn Kreuzfahrtschiffe in Santa Cruz de Tenerife anlegen, warten direkt an den Liegeplätzen zahlreiche Taxis. Sowohl an der Muelle de Ribera (direkt vor dem Cruise Terminal) als auch an der langen Außenmole Muelle Sur bilden sich meist lange Taxischlangen. Die offiziellen Taxis auf Teneriffa sind weiß, tragen ein grünes beziehungsweise rotes Licht auf dem Dach und verfügen über ein Taxameter. Die Fahrpreise sind staatlich geregelt und fair. Eine kurze Fahrt innerhalb von Santa Cruz, beispielsweise zum Busbahnhof Intercambiador, kostet meist weniger als 10 Euro. Für die Fahrt zur Playa de las Teresitas sollte man etwa 15 bis 18 Euro einplanen. Die Fahrzeit beträgt rund 15 Minuten.
Die meisten Taxifahrer am Kreuzfahrthafen akzeptieren inzwischen Kreditkarten. Trotzdem empfiehlt es sich, beim Einstieg kurz nachzufragen oder etwas Bargeld dabei zu haben. Viele Fahrer bieten außerdem Festpreise für beliebte Tagestouren an. An den Taxiständen hängen häufig offizielle Flyer mit den angebotenen Routen und Preisen aus. Die folgenden Richtpreise gelten jeweils pro Fahrzeug (nicht pro Person):
- Teide-Nationalpark (Nationalpark, Roques de García und Kiefernwälder): ca. 230 €
- Anaga & La Laguna (Anaga-Gebirge und UNESCO-Welterbestadt): ca. 190 €
- Der Norden (La Orotava und Puerto de la Cruz): ca. 190 €
- Loro Parque (Hin- und Rückfahrt ohne Eintritt): ca. 170 €
- Große Nord-Tour (La Orotava, Garachico und Puerto de la Cruz): ca. 250 €
- Teide & Nordküste (Teide-Nationalpark und Puerto de la Cruz): ca. 260 €
- Große Inselrunde (Teide, Los Gigantes, Garachico und Puerto de la Cruz): ca. 300 €
Weitere Informationen findet man auf den Webseiten von Taxi Tour Tenerife oder Taxi Santa Cruz. Taxi Tour Tenerife stellt die beliebtesten Ausflugsrouten übersichtlich vor. Taxi Santa Cruz ist die offizielle Taxigenossenschaft der Hauptstadt. Unter dem Menüpunkt „Taxi Tours“ werden die neun behördlich zertifizierten Rundfahrten beschrieben. Preise sind dort allerdings nicht angegeben.
Auch Uber ist in Santa Cruz de Tenerife verfügbar. Über die App werden meist lizenzierte Taxis oder sogenannte VTC-Fahrzeuge vermittelt. Da Uber-Fahrzeuge nicht in der offiziellen Taxischlange am Kreuzfahrthafen warten dürfen, muss der Abholort in der App genau festgelegt werden. Häufig ist es einfacher, das Hafengelände ein Stück zu Fuß zu verlassen. Für Fahrten innerhalb der Stadt würden wir jedoch eines der wartenden weißen Taxis direkt am Pier nutzen.
Mietwagen auf Teneriffa
Ein Mietwagen ist ein ideales Verkehrsmittel für Landausflüge auf Teneriffa auf eigene Faust. Rund um das Tenerife Cruise Terminal haben sich mehrere Autovermieter angesiedelt. Besonders empfehlenswert ist die kanarische Firma Cicar. Die Station befindet sich auf dem großen Parkplatz am Fuß der Mole und ist von beiden Liegeplätzen bequem zu Fuß erreichbar. Das gilt auch für den ebenfalls empfehlenswerten Anbieter Canarias.com.
Cicar ist auf allen Kanarischen Inseln vertreten und bei vielen Kreuzfahrern sehr beliebt. Das Geschäftsmodell von Cicar und der Muttergesellschaft Cabrera Medina ist optimal auf die Bedürfnisse von Kreuzfahrern und anderen Tagesgästen zugeschnitten. Die Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung (Franquicia Cero) ist bereits im Basispreis enthalten. Sollte das Auto einen Kratzer bekommen, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Im Gegensatz zu vielen internationalen Autovermietern blockiert Cicar keine hohen Kautionsbeträge auf der Kreditkarte. Ein kostenloser Zusatzfahrer ist ebenfalls immer inklusive. Babyschalen und Kindersitze sind bei Cicar und Cabrera Medina kostenlos und müssen nicht gegen Aufpreis hinzugebucht werden.
Die Straßen auf Teneriffa sind gut ausgebaut und hervorragend ausgeschildert. Die Autobahnen TF-1 und TF-5 verbinden Santa Cruz de Tenerife mit den Urlaubsorten im Süden sowie Puerto de la Cruz im Norden. Der Autobahnring ist zwar noch nicht vollständig geschlossen. Dennoch lassen sich alle wichtigen Regionen der Insel problemlos mit dem Mietwagen erreichen. Im gebirgigen Inselinneren führen viele Straßen jedoch über enge Serpentinen mit zahlreichen Kurven. Fahrten dauern hier häufig deutlich länger, als die reine Entfernung vermuten lässt. Das sind unsere Vorschläge für einen Mietwagen-Landausflug:
Route Teide (Nationalpark & UNESCO-Welterbestadt):
Hafen → La Laguna → Teide-Nationalpark → Hafen
Route Anaga (Lorbeerwald, Aussichtspunkte & Strand):
Hafen → La Laguna → Anaga-Gebirge → Mirador Cruz del Carmen → Playa de las Teresitas → Hafen
Route Norden (Kolonialstädte & Küste):
Hafen → La Orotava → Puerto de la Cruz → Loro Parque → Garachico → Hafen
Für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff sollte man immer ausreichend Zeit einplanen. Rund um Santa Cruz de Tenerife sowie auf den Autobahnen kann es insbesondere während der Hauptverkehrszeiten zu Staus kommen.
Öffentliche Busse (Guaguas)
Die grünen Busse (Guaguas) der Verkehrsgesellschaft TITSA verbinden nahezu alle Orte auf Teneriffa. Sollte die TITSA-Webseite von Deutschland aus nicht erreichbar sein, hilft häufig die Nutzung eines VPN. Der zentrale Busbahnhof Intercambiador de Santa Cruz de Tenerife liegt etwa 2 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Je nach Liegeplatz läuft man etwa 20 bis 25 Minuten.
Einzelfahrkarten kauft man direkt beim Fahrer und bezahlt bar oder kontaktlos mit Kredit- oder Debitkarte. Der Fahrpreis richtet sich nach der Strecke und ist vergleichsweise günstig. Ein Tagesticket kostet 10 Euro, ist jedoch nicht beim Fahrer erhältlich. Es kann an den Fahrkartenautomaten im Busbahnhof und an den Straßenbahnhaltestellen gekauft werden. Alternativ bieten rund 500 Verkaufsstellen mit dem roten Ten+-Logo die Karten an und laden sie auf.
- Bus 910 fährt in etwa 15 bis 20 Minuten zur beliebten Playa de las Teresitas. Einstieg ist an den Haltestellen Hacienda oder Estación Marítima. Je nach Liegeplatz beträgt der Fußweg etwa 500 Meter bis 1,3 km.
- Schnellbus 100 verbindet den Busbahnhof Intercambiador Santa Cruz mit dem Busbahnhof in Puerto de la Cruz. Die Fahrzeit beträgt etwa 40 Minuten. Von dort sind es rund 1,5 km bis zum Loro Parque. Alternativ fährt die Buslinie 381 direkt zum Eingang.
- Expressbus 110 fährt vom Busbahnhof Intercambiador Santa Cruz in etwa 55 Minuten nach Costa Adeje im Süden Teneriffas.
Straßenbahn
Seit 2007 verbindet eine moderne Straßenbahn die Inselmetropole Santa Cruz de Tenerife mit der historischen Universitätsstadt La Laguna. Die Strecke ist 12,5 km lang und umfasst 21 Haltestellen. Die Fahrzeit bis zur Endstation beträgt etwa 35 bis 40 Minuten. Es gibt noch eine zweite Straßenbahnlinie, die für Kreuzfahrer allerdings kaum von Bedeutung ist.
Die Straßenbahn startet am Busbahnhof Intercambiador. Bequemer für Kreuzfahrer sind jedoch die zentrumsnahen Haltestellen Fundación, Teatro Guimerá oder Weyler, da der Fußweg vom Kreuzfahrthafen etwas kürzer ist. Das Ticket kann am Automaten an den Haltestellen gekauft werden und muss anschließend in der Straßenbahn entwertet werden. Die Endhaltestelle La Trinidad liegt sehr zentral. Bis zur Kathedrale von La Laguna sind es von dort nur etwa 500 Meter.
Hop-on Hop-off Busse
In Santa Cruz de Tenerife fahren die aus vielen Häfen bekannten roten Hop-On Hop-Off-Busse von City Sightseeing. Es gibt eine Route mit insgesamt 13 Haltestellen. Zu den wichtigsten Stopps zählen das architektonisch beeindruckende Auditorio de Tenerife, der botanische Garten Palmetum, der Markt Mercado Nuestra Señora de África und der Parque García Sanabria. Die Busse starten leider nicht direkt an den Liegeplätzen der Kreuzfahrtschiffe. Los geht es an der Plaza de España. Eine komplette Rundfahrt dauert etwa 80 Minuten. Die Busse fahren täglich alle 25 Minuten zwischen ca. 09:30 und 18:15 Uhr. Das Ticket kostet 20 Euro und kann vorab bei GetYourGuide* erworben werden.
Karte des Hafens in Santa Cruz de Tenerife: 1. Liegeplätze an der Muelle Sur (2 bis 3 Liegeplätze), 2. Terminal de Cruceros de Tenerife (1 Liegeplatz), 3. Fährterminal Edificio Puerto ciudad, 4. Bushaltestelle „Estación Marítima“, 5. Mietwagen von Cicar, 6. Fußgängerbrücke in Richtung Altstadt, 7. Plaza de España (Tor zur Altstadt)
An- und Abreise
Teneriffa verfügt über zwei Flughäfen. Die Charterflüge der großen Reedereien wie AIDA Cruises oder TUI Cruises landen fast immer am Flughafen Teneriffa Süd (TFS – Aeropuerto de Tenerife Sur „Reina Sofía“). Er liegt etwa 62 km vom Kreuzfahrthafen in Santa Cruz de Tenerife entfernt. Ein Taxi benötigt je nach Verkehr etwa 45 bis 50 Minuten.
Wer den Transfer der Reederei gebucht hat, kann seinen Koffer bereits am Flughafen abgeben und wird anschließend direkt zum Kreuzfahrtschiff gebracht. Das Gepäck wird später bis vor die Kabinentür geliefert. Alternativ kann man ein Taxi zum Hafen nehmen und den Koffer im Hafen beim Check-in abgeben. Für die Fahrt zum Kreuzfahrthafen sollte man je nach Tageszeit etwa 80 bis 100 Euro einplanen. Deutlich weniger komfortabel ist die Anreise mit dem öffentlichen Bus der Linie 111. Dieser fährt nur bis zum Busbahnhof Intercambiador in Santa Cruz. Von dort muss man mit dem Gepäck noch ein Taxi zum Kreuzfahrtterminal nehmen.
Teneriffa auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Landausflügler können sich auf die wohl landschaftlich vielseitigste Insel der Kanaren freuen. Kaum eine andere Insel verbindet Vulkanlandschaften, Lorbeerwälder, historische Städte und schöne Strände auf so engem Raum. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Teneriffa auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Viele Kreuzfahrer fahren mit dem Mietwagen in den Teide-Nationalpark oder in das grüne Anaga-Gebirge. Beliebt sind außerdem Stadtbummel durch Santa Cruz de Tenerife und das UNESCO-Weltkulturerbe La Laguna. Zu den meistbesuchten Attraktionen der Insel zählt der weltberühmte Loro Parque bei Puerto de la Cruz. Im Nordwesten begeistern historische Orte wie La Orotava, Icod de los Vinos und Garachico, während die Playa de las Teresitas zu den schönsten Stränden Teneriffas gehört. Die wichtigsten Landausflugsziele haben wir hier nach Interessen geordnet.
🏖️ Strände: Playa de las Teresitas, Playa del Duque (Adeje)
⛰️ Natur & Aussicht: Teide-Nationalpark, Anaga-Gebirge, Los Gigantes, Masca
🌴 Historische Orte: La Laguna, La Orotava, Garachico, Icod de los Vinos
🏙️ Städte: Santa Cruz de Tenerife, Puerto de la Cruz
🥾 Wandern: Teide-Nationalpark, Anaga-Gebirge
👨👩👧👦 Familien: Loro Parque, Siam Park, Playa de las Teresitas
Santa Cruz de Tenerife auf eigene Faust
Santa Cruz de Tenerife lässt sich hervorragend auf eigene Faust erkunden. Die meisten Kreuzfahrer entscheiden sich entweder für einen Stadtbummel durch die Altstadt oder für einen Spaziergang zu den modernen Sehenswürdigkeiten südlich des Hafens. Beide Routen sind bequem zu Fuß erreichbar und lassen sich bei genügend Liegezeit auch miteinander kombinieren.
Karte der Sehenswürdigkeiten von Santa Cruz de Tenerife: 1. Plaza de España, 2. Calle del Castillo (Einkaufsstraße), 3. Auditorio de Tenerife, 4. Castillo de San Juan Bautista, 5. Parque Marítimo César Manrique, 6. Palmetum, 7. Parque García Sanabria, 8. Museo de Naturaleza y Arqueología, 9. TEA Tenerife Espacio de las Artes, 10. Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción, 11. Mercado de Nuestra Señora de África
Unterwegs in der Altstadt
Für einen Stadtbummel durch die Altstadt von Santa Cruz de Tenerife sollte man etwa drei bis vier Stunden einplanen. Vom Kreuzfahrthafen erreicht man die Altstadt bequem auf eigene Faust zu Fuß. Den Weg haben wir im Abschnitt „Zu Fuß unterwegs“ bereits beschrieben.
Plaza de España
Die Plaza de España wurde 2008 von Schweizer Architekten neu gestaltet und ist heute das Eingangstor zur Altstadt. Im Zentrum des Platzes befindet sich ein runder See mit einer großen Fontäne. Rund um den See laden viele Bänke und Grünflächen zu einer kleinen Pause ein. Ein beliebtes Fotomotiv ist der große Schriftzug „Santa Cruz de Tenerife“ am Fuße des Monumento a Los Caídos. Das große, kreuzförmige Denkmal mit seinem Turm erinnert an die Gefallenen des spanischen Bürgerkriegs.
Fußgängerzone Calle del Castillo
Von der Plaza de España gelangt man über die benachbarte Plaza de la Candelaria direkt in die Fußgängerzone Calle del Castillo. Sie ist die wichtigste Einkaufsstraße der Stadt. Zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants laden zu einem Bummel ein. Da die Kanarischen Inseln eine steuerliche Sonderzone sind, lohnen sich in den Parfümerien und Elektronikgeschäften entlang der Straße oft Preisvergleiche. Am Ende der Straße erreicht man die elegante Plaza Weyler mit ihrem prächtigen Brunnen.
Parque García Sanabria
Von hier sind es nur etwa 500 Meter bis zum Parque García Sanabria. Der größte Stadtpark von Santa Cruz begeistert mit exotischen Pflanzen, Palmen, Brunnen und zahlreichen Skulpturen. Gerade an warmen Tagen ist der schattige Park ein angenehmer Ort für eine Pause. Das beliebteste Fotomotiv des Parks liegt am Südeingang. Die Blumenuhr (Reloj de Flores) wurde in der Schweiz gefertigt und ist das ganze Jahr über mit saisonalen Blumen bepflanzt. Im gesamten Park entdeckt man Skulpturen namhafter Künstler, unter anderem von Henry Moore.
Mercado de Nuestra Señora de África
Wer den Rundgang fortsetzt, erreicht auf der anderen Seite des Barranco de Santos die Markthalle Mercado de Nuestra Señora de África. Das Gebäude wurde in den 1940er-Jahren im maurischen Stil errichtet und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. In den Markthallen werden Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Gewürze und viele kanarische Spezialitäten angeboten. Zwischen 09:00 Uhr und 11:30 Uhr ist die Auswahl am größten und alle Stände haben geöffnet. Nach 13:00 Uhr packen viele Händler bereits ein.
Museen
Direkt neben der Markthalle befinden sich zwei bekannte Museen, die nur wenige Schritte voneinander entfernt liegen. Das moderne Kunstzentrum TEA – Tenerife Espacio de las Artes wurde 2008 eröffnet. Das architektonisch auffällige Gebäude wurde vom bekannten Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen und beherbergt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, eine Bibliothek und ein Fotomuseum. Der Zugang zum Gebäude und der Besuch der allermeisten Kunstausstellungen ist kostenlos.
Ebenfalls direkt nebenan liegt das Museo de la Naturaleza y Arqueología (MUNA). Es gehört zu den bedeutendsten Museen der Kanaren und informiert über die Naturgeschichte der Inseln sowie die Kultur der Guanchen. Besonders bekannt ist die Sammlung gut erhaltener Guanchen-Mumien. Der Eintritt liegt bei günstigen 5 Euro. Jeden Freitag und Samstag ab 16:00 Uhr ist der Eintritt frei. Es gibt einen Audioguide in deutscher Sprache.
Highlights am Meer
Wer die Altstadt bereits kennt oder den Tag lieber am Meer verbringen möchte, findet knapp 2 km südlich des Hafens vier weitere Sehenswürdigkeiten, die sich gut miteinander kombinieren lassen. Hier treffen moderne Architektur, ein historisches Kastell, ein botanischer Garten und ein großzügiges Meerwasserbad aufeinander. Je nach Interesse kann man die Gegend bei einem Spaziergang erkunden, das Palmetum besuchen oder einige entspannte Stunden im Parque Marítimo verbringen.
Auditorio de Tenerife
Das futuristische Auditorio de Tenerife wurde vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen und zählt zu den Wahrzeichen der Insel. Sein geschwungenes Dach erinnert an eine riesige Welle und ist bereits vom Kreuzfahrtschiff aus gut zu erkennen. Wer Valencia besucht hat, erkennt sofort die Handschrift des Architekten wieder. Man kann das Außengelände und die riesigen wellenförmigen Terrassen jederzeit kostenlos betreten und umrunden. Die beste Perspektive für Fotos hat man von der Hafenmauer oder vom benachbarten Mirador del Caribe im Palmetum. Wer das Gebäude auch von innen kennenlernen möchte, kann auf der Webseite geführte Rundgänge buchen.
Die bekannten, mit Musikern bemalten Steine befinden sich direkt hinter der berühmten Konzerthalle Auditorio de Tenerife. Der bulgarische Künstler Stoyko Gagamov hat zwischen 2010 und 2011 über 100 berühmte Musiker, Sänger und Komponisten auf die Steine gemalt. Mittlerweile verblassen die Portraits ein wenig.
Castillo de San Juan Bautista
Direkt neben dem Auditorio de Tenerife steht das Castillo de San Juan Bautista. Die kleine Festung aus dem 17. Jahrhundert diente dem Schutz des Hafens vor Piratenangriffen und gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Das Castillo ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer möchte, kann die Festung umrunden und fotografieren.
Erlebnisbad Parque Marítimo
Nur wenige Schritte entfernt befindet sich das von César Manrique gestaltete Erlebnisbad Parque Marítimo. Mehrere Meerwasserbecken, Sonnenterrassen, ein kleiner Strand sowie Restaurants und Cafés machen die Anlage zu einem attraktiven Ziel für alle, die einen entspannten Tag am Wasser verbringen möchten. Umkleidekabinen, Duschen und Sonnenliegen sind vorhanden. Wir würden gleich zur Öffnung um 10:00 Uhr kommen. Dann hat man die freie Auswahl für eine schöne Liege. Diese ist übrigens kostenlos. Der Schirm dazu kostet 3 Euro.
Der Parque Marítimo ist kein Action-Erlebnisbad mit Rutschenparks. Die drei großzügigen Pools (inklusive flachem Kinderbereich) sind auf Entspannung, Schwimmen und Ästhetik ausgelegt. Die Meerwasserbecken sind zudem nicht beheizt. Wasserschuhe sind sehr nützlich, da die dunklen Steinflächen in der Mittagssonne extrem heiß werden können. Der Eintritt liegt bei 7,50 Euro. Im Gegensatz zu vielen klassischen Erlebnisbädern darf man im Parque Marítimo eigene Speisen und Getränke mitbringen. Zum Beispiel ein Lunchpaket von Bord.
Palmetum
Unmittelbar neben dem Parque Marítimo liegt das Palmetum. Der botanische Garten entstand auf einer ehemaligen Mülldeponie und beherbergt heute nach eigenen Angaben eine der größten Palmensammlungen Europas. Von vielen Aussichtspunkten hat man zudem einen schönen Blick auf den Hafen und die Kreuzfahrtschiffe. Gartenfreunde sollten hier 1,5 bis 2 Stunden einplanen, um die 14 geografischen Zonen entspannt zu erkunden und die Aussichtspunkte zu genießen. Palmetum kostet 6 Euro Eintritt.
Stadtbummel in La Laguna
Ein schöner und leicht zu planender Landausflug auf eigene Faust ist die Fahrt mit der Straßenbahn von Santa Cruz de Tenerife nach San Cristóbal de La Laguna. Die ehemalige Hauptstadt Teneriffas ist nur ca. 12 km entfernt. La Laguna gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der schönsten Kolonialstädte der Kanaren. Die engen Gassen und Straßen sind schachbrettartig angelegt und werden von schönen Häusern und herrschaftlichen Villen im typisch kanarischen Baustil gesäumt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Für einen Stadtbummel durch San Cristóbal de La Laguna sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen.
Von der Endhaltestelle der Straßenbahn „Trinidad“ läuft man nur 5 bis 10 Minuten bis zur Kathedrale im Herzen der Altstadt. Wenn man vor der Kirche steht, blickt man auf eine imposante Steinfassade aus dem Jahr 1820. Das Design wurde direkt von der berühmten Kathedrale in Pamplona (Nordspanien) inspiriert. Die große Kuppel ist das Markenzeichen der Kirche, die man für 7 Euro auch besichtigen kann.
Von der Kathedrale führt die Fußgängerzone Calle Obispo Rey Redondo durch die historische Altstadt. Hier gibt es viele Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte in schönen historischen Gebäuden. Besonders sehenswert sind das Rathaus, die Casa de los Capitanes mit ihrem schönen Innenhof und das Teatro Leal. Am Ende der Straße erreicht man die Iglesia de la Concepción. Die älteste Pfarrkirche der Stadt hat einen markanten Glockenturm, der zu den Wahrzeichen von La Laguna gehört. Wer die Stufen bis zur Aussichtsplattform hinaufsteigt, wird mit einem schönen Blick bis zum Anaga-Gebirge belohnt.
Danach geht es durch die Calle San Agustín langsam zurück in Richtung Straßenbahnhaltestelle „Trinidad“. Diese Straße zählt mit ihren liebevoll restaurierten Herrenhäusern zu den schönsten Gassen der Altstadt. Viele der historischen Herrenhäuser besitzen kunstvoll geschnitzte Holzbalkone und begrünte Innenhöfe. In der Casa Lercaro befindet sich das Museo de Historia de Tenerife. Wer mehr über die Geschichte Teneriffas erfahren möchte, besucht das kleine Museum. Der Eintritt liegt bei 5 Euro. Vom Museum läuft man dann 450 Meter zurück zur Straßenbahn.
Karte für einen Stadtbummel in La Laguna: 1. Catedral de San Cristóbal de La Laguna, 2. Fußgängerzone Calle Obispo Rey Redondo, 3. Iglesia de la Concepción, 4. Calle San Agustín, 5. Museo de Historia de Tenerife, 6. Plaza del Adelantado
Kurz vor der Rückkehr zur Straßenbahnhaltestelle lohnt sich noch ein kleiner Abstecher zur Plaza del Adelantado. Hohe Palmen, Drachenbäume und ein Brunnen prägen den schönsten Platz der Stadt. Rund um den Platz stehen einige der bedeutendsten historischen Gebäude La Lagunas, darunter das Dominikanerinnenkloster Convento de Santa Catalina sowie mehrere herrschaftliche Wohnhäuser im typisch kanarischen Baustil. Von der Plaza del Adelantado läuft man 500 Meter zurück zur Straßenbahn.
Mietwagentour im Anaga-Gebirge
Das Anaga-Gebirge bildet die grüne Nordspitze Teneriffas und gehört zu den ursprünglichsten Landschaften der Insel. Da die Hauptstadt Santa Cruz direkt am Rand des Gebirges liegt, ist das Anaga-Gebirge vom Kreuzfahrthafen aus mit einem Mietwagen gut auf eigene Faust erreichbar. Dichte Lorbeerwälder, tiefe Schluchten und spektakuläre Aussichtspunkte prägen die Bergwelt. Für die Rundfahrt mit mehreren kurzen Stopps und einem Strandbesuch an der Playa de las Teresitas sollte man etwa fünf bis sieben Stunden einplanen.
Vom Hafen fährt man zunächst über die TF-5 in Richtung San Cristóbal de La Laguna. Kurz hinter der Stadt beginnt die Panoramastraße TF-12, die sich über den Gebirgskamm des Anaga-Gebirges schlängelt. Bereits nach kurzer Zeit lohnt sich ein erster Halt am Mirador de Jardina. Von hier bietet sich ein schöner Blick über La Laguna bis zum Teide, sofern das Wetter mitspielt. Direkt an der Straße TF-12 befindet sich eine kleine Parkbucht für etwa 10 Autos. Da die meisten Besucher hier nur kurz für ein Foto anhalten, ist die Fluktuation hoch. Am Vormittag steht das Licht optimal, um das bunte Häusermeer von La Laguna und die Konturen des Teide zu fotografieren. Sollte es hier wolkig sein, würden wir einfach weiterfahren.
Nur wenige Minuten später erreicht man den Mirador Cruz del Carmen, einen der bekanntesten Aussichtspunkte Teneriffas. Bei klarer Sicht reicht der Blick über La Laguna bis zum Teide. Direkt am Aussichtspunkt befinden sich ein großes Besucherzentrum, ausreichend Parkplätze sowie mehrere kurze Wanderwege. Der Parkplatz ist klein, extrem begehrt und ab dem späten Vormittag oft komplett überlastet.
Wer etwas Zeit mitgebracht hat, sollte einen der Wanderwege der Sinne (Sendero de los Sentidos) ausprobieren. Drei unterschiedlich lange Rundwege führen durch den uralten Lorbeerwald. Der kürzeste ist barrierefrei und etwa 400 Meter lang. Die beiden anderen Rundwege sind rund 550 Meter beziehungsweise 1,5 km lang. Unterwegs laden kleine Aussichtspunkte immer wieder zu kurzen Fotostopps ein.
Karte für eine Mietwagentour im Anaga-Gebirge: 1. Mietwagenstationen am Hafen, 2. Mirador de Jardina, 3. Mirador Cruz del Carmen, 4. Mirador Pico del Inglés, 5. Mirador Risco Mogote, 6. Playa de las Teresitas
Ein kurzer Abstecher führt anschließend zum Mirador Pico del Inglés. Der Aussichtspunkt liegt am Ende der Stichstraße TF-114. Die schmale Bergstraße endet nach wenigen Minuten an einem der schönsten Aussichtspunkte des Anaga-Gebirges. Von hier blickt man weit über Santa Cruz de Tenerife bis zum Atlantik. Bei unserem Besuch konnten wir sogar das markante Auditorio de Tenerife erkennen. Für viele Kreuzfahrer ist dies der schönste Aussichtspunkt im gesamten Anaga-Gebirge.
Direkt am Mirador gibt es nur Platz für etwa 10 Autos. Am späten Vormittag staut es sich hier oft. Unser Tipp: Wenn man erkennt, dass es voll wird, sollte man die kleinen Parkbuchten vor dem finalen Wendehammer am Straßenrand nutzen. Und es gibt noch einen weiteren Grund, möglichst früh hierherzukommen. Der Teide ist morgens bis ca. 10 Uhr oft wolkenfrei, bevor die Passatwinde aktiv werden.
Auf dem Rückweg könnte man am Camino viejo al pico del inglés stoppen. Dieser befindet sich ziemlich genau in der Mitte der Stickstraße TF-114. Dieser spektakuläre Hohlweg wurde von den frühen Bewohnern Teneriffas (und später von Bauern) von Hand in den weichen Tuffstein geschlagen.
Zurück auf der TF-12 folgt die Panoramastraße weiter durch die Bergwelt des Anaga-Gebirges. Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf tiefe Schluchten, grüne Berghänge und die zerklüftete Nordküste. Nach etwa 12 km biegt man nach links auf die TF-134 ab und erreicht kurze Zeit später den Mirador Risco Mogote. Die Stellplätze befinden sich direkt in einer scharfen Spitzkehre der Bergstraße. Der Aussichtspunkt bietet einen besonders schönen Blick auf die wilde Berglandschaft und die Küste auf der Nordseite des Gebirges. Wer möchte, kann von hier noch ein kleines Stück auf einem Wanderweg weitergehen und zusätzliche Aussichtspunkte entdecken.
Auf dem Rückweg passiert man den Mirador Túnel de Anaga, bevor die Straße langsam in Richtung Küste abfällt. In San Andrés endet die Rundfahrt praktisch direkt an der Playa de las Teresitas. Der lange Sandstrand mit seinem ruhigen Wasser ist ein idealer Ort, um den Landausflug entspannt ausklingen zu lassen oder noch eine Runde im Atlantik zu schwimmen. Direkt hinter dem Strand stehen große kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Der Rückweg vom Schiff dauert dann noch etwa 15 bis 20 Minuten.
Playa de Las Teresitas (Traumstrand in Hafennähe)
Wer auf Teneriffa auf eigene Faust einen Tag am Strand genießen möchte, könnte den Stadtstrand der Hauptstadt Santa Cruz aufsuchen. Die in den siebziger Jahren mit Sand aus der Sahara künstlich angelegte Playa de Las Teresitas ist nur gut 8 km vom Hafen entfernt. Es gibt gute öffentliche Busverbindungen (TITSA-Buslinie 910). Wer mit einem Mietwagen anreist, findet direkt hinter dem Strand einen riesigen kostenlosen Parkplatz.
Der Strand ist komplett barrierefrei gestaltet. Es gibt öffentliche Toiletten, Umkleidekabinen und Duschen und eine Rotkreuz-Station. Ein Set aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm kostet nur 6 € für den gesamten Tag. Wellenbrecher sorgen für ruhiges Wasser, sodass auch kleine Kinder hier am Wasser spielen können. Vom Mirador de Las Teresitas kann man aus einer erhöhten Position sehr schöne Fotos vom Strand machen.
Puerto de la Cruz
Puerto de la Cruz ist der älteste Urlaubsort Teneriffas und liegt gut 40 km westlich von Santa Cruz de Tenerife. Mit dem Mietwagen erreicht man den lebhaften Küstenort in rund 50 bis 60 Minuten. Öffentliche Parkplätze gibt es unter anderem am Hafen und in mehreren Parkhäusern im Stadtzentrum. Die beste Option ist der riesige, kostenfreie Schotterparkplatz Explanada del Muelle direkt am Hafen. Die historische Innenstadt ist eng, voller Einbahnstraßen und die wenigen Parkplätze sind dauerhaft besetzt. Der Ort eignet sich außerdem hervorragend als Zwischenstopp auf einer Mietwagentour durch den Nordwesten Teneriffas.
Wer Puerto de la Cruz besucht, kann den Stadtbummel gut mit einem Mittagessen oder einem Spaziergang entlang der Küste verbinden. Der Ort eignet sich außerdem hervorragend als Zwischenstopp auf einer Mietwagentour durch den Nordwesten Teneriffas. Die bekannteste Sehenswürdigkeit des Ortes (abgesehen vom Loro Parque) wurde von César Manrique aus Lanzarote gestaltet und mit vielen Kunstwerken ausgestattet. Es handelt sich um die Meerwasser-Swimmingpools Lago Martiánez. Die Anlage umfasst 33.000 Quadratmeter und sieben Pools. Hier könnte man problemlos den ganzen Tag verbringen. Die schönen schwarzen Stadtstrände sind zwar wunderschön, haben aber oft eine extrem gefährliche Unterströmung und eine rote Flagge.
Loro Parque
Der Loro Parque in Puerto de la Cruz ist der meistbesuchte Tierpark Spaniens und eine der absoluten Hauptattraktionen für Landausflüge auf Teneriffa. Der mehrfach ausgezeichnete Tierpark beherbergt unter anderem Papageien, Pinguine, Gorillas, Tiger und Orcas. Für den Besuch sollte man mindestens einen halben Tag, besser einen ganzen Tag einplanen. An Bord werden immer Transfers hierher angeboten. Wer mit einem Mietwagen kommt, sollte früh sein. Der parkeigene Parkplatz ist kostenpflichtig (ca. 7 €) und füllt sich rasch. Eine gute Alternative ist ein öffentlicher Bus (s. oben).
Wer sein Ticket vorab online bucht, kann direkt durch den Barcode-Scanner am Einlass gehen. Die Schlangen an den Kassen kann man sich so sparen. Direkt am Eingang erhalten Besucher einen Parkplan mit den aktuellen Uhrzeiten für die großen Shows (Orcas, Delfine, Seelöwen und Papageien). Unser Tipp: Wir würden den Rundgang strikt um diese Showzeiten herum planen, da die Stadien bei großem Andrang wegen Überfüllung geschlossen werden. In den vorderen Reihen der Orca- und Delfin-Shows wird man garantiert klitschnass. Diese Sitze sind farblich markiert.
Der Zoo wurde von einem Deutschen gegründet und begann Anfang der siebziger Jahre als Papageienpark. Noch heute gibt es hier eine der größten Papageien-Sammlungen der Welt und eine Station für deren Nachzucht. Später kamen Volieren für andere tropische Vogelarten, das größte Pinguinarium der Welt und Aquarien mit Delfin-, Seelöwen- und Orcashows hinzu. Alle Informationen über die Shows und Fütterungszeiten findet man auch vorab auf der Webseite des Tierparks. Das riesige Pinguin-Haus ist eines der besten weltweit. Besucher fahren hier auf einem Laufband an einer echten antarktischen Eislandschaft vorbei. Hier ist es ziemlich kalt. Eine dünne Jacke im Rucksack zahlt sich hier aus.
La Orotava
La Orotava liegt nur etwa 6 km oberhalb von Puerto de la Cruz im fruchtbaren Orotava-Tal. Das historische Ortszentrum erstreckt sich an einem steilen Hang. Die schmalen Straßen und Gassen sind von zahlreichen historischen Herrenhäusern und Palästen gesäumt.
Der Mittelpunkt ist die Plaza de la Constitución mit ihren schattigen Bäumen. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Casa de los Balcones, das bekannteste Gebäude der Stadt. Das Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert beeindruckt mit seinen reich verzierten Holzbalkonen und einem schönen Innenhof. Hier ist heute ein kleines Museum untergebracht. Von der Casa de los Balcones lohnt sich ein Spaziergang durch die Calle San Francisco bis zur Iglesia de la Concepción. Die dreischiffige Kirche mit ihrer großen Kuppel gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Teneriffas. Unterwegs passiert man zahlreiche historische Wohnhäuser mit gepflegten Innenhöfen und blumengeschmückten Balkonen.
Nicht weit entfernt liegen die schönen Victoria-Gärten (Jardines Victoria). Die terrassenförmig angelegte Gartenanlage bietet schöne Ausblicke über die Dächer von La Orotava bis hinunter zur Küste und gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Zum Abschluss bietet sich noch ein Besuch des botanischen Gartens Hijuela del Botánico am Rand der Altstadt an.
La Orotava liegt an der Autobahn TF-5 und kann gut mit anderen Zielen im Nordwesten (Garachico, Icod de los Vinos, Puerto de la Cruz) kombiniert werden. Parken könnte man kostenlos auf dem Parking Gratuito La Orotava. Der Parkplatz liegt etwas oberhalb von La Orotava, wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Für einen Stadtbummel durch La Orotava sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen.
Icod de los Vinos & Cueva del Viento
Icod de los Vinos liegt etwa 60 km westlich von Santa Cruz de Tenerife und ist vor allem für den berühmten Drachenbaum „Drago Milenario“ bekannt. Der gewaltige Baum soll mehr als 800 Jahre alt sein und gilt als Wahrzeichen Teneriffas. Vom Parque del Drago hat man den schönsten Blick auf den beeindruckenden Baum. Der Eintritt liegt bei 5 Euro. Rund um den Park laden die historische Altstadt, kleine Plätze und zahlreiche Restaurants zu einer Pause ein. Es gibt auch ein schönes Schmetterlingshaus.
Nur wenige Kilometer außerhalb des Orts befindet sich mit der Cueva del Viento eine der längsten Lavaröhren Europas. Sie entstand vor rund 27.000 Jahren bei einem Ausbruch des Pico Viejo, eines Nebenvulkans des Teide. Die Höhle kann ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung mehrere Wochen vor dem Landausflug.
Icod de los Vinos und die Cueva del Viento lassen sich hervorragend mit Garachico, Puerto de la Cruz oder La Orotava zu einer abwechslungsreichen Mietwagentour durch den Nordwesten Teneriffas verbinden. Das zentrale, unterirdische Parkhaus Parking del Drago ist eine gute Wahl für Mietwagenfahrer. Es liegt strategisch perfekt, nur wenige Gehminuten vom Drachenbaum entfernt. Die Preise sind fair.
Altstadt von Garachico
Garachico liegt an der Nordwestküste Teneriffas, etwa 63 km vom Kreuzfahrthafen in Santa Cruz entfernt. Das kleine Städtchen gilt als einer der schönsten Orte der Insel und lässt sich hervorragend mit Icod de los Vinos, La Orotava oder Puerto de la Cruz kombinieren. Für einen Rundgang sollte man etwa ein bis zwei Stunden einplanen. Kostenlose und gebührenpflichtige Parkplätze befinden sich direkt am Meer. Die historische Altstadt wurde nach einem Vulkanausbruch im Jahr 1706 weitgehend wieder aufgebaut und steht heute unter Denkmalschutz. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Plaza de la Libertad mit der Kirche Santa Ana sowie das ehemalige Kloster Convento de San Francisco.
Direkt an der Küste liegen die natürlichen Meerwasserpools El Caletón, die beim Vulkanausbruch entstanden sind. Die von erkalteter Lava umgebenen Becken gehören zu den beliebtesten Fotomotiven Teneriffas. Bei ruhiger See kann man hier auch baden. Von der Uferpromenade bieten sich zudem schöne Ausblicke auf den Atlantik und die steile Nordwestküste der Insel. Garachico eignet sich hervorragend für einen entspannten Stadtbummel und eine Pause auf einer Mietwagentour durch den Nordwesten Teneriffas.
Masca-Schlucht
Masca ist ein kleines Bergdorf mit rund 100 Einwohnern im Teno-Gebirge im Nordwesten Teneriffas. Der Ort liegt spektakulär in einer tief eingeschnittenen Berglandschaft und ist über eine schmale, kurvenreiche Bergstraße von Santiago del Teide erreichbar. Bekannt ist Masca vor allem als Ausgangspunkt für die Wanderung durch die berühmte Masca-Schlucht. Entsprechend haben sich im kleinen Ort mehrere Restaurants und Cafés angesiedelt.
Die Wanderung durch die Masca-Schlucht gehört zu den spektakulärsten Touren Teneriffas, ist aber nur für geübte und trittsichere Wanderer geeignet. Für den Abstieg bis zum Meer und die Rückfahrt mit dem Wassertaxi nach Los Gigantes sollte man insgesamt fünf bis sechs Stunden einplanen. Nach einer mehrjährigen Sanierung wurde der Wanderweg 2021 wiedereröffnet. Seitdem ist die Zahl der Wanderer begrenzt und eine vorherige Reservierung erforderlich. Außerdem besteht Helmpflicht. Helme können im Besucherzentrum ausgeliehen werden. Feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser und eine gute Kondition sind unverzichtbar.
Für Kreuzfahrer ist die Wanderung durch die Masca-Schlucht unserer Meinung nach jedoch nicht zu empfehlen. Die An- und Rückfahrt vom Kreuzfahrthafen nimmt bereits viel Zeit in Anspruch. Zusammen mit der langen Wanderung und der Bootsfahrt nach Los Gigantes wird der Zeitplan selbst bei längeren Liegezeiten schnell knapp. Wer Masca besuchen möchte, sollte sich deshalb auf den Aussichtspunkt und den kleinen Ort beschränken oder prüfen, ob die Reederei einen entsprechenden Landausflug anbietet.
Steilküste Los Gigantes
Los Gigantes liegt an der Westküste Teneriffas, gut 100 km vom Kreuzfahrthafen in Santa Cruz de Tenerife entfernt. Für die Anreise mit dem Mietwagen sollte man je nach Verkehr etwa 75 bis 90 Minuten pro Strecke einplanen. Der Urlaubsort ist vor allem für die gewaltigen Steilklippen Acantilados de Los Gigantes bekannt. Die bis zu mehreren Hundert Meter hohen Felswände fallen nahezu senkrecht in den Atlantik ab und gehören zu den eindrucksvollsten Landschaften Teneriffas.
Den schönsten Blick auf Los Gigantes und die Steilküste hat man vom Mirador Archipenque oberhalb des Ortes. Am Aussichtspunkt gibt es nur wenige Stellplätze. Wer anschließend in den Ort hinunterfährt, erreicht den kleinen Yachthafen Puerto Deportivo Los Gigantes. Von hier starten Bootsausflüge entlang der Steilküste sowie Whale-Watching-Touren.
Im Ort laden die Uferpromenade, Cafés und Restaurants sowie die kleine Playa de Los Guios zu einer Pause ein. Der dunkle Lavastrand liegt direkt unterhalb der Steilklippen und bietet eine beeindruckende Kulisse. Aufgrund der großen Entfernung vom Kreuzfahrthafen ist Los Gigantes für einen Landausflug auf eigene Faust allerdings nur bei ausreichend langer Liegezeit sinnvoll. Für einen kurzen Zwischenstopp wäre uns die Anfahrt zu weit.
Mietwagentour zum Teide
Der Teide-Nationalpark rund um den 3.715 Meter hohen Vulkan Pico del Teide ist wohl das bekannteste Highlight der Insel. Die karge Vulkanlandschaft wirkt an vielen Stellen wie eine Mondlandschaft. Aussichtspunkte, kurze Wanderungen und die Fahrt mit der Teide-Seilbahn machen den Nationalpark zu einem der beliebtesten Ziele für Landausflüge auf Teneriffa auf eigene Faust. Der heutige Vulkankegel erhebt sich aus der riesigen Caldera de las Cañadas, einem etwa 17 km großen Einsturzkessel, der das Landschaftsbild bis heute prägt.
Karte der Landausflugsziele im Teide-Nationalpark: 1. Mirador de la Tarta, 2. Observatorio Astronómico del Teide, 3. Centro de Visitantes El Portillo, 4. Mirador Minas de San José, 5. Mirador El Tabonal Negro, 6. Teide Seilbahn Talstation, 7. Teide Gipfel, 8. Centro de visitantes de „Cañada Blanca“, 9. Mirador de la Ruleta, 10. Mirador Llano de Ucanca, 11. Mirador Zapato de La Reina, 12. Museo Etnográfico Juan Évora
Wer möchte, kann den Teide-Nationalpark auf eigene Faust mit einem Mietwagen erkunden. Man fährt vom Hafen über die TF-5 bis La Laguna und biegt dann südlich des Flughafens Teneriffa-Nord auf die TF-24. Das letzte Stück zur Seilbahn verläuft dann auf der TF-21. Von der Mietwagenstation am Hafen bis zur Talstation der Seilbahn ist man auf dieser Route ca. 1,5 Stunden unterwegs. Auf dem Weg hat man schon einige schöne Aussichtspunkte passiert.
Der Mirador de la Tarta an der TF-24 ist die erste Sehenswürdigkeit im Teide-Nationalpark. Man erreicht den Aussichtspunkt nach ca. 50 Minuten. Man hat einen tollen Blick auf den Gipfel des Teide. Zudem sieht man die Schichten früherer Ausbrüche, die auf Tafeln erläutert werden. Hier liegen alte Vulkanablagerungen schichtweise übereinander, das erinnert an einen Kuchen. Der Sonnenuntergang soll hier sehr schön sein. Aber da sind wir ja in der Regel bereits wieder an Bord.
Fährt man einige Kilometer weiter, sieht man an der linken Seite das Observatorio Astronómico del Teide. Besichtigungen sind nur im Rahmen von geführten Touren möglich. Das Teide-Observatorium ist auf die Beobachtung der Sonne spezialisiert. Forscher aus vielen Ländern nutzen diese Anlagen.
Nach weiteren ca. 7 km endet die TF-24 und man kann entweder nach links oder nach rechts auf die TF-21 abbiegen. Wir biegen nach links ab und erreichen nach wenigen Metern das erste von zwei sehr informativen Besucherzentren des Nationalparks. Das Centro de Visitantes de El Portillo ist das nördliche Tor zum Teide-Nationalpark. Hier sollte man einige Zeit einplanen. Es gibt sogar einen Garten mit den typischen Pflanzen dieser Hochgebirgsregion. Später besuchen wir noch das Cañada Blanca Visitor Center.
Der nächste Halt könnte der Mirador Minas de San José sein. Er befindet sich an der TF-21, gut 6 km hinter dem Centro de Visitantes de El Portillo. Man kann den Wagen einfach auf einem Parkplatz neben der Straße abstellen. Hier wurde früher in Tagebauminen Bimsstein abgebaut. Informationstafeln liefern den Hintergrund. Man kann das Gelände zu Fuß erkunden und fühlt sich ein wenig wie auf dem Mond.

Nur wenige Kilometer hinter den Minas de San José kommt man zum Mirador El Tabonal Negro. Auch hier gibt es einen Parkplatz direkt neben der Straße. Direkt dahinter befindet sich der Aussichtspunkt auf einer gepflasterten Terrasse. Man ist hier bereits knapp 2.400 Meter hoch und dem Gipfel sehr nahe. Der Rundblick ist wunderschön. Neben dem Gipfel sieht man in einer Entfernung den gewaltigen Kraterrand der Caldera de las Cañadas.
Nur 2 km hinter dem Mirador El Tabonal Negro hat man den Parkplatz der Teide-Seilbahn erreicht. Die Bergstation befindet sich in einer Höhe von 3.555 Metern unterhalb des Gipfels. Die Seilbahn benötigt 9 Minuten. Informationen über die verschiedenen Tickets findet man auf dieser Webseite. Wenn man nur an der Fahrt mit der Seilbahn interessiert ist, zahlt man derzeit ca. 47 Euro. Man kauft die Tickets im Voraus für ein bestimmtes Zeitfenster.
An der Bergstation angekommen, kann man kurze Wanderungen zu zwei Aussichtspunkten (Mirador de Pico Viejo und zum Mirador de La Fortaleza) in der Nähe unternehmen. Für das letzte Stück von der Bergstation (3.555 m) bis zum eigentlichen Gipfel (3.715 m) benötigt man bei durchschnittlicher Fitness etwa 40 bis 60 Minuten. Die reine Gehzeit für die rund 160 Höhenmeter ist zwar kurz, wegen der extrem dünnen Höhenluft kommt man jedoch nur sehr langsam voran und muss viele Pausen einlegen. Der Gipfel-Wanderweg „PNT 10 Telesforo Bravo“ ist seit dem 19. Januar 2026 gebührenpflichtig und kostet 15 Euro. Die Reservierung erfolgt über die Online-Plattform Tenerife ON. Damit wird im Nationalpark ein neues Zugangssystem eingeführt, bei dem sich die Gebühren nach Wochentag, Uhrzeit und Besucherprofil richten.
Wer nicht mit der Seilbahn fahren möchte (oder danach noch Zeit hat), könnte auf der TF-21 zum wirklich sehenswerten Besucherzentrum „Centro de visitantes de Cañada Blanca“ fahren. Es befindet sich bei einem Hotel (Parador de Cañadas del Teide) und liegt ca. 4 km hinter der Talstation der Seilbahn. Dieses modernere, im Juni 2022 neu eröffnete Zentrum zeigt, wie der Mensch den Teide im Laufe der Jahrhunderte genutzt hat. Fast direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich der Mirador de la Ruleta. Von hier hat man einen schönen Blick auf den nahen Gipfel. Zudem kann man schöne kurze Wanderungen in die nahe Umgebung unternehmen. Schöne Fotomotive sind die erstarrten Lavasäulen Roques de García.
Wieder nur wenige Kilometer weiter erreicht man den Mirador Llano de Ucanca. Von hier hat man einen besonders schönen Blick auf die Gipfelregion des Teide und die Lavasäulen Roques de García. Kurz danach folgt noch der Mirador Zapato de La Reina. Hier kann man eine Gesteinsformation bewundern, die an einen eleganten Damenpantoffel erinnert. Das letzte Ziel der Mietwagentour ist das Museo Etnográfico Juan Évora. Es erinnert an den letzten Bewohner der Gipfelregion, der hier bis Ende der 1980er-Jahre lebte. Sein ehemaliges Haus wurde zu einem kleinen Museum ausgebaut. Infotafeln erklären das harte Leben der Hirten und die nomadische Viehzucht. Spätestens hier sollte man die Rückfahrt antreten. Man fährt hinunter in Richtung Flughafen Teneriffa-Süd und dann die Küstenautobahn entlang zurück nach Santa Cruz. Das dauert mindestens 90 Minuten.
Fazit: Landausflüge auf Teneriffa auf eigene Faust
Teneriffa ist die größte und vielseitigste Insel der Kanaren und bietet beste Voraussetzungen für Landausflüge auf eigene Faust. Auf den gut ausgebauten Straßen der Insel kann man viele Ziele mit einem Mietwagen erreichen. Alternativ stehen Taxis und öffentliche Busse zur Verfügung. Das grüne Bussystem der TITSA ist gut ausgebaut. Wichtig ist wie überall ein großzügiger Puffer für die rechtzeitige Rückkehr zum Schiff.
Kreuzfahrtschiffe machen in der sehenswerten Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife fest. Hier kann man sehr schön bummeln und im Parque Marítimo César Manrique baden. Die Hauptstadt liegt ganz im Nordosten von Teneriffa am Rand der Berge des Anaga-Gebirges mit seinen Lorbeerwäldern und Aussichtspunkten. Mit einem Mietwagen kann man hier eine erlebnisreiche Tour machen und danach an der hellen Playa de las Teresitas entspannen. Der wohl bekannteste Strand im Norden Teneriffas liegt in der Nähe der Hauptstadt Santa Cruz und kann auch mit einem öffentlichen Bus erreicht werden. Die ehemalige Hauptstadt Cristóbal de La Laguna besticht durch ihre gut erhaltene Kolonialarchitektur. Vom nahen Santa Cruz fährt die einzige Straßenbahn Teneriffas hierher.
Das absolute Wahrzeichen der Insel ist der 3.715 Meter hohe Vulkan Pico del Teide. Die karge Vulkanlandschaft kann man hervorragend mit dem Mietwagen erkunden. Eines der beliebtesten Landausflugsziele ist der Loro Parque. Der weltbekannte Tierpark befindet sich in Puerto de la Cruz an der Nordwestküste der Insel und kann zum Beispiel mit einem öffentlichen Bus erreicht werden. Ganz im Südwesten der Insel befinden sich die großen Urlaubszentren mit Los Cristianos, Playa de las Américas und Costa Adeje. Hier sind eher wenig Kreuzfahrttouristen anzutreffen. Kreuzfahrer nutzen lange Liegezeiten häufig für einen Landausflug in das Teno-Gebirge mit dem Bergdorf Masca oder zu den imposanten Steilklippen von Los Gigantes. Auf Teneriffa reicht ein einziger Kreuzfahrttag kaum aus, um alle Highlights der Insel kennenzulernen. Viele Kreuzfahrer kommen deshalb gerne noch einmal zurück.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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