Livorno auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust zusammengestellt. Die moderne Hafenstadt in der Toskana hat knapp 160.000 Einwohner und liegt südlich der Arno-Mündung am Mittelmeer. Das einst unbedeutende italienische Städtchen verdankt seinen Aufstieg zu einer der wichtigsten Hafenstädte Italiens dem Arno, der seine Mündung immer weiter von Pisa weg verlegte und so die ehemalige Hafenstadt Pisa zu einer Binnenstadt machte. Cosimo II de Medici ließ daher im Jahre 1571 den Hafen von Livorno anlegen. Das war dann der Schlussstrich unter die große Geschichte Pisas und der Anfang der Hafenstadt Livorno. Heute ist die Stadt in der Toskana ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer. Die Bewohner Livornos waren und sind bekannt für ihre praktische Einstellung zum Leben und für ihre Sparsamkeit. Für die Kunst war daher hier nie besonders viel Platz. Viele Urlauber planen Landausflüge ins nahe Pisa, nach Lucca oder gar nach Florenz. Stand: Oktober 2020

Landausflüge in Livorno auf eigene Faust
Piazza dei Miracoli in Pisa – Bild: MSC Cruises

Der Kreuzfahrthafen von Livorno

Kreuzfahrtschiffe legen im weitläufigen Porto di Livorno an. Dieser besteht aus dem Porto Mediceo, der bereits im 16. Jahrhundert von den Medici angelegt wurde. Hier können heute kleine und meist exklusive Kreuzfahrtschiffe innenstadtnah anlegen. Dann gibt es den neuen Bereich für Kreuzfahrtschiffe und Fähren, der Livorno 2000 genannt wird. Hier machen die meisten Kreuzfahrtschiffe fest. Für die Containerriesen wurde (wird) eine riesige Hafenerweiterung mit dem Namen Darsena Europa gebaut.

Die zahlreichen möglichen Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe sind mit Namen und Nummern in dieser Grafik verzeichnet. Unten erkennt man die Lage der Liegeplätze und Cruise Terminals im weitläufigen Hafen von Livorno. Schließlich kann man auf der Webseite von Livorno 2000 nachlesen, an welchem der genannten Liegeplätze das eigene Kreuzfahrtschiff festmachen wird.

Der Kreuzfahrthafen von Livorno
Der Kreuzfahrthafen von Livorno

In den beiden Livorno Cruise Terminals und in dem Fährterminal gibt es einen Informationsstand des Hafens und der Touristeninformation, kostenloses Wi-Fi, Stände lokaler Ausflugsanbieter, Autovermieter, Taxistände und etwas Gastronomie. Shuttlebusse fahren die Landausflügler ins Stadtzentrum. Und auch wenn das Kreuzfahrtschiff nicht direkt an einem der Kreuzfahrt-Terminals liegt, gibt es auf der Pier einen gewissen Service wie den Shuttlebus, Taxis oder einen mobilen Stand der Touristeninformation.

Mobil in Livorno auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Livorno auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Livorno:

  • Pisa: 22,5 km
  • Lucca: 41 km
  • Florenz: 90 km
Landausflüge in Livorno auf eigene Faust
Blick auf den Hafen – Bild: Porto di Livorno 2000

Zu Fuß

Livorno ist einer der Häfen, in denen man nicht vom Schiff in die Stadt laufen kann. Dafür gibt es Shuttlebusse.

Wer von der Haltestelle der Shuttlebusse im Stadtzentrum zum Bahnhof Livorno Centrale laufen möchte, muss ca. 2,5 Kilometer zurücklegen. In Pisa geht man 1,8 Kilometer vom Bahnhof zum Schiefen Turm. In Florenz und Lucca liegt der Bahnhof zentral.

Shuttlebusse

Shuttlebusse bringen die Landausflügler aus dem weitläufigen Hafengelände heraus. Die Fahrt dauert ca. zehn Minuten und kostete zuletzt meistens 5 Euro. Die übliche Shuttlebus-Haltestelle ist an der Piazza Municipio/Ecke Via Claudio Cogorano im Stadtzentrum von Livorno.

Shuttlebus ins Stadtzentrum
Shuttlebus ins Stadtzentrum – Bild: Porto di Livorno 2000

Öffentliche Busse

Das lokale Busunternehmen CTT Nord (cttnord.it) betreibt ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Busverbindungen in den Städten Livorno, Pisa und Lucca. Leider gibt es die Webseite nur in italienischer Sprache. Für Landausflüge in Livorno sind öffentliche Busse nützlich für Fahrten von der Shuttlebushaltestelle zum Bahnhof in Livorno bzw. für Fahrten vom Bahnhof Pisa zu den Sehenswürdigkeiten an der Piazza dei Miracoli.

Das einfache Busticket kostet 1,50 Euro und ist 70 Minuten gültig. Kaufen kann man das Ticket in einem der zahllosen Tabacchi oder in einem der Zeitungskioske an der Piazza Grande. Auch beim Busfahrer kann man ein (etwas teueres) Ticket erwerben, wenn man das nötige Kleingeld hat. Wer möchte, sorgt für die Rückfahrt vor und kauft gleich zwei Fahrscheine. Diese Fahrkarten müssen abgestempelt werden.

Bus zum Bahnhof Livorno Centrale

Wer zum Bahnhof Livorno Centrale möchte, geht von der Shuttlebushaltestelle über die Via Claudio Cogorano gut hundert Meter zur Piazza Grande und biegt (vor dem Dom) nach rechts in die Via Grande ein. Nach vielleicht 50 Metern kommt auf der rechten Straßenseite ein Geschäft von H&M. Davor ist eine Bushaltestelle mit der Bezeichnung Grande 4. Der Bus Nr. 1 (LAM Blu) fährt zum Bahnhof Livorno Centrale, der die Endhaltestelle dieser Buslinie ist. Die Fahrt dauert ca. zehn Minuten.

Nicht zu übersehen
Nicht zu übersehen

Busfahren in Pisa

Der Bahnhof Pisa Centrale ist knapp 2 Kilometer vom berühmten Schiefen Turm entfernt. Wer möchte, kann die Strecke ebenfalls mit einem öffentlichen Bus in Angriff nehmen. Zuständig ist wieder die Busgesellschaft CTT Nord. Direkt vor dem Haupteingang fahren Busse der Linie LAM Rosso in Richtung der Endhaltestelle„Park Pietrasantina“. Von der Haltestelle „Torre 1“ kann man die Spitze des Baptisteriums bereits sehen.

Die Bahn

Die Bahn ist ein interessantes Verkehrsmittel für alle, die ihre Landausflüge in Livorno auf eigene Faust gestalten möchten. Pisa, Lucca und auch Florenz sind mit dem Zug bequem, günstig und schnell erreichbar. Informationen über Bahnverbindungen findet man auf der Webseite der italienischen Bahn Trenitalia (trenitalia.com), die es auch in deutscher Sprache gibt. Die Bahnkarten kann man bei Trenitalia vorab online kaufen. Oder vor Ort am Schalter bzw. an den mehrsprachigen Automaten. Auch in den Tabacchi und Zeitungskiosken kann man oft Bahnkarten erwerben.

Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Pisa Centrale dauert weniger als 20 Minuten und kostet im Regionalzug ca. 5,20 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Der Intercity ist nur wenige Minuten schneller, kostet aber das Dreifache. Wer nach dem Besuch von Pisa noch Zeit hat, könnte nach Lucca weiterfahren. Die wunderschöne toskanische Stadt ist nur knapp 20 Kilometer von Pisa entfernt und eine gute Alternative für den Rest des Tages. Die Fahrt mit dem Zug dauert etwa eine halbe Stunde. Vom günstig gelegenen Bahnhof in Lucca kann man die Altstadt bequem zu Fuß erreichen.

Der Hafen aus der Luft
Der Hafen aus der Luft – Bild: Porto di Livorno 2000

Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Firenze S. M. Novella dauert bei den meisten Verbindungen ca. 1 Stunde und 20 Minuten. Die Hin- und Rückfahrt kostet derzeit 20,20 Euro im Regionalzug. Vom Kopfbahnhof Firenze Santa Maria Novella ist das Zentrum mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar. Die Kathedrale ist nur etwa 600 Meter vom Bahnhof entfernt. Bis zur Brücke Ponte Vecchio läuft man ca. 1.2 Kilometer. Wer gut zu Fuß ist, sollte die wunderschöne Altstadt zu Fuß erkunden.

Taxis

In der Regel findet man an den Cruise Terminals und auf der Pier Taxis. Die Fahrer möchte gerne mehrstündigen Landausflüge verkaufen und sind nicht an „einfachen“ Fahrten interessiert. Wer eine Fahrt zum Bahnhof anfragt, muss unserer Erfahrung nach mit einer Gebühr von mindestens 25 Euro rechnen. Das sind Abwehrkonditionen. Das Consorzio Taxi Livorno (taxiforcruisers.com) hat eine Webseite mit diversen Routenvorschlägen, die man auch vorab buchen kann.

Im Stadtgebiet werden Fahrten durch das Taxameter abgerechnet. Der Grundpreis liegt bei 3 Euro und innerstädtisch kommen pro Kilometer 1 Euro hinzu. Der Mindestpreis pro Fahrt liegt bei 5 Euro. Wartezeiten werden mit 20 Euro pro Stunde berechnet. An Sonn- und Feiertagen ist es etwas teurer.

Die Stadtrundfahrten beginnen am Haltepunkt der Shuttlebusse
Stadtrundfahrten beginnen neben der Shuttlebusshaltestelle – Bild: City Sightseeing

Stadtrundfahrten

Wer eine Stadtrundfahrt machen möchte, kann auch in Livorno auf die bekannten roten Hop-on Hop-off Busse der Firma City Sightseeing zurückgreifen. Diese starten in der Via Claudio Cogorano, in etwa dort, wo die Shuttlebusse vom Schiff halten. Man kann an allen derzeit acht Haltepunkten aussteigen und mit einem der folgende Busse weiterfahren. Leider kommt nur alle 60 Minuten ein Bus an den Haltestellen vorbei. Man muss sich also gut überlegen, wo man aussteigen will. Diesen Service gibt es von April bis November eines jeden Jahres. Wer möchte, kann vorab hier ein Ticket* erwerben.

Auch in Florenz gibt es einen Franchisenehmer von City Sightseeing mit zwei Routen. Eine davon startet neben dem Hauptbahnhof Stazione S. M. Novella. Auch für Florenz kann man das Ticket für die Stadtrundfahrt vorab hier* bestellen.

Bootsausflüge

Wer den Tag in Livorno verbringen möchte, könnte auch eine Bootsfahrt über die teilweise bereits von den Medici angelegten Kanäle einplanen. Ein Anbieter heißt Livorno in Batello und verfügt über eine englischsprachige Webseite. Die ca. einstündigen Fahrten kosten 12 Euro.

Livorno auf eigene Faust mit einem Boot erkunden
Bootsrundfahrten in Livorno – Bild: Livorno in Batello

Mietwagen

Mietwagen können direkt im Hafen angemietet werden. Hier gibt es Servicestelle von Hertz (sifracar.com), Europcar und Avis. Wer einen Wagen gemietet hat, kann diesen auf einem Mietwagenparkplatz in der Nähe des Kreuzfahrtschiffes übernehmen und aus dem Hafen herausfahren. Wir würden einen Mietwagen vorab reservieren. Ein Tipp für Sonnenanbeter: Nördlich von Livorno beginnt der kilometerlange Sandstrand von Calambrone, der z.B. mit einem Mietwagen gut zu erreichen ist.

Bustransfers

In der Via Claudia Cogorano, unweit des Shuttlebus-Haltepunktes, werden Bustransfers nach Pisa, Florenz und Lucca verkauft. Wer möchte kann auch eine Kombination buchen. Zum Beispiel Pisa und Florenz oder Pisa und Lucca.

Fahrräder

Wer möchte, kann den ca. 2 Kilometer langen Weg vom Bahnhof Pisa Centrale zum Schiefen Turm auch mit einem Fahrrad zurücklegen. Im Bahnhof von Pisa gibt es eine Gepäckaufbewahrung, die auch Fahrräder vermietet. Für drei Stunden zahlt man 8 Euro. Für 10 Euro hat man das Rad für den ganzen Tag. Der Anbieter ist die Profer Società Cooperativa (leftluggagetuscany.com). Die Firma bietet diesen Service auch in Lucca an. Aber da benötigt man eigentlich kein Rad.

Landausflüge in Livorno buchen

Für den Tag in Livorno werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno

Die meisten Landausflügler machen sich auf den Weg nach Pisa, Florenz oder Lucca. Diese drei toskanischen Städte haben alle eine Ära von politischer und kultureller Größe erlebt und gelten auch heute noch das Tor zur Renaissance, einem der goldenen Zeitalter der Kunst und Architektur. Wer eine lange Anfahrt nicht scheut, könnte auch die Cinque Terre oder Siena erreichen. Informationen zur Cinque Terre gibt es in unserer Hafenbeschreibung von La Spezia. Hier ein Überblick über die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno.

Die Stadtmauern
Die Stadtbefestigung vom Wasser aus – Bild: Livorno in Batello

Livorno

Die Hafen- und Industriestadt Livorno hat für Urlauber relativ wenig zu bieten. Nichts desto trotz, kann man in der Stadt natürlich einige schöne Stunden verbringen. Ein Stadtplan mit Vorschlägen für Stadtrundgänge kann hier heruntergeladen werden.

Wenn man an der Piazza Municipio/Ecke Via Claudio Cogorano aus dem Shuttlebus steigt, sind es nur gut hundert Meter zur Piazza Grande mit der kleinen Cattedrale di San Francesco. Vor der Kathedrale verläuft die Via Grande mit zahlreichen Geschäften. Hier kann man schön bummeln und einkaufen. Die Via Grande erstreckt über 750 Meter vom Hafen bis zur riesigen Piazza della Repubblica. Am Beginn der Via Grande am Hafen steht die Statue Quattro Mori, die als ein Wahrzeichen der Stadt gilt. Wenn man von der Via Grande nach rechts in die Via del Cardinale einbiegt, erreicht man nach wenigen hundert Meter die große Markthalle Mercato Centrale. Hier könnte man auch etwas essen.

Livorno wurde von den Medici stark befestigt. Über die ehemaligen Wassergräben kann man heute schöne Bootstouren unternehmen. Einen Link dazu gibt es oben. Südlich vom Stadtzentrum befindet sich das Aquarium von Livorno. Direkt nebenan lädt die elegante Terrazza Mascagni zum verweilen ein. Wer Strände sucht, wird nördlich der Stadt fündig. Hier gibt es kilometerlange Sandstrände.

Piazza dei Miracoli in Pisa
Piazza dei Miracoli in Pisa – Bild: MSC Cruises

Pisa

Pisa ist eine hübsche kleine Stadt am Arno mit ca. 90.000 Einwohnern. Ziel der Besuchermassen ist fast ausschließlich die Piazza del Duomo (Domplatz), die im Volksmund Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) genannt wird. Normalerweise vermutet man den Domplatz im Zentrum der Altstadt. Das ist in Pisa anders. Hier ist der Domplatz eine Grünfläche am nordwestlichen Stadtrand.

Die mittelalterlichen Gebäude auf dem Domplatz gehören wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten überhaupt. Da ist der Dom Santa Maria Assunta, dessen schiefer Campanile (der Schiefe Turm), das Baptisterium (Taufkirche) und der Friedhof Camposanto Monumentale. Das Ensemble gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Weitere Informationen gibt es bei Turismo Pisa. Eintrittskarten für die berühmten Bauwerke kann man auf dieser Webseite buchen.

Manchmal liest man in einschlägigen Foren, dass ein halber Tag in Pisa ausreicht. Das sehen wir auch so. Wer nur die Piazza dei Miracoli sehen möchte, kann sich für den Rest des Tages durchaus noch etwas anderes vornehmen. Zum Beispiel Florenz oder Lucca. Aber auch die Stadt Pisa lohnt einen längeren Spaziergang. Es gibt noch Teile der alten Festungsmauern, zahllose Kirchen, Paläste und malerische Straßen. Und einen sehr schönen botanischen Garten.

Der Schiefe Turm von Pisa

Der freistehende Glockenturm (Campanile) ist sicher eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Die Ironie des Schicksals hat es gewollt, dass Pisa seinen Weltruf einer bautechnischen Fehlberechnung verdankt. Schon während der Bauzeit merkte man, wie der Boden nachgab. Der Turm wurde deshalb in veränderter Form fertig gestellt. Die Glocken haben nie geläutet, um das Bauwerk durch die Schwingungen nicht zu gefährden. Der berühmte Galileo Galilei soll den Turm 250 Jahre später benutzt haben, um seine Theorie der Schwerkraft zu beweisen. Vor ca. 20 Jahren wurde der Schiefe Turm durch starke Stahlseile und Bleiplatten gesichert und dessen Neigung auf 4 Grad reduziert. Dadurch soll das Bauwerk für die nächsten ca. 300 Jahre gesichert sein. Wer möchte, kann den berühmten Turm besichtigen. Man geht über 251 Stufen durch ein enges Treppenhaus, was die Zahl der Besucher deutlich einschränkt. Wir würden Tickets vorab erwerben.

Der Dom von Pisa

Der ungewöhnliche Dom besteht wie der schiefe Campanile aus Marmor in allen Schattierungen und verbindet klassische, byzantinische und arabische Einflüsse mit romanischer Architektur. Die Altäre in den Seitenschiffen sind alle mit Gemälden von Andrea del Sarto geschmückt. Wer ein Ticket z.B. für den Schiefen Turm gekauft hat, kann den Dom umsonst besuchen.

Details von Baptisterium und Dom in Pisa
Details von Baptisterium und Dom – Bild: MSC Cruises

Das Baptisterium

Das runde Baptisterium von Pisa gilt als die größte Taufkapelle der Welt. Hier wurden die Menschen getauft, da diese vor der Taufe den Dom nicht betreten durften. Deshalb war ein zusätzlicher Bau notwendig. Das Baptisterium in Pisa ist mit einer Höhe von 54 Metern und einem Durchmesser von 107 Metern die größte Taufkirche der Christenheit. In Inneren steht ein achteckiges Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert. Über Treppen kann man die Galerie erreichen und schöne Fotos vom benachbarten Dom machen.

Der Camposanto Monumentale

Die monumentale Friedhofsanlage bildet den nördlichen Abschluss der Piazza dei Miracoli. Im Vergleich zu den benachbarten Bauwerken wird der Camposanto weniger besucht, was eigentlich schade ist. Das rechteckige Bauwerk wirkt von außen recht schlicht. Im Inneren befindet sich eine Grünfläche, umgeben von einem langgestreckten Kreuzgang mit Rundbogenarkaden und einem hölzernen Dach. Begraben sind die Menschen nicht auf der Rasenfläche sondern in spätantike Sarkophagen aus Stein.

Florenz

Die größte Stadt der Toskana steht in einer Reihe mit Rom und Venedig. Nur wenige Nationen, geschweige denn Städte, haben in verhältnismäßig kurzer Zeit derart viele Größen in Literatur, Kunst und Politik hervorgebracht wie Florenz. Zu den weltberühmten Namen zählen Dante, Giotto, Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Machiavelli. Das ist schon äußerst ungewöhnlich für eine Stadt, deren Blüte kaum drei Jahrhunderte währte. Überall gibt es Interessantes zu sehen: eine Nische mit verblasstem Heiligenbild, ein verwittertes Wappenschild, eine Gedenktafel oder jahrhundertealte Eisenringe zum Anbinden der Pferde und Halten der Fackeln. Hier noch ein Link zur lokalen Touristeninformation Firenze Turismo.

Florenz im Überblick
Florenz im Überblick – Royal Caribbean

Die Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Kathedrale Santa Maria del Fiore, 2-Uhrenturm, 3-Baptisterium San Giovanni, 4-Dommuseum Museo dell’Opera del Duomo, 5-Piazza della Signoria, 6-Palazzo Vecchio, 7-Die Uffizien, 8- Galleria Accademia, 9-Palazzo Pitti, 10-Basilica di San Lorenzo, 11-Franziskanerkirche Santa Croce, 12-Palazzo del Bargello, 13-Ponte Vecchio

Wer mit dem Zug aus Livorno kommt und am Hauptbahnhof Firenze S. M. Novella aussteigt, ist bereits Mitten in der Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu Fuß erreichbar. Nur die Piazzale Michelangelo (der berühmte Blick von einer Anhöhe) ist bereits 2,6 Kilometer entfernt. Wer etwas essen möchte, dem können wir die Markthalle Mercato Centrale Firenze empfehlen.

Kathedrale Santa Maria del Fiore

Die Kathedrale von Florenz mit ihrer gewaltigen Kuppel ist eine der größten Kirchen in Europa. 30.000 Menschen finden hier Platz. Die 107 Meter hohe Kuppel hat einen Durchmesser von 45 Metern. Die Fassade ist mit weißen, grünen und rosafarbenen Marmorplatten verkleidet. Ein Bau der Superlative also. Wie in Pisa gibt es einen frei stehenden Glockenturm (Campanile) und ein Baptisterium.

Blick über Florenz
Blick über Florenz – Bild: MSC Cruises

Das Gotteshaus ist für jedermann frei zugänglich. Wer jedoch die Kuppel erklimmen möchte, muss 20 Euro Eintritt bezahlen. Die schönen Domterrassen kosten 25 Euro, das Dom-Museum und das Baptisterium 10 Euro und der Campanile 15 Euro. Alle Tickets gelten für eine bestimmte Tageszeit. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der Kathedrale. Eintrittskarten mit Schnelleinlass und Führungen „ohne Anstehen“ gibt es vorab hier*.

Ponte Vecchio

Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke über den Arno und zugleich wohl eine der berühmtesten Brücken überhaupt. Schon seit 1345 gibt es auf der Brücke viele Geschäfte. Nur in der Mitte kann man auf den Fluss Arno schauen. Über der Ladenzeile befindet sich ein überdachter Übergang, der Teil des so genannten Vasarikorridors ist, der den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti verbindet. Der Großherzog Cosimo I. de Medici konnte so sicher zwischen den Herrschaftssitzen pendeln. Der Ponte Vecchio ist häufig sehr voll, aber natürlich kostenlos.

Palazzo Vecchio

Der riesige Palazzo Vecchio an der schönen Piazza della Signoria war und ist der Sitz des Stadtparlaments von Florenz. Das Rathaus also. Man kann die Räume des Palastes besichtigen und zur Terrasse unter den Zinnen und bis zur Turmspitze hinaufsteigen. In über 90 Metern Höhe bietet sich ein herrlicher Rundblick über Florenz. Tickets kann man vorab hier* erwerben.

Auf der Ponte Vecchio
Auf der Ponte Vecchio – Bild: MSC Cruises

Die Uffizien

Rechts vom Palazzo Vecchio liegt die in U-Form angelegte Uffiziengalerie, die bis zum Arno hinunterreicht. Heute birgt der Bau eine der größten Kunstsammlungen der Welt. In zeitlicher Reihenfolge sind die Werke der berühmtesten Maler (Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael, Botticelli oder Tizian) zu bestaunen. Von den beiden „Großen“ der toskanischen Schule, Cimabue und Giotto, werden thronende Madonnen mit Engeln gezeigt.

Die Uffizien sind riesig und – wie sollte es anders sein – sehr gut besucht. Die Frage ist, ob man während eines Landausfluges dafür Zeit hat. Montags ist geschlossen. Die Tickets kann man an der Kasse für 20 Euro erwerben. Wir haben im Zug Mitreisende getroffen, die fast zwei Stunden gewartet haben. Wer die Uffizien besuchen möchte, findet hier zeitgebundene Eintrittskarten* mit bervorzugtem Einlass.

Galleria dell’Accademia

Ein weiteres berühmtes Kunstmuseum ist die Galleria dell’Accademia, die als erste Akademie für Malerei in Europa gilt. In den Räume der Accademia steht seit 1873 der berühmte David von Michelangelo. Viele Menschen kommen nur deshalb hierher, um die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte zu sehen. Auch hier ist das Problem der Warteschlangen gravierend. Wer unbedingt einmal den David sehen möchte, sollte sich vorab ein Ticket erwerben. Angebote gibt es hier*.

Eine gute Kopie des David steht übrigens im Palazzo Vecchio. Das Rathaus war der ursprüngliche Standort des Kunstwerks, bis dieses im 19. Jahrhundert aus Sicherheitsgründen in die Galleria dell’Accademia gebracht wurde.

Der Arno und die Ponte Vecchio
Der Arno und die Ponte Vecchio – Bild: MSC Cruises

Palazzo Pitti

Der wuchtige Palazzo Pitti auf der südlichen Seite des Arno war seit 1549 Residenz der Medici und Großherzöge der Toskana. Der Palast enthält heute zahlreiche Museen und Galerien. Dazu sehr schöne Parkanlagen. Der Eintritt liegt im Sommer bei 16 Euro und von November bis Februar bei 10 Euro. Der Besuch der Boboli Gärten kostet im Sommer 10 Euro und im Winter 6 Euro.

Lucca

Lucca war im 13. und 14. Jahrhundert noch mächtiger und ruhmreicher als Florenz und Pisa. Hinter ihren 4 Kilometer langen Stadtmauern kann man heute zahlreiche Marmorkirchen und Paläste bewundern. Der Marmor aus dem nahen Steinbruch von Carrara ermöglichte einen einzigartigen Baustil. Romanische Architektur mit zierlichen Loggias und feinen Skulpturen. Weitere Informationen gibt bei Turismo Lucca. Einen Stadtplan der Altstadt haben wir hier hinterlegt.

Beginnen könnte man den Besuch bei der Kathedrale San Martino, die später mit weißem und schwarzem Marmor erweitert wurde. Das Zedern-Kruzifix im Dom soll Nicodemus geschaffen haben, kurz bevor Christus zu Grabe getragen wurde. Neben dem erzbischöflichen Palast hinter dem Dom steht die Kapelle der Santa Maria della Rosa, ein Prunkstück gotisch-romanischer Baukunst.

Piazza Anfiteatro Lucca
Piazza Anfiteatro Lucca – Bild: Turismo Lucca

Die Piazza Napoleone, Luccas größter Platz, wird ganz vom Palazzo della Prefettura beherrscht, in dem früher die Großherzöge regierten. In der Pinacoteca sind Werke von Tintoretto, Giordano und Fra Bartolomeo zu sehen. Geht man von der Piazza Napoleone in nördlicher Richtung zur Kirche San Michele in Foro, die an der Stelle eines römischen Forums erbaut wurde und von einer Statue des Erzengels Michael gekrönt ist. Die Bögen der zierlichen Loggia über dem Eingang sind ein Musterbeispiel toskanischer Architektur.

Auf der Via Fillungo kommt man an Juwelier- und Antiquitätengeschäften und den alten Türmen von Luccas noblen Familien vorbei, zur ovalen Piazza dell‘ Anfiteatro, die einst ein römisches Amphitheater war. Hier sollte man auch der nahegelegenen Basilika San Frediano einen Besuch abstatten. Sie wurde vom irischen Bischof Frigidian im 6. Jahrhundert geschaffen. In diesem eher schmucklosen Gebäude ruht Santa Zita, die Schutzpatronin der Hausfrauen. Als würdigen Abschluss eines Lucca-Besuchs sollte man noch von den Wehrmauern aus die Aussicht auf die vielen Kirchen, Paläste und Glockentürme genießen.

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