Antigua auf eigene Faust

Antigua auf eigene Faust

Antigua im Überblick – Carnival Cruise Lines

Hier haben wir Tipps für Landausflüge auf Antigua auf eigene Faust zusammengestellt. Die Insel Antigua wurde von Kolumbus nach Santa Maria de la Antigua, der Wunderheiligen in der Kathedrale von Sevilla benannt. Die Insel ist eine ehemalige Kolonie Großbritanniens und Hauptinsel des Staates Antigua und Barbuda. Englisch ist auch heute noch die wichtigste Sprache der Einwohner. Auf der 23 Kilometer mal 18 Kilometer breiten Trauminsel leben insgesamt ca. 70.000 Einwohner. Insbesondere in der Hauptsaison im Winter ist Antigua ein beliebtes Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Besonders stolz ist man auf die mit Palmen gesäumte Küstenlinie, an der man an jedem Tag eines Jahres an einem anderen Strand baden kann. Antigua ist die Insel der 365 Strände. Alle Strände (auf die Hotelstrände) sind öffentlich zugänglich. Weitere Informationen findet man auf der deutschsprachigen Webseite der Antigua and Barbuda Tourism Authority.

Transport in Antigua auf eigene Faust

Der Kreuzfahrthafen befindet sich in der Hauptstadt St. John‘s. Wie man auf der Karte unten gut erkennt, gibt es im Abstand von ca. 300 Metern zwei lange Piere, an denen insgesamt vier große Kreuzfahrtschiffe festmachen können. Wenn das nicht reicht, weichen Kreuzfahrtschiffe zum Deep Water Harbour aus, der ca. 1,8 Kilometer von St. John’s entfernt liegt.

Der Hafen auf einen Blick

Der Hafen auf einen Blick – Royal Caribbean International

Der obere Pier ist der Heritage Quay Pier und der untere wird Nevis Street Pier genannt. Beide Piere sind durch einen hölzernen Steg miteinander verbunden und münden jeweils in einen geschützten Einkaufsbereich mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Bars. Die Zahlen und Nummern auf der Karte von Royal Caribbean markieren einzelne Geschäfte.

Die Einkaufsbereiche werden Heritage Quay und Redcliffe Quay genannt. Heritage Quay ist größer. Hier kann man internationale Markenartikel zollfrei einkaufen. Redcliffe Quay ist kleiner aber sehr attraktiv. In einem Bereich, in dem früher mit Sklaven gehandelt wurde, findet man heute Produkte einheimischer Kunsthandwerker. Südlich vom Nevis Street Pier befindet sich ein Parkplatz, wo Ausflugsbusse und Taxen warten.

Taxen

Für alle Landausflügler, die Antigua auf eigene Faust erkunden möchten, sind die Taxen das Verkehrsmittel Nummer 1. Am Heritage Quay sind die Fahrer der St. John’s Taxi Association mit Ständen vertreten. Die Mitarbeiter sind uniformiert und dadurch leicht zu erkennen. Angeboten werden Fahrten von A nach B und natürlich mehrstündige Inseltouren. Für Strandtransfers können auch Busse und Sammeltaxis eingesetzt werden. Taxameter gibt es nicht. Die Fahrpreise sind festgelegt und hängen aus. Einige Preisbeispiele finden Sie in der Übersicht (ohne Gewähr). Es gibt auf der Insel andere lizenzierte Taxifahrer, die nicht der St. John’s Taxi Association angehören und damit nicht auf dem Gelände des Hafens vertreten sind. Man erkennt die Taxen an den gelben Nummernschildern mit den Buchstaben TX. Wie immer sollte die Preisfrage klar sein, bevor die Fahrt beginnt.

Am Heritage Quay

Am Heritage Quay – Bild: Tegeler

Mietwagen

Für Landausflügler, die kein Problem mit dem Linksverkehr haben, ist ein Mietwagen ein gutes Transportmittel für einen Tag auf Antigua auf eigene Faust. Allerdings benötigt man einen lokalen Führerschein, der für 20 US $ u.a. von den Autovermietern ausgegeben wird. Die Höchstgeschwindigkeit liegt auf der gesamten Insel bei ca. 60 Stundenkilometern. Auf der Insel gibt es Büros von lokalen und großen internationalen Autovermietern (Budget, National, Dollar oder Hertz). Die meisten sind am ca. 5 Kilometer entfernten Flughafen vertreten. Hertz hat ein Büro in Hafennähe.

Öffentliche Busse

Das günstigste Transportmittel für einen Tag in Antigua auf eigene Faust sind öffentliche Busse, die in St. John von zwei Busbahnhöfen aus (West Bus Station und die East Bus Station) operieren. Beide Busbahnhöfe sind vom Hafen aus zu Fuß erreichbar. Bus Nr. 17 fährt zum Beispiel von der West Bus Station nach Nelsons Dockyard. Bei den Bussen handelt es sich in der Regel um Kleinbusse. Weitere Informationen zu Fahrplänen und Tickets gibt es bei Bus Stop Antigua. Die Fahrpreise sind in Eastern Caribbean Dollars zu entrichten. Man muss also einheimische Währung tauschen. Busfahren in der Karibik ist und bleibt ein Abenteuer.

Inselrundfahrt

Inselrundfahrt – Bild: Tegeler

Landausflüge auf Antigua buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich auf einer karibischen Insel auf eigene Faust zu bewegen. Insbesondere die Angst vor Kriminellen ist nicht ganz unbegründet, auch wenn man das Risiko durch die allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen stark begrenzen kann. Bequemer und sicherer erscheinen geführte Landausflüge oder Inseltouren.

Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten Reederei MSC Kreuzfahrten für Antigua bei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Tourguides kann man bequem und sicher bei Buchungsplattformen wie Viator vergleichen und buchen. Weitere Angebote von GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Highlights für Landausflüge auf Antigua

Antigua ist eine grüne, hügelige Insel mit vielen schönen Stränden. Sehenswert ist die Hauptstadt St. John’s mit malerischen Holzhäusern, der schönen Kathedrale und einem buntem Markt. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist jedoch der Naturhafen English Harbour mit der historischen Hafenanlage Nelson’s Dockyard. Teile der historischen Schiffswerft sind noch zu sehen. Von der Befestigungsanlage Shirley Heights, oberhalb von English Harbour, genießt man einen weitreichenden Rundblick über Karibik- und Atlantikseite der Insel.

Blick von Shirley Heights auf English Harbour

Blick von Shirley Heights auf English Harbour – Bild: Tegeler

English Harbour und Nelsons Dockyard

Shirley Heights ist ein Hügel mit den Ruinen einer englischen Befestigungsanlage. Von hier gibt es fantastische Ausblicke auf English Harbour und den Süden der Insel! Und an Sonntagen (im Winter auch an Donnerstagen) findet hier oben ab dem Nachmittag eine muntere Party mit Steel Band und Barbecue statt. In der Nähe befindet sich das Dow Hill Interpretion Centre. Hier können Sie sich im Rahmen einer Multimedia Show über die Geschichte der Insel informieren.

English Harbour ist ein traumhafter Naturhafen an der Südspitze der Insel Antigua. Im 18. und 19. Jahrhundert war English Harbour ein wichtiger Hafen der Royal Navy. Die einstige Flottenbasis – heute Nelson’s Dockyard genannt – ist erstaunlich gut erhalten und heute ein Freilichtmuseum. Sie erinnert an die Zeit der napoleonischen Kriege, als die Flotten Englands und Frankreichs erbitterte Schlachten um die wertvollen Zuckerinseln schlugen.

Nelson's Dockyard

Nelson’s Dockyard – Bild: Tegeler

Die Zuckerplantage Betty’s Hope

Betty’s Hope entstand um 1650 nachdem die Insel zur englischen Kolonie wurde. Sie war die größte Zuckerplantage und erinnert heute an die blühende Zuckerindustrie und den Reichtum der Zuckerbarone im 18. und 19. Jahrhundert. Und die damit verbundene Sklaverei natürlich. Bis 1944 war die Plantage in Betrieb.

Die restaurierte Zuckerwindmühlen wurde nach der Tochter des Gründers benannt. Über die Geschichte der Plantage kann man sich in einem kleinen Museum informieren. Man erfährt auch einiges über die Arbeitsweise und das Schicksal der Sklaven. Zuletzt war Betty’s Hope von Dienstag bis Samstag jeweils von zehn bis sechzehn Uhr geöffnet.

Shopping in St. John’s

Die Hauptstadt St. John’s ist auch ein gutes Pflaster für einen ausgedehnten Kaufrausch. Es gibt gute Angebote für Markenkleidung, Schmuck und edle Designeruhren. In geringer Entfernung vom Liegeplatz des Kreuzfahrtschiffes befindet sich direkt am Wasser der Heritage Quay, wo rund 35 Läden, darunter auch die meisten zollfreien Läden, untergebracht sind. Weitere Läden befinden sich im angrenzenden Redcliffe Quay, der im traditionelleren Stil von St. Johns gehalten ist. Hier kann man unter Palmen einen Drink zu sich nehmen und etwas essen. Dies ist der älteste und schönste Teil der Hauptstadt. Die historischen Gebäude sind liebevoll restauriert und im karibischen Stil bunt bemalt. Früher wurde hier mit Rum und Sklaven gehandelt. Heute residieren in den alten Hafengebäuden Souvenirgeschäfte.

Die schmalen Gassen der Hauptstadt St. John’s kann man vom Hafen aus gut zu Fuß erkunden. Sehenswert ist die St. John’s Anglican Church, die mit ihren hohen Türmen das Stadtbild von St. John’s prägt. Größter Schatz im Kircheninneren ist eine Figur, die Johannes den Täufer darstellt. Diese stammt angeblich von einem der Schiffe Napoleons. Eine Besuch wert ist das Museum of Antigua and Barbuda in der Long Street, welches in einem alten Gerichtsgebäude aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist. An Freitagen und Samstagen ist morgens Markt.

Redcliffe Quay

Redcliffe Quay – Bild: Tegeler

Natursehenswürdigkeiten

Die Panoramastraße Fig Tree Drive führt durch das letzte Stück Regenwald, dass es auf der Insel noch gibt. Der Rest wurde in früheren Jahrhunderten abgeholzt um Platz für Zuckerrohrfelder zu schaffen. Wie andere Kolonien auch, war Antigua eine typische Zuckerrohrinsel mit ausgedehnten Plantagen. Der Fig Tree Drive windet sich mit vielen Kurven durch den Regenwald und führt von Swetes im Inselinneren nach Old Road an der Küste. Der Name Fig Tree stammt von einer Bananenart, die hier teilweise am Straßenrand wächst. Etwa auf halben Wege betreibt die Firma Antigua Rainforest Company einige Ziplines (Seilrutschen).

Im Osten der Insel lockt die Devil‘s Bridge viele Landausflügler an. Der raue Atlantik hat hier aus dem Kalkstein eine natürliche Felsenbrücke entstehen lassen. Ein schönes Fotomotiv. Besonders lohnt der Besuch an windigen Tagen, wenn die Wellen entsprechend hoch sind.

Wie auf Grand Cayman gibt auch auf Antigua eine Stachelrochenstadt. Stingray City Antigua (stingraycityantigua.com) befindet sich im Fischerdorf Seatons an der Antlantikseite der Insel. Nach einer kurzen Einweisung geht es mit dem Boot zum Barge Reef, wo die Rochen mit Futter angelockt werden. Die Tiere kommen in Scharen und haben ganz offensichtlich Freude am Kontakt mit Menschen. Anders kann man sich das Verhalten der Tiere nicht erklären. Das Barge Reef befindet sich im offenen Meer. Die Stingrays kommen slo freiwillig und können sich auch jederzeit wieder zurückziehen. Der Besuch von Stingray City Antigua ist häufig Teil von Landausflügen und kann an Bord oder zum Beispiel bei Viator (Link s. oben) gebucht werden.

Stingray City Antigua

Stingray City Antigua – Bild: MSC Kreuzfahrten

Strände auf Antigua

Die Insel Antigua hat für jeden Geschmack den entsprechenden Strand. Man wirbt damit, dass man jeden Tag des Jahres an einem anderen Strand baden kann. Die Auswahl ist also groß. Und selbst wenn man manchmal das Gefühl hat, sich auf dem Gelände eines Hotels zu befinden, braucht man sich keine Gedanken machen. Es ist auf Antigua gesetzlich geregelt, dass alle Strände öffentlich zugänglich sein müssen.

Für alle, die vom Hafen aus nicht weit fahren möchten, bietet sich der Fort James Beach an. Dieser ist nur ca. 5 Autominuten von den Liegeplätzen der Kreuzfahrtschiffe entfernt. Das Taxi kostet ca. 12 US $. Am Strand kann man Liegestühle und Sonnenschirme mieten. Es gibt auch einige Restaurants. Fort James hat früher den Hafen von St. John gesichert. Die Ruinen des Forts sind eine schöne Abwechselung zum Liegestuhl.

Etwas weiter nördlich, ca. sechs Kilometer vom Hafen entfernt, liegt der Dickenson Bay Beach. Der ca. 800 Meter lange Strand ist einer schönsten und lebhaftesten auf der Insel und das Zentrum des Inseltourismus. Hier gibt es zahlreiche gute Hotels, Restaurants und Wassersportmöglichkeiten. Ein Taxi kostet ca. 12 US $. Wahrscheinlich sind es aber Sammeltransporte möglich, die noch günstiger sind.

Weitere Traumstrände gibt es allen Teilen der Insel. Beliebte Empfehlungen von Taxifahrern sind zum Beispiel der Darkwood Beach und der der in der Nähe gelegene Turners Beach. Von hier kann man bei guter Sicht die Insel Montserrat mit ihrem verhängnisvollen Vulkan sehen. Der am meisten fotografierte Strand der Insel ist der Half Moon Bay Beach im Südosten. Der herrlich feine Sand schimmert rosa. Auf dieser Seite der Insel gibt es auch tolle Wellen.

Manche Hotels vergeben einen so genannten Day Pass an Kreuzfahttouristen. Damit ist man für einige Stunden Gast des Hotels. Die Vergabe ist natürlich immer auch von der Auslastung abhängig, so dass man unbedingt vorab mit dem Hotel in Kontakt treten sollte. Hier drei Beispiele:

  • Hawksbill Beach Resort (20 Minuten Fahrt, US$ 40 für die Zeit von 11:00 bis 16:00 )
  • Sandals Grande Antigua (15 Minuten Fahrt, US$ 120)
  • Nonsuch Bay Resort (40 Minuten Fahrt, US$ 150 für die Zeit von 10:00 bis 18:00)

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter


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