Lissabon auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hauptstadt Portugals hat gut 550.000 Einwohner und ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Kreuzfahrtschiffe fahren, zum Beispiel im Rahmen von Kanaren Kreuzfahrten, in die breite Mündung des Tejo-Flusses ein. Dort angekommen, ist es Zeit, an Deck oder auf den Balkon zu gehen. Besser an Deck, da kann man nach beiden Seiten schauen.

Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust
Blick auf den Hafen – Bild: MSC Kreuzfahrten

Das Kreuzfahrtschiff passiert den an Backbord liegenden Torre de Belem und wenig später das Mosteiro dos Jerónimos mit seiner prachtvollen, dem Wasser zugekehrten Fassade. Auf der Backbordseite sieht man die 110 Meter hohe Christusfigur am Südufer. Und dann geht der Blick unweigerlich in die Höhe, wenn das Kreuzfahrtschiff unter der Hängebrücke Ponte 25 de Abril hindurch gleitet und schließlich in einer Stadt anlegt, die von ihren Liebhabern – und davon gibt es viele! – als eine der schönsten Europas gepriesen wird. Weitere Information über das Kreuzfahrtziel Lissabon gibt es auf der Webseite der lokalen Touristeninformation. (Stand: Juni 2019)

Der Kreuzfahrthafen von Lissabon

Lissabon ist ein beliebter Kreuzfahrthafen mit vielen Schiffsanläufen. Etwa eine halbe Millionen kommen jedes Jahr an Bord von Kreuzfahrtschiffen hierher. Manche Kreuzfahrten beginnen auch in der Stadt am Tejo.

Um dem erhöhten Passagieraufkommen gerecht zu werden, hat man Ende 2017 ein nagelneues Kreuzfahrtterminal eröffnet. Das elegante dreistöckige Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von 13.800 Quadratmetern und eine Kailänge von ca. 1.500 Metern. Auch die größten Kreuzfahrtschiffe können hier bequem und mit allem Komfort abgefertigt werden. Man fühlt sich fast ein wenig wie in einem Flughafen.

Lage der beiden Kreuzfahrtterminals in der Alfama

Das neue Kreuzfahrtterminal wird Lisbon Cruise Terminal oder Jardim do Tobaco Terminal genannt und befindet sich in sehr guter Lage im Altstadtviertel Alfama. Auf der Karte oben ist es Terminal B. Rechts daneben und nur wenige hundert Meter entfernt liegt das traditionsreiche Santa Apolonia Kreuzfahrtterminal. An den Terminals und dazwischen gibt es insgesamt vier Liegeplätze. An welchem das eigene Kreuzfahrtschiff festmachen wird, kann man wenige Wochen vor der Kreuzfahrt auf der Webseite des Hafens (portodelisboa.pt) nachschauen. Hier wird der Liegeplatz durch ein Kürzel angezeigt:

  • Jardim do Tobaco Terminal (JTab)
  • Santa Apolonia (TPSA)
  • Santa Apolonia Jusante (TPSAJ)
  • Santa Apolonia Montante (TPSAM).

Früher machten die Kreuzfahrtschiffe direkt am Fuß der berühmten Hängebrücke fest. Die älteren Kreuzfahrtterminals wurden aber zuletzt immer weniger genutzt. Gut so, denn das Terminal Alcantara (TPA) und das Terminal da Rocha (TPR) liegen für Urlauber, die Lissabon auf eigene Faust erkunden möchten, deutlich ungünstiger.

Mobil in Lissabon auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Lissabon auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt:

In Lissabon kann man sich auf eigene Faust gut zu Fuß fortbewegen.
Blick vom Hafen auf die Kathdrale Se – Bild: Tegeler

Zu Fuß

Fast alle Kreuzfahrtschiffe machen – wie oben beschrieben – zentrumsnah im Bezirk Alfama fest. Die engen Gassen des ältesten Stadtviertels Lissabons schlängeln sich bergauf und vorbei an der Kathedrale Sé Patriarcal hinauf zum Castelo de Sao Jorge hoch oben auf dem Burghügel. Hier kann man sich gut zu Fuß bewegen. Es sind allerdings einige Steigungen zu überwinden.

Zum Praça do Comércio im Stadtviertel Baixa geht man je nach Liegeplatz ca. 800 Meter bis 1,5 Kilometer. Das Barrio de la Baixa ist flacher und gilt als das Herz der Stadt. Nach dem Erdbeben von 1755 wurde dieser Teil Lissabons komplett neu erbaut. Mit dem historischen Elevador de Santa Justa können sich die Fußgänger hinauf zum Viertel Chiada bringen lassen, wo man ebenfalls gut laufen kann.

Man kann Lissabon also sehr gut zu Fuß erkunden. Aber die Reichweite erhöht sich, wenn man hier und da öffentliche Verkehrsmittel einbaut.

Tuk-Tuk

Am Hafen waren zahlreiche Tuk-Tuks auf Kundschaft. Die dreirädrigen Autorikschas haben sich in den letzten Jahren in Lissabon sehr ausgebreitet. Angeblich gibt es bereits mehr als 400 Fahrzeuge dieser Art mit 4 Sitzen und mit 7 Sitzen. Die Fahrer haben in der Regel ihre bewährten Rundfahrten mit einer Dauer von wahlweise 1 bis 4 Stunden. Pro Stunde kostet der Viersitzer ca. 50 bis 60 Euro und der Siebensitzer ca. 65 bis 75 Euro. Wer möchte, kann Sightseeing-Touren mit einem Tuk-Tuk auch vorab buchen. Zum Beispiel bei GetYourGuide oder Meine Landausflüge (beide s. unten).

Tuk-Tuks am Hafen
Tuks-Tuks am Hafen – Bild: Visit Lisboa

Stadtrundfahrten

Natürlich gibt es auch in Lissabon Stadtrundfahrten mit den so genannten Hop on Hop off Bussen. Diese fahren auf verschiedenen Routen durch die Stadt. Die Fahrgäste können unterwegs an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Das ist sehr bequem, zumal die Busse immer an den Kreuzfahrtterminals halten. Allerdings ist diese Art der Stadtbesichtigung extrem zeitraubend. Zu Fuß und mit der Metro ist man oft schneller.

Es gibt in Lissabon sogar drei verschiedene Anbieter von Stadtrundfahrten. Yellow Bus (yellowbustours.com) der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Carris, Grayline (grayline.com) oder die aus vielen Häfen bekannte Firma City Sightseeing (city-sightseeing.com). Tickets bekommt man im Hafen oder vorab z.B. bei GetYourGuide (Link s. unten). Bei Yellow Bus gibt es auch eine Rundfahrt mit einer alten Straßenbahn (eine Alternative zur 28E), die am Praça do Comércio beginnt sowie Bootsrundfahrten auf dem Tejo.

Öffentlicher Nahverkehr

Es gibt in Lissabon ein gut ausgebautes und günstiges Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu gehören hauptsächlich öffentliche Busse, die Metro und die Straßenbahn. Hinzu kommen noch einige Besonderheiten, wie die historischen Personenaufzüge (Elevadores), einige Seilbahnen oder die ebenfalls historischen Wagen der Straßenbahnlinie 28E. Wer möchte, kann auch die Fähren über den Tejo hinzurechnen. Hier ein Überblick über das Nahverkehrsnetz.

Betrieben wird der öffentliche Nahverkehr in Lissabon im Wesentlichen von zwei Gesellschaften. Das Unternehmen Metropolitano de Lisboa (metrolisboa.pt) kümmert sich um die Metro. Alle andere oberirdischen Verkehrsmittel (Busse, Straßenbahnen, Seilbahnen und die Elevadores) befinden sich unter Kontrolle der Firma Carris (carris.pt). Die Fähren über den Tejo werden von der Firma TTSL Transtejo Soflusa (ttsl.pt) betrieben.

Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust
Blick vom Schiff auf den großen Platz „Praça do Comércio“ – Bild: MSC Kreuzfahrten

Die Metro

Die moderne Metro mit ihren vier farbig gekennzeichneten Linien ist für Landausflügler, die Lissabon auf eigene Faust erkunden möchten, besonders interessant. Die beiden Metrostationen Santa Apolonia und Terreiro do Paço sind von den Liegeplätzen der Kreuzfahrtschiffe schnell zu Fuß erreichbar. Beide liegen an der blauen Linie und sind auf der Karte oben durch ein rotes M markiert.

Tickets kauft man an Schaltern oder Automaten in den Metrostationen. Beim ersten Kauf eines Tickets erwirbt man für 50 Cent eine so genannte Via Viagem Card (alternativ und gleichwertig: 7 Colinas Card). Das ist eine wieder aufladbare Karte, die mit Einzelfahrscheinen, Geldbeträgen (Zapping) oder Tagestickets aufgeladen werden kann.

  • Einzelticket Metro: 1,50 Euro
  • Tagesticket Metro, Busse Tram, Elevadores: 6,40 Euro
  • Tagesticket wie oben plus Fähren: 9,50 Euro
  • Tagesticket wie oben plus CP Urbanos de Lisboa*: 10,55 Euro

*CP Urbanos de Lisboa (cp.pt) sind Vorortzüge (S-Bahnen) z.B. nach Sintra oder Cascais

In der Metro wird das gültige Ticket beim Betreten und Verlassen des Bahnsteigs an automatischen Durchgangstüren kontrolliert.

Straßenbahnen

Von den Straßenbahnlinien sind insbesondere die Linien 28E (historische Wagen) und die Linie 15 (nach Belem) für Landausflügler interessant.

Eléctrico 28E

Die historische Straßenbahn 28E ist ein Touristenmagnet. Trotzdem ist die Straßenbahnlinie nach wie vor ein normaler Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs und damit unter der Regie der Firma Carris. Die historische Bahn benötigt für 7 Kilometer und 38 Haltestellen ca. 55 Minuten und passiert dabei viele für Touristen interessante Orte.

Man kann aber auch für 3 Euro einen Einzelfahrschein beim Fahrer kaufen. Besser dran ist man aber mit einem Tagesticket. Wer einen Platz ergattern möchte, sollte an einer der beiden Endhaltestellen Martim Moniz oder Campo Ourique (Prazeres) einsteigen. Da man einer Endhaltestelle nicht sitzenbleiben darf, ist hier die Chance auf einen Sitzplatz am Größten. Die kleinen Wagen sind häufig extrem voll und man muss sehr auf Taschendiebe aufpassen. Aus diesen Gründen können wir die Fahrt nur eingeschränkt empfehlen.

Landausflüge in Lissabon mit der historischen Straßenbahn 28E
Gedränge in der historische Straßenbahn 28E – Bild: Tegeler

Tram Nr. 15

Die Straßenbahn der Linie 15 ist eine gute Möglichkeit, um nach Belem zu gelangen. Los geht es am Platz Praça do Comércio, den man vom Hafen zu Fuß erreichen kann. Der Einzelfahrschein kostet an den Fahrscheinautomaten in der Straßenbahn 3 Euro.

Wir würden mit der Metro bis Rossio fahren. In der Metro kann man gleich das Tagesticket für 6,40 Euro kaufen (s. oben). Von der Haltestelle Rossio sind es nur wenige Meter zur Straßenbahnhaltestelle an der Praça da Figueira, wo die Linie 15 startet. Man hat also bessere Chancen auf einen Sitzplatz. Wichtig ist, dass man sich auch hier der vielen Taschendiebe bewusst ist.

Taxen

An den Kreuzfahrtterminals gibt es Taxistände. Auch in der Stadt gibt es kein Mangel an Taxen und die Fahrpreise sind niedriger als in Deutschland. Die portugiesischen Taxen sind meisten schwarz mit einem mintgrünen Dach. Es gibt aber bereits seit den 1990er-Jahren auch beige Taxen. Die Farbe macht aber keinen Unterschied.

Der Fahrpreis wird durch das Taxameter ermittelt. Eine Preisübersicht haben wir hier hinterlegt. Der jeweils gültige Tarif steht auf dem Taxischild. Es gibt zu viele Taxifahrer und kleinere Betrügereien kommen vor. Wir würden keinen Festpreis akzeptieren und auf das Taxameter bestehen.

Lisboa Card

Die Lisboa Card ist der offizielle Sightseeing Pass der lokalen Touristeninformation. Das 24-Stunden-Ticket kostet für Erwachsene 20 Euro und beinhaltet die freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (Metro, Busse, Straßenbahn, Elevadores und Nahverkehrszüge) sowie freien oder vergünstigen Eintritt bei vielen Sehenswürdigkeiten. Kaufen kann man die Karte auf der Webseite der Touristeninformation oder bei GetYourGuide.

Landausflüge in Lissabon buchen

Wer keine Lust hat, sich um Urlaub mit Fahrplänen oder Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der Reederei MSC Kreuzfahrten für Lissabon bei. Andere Reedereien haben ein mehr oder weniger ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Diese kann man bequem und sicher zum Beispiel bei GetYourGuide* (s. oben) oder bei rent-a-guide* finden und buchen. Meist deutschsprachige Landausflüge mit Hafenabholung von Meine Landausflüge* gibt es am Ende dieser Seite.

Highlights für Landausflüge in Lissabon

„Wer Lissabon nie sah, sah nie etwas Gutes“. Dieses portugiesische Sprichwort hört sich zwar nicht ganz so dramatisch an wie das berühmte „Neapel sehen und sterben“, aber es drückt den Stolz aus, den die Portugiesen für ihre Hauptstadt empfinden – mit Recht. Die Stadt ist wunderschön. Allerdings wundert man sich häufig über bröckelnde Bausubstanz auch in besten Lagen. Hier eine Broschüre der Touristeninformation. Lissabon kann man in verschiedene Stadtviertel (Barrios) einteilen.

Barrio de Alfama

Die Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe befinden sich in diesem Stadtviertel. Man könnte also einen Stadtrundgang hier beginnen. Die Alfama war in maurischer Zeit das Stadtzentrum Lissabons. Bei dem katastrophalen Erdbeben im Jahre 1755 wurde dieser Teil der Stadt kaum beschädigt. Man bummelt durch schmale Gassen und über steile Treppchen und bestaunt Erker, Giebel, Balkone und in die Wände eingelassene bunte Kacheln.

Das Wort Miradouro im Stadtplan bezeichnet einen Aussichtspunkt. Und davon gibt es hier einige. Vom Miradouro das Portas do Sol kann man sehr schöne Fotos vom Schiff machen. Zu den Sehenswürdigkeiten dieses Stadtviertels gehören das Castelo de São Jorge, die Kathedrale Se, die Kirche und Kloster São Vicente de Fora oder die Casa dos Bicos. Das Castelo Sao Jorge, die bereits im 9. Jahrhundert erbaute Burg, die von 1938 bis 1940 im ursprünglichen Stil restauriert wurde, thront hoch über Lissabon.

Das Zentrum von Lissabon
Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Lissabon

Sehesnswürdigkeiten auf der Karte oben: 1-Praça do Comércio, 2-Triumphbogen Arco da Rua Augusta (schöne Aussicht vom Dach!), 3-Lisboa Story Centre (Museum zur Stadtgeschichte), 4-Casa dos Bicos, 5-Kathedrale Se, 6-Fadomuseum (hier etwa liegen die Kreuzfahrtschiffe, 7-Castelo de Sao Jorge, 8-Rossio (Platz), 9-Elevador de Santa Justa, 10-Elevador da Gloria, 11-Elevador da Bica, 12-Igreja de Santa Engrácia (Nationales Pantheon) Ohne Nummer: Mercado da Ribeira (Time Out Market) mit leckerem Essen

Barrio de la Baixa

Das Stadtviertel Baixa (Unterstadt) ist im Gegensatz zu den anderen Barrios flach und nicht auf einem Hügel erbaut. Das Viertel wurde 1755 durch das berühmte Erdbeben komplett zerstört und unter Leitung des Marquês de Pombal neu aufgebaut. Es gibt viele prachtvolle Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, wunderschöne Plätze und breite Boulevards. Aber erstaunlicherweise hier und da auch Verfall.

Bereits vom Kreuzfahrtschiff aus, sieht man kurz vor dem Anlegen den Praça do Comércio, einem weitläufigen Platz, der sich nach Süden zum Tejo hin öffnet und auf den übrigen drei Seiten durch schöne, mit Bogengängen geschmückte Bauten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begrenzt wird. Von hier führen mehrere Parallelstraßen mit eleganten Geschäften zur Praça de Dom Pedro IV. Dieser Platz, der allgemein als Rossio bekannt ist, war bis zum Erdbeben der Hauptplatz Lissabons. An der Nordseite steht das Teatro National de Dona Maria II, das portugiesische Nationaltheater. Vom Rossio aus zieht sich in nordwestlicher Richtung die Prachtstraße Avenida da Liberdade hin, mit 90 Metern einer der breitesten und imposantesten Boulevards Europas, der nach anderthalb Kilometern an der Praça de Pombal mit einem Denkmal für den Minister, der die Stadt nach dem Erdbeben von 1755 wiederaufbaute, endet.

Blick auf den Rossio vom Elevador de Santa Justa
Blick auf den Rossio vom Elevador de Santa Justa – Bild: Tegeler

Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit dem Personenaufzug Elevador de Santa Justa, der seit mehr als hundert Jahren die Baixa mit einem höher gelegenen Stadtteil Chiada verbindet. Dieses Viertel wurde ebenfalls nach dem Erdbeben komplett neu erbaut und ist heute ein elegantes Einkaufsviertel mit vielen sehr schönen Straßen und Plätzen. Viele Geschäfte findet man rund um die Rua Garrett und die Rua do Carmo.

Barrio Alto

Hier liegen die typischen, stilvoll eingerichteten Fado-Lokale, in denen sich das Lissaboner Nachtleben abspielt. Es handelt sich um Restaurants und Weinstuben, in denen die traditionellen Gesänge des Fado vorgetragen werden, gewöhnlich von einer schwarzgekleideten, mit einer Art Mantilla geschmückten Frau, die von Gitarre und Bratsche begleitet wird. Sie singt von den Schönheiten ihrer Heimat, aber natürlich auch – wie sollte es anders ein – von unglücklicher Liebe und gebrochenen Versprechungen. Landausflügler sind abends normalerweise schon wieder an Bord und auf See.

Belem

Das Stadtviertel Belem (deutsch: Bethlehem) liegt, von der Innenstadt aus gesehen, hinter der großen Hängebrücke direkt am Tejo. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Belem eine selbständige Gemeinde. Das Erdbeben von 1755 hat hier wenige Schäden angerichtet und viele ältere Sehenswürdigkeiten sind erhalten geblieben. Dazu gehören der berühmte Torre de Belem, das Kloster Mosteiro dos Jerónimos oder das Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos). Eine berühmte kulinarische Spezialität aus Belem sind die Pastel de Belém, kleine Blätterteigtörtchen mit Pudding.

Sehenswürdigkeiten in Belem
Sehenswürdigkeiten in Belem

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf der Karte oben: 1-Torre de Belem, 2-Padrão dos Descobrimentos, 3-Mosteiro dos Jerónimos

Das Umland

Beliebte Landausflüge in Lissabon führen nach Sintra, Cascais und Estoril.

Sintra liegt rund 30 Kilometer westlich von Lissabon in den Bergen und war einstmals die Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Im Stadtzentrum steht das Schloss mit seinen charakteristischen kegelförmigen Schornsteinen. Das Innere ist sehr sehenswert. Das gilt auch für den vier Kilometer entfernten Palácio Nacional da Pena, der von 1840 bis 1850 an der Stelle eines alten Klosters als königliche Sommerresidenz erbaut wurde. Man erreicht Sintra mit einem Regionalzug , der am Bahnhof Rossio startet.

Südlich von Sintra liegt Cascais, ein mondänes Seebad an der Mündung des Tejos, das früher von der Lissabonner Oberschicht besucht wurde, wie man an viele Herrenhäusern erkennen kann. Es gibt eine wunderschöne Altstadt und herrliche kleine Strände. Heute ist Cacais ein beliebter Urlaubsort, der im Sommer in der Regel komplett ausgebucht ist. Von Lissabon fährt ein Regionalzug vom Bahnhof Cais do Sodre. Den Bahnhof erreicht man vom Schiff aus mit der Metro. Der Nachbarort Estoril ist ebenfalls ein bekannter Badeort an der portugiesischen Riviera mit seinen Thermalbädern und Parkanlagen.

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