Lissabon auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Lissabon individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Lissabon liegt an der Westküste Portugals und zählt zu den schönsten Städten des Landes. Wer Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust plant, kann die vielen Highlights der Stadt bequem individuell erkunden. Lissabon hat rund 550.000 Einwohner und ist das politische und wirtschaftliche Zentrum Portugals. Schon beim Einlaufen in die breite Mündung des Tejo sollte man an Deck sein: Auf der Backbordseite grüßen der Torre de Belém und das Kloster Mosteiro dos Jerónimos, auf der Steuerbordseite thront die 110 Meter hohe Christusstatue am Südufer. Jetzt geht der Blick unweigerlich in die Höhe, wenn das Kreuzfahrtschiff unter der Hängebrücke Ponte 25 de Abril hindurchgleitet. Danach eröffnet sich ein herrlicher Blick über die Stadt, die sich an der Backbordseite erstreckt. Wenig später, kurz nachdem das Kreuzfahrtschiff den Praça do Comércio passiert hat, legt es im historischen Stadtteil Alfama an. Die Stadt Lissabon gilt als eine der schönsten Europas und ist ein Topziel für Landausflüge in Westeuropa. Weitere Informationen findet man bei Turismo de Lisboa. Stand: Mai 2026

Weitere Hafenportraits für Landausflüge in Westeuropa auf eigene Faust: A Coruña, Amsterdam (IJmuiden), Bilbao, Cadiz, Cherbourg, Le Havre, Porto, Rotterdam, Vigo, Zeebrügge
Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust
Blick vom Elevador de Santa Justa in Richtung Castelo de São Jorge – Bild: Tegeler

Lissabon auf eigene Faust – kurz & knapp für Kreuzfahrer

📍 Liegeplatz: in der Regel: Lisbon Cruise Terminal in der Alfama
🚶‍♂️ Entfernung zur Innenstadt: wenige Gehminuten
Top-Highlights: Lissabon, Belém, Sintra
🗺️ Fortbewegung: vieles zu Fuß möglich; Tram, Metro & Taxi
👀 Für Erstbesucher: Stadtbummel im Zentrum von Lissabon
🔁 Für Wiederholer: Belém, Parque das Nações, Sintra, Óbidos
💶 Gut zu wissen: Portugal ist EU-Mitglied – bezahlt wird mit Euro; EU-Roaming gilt

👉 Fazit: Lissabon zählt zu den einfachsten Häfen in Westeuropa für Landausflüge auf eigene Faust.

Kreuzfahrthafen Lissabon

Das Lisbon Cruise Terminal liegt im Altstadtviertel Alfama. Es verfügt über mehrere Liegeplätze, zwei Cruise Terminals und eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die beiden Cruise Terminals sind:

  • Lisbon Cruise Terminal (Jardim do Tabaco Quay / JTab): Das moderne Terminal wurde 2017 eröffnet. Das elegante, dreistöckige Gebäude bietet auf 13.800 Quadratmetern alles für eine komfortable Abfertigung, auch für die größten Kreuzfahrtschiffe.
  • Santa Apolónia Cruise Terminal (TPSA): Etwa 500 Meter flussaufwärts gelegen, ebenfalls modern und komfortabel ausgestattet.

Beide Terminals bieten Free-Wifi, Touristeninformationen, Duty-Free-Shops, Taxistände, Shuttlebusse zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie eine gute Anbindung an Metro, Bus und Straßenbahn. Die Metrostation „Santa Apolonia“ (Blaue Linie) liegt direkt am gleichnamigen Terminal.

Blick vom Miradouro das Portas do Sol auf das neue Lisbon Cruise Terminal
Blick vom Miradouro das Portas do Sol auf das Lisbon Cruise Terminal – Bild: MedCruise

Manchmal machen Kreuzfahrtschiffe auch heute noch an den älteren Terminals Gare Marítima de Alcântara (TPA) oder Gare Marítima da Rocha do Conde de Óbidos (TPR) fest, die am Fuß der Hängebrücke Ponte 25 de Abril liegen. Für Kreuzfahrer, die die Stadt auf eigene Faust erkunden möchten, sind diese Terminals weniger günstig. In der Regel wird ein Shuttlebus der Reederei angeboten. Vom TPR erreicht man über eine drehbare Fußgängerbrücke den knapp 2 km entfernten Bahnhof Cais do Sodré. Das ist eine wichtige Drehscheibe mit Metroanschluss, Nahverkehrszügen nach Sintra und Cascais sowie der Straßenbahn 15E nach Belém.

Landausflüge in Lissabon buchen

Für den Tag in Lissabon werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Lissabon findet man bei GetYourGuide* und bei Viator*.

Mobilität in Lissabon auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Lissabon auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Lissabon (ab Lisbon Cruise Terminal – Jardim do Tabaco Quay):

  • Miradouro das Portas do Sol: 600 Meter (zu Fuß bergauf)
  • Miradouro de Santa Luzia: 650 Meter (zu Fuß bergauf)
  • Castelo de São Jorge: 900 Meter (zu Fuß bergauf)
  • Catedral Sé Patriarcal: 900 Meter (zu Fuß bergauf)
  • Praça do Comércio: 950 Meter (zu Fuß)
  • Miradouro da Senhora do Monte: 1,4 km (zu Fuß bergauf)
  • Elevador Santa Justa: 1,5 km (zu Fuß)
  • Rossio (Platz): 1,7 km (zu Fuß)
  • Mosteiro dos Jerónimos: 9,5 km
  • Torre de Belém: 10,4 km
  • Sintra: 35,7 km
  • Cascais: 38,9 km
Liegeplätze und Highlights in Hafennähe
Karte der Liegeplätze und Highlights in Hafennähe – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Liegeplätze und Highlights in Hafennähe: 1. Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay, 2. Santa Apolónia Cruise Terminal, 3. Metro Santa Apolónia, 4. Metro Terreiro do Paço, 5. Praça do Comércio, 6. Kathedrale von Lissabon, 7. Miradouro de Santa Luzia, 8. Miradouro das Portas do Sol, 9. Castelo de São Jorge, 10. Panteão Nacional, 11. Museu do Fado, 12. Casa dos Bicos/José-Saramago-Foundation

Zu Fuß unterwegs

Bis auf wenige Ausnahmen machen Kreuzfahrtschiffe zentrumsnah im Altstadtbezirk Alfama fest. Man kann deshalb Lissabon auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Es sind allerdings insbesondere in der Alfama größere Steigungen zu überwinden. Die Reichweite erhöht sich, wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Entsprechende Vorschläge für Stadtrundgänge haben wir unten zusammengestellt.

Tram, Metro & Co

Es gibt in Lissabon ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Neben den öffentlichen Bussen, der Metro und der Straßenbahn gibt es noch einige Besonderheiten, wie die historischen Personenaufzüge und einige Standseilbahnen. Wer möchte, kann auch die Fähren über den Tejo und die Nahverkehrszüge hinzurechnen.

Das Unternehmen Metropolitano de Lisboa kümmert sich um die Metro. Die Metro Lissabon ist eine moderne U-Bahn mit vier Linien (blau, grün, rot und gelb), die die wichtigsten Stadtteile und Vororte abdecken. Die beiden Metro-Stationen „Santa Apolonia“ und „Terreiro do Paço“ an der blauen Linie befinden sich in Hafennähe. Die Metro Lissabon soll auch in Zukunft weiterhin stark ausgebaut werden.

Alle anderen oberirdischen Verkehrsmittel (Busse, Straßenbahnen, Seilbahnen, Personenaufzüge und Standseilbahnen) befinden sich unter Kontrolle der Firma Carris. Die Fähren über den Tejo werden von der Firma TTSL Transtejo Soflusa betrieben. CP Urbanos de Lisboa ist zuständig für die Regionalzüge (S-Bahnen), die z.B. nach Sintra oder Cascais fahren.

Alles zum Ticketkauf in Lissabon

In der Metro Lissabon können Fahrgäste kontaktlos bezahlen, indem sie ihre Kredit- oder Debitkarte direkt beim Zugangskontrollgerät an der U-Bahn-Station scannen. Einzeltickets kosten 1,90 Euro. Wenn man die Metro nur gelegentlich nutzt, ist die kontaktlose Zahlung mit Karte oder Handy sehr bequem und zeitsparend. Einfach draufhalten und losfahren.

Landausflüge in Lissabon mit der Tram 28
Die historische Straßenbahn 28E – Bild: Pixabay

Das Tagesticket für 7,25 Euro rechnet sich ab der 5. Fahrt. Es gibt auch erweiterte Tagestickets, die auch die Fähren (10,35 Euro) oder die Nahverkehrszüge (11,40 Euro) einschließen. Um ein Tagesticket erwerben zu können, benötigt man eine Navegante Occasional Card (früher Via Viagem). Diese kostet 50 Cent und kann mit Einzeltickets, Tagestickets oder Guthaben (Zapping) aufgeladen werden. Im U-Bahn-Netz kann man die Navegante Card an Fahrkartenautomaten und Fahrkartenschaltern kaufen und aufladen.

Da Landausflügler in der Regel noch die Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen möchten, ist die Lisboa Card eine gute Wahl. Die Lisboa Card* ist eine Touristenkarte, die kostenlosen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und kostenlosen oder ermäßigten Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten in Lissabon bietet.

Die kultige Tram 28E

Die historische Straßenbahn 28 ist ein Touristenmagnet. Trotzdem ist sie ein normaler Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs und wird von Carris betrieben. Die alten Wagen stammen ursprünglich aus den 1930er-Jahren und werden noch eingesetzt, da die schmale und kurvenreiche Strecke für moderne Straßenbahnen nicht geeignet ist. Man liest häufig 28E. Das E steht für „Electrico“, was einfach Straßenbahn bedeutet. Wer kein Tagesticket und keine Lisboa Card hat, kann für 3,30 Euro einen Einzelfahrschein beim Fahrer kaufen. Das ist bei anderen Straßenbahnlinien auch so.

Vorsicht vor Taschendieben in der historischen Straßenbahn
Vorsicht vor Taschendieben in der historischen Straßenbahn 28 E – Bild: Tegeler

Wer einen Platz ergattern möchte, sollte an einer der beiden Endhaltestellen „Martim Moniz“ oder „Campo Ourique (Prazeres)“ einsteigen. Da die Fahrgäste an einer Endhaltestelle nicht sitzenbleiben dürfen, ist hier die Chance auf einen Sitzplatz etwas besser. Die kleinen Wagen sind häufig extrem voll und man muss sehr auf Taschendiebe aufpassen! Wenn man nur einen Stehplatz ergattert hat, sollte man sich zudem gut festhalten. Die alte Straßenbahn ruckelt und bremst oft abrupt.

Wem das zu heikel ist, kann mit der historischen Straßenbahn der Linie 12E eine kürzere, aber ähnliche Route erleben. Die Straßenbahn 15E ist eine gute Wahl für die Fahrt nach Belém. Los geht es an der Pç. Figueira.

Hop-on-Hop-off & Co

Natürlich gibt es auch in Lissabon Stadtrundfahrten mit den sogenannten Hop-on Hop-off Bussen. Das ist sehr bequem, zumal die Busse auch an den Cruise Terminals halten. Wir empfehlen die gelben Busse des lokalen Unternehmens Yellow Bus Tours, das man zum Beispiel auch aus Funchal kennt. Hier eine Broschüre mit einer Routenkarte. Da Yellow Bus Tours zur lokalen Verkehrsgesellschaft Carris gehört, sind zusätzlich alle öffentlichen Straßenbahnen und der Elevador de Santa Justa im Preis enthalten! Das Angebot von Yellow Tours beinhaltet zwei verschiedene Stadtrundfahrten (Routen), eine Fahrt mit einer historischen Straßenbahn (Hills Tramcar Tour) und eine Bootstour (Yellow Boat) nach Belém. Drehkreuz aller Stadtrundfahrten ist die Praça da Figueira. Tickets bekommt man im Hafen oder vorab z.B. bei GetYourGuide*.

Mit dem Tuk Tuk durch die Gassen

Am Hafen waren zahlreiche Tuk Tuks auf Kundschaft. Die dreirädrigen Autorikschas haben sich in den letzten Jahren in Lissabon sehr ausgebreitet und sind auch ein beliebtes Verkehrsmittel für den Tag in Lissabon auf eigene Faust. Angeblich gibt es bereits mehr als 400 Fahrzeuge dieser Art mit 4 Sitzen und mit 7 Sitzen. Die Fahrer haben in der Regel ihre bewährten Rundfahrten mit einer Dauer von wahlweise 1 bis 4 Stunden. Pro Stunde kostet der Viersitzer ca. 60 Euro und der Siebensitzer ca. 75 Euro. Wir würden ein Tuk Tuk mit Elektromotor bevorzugen. Landausflügler mit Rückenproblemen sollten sich ein anderes Verkehrsmittel suchen. Angebote findet man vorab bei GetYourGuide*.

Eine Standseilbahn in Lissabon
Eine Standseilbahn in Lissabon – Bild: Johann Schrag auf Unsplash

Taxis, Uber & Co

An den beiden Lissabon Cruise Terminals gibt es natürlich Taxistände. Auch in der Stadt herrscht absolut kein Mangel an Taxis und die Fahrpreise sind niedriger als in Deutschland. Viele Taxis sind beige, ältere Fahrzeuge oft schwarz mit mintgrünem Dach. Die Farbe macht aber keinen Unterschied. Der Fahrpreis wird durch das Taxameter ermittelt. Der jeweils gültige Tarif steht auf dem Taxischild. Kleinere Betrügereien kommen vor. Wir würden keinen Festpreis akzeptieren und auf das Taxameter bestehen.

In Lissabon sind sowohl Uber als auch Bolt beliebte Optionen für Fahrdienstleistungen. Uber ist in der Stadt gut etabliert und bietet eine Vielzahl von Fahrzeugoptionen, während Bolt für seine wettbewerbsfähigen Preise und seinen schnellen Service bekannt ist.

Die Lisboa Card

Die Lisboa Card ist eine Touristenkarte für Lissabon, die kostenlosen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen bietet. Sie ermöglicht auch kostenlosen Eintritt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Museen sowie Ermäßigungen in verschiedenen Restaurants und Geschäften.

Morgentliche Ankunft in Lissabon
Abendliches Auslaufen in Lissabon – Bild: Tegeler

Die Karte ist in 24-, 48- und 72-Stunden-Versionen erhältlich und eignet sich ideal, um die Stadt flexibel und kostengünstig zu erkunden. Kaufen kann man die Karte vorab auf der Webseite der Touristeninformation.

Lissabon auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste

„Wer Lissabon nie sah, sah nie etwas Gutes.“ Dieses portugiesische Sprichwort zeigt den Stolz, den die Portugiesen für ihre Hauptstadt empfinden – und das mit Recht. Lissabon begeistert mit historischen Vierteln, beeindruckenden Aussichtspunkten und einer einzigartigen Lage am Tejo. Kreuzfahrer konzentrieren sich meist auf das historische Zentrum, den Stadtteil Belém im Westen und das moderne Viertel Parque das Nações im Osten. Vom Torre de Belém, dem Wahrzeichen der Stadt, bis zum Oceanário de Lisboa im Parque das Nações sind es rund 15 km. Lissabon ist weitläufig und bietet weit mehr als nur die Innenstadt. Viele Kreuzfahrer nutzen ihren Aufenthalt auch für Ausflüge ins Umland, etwa nach Sintra, Cascais oder Óbidos. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust.

Lissabon auf einen Blick
Karte der Highlights von Lissabon – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Lissabons auf einen Blick: 1. Torre de Belém, 2. Kloster Mosteiro dos Jerónimos, 3. Cristo-Rei-Statue, 4. Ponte 25 de Abril, 5. Platz Praça do Comércio am Tejo, 6. Elevador de Santa Justa, 7. Altstadt Alfama, 8. Castelo de São Jorge, 9. Tram 28 (Martim Moniz), 10. Oceanário de Lisboa

Die Alfama: Altstadtflair und Aussichtspunkte

Das Altstadtviertel Alfama erstreckt sich vom Kreuzfahrthafen am Tejo bis hinauf zur Festung Castelo de São Jorge. Das katastrophale Erdbeben von 1755 hinterließ in der Alfama deutlich weniger Schäden als in anderen Teilen der Stadt. Schmale Gassen, kleine Balkone, Erker und bunte Kacheln prägen das Bild der Alfama. Dabei kommt man in diesem steilen Viertel immer mal wieder an schönen Aussichtspunkten vorbei. Diese werden in Lissabon Miradouro genannt. Den besten Blick über die Stadt und den Fluss hat man von der Festung Castelo de São Jorge. Hoch oben, noch oberhalb des Castelo, befindet sich der Miradouro da Graça mit einem tollen Blick über die Baixa (Unterstadt) und die große Brücke.

Der neue Kreuzfahrthafen von Lissabon befindet sich im Altstadtviertel Alfama. Da liegt es nahe, eine Stadtbesichtigung hier zu beginnen. Wir verbinden die Beschreibung der Highlights mit einem Routenvorschlag für eine Erkundung der Alfama zu Fuß und mit der historischen Straßenbahn. Die Altstadt liegt allerdings an einem Hang, sodass man Steigungen überwinden muss. Das erste Ziel für einen Stadtrundgang in Lissabon auf eigene Faust könnte die Kathedrale Sé de Lisboa sein. Vom Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay geht man ca. 800 Meter.

Miradouro de Santa Luzia
Miradouro de Santa Luzia in der Alfama – Bild: M.studio–stock.adobe.com

Kathedrale Sé

Die Hauptkirche Lissabons entstand ab 1147 an der Stelle einer ehemaligen Moschee und befindet sich oberhalb des Kreuzfahrthafens. Es gibt eine gewisse Ähnlichkeit mit Notre-Dame in Paris. Beide Gotteshäuser entstanden in etwa zur gleichen Zeit. Das große Erdbeben von 1755 hinterließ deutliche Spuren, hat die Kathedrale aber nicht zerstört. Im Inneren der Kathedrale gibt es ein Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert, in dem angeblich der Heilige Antonius getauft wurde. Der Eintritt liegt bei 7 Euro. Die Kathedrale mit der vorbeifahrenden Tram 28E ist ein beliebtes Foto.

Miradouro de Santa Luzia & Miradouro das Portas do Sol

Jetzt geht es weiter zu den Aussichtspunkten. Nach ca. 350 Metern erreicht man den Miradouro de Santa Luzia und den benachbarten Miradouro das Portas do Sol. Von hier reicht der Blick über die Dächer der Alfama bis zum Hafen. Von den Aussichtspunkten läuft man nochmal 400 Meter bis zum Castelo de São Jorge. Die historische Festung liegt auf dem höchsten Punkt der Altstadt und kann besichtigt werden. Erwachsene zahlen 17 Euro Eintritt. Von den Mauern der Festung blickt man über die Dächer der Altstadt bis hinüber zum Tejo.

Miradouros da Graça & Miradouro da Senhora do Monte

Oberhalb des Castelo de São Jorge befinden sich die beiden berühmten Aussichtspunkte Miradouro da Graça und Miradouro da Senhora do Monte, die bereits außerhalb der Alfama liegen. Hier kann man sich ein wenig ausruhen und die unglaubliche Aussicht genießen. Danach könnte man ca. 850 Meter absteigen bis hinunter zur Praça Martim Moniz. Es geht die ganze Zeit bergab, teilweise sogar über Treppen.

Karte: Rundgang durch die Alfama und Fahrt mit der Tram 28E
Rundgang durch die Alfama und Fahrt mit der Tram 28E – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Rundgang durch die Alfama und Fahrt mit der Tram 28E: 1. Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay, 2. Cruise Terminal Santa Apolónia, 3. Sé de Lisboa (Kathedrale), 4. Miradouro de Santa Luzia & Miradouro das Portas do Sol, 5. Castelo de São Jorge, 6. Miradouro da Graça, 7. Miradouro da Senhora do Monte, 8. Praça Martim Moniz (Wendeschleife der Tram 28E)

Historische Tram 28E

An der Praça Martim Moniz startet die berühmte historische Tram 28 E. Alle Fahrgäste müssen einmal aussteigen, die Bahn wendet und man hat die Chance, einen Platz zu ergattern. Mit der historischen Tram fährt man nochmal den Weg zurück durch die Alfama bis zu Kathedrale. Hier steigt man aus und geht zurück zum Schiff. Man könnte natürlich auch mit der Metro zur Praça Martim Moniz fahren und die Alfama nur durch die Fenster der Straßenbahn sehen. Da die Tram 28E immer voll ist, bekommt man an den Haltestellen entlang der Routen in der Regel keinen Platz. Unterwegs aussteigen und wieder einsteigen funktioniert oft nicht.

Baixa, Rossio & Chiado: Das pulsierende Zentrum

Das Stadtviertel Baixa (Unterstadt) ist im Gegensatz zu den anderen Vierteln flach und nicht auf einem Hügel erbaut. Das Viertel wurde 1755 durch das berühmte Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami komplett zerstört und unter Leitung des Marquês de Pombal neu aufgebaut. Es gibt viele prachtvolle Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, wunderschöne Plätze und breite Boulevards.

Praça do Comercio in Lissabon auf eigene Faust
Praça do Comércio in Lissabon (Blick vom Arco da Rua Augusta) – Bild: iStock.com/PocholoCalapre

Wir starten wieder am Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay. Von hier geht es zu Fuß oder mit einem öffentlichen Bus knapp 1 km in Richtung Praça do Comércio. Wer den Bus nehmen will, findet vor dem Terminal die Haltestelle „Cais Lingueta“. Hier starten mehrere Buslinien in Richtung Praça do Comércio. Man steigt nach ca. 5 Minuten an der Haltestelle „Sul de Sueste“ aus. Wenn das Kreuzfahrtschiff näher am Terminal Santa Apolónia liegt, könnte man auch von der gleichnamigen Metrostation eine Station bis „Terreiro do Paço“ fahren.

Praça do Comércio & Rua Augusta

Den berühmten Praça do Comércio haben manche vielleicht schon vom Schiff aus gesehen. Der weitläufige Platz öffnet sich nach Süden zum Tejo. Auf den übrigen Seiten wird er von eleganten Gebäuden mit Arkadengängen eingerahmt. Heute sind hier einige Ministerien untergebracht. Landausflügler genießen den Ausblick auf den Fluss und besuchen eventuell das Lisboa Story Centre. Das ist ein interaktives Museum zur Stadtgeschichte. Am Praça do Comércio gibt es eine Haltestelle für die Straßenbahn 15E (nach Belém).

Der Arco da Rua Augusta (Triumphbogen) verbindet den Praça do Comércio mit der Fußgängerzone Rua Augusta. Es gibt eine begehbare Aussichtsplattform. Die Rua Augusta verbindet den Praça do Comércio (im Süden) mit dem Praça do Rossio (im Norden) und ist die wichtigste Fußgängerzone der Stadt. Sehr schön ist das Kalksteinpflaster mit Mosaiken. Es gibt viele bekannte Geschäfte und Cafés mit Außenplätzen unter den Arkaden.

Karte: Ein Rundgang im Stadtviertel Baixa
Ein Rundgang im Stadtviertel Baixa – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Baixa de Lisboa & Elevador de Santa Justa: 1. Lisboa Story Centre, 2. Praça do Comércio, 3. Arco da Rua Augusta (Ausblick), 4. Rua Augusta, 5. Rossio, 6. Elevador de Santa Justa, 7. Largo do Carmo, 8. Rua Garrett, 9. Metrostation „Baixa-Chiado“, 10. Drehscheibe Bahnhof Cais do Sodre, 11. Time Out Market Lisboa

Rossio & Elevador de Santa Justa

Wir folgen der Rua Augusta ca. 600 Meter bis zur Praça de Dom Pedro IV. Dieser Platz, der allgemein als Rossio bekannt ist, war bis zum Erdbeben der Hauptplatz Lissabons. An der Nordseite steht das Teatro Nacional de Dona Maria II, das portugiesische Nationaltheater. Vom Rossio aus zieht sich in nordwestlicher Richtung die Prachtstraße Avenida da Liberdade hin. Diese ist mit 90 Metern einer der breitesten und imposantesten Boulevards Europas.

Wir gehen vom Rossio wieder zurück auf der Rua Augusta. Nach ca. 150 Metern biegen wir nach rechts in die Rua de Santa Justa ein. Nach ein paar Schritten steht man vor dem ikonischen Elevador de Santa Justa. Eine Fahrt mit dem 45 Meter hohen Personenaufzug, der seit mehr als hundert Jahren die Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado verbindet, ist eines der bekanntesten Highlights der Stadt. Es gibt zwei Kabinen für jeweils 29 Personen. Oben angekommen kann man über Wendeltreppen höher gelegene Plattformen erreichen, die einen Traumblick über die Stadt ermöglichen. Der Elevador de Santa Justa ist Teil des Nahverkehrs und kann mit einem Tagesticket oder mit einer Lisboa Card kostenlos genutzt werden. Dazu mehr unter dem Menüpunkt „Öffentlicher Nahverkehr“ oben. Das Einzelticket kostet 6,10 Euro.

Lissabon auf eigene Faust mit dem Elevador de Santa Justa erleben
Der Elevador de Santa Justa – Bild: Olaf auf Pixabay

Der Elevador de Santa Justa ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ein Topziel für Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust. Entsprechend lang können die Schlangen sein. Wer dem aus dem Weg gehen möchte, könnte die Spitzenzeiten (ca. 10 bis 15 Uhr) meiden oder zu Fuß gehen. Man geht am Aufzug vorbei bis zur Rua do Carmo. Hier geht man einige Meter nach links, bis man auf der linken Seite Treppen entdeckt. Über diese Treppen erreicht man die Ruinen des Convento do Carmo. Von hier kann man die Aussichtsplattform des Elevador de Santa Justa erreichen.

Historischer Charme in Chiado

Die Bergstation des Elevador de Santa Justa befindet sich im Stadtviertel Chiado. Man geht vorbei an den Ruinen des Convento do Carmo bis zum Platz Largo do Carmo. Dieser schöne kleine Platz ist ein wichtiger Ort der Nelkenrevolution 1974. Hier ergab sich die Geheimpolizei. Durch die Calçada do Sacramento erreicht man nach ca. 100 Metern die Rua Garrett, die Einkaufsstraße dieses Viertels. Nach vielleicht 150 Metern steht man vor der Metrostation „Baixa-Chiado“. Von hier könnte man mit der grünen Linie eine Station bis zum Bahnhof Cais do Sodré fahren. Vor dem Bahnhof befindet sich die Markthalle Time Out Market Lisboa. Hier kann man hervorragend essen. Der Bahnhof Cais do Sodre ist ein hervorragender Ausgangspunkt für eine weitere Stadterkundung. Hier kann man die Straßenbahn 15E nach Belém nehmen oder mit einem Nahverkehrszug nach Cascais oder Sintra fahren.

Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust
Torre de Belém – Bild: Flensshot auf Pixabay

Belém – auf den Spuren der Entdecker

Belém gehört zu den beliebtesten Zielen für Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Belém heißt übersetzt „Bethlehem“ und liegt, von der Innenstadt aus gesehen, hinter der großen Hängebrücke direkt am Tejo. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Belém eine selbständige Gemeinde. Das Erdbeben von 1755 hat hier wenige Schäden angerichtet. Von Belém aus starteten die berühmten portugiesischen Seefahrer und Entdecker im 15. und 16. Jahrhundert zu ihren legendären Reisen. In Belém befinden sich deshalb einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Lissabons. Dazu gehören der berühmte Torre de Belém, das Kloster Mosteiro dos Jerónimos oder das Denkmal Padrão dos Descobrimentos. Eine berühmte kulinarische Spezialität aus Belém sind die Pastéis de Belém, kleine Blätterteigtörtchen mit Pudding.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um vom Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Belém zu fahren. Bekannt ist die Straßenbahnlinie 15E. Der schnellste Weg ist aber der Bus 728. Los geht es an der Bushaltestelle „Cais Lingueta“ vor dem Terminal. Eine knappe halbe Stunde später steigt man an der Haltestelle „Lg. Princesa“ aus. Von hier geht man 350 Meter zum Torre de Belém.

Torre de Belém & Padrão dos Descobrimentos

Der Torre de Belém ist wohl das Wahrzeichen von Lissabon. Das Bauwerk entstand in den Jahren 1515 bis 1521 am Ufer des Tejos, nahe der Mündung des Tejo in den Atlantik. Der Turm wurde als Festung zum Schutz der Werften in dieser Gegend geplant und gehört seit 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Viele sagen, dass eine Besichtigung von außen ausreicht. Das Innere des Turms ist spärlich eingerichtet. Der Eintritt liegt bei 15 Euro. Tickets mit Schnelleinlass gibt es vorab bei Tiqets*. Das Kreuzfahrtschiff passiert den Turm, sodass man bereits von Deck aus einen Blick auf das berühmte Wahrzeichen werfen kann. Allerdings wirkt die kleine Festung von Deck aus winzig.

Belem und die Ponte 25 de Abril
Belém und die Ponte 25 de Abril – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten in Belém und rund um die Ponte de 25 Abril: 1. Torre de Belém, 2. Mosteiro dos Jerónimos, 3. Padrão dos Descobrimentos, 4. Pastéis de Belém, 5. Experiência Pilar 7, 6. LX Factory, 7. Ponte 25 de Abril, 8. Santuário de Cristo Rei

Jetzt läuft man ca. 900 Meter zum Padrão dos Descobrimentos. Auch das 56 Meter hohe „Denkmal der Entdeckungen“ sieht man bereits vom Schiff aus. Es wurde 1960 anlässlich des 500. Todestages von Heinrich dem Seefahrer erbaut. Im Inneren gibt es ein Museum und ein Auditorium, in dem ein Film gezeigt wird. Das Highlight des Bauwerkes ist die Aussichtsterrasse. Man hat einen sehr schönen Blick auf das Bodenmosaik vor dem Denkmal (eine Windrose), das benachbarte Mosteiro dos Jerónimos und den Fluss. Der Eintritt liegt bei 10 Euro.

Mosteiro dos Jerónimos

Weiter geht es 600 Meter zum prachtvollen Mosteiro dos Jerónimos mit seinem wunderbaren Garten, der ebenfalls seit 1983 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Die reich verzierte Fassade des Gebäudes ist gut 300 Meter lang und kommt durch den vorgelagerten Garten besonders gut zur Geltung. Das Kloster wurde kurz nach der Rückkehr Vasco da Gamas errichtet. Der berühmte Entdecker hatte den Seeweg nach Indien entdeckt und ist im Kloster begraben. Der Gewürzhandel machte Portugal reich und ermöglichte diesen Prachtbau. Die Besichtigung des Klosters kostet 18 Euro Eintritt. Die Kirche kann kostenlos besichtigt werden. Es bilden sich häufig lange Schlangen. Wer das Mosteiro dos Jerónimos in Lissabon auf eigene Faust besichtigen möchte, sollte über ein Ticket mit bevorzugtem Einlass nachdenken. Diese gibt es zum Beispiel bei Tiqets*. Mit einer Lisboa Card hat man ebenfalls bevorzugten Eintritt.

Pastéis de Belém
Pastéis de Belém – Bild: MSC Cruises

Pastéis de Belém

Nach so vielen Besichtigungen hat man eine Stärkung verdient. Man geht vom Kloster nur 230 Meter zur Bäckerei Pastéis de Belém. Die kleinen Blätterteigtörtchen, die bereits seit 1837 aus Mehl, Zucker, Ei, Milch und Butter hergestellt werden, sind eine berühmte Spezialität. Die Adresse der Bäckerei ist die Rua de Belém 84 bis 92. Man sollte sich auf Warteschlangen einrichten.

Cristo Rei: Der beste Fotospot über dem Tejo

Das Santuário de Cristo Rei am Südufer des Tejo ist der Christusstatue in Rio de Janeiro nachempfunden und wurde von dem portugiesischen Bildhauer Francisco Franco entworfen. Sie ist vom Kreuzfahrtschiff aus sehr gut zu sehen und ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Lissabon. Vom Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay ist das Santuário de Cristo Rei bereits ca. 20 Kilometer entfernt. Ein Taxi wäre also nicht ganz billig. Allerdings würde man über die Ponte de 25 Abril fahren, was ein zusätzliches Highlight wäre. Die günstigste Anreisemöglichkeit ist eine Kombination aus Fähre und Bus. Erreichen kann man die berühmte Statue mit der Fähre von Cais do Sodré nach Cacilhas und dann mit Bus 3001. Der Bus startet direkt neben dem Fähranleger. Man könnte auch laufen (2,9 km), was aber zusätzlich Zeit kosten würde.

MSC Meraviglia erreicht Lissabon
MSC Meraviglia erreicht Lissabon und passiert die Christusstatue – Bild: MSC Cruises

Strandfeeling: Entspannen am Praia de Carcavelos

Der schöne Strand Praia de Carcavelos hat eine Länge von 1,5 km und ist nur 20 km vom Hafen entfernt. Hier gibt es alles, was man für einen entspannten Tag am Meer braucht. Der schnellste Weg ist wieder der Bus 728. Los geht es an der Bushaltestelle „Cais Lingueta“ vor dem Terminal. Man steigt am Bahnhof Cais do Sodre aus und nimmt einen Nahverkehrszug in Richtung Cascais. Zuständig ist die Verkehrsgesellschaft CP Urbanos de Lisboa. Vom Bahnhof Carcavelos läuft man noch gut 1 km bis zum Strand.

Wer möchte, fährt weiter nach Cascais. Das ist ein mondänes Seebad an der Mündung des Tejos, das früher von der Lissabonner Oberschicht besucht wurde, wie man an den vielen Herrenhäusern erkennen kann. Es gibt eine wunderschöne Altstadt und herrliche kleine Strände. Heute ist Cascais ein beliebter Urlaubsort, der im Sommer in der Regel komplett ausgebucht ist.

Sintra entdecken – Schlösser, Magie und grüne Hügel

Wer möchte, kann in Lissabon auf eigene Faust nach Sintra fahren. Die Sommerresidenz der portugiesischen Könige kann man mit der Bahn erreichen. Vom Lisbon Cruise Port – Jardim do Tabaco Quay läuft man einige hundert Meter zum Bahnhof „Santa Apolónia“. Von hier geht es mit einem Zug in knapp einer Stunde nach Sintra. Dabei muss man in der Regel einmal umsteigen. Verbindungen ohne Umsteigen gibt es am Bahnhof Lisboa Rossio. Den erreicht man von der Metrostation „Santa Apolónia“ bequem mit der Metro der blauen Linie. Der Bus 434 ist eine Hop-on-Hop-off-Ringlinie, die vom Bahnhof Sintra abfährt und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sintra fährt, darunter der Pena-Palast und die Maurenfestung. Die Busse fahren alle 10 Minuten und kosten 10,96 Euro.

Palácio Nacional da Pena
Palácio Nacional da Pena – Bild: Oleg Shakurov auf Pixabay

Sintra war lange die Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Der Palácio Nacional da Pena ist ein farbenfrohes Schloss auf einem Hügel über Sintra. Es gibt Terrassen mit einem Panorama-Ausblick auf den Atlantik & Lissabon (bei gutem Wetter). Man kann die prachtvollen Innenräume besichtigen. Sehr schön ist auch der Park da Pena. Die Maurenburg ist nur 15 Minuten zu Fuß vom Pena-Palast entfernt. Das Castelo dos Mouros ist eine alte Festungsruine aus dem 9. Jahrhundert und liegt auf dem Bergrücken oberhalb von Sintra. Man kann auf den Mauern wandern und einen herrlichen Ausblick auf den Palácio da Pena, Sintra-Stadt und die Atlantikküste (bei klarer Sicht) genießen.

Der Palácio Nacional de Sintra (Stadtpalast) befindet sich direkt in der Altstadt von Sintra. Die zwei weißen Kegeltürme der ehemaligen königlichen Residenz sind ein bekanntes Fotomotiv. Es gibt wunderschöne Azulejos (Kachelwände) und prunkvolle Räume. Zwischen dem Palácio Nacional de Sintra und dem Bahnhof befindet sich die malerische Altstadt von Sintra. Hier könnte man ein wenig bummeln und etwas essen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die ca. 1 km entfernte Quinta da Regaleira. Diese wurde von einem reichen Brasilianer erbaut und ist ein mystischer Palast mit märchenhaftem Garten voller Symbole. Es gibt Geheimgänge, Grotten und unterirdische Tunnel. Die Quinta liegt in einem romantischen Park.

Noch nicht genug? Weitere Highlights für den Tag in Lissabon

Das Stadtviertel „Parque das Nações“ war Schauplatz der Weltausstellung 1998. Zu den wichtigsten Attraktionen für Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust gehört das Oceanário de Lisboa. Als eines der größten Innenaquarien der Welt ist das Ozeanarium ein Highlight des Viertels.

Die große Hängebrücke über den Tejo passierte man beim Ein- und beim Auslaufen. Das beeindruckende Bauwerk wurde 1966 fertiggestellt und hat optisch eine große Ähnlichkeit mit der berühmten Golden Gate Bridge in San Francisco. Es handelt sich um die weltweit drittlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Vom Kreuzfahrtschiff hat man einen tollen Blick auf die Brücke. Wem das nicht reicht, dem empfehlen wir die interaktive Ausstellung „Pilar 7 Bridge Experience“ in der Avenida da Índia in Alcântara. Es gibt einen Rundgang um den 7. Pfeiler der Brücke.

Die LX Factory in Lissabon ist ein kreatives und trendiges Viertel, das sich in einer ehemaligen Fabrikanlage im Stadtteil Alcântara befindet. Es ist ein Zentrum für Kunst, Design, Mode, Gastronomie und Kultur.

Fazit: Landausflüge in Lissabon auf eigene Faust

Lissabon gehört zu den besten Kreuzfahrthäfen Europas für individuelle Landausflüge. Die meisten Kreuzfahrtschiffe legen nahe der Altstadt Alfama an, sodass viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Ob ein Spaziergang durch die Gassen der Alfama, eine Fahrt mit der historischen Tram 28E, die berühmten Bauwerke von Belém oder ein Ausflug nach Sintra – die portugiesische Hauptstadt bietet für jeden Geschmack passende Ziele. Dank Metro, Straßenbahn, Fähren und Nahverkehrszügen kommt man auch ohne organisierte Touren gut zurecht. Gleichzeitig sollte man bedenken, dass Lissabon auf mehreren Hügeln erbaut wurde und einige Wege anstrengend sein können.

Über mich. Petra auf dem Preikestolen

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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