Heraklion auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Heraklion auf eigene Faust zusammengestellt. Landausflüge in Heraklion (Iraklio) sind eine gute Gelegenheit, Kreta, die größte Insel Griechenlands,  ein wenig kennenzulernen. Leider kommen derzeit nicht mehr so viele Kreuzfahrtschiffe internationaler Reedereien im Rahmen von Mittelmeer Kreuzfahrten hierher. Was schade ist. Die Insel hat einen einzigartigen Charakter. Jeder Stein ist hier ein Denkmal, jeder Winkel eine ruhmreiche Seite der Geschichte. Heraklion, die mit knapp 175.000 Einwohnern größte Stadt auf Kreta, hat ein reges Geschäftsleben, starken Fremdenverkehr und viele Hotels. In der Altstadt kann man sehr schön bummeln. Das wichtigste Ziel von Landausflügen in Heraklion ist jedoch der Palast von Knossos, der sich etwa 5 Kilometer außerhalb der Stadtgrenzen befindet.

Transport in Heraklion auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe machen meistens an Quay 4-5 im recht großen Hafen der Stadt fest. Das ist der breite Pier auf der Karte unten. Je nach Liegeplatz werden die Urlauber mit Bussen zur Passenger Station (das Kreuzfahrt-Terminal) gefahren.

Landausflüge in Heraklion auf eigene Faust

Rund um den Hafen Heraklion

Zu Fuß

Von der Passenger Station kann man bequem ins Zentrum von Heraklion laufen. Ein gelbe Linie am Boden weißt den Landausflüglern, die Heraklion auf eigene Faust erkunden möchten, den Weg ins Stadtzentrum. Auf der Karte ist der Weg als gelbe Kette eingezeichnet. Wir haben die Karte hier zum Download hinterlegt, da es darauf auch drei Routenvorschläge für Stadtrundgänge gibt.

Taxen

Im Bereich des Hafens warten Taxen. Die Fahrer bringen die Urlauber natürlich gerne nach Knossos und kennen auch schöne Strände in der Umgebung. Eine bequeme Möglichkeit, wenn man sich vorab über den Fahrpreis geeinigt hat. Die Fahrpreise für die wichtigsten Ziele werden auf einem Schild veröffentlicht.

  • Fahrt ins Zentrum: 5 Euro
  • Fahrt nach Knossos und wieder zurück: 50 Euro
  • Fahrt nach Karteros: 18 Euro
  • Fahrt nach Ammoudara: 15 Euro

Bitte nehmen Sie die genannten Preise als Richtwerte. Wir waren zuletzt 2016 hier. Möglicherweise hat es mittlerweile Preiserhöhungen gegeben.

Öffentliche Busse

Öffentliche Busse sind eine gute Alternative für Fahrten in die Umgebung. Wenn man vom Hafen nach rechts in Richtung Stadtmitte läuft (entlang der gelbe Linie), kommt man zwangsläufig auch zum Busbahnhof. Dieser ist zudem auch in der Karte oben verzeichnet. Von hier fahren moderne Busse zuverlässig in alle Himmelsrichtungen.

Wie überall in Griechenland werden Stadtbusse und Überlandbusse unterschieden. Die Stadtbusse fahren innerhalb von Heraklion, zum Flughafen, nach Knossos und nach Ammoudara. Fahrplaninformationen gibt es auf der Webseite der lokalen Busbetriebe. Die Linie 2 fährt z.B. vom Busbbahnhof am Hafen nach Knossos, die Linie 6 nach Ammoudara. Die Webseite gibt es auch in englischer Sprache, leider ist die Übersetzung aber nicht immer vollständig.

Stadtrundfahrten

Es gibt in Heraklion auch Stadtrundfahrten. Die oben offenen Busse sind mittlerweile rot (früher fuhren hier gelbe Busse) und fahren auf zwei Routen durch die Stadt und die nahe Umgebung. Beide Routen beinhalten einen Stopp in Knossos. Die blaue Route fährt auch zum Ammoudara-Strand. Der Fahrpreis liegt bei 15 Euro. Man kann an allen Haltestellen aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren.

Mietwagen

Es gibt zudem zahlreiche Autoverleiher im Bereich des Kreuzfahrt-Terminals, in der Stadt und am Flughafen. Sixt hat zum Beispiel einer Niederlassung in Bereich des Hafens.

Tipps für Landausflüge in Heraklion

Über dem alten Hafen ragt die mächtige venezianische Festung empor. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick auf das historische Zentrum. Die Altstadt hat vielleicht einen Durchmesser von einem Kilometer und wird an drei Seiten durch eine alte venezianische Stadtbefestigung begrenzt. Die vierte Grenze der Altstadt ist das Meer. Auf der Bastion der alten Stadtbefestigung liegt das Grabmal des Dichters Kazantzakis (Alexis Sorbas).

Viele Straßen in der Altstadt sind heute Fußgängerzonen. Es gibt viele Geschäfte und unzählige Tavernen. Sehenswerte Bauten sind die venezianische Loggia aus dem 17. Jahrhundert, die Agios Minas Kathedrale oder der Morosini-Brunnen. Lohnenswert ist der Besuch des Archäologischen Museums, das mit seinen minoischen Schätzen einzigartig auf der ganzen Welt ist.

Zentrum von Heraklion

Zentrum von Heraklion

Der Palast von Knossos

Ein Landausflug nach Knossos (5 km) ist sicher das Highlight in diesem Hafen. Wer auf eigene Faust anreist, findet im Bereich des Eingangs mit etwas Glück auch einen deutschsprachigen Führer. Griechischen Reiseführer sind in der Regel gut ausgebildet und in Knossos sehr hilfreich. Ein Labyrinth ist nun einmal verwirrend und es ist sehr angenehm, wenn ein kundiger Führer den Steinen Leben einhaucht.

König Minos hat den berühmten Palast mit den sagenhaften 1.200 Räumen erbaut. Das war 1.600 vor Christus. Ausgegraben hat ihn, erst 1900 beginnend, ein Engländer namens Evans. Minos bebaute ca. zwanzigtausend Quadratmeter mit zwei- und dreistöckigen Gebäuden. Am Eingangs-Pavillon gibt es perspektivische Rekonstruktion des Areals. Diese ist sehr hilfreich, da man sich den Palast so viel besser vorstellen kann.

Im Gegensatz zu Knossos, das von Evans nicht nur ausgegraben, sondern vielfach rekonstruiert wurde, ist Phaistos eine Ausgrabung ohne Rekonstruktion. Hier erkennt man auch ganze, erhaltene Teile des alten Palastes. Phaistos ist kleiner und übersichtlicher als Knossos. Es ist erwiesen, dass zwischen beiden Palast-Anlagen Verbindungen bestanden. Zumindest haben zeitweise offenbar die gleichen Steinmetze daran gearbeitet.

Strände

Rund um Heraklion gibt es schöne Badestrände. Der kilometerlange Ammoudara-Strand beginnt bereits ca. einen Kilometer (vom Hafen aus gesehen) hinter der Stadtmauer bei dem modernen Stadion. Es gibt viele bewirtschaftete Strandabschnitte mit Liegen, Sonnenschirmen, Strandbars, Duschen, Umkleidekabinen und Wassersportarten. Der rote Bus fährt im Rahmen der blauen Route auch diesen Strand entlang.

Weitere schöne Strände gibt es in einem Radius von 30 bis 50 Kilometern. Das ist für Landausflügler allerdings bereits wieder ziemlich weit.

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