Gibraltar auf eigene Faust

Landausflüge in Gibraltar auf eigene Faust sind leider kein sehr häufiges Vergnügen. Aber insbesondere in den Wintermonaten werden viele Mittelmeer Kreuzfahrten mit einem Abstecher in den Atlantik angeboten. Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Madeira, Teneriffa oder Lissabon machen manchmal für ein paar Stunden in dem britischen Überseegebiet an der Südspitze Europas fest. Innerhalb der Stadtmauern spürt man den typisch britischen Charme des berühmten Felsens. Die vielen typisch englischen Pubs heißen die Landausflügler freundlich willkommen. Aber nur auf den ersten Blick sieht Gibraltar aus wie ein englisches Städtchen des 18. Jahrhundert. Bei näherer Betrachtung kommt ein spanisches Dorf aus dem 15. Jahrhundert zum Vorschein, das seinerseits die Fundamente einer maurischen Stadt aus dem 11. Jahrhundert überlagert. Wohin man auch geht, die vielen Gässchen oder ausgetretene Stufen hinauf, ein wunderbarer und von Mauern eingerahmter Blick auf das Mittelmeer ist sicher. Fotografen freuen sich. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Visit Gibraltar. Alternativen zu den organisierten Landausflügen der Reedereien findet man zum Beispiel bei Viator.

Landausflüge in Gibraltar auf eigene Faust

Der berühmte Felsen von See aus – Bild: Tegeler

Transport in Gibraltar auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe steuern das neue Cruise Terminal an der North Mole Road an. Es befindet sich knapp 1,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Im Terminalgebäude gibt es einige Souvenirgeschäfte, eine Cafeteria und ein Büro der Touristeninformation.

zu Fuß

Wie man auf der Karte aus einem Tagesprogramm von Royal Caribbean schnell erkennt, kann man das Zentrum vom Hafen aus zu Fuß erreichen. Bis zum zentralen Grand Casemates Square sind es laut Google Maps 1,3 Kilometer. An diesem lebhaften Platz mit Pubs und Livemusik beginnt die Haupteinkaufsstraße Gibraltars, die Main Street, mit ihren Duty-free-Shops.

Das Zentrum

Das Zentrum – Royal Caribbean

Auf einem Parkplatz ganz am Ende der Main Street (und leider nicht mehr auf der Karte verzeichnet) befindet sich die Talstation der Seilbahn auf den Felsen. Direkt neben den Alameda Botanical Gardens. Kurz vorher erreicht man den Trafalgar Cemetery. Die Zahlen auf der Karte stehen für nur für verschiedene Duty-free-Shops und können vernachlässigt werden.

Shuttlebusse

Normalerweise gibt es Shuttlebusse des Hafens für den Transport ins nahe Zentrum. Die Busse halten im Bereich des Grand Casemates Square im Zentrum und kosteten zuletzt 2 Euro pro Person und Strecke. Wenn man an dem Tag ohnehin noch viel auf den Beinen ist, kommt diese Bequemlichkeit gelegen.

Taxen

Vor dem Kreuzfahrtterminal warten zahlreiche Taxen, die insbesondere Rundfahrten verkaufen möchten. Buchen kann man in der Regel bereits im Terminal am Taxi Booking Desk. Es gab bei unserem letzten Besuch 2015 eine eineinhalbstündige Tour mit 4 Stopps für 12 Pfund pro Person bei 4 Personen im Taxi und eine zweistündige Tour mit 6 Stopps für 20 Pfund pro Person bei 4 Personen im Taxi.

Reguläre Taxen mit Taxameter findet man 100 Meter weiter beim Port Office. Wenn große Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, sind Taxen allerdings nicht selten sehr knapp.

Gibraltar auf einen Blick

Gibraltar auf einen Blick – Royal Caribbean

Tipps für Landausflüge in Gibraltar

Der strategisch wichtige Felsen an der Straße von Gibraltar ist bereits seit 1704 in britischer Hand und bietet eine Menge Geschichte und jede Menge Natur. Der Felsen mit den berühmten Affen ist in aller Welt bekannt.

Die Seilbahn, der Felsen und die Affen

Viele Landausflügler nehmen die Seilbahn auf den berühmten Felsen (Upper Rock) von Gibraltar. Die Fahrt dauert knapp 10 Minuten und kostete zuletzt 15,5 Pfund (hoch und wieder runter). Man kann auch ein Kombi-Ticket für die Seilbahn und die Attraktionen auf dem Berg erwerben. Dieses kostet 25,5 Pfund. Von oben genießt man einen tollen Blick auf Spanien, die Straße von Gibraltar und die afrikanische Küste.

Eine freche und wilde Horde der berühmten Berberaffen begrüßt die Urlauber. Nirgendwo sonst in Europa leben Affen in freier Wildbahn. Gibraltar wird deshalb gerne auch „Affenfelsen“ genannt. Man sagt, dass die Affen aus der St. Michael’s Höhle, einer natürlichen 300 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Tropfsteinhöhle, gekommen sind. Aber das ist nur eine von diversen Theorien. Die St. Michael’s Höhle ist aber eine beliebte Sehenswürdigkeit. Stalaktiten und Stalagmiten bilden den bezaubernden Hintergrund für eine zweimal täglich abgehaltene Licht- und Tonschau. In diesem natürlichen Auditorium werden außerdem Ballettabende und Konzerte veranstaltet.

Stadtbummel

Gibraltar ist ein Einkaufsparadies. Hier kann man in den unzähligen Geschäften entlang der Main Street zollfrei einkaufen. In der Innenstadt gibt es zudem zahlreiche britische und auch einige spanische Geschäfte. Eine schöne Abwechselung zum Einkaufsbummel sind die von Blumen üppig gesäumten Spazierwege des ruhigen Alameda-Gartens (der Botanische Garten von Gibraltar), wo Geranien, Hibiskus, Oleander, Mimosen und Rosen blühen.

Legende zur Karte von Gibraltar

Legende zur Karte von Gibraltar

Kriegerische Vergangenheit

Sehenswert ist das Museum von Gibraltar, das auf den aus dem 14. Jahrhundert stammenden maurischen Bädern gebaut wurde. Hier kann man die Geschichte der Stadt von prähistorischer Zeit bis heute nachvollziehen. Natürlich bilden die große Belagerung (1779-1783) und die Schlacht von Trafalgar (1805) einen Schwerpunkt der Ausstellung. Der in Rum konservierte Leichnam Lord Nelsons wurde zuerst nach Gibraltar gebracht, bevor er zu seiner endgültigen Grabstätte in England überführt wurde. Wenige Opfer der großen Seeschlacht von Trafalgar liegen auf dem Trafalgar-Friedhof begraben. Man sollte sich das Festungswerk anschauen, das Gibraltar jahrhundertelang geschützt hat. Früher haben die Spanier und die Mauren die Stadt mit einem Ring von starken Mauern umgeben. Die Briten haben seit der Großen Belagerung 48 Kilometer Tunnel und Geschützstände in den Felsen geschlagen.

Vögel und Delphine

In den Gewässern rund um Gibraltar leben zahlreiche Delphine. An Bord oder bei lokalen Veranstaltern kann man Bootsausflüge buchen. Auch Vogelfreunde kommen hier auf Ihre Kosten. Viele Vögel überqueren die Straße von Gibraltar und rasten auf dem Felsen. Birdwatching ist deshalb eine beliebte Attraktion.

Strände

Gibraltar hat mehrere öffentliche Strände. Die bekanntesten heißen Catalan Bay, Camp Bay & Little Bay sowie Eastern Beach. Letzterer ist der größte Strand. Er befindet sich ca. 3 Kilometer vom Kreuzfahrtterminal entfernt an der dem Mittelmeer zugewandten Seite Gibraltars in der Nähe des Flughafens.

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