Aruba auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust zusammengestellt. Die Insel gehört zu den niederländischen ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao) und ist nur ca. 30 Kilometer vor Küste Venezuelas entfernt. Aruba ist ein autonomes Land des Königreichs der Niederlande mit eigener Regierung und Währung. Das Traumziel für Karibik Kreuzfahrten ist mit einer Länge von etwa 30 Kilometern und einer maximalen Breite von 9 Kilometern die kleinste der drei ABC-Inseln. Die karge und sehr trockene Insel verfügt über wunderbare Strände und Natursehenswürdigkeiten. Die schmucke Hauptstadt Oranjestad lockt mit farbenfrohen Bauten im niederländischen Kolonialstil und lebhaften Einkaufsstraßen viele Besucher an.

Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust
Das grüne Stadhuis (Rathaus) in Oranjestad – Bild: Aruba Tourism Authority

Die Landessprache ist Niederländisch, aber fast jeder Einwohner spricht auch Englisch. Die Umgangssprache (und neben Niederländisch auch Amtssprache) ist Papiamento. Das ist ein sympathischer Mix aus vielen Sprachen. Willkommen heißt zum Beispiel „Bon Bini“. Die Währung auf Aruba ist der Aruba-Florin, der mit mit einem festen Wechselkurs von 1 USD = 1,79 AWG an den US Dollar gekoppelt ist. Man kommt mit US Dollar und Kreditkarten sehr gut klar, so dass man kein Geld wechseln muss. Weitere Informationen gibt es auf der deutschsprachigen Webseite der Aruba Tourism Authority. Stand: Juli 2022

Der Kreuzfahrthafen von Aruba

Es gibt in der Hauptstadt Oranjestad insgesamt vier Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe. Alle befinden sich unweit des Stadtzentrums, das man zu Fuß oder mit einer kostenlosen Straßenbahnlinie erreichen kann. Auf der Webseite des Hafens kann man unter dem Menüpunkt „Cruiseship Schedules“ nachschauen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff anlegen wird.

Blick auf den Hafen
Blick auf den Hafen und beide Cruise Terminals – Bild: Aruba Tourism Authority

Im Zentrum von Oranjestad gibt es zwei Hauptliegeplätze mit jeweils einem modernen Kreuzfahrt-Terminal. Wenn in den „Cruiseship Schedules“ des Hafens B oder C steht, liegt das Kreuzfahrtschiff hier. Wir haben die Liegeplätze auf unserer Karte unten durch schwarze Piktogramme markiert. In den klimatisierten Kreuzfahrt-Terminals gibt es Stände der Touristeninformation, Geldautomaten und einige Geschäfte. Unmittelbar vor den beiden Terminals befinden sich Parkplätze für Taxis und Landausflugsbusse. Zudem gibt es ein kleines Einkaufszentrum. Wenn man durch das gesicherte Hafentor tritt, ist man fast am Lloyd G. Smith Boulevard mit dem Busbahnhof direkt auf der anderen Straßenseite. In der Regel werben direkt hinter dem Hafenausgang lokale Ausflugsanbieter um die Kreuzfahrtpassagiere. Wer vorab nichts gebucht hat, kann hier vielleicht noch fündig werden.

Bei Bedarf können noch weitere Kreuzfahrtschiffe im Containerbereich des Hafens festmachen. Diese beiden Liegeplätze sind auf unserer Karte unten durch blaue Piktogramme gekennzeichnet. Der oberste Liegeplatz mit der Bezeichnung I wird häufig von sehr großen Kreuzfahrtschiffen genutzt.

Oranjestad Aruba auf einen Blick
Oranjestad auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Unten die beiden Hauptliegeplätze (schwarz), darüber die Ausweichmöglichkeiten im Containerhafen (blau). Der Busbahnhof ist durch ein entsprechendes Symbol gekennzeichnet, ebenso die Haltestelle der kostenlosen Straßenbahn (Downtown Trolley) am Hafen. Die Fußgängerzone Caya G. F. Betico Croes (oder Main Street) ist durch eine schwarze Linie markiert.

Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für einen Landausflug in Oranjestad: 1-Royal Plaza Mall, 2-Renaissance Mall, 3-Wilhelmina Park, 4-Historisches Museum in der Festung Zoutman, 5-Stadhuis.

Mobil in Aruba auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Aruba auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt:

Downtown Trolley
Kostenloser Downtown Trolley – Bild: Aruba Tourism Authority

Zu Fuß

Von den Liegeplätzen der Kreuzfahrtschiffe sind es nur ca. 5 bis 10 Minuten zu Fuß ins Zentrum der Hauptstadt mit Ihren guten Einkaufsgelegenheiten. Oranjestad kann man also bequem zu Fuß erkunden. Am Hafenausgang gibt es eine große Karte zur Orientierung.

Downtown Trolley

Wer möchte, kann zwischen zehn und siebzehn Uhr in einer historischen Straßenbahn durch die Stadt fahren. Die Wagen starten am Hafenausgang und fahren über die Main Street (Caya G. F. Betico Croes), die mittlerweile komplett als Fußgängerzone ausgebaut wurde. Der Service ist kostenlos. Man kann unterwegs an mehreren Haltepunkten aussteigen und mit einem der nachfolgenden Wagen weiterfahren. Circa alle 25 Minuten kommt nach Angaben der Touristeninformation ein Wagen. Zwischen 12 Uhr und 1 Uhr ist Mittagspause.

Taxis

Taxis warten in großer Zahl im Bereich des Kreuzfahrthafens auf Landausflügler, die Aruba auf eigene Faust erkunden möchten. Taxameter sind nicht üblich. Die Fahrpreise sind festgelegt und werden auf Preisschildern im Hafen veröffentlicht. Die Preise gelten pro Taxi, nicht pro Person. Maximal 5 Fahrgäste können sich ein Taxi teilen. Diese Preisliste haben wir im März 2019 fotografiert.

Aruba auf eigene Faust mit einem Taxi
Taxipreise am Aruba Cruise Terminal – Bild: Tegeler

Mietwagen

Die wichtigsten Straßen sind in einem ordentlichen Zustand. Trotzdem ist ein Allradwagen eine Überlegung wert. Abseits der wichtigsten Straßen wird es teilweise sehr holprig. Das gilt insbesondere auch im Arikok Nationalpark.

Viele nationale und internationale Verleiher haben Niederlassungen am knapp fünf Kilometer entfernten Flughafen, in der Stadt oder bei den großen Hotels. Die meisten Verleiher bieten einen „Free pick-up and drop-off” Service an. Natürlich kann man auf der Insel auch Quads, Buggy Autos, Motorräder oder Fahrräder mieten. Eine Übersicht der Anbieter gibt es auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben).

Öffentliche Busse

Die Busse von Arubus sind ein zuverlässiges und günstiges Verkehrsmittel für den Tag auf Aruba auf eigene Faust. Insbesondere für Fahrten zu den Stränden im Nordwesten sind die Busse eine echte Alternative. Wer den Tag am Eagle Beach, Palm Beach, Malmok Beach oder Arashi Beach verbringen möchte, könnte den Bus nehmen.

Landausflüge mit dem Bus
Zum Strand mit dem Bus – Bild: Aruba Tourism Authority

Das Oranjestad Bus Terminal befindet sich in unmittelbarer Nähe des Kreuzfahrthafens. Man geht am Hafenausgang geradeaus bis zum Lloyd G. Smith Blvd und biegt rechts ab. Nach 50 Meter sieht man den Busbahnhof auf der rechten Seite.

Tickets gibt es in dem kleinen weißen Kiosk (Ticket Booth) am Durchgang zum Busbahnhof. Ein Tagesticket kostet 10 US Dollar. Ein Retour-Ticket für 2 Fahrten gibt es für 5 US Dollar. Im Bus kostet der Einzelfahrschein 2,60 US Dollar. Große Scheine (ab 50 US Dollar) werden nicht akzeptiert, etwas anderes als Bargeld auch nicht. Der Kiosk schließt Freitags und Samstags bereits um 14 Uhr und ist an Sonntagen ganz geschlossen. Die Busfahrer verkaufen Einzelfahrscheine.

Bei Landausflüglern besonders beliebt sind Busse der Linien L10A – Oranjestad – Arashi oder L10B – Oranjestad – Marriott (bis Marriott-Hotel am Palm Beach). Die Fahrtzeiten findet man auf der Webseite. Derzeit gibt es an Werktagen drei Abfahrten pro Stunde. Am Wochenende gibt es einen Bus zur vollen Stunden. Bitte vorher prüfen! Der Fahrer ruft die Haltestellen aus. Entlang des langen Eagle Beach gibt es mehrere Haltestellen. Wir würden direkt am Anfang aussteigen. Dieser Strandabschnitt ist unserer Meinung nach besonders schön.

Blick auf die Royal Plaza Mall
Blick vom Schiff auf die Royal Plaza Mall – Bild: Falco auf Pixabay

Fahrräder

Am Hafenausgang gibt es eine Station von Green Bike. Das ist ein Fahrradverleihsystem mit insgesamt 8 Stationen in Oranjestad und an den Stränden. Man kann ein Fahrrad für 2 Stunden (25 US Dollar) oder 4 Stunden (49 US Dollar) mieten. Ein Tagesticket kostet 69 US Dollar. Wer Interesse hat, sollte sich vorab mit dem System vertraut machen. Unter der Rubrik „Popular Rides“ findet man verschiedene Routenvorschläge.

Landausflüge auf Aruba buchen

Für den Tag auf Aruba werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben*. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Aruba findet man bei Viator*.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Aruba

Aruba ist eine sehr trockene Insel mit herrlichen Stränden und einer wunderbaren Unterwasserwelt. Die attraktive Hauptstadt Oranjestad ist ein farbenfrohes Einkaufsparadies. Im Hinterland lockt eine raue Landschaft mit Kakteen, Aloe Vera und den berühmten windschiefen Fofoti-Bäumen viele Landausflügler an. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust.

Landausflüge in Aruba auf einen Blick
Aruba auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Die schwarzen Zahlen markieren beliebte Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust: 1-Arikok Nationalpark Visitors Centre (San Fuego Entrance), 2-Ayo Rock Formations, 3-Casibari Rock Formations, 4-Hooiberg, 5-California Lighthouse, 6-Aloe Aruba, 7-Butterfly Farm, 8-Alto-Vista-Chapel, 9-Bushiribana Gold Mill Ruins

Beliebte Strände haben wir mit blauen Zahlen gekennzeichnet: 1-Eagle Beach, 2-Palm Beach, 3-Malmok Beach, 4-Arashi Beach, 5-Baby Beach

Oranjestad

Die kleine Hauptstadt kann man sehr gut zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind nicht besonders groß. Direkt am Hafenausgang könnte man rechts abbiegen und dem L.G. Smith Boulevard folgen. Hier (direkt am Wasser) gibt es mehrere bekannte Einkaufszentren, wie die farbenfrohe Royal Plaza Mall, die Renaissance Mall und den Renaissance Marketplace. Nach etwa 800 Metern erreicht man den kleinen Wilhelmina Park. Wenn man Glück hat, sieht man in dem kleinen Park Leguane. Wenn man nicht viel Zeit hat, könnte man über Havenstraat zurücklaufen. Oder man geht noch etwas weiter stadteinwärts. Weitere Geschäfte gibt es in der Schelpstraat und der Main Street (Caya C.F. Betico Croes). Die Main Street ist eine Fußgängerzone.

Stadtbummel in Oranjestad
Stadtbummel in Oranjestad – Bild: Falco auf Pixabay

Arubas Hauptstadt ist nicht nur ein Paradies für Shoppingfreunde und Glücksspieler. Sie ist auch wunderschön anzusehen. Die farbenprächtigen Kolonialbauten in alter holländischer Bauweise sind ein tolles Fotomotiv. Aber man findet auch einige Sehenswürdigkeiten. Das Archäologische Museum, die historische Festungsanlage Zoutman mit dem historischen Museum, das Rathaus oder die protestantische Kirche zum Beispiel. Vom Turm der Festung Zoutman kann man schöne Fotos machen.

Arikok Nationalpark

Eine raue und wilde Natur findet man im Arikok Nationalpark, der etwa ein Fünftel der Inselfläche einnimmt. Es gibt Fofoti-Bäume, exotische Kakteen, Aloe Vera, exotische Blumen, Vögel, Esel und Leguane. Zudem kann man die traditionellen Cunucu Arikok Häuser und diverse Höhlen (teilweise mit Felsmalereien der Arawak-Indianer) besichtigen. Schöne Strände gibt es natürlich auch. Der Nationalpark eignet sich gut für eine Tour mit einem Geländewagen oder für ausgedehnte Wanderungen. Auch Reitausflüge sind möglich. Am Hauptzugang (San Fuego Entrance) gibt es ein Visitors Center, das von 8 bis 16 Uhr geöffnet ist. Der Zugang zum Nationalpark kostet derzeit 11 US $ pro Person.

Besonders beliebt ist ein Natur Pool, den man nur mit einem Geländewagen erreichen kann. Die Wellen der karibischen See schlagen in ein von Felsen geschütztes Becken. Badeschuhe sind daher wichtig. Der Conchi Natural Pool ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust und immer gut besucht. Nur gut 350 Meter (zu Fuß) entfernt lockt auch der Boca Keto Beach viele Besucher an. In der Mitte des Strandes liegt ein riesiger Felsen in der Form der Insel Aruba. Viele Besucher nutzen den Felsen als Sprungbrett. Die beste Stelle ist sogar markiert. Wiederum wenige hundert Meter weiter liegt der ebenfalls schöne Daimari Beach bei der Daimari Ranch (Pferde). Bei der Ranch kann man parken und die Strände sowie den Nature Pool auch zu Fuß erreichen. Allerdings kann man bei der Ranch keine Tickets für den Nationalpark erwerben.

Jeeptouren sind beliebte Landausflüge auf Aruba
Jeeptour durch das karge Hinterland – Bild: Aruba Tourism Authority

Aloe Vera

Im Jahre 1840 wurde die Aloe Vera Pflanze in Aruba eingeführt. Bald wuchsen die Pflanzen auf einem großen Teil der Insel und man wurde zum weltweit wichtigsten Exporteur von Aloe-Produkten. Bei Aruba Aloe Factory, Museum and Store (arubaaloe.nl) kann man verfolgen, wie diese nützliche Pflanze verarbeitet wird. Es gibt eine kurze Führung und ein Museum. Aruba Aloe Factory, Museum and Store ist nur drei Kilometer vom Hafen entfernt und damit ein leicht erreichbares Ziel für den Tag auf Aruba auf eigene Faust.

Felsenformationen Ayo and Casibari

Ayo and Casibari Rock Formations liegen in einem Abstand von etwa vier Kilometern im Zentrum von Aruba. Die Natursehenswürdigkeiten gehen angeblich auf eine Kollision tektonischer Platten zurück und sind ein schönes Ziel für eine Inselrundfahrt. Auch auf dem Weg zum Arikok Nationalpark könnte man hier einen Zwischenstopp einplanen. Tonnenschwere Felsbrocken liegen hier in der Landschaft verstreut und bilden kleine Hügel, die man auch besteigen kann. Es handelt sich um große Tonalitblöcke. Die Aussicht über weite Teile der Insel lohnt sich. Die Ayo-Rocks waren den Arawak-Indianern heilig, wie Felszeichnungen beweisen.

In Sichtweite der Felsformationen erhebt sich der 165 Meter hohe Hooiberg. Der höchste Berg der Insel ist ein Vulkankegel, den man fast überall auf der Insel sehen kann. Das Wahrzeichen Arubas kann über 562 Stufen erklommen werden und bietet ebenfalls eine schöne Aussicht.

Casibari Rock Formations
Casibari Rock Formations – Bild: Aruba Tourism Authority

Butterfly Farm

Schmetterlinge sind zauberhafte Tiere. Auch wenn es in Deutschland genug Schmetterlingshäuser gibt, lohnt sich ein Besuch auf der Butterfly Farm. Besonders natürlich wenn man mit Kindern reist. Uns wurde empfohlen, bunte Kleidung in leuchtenden Farben zu tragen. Dann landen die Schmetterlinge darauf. Auch Zitronenduft soll helfen. Die Butterfly Farm ist etwa sechs Kilometer vom Hafen entfernt und bietet Führungen an, die circa 15 bis 20 Minuten dauern. Danach kann man bleiben solange man will.

Man kann den Besuch gut mit einem Strandaufenthalt kombinieren. Die Butterfly Farm befindet sich beim Bubali Bird Sanctuary zwischen dem Eagle Beach und dem Palm Beach. In der Nähe sind Bushaltestellen der hellblauen Linien 10, 10A und 10 B. Die Tickets kosten 16 US Dollar (Kinder zahlen die Hälfte). Man kann mit einem Ticket die Butterfly Farm mehrfach besuchen. Davon haben Landausflügler aber natürlich leider nichts.

California Lighthouse

Der etwa 30 Meter hohe Leuchtturm steht bereits seit 1916 an der Nordwestspitze Arubas. Der schlanke weiße Leuchtturm wurde nach dem britischen Dampfschiff California benannt, das vor der Küste gesunken war. Um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern, wurde der Leuchtturm letztlich gebaut. Heute ist er eines der Wahrzeichen Arubas und ein beliebtes Ziel von Inselrundfahrten. Wer möchte, kann gegen eine Gebühr bis in die Spitze des Leuchtturms gelangen.

California Lighthouse Aruba
California Lighthouse – Bild: Aruba Tourism Authority

Am Fuß des Leuchtturms gibt es mit der Trattoria el Faro Blanco ein sehr gutes italienisches Restaurant. In der Nähe befinden sich zudem der beliebte Arashi-Beach und der elegante Golfclub „Tierra del Sol“.

Bushiribana Gold Mill Ruins

Die Ruine einer Goldschmelze aus dem Jahre 1872 befindet sich abgelegen an der Ostküste der Insel. Sie erinnert daran, dass auf Aruba Gold abgebaut wurde. Die ersten Goldfunde gab es 1824. Bis 1918 war die Goldindustrie der wichtigste Wirtschaftszweige der Insel. Insgesamt wurden fast 2 Tonnen Gold produziert.

In unmittelbarer Nähe der Ruine befindet sich der New Small Natural Pool in einer Höhle. Eine kleine Alternative zum großen Conchi Natural Pool im Arikok Nationalpark. Die berühmte Natural Bridge Arubas ist 2,5 Kilometer entfernt. Sie war eine der größten nicht von Menschenhand geschaffenen Brücken der Welt und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Im Jahre 2005 ist die Brücke eingestürzt. Trotzdem kommen immer noch viele Landausflügler hierher.

Alto-Vista-Chapel

Die attraktive kleine Kapelle im Nordosten Arubas ist ein weiterer beliebter Haltepunkt auf Inselrundfahrten. Das kleine Gotteshaus stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert und gilt als erste christliche Kirche Arubas. Die heutige Kapelle ist ein Neubau aus dem Jahre 1954 und ein schönes Fotomotiv. Zudem liegt die Kirche auf einem Hügel mit sehr schöner Aussicht.

Alto Vista Chapel
Alto Vista Chapel – Bild: Antoine de San Sebastian auf Pixabay

San Nicolas Street Art

Die mit gut 15.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Insel liegt ganz im Süden Arubas. Nachdem im benachbarten Venezuela Öl gefunden worden war, errichtete die American Oil Company eine Erdölraffinerie und einen Hafen in San Nicolas. Das war im Jahre 1920. San Nicolas wuchs und wurde zur Industriestadt.

Für Landausflüge auf Aruba ist San Nicolas aus zwei Gründen interessant. Da ist zum einen der beliebte Baby Beach an der Südspitze der Insel. Zum anderen ist San Nicolas ein Zentrum für Street Art. Jedes Jahr findet die Aruba Art Fair statt und Künstler aus aller Welt haben die Fassaden der Industriestadt mit ihrer Kunst verschönert. Die Kunstwerke sind wirklich beeindruckend und wunderschön.

Donkey Sanctuary

Auch auf Aruba gibt es ein Donkey Sanctuary, in dem ausgesetzte und kranke Esel versorgt werden. Man kann die Tiere streicheln und auf verschiedene Arten unterstützen.

Aruba's Natural Pool
Aruba’s Natural Pool im Arikok Nationalpark – Bild: Aruba Tourism Authority

Die Strände

Aruba ist ein Paradies für Strandliebhaber. Und alle Strände auf der Insel sind öffentlich. Überall können Sonnenliegen gemietet werden. Allerdings sind die Gebühren für diesen Service auf Aruba höher als auf anderen Karibikinseln. Wer zwei Liegen und einen Sonnenschirm mietet, sollte mit 35 bis 45 US Dollar rechnen. Wenn es doch billiger wird, umso besser. Auch für ein Bier kann man am Eagle Beach schnell 8 US Dollar ausgeben. Die beliebtesten Strände befinden sich an der Westküste Arubas zwischen der Hauptstadt und der Nordspitze. Insbesondere der Eagle Beach liegt hoch im Kurs.

Der Eagle Beach ist der breiteste Strand Arubas. Er belegt häufig sogar einen Platz in den Top 10 der schönsten Strände der Welt. Der Weg vom Hafen ist mit 4,5 Kilometern recht kurz. Mit einem Bus oder Taxi kein Problem. Hier gibt es die windschiefen Fofoti-Bäume, mit denen oft für Aruba geworben wird. Natürlich kann man am Strand Liegen und mit Palmenwedeln gedeckte Schirme mieten. Gastronomie und Wassersport sind vorhanden. Auf der anderen Straßenseite des J.E. Irausquin Boulevards befindet zahlreiche der so genannten Low Rise Hotels.

Nur ein kurzes Stück weiter nördlich vom Eagle Beach liegt der 3 Kilometer lange Palm Beach. Hier befindet sich das touristische Zentrum Arubas mit vielen großen internationalen Urlaubshotels direkt am Strand. Der J.E. Irausquin Boulevards machten einen Schlenker landeinwärts und verläuft hinter den Hotels bevor er in der L.G. Smith Boulevard mündet. Am Palm Beach geht es lebhaft zu. Neben den Hotels gibt es Casinos, Wassersport-Anbieter, Piers, Strandbars, Restaurants und Shops. Am Abend wird hier auch in den Clubs gefeiert.

Landausflüge zum Eagle Beach
Eagle Beach – Bild: Aruba Tourism Authority

Der weiter nördlich an der Straße zum California-Leuchtturm gelegene Arashi Beach ist ein auch bei Einheimischen sehr beliebter Strand. Der Arashi Beach (insbesondere der linke Abschnitt) gilt als hervorragende Schnorchel-Destination. Es gibt fest installierte und mit Palmwedeln gedeckte Strandhütten und eine Bar. Liegestühle können gemietet werden. Vom Hafen ist der beliebte Strand knapp zwölf Kilometer entfernt.

Zwischen dem Palm Beach und dem Arashi Beach gibt es weitere Strandabschnitte. Zum Beispiel den Malmok Beach, der bei Kitesurfern sehr beliebt ist. Oder den kleinen Boca Catalina Beach, der von Schnorchlern gerne besucht wird.

Der Baby Beach an Arubas südöstlichem Ende in der Nähe von San Nicolas ist wegen des flachen Wassers der Strand für Familien mit Kindern. Auch Schnorchler kommen auf ihre Kosten. Leider ist der Weg mit 25 Kilometern relativ weit. Die Infrastruktur ist mäßig. Es gibt aber einen Stand mit Erfrischungen und mit Big Mama’s Grill auch ein Restaurant. Sonnenliegen, Windschutz und Schnorchelausrüstung kann man mieten. Kostenlosen Sonnenschutz bilden kleine mit Palmwedeln bedeckte Unterstände.

Arubas Unterwasserwelt
Arubas Unterwasserwelt – Bild: Aruba Tourism Authority

Wracktauchen

Auf Aruba kommen Taucher besonders auf Ihre Kosten. Es gibt zahlreiche interessante Tauchplätze. Die Insel bezeichnet sich selbst als die Wracktauch-Hauptstadt der Karibik.

Das Wrack der California liegt zum Beispiel in einer Umgebung voller Korallen und tropischer Fische. Der Platz ist allerdings nur für erfahrene Taucher geeignet, da hier eine starke Strömung herrscht. Das gut 90 Jahre alte Wrack wurde weltweit berühmt, weil es 1912 ein S.O.S. Signal von der Titanic empfing und nicht reagierte. Ein anderes Wrack, das heute zahlreiche Taucher und Schnorchler anzieht, ist das Wrack der 120 Meter langen Antilla. Es stammt aus dem 2. Weltkrieg und liegt in 18 Metern Tiefe. Riesige Röhrenschwämme und zahllose Meeresbewohner haben sich hier angesiedelt.