Aruba auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge auf Aruba individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust. Aruba liegt dicht vor der Küste Venezuelas und gehört zusammen mit Bonaire und Curaçao zu den niederländischen ABC-Inseln. Die Insel ist nur etwa 31,5 km lang und 9,7 km breit. Kreuzfahrtschiffe laufen die Hauptstadt Oranjestad an der Südküste der Insel an. Mit der niederländischen Kolonialarchitektur und den vielen Geschäften ist die Hauptstadt ein beliebtes Landausflugsziel. Nur wenige Kilometer nördlich von Oranjestad befindet sich der weltberühmte Eagle Beach. Aruba ist eine trockene Insel mit Kakteen, Aloen und den ikonischen Divi-Divi-Bäumen. Der Arikok-Nationalpark nimmt fast ein Fünftel der Insel ein. Aruba liegt außerhalb des Hurrikan-Gürtels. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Aruba Tourism Authority. Letzte Aktualisierung: August 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Aruba auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Cruise Terminal Oranjestad
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Der Hafen liegt direkt in der Hauptstadt
🏖️ Nächster (Top-)Strand: Eagle Beach (ca. 5 km mit dem Taxi oder einem Public Bus)
✨ Highlights in Oranjestad: Niederländische Kolonialarchitektur, Einkaufsstraßen
✨ Highlights im Umland: Eagle Beach, Arikok-Nationalpark, California Lighthouse, Natural Bridge, Casibari Rock Formations, Aruba Aloe, Unterwasserwelt
🗺️ Fortbewegung: Oranjestad zu Fuß; sonst Taxis, Busse und organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für: Strandtage und Inselrundfahrten
💶 Gut zu wissen: US-Dollar im Tourismus üblich; Englisch wird überall verstanden
📶 Internet: kostenloses WLAN im Terminalgebäude; an Land eSIM (z. B. GigSky, Simbye)

👉 Unsere Einschätzung: Aruba kann man sehr gut auf eigene Faust erkunden. Wer zum ersten Mal hier ist, könnte eine Inselrundfahrt mit einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten machen und anschließend noch ein paar Stunden am Eagle Beach verbringen. Oranjestad liegt direkt am Hafen und lässt sich gut vor oder nach dem Landausflug zu Fuß erkunden.

Kreuzfahrthafen Aruba

Das Oranjestad Cruise Terminal ist ein wichtiger Hafen für Kreuzfahrtschiffe in der südlichen Karibik. Es gibt im Stadtzentrum insgesamt drei Liegeplätze. Hier machen auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest. Auf der Webseite des Hafens wird der Liegeplatz vorab veröffentlicht.

AIDAperla in Aruba
AIDAperla in Aruba (Liegeplatz I) – Bild: Tegeler

Im Zentrum von Oranjestad befinden sich die beiden Hauptliegeplätze. Wenn in den „Cruiseship Schedules“ als Liegeplatz die Buchstaben B oder C genannt werden, liegt das Kreuzfahrtschiff hier. In dem großen, klimatisierten Aruba Cruises Terminal bei Liegeplatz C gibt es einen Stand der Touristeninformation, Geldautomaten und einige Souvenirgeschäfte. Das Cruise Terminal bei Liegeplatz B verfügt nur über wenige Einrichtungen. Hier wird allerdings derzeit ein neues Terminal gebaut.

Unmittelbar vor den beiden Liegeplätzen B und C befinden sich Parkplätze für Taxis und Landausflugsbusse. Alles ist sehr gut ausgeschildert. Wenn man durch das gesicherte Hafentor tritt, ist man fast am Lloyd G. Smith Boulevard, mit dem Busbahnhof fast direkt auf der anderen Straßenseite. Auf dem Weg zum Hafentor passiert man noch einige Stände lokaler Ausflugsanbieter. Wer noch nichts geplant hat, wird hier vielleicht spontan noch fündig.

Bei Bedarf können noch weitere Kreuzfahrtschiffe im Containerbereich des Hafens festmachen. Der Liegeplatz mit der Bezeichnung I wird meistens von sehr großen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Direkt an der Pier gibt es hier wenig Infrastruktur und der Weg zum Hafenausgang ist ein wenig weiter.

Karte der Gegend rund um das Aruba Cruise Terminal in Oranjestad
Karte: Rund um das Aruba Cruise Terminal in Oranjestad – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Auf der Karte sieht man die drei Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe im Zentrum von Oranjestad. Sie sind durch die Buchstaben B, C und I gekennzeichnet. Die Bezeichnung verwendet auch der Hafen in seinem Cruise Schedule.

Rund um den Hafen von Oranjestad: 1. Stände lokaler Ausflugsveranstalter, 2. Hafenausgang für alle drei Liegeplätze, 3. I Love Aruba Sign, 4. Busbahnhof, 5. Ikonische Royal Plaza Mall, 6. Haltestelle des Downtown Trolley

Landausflüge auf Aruba buchen

Für den Tag auf Aruba werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Aruba findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*. Wir können auch Aruba Tours to go empfehlen.

Mobilität auf Aruba auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Aruba auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Landausflugszielen auf Aruba:

  • Eagle Beach: 4,8 km
  • Hooiberg: 5,8 km
  • Casibari Rock Formations: 6,2 km
  • Palm Beach: 6,7 km
  • Alto-Vista-Chapel: 11,5 km
  • Natural Bridge: 12 km
  • Arikok Nationalpark Visitors Centre (San Fuego Entrance): 12,1 km
  • California Lighthouse: 12,9 km
  • Conchi Natural Pool (im Arikok Nationalpark): 14,4 km
  • Baby Beach: 25 km
Karte der Ziele für Landausflüge auf Aruba
Karte der Landausflugsziele auf Aruba – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights für Landausflüge auf Aruba: 1. Arikok Nationalpark Visitors Centre (San Fuego Entrance), 2. Ayo Rock Formations, 3. Casibari Rock Formations, 4. Hooiberg, 5. California Lighthouse, 6. Aloe Aruba, 7. Butterfly Farm, 8. Alto-Vista-Chapel, 9. Bushiribana Gold Mill Ruins, 10. Baby Natural Bridge, 11. De Palm Island

Beliebte Strände haben wir mit blauen Zahlen gekennzeichnet: 1. Eagle Beach, 2. Palm Beach, 3. Arashi Beach, 4. Baby Beach

Zu Fuß unterwegs

Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Dafür reichen in der Regel etwa 2 Stunden vor oder nach einem Landausflug aus. Wer die Main Street (Caya G. F. Betico Croes) erreichen möchte, biegt am Hafenausgang rechts ab und folgt dem L.G. Smith Boulevard bis zur Renaissance Mall. Durch die Mall gelangt man zur Plaza Daniel Leo, von wo aus die Main Street beginnt.

Taxis, Uber & Co

Taxis warten an allen Liegeplätzen auf Kreuzfahrtgäste und eignen sich besonders für bequeme Strandtransfers und Inseltouren. Taxameter gibt es auf Aruba nicht. Die Fahrpreise sind staatlich festgelegt und werden pro Fahrzeug berechnet. Für zusätzliche Fahrgäste sowie an Sonn- und Feiertagen und nachts können Zuschläge anfallen. Die aktuellen Tarife sollte man vor der Fahrt am Taxistand prüfen. Diese Preise haben wir im Februar 2026 notiert:

  • Arashi Beach: 26 US-Dollar
  • Baby Beach: 47 US-Dollar
  • Bushiri Beach: 12 US-Dollar
  • Eagle Beach (Oceania Residence bis Amsterdam Manor): 15 US-Dollar
  • Palm Beach (Phoenix Hotel bis Marriott): 16 US-Dollar
  • San Nicolas: 35 US-Dollar
  • Stundenpreis (Inseltouren): 50 US-Dollar
Mit dem Downtown Trolley in Oranjestad
Mit dem Downtown Trolley in Oranjestad – Bild: Tegeler

Die Regierung schützt das lokale Transportwesen, weshalb internationale Ridesharing-Dienste auf Aruba nicht zugelassen sind. Uber oder Lyft sind deshalb auf der Insel nicht vertreten.

Downtown Trolley

Der Downtown-Trolley ist eine kostenlose historische Straßenbahn, die durch das Zentrum von Oranjestad fährt. Der Einstieg erfolgt an der Paardenbaai Plaza direkt am Hafenausgang. Die Bahn bedient mehrere Haltestellen in der Innenstadt und ermöglicht eine entspannte Stadterkundung mit beliebigem Ein- und Ausstieg. Am Wendepunkt am Ende der Main Street gibt es einen kurzen Stopp und man kann sich ein kühles Bier kaufen.

In der Praxis ist die Nutzung jedoch oft nicht ganz so unkompliziert, wie es zunächst klingt. Der Betrieb endet meist bereits am Nachmittag (etwa zwischen 16 und 17 Uhr), und sonntags fährt der Trolley in der Regel gar nicht. Zudem ist die Kapazität begrenzt. An den Haltestellen im Stadtzentrum sind die Wagen häufig bereits voll, sodass man keinen Platz mehr bekommt. Wir haben an der Paardenbaai Plaza rund 20 Minuten gewartet, bis wir einsteigen konnten. Nach unserem Landausflug wollten wir die Bahn endlich einmal ausprobieren – offenbar hatten viele andere Fahrgäste denselben Plan. Während der Fahrt stieg kaum jemand aus, sodass unterwegs nur selten Plätze frei wurden.

Öffentliche Busse

Die Busse von Arubus sind ein günstiges und zuverlässiges Verkehrsmittel für die Fahrt zu den Stränden. Der Busbahnhof liegt in Hafennähe und ist gut zu Fuß erreichbar. Unter der Woche fahren mehrere Busse pro Stunde, am Wochenende meist stündlich. Tickets gibt es am Ticketkiosk oder direkt im Bus. Einzelfahrten kosten etwa 2,60 US-Dollar, ein Tagesticket rund 15 US-Dollar. Bezahlt wird bar.

Der Busbahnhof von Oranjestad
Der Busbahnhof von Oranjestad – Bild: Tegeler

Mit der Linie L10A erreicht man die gesamte Westküste Arubas bis zur Nordspitze beim Arashi Beach. Entlang der Strecke liegen die wichtigsten Strände der Insel, darunter Eagle Beach, Palm Beach, Malmok Beach, Boca Catalina sowie Arashi Beach als Endstation.

Mietwagen auf Aruba

Direkt an den Cruise Terminals gibt es keine klassischen Mietwagenstationen. In Hafennähe befinden sich jedoch Anbieter wie Jeep Aruba oder Hertz (Renaissance Hotel). Viele Vermieter bieten zudem einen Shuttle-Service oder die Übergabe direkt am Hafen an, darunter Jay’s Car Rental, Smart Rent a Car Aruba und Royal Car Rental Aruba. Bei mehreren Kreuzfahrtschiffen im Hafen empfiehlt sich eine Vorabreservierung, da die Nachfrage hoch ist.

ATVs, Quads und UTVs sind Geländefahrzeuge für Offroad-Touren, etwa entlang der rauen Nordküste Arubas. Direkt am Kreuzfahrterminal stehen in der Regel keine Fahrzeuge bereit, jedoch bieten viele Anbieter Abholung am Hafen oder Treffpunkte in Hafennähe an. Eine Vorabreservierung ist empfehlenswert, da die Nachfrage an Kreuzfahrttagen sehr hoch ist. Bekannte Anbieter sind unter anderem George’s Cycle Company und Jeans Rentals Aruba. Vor der Buchung sollten die aktuellen Bewertungen geprüft werden.

Ein beliebtes Fotomotiv ist das I Love Aruba-Sign
Ein beliebtes Fotomotiv – Bild: Tegeler

Fahrräder

Am L.G. Smith Boulevard befindet sich eine Station von Green Bike, einem Fahrradverleihsystem mit mehreren Standorten in Oranjestad und an Stränden. Mittlerweile werden dort auch Scooter angeboten. Wir würden vorab die Bewertungen prüfen. Diese waren zuletzt bedauerlicherweise nicht besonders gut. Eine Alternative ist E Bike Aruba, das ebenfalls Fahrräder und Roller vermietet. Aufgrund des starken Autoverkehrs ist Radfahren auf Aruba jedoch nur bedingt zu empfehlen.

Highlights für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust

Man kann einiges erleben auf Aruba. Es gibt herrliche Strände, glasklares Wasser, eine artenreiche Unterwasserwelt und konstante Passatwinde für Surfer. Dazu kommen noch einige schöne Golfplätze und eine farbenfrohe Hauptstadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und Kasinos. Das Inselinnere ist sehr trocken mit Kakteen, Aloe Vera und den windschiefen Divi-Divi-Bäumen. Zu entdecken gibt es einige Felsformationen und den Arikok-Nationalpark. Die raue Nordostküste ist ein tolles Revier für Quad- und Jeeptouren. Dies sind die beliebtesten Highlights für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust.

Kreuzfahrtschiffe in Oranjestad
Kreuzfahrtschiffe in Oranjestad – Bild: Tegeler

Orientierung für Kreuzfahrer

Aruba ist eine kleine Insel und viele der wichtigsten Landausflugsziele lassen sich an einem Hafentag gut miteinander verbinden. Die meisten Kreuzfahrer entscheiden sich für eine Inselrundfahrt, einen Strandtag oder eine Kombination aus beidem. Wer zum ersten Mal auf Aruba ist, sollte sich unserer Meinung nach etwas von der Insel anschauen und anschließend noch einige Stunden am Strand verbringen.

Für Erstbesucher: Bei einer Inselrundfahrt könnte man die Casibari Rock Formations, das California Lighthouse und die raue Nordostküste mit den Bushiribana Gold Mill Ruins und der Natural Bridge besuchen. Anschließend bietet sich der Eagle Beach für einen Strandaufenthalt an.

🏖️ Für Strandfans: Der Eagle Beach ist für uns die beste Wahl für einen klassischen Strandtag. Er liegt nur knapp fünf Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt und ist mit dem Taxi oder öffentlichen Bus schnell erreichbar. Wer mehr Restaurants, Hotels und Wassersportangebote möchte, ist am Palm Beach besser aufgehoben. Zum Schnorcheln würden wir eher Boca Catalina oder Arashi Beach wählen.

🚙 Natur & Abenteuer: Wer die wilde Seite Arubas kennenlernen möchte, kann die raue Nordostküste oder den Arikok-Nationalpark besuchen. Für die unbefestigten Pisten sind Geländewagen oder organisierte Jeep-Touren eine gute Wahl. UTV-Touren sind besonders an der Nordostküste beliebt, dürfen aber nicht in den Arikok-Nationalpark fahren.

🤿 Schnorcheln & Bootstouren: Vor der Nordwestküste liegen einige gute Schnorchelreviere. Besonders bekannt ist das Wrack der Antilla, das bei vielen Katamaran- und Schnorchelausflügen angesteuert wird. Wer lieber vom Strand aus schnorchelt, kann nach Boca Catalina oder Arashi Beach fahren.

🚶 Oranjestad: Für die kleine Hauptstadt würden wir keinen ganzen Landausflugstag einplanen. Das Zentrum beginnt direkt am Kreuzfahrthafen und lässt sich gut in etwa zwei Stunden erkunden. Deshalb kann man den Stadtbummel problemlos vor oder nach einem anderen Landausflug einplanen.

Ein Stadtbummel in Oranjestad

Die kleine Hauptstadt von Aruba kann man in ca. 2 Stunden sehr gut zu Fuß erkunden. Beliebte Fotomotive sind das „I Love Aruba“-Schild, die Royal Plaza Mall, der Downtown Trolley, Fort Zoutman & der Willem III Tower und die grün-weiße City Hall.

Karte der Hihglights von Oranjestad
Karte der Highlights von Oranjestad auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights von Oranjestad auf einen Blick: 1. Hafenausgang für alle drei Liegeplätze, 2. I Love Aruba Sign, 3. Busbahnhof, 4. Archäologisches Museum, 5. Royal Plaza Mall, 6. Renaissance Mall (Durchgang zur Fußgängerzone), 7. Wilhelmina-Park, 8. Festung Zoutman, 9. Caya G. F. Betico Croes (Main Street), 10. Renaissance Marketplace (Durchgang zum Fotospot), 11. Fotospot mit Blick auf die Kreuzfahrtschiffe

Direkt am Hafenausgang könnte man rechts abbiegen und dem L.G. Smith Boulevard folgen. Hier (direkt am Wasser) gibt es mehrere bekannte Einkaufszentren, wie die farbenfrohe Royal Plaza Mall, die Renaissance Mall und den Renaissance Marketplace. Die Royal Plaza Mall wird gerade in ein Wohnhaus umgebaut, bleibt aber als Fotomotiv erhalten. Die Renaissance Mall ist ein Luxus-Shoppingzentrum und ein guter Durchgang in Richtung Main Street.

Nach etwa 800 Metern erreicht man den kleinen Wilhelmina Park. Wenn man Glück hat, sieht man in dem kleinen Park Leguane. Auf der anderen Straßenseite befinden sich Fort Zoutman und der Willem III Tower. Hier ist heute das Museo Histórico Aruba untergebracht. Von hier sind es ca. 200 Meter zur prächtigen City Hall, die in einem restaurierten Herrenhaus untergebracht ist.

Die Royal Plaza Mall in Oranjestad
Die Royal Plaza Mall in Oranjestad – Bild: Tegeler

Wenn man nicht viel Zeit hat, könnte man über die Wilhelminastraat und die Havenstraat zurücklaufen. Oder man geht von der City Hall 200 Meter weiter bis zur Hauptgeschäftsstraße Main Street (Caya G.F. Betico Croes). Die Main Street ist eine Fußgängerzone mit bunten Kolonialhäusern. Hier fährt auch die historische Straßenbahn.

Aruba Aloe Factory Museum and Store

Bereits im Jahre 1840 wurde die Aloe vera Pflanze auf Aruba eingeführt. Bald wuchsen die Pflanzen auf einem großen Teil der Insel und Aruba wurde zum weltweit wichtigsten Exporteur von Aloe-Produkten. Im Aruba Aloe Factory Museum and Store (arubaaloe.com) kann man verfolgen, wie diese nützliche Pflanze verarbeitet wird. Es gibt eine kurze Führung und man kann die Produktionsstätten sehen. Aruba Aloe hat viele Hautpflegeprodukte im Angebot. Zum Sortiment gehören Cremes, die Feuchtigkeit spenden, aber auch Sonnenschutz und Lotionen für die Zeit nach dem Sonnenbad.

Aruba Aloe ist nur 3 km vom Hafen entfernt. Viele Inseltouren machen hier einen Zwischenstopp. Besonders interessant ist der Besuch für alle, die die Aloe-Produkte bereits kennen oder verwenden. Hier sieht man direkt vor Ort, wie die Pflanzen angebaut, verarbeitet und zu Cremes, Lotionen und Sonnenschutz weiterverarbeitet werden. Die Produkte sind ein schönes Mitbringsel.

Casibari Rock Formations

Die Casibari Rock Formations fallen im Landesinneren Arubas direkt ins Auge. Dort erheben sich riesige Felsblöcke mit seltsamen Formen aus der ansonsten ebenen Wüstenlandschaft. Wind und Wetter haben diese Steine über viele Millionen Jahre geformt. Manche Felsen haben Namen, weil sie Tieren oder Dingen ähnlich sehen. Kreuzfahrer können die Felsen über angelegte Treppen erklimmen. Wer oben ankommt, kann einen tollen Blick über die Insel genießen. Viele Inseltouren machen hier einen Zwischenstopp. Direkt am Fuß der Felsen liegt eine gemütliche Open-Air-Bar mit schattigen Sitzplätzen. Für den Aufstieg, Fotos und eine kurze Pause im Café reichen 30 bis 45 Minuten völlig aus. In der Nähe befinden sich die ähnlichen Ayo Rock Formations.

Casibari Rock Formations
Casibari Rock Formations – Bild: Tegeler

In Sichtweite der Felsformationen erhebt sich der 165 Meter hohe Hooiberg. Der markanteste Berg der Insel ist ein Vulkankegel, den man fast überall auf Aruba sehen kann. Das Wahrzeichen Arubas kann über 562 Stufen erklommen werden und bietet ebenfalls eine schöne Aussicht.

The Butterfly Farm Aruba

Schmetterlinge sind zauberhafte Tiere. Auch wenn es in Deutschland genug Schmetterlingshäuser gibt, lohnt sich ein Besuch auf der Butterfly Farm. Besonders natürlich, wenn man mit Kindern reist. Uns wurde empfohlen, bunte Kleidung in leuchtenden Farben zu tragen. Dann landen die Schmetterlinge darauf. Auch Zitronenduft soll helfen. Die Butterfly Farm ist etwa 6 km vom Hafen entfernt und bietet kürzere Führungen an. Danach kann man bleiben, solange man will. Man kann den Besuch gut mit einem Strandaufenthalt kombinieren. Die Butterfly Farm befindet sich gegenüber dem Divi Aruba Phoenix Beach Resort. In der Nähe sind Bushaltestellen. Die Tickets kosten 19 US-Dollar (Kinder zahlen 10 US-Dollar).

Karte der Landausflugsziele im Norden von Aruba
Viele Landausflugsziele befinden sich im Norden von Aruba – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele im Norden von Aruba: 1. Eagle Beach, 2. Palm Beach, 3. Boca Catalina Beach, 4. Arashi Beach, 5. California Lighthouse, 6. Tierra del Sol Golfplatz, 7. Alto Vista Chapel, 8. Bushiribana Ruins, 9. Natural Bridge Aruba, 10. Ayo Rock Formations, 11. Casibari Rock Formations, 12. Aruba Aloe Factory Museum and Store

De Palm Island

De Palm Island ist eine kleine, privat geführte All-inclusive-Insel vor der Küste Arubas. Sie wird vor allem im Rahmen organisierter Landausflüge vom Kreuzfahrthafen aus besucht. Für Kreuzfahrer ist die Insel besonders attraktiv, weil sie einen schönen Strandtag ohne Aufwand bietet. Vor Ort gibt es Liegen, Verpflegung sowie mehrere Strandbereiche zum Entspannen. Besonders beliebt ist das Schnorcheln direkt am Hausriff. Zusätzlich gibt es einen Wasserpark mit Rutschen, der vor allem für Familien interessant ist. Wer etwas mehr Action möchte, kann optional Aktivitäten wie Bananenbootfahrten buchen. Für Familien, die einen sicheren und unkomplizierten Landausflug suchen, ist De Palm Island eine gute Wahl.

Donkey Sanctuary

Das Donkey Sanctuary Aruba ist ein sicherer Ort für Esel. Mit der Motorisierung der Insel verloren Esel ihre frühere Rolle als Transporttiere und viele Tiere wurden ausgesetzt. Desiree Eldering sah das Elend der Tiere. Daher begann sie 1997, die Tiere zu retten und zu versorgen. Am Anfang kümmerte sie sich um einige Esel in ihrem Garten. Weil es schnell mehr Tiere wurden, brauchte sie einen größeren Platz und auch Hilfe. Jetzt leben über 130 Esel im Sanctuary. Im Donkey Sanctuary sind Besucher gern gesehen. Sie dürfen die Esel aus der Nähe betrachten, sie füttern sowie etwas über ihr Leben lernen. Der Eintritt kostet nichts, aber Spenden helfen sehr. Durch sie können Futter, Medizin und die Pflege des Geländes bezahlt werden. Das Donkey Sanctuary liegt im Inselinneren und lässt sich gut als Zwischenstopp in eine Inselrundfahrt einbauen. Es ist ein schönes Landausflugsziel für Tierfreunde.

California Lighthouse Aruba
California Lighthouse – Bild: Tegeler

California Lighthouse

Auf dem Hügel Hudishibana, an der nordwestlichen Spitze von Aruba, steht das California Lighthouse. Er gilt als ein wichtiges Wahrzeichen der Insel und ist ein Topziel für Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust. Das weiße Bauwerk ragt 30 Meter hoch in den Himmel und bildet einen schönen Gegensatz zum tiefblauen Wasser. Es wurde zwischen 1914 und 1916 gebaut. Der Leuchtturm wurde nach dem Dampfschiff „California“ benannt, das 1891 vor Aruba sank. Wer möchte, steigt auf den Leuchtturm und schaut sich die Gegend an. Das California Lighthouse ist ein klassischer Stopp bei Inselrundfahrten und lässt sich gut mit Arashi Beach und der Nordostküste verbinden. Der Yum Yum Aruba Truck verkauft köstliche Smoothies mit Kokosmilch. Sehr lecker!

Die raue Nordostküste

An Arubas Nordostküste zeigt sich die Insel von ihrer wilden Seite. Die Brandung hat hier bizarre Felsformationen geschaffen. Zwischen dem California Lighthouse ganz im Norden und der Natural Bridge führt eine 16 km lange Piste immer am Meer entlang. Viele Inseltouren kommen hierher. Mit einem Geländewagen oder ATV kann man die Ostküste auch gut auf eigene Faust erkunden und dabei viel Spaß haben. Für Kreuzfahrtgäste bietet die Nordostküste eine der abwechslungsreichsten Landausflugsrouten der Insel. Wir würden dafür einen halben Tag einplanen und folgende Stopps anfahren.

Die Alto Vista Chapel ist eines der beliebtesten Fotomotive an der Nordostküste. Sie liegt auf einem Hügel mit Panoramablick. Die erste katholische Kirche der Insel wurde 1750 gebaut und in den 1950er-Jahren restauriert. Die kleine, gelbe Kapelle mit roten Dachziegeln ist sehr fotogen.

Alto Vista Chapel Aruba
Alto Vista Chapel – Bild: Antoine de San Sebastian auf Pixabay

Ein weiterer Stopp wird oft bei den Bushiribana Gold Mill Ruins eingeplant. Die ehemalige Goldverarbeitungsanlage von 1872 diente zur Verarbeitung von Gold, das im 19. Jahrhundert in den Hügeln gefunden wurde. Sie ist heute stark verfallen. Man sieht massive Steinmauern, Überreste von Öfen und Maschinen.

Ganz in der Nähe befindet sich der Cave Pool (Boca Cave Pool). Das versteckte Naturbecken in einer Felsenhöhle ist durch Erosion entstanden. Bei ruhiger See kann man hier sogar schwimmen. Der Einstieg erfordert etwas Mut. Zudem benötigt man Wasserschuhe.

Die Aruba Ostrich Farm ist die einzige Straußenfarm auf der Insel. Hier werden Strauße und Emus gezüchtet. Im Rahmen einer geführten Tour bekommt man Informationen über die Zucht, die Lebensweise und die Ernährung der Tiere. Das Füttern der Strauße ist ausdrücklich erlaubt. Zusätzlich gibt es einen Souvenirshop und ein Restaurant. Die Ostrich Farm ist ein familienfreundlicher Stopp abseits der wilden Nordostküste.

Baby Natural Bridge ist ein beliebes Landausflugsziel
Die Baby Natural Bridge ist ein beliebtes Landausflugsziel auf Aruba – Bild: Tegeler

Die Natural Bridge gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Sie entstand durch jahrhundertelange Erosion von Korallenkalk durch die raue Brandung. Leider ist die 30 Meter lange und 7 Meter hohe Natural Bridge 2005 eingestürzt. Die kleinere „Baby Bridge“ direkt daneben ist dagegen noch intakt. Die Natural Bridge ist auch heute noch ein beliebter Fotostopp. Es gibt ein kleines Besucherzentrum mit Souvenirladen vor Ort.

Kurz hinter der Natural Bridge bildet der Andicuri Beach den Endpunkt der rauen Nordostküste. Weiter südlich beginnt bereits der Arikok-Nationalpark. Der Andicuri Beach ist ein wilder, wenig besuchter Strand mit goldfarbenem Sand und heftiger Brandung. Schwimmen sollte man hier besser nicht. Der Strand wird vor allem von erfahrenen Surfern genutzt.

Karte der Highlights in der Südhälfte von Aruba
Highlights für Landausflüge in der Südhälfte von Aruba – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights in der Südhälfte von Aruba: 1. San Fuego Entrance zum Nationalpark Arikok, 2. Conchi Natural Pool (Nationalpark Arikok), 3. Fontein Cave (Nationalpark Arikok), 4. Quadirikiri Cave (Nationalpark Arikok), 5. Dos Playa (Nationalpark Arikok), 6. San Nicolas, 7. Baby Beach, 8. De Palm Island

Arikok-Nationalpark

Der Nationalpark Arikok bedeckt fast 20 Prozent der Inselfläche und liegt im Südosten Arubas. Die Landschaft wirkt wüstenartig und ist geprägt von dichten Kakteenfeldern, schroffen Felsformationen und einer rauen Atlantikküste. Für Kreuzfahrtgäste lohnt sich der Nationalpark vor allem für Outdoor-Fans und Naturfreunde. Für einen Besuch sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Wer auch den Natural Pool oder die Höhlen sehen will, braucht wohl einen ganzen Tag.

Der wichtigste Zugang ist der San Fuego Entrance beim Visitor Center. Hier wird auch der Parkeintritt von 22 US-Dollar bezahlt. Empfehlenswert sind geländegängige Fahrzeuge, da viele Wege aus Schotter und Lavagestein bestehen. Normale Mietwagen sind nur auf den wenigen befestigten Straßen sinnvoll. Geführte Jeep-Touren sind eine gute Alternative für alle, die sich die Strecken nicht selbst zutrauen. ATVs und UTVs sind im Nationalpark nicht erlaubt.

Quadiriki Cave im Arikok National Park
Quadiriki Cave im Arikok National Park – Bild: iStock.com/DGHayes

Auch zu Fuß lässt sich der Park erkunden. Ein markiertes Wegenetz von über 70 km führt durch das Schutzgebiet. Der Cunucu Arikok Trail eignet sich gut als Einstieg und zeigt die typische Vegetation der Insel. Anspruchsvollere Routen führen zum Sero Jamanota oder hinunter zu den abgelegenen Stränden von Dos Playa. Wichtig sind ein früher Start, festes Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichend Wasser. Am Visitor Center können zudem geführte Wanderungen mit einem Parkranger organisiert werden.

Die Höhlen sind eines der Highlights im Nationalpark. In der Fontein Cave und der Quadirikiri Cave gibt es sogar Felszeichnungen der Arawak-Indianer. Ein beliebtes Ziel ist der Conchi Natural Pool. Das ist ein natürlich entstandenes Becken, das von Felsen umgeben ist. Bei ruhiger See darf man darin baden.

San Nicolas

San Nicolas befindet sich an der Südspitze der Insel und ist die zweitgrößte Stadt Arubas. Lange war der Ort ein Zentrum der Ölindustrie. Nach der Schließung der Lago-Ölraffinerie geriet San Nicolas wirtschaftlich unter Druck. Trotzdem hat sich die Stadt ihren besonderen Charakter bewahrt und sich nach und nach zu einem Zentrum für Kunst und Kultur entwickelt. Heute findet man in der Innenstadt großflächige Wandgemälde, kleine Galerien, Ateliers und kreative Shops. Außerdem gilt San Nicolas als Heimat der Karnevalskultur auf Aruba. Die Stadt ist zwar kein klassisches Ziel für einen Tag auf Aruba auf eigene Faust, lässt sich aber gut mit einem Besuch am nahegelegenen Baby Beach verbinden.

Jeeptouren sind beliebte Landausflüge auf Aruba
Jeeptour durch das karge Hinterland – Bild: Aruba Tourism Authority

Wrack der Antilla

Die SS Antilla war ein deutsches Frachtschiff und ist heute eines der bekanntesten Schiffswracks der Karibik. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde dem Schiff zum Verhängnis. Die Besatzung versenkte es am 10. Mai 1940 selbst, um es nicht den Alliierten zu überlassen. Die SS Antilla liegt noch heute ca. 700 Meter vor der Nordwestküste Arubas. Das Schiff ist mit vielen Korallen und Schwämmen bewachsen und ist einer der beliebtesten Wracktauchspots der Karibik. Viele Fische und andere Meeresbewohner haben hier ein neues Zuhause gefunden. Taucher schwimmen durch die Gänge oder Laderäume und erkunden die Überreste des Wracks. Schnorchler können über der Antilla schwimmen und die Szenerie von oben gut sehen.

Arubas Traumstrände

Aruba ist ideal für einen Strandtag auf eigene Faust. Die Strände sind öffentlich zugänglich. An vielen Stränden gibt es kostenlose Palapas. Liegen und Sonnenschirme sind allerdings nicht billig. Für ein Set mit zwei Liegen und einem Sonnenschirm muss man häufig etwa 35 bis 50 US-Dollar bezahlen. Die meisten gut erreichbaren Strände liegen an der Nordwestküste, nur wenige Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt. Für einen halben oder ganzen Tag Landausflug bieten sich vor allem folgende Strände an.

Eagle Beach

Der Eagle Beach ist einer der bekanntesten Strände Arubas und liegt nur knapp fünf Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt. Der breite Strand mit seinem feinen, hellen Sand und dem meist ruhigen, türkisfarbenen Wasser ist ideal zum Baden und für einen entspannten Strandtag. Ein Wahrzeichen Arubas sind die windschiefen Divi-Divi-Bäume, von denen einige direkt am Eagle Beach stehen und beliebte Fotomotive sind.

Der Eagle Beach von einem Katamaran aus gesehen
Der Eagle Beach von einem Katamaran aus gesehen – Bild: Tegeler

Am Eagle Beach geht es deutlich ruhiger zu als am benachbarten Palm Beach. Entlang der Küste stehen überwiegend kleinere Low-Rise Hotels, die durch die Straße vom Strand getrennt sind. Es gibt kostenlose Palapas sowie verschiedene Anbieter, bei denen man Liegen und Sonnenschirme mieten kann. Ein Komplett-Set mit einem Sonnenschirm und zwei Liegen kostet in der Regel zwischen 35 und 50 US-Dollar. Restaurants und Strandbars sind vorhanden, aber nicht so zahlreich wie am Palm Beach. Für Kreuzfahrer ist der Eagle Beach unserer Meinung nach die beste Wahl für einen klassischen Strandtag auf Aruba. Vom Hafen erreicht man ihn schnell mit dem Taxi oder dem öffentlichen Bus.

Palm Beach

Der Palm Beach beginnt nördlich des Eagle Beach und ist das touristische Zentrum der Westküste. Hier stehen die großen High-Rise Hotels direkt am Strand. Die großen Hotels werden besonders gerne von amerikanischen Urlaubern gebucht, entsprechend amerikanisch und lebhaft ist die Atmosphäre. Entlang des etwa zwei Kilometer langen Sandstrandes gibt es zahlreiche Restaurants und Bars sowie ein großes Angebot an Wassersport. Man kann Jetskis mieten, Parasailing ausprobieren oder an einer Bootstour teilnehmen. Das Wasser ist meist ruhig und eignet sich gut zum Baden. Das Komplett-Set (1 Schirm + 2 Liegen) kostet auch am Palm Beach insgesamt zwischen 35 US-Dollar und 50 US-Dollar pro Tag.

Für Kreuzfahrer ist der Palm Beach eine gute Wahl, wenn man einen Strandtag mit Restaurants, Wassersport und etwas Unterhaltung verbinden möchte. Wer hauptsächlich einen schönen und eher ruhigen Strand sucht, würde unserer Meinung nach den Eagle Beach vorziehen.

Strandspaziergang am Eagle Beach
Strandspaziergang am Eagle Beach – Bild: Tegeler

Boca Catalina & Arashi Beach

Boca Catalina und Arashi Beach liegen dicht nebeneinander an der Straße zum California Lighthouse. Beide Strände sind für ihr klares Wasser bekannt und gehören zu den besten Stellen auf Aruba, wenn man direkt vom Strand aus schnorcheln möchte.

Boca Catalina ist eine kleine, eher naturbelassene Bucht mit wenig Infrastruktur. Es gibt zum Beispiel keinen regulären Liegenverleih vor Ort und keine Toiletten. Wer hier einige Stunden verbringen möchte, sollte deshalb Getränke und Sonnenschutz mitbringen. Im Wasser sieht man häufig bunte Fische und mit etwas Glück auch Meeresschildkröten. Das bekannte Wrack der SS Antilla liegt weiter draußen vor der Küste und ist von Boca Catalina aus nicht direkt erreichbar. Es wird bei vielen Schnorchel- und Bootsausflügen angesteuert.

Der etwas weiter nördlich gelegene Arashi Beach ist größer und besser ausgestattet. Hier gibt es eine Strandbar, Toiletten und Duschen sowie einen Verleih für Liegen und Sonnenschirme. Ein Komplett-Set (2 Liegen + 1 Schirm) kostet in der Regel ungefähr 40 US-Dollar pro Tag. Das Wasser ist meist ruhig und eignet sich sowohl zum Baden als auch zum Schnorcheln. Für Kreuzfahrer ist Arashi Beach deshalb eine gute Alternative zum Eagle Beach, wenn man einen Strandtag mit Schnorcheln verbinden möchte. Auch das California Lighthouse lässt sich gut mit einem Besuch verbinden.

Schnorcheln vor dem Boca Catalina Beach
Schnorcheln (vom Katamaran aus) vor dem Boca Catalina Beach – Bild: Tegeler

Baby Beach

Der Baby Beach liegt ganz im Süden Arubas und gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel. Die halbmondförmige Bucht wird durch eine künstliche Steinbarriere vor den Wellen des offenen Meeres geschützt. Dadurch ist das Wasser in weiten Bereichen sehr flach und ruhig. Der Strand eignet sich besonders für Familien mit Kindern und für alle, die einfach entspannt im warmen Wasser baden möchten.

Am Baby Beach gibt es Palapas und verschiedene Möglichkeiten, Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Auch Restaurants, Imbissstände, Toiletten und Duschen sind vorhanden. Schnorcheln kann man vor allem am Rand der geschützten Bucht, wo das Wasser tiefer wird. Wegen der Strömung sollte man sich allerdings nicht zu weit aus der Bucht hinauswagen.

Für Kreuzfahrer hat der Baby Beach einen Nachteil: Er liegt rund 25 km vom Kreuzfahrthafen entfernt und die Anfahrt dauert deutlich länger als zu den Stränden an der Westküste. Für einen reinen Strandtag würden wir deshalb eher den Eagle Beach oder Arashi Beach wählen. Wer den Süden Arubas erkundet oder San Nicolas besucht, kann den Baby Beach dagegen sehr gut in den Landausflug einbauen.

Der Baby Beach auf Aruba
Baby Beach Aruba – Bild: Kardboard from Pixabay

Welcher Strand lohnt sich?

Der Eagle Beach ist aus unserer Sicht die beste Wahl für einen Strandtag auf Aruba. Er ist vom Hafen aus gut auf eigene Faust erreichbar und zählt zu den schönsten Stränden der Insel. Wer schnorcheln möchte, ist am Arashi Beach oder Boca Catalina Beach besser aufgehoben. Palm Beach eignet sich vor allem für Besucher, die eine lebhafte Atmosphäre mit vielen Hotels, Restaurants und Wassersportangeboten suchen. Der Baby Beach ist ebenfalls sehr schön, spielt für Kreuzfahrer aufgrund der langen Anfahrt vom Hafen aber meist eine untergeordnete Rolle.

Weitere Kreuzfahrthäfen in der Karibik

Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, San Juan (Puerto Rico), St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola

Fazit: Landausflüge auf Aruba auf eigene Faust

Aruba lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. Der Kreuzfahrthafen liegt direkt in Oranjestad und die Entfernungen auf der Insel sind überschaubar. Die Strände an der Westküste erreicht man einfach mit dem Taxi oder öffentlichen Bus. Für eine Inselrundfahrt kann man einen Mietwagen nehmen oder sich am Hafen ein Taxi suchen.

Bei einem ersten Besuch würden wir nicht den ganzen Tag am Strand verbringen. Eine Inselrundfahrt führt zu den Casibari Rock Formations, zum California Lighthouse und entlang der rauen Nordostküste. Anschließend bleibt meistens noch genügend Zeit für ein paar Stunden am Eagle Beach. Oranjestad kann man vor oder nach dem Landausflug zu Fuß erkunden. Wer Aruba bereits kennt, findet mit dem Arikok-Nationalpark, einem Schnorchelausflug zur Antilla oder einem Tag am Arashi Beach genügend Möglichkeiten für einen weiteren Besuch.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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