La Palma auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Ihre Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust zusammengestellt. Die nordwestlichste Insel der Kanaren gilt als Geheimtipp für Individualurlauber und Kanaren Kreuzfahrten. Weiße Traumstrände und lebhafte Urlaubsorte sucht man hier vergeblich. Natur gibt es dafür umso mehr. Abgesehen von der von Vulkanausbrüchen geprägten Südküste, ist die ganze Insel sehr gebirgig und grün. Ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Wenn man Satellitenbilder von La Palma betrachtet, fällt sofort der gigantische Krater in der Inselmitte auf. Die Caldera de Taburiente hat einen Durchmesser von 9 Kilometer und ist durch den Einsturz eines Vulkandoms entstanden. Am Rand des Kraters erheben sich hohe Berge. Darunter der über 2.400 Meter hohe Roque de los Muchachos.

Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust
Wandern auf dem Roque de las Muchachos – Bild: MSC Cruises

Die Insel wird auch Isla Bonita (die schöne Insel) genannt und gehört zu Spanien. Insgesamt leben nur etwa 86.000 Einwohner auf La Palma. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Patronato de Turismo. Stand: März 2020

Der Kreuzfahrthafen von La Palma

Kreuzfahrtschiffe steuern die Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma an der Ostküste der Insel an. An der etwa einen Kilometer langen Mole können zwei bis drei größere Kreuzfahrtschiffe hintereinander festmachen. Es ist aber eher selten, dass mehr als ein Kreuzfahrtschiff im Kreuzfahrthafen von La Palma liegt.

Auf der Mole gibt es ein Kreuzfahrt-Terminal (Estacion Maritima). Hier haben einige Autovermietungen ein Büro. Vor dem Terminal warten Taxen auf Kundschaft. Das Zentrum der kleinen Inselhautstadt beginnt am Ende der Mole.

AIDAsol auf La Palma
AIDAsol auf La Palma – Bild: Tegeler

Mobil auf La Palma auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf La Palma auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Kartenmaterial mit Routenvorschlägen für eine Inselrundfahrt steht hier zum Download bereit.

Zu Fuß

Das Zentrum der attraktiven kleinen Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma ist vom Hafen aus bequem zu Fuß erreichbar. Die Wege sind kurz. Wenige Meter nachdem man das Tor am Hafenausgang passiert hat, steht man auf der schönen Plaza de la Constitución. Auf der Grünfläche unter Palmen residiert die Touristeninformation in einem gläsernen Pavillon. Direkt daneben, an der Calle Alvarez de Abreu, ist ein Taxistand. Wenige Meter weiter, biegt man nach rechts in die Calle O’Daly ein. Dies ist die Fußgängerzone von Santa Cruz.

La Palma auf eigene Faust
Santa Cruz auf einen Blick

Shuttlebus

Die Mole ist sehr lang. Urlauber der weiter hinten liegenden Kreuzfahrtschiffe können sich mit Bussen zum Hafenausgang fahren lassen. Die Busse halten auf dem Parkplatz (das „P“ auf der Karte oben) bei dem Schnellrestaurant von McDonalds am Fuß der Mole.

Mietwagen

Diverse Autovermietungen haben in dem Terminalgebäude auf der Mole ein Büro. Hier kann man den reservierten Mietwagen in Empfang nehmen oder einen Wagen buchen. Bei Mietwagen gibt es einige Auswahl. Neben der auf den Kanaren bekannten und beliebten Firma Cicar (Cicar.com), sind hier auch Sixt (sixt.es), PlusCar (pluscar-lapalma.com) und TopCar (top-car-hire.com) vertreten. Wir würden trotzdem vorab ein Fahrzeug reservieren.

Die Hauptverbindungsstraßen auf La Palma sind gut. Trotzdem ist das Autofahren wegen der vielen starken Steigungen und Kurven anspruchsvoll. Man sollte darüber nachdenken, ein Auto mit etwas mehr PS oder einen Wagen mit Allradantrieb zu mieten. Wegen des unwegsamen Terrains benötigt man einfach deutlich länger für eine gewisse Distanz, als man das in Deutschland gewohnt ist. Hier kann man sich schnell verschätzen.

Der Kreuzfahrthafen von Santa Cruz de la Palma
Der Kreuzfahrthafen von Santa Cruz de la Palma – Bild: Tegeler

Taxis

Vor dem Kreuzfahrt-Terminal bieten Taxifahrer ihre Dienste an. Einen regulären Taxistand gibt es in der Calle Alvarez de Abreu in unmittelbarer Nähe der Touristeninformation. Es gibt Standardtaxis für 4 Personen und Minibusse für bis zu 8 Personen. Auf den privaten Webseiten Taxi La Palma (taxilapalma.com) und Taxi Tour La Palma (taxitourlapalma.com) findet man Touren und Preisbeispiele. Es gibt natürlich noch andere Taxiunternehmen.

Öffentliche Busse

La Palma verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz. Wie auf den Nachbarinseln nennt man die Busse Guaguas. Leider ist die Webseite der Busgesellschaft TILP nur in spanischer Sprache erreichbar. Hier eine Übersicht aller Buslinien und Abfahrtzeiten im Pdf-Format. Die Fahrpreise orientieren sich an der Entfernung. Bei Fahrten bis 10 Kilometer zahlt man 1,50 Euro, bis 20 Kilometer 2,40 Euro und über 20 Kilometer 2,60 Euro.

Viele Informationen über das Busfahren auf La Palma hat ein deutsches Ehepaar auf der Webseite La Palma per Bus zusammengestellt.

Landausflüge auf La Palma buchen

Wer keine Lust hat, sich um Urlaub mit Mietwagen oder Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Bei diesem Anbieter (s. oben) gibt es organisierte Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren). Und bei Hafenausfällen erhalten Sie Ihr Geld zurück. Weitere Angebote findet man bei Viator*.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf La Palma

La Palma ist die grünste Insel der Kanaren und ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Neben der Caldera de Taburiente sind die Vulkane im Süden ein beliebtes Wanderrevier. Entsprechende Landausflüge auf La Palma werden zum Beispiel an Bord oder von lokalen Veranstaltern angeboten. Darüber hinaus, lohnt die schöne kleine Inselmetropole Santa Cruz ein Besuch. Wer einige Stunden am (schwarzen) Strand verbringen möchte, findet unweit des Hafens zwei gute Alternativen.

Die Balkonhäuser von Santa Cruz de la Palma
Die Balkone von Santa Cruz de la Palma – Bild: Tegeler

Santa Cruz de la Palma

Auch nach einem Landausflug ist in der Regel noch Zeit für einen Bummel durch die wunderschöne kleine Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma. Die Entfernungen sind nicht groß. Die Altstadt ist sehr attraktiv und verfügt über zahlreiche alte Häuser im kanarischen und kolonialen Stil. Insbesondere die Häuser entlang der Avenida Maritima sind mit kunstvoll gearbeiteten Holzbalkonen geschmückt. Jeder versucht seinen Nachbarn mit seinen Blumenkästen zu übertreffen. Die parallel verlaufende Calle O‘Daly ist die Einkaufsstraße der Inselhauptstadt. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte das El Cafe de Don Manuel aufsuchen. Hier kann man in schönem Ambiente sehr lecker Kaffeetrinken und Kuchen essen.

Einen Besuch lohnt das Museo Naval, dass in einem Museumsschiff untergebracht ist. Die Barco de la Virgen ist ein Nachbau der berühmten Santa Maria, mit der Kolumbus 1492 Amerika erreichte. Das Museum befindet sich an der Plaza de la Alameda, etwa 1,2 Kilometer vom Hafenausgang entfernt.

Calle O‘Daly in Santa Cruz
Die Calle O‘Daly in Santa Cruz – Bild: Tegeler

Der schwarze Süden

Uns hat eine geführte Wanderung an der Südspitze der Insel sehr gut gefallen. Hier befinden sich die beiden großen Vulkane San Antonio und Teneguia. Letzterer ist zuletzt 1971 ausgebrochen und hat große Schlacke- und Aschefelder hinterlassen. Vom Besucherzentrum in Fuencaliente führt die Wanderung zu den Kratern der beiden Vulkane und dann bis zur Südspitze der Insel. Hier gibt es einen alten und einen neuen Leuchtturm und einen schwarzen Lavastrand mit einem netten kleinen Restaurant. Direkt nebenan befinden sich die Salinen von La Palma.

Die Wanderung ist durchaus anspruchsvoll, aber auch sehr beeindruckend. Die Wanderführer erzählen gerne von der Vulkanausbruch-Erdrutsch-Tsunami-Theorie. Wissenschaftlicher glauben, dass der südliche Teil der Insel La Palma bei einem Vulkanausbruch ins Meer rutschen könnte. Die Folge wäre ein Tsunami von ungeheuren Ausmaßen. Vor einigen Jahren hatte eine entsprechende Fernsehdokumentation für sehr viel Wirbel gesorgt. Nach der Katastrophe in Thailand im Jahre 2004 war die Öffentlichkeit bei diesem Thema sehr sensibel. Mittlerweile ist das Thema wohl wieder etwas in Vergessenheit geraten.

Wanderung im vulkanischen Süden
Wanderung im vulkanischen Süden – Bild: Tegeler

Caldera de Taburiente

Viele Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust führen zur riesigen Caldera de Taburiente im Inneren der Insel. Wissenschaftler vermuten, dass der größte Krater der Welt durch die Explosion eines Vulkans entstanden ist. Die Caldera de Taburiente ist im Norden und Osten von mehr als 2.000 Meter hohen Gebirgszügen umgeben. Seit 1954 ist das Gebiet als Nationalpark ausgewiesen. Verschiedene Wanderwege und Aussichtspunkte wurden seither angelegt.

Es gibt insgesamt drei Zugänge, die mit einem Mietwagen zu erreichen sind:

Barranco de las Angustias

Der Barranco de las Angustias (Schlucht der Ängste) führt von der Caldera de Taburiente, die in ca. 1.000 Meter Höhe liegt, zum Meer bei Puerto de Tazacorte. Es ist im Prinzip eine Entwässerung der Caldera de Taburiente und einer von insgesamt drei Zugängen. Man kann mit dem Auto über die Calle la Vina bis zu einem Parkplatz (Estacionamiento de la Caldera de Taburiente) fahren. Hier starten die Wanderungen. Ein beliebtes Ziel ist die Cascada de Los Colores („Wasserfall der Farben“), die zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von La Palma gezählt wird. Man geht ca. 2 Stunden immer am Bach entlang nach Dos Aguas. Der Ort ist so benannt, weil sich hier zwei Flüsse treffen. Geht man ein Stück weiter, erreicht man die Cascada de Los Colores. Das mineralhaltige Wasser (es gibt einen hohen Eisengehalt) sorgt für die intensiven Farben des Wasserfalls. Die vorherrschenden Farben sind gelb, rot und grün.

Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust
Mirador de La Cumbrecita auf La Palma – Bild: MSC Cruises

Mirador de la Cumbrecita

Wer zum Mirador de la Cumbrecita möchte, sollte zuerst zum Centro de Visitantes de El Paso fahren. Dies ist der zweite Zugang zur Caldera de Taburiente. Das Besucherzentrum befindet sich an der Straße LP 3 oberhalb des Ortes El Paso. Die genaue Adresse lautet: Carretera General de Padrón, 47 ,38750 El Paso, La Palma. Direkt am Besucherzentrum beginnt die Straße zum Aussichtspunkt La Cumbrecita. Dort gibt es nur einen kleinen Parkplatz. Deshalb ist der Zugang für Mietwagen limitiert. Im Besucherzentrum oder vorab im Internet (reservasparquesnacionales.es) bekommt man eine Parkplatzreservierung. Wer keine Reservierung hat und nicht warten möchten, kann auch mit dem Taxi (9 Euro) hinauffahren oder die 6,7 Kilometer bergauf zu Fuß in Angriff nehmen.

Oben am Kraterrand gibt es einen schönen Wanderweg und einige tolle Aussichtspunkte, wie den Mirador Las Chozas und den Mirador de los Roques. Diese erreicht man über einen Rundwanderweg, der etwa 90 Minuten dauert.

Roque de los Muchachos

Auf dem mit 2.426 Meter höchsten Berg der Insel, dem Roque de los Muchachos, befindet sich das gleichnamige Observatorium mit seinen riesigen Teleskopen. Man erreicht den Gipfel am Kraterrand der Caledera de Taburiente über die LP-4. Beim Observatorium biegt man ab und kann bis zu einem kleinen Parkplatz (für ca. 20 Autos) auf dem Gipfel fahren. Vom Parkplatz führt ein spektakulärer Wanderweg zu zwei Aussichtspunkten. Bei klarer Sicht ist der Blick in den Talkessel der Caldera atemberaubend.

Sternwarte auf dem Roque de los Muchachos
Observatorium auf dem Roque de los Muchachos – Bild: MSC Cruises

Das Observatorio Astrofisico entstand in den 1980er-Jahren in Zusammenarbeit vieler Wissenschaftler und Nationen. Der Standort auf dem Roque de los Muchachos ist ideal. Es gibt auf La Palma viele wolkenlose Nächte, saubere Luft und kaum Lichtverschmutzung. Das macht den Standort für die Forschung so wertvoll. Im Rahmen von Führungen können Teleskope an manchen Tagen besichtigt werden. Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Observatoriums. Seit 2012 ist die Insel das erste UNESCO-Starlight Reserve. Das hat dem Astrotourismus auf La Palma einen großen Schub gegeben.

Der Lorbeerwald von Los Tilos

Lorbeerwälder gibt es auf vielen Inseln der Kanaren und auf Madeira. Dichte und feuchte Urwälder mit vielen Lorbeerbäumen, Farnen und Moosen in unwegsamen Gelände. Der Lorbeerwald von Los Tilos ist ein Biosphärenreservat der UNESCO und liegt ca. 25 Kilometer nördlich von Santa Cruz in der Nähe der Ortschaft Los Sauces. Man fährt auf der LP-1 in Richtung Los Sauces und biegt kurz vor dem Ort nach links in eine schmale Zufahrtsstraße (LP-105) ein. Diese endet beim Besucherzentrum Area Recreativa y Centro de Visitantes Los Tilos.

Von hier führen Wanderwege unterschiedlicher Länge in den Lorbeerwald. Ein Ziel ist der 22 Meter hohe Wasserfall, den man vom Parkplatz aus in zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß erreichen kann. Etwas länger sind die Wanderungen zu den Aussichtspunkten Mirador de las Barandas (ca. 2 Stunden) und Mirador Espigón Atravesado (ca. 3 Stunden).

Lorbeerwald von Los Tilos
Wasserfall im Lorbeerwald von Los Tilos – Bild: MSC Cruises

Meerwasser-Schwimmbad Charco Azul

Ein schönes Ziel an der Nordostküste von La Palma ist das Meerwasser-Schwimmbad Charco Azul. Das Becken ist so angelegt, dass das Wasser des Atlantik bei Seegang immer wieder in das Becken schwappt. Es gibt Duschen, Umkleiden und WCs. In einem Restaurant kann man gut essen.

Die Strände

Auch auf La Palma kann man einige schöne Stunden am Strand verbringen. Allerdings sind alle Strände dunkelgrau oder gar schwarz. Der dunkle Lavasand speichert die Sonnenwärme sehr gut, was gerade im Winter ein großer Vorteil sein kann. Kanaren Kreuzfahrten werden nun mal überwiegend im Winter angeboten. Für Kreuzfahrer sind besonders zwei Strände in Hafennähe interessant.

In Sichtweite des Hafens befindet sich die Playa de Bajamar. Man schaut vom Strand direkt auf das Ende der langen Mole und die Kreuzfahrtschiffe. Vom Hafenausgang sind es ca. 1,5 Kilometer bis hierher. Trotz der Hafennähe ist es ein schöner Strand mit sauberen sanitären Einrichtungen.

Meerwasser-Schwimmbad Charco Azul
Meerwasser-Schwimmbad Charco Azul – Bild: MSC Cruises

Einige Kilometer weiter südlich befindet sich der Urlaubsort Los Cancajos mit einem schönen Strand. Dieser kann zum Beispiel mit einem Bus erreicht werden und ist damit für Kreuzfahrer ebenfalls sehr interessant. Am Strand gibt Toiletten, Duschen und Sonnenliegen mit Sonnenschirmen können gemietet werden. In Strandnähe gibt es zudem diverse Restaurants und Cafés.

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