Athen auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Athen auf eigene Faust zusammengestellt. Die griechische Hauptstadt ist ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten im östlichen Mittelmeer. Als der Ort, an dem vor rund 2.500 Jahren viele Entwicklungen, die Europa bis heute prägen, begannen, hat Athen eine ähnliche Strahlkraft wie Rom. Steinernes Symbol dieser großen Geschichte ist natürlich die Akropolis. Wie kein anderes Baudenkmal symbolisiert dieses hoch über der Stadt auf einem Felsplateau thronende Ensemble von Tempelruinen das antike Griechenland, das als Geburtsstätte der Demokratie und als Wiege europäischer Wissenschaft und Philosophie gilt. Unserer Erfahrung nach kann man die Akropolis gut im Laufe des Nachmittags besuchen. Morgens wird es schnell sehr voll. Athen hat aber mehr und anderes zu bieten als die Akropolis. Die Altstadt Plaka zum Beispiel oder den Syntagma-Platz. Dazu einige weltbekannte Museen, in denen man Kunstschätze aus allen Epochen der griechischen Geschichte besichtigen kann.

Landausflüge in Athen auf eigene Faust
Die Akropolis – MSC Cruises

Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen der Stadt Piräus an. Dies ist eine Großstadt mit 160.000 Einwohnern, die heute praktisch mit dem circa zehn Kilometer entfernten Athen zusammengewachsen ist. Der Hafen von Piräus gilt als größter Passagierhafen Europas. Neben Kreuzfahrtschiffen tragen dazu natürlich insbesondere auch die zahlreichen Fähren zu den den griechischen Inseln bei. Griechenland ist bekanntlich Teil der EU. Mit allen Vorteilen, die das für die Landausflügler aus Deutschland mit sich bringt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite This is Athens. Stand: August 2020

Der Kreuzfahrthafen von Athen (Piräus)

Piräus ist einer der größten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer. An den drei Kreuzfahrt-Terminals machen jedes Jahr mehrere hundert Kreuzfahrtschiffe fest. An zusätzlichen Kapazitäten wird gearbeitet. Auf der Karte unten kann man die Lage der Kreuzfahrt-Terminals und die nächstgelegene Metrostation gut erkennen. Wer möchte, kann auf der Webseite der Piraeus Port Authority vorab den Liegeplatz des eigenen Kreuzfahrtschiffes in Erfahrung bringen.

Kreuzfahrtterminals in Piräus
Lage der Kreuzfahrt-Terminals in Piräus – Bild: Piraeus Port Authority

Terminal A Miaoulis

Das 8.000 m² große Terminal A bietet Platz für zwei Kreuzfahrtschiffe, die links und rechts des Gebäudes anlegen. Die klimatisierten Räumlichkeiten sind unter anderem mit kostenlosem Internet, einigen Geschäften und ein wenig Gastronomie ausgestattet. Vor dem Kreuzfahrt-Terminal gibt es einen Taxistand und Parkplätze für 80 Landausflugsbusse.

Terminal B Themistocles

Dieses Kreuzfahrt-Terminal wurde 2013 fertiggestellt. Es gibt zwei Liegeplätze, die auch von den ganz großen Pötten genutzt werden können. Terminal B wurde für Passagierwechsel ausgelegt. Kreuzfahrtschiffe, deren Mittelmeer Kreuzfahrt in Athen beginnt, können hier abgefertigt werden. In und vor dem modernen Gebäude gibt es kostenloses Internet, einen Duty-Free-shop und einen Taxistand.

Terminal C Alkimos

Cruise Terminal C „Alkimos“ wurde im Jahre 2003 fertiggestellt und 2016 renoviert und erweitert. Trotzdem wirkt dieses Kreuzfahrt-Terminal ein wenig wie ein Provisorium. Das liegt wohl an der zeltartigen Konstruktion. Ein großes Kreuzfahrtschiff kann hier anlegen. Es liegt in der Mitte zwischen Terminal A und Terminal B, wie man auf dem Bild oben gut erkennen kann. Zu den Einrichtungen gehören kostenloses Internet und ein Taxistand.

Athen auf eigene Faust
Abendstimmung an Terminal C (im Hintergrund Terminal A) – Bild: Tegeler

Mobil in Piräus und Athen auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Athen auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Die meisten Passagiere nutzen ihren Aufenthalt in Piräus zu einem Landausflug nach Athen.

Zu Fuß

Man kann in diesem Hafen zu Fuß wenig ausrichten. In Piräus gibt es relativ wenig lohnende Ziele und selbst die sind für Fußgänger schon relativ weit entfernt. Rund um die Metrostation findet man ein Geschäftsviertel mit vielen Läden. Wer bereit ist, mehrere Kilometer zu laufen, könnte das Archäologische Museum in Piräus erreichen. Der Hafen Mikrolimano mit seinen guten Restaurants ist von Terminal A bereits ca. 3,5 Kilometer entfernt.

Stadtrundfahrten

Eine gute und bequeme Möglichkeit sind die beliebten aber auch sehr zeitaufwendigen Stadtrundfahren. Nach dem bewährten Hop-on Hop-off Prinzip kann man unterwegs an zahllosen Haltestellen und Sehenswürdigkeiten aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Meisten fahren die Busse alle 30 Minuten. Man kauft ein Ticket für 24 oder 48 Stunden und kann während der Gültigkeitsdauer alle Linien des Anbieters nutzen.

Es gibt mehrere Anbieter, darunter die roten Busse der Firma City Sightseeing, die gelben Busse von Athens Open Tour (Grey Line) und die blauen Busse von Sights of Athens. Alle drei Anbieter haben wiederum mehrere Linien im Programm. Man fährt meistens erst einmal mit der Piräus Linie durch Piräus und erst dann weiter in Richtung Athen, wo man die Stadtlinie umsteigen kann. Während der Fahrt bieten die Unternehmen kostenloses Internet. Über Kopfhörer gibt es zudem touristische Informationen in vielen Sprachen, darunter auch in Deutsch.

Die Busse stehen außerhalb des Hafengeländes beim so genannten Lions Gate (Hafenausgang E12) gegenüber von Terminal C. Genaue Informationen dazu gibt es auf den Webseiten der Anbieter. Die Firma Sights of Athens betreibt neben den Buslinien noch eine kleine Touristenbahn (Bimmelbahn), die ihre Runden in Piräus dreht.

Taxis

Alternativ kann man sich von einer der zahllosen gelben Taxis fahren lassen, die an den großen Taxiständen vor jedem Kreuzfahrt-Terminal warten. Angeblich gibt es ca. 12.000 Taxis im Großraum Athen. Der Fahrpreis wird vom Taxameter berechnet. Vom Hafen ins Zentrum zahlt man ca. 25 Euro. Für Fahrten im Stadtzentrum von Athen kommen meistens 4 bis 6 Euro zusammen. Nach der Fahrt kann man eine Quittung verlangen.

Karte des Hafens von Piräus
Karte des Hafens von Piräus

Besonders einfach ist die Taxinutzung mit einer Taxi-App. Besonders bekannt ist die App Beat (früher Taxibeat). Die App erkennt den eigenen Standort und zeigt die Taxis in der Umgebung an, die man dann auswählen kann. Man erfährt die Autonummer und den Namen des Fahrers. Sogar Bewertungen anderer Fahrgäste für diesen Fahrer werden angezeigt. Natürlich zeigt die App auch an, was die gewünschte Fahrt in etwa kosten wird. Bezahlt wird wahlweise bar, mit Kreditkarte oder über PayPal. Auch der Service von Uber kann in Athen genutzt werden.

Bei der Firma Athens Welcome Pickups (welcomepickups.com) kann man ein Taxi auch online vorbestellen. Der Fahrer wartet dann mit einem Namensschild am Terminal. Angeblich unterscheidet sich der Fahrpreis nicht von den Taxis am Taxistand.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wer möchte, kann die Sehenswürdigkeiten Athens vom Hafen in Piräus aus gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Insbesondere Busse und die Metro kommen hier als Verkehrsmittel in Frage. Die Fahrpreise sind vergleichsweise günstig. Ein 90-Minuten-Ticket kostet 1,40 Euro und ein Tagesticket 4,50 Euro. Mit einem Ticket kann man alle Verkehrsmittel nutzen.

Mein Schiff 4 an Terminal B
Mein Schiff 4 an Terminal B – Bild: Tegeler

Öffentliche Busse

Ein besonders hilfreicher Service ist der X80 Piraeus-Akropolis-Syntagma Express der Athener Verkehrsbetriebe OASA (oasa.gr). Dieser startet während der Hauptreisezeit (ca. Mai bis Oktober) alle 30 – 40 Minuten von Haltestellen an den Port Gates E11 und E12. Bis in die Stadt benötigt der Bus bei normalen Verkehrsverhältnissen ca. 30 bis 40 Minuten. Wenn man die Haltestelle nicht gleich sieht, einfach fragen oder vorab auf dieser Karte nachsehen.

Auf der Strecke gibt es mehrere Haltestellen, wie die Metrostation Syngrou Fix (Linie 2), das Archäologische Museum in Piräus, den Syntagma Platz oder die Akropolis. Der Fahrpreis lag 2020 bei 4,50 Euro. Es handelt sich dabei um ein Tagesticket, das auch für die Metro und für alle öffentlichen Busse gilt.

Die Alternative ist ein Bus der Linie 40, der 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche und 12 Monate im Jahr von Piräus nach Athen (Syntagma-Platz) und wieder zurück fährt. Auch außerhalb der Hauptreisezeit. Während des Tages gibt es meistens vier Verbindungen pro Stunde. Der Bus benötigt knapp 50 Minuten für die Strecke. Wenn alles planmäßig verläuft. Los geht es in der Nähe von Port Gate E12. Man kann die Haltestellen bei Google Maps erkennen.

Das Zentrum auf einen Blick
Das Zentrum auf einen Blick – Royal Caribbean

Die Zahlen stehen für wichtige Sehenswürdigkeiten. 1-Akropolis, 2-Antike Agora, 4-Panathinaiko-Stadion, 5-Nationalgarten, 6-Odeon des Herodes Atticus, 7-Hadrian-Bogen, 8-Parlament und Syntagma-Platz.

Die Metro

Die Metrostation in Piräus ist von den Kreuzfahrt-Terminals zu Fuß in ca. 20 bis 30 Minuten erreichbar. Auf dem Lageplan der Terminals (s. oben) ist die Metrostation markiert (links oben). Man folgt einfach der Hauptstraße Akti Miaouli, die um das Hafenbecken herumführt. Vom Port Gate E12 (Lions Gate) bei Terminal C sind es 2,3 Kilometer. Wer nicht laufen mag, kann auf der Straße Akti Miaouli auch einen öffentlichen Bus nehmen.

Wenn eine Fußgängerbrücke auftaucht ist man fast am Ziel. Direkt dahinter befindet sich die Bahnstation (Metro). Von der Metrostation fahren die Züge der grünen Linie (Linie 1) in die Innenstadt von Athen. Es gibt nur diese eine Linie. Zudem ist dies die Endhaltestelle. Einfacher geht es also nicht. Einen Plan der Metro haben wir hier hinterlegt.

Interessant für Athen Besucher sind insbesondere die Metrostationen Monastiraki (Monastiraki, Plaka, Ermou-Einkaufsstraße), Acropli (Neues Akropolis Museum, Akropolis, Plaka), Syntagma (Syntagma-Platz, Parlament, Nationalgarten, Panathinaiko-Stadion, Olympiaion) und Omonia (Archäologisches Nationalmuseum).

Landausflüge in Athen buchen

Für den Tag in Athen werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Athen

Das Zentrum Athens kann man in 5 bis 8 Stunden gut zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Es gibt eine kleine rote Bimmelbahn (athenshappytrain.com), die durch das historische Zentrum Athens fährt. Das Areal ist relativ kompakt und wird im Norden durch die Haupteinkaufsstraße Ermou, im Süden durch die Dionysiou-Areopagitou-Straße (ebenfalls eine beliebte Fußgängerzone), im Osten durch den Syntagma-Platz/Nationalgarten und im Westen durch die Akropolis begrenzt. Auf Karte oben ist der Bereich gut zu erkennen.

Syntagma-Platz und Parlament

Einer der zentralen Plätze der Stadt ist der Syntagma-Platz. Der Name des Platzes erinnert an die griechische Verfassung vom März 1844, die vom Balkon des klassizistischen Königspalastes an seiner Ostseite proklamiert wurde. Seit 1935 hat in dem Palast das griechische Parlament seinen Sitz. Vor dem Gebäude befindet sich das Denkmal des Unbekannten Soldaten, an dem die Evzonen (die königliche Leibgarde) in traditioneller Uniform Wache halten. Die Wachablösung, die jede Stunde (sonntags nur einmal) stattfindet, ist ein beliebter Touristenmagnet. Wer in der Weihnachtszeit nach Athen kommt, sollte die schönen Weihnachtsmarkt auf dem Syntagma-Platz besuchen. Am Syntagma-Platz beginnt zudem die Ermou-Straße, die als wichtigste Fußgängerzone der Stadt gilt.

Wachwechsel
Wachwechsel – Bild: This is Athens

Nationalgarten und Zappeion

Hinter dem Parlament befindet sich der wunderschöne Nationalgarten mit seinen exotischen Pflanzen und Zierteichen. Der Garten umfasst gut 15 Hektar und wurde im 19. Jahrhundert als Schlossgarten und Botanischer Garten geplant. Seit 1923 ist der wunderschöne Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine grüne Oase mitten in der hektischen Stadt. Es gibt ein kleines botanisches Museum und einen Zoo. Im Süden wird der Park durch das Zappeion begrenzt. Das klassizistische Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Hier werden heute Tagungen und Messen veranstaltet.

Panathinaiko-Stadion

Unweit des Zappeion ist das weiße hufeisenförmige Panathinaiko-Stadion ein schönes Ziel für Landausflüge in Athen. Dieses wurde 1890 auf den Fundamenten eines antiken Stadions für ersten olympischen Spiele der Neuzeit (im Jahre 1896) gebaut. Es ist sozusagen das erste Olympiastadion und fasst ca. 50.000 Zuschauer. Bei den Olympischen Spielen von 2004 war es das Ziel des Marathonlaufs. Die griechische Fußballnationalmannschaft hat im Sommer 2004 nach dem Gewinn des Europameistertitels hier mit den Fans gefeiert. Natürlich kann man das berühmte Stadion auch besichtigen. Im Eintrittspreis von 5 Euro ist ein Audioguide enthalten.

Olympieion

Der Tempel des Olympischen Zeus, auch Olympieion genannt, war einer der größten Tempel im antiken Griechenland. Er wurde durch ein Erbeben zerstört und später als Quelle für Baumaterial missbraucht. Heute kann man die gewaltigen, 17 Meter hohen Säulen besichtigen, die auf einer grünen Rasenfläche stehen.

Nur einen Steinwurf vom Olympieion entfernt steht das antike Hadrianstor direkt an einer vielbefahrenen Straße. Bei einem Besuch des Olympieions bietet sich auch eine kurze Besichtigung des 18 Meter hohen Tores an, das im Jahre 132 n. Christus bei einem Besuch des Kaisers Hadrian errichtet wurde.

Panathinaiko-Stadion
Panathinaiko-Stadion – Bild: Tegeler

Neues Akropolis Museum

Das fantastische neue Akropolis Museum beherbergt seit 2009 mehr als 4.000 Fundstücke und Objekte von der Akropolis. Der Eintritt ist mit 5 Euro moderat. Es gibt ein schönes Café mit einem Glasboden, der den Blick auf Ausgrabungen freigibt. Das vierstöckige Museum liegt an der Dionysiou-Areopagitou-Straße, die als eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Athens gilt. Unweit des Museums ist auch einer der Zugänge zur Akropolis.

Die Akropolis

Das Felsplateau der Akropolis war die Keimzelle des antiken Athen und ist natürlich der Höhepunkt für Landausflüge in Athen. Zu den berühmten Bauwerken gehören die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und natürlich der berühmte Parthenon. Letzterer ist 69 Meter lang und 31 Meter breit. Neben den berühmten Bauwerken bietet die Akropolis einen fantastischen Rundblick über Athen. Von der Südmauer fällt der Blick auf das antike Dionysos-Theater mit 17.000 Plätzen.

Wer mit der Metro unterwegs ist, erreicht die Zugänge der Akropolis über die Metrostationen Acropolis oder Monastiraki. Der Eintritt liegt bei 20 Euro. Rentner aus EU-Ländern zahlen die Hälfte. Vielleicht erwischt man auch einen der Tage mit kostenlosem Eintritt. Am 6. März, 18. April, 18. Mai, 28. Oktober, am letzten Wochenende im September oder am ersten Sonntag in den Monaten November bis März ist der Eintritt frei. Für den Aufstieg sind feste Schuhe hilfreich, insbesondere wenn man einen Regentag erwischt hat. An heißen Tag ist ein Wasserflasche sehr nützlich. Essen ist auf dem heiligen Boden nicht erlaubt.

Die Sehenswürdigkeit ist im Sommer von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Im November bis März von 8.30 Uhr bis 17 Uhr. Voll ist es fast immer. Vor zehn Uhr und nach fünfzehn Uhr ist es meistens etwas günstiger. An sehr heißen Tagen kann die Akropolis zwischen 13 und 17 Uhr geschlossen werden.

Odeon des Herodes Atticus
Odeon des Herodes Atticus – Bild: Tegeler

Odeon des Herodes Atticus

Das Odeon des Herodes Atticus ist neben dem Dionysostheater ein weiteres antikes Theater am Fuße des Felsplateaus der Akropolis. Es handelt sich um ein Theater nach römischer Bauart und bietet Platz für 5.000 Zuschauer. Ursprünglich hatte es ein Dach aus Zedernholz. Seit knapp hundert Jahren wird es für Konzerte genutzt. Hier traten berühmte Künstler wie Maria Callas oder Herbert von Karajan mit den Wiener Philharmonikern auf. Das Ticket für die Akropolis berechtigt auch zur Besichtigung des Odeon des Herodes Atticus.

Antike Agora

Nordwestlich des Akropolis Hügels befindet sich die antike Agora. Diese war das Zentrum des antiken Athens und besteht bereits seit dem 5. Jahrhundert vor Christus. Heute ist die Agora weitgehend eine freie Fläche. Von den vielen Gebäuden des Platzes ist kaum etwas erhalten. Nur der Hephaistos-Tempel und die Stoa des Attalos können besichtigt werden. Die Stoa des Attalos mit ihren weitläufigen Säulengängen ist 116 Meter lang und wurde in den 1950er-Jahren von Archäologen rekonstruiert. Heute ist hier ein Museum mit Fundstücken der Agora untergebracht.

Direkt nebenan gibt es auch eine römische Agora (Forum). Diese ließ Kaiser August kurz vor Christi Geburt errichten. An dessen Nordseite steht mit dem achteckigen Turm der Winde eines der am besten erhaltenen antiken Gebäude Athens.

Der Parthenon auf der Akropolis
Der Parthenon auf der Akropolis – Bild: Tegeler

Ermou-Straße

Dies ist die Haupteinkaufsstraße Athens. Die moderne Ermou-Straße erstreckt sich den zwischen Plätzen Syntagma und Monastiraki. Hier gibt es vor allem Mode, Schuhe und Schmuck. Die Ermou-Straße steht immer wieder auf den Listen der teuersten Einkaufsstraßen der Welt. Wer Lust auf einen Einkaufsbummel hat sollte auch die benachbarte Kolokotroni Straße und Perikleaous Straße besuchen. Auch die Gassen rund um den Monastiraki Platz sind ein lohndes Ziel für einen Einkaufsbummel.

Plaka und Monastiraki

Diese Viertel zwischen den Metrostationen Acropoli und Monastiraki gehören zu den ältesten Athens. Die jetzige Anlage geht größtenteils auf die türkische Zeit zurück. Antike Ruinen, byzantinische Kirchen, Museen, Läden, Bars, Nachtklubs und Tavernen sind hier auf vielleicht einem Quadratkilometer zusammengedrängt. Die Atmosphäre der Gegend mit ihren engen Gassen lockt sehr viele Touristen an.

Lykabettus-Hügel

Aus dem Häusermeer der Athener Innenstadt ragen einige Hügel empor. Noch höher als das Felsplateau der Akropolis ist der Lykabettus-Hügel, der als Hausberg Athens gilt. Von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt und kann sehr schöne Fotos machen. Auf dem Gipfel gibt es eine kleine Kirche und auch Gastronomie. Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, kann den Lykabettus-Hügel zu Fuß erklimmen. Alternativ gibt es eine Standseilbahn. Die Fahrt kostet 7,50 Euro. Wer eine Strecke zu Fuß schafft, zahlt 5 Euro.

Tempel des olympischen Zeus (fotografiert von der Akropolis)
Olympieion und Hadrianstor (fotografiert von der Akropolis) – Bild: Tegeler

Archäologische Nationalmuseum

Einige Straßen nördlich des Omonia-Platzes wartet das Archäologische Nationalmuseum mit seiner einzigartigen Sammlung der großen Kulturen des antiken Griechenlands. Der Omonia-Platz ist ca. 1,5 Kilometer vom Syntagma-Platz entfernt und kann zu Fuß oder mit der Metro erreicht werden. Zu den kostbarsten Schätzen des Museums gehört die goldene Totenmaske eines Achäerkönigs, die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann 1876 in Mykene zutage förderte. Der Eintritt liegt bei 10 Euro.

Landausflüge ins Umland

Wer Athen schon kennt, könnte einen Landausflug ins Umland unternehmen. Beliebte Ziele sind das knapp 70 Kilometer entfernte Kap Sounion und natürlich der berühmte Kanal von Korinth, der ebenfalls gut 70 Kilometer vom Hafen entfernt ist.

Das Kap Sounion mit dem berühmten Marmortempel des Gottes Poseidon ist für seinen Panoramablick berühmt. Von hier sieht man viele Inseln der Ägäis. Besonders schön ist der Besuch zum Sonnenuntergang. Der Poseidontempel stammt in etwa aus der Zeit als auch der Phartenon auf der Akropolis gebaut wurde.

Landausflüge in Athen zum Kanal von Korinth
Kanal von Korinth – Bild: MSC Cruises

Der Kanal von Korinth war früher häufiges Ziel von Kreuzfahrtschiffen. Nach dem diese mittlerweile viel zu groß für eine Kanalpassage geworden sind, bleibt ein schöner Landausflug und eine Fahrt mit einem Touristenboot. Der Kanal wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und trennt das griechische Kernland von der Halbinsel Peloponnes. Der Kanal ersparte der Schifffahrt die Fahrt rund um den Peloponnes, was ca. 325 Kilometer ausmacht. Noch heute wird der Kanal von vielen Yachten und Fähren durchquert. Ein Bedeutung für die Handelsschifffahrt hat er heute nicht mehr.

Weitere Kreuzfahrthausflüge lokaler Anbieter

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