Madeira auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust zusammengestellt. Die gebirgige Blumeninsel im Atlantik ist ca. 57 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Von den gut 250.000 Einwohnern leben knapp die Hälfte in der Hauptstadt Funchal. Hier befindet sich auch der Kreuzfahrthafen. Wenn sich das Kreuzfahrtschiff Funchal nähert, sollte man an Deck sein. Das Bergpanorama ist spektakulär. Madeira ist ein Traumziel für Kanaren Kreuzfahrten. Auch wenn die Heimat von Fußballstar Christiano Ronaldo (CR7) zu Portugal und natürlich nicht zu den spanischen Kanaren gehört.

Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust
Blick vom Pico dos Barcelos über Funchal (Madeira) – Bild: MSC Kreuzfahrten

Die Sonne, die Wärme und der regelmäßige Regen machen Madeira zu einer sehr fruchtbaren Insel. Hier wächst praktisch alles. Ein Paradies für Gartenfreunde. Allerdings ist die ganze Insel eine einzige wild zerklüftete und von tiefen Schluchten durchzogene Berglandschaft. Es gibt außerhalb der Hauptstadt praktisch keine Ebenen. Die Menschen mussten deshalb über Generationen mühsam Terrassenfelder angelegen. Für die Wasserversorgung wurden Kanäle angelegt, die Levadas genannt werden. Heute kann man entlang der Levadas herrliche Wanderungen in der sonst viel zu steilen Bergwelt unternehmen. Ein weiteres großes Highlight für Landausflüge auf Madeira ist das jährliche Silvesterfeuerwerk. Nicht umsonst liegen am Silvesterabend zahlreiche Kreuzfahrtschiffe vor Funchal.Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Turismo da Madeira. Stand: April 2020

Der Kreuzfahrthafen von Madeira

Funchal ist ein bedeutender Kreuzfahrthafen mit mehreren Liegeplätzen für Kreuzfahrtschiffe. Auf der Webseite des Hafens kann kann man den Liegeplatz des eigenen Kreuzfahrtschiffes vorab abfragen. Bitte unter dem Menüpunkt „Ports“ auf „Ship Movements“ klicken. Hier steht dann bei jedem Kreuzfahrtschiff der Liegeplatz. Also entweder „Funchal Cais Sul“, Funchal Cais Norte oder Fundeadouro (Ankern). Letzteres kommt meistens nur an Silvester vor, wenn sehr viele Kreuzfahrtschiffe wegen des berühmten Feuerwerks nach Madeira kommen.

Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe im Funchal Cruise Port
Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe in Funchal

Sehr oft wird man „Funchal Cais Sul“ lesen, was bedeutet, dass das Kreuzfahrtschiff an der langen Mole Cais da Pontinha anlegen wird. Zwei große oder drei mittelgroße Kreuzfahrtschiffe können hier festmachen. Eine Besonderheit ist die massive Festung Fortaleza de Nossa Senhora da Conceição am Fuß der Mole, durch die ein Tunnel führt. Auf der Mole befindet sich seit 2010 auch das moderne Kreuzfahrt-Terminal Gare Maritima da Madeira. Hier gibt es u.a. eine Außenstelle der Touristeninformation, einige Geschäfte und eine Internetlounge.

Wenn „Funchal Cais Norte“ angegeben ist, liegt das Kreuzfahrtschiff beim Christiano Ronaldo Museum (Berth 6). Hier machen häufig die kleineren und mittelgroßen Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises fest. Ein günstiger Liegeplatz, da der Weg ins Zentrum von Funchal etwa einen Kilometer kürzer ist.

Neu ist ein Liegeplatz im Zentrum von Funchal. Genauer gesagt, an der Avenida do Mar beim neu gestalteten Platz des Volkes (Praça do Povo). Idealer geht es nicht. Trotzdem liegen hier relativ wenig Kreuzfahrtschiffe.

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Funchal
Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Funchal – Bild: Tegeler

Mobil auf Madeira auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Funchal auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Eine Karte von Funchal und Madeira kann hier heruntergeladen werden.

Zu Fuß

Das Zentrum von Funchal ist relativ flach und kann bequem zu Fuß erkundet werden. Allerdings müssen Urlauber, deren Kreuzfahrtschiff an der Mole liegt, erst einen längeren Fußmarsch in die Stadt zurücklegen. Vom Kreuzfahrt-Terminal bis zum Liegeplatz am Christian Ronaldo Museum läuft man ca. einen Kilometer. Bis zur Talstation der Seilbahn nach Monte geht man laut Google Maps von der Mole ca. 2,5 Kilometer.

Shuttlebusse

Manche Reedereien der an der langen Mole liegenden Kreuzfahrtschiffe bieten einen Shuttlebus ins Zentrum an. Leider erfährt man immer erst an Bord, ob es ein solches Angebot geben wird.

TUI Cruises hat für diesen Service zuletzt 9 Euro berechnet. Die Busse halten in der Nähe des Ritz Café in Funchal. Normalerweise handelt es sich um Tagestickets. Man kann den Bus mehrfach nutzen. Zum Beispiel, wenn man Mittags zum Schiff zurückfahren möchte.

Anlegen in Funchal Cruise Port
Am Silvestermorgen wird es schnell voll im Hafen – Bild: Tegeler

Bei unserem letzten Besuch fuhr eine alter Bus (Oldtimer) vom Fuß der Mole ins Zentrum. Der Fahrpreis betrug 2,50 Euro. Ob das ein dauerhafter Service ist können wir leider nicht sagen.

Taxis

Die Taxis auf Madeira haben ein Taxischild auf dem Dach und sind gelb mit einem breiten hellblauen Streifen an der Seite. Innerhalb der Hauptstadt sind alle Wagen mit Taxametern ausgestattet. Laut Bettertaxi liegt der Grundpreis bei 3,25 Euro und der Kilometerpreis bei 47 Cent.

Es gibt einen Festpreis von 7,5 Euro für eine Fahrt vom Kreuzfahrt-Terminal auf der Mole in die Stadt. Dieser Service wird mit Aufstellern beworben. Bevorzugt bieten den Fahrer natürlich mehrstündigen Rundfahrten an und haben entsprechende Routenvorschläge. Manche Fahrer sprechen sogar deutsch und haben eigene Webseiten über die sie ihre Inseltouren vertreiben. Eine vierstündige Tour kostet ca. 80 Euro für vier Personen. Ganztägige Rundfahrten liegen bei ca. 140 Euro. Auf der Webseite der Touristeninformation wird die Firma AITRAM Taxi (aitram.pt) genannt. Es gibt aber viele Alternativen.

Stadtrundfahrten

Natürlich gibt es auch in Funchal die unvermeidlichen Stadtrundfahrten mit oben offenen Hop-on-Hop-off Bussen. Im Gegensatz zu vielen anderen Häfen warten die Busse in Funchal nicht am Kreuzfahrt-Terminal. Hier gibt es bestenfalls Informationen. Man sollte sich vorab informieren, wo sich die nächste Haltestelle befindet. Bisher starten beiden Unternehmen am Beginn der Avenida do Mar wenige hundert Meter hinter dem CR7-Museum (in Richtung Stadt).

Es gibt zwei Anbieter und mehrere verschiedene Routen. Das portugiesische Unternehmen Yellow Bus Tours (yellowbustours.com) bietet neben einer Stadtrundfahrt in Funchal auch Touren nach Camara de Lobos und zum Cabo Girão an. Die aus vielen Häfen bekannten roten Busse der Firma City Sightseeing sind auch in Funchal eine Alternative. Hier gibt es eine Route mit 21 Haltestellen.

Öffentliche Busse

Auf Madeira unterscheidet man Stadtbusse und Überlandbusse. Insbesondere bei den Überlandbussen gibt es zahlreiche Unternehmen, die jeweils nur einen Teil der Insel bedienen. Einen Verkehrsverbund gibt es nicht. Alle Unternehmen arbeiten für sich und verkaufen ihre eigenen Tickets. Das ist eine Wissenschaft für sich, die sich für Landausflügler wohl nicht rechnet.

Für Funchal und die nächste Umgebung ist die Verkehrsgesellschaft Horários do Funchal zuständig. Die Webseite gibt es sogar in einer deutschsprachigen Version. Ein im Bus erworbenes Ticket kostet 1,95 Euro. Die Tageskarte liegt bei 4,50 Euro. Eine Übersicht über das Busnetz in Funchal haben wir hier hinterlegt.

Auf der Webseite von Horários do Funchal kann man unter dem Menüpunkt „Sehenswürdigkeiten“ erkennen, wie man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit dem Bus erreichen kann. Nach Monte kann man zum Beispiel mit Bussen der Linie 20, 21, und 48 fahren. Wenn man auf eine der genannten Buslinien klickt, öffnet sich Route und Fahrplan.

AIDAsol am CR7-Museum
AIDAsol am CR7-Museum (Berth 6) – Bild: Tegeler

Seilbahnen

Die Talstation der Seilbahn nach Monte am Campo Almirante Reis befindet sich in der Nähe der bekannten Markthalle. Im früheren Edelkurort Monte angekommen, kann man den schönen botanischen Garten Jardim do Monte Palace und die bekannte Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte besichtigen. Die Rückfahrt mit einem Korbschlitten ist ein besonderes Erlebnis. Die Fahrt mit der Seilbahn kostet 11 Euro (eine Strecke) und 16 Euro für die Hin- und Rückfahrt.

Eine weitere Seilbahn (telefericojardimbotanico.com) verbindet den botanischen Garten (Jardim Botânico da Madeira) mit Monte. Die einfache Fahrt kostet derzeit 8,25 Euro. Für die Hin- und Rückfahrt werden 12,75 Euro berechnet.

Korbschlitten

Die berühmten Korbschlitten (carreirosdomonte.com) starten in Monte unterhalb der bekannten Kirche Nossa Senhora do Monte. Mit der Seilbahn kommt man schnell und bequem hierher. Die rasende 2 Kilometer lange Fahrt zu Tal kostet 30 Euro für 2 Personen. Unten kann man noch ein Foto kaufen.

Korbschlitten in Monte
Die Korbschlitten starten in Monte – Bild: Tegeler

Mietwagen

Es gibt im Stadtgebiet von Funchal zahlreiche nationale und internationale Verleiher. Insbesondere in der Hotelzone. Leider hat keine Firma ein Büro im Kreuzfahrt-Terminal auf der Mole. Es gibt aber Anbieter, die Kunden am Schiff abholen oder den gemieteten Wagen zum Schiff bringen. Ein Beispiel ist die Firma Auto Rent a Car (autorentacar.net). Dieser Anbieter bringt die gemieteten Fahrzeuge kostenlos zum Hafen.

An dem Liegeplatz beim CR7-Museum hat die Firma Futuro Rent a Car (futurorent.com) eine Niederlassung. Avis und Sixt sind ca. 800 Meter von der Mole entfernt. Die Firma CityBubbles (citybubbles.pt) vermietet Renault Twizys (ein Elektrokleinfahrzeug) stundenweise oder für den ganze Tag.

Fahrräder, Fahrradtaxis und Tuk Tuks

Die Firma E-Bike Madeira (ebikemadeira.com) verleiht Fahrräder für jeden Radtyp. Insbesondere Pedelecs und Mountainbikes sind für Landausflüge in Funchal auf eigene Faust eine gute Alternative. Die Bike Station der der Firma befindet sich in Sichtweite des berühmten Belmond Reid‘s Palace Hotels an der Estrada Monumental 182 und ist vom Hafen aus zu Fuß erreichbar. Vom Fuß der Mole sind es 850 Meter.

Blick auf den Parque de Santa Catarina
Blick vom CR7-Museum auf den Parque de Santa Catarina – Bild: Tegeler

Wenn man vom Hafen in Richtung Zentrum läuft trifft man bald auf Motorrikschas (Tuk-Tuks) und Fahrradrikschas, die in Funchal Transportdienstleistungen und auch Rundfahrten anbieten. Die Fahrer warten zum Beispiel auch an der Talstation der Seilbahn nach Monte aber auch an anderen strategisch günstigen Orten. Eine Firma nennt sich Tukxi (tukxi.pt). Hier gibt es diverse Rundfahrten mit einer Länge von 20 Minuten bis 90 Minuten.

Landausflüge auf Madeira buchen

Für den Tag auf Madeira werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Madeira

Funchal liegt in einer von Steilufern umgebenen Bucht der Südküste. Im Osten tritt das Gebirge an die Küste heran und fällt schroff ins Meer ab. Reisende, die sich auf einem Kreuzfahrtschiff vom Meer her nähern, sehen Madeiras Hauptstadt wie ein riesiges antikes Theater, eingebettet zwischen grüne Berge und die tiefblaue See. Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man weit oben am Hang die Kirche Nossa Senhora do Monte. Aber nicht nur die Hauptstadt Funchal ist einen Besuch wert. Auf der gesamten Insel Madeira gibt es interessante Landausflugsziele und Aktivitäten.

Auf einen Blick
Auf einen Blick – Royal Caribbean

Die Sehenswürdigkeiten auf der Karte: A-Residenz des Gouverneurs, B-Museum für religiöse Kunst (Museu de Arte Sacra), C-Kathedrale von Funchal, D-Blandy’s Madeira Wine Lodge, E-Funchal’s Naturkundemuseum

Landausflüge in Funchal

Wenn man zum ersten Mal nach Madeira kommt, kann man in der hübschen Inselhauptstadt Funchal einen schönen Tag verleben. Die Hauptstadt der Insel hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist an sich schon eine Reise wert. Auch in der Stadt grünt und blüht es überall. Wer Gärten und Blumen liebt, kommt hier auf seine Kosten. Das Stadtzentrum ist relativ flach und kann gut zu Fuß erkundet werden. Ganz anders ist die Situation in Monte. Der ehemalige Nobelkurort liegt 600 bis 800 Meter hoch. Heute lockt die Bergstation der Seilbahn am Jardim Tropical Monte Palace viele Landausflügler an. Unterhalb der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte starten die berühmten Korbschlitten.

Jardim Botânico da Madeira

Der Jardim Botânico da Madeira liegt nordöstlich von Funchal in etwa 300 Meter Höhe an einem sanft abfallenden Hang. Eingerichtet wurde er im Jahre 1960 von der Stadtverwaltung auf dem Gelände der einstigen Quinta do Bom Sucesso der Familie Reid. Besonders bekannt ist der Garten durch das große Mosaik. Dieses haben wir als Beitragsbild (das große Bild oben) für diese Seite über Landausflüge auf Madeira ausgewählt. Es ist eines der Wahrzeichen von Funchal.

Jardim Botanico da Madeira
Jardim Botanico da Madeira – Bild: MSC Cruises

Auf 35.000 Quadratmetern sind in fünf Bereichen ca. 2.500 Pflanzen aus aller Welt zu sehen. Abgesehen von Hibiskus, Palmen, Sukkulenten und Bäumen werden auch Nutzpflanzen präsentiert. Es gibt zudem ein Café und einen fantastischen Blick über Funchal. Angegliedert ist ein Vogelpark, der im Eintritt (6 Euro) bereits enthalten ist. Der Vogelpark ist jedoch nichts für Tierfreunde.

Erreichen kann man den Garten mit einem Taxi oder einem öffentlichen Bus der Linien 29, 31 und 31A. Es gibt eine Seilbahn, die den Botanischen Garten mit dem 300 Meter höher gelegenen Monte verbindet. Die Fahrt dauert ca. 9 Minuten. Die Bergstation dieser Seilbahn befindet sich unweit des Jardim Tropical Monte Palace. Es gibt verschiedene Kombi-Tickets.

Mercado dos Lavradores

Ein weiteres Highlight ist die große Markthalle Mercado dos Lavradores (Bauernmarkt). Das Angebot an exotischen Früchten, Obst, Gemüse sowie Fleisch und Fisch ist insbesondere vormittags riesig. Es gibt innerhalb der Markthalle einen Blumenmarkt, einen Obst- und Gemüsemarkt und einen Fischmarkt. Auf dem Fischmarkt kann man einen Blick auf die Degenfische werfen, die vor Funchal gefangen werden. Manchmal kann man diese später auch an Bord kosten. An Sonn- und Feiertagen ist der Markt geschlossen.

Mercado dos Lavradores
Buntes Treiben in der Markthalle – Bild: Tegeler

Um die Markthalle herum gibt es zahlreiche kleine Restaurants. Die Talstation der Seilbahn nach Monte ist ganz in der Nähe.

Jardim Tropical Monte Palace

Im 19. Jahrhundert war Monte Wohnort der Adeligen und Reichen Madeiras. Sie errichteten Villen in tropischen Gärten. Das Monte Palace Hotel empfing fast jeden, der in Europa Rang und Namen hatte. Heute existiert das Hotel nicht mehr und der Monte Palace Tropical Garden ist ein öffentlicher Botanischer Garten. Dieser erstreckt auf 70.000 Quadratmetern. Neben Blumen und Bäumen gibt es Wasserspiele, Statuen und asiatischen Laternen. Der Eintritt liegt bei 12,50 Euro.

Die Bergstation der Teleférico do Funchal befindet sich neben dem Jardim Tropical Monte Palace.

Jardim Tropical Monte Palace
Jardim Tropical Monte Palace – Bild: Tegeler

Die Korbschlitten

Für die Korbschlitten ist Funchal (carreirosdomonte.com) in aller Welt berühmt. Seit 1850 sind die Körbe, die auf zwei Holzkufen gleiten, ein schnelles Verkehrsmittel von Monte hinunter in die Stadt. Jeder Korb für ein, zwei oder drei Personen wird von zwei weiß gekleideten Carreiros mit Strohhüten gesteuert. Die Fahrt geht über 2 Kilometer und dauert ca. zehn Minuten. Zwei Personen zahlen 30 Euro für einen Korb.

Los geht es direkt unterhalb der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte. Diese befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Jardim Tropical Monte Palace und zur Bergstation der Teleférico do Funchal. Man könnte also sehr gut mit der Seilbahn hinauf und mit dem Korb hinunterfahren. Busse der Linien 20, 21 und 48 fahren auch zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte.

Kathedrale von Funchal

Der komplette Name der Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert lautet Sé Catedral de Nossa Senhora da Assunção. Sehenswert ist insbesondere auch das Innere des Gotteshauses. Es gibt eine mit Elfenbeinintarsien geschmückte Holzdecke sowie kunstvoll geschnitzte Altäre und Chorgestühle.

Schwarzer Degenfisch
Der schwarze Degenfisch ist eine lokale Spezialität – Bild: Tegeler

Westlich der Kathedrale, in der Hauptgeschäftsstraße Avenida Arriaga, liegt das Fremdenverkehrsbüro. Die Kathedrale liegt so zentral, dass man bei einem Stadtrundgang fast zwangsläufig hier vorbeikommt.

Parque de Santa Catarina

Der Parque de Santa Catarina befindet sich oberhalb des Hafens etwa auf der Höhe des Liegeplatzes „Funchal Cais Norte“ beim CR7-Museum. Der Park umfasst 36.000 Quadratmeter Blumenbeete, Rasenflächen und Spazierwege. Man hat einen tollen Blick auf den Hafen und kann ein schönes Foto vom Schiff machen. Es gibt ein nettes Café mit gutem Kuchen.

Rua de Santa Maria

Schöne Fotomotive findet man in der schmalen Rua de Santa Maria mit ihren bunt bemalten Eingangstüren. Auch hier gibt es jede Menge Gastronomie und viele Kellner, die um Kundschaft werben. Die Gasse liegt ein Stück hinter der Talstation der Seilbahn und unweit des Mercado dos Lavradores.

Nossa Senhora do Monte
Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte – Bild: MSC Cruises

CR7 Museum

Christiano Ronaldo stammt aus Funchal. Klar das man dem exzentrischen Fußballstar ein eigenes Museum gewidmet hat. Den Flughafen hat man schließlich auch bereits nach ihm benannt. Das Museum befindet sich direkt beim „Funchal Cais Norte“ und kostet 5 Euro Eintritt. Man erfährt einiges über das Leben des Stars und seine Stationen im Profi-Fußball. Natürlich gibt es auch jede Menge Pokale und Trikots zu sehen.

Madeira Story Centre

Im Madeira Story Centre in der Altstadt von Funchal dreht sich alles um die Geschichte und die Kultur von Madeira. Die Ausstellungen sind so gestaltet, dass sie auch für Kinder interessant sind. Angeschlossen sind ein Restaurant und ein großer Souvenirshop. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.

Blick vom Jardim Tropical Monte Palace auf den Hafen
Blick vom Jardim Tropical Monte Palace auf den Hafen – Bild: Tegeler

Blandy’s Wine Lodge

Wer einmal den berühmten Madeira-Wein kosten möchte, sollte eine Tour in Blandy’s Wine Lodge (blandyswinelodge.com) buchen. Die Lodge ist ein schönes altes Gebäude (ein ehemaliges Kloster) mit vielen großen hölzernen Fässern. Sie befindet sich zentral in Funchal in der Av. Arriaga Nr. 28, direkt neben dem schönen kleinen Jardim Municipal do Funchal. Die Premium-Tour (45 Minuten) gibt es zum Preis von 9,50 Euro auch in deutscher Sprache.

Pico dos Barcelos

Der Aussichtspunkt Pico dos Barcelos liegt in 350 Metern Höhe am westlichen Stadtrand von Funchal und bietet einen tollen Blick über die Bucht und den Hafen. Am Horizont erkennt man noch die Ilhas Desertas. Etwas Gastronomie, ein Souvenirshop und ein kleiner Garten gehören mittlerweile zum schön gestalteten Areal.

Landausflugsziele auf Madeira

Natürlich gibt es auf der berühmten Blumeninsel im Atlantik auch außerhalb der Hauptstadt zahlreiche lohnenswerte Ziele für einen Landausflug auf Madeira. Die Insel ist mit einer Länge von 57 Kilometern und einer maximalen Breite 22 Kilometern nicht allzu groß. Allerdings ist die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der schroffen und unwegsamen Insel deutlich niedriger als hierzulande. Die höchsten Berge erreichen fast die 2.000 Meter Marke. Aus diesem Grund nehmen sich selbst ganztägige Landausflüge häufig nur einen Teil der Insel zum Ziel.

Küste beim Ponta do Pargo
Küste beim Ponta do Pargo – Bild: Tegeler

Camara de Lobos

Ein beliebtes Ziel für Landausflüge auf Madeira ist zum Beispiel das schöne Fischerdorf Camara de Lobos, das durch Winston Churchill berühmt wurde. Im halbrunden Hafen liegen zahlreiche bunte Fischerboote, die hier auch direkt repariert und gestrichen werden. Hier saß Churchill mit seiner Staffelei und malte. Noch heute leben in Camara de Lobos viele Fischerfamilien. In den Restaurants kann man einheimische Fischgerichte probieren. Oberhalb des Parkplatzes am Hafen startet eine Bimmelbahn (Madeira Green Train) zum Cabo Girão. Im Hinterland des fünf Kilometer westlich von Funchal gelegenen Dorfes befinden sich große Anbaugebiete für Madeirawein.

Cabo Girão

Nicht weit von Camara de Lobos befindet sich ist das bekannte Cabo Girão, ein weiteres beliebtes Landausflugsziel auf Madeira. Das Cabo Girão ist mit einer Höhe von gut 560 Metern eine der höchsten Steilklippen der Welt und bietet einen atemberaubenden Blick nach Osten über die Bucht von Funchal und nach Westen bis Punta do Sol. Für die mutigen Touristen wurde eine Aussichtsplattform mit einem Glasboden (Skywalk) gebaut.

Miradouro de Cabo Girao
Miradouro de Cabo Girao – Bild: MSC Cruises

Am Fuß des Steilhangs sieht man die Terrassenfelder in Fajã dos Padres, die früher nur mit Booten erreichbar waren. Heute kann man mit einem Panoramaaufzug (Elevador da Fajã dos Padres) hinunterfahren. Unten gibt es Ferienwohnungen, ein Restaurant und eine Liegefläche mit Liegestühlen. Die Fahrt kostet zehn Euro.

Pico do Arieiro

Der Pico do Arieiro ist mit einer Höhe von 1.818 Metern der dritthöchste Berg Madeiras. Da der Gipfel mit dem Auto erreichbar ist, kommen auch viele Touristen hierher. Es gibt sogar ein Restaurant und ein Souvenirgeschäft. Die Aussicht reicht an klaren Tag bis Porto Santo und den Ilhas Desertas. Am Parkplatz starten schöne Wanderungen zu Aussichtspunkten in der Umgebung. Sogar den Pico Ruivo, den höchsten Berg Madeiras, kann man im Rahmen einer anstrengenden Wanderung erreichen. Die gesamte Tour dauert ca. 3 Stunden.

Levadawanderungen

Der Klassiker auf Madeira sind die Levadawanderungen. Neben den für die Insel typischen Bewässerungskanälen gibt es immer auch einen Fußweg. Geführte Touren bieten sich an, denn die Karten sind oft nicht perfekt. Unter welchen Mühen und Gefahren die Kanäle gebaut wurden, die das Wasser von den Quellen an den Nordhängen durch das Gebirge nach Süden leiteten, kann man nachempfinden, wenn man beim Wandern an Levadas entlang balanciert, die wie steinerne Rinnen an senkrechten Felswänden verlaufen oder sich durch Tunnels zwängen. Das Levada-Netz hat heute eine Länge von 2.150 Kilometer. Geführte Levada Wanderungen kann man in der Regel auch an Bord oder bei lokalen Veranstaltern buchen.

Levadawanderung
Levadawanderung – Bild: Tegeler

Nonnental

Das Nonnental (Curral das Freiras) liegt in einem Talkessel umgeben von steilen Felswänden im Zentrum von Madeira, ca. 19 Kilometer von Funchal entfernt. Der Talkessel war in früheren Zeiten nahezu unzugänglich und bot Nonnen Schutz vor Piraten. Auch entlaufende Sklaven siedelten sich hier an. Heute leben die Menschen im Dorf von der Landwirtschaft und vom Tourismus. Kleine Restaurants werben um die Urlauber. Eine Spezialität sind Esskastanien, aus denen viele Produkte und Gerichte hergestellt werden.

Durch einen Tunnel ist das Nonnental mittlerweile gut zu erreichen. Trotzdem ist die Fahrt durch das steile Hinterland von Funchal ein Erlebnis. Es gibt mehrere schöne Aussichtspunkte und natürlich auch zahlreiche Wanderwege.

Santana

Satana ist ein Städtchen mit gut 3.000 Einwohnern und liegt an der Nordküste von Madeira knapp 40 Kilometer von Funchal entfernt. Viele Landausflügler kommen hierher, um die „Casas típicas de Santana“ zu sehen. Das sind die strohgedeckten Bauernhäuser, deren Dächer bis zum Boden reichen. Man kennt das Bild aus vielen Kreuzfahrtprospekten. Die tradionellen Häuschen sind eines der Wahrzeichen Madeiras. Der Kreis Santana ist ein Biosphärenreservat der UNESCO. Die Region ist für ihre Steilküsten und die Fruchtbarkeit des Bodens bekannt.

Casas típicas de Santana
Casas típicas de Santana – Bild: Tegeler

Miradouro do Cristo Rei

Die Christo-Rei-Statue steht auf einer kleinen Halbinsel ca. 12 Kilometer östlich von Funchal und hat sich wegen der schönen Aussicht zu einem Touristenmagnet entwickelt. Die Christus Statue stammt bereits aus den 1920er-Jahren und ist 14 Meter hoch. Wer möchte, kann mit einer Seilbahn zum Strand Praia do Garajau am Fuß der Halbinsel fahren.

Naturschwimmbecken Porto Moniz

Der Ort Porto Moniz (portomoniz.pt) im Nordwesten von Madeira ist bekannt für seine Naturschwimmbecken aus erkalteter Lava. Das Meer kann einströmen und die Becken mit frischem Meerwasser versorgen. Bei starkem Seegang ist die Anlage deshalb manchmal geschlossen.

Insgesamt sind die Becken fast 4.000 Quadratmeter groß. Der Eintritt ist mit 1,5 Euro sehr günstig. Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten und Schließfächer sind vorhanden. Zwischen der Becken gibt es eine Liegefläche mit Liegen und Sonnenschirmen. Leider ist Porto Moniz bereits 50 Kilometer von Funchal entfernt. Für Madeira ist das eine richtige Strecke. Laut Google Maps benötigt man 1 Stunde und 24 Minuten.

Landausflüge auf Madeira
Landwirtschaft wo immer es geht – Bild: Tegeler

Grutas de Sao Vicente

Die Grutas de Sao Vicente (naturnorte.com) sind ein System von Lavahöhlen, die bei einem Ausbruch vor Urzeiten entstanden sind. Seit 1996 sind die Höhlen für die Öffentlichkeit zugänglich und können auf einem knapp einen Kilometer langen Rundweg erkundet werden. Am Ende des Weges wurde ein Zentrum des Vulkanismus eingerichtet. Der Eintritt liegt bei 8 Euro. Die Höhlen liegen an der Nordküste von Madeira, knapp 35 Kilometer von Funchal entfernt.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks.