Falmouth auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Falmouth auf eigene Faust zusammengestellt. Seit 2011 gibt es diesen neuen Kreuzfahrthafen für Karibik Kreuzfahrten an der Nordküste Jamaikas, der auch die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt aufnehmen kann. Der Hafen ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staates Jamaika und der amerikanischen Reederei Royal Caribbean. Die kleine Stadt Falmouth ist Hauptstadt des Landkreises Trelawny und liegt rund 30 km von Montego Bay und 70 Kilometer von Ocho Rios entfernt direkt am Meer.

andausflüge in Falmouth auf eigene Faust
Blick auf den Hafen – Bild: Cruise Jamaica

Falmouth ist eine alte und früher sehr bedeutende Stadt, die im 18. Jahrhundert von den Briten am Reißbrett geplant wurde. Das rechtwinklige Straßenmuster ist noch heute gut zu erkennen. Der historische Stadtkern aus dem 18. Jahrhundert gilt als einer der besterhaltenen in der Karibik. Nach dem Ende der Sklaverei und dem Niedergang der Zuckerwirtschaft geriet die Stadt in Vergessenheit. Rückblickend ist dieser Niedergang ein Glück für die vielen schönen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es gab später einfach kein Geld für Neubauten. Der Historic Falmouth Cruise Port hat der kleinen Stadt mit weniger als 10.000 Einwohnern wieder Leben eingehaucht. Mittlerweile wurden auch viele der alten Häuser restauriert. Mit US Dollar kommt man hier gut klar. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Jamaica Tourist Board. Stand: Juni 2020

Der Kreuzfahrthafen von Falmouth

Der Historic Falmouth Cruise Port wurde 2011 auf einer dreieckigen Halbinsel neu errichtet. Es gibt zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Auch die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt können hier festmachen. Die Landfläche zwischen den beiden Liegeplätzen wurde im georgianischen Architekturstil sehr schön bebaut und beherbergt heute zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Die Filiale von Jimmy Buffet‘s Margaritaville verfügt sogar über einen Pool mit Liegestühlen.

Das Areal aus der Luft
Das Areal aus der Luft – Bild: Cruise Jamaica

Das gesamte Areal ist abgesperrt und ca. 500 Meter lang. Die Breite beträgt bis zu 300 Metern. Es gibt an der Spitze ein großes Terminalgebäude für beide Liegeplätze. Hier findet man eine Touristeninformation mit den üblichen Materialien. Wenn man aus dem Terminalgebäude heraustritt, steht man auf der Arrival Plaza, die von langgezogenen Gebäuden mit zahllosen Geschäften und Restaurants gesäumt wird. Viele der bekannten Marken, die man aus anderen Häfen der Karibik kennt, sind hier vertreten. Weiter hinten gibt es mit dem Trelawny Square einen weiteren Platz. Natürlich darf ein großer Parkplatz für Landausflugsbusse und ein Taxistand mit festen Preisen nicht fehlen. Hier eine Karte des Hafens.

Mobil in Falmouth auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Falmouth auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungen zu beliebten Landausflugszielen in der Region:

  • Rose Hall Great House: 21,6 km
  • Good Hope Estate House: 10,2 km
  • Dunn’s River Falls: 63,2 km
  • Martha Brae Rafting Village: 6,5 km
  • Green Grotto Caves: 35,5 km
  • Burwood Beach: 6,5 km
  • Hampden Estate: 16,3 km
  • Luminous Lagoon Glistening Waters: 3,1 km
Mit der Kutsche durch Falmouth
Mit der Kutsche durch Falmouth – Bild: Cruise Jamaica

Zu Fuß

Viele Landausflügler verbringen ihre Zeit auf dem Hafengelände und in Falmouth. Die kleine Stadt mit ihren schönen historischen Gebäuden kann man bequem zu Fuß erkunden. Hilfreich ist eine Walking Tour Map für die Erkundung des Städtchens Falmouth. Diese bekommt man bei der Touristeninformation im Hafen.

Die Menschen sind hier weitaus freundlicher und vor allem weniger aufdringlich als in den anderen Häfen Jamaikas. Wenn man die Hafentore passiert hat, erreicht man den zentralen Water Square in fünf Minuten. Falmouth ist eine Kleinstadt, die Entfernungen sind kurz. Wer Interesse an der Geschichte des Ortes hat, könnte an einem geführten Stadtrundgang teilnehmen.

Trolleys und Kutschen

Wer es bequemer mag oder nicht so gut zu Fuß ist, kann Falmouth mit einem Trolley Train erkunden. Die kurze einstündige Stadtrundfahrt kostet allerdings bereits 25 US Dollar. Alternativen sind Kutschfahrten.

Taxipreise
Taxipreise

Taxis

Zahlreiche offizielle Taxis warten auf die Urlauber. Die lizenzierten Taxis tragen alle den JTB-Sticker des Jamaica Tourist Board. Die Fahrpreise (US Dollar) für eine Taxi mit bis zu vier Fahrgästen sind festgelegt und stehen auf großen Schildern. Natürlich gibt es auch mehrstündige Taxitouren. Man kann man die Taxis für 35 US Dollar pro Stunde auch stundenweise mieten, wobei die Mindestmietdauer bei zwei Stunden liegt.

Shuttlebusse

Montego Bay ist nur ca. 30 Kilometer entfernt. Es gibt feste Verbindungen vom Historic Falmouth Cruise Port zu verschiedenen Zielen in dem bekannten Urlaubsort, wie man auf dem Foto unten erkennen kann. Der Hip Strip ist ein Abschnitt der Gloucester Avenue beim berühmten Doctor‘s Cave Beach. Weitere Informationen gibt es in unserer Hafenbeschreibung von Montego Bay.

Preise Shuttle Service
Preise Shuttle Service

Landausflüge in Falmouth buchen

Für den Tag in Falmouth auf Jamaika werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es unten. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Falmouth

Wer möchte, kann den Tag in Falmouth auf eigene Faust gestalten, ohne die kleine Stadt zu verlassen. Es gibt Unerfreulicheres, als nach einem kleinen Rundgang durch den Ort an einer Bar zu sitzen oder die einheimische Küche auszuprobieren. Insbesondere Jamaican Jerk Chicken sollte man mal probiert haben. Im Jimmy Buffet‘s Margaritaville gibt es neben gutem Essen und leckeren Cocktails einen Poolbereich mit Swim-up Bar und Whirlpool. Darüber hinaus, findet man im Hafen viele Geschäfte und eine kleine Bar der bekannten Applegate Estate Jamaica Rum Destillery.

Wer etwas von der Umgebung sehen möchte, benötigt ein Verkehrsmittel. Lizenzierte Taxis und organisierte Landausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung sind das Mittel der Wahl. Weiter unten stellen wir einige Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Falmouth näher vor. Dabei gibt es gewisse Überschneidungen mit den Häfen Ocho Rios und Montego Bay. Falmouth liegt verkehrsgünstig zwischen den beiden jamaikanischen Urlaubszentren, die über die Küstenautobahn schnell und bequem zu erreichen sind. Auch Negril mit seinem traumhaften Seven Mile Beach ist gerade noch in Reichweite.

Pool im Margaritaville
Jimmy Buffet’s Margaritaville Falmouth – Bild: Historic Falmouth Cruise Port

Falmouth

Der Ort wurde 1769 in der Blütezeit der Zuckerwirtschaft gegründet. Der Grundriss der Planstadt ist heute noch gut zu erkennen. Das historische Zentrum gilt gar als der am besten erhaltene historische Stadtkern der Karibik. Insbesondere die vielen Gebäude im georgianischen Stil sind ein Highlight. Falmouth war eine reiche Hafenstadt mit fünf Tageszeitungen und einem Leitungswassernetz. Mit dem Ende der Sklaverei und der Niedergang der Zuckerwirtschaft verlor die Stadt ihre Bedeutung und ihren Reichtum.

Seit einigen Jahren erwacht Falmouth wieder zum Leben. Viele Gebäude wurden bereits restauriert, andere haben dies noch vor sich. Für einen kurzen Stadtbummel hat man auch vor oder nach einem Landausflug noch Zeit. Er etwas mehr über die Historie und die einzelnen Gebäude erfahren möchte, sollte an einem geführten Stadtrundgang teilnehmen. Aber auch die Walking Tour Map, die im Hafen verteilt wird, beinhaltet neben der Karte Erläuterungen zu einzelnen Gebäuden.

Rose Hall Great House

Das Rose Hall Great House ist ein Herrenhaus aus dem Jahre 1770. Es entstand als Sitz eines reichen englischen Pflanzers inmitten von Zuckerrohrfeldern. Rose Hall wurde in den 1970er-Jahren von einem amerikanischen Ehepaar restauriert und gilt heute als bekanntestes Gebäude auf Jamaika. Der Grund dafür ist die Legende der Pflanzersgattin Annie Palmer. Angeblich hat sie John Palmer und zwei weitere Ehemänner ermordet. Die Geschichte der „White Witch of Rosehall“ wird auch heute noch den Besuchern präsentiert, die sogar das angebliche Grab der Annie Palmer zu Gesicht bekommen. Historisch die Geschichte nicht belegbar.

Landausflüge in Falmouth zum Rose Hall Greathouse
Rose Hall Great House – Bild: MSC Cruises

Good Hope Estate House

Das Good Hope Estate gehörte Ende des 18. Jahrhunderts dem größten Land- und Sklavenbesitzer Jamaikas. Das gut erhaltene Herrenhaus steht auf einem Hügel oberhalb des Martha Brae Rivers. Angeblich reichte das Land der Plantage soweit das Auge reicht. Das Herrenhaus kann im Rahmen von interessanten Führungen besichtigt werden. Auch der schöne Garten ist sehenswert.

Die Führungen werden von der in der Karibik bekannten Firma Chukka Caribbean Adventures veranstaltet, die auch sehr viele Landausflüge der Reedereien durchführt. Unweit des Herrenhauses bietet die Firma noch allerlei Abenteuer an, die man auch an Bord buchen kann. Darunter River Tubing, Zip-Line oder Appleton Rum Tasting Experience.

Martha Brae River

Der Martha Brae River ist bekannt für Rafting auf Bambus-Flößen. Die langen Flöße werden von einem Einheimischen mit einer langen Bambusstange manövriert und sind jeweils nur für 2 Gäste ausgelegt. Die Fahrt über den Fluss dauert etwa eine Stunde und führt durch eine dichte Vegetation. Der Fluss fließt gemächlich bis zur Mündung bei Falmouth. Ein entspanntes Naturerlebnis.

Martha Brae River Rafting
Rafting auf dem Martha Brae River – Bild: MSC Cruises

Rio Bueno River

Der Rio Bueno mündet ca. 25 Kilometer von Falmouth entfernt (in Richtung Ocho Rios) ins Meer. Hier gibt es eine Bucht mit einem tiefen Hafen. Hier hat Kolumbus bei seinem ersten Besuch auf Jamaika geankert. Der Rio Bueno ist aber aus anderen Gründen Ziel von Landausflügen in Falmouth auf Jamaika. Der Fluss hat mehr Strömung als der Martha Brae River und teilweise auch Stromschnellen, so dass neben Rafting auch River Tubing möglich ist. Wem der Martha Brae River zu gemächlich fließt, kann hier einen etwas abenteuerlicheren Tag verbringen.

Luminous Lagoon

Der Martha Brae River mündet bei Falmouth in die Luminous Lagoon und dann ins Meer. In der von dichten Mangrovenwäldern gesäumten Lagune leben Millionen von Dinoflagellaten. Die mikroskopisch kleinen Organismen leuchten auf, wenn sie entsprechend stimuliert werden. Die Stimulation kann zum Beispiel durch Schwimmbewegungen, den Paddel eines Kajaks oder durch vorbei schwimmenden Fische erfolgen. Ein tolles Naturerlebnis, das man natürlich nur in der Dunkelheit genießen kann. Man ist also auf entsprechende Liegezeiten angewiesen. Wenn es in Falmouth nicht klappt, bietet sich meistens auch in San Juan (Puerto Rico) eine Gelegenheit. Hier bleiben die Kreuzfahrtschiffe häufig bis Mitternacht.

Falmouth Swamp Safari

Das Jamaica Swamp Safari Village enstand 1969 als Krokodilfarm. Heute leben hier auch Affen, Leguane, exotische Vögel und Schlangen. Für Tierfreunde eher kein Vergnügen. Für die Fans der James Bond Filme vielleicht schon.

Viele Bond-Fans werden sich an den Film „Leben und Sterben lassen“ mit Roger Moore aus dem Jahre 1973 erinnern. Das war der Film mit der verrückten Jagd mit Schnellbooten. In einer Szene wird James Bond auf einer Plattform inmitten eines Teiches voller Krokodile ausgesetzt. Die Krokodile lassen sich nicht lange bitten und nähern sich „ihrem Futter“. Bond rettet sich an Land, in dem er die Rücken der Tiere als Trittsteine verwendet. Der damalige Besitzer der Farm nahm dem Hauptdarsteller diesen Stunt ab und machte sein Unternehmen dadurch bekannt.

Good Hope Estate House
Good Hope Estate House – Bild: MSC Cruises

Hampden Estate Rum Tour

Hampten Estate ist eine der ältesten und bekanntesten Rum-Destillerien Jamaikas. Das Unternehmen war bei der Entstehung der Stadt Falmouth beteiligt und verschiffte die Produkte über den damals neuen Hafen. Wer Jamaica Rum mag, sollte eine Distillery Tour mitmachen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Unternehmens. Hampton Estate ist nur gut 16 Kilometer vom Hafen entfernt und gut mit einem Taxi zu erreichen. Entsprechende Landausflüge gibt es in der Regel auch.

Dunn‘s River Falls

Die Dunn‘s River Falls sind wohl das bekannteste Ziel für Landausflüge auf Jamaika. Sie befinden sich unweit von Ocho Rios und gehören zu den nationalen Schätzen des Landes. Über eine Länge von 200 Metern stürzt der Fluss über Gesteinstreppen dem Meer entdecken. Mit rutschfesten Schuhen kann man die Fälle Stück für Stück erklimmen und in den vielen natürlichen Bassins baden.

Dunn's River Falls
Dunn’s River Falls – Bild: MSC Cruises

Die Strände

Rund um Falmouth gibt es einige Strände und Beach Clubs, die vom Hafen aus gut zu erreichen sind. Zudem besteht die Möglichkeit, über einen Day Pass für einige Stunden Gast eines Strandhotels zu sein. Angebote gibt es bei den Reedereien oder bei amerikanischen Portalen wie Resortforaday.com.

Blue Waters Beach Club

Der Blue Waters Beach Club (bluewatersbeachclub.com) befindet sich in Coopers Pen nur etwa 10 Autominuten vom Kreuzfahrthafen in Falmouth entfernt. Hier gibt es einen schönen Strand mit Liegen und Sonnenschirmen. Für das leibliche Wohl sorgen ein Restaurant mit Bar. Das Meer ist allerdings häufig unklar, weshalb Schnorcheln nicht möglich ist.

In Falmouth auf eigene Faust zum Strand
Strand bei Falmouth – Bild: MSC Cruises

Burwood Beach

Vom Hafen aus gesehen nur wenige Kilometer weiter (in Richtung Ocho Rios) folgt der öffentliche Burwood Beach. Es handelt sich um einen öffentlichen Strand, der gleichermaßen von Einheimischen und Kreuzfahrtpassagieren genutzt wird. Der schöne Strand wurde 2016 modernisiert und mit sanitären Anlagen ausgestattet. Auch Familien mit Kindern dürften sich hier wegen des flachen Wassers wohlfühlen. Allerdings gibt es relativ wenig Schatten. Touristen zahlen unseres Wissens 5 US Dollar Eintritt.

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