Palermo auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Palermo auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hauptstadt der italienischen Insel Sizilien ist ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer. Es lohnt sich, früh aufzustehen und an Deck (oder auf dem Balkon) zu sein, wenn das Kreuzfahrtschiff sich dieser so gänzlich sizilianischen Hafenstadt nähert. Der Anblick von See ist wirklich wunderschön. An der Westküste des gleichnamigen Golfes gelegen, ist Palermo umgeben von der Conca d’Oro (der goldenen Muschel), einer künstlich bewässerten fruchtbaren Ebene. Nördlich des Hafens erhebt sich der Monte Pellegrino, ein Glied in der Bergkette, die die Conca d’Oro umschließt. Mit knapp 700.000 Einwohnern ist Palermo die fünftgrößte Stadt Italiens. Eine richtige Großstadt also und eine alte Stadt dazu. In Palermo folgten schon in der Antike Phöniker, Griechen, Karthager und Römer einander. Aber die bekannten großen Sehenswürdigkeiten der Stadt stammen aus normannischer, staufischer und auch aus spanischer Zeit. Das Straßenbild ist genauso bunt und farbenfroh wie die wechselvolle Geschichte der Stadt. Trotzdem scheiden sich bei Palermo auch de Geister. Für manche deutsche Augen überdecken der Schmutz und der Verfall die unbestittene Schönheit der Stadt. (Stand: Dezember 2019)

Landausflüge in Palermo auf eigene Faust
Die Kathdrale Maria Santissima Assunta – Bild: MSC Kreuzfahrten

Der Kreuzfahrthafen von Palermo

Palermo ist einer der Häfen, in dem Kreuzfahrtschiffe innenstadtnah anlegen. Praktisch für alle, die Palermo auf eigene Faust erkunden möchten.

Derzeit machen die Kreuzfahrtschiffe an der Molo Piave und an der Molo Vittorio Veneto al Porto fest. Auf der Molo Vittorio gibt es eine schöne alte Stazione Marittima, die aber mittlerweile wohl nicht mehr genutzt wird. Bei unserem letzten Besuch führte die Gangway direkt auf die Mole. Das Tourismusbüro ist mit einem Stand vertreten. Hier bekommt man Stadtpläne und weitere Informationen. Der Kreuzfahrt- und Fährhafen von Palermo soll komplett neu gestaltet werden. Dazu kursieren auch diverse Pläne im Netz. Bis dahin werden aber wohl noch Jahre vergehen.

Rund um den Hafenausgang erwarten zahlreiche Verkäufer die Landausflügler. Taxifahrer versuchen, mit Flyern bewaffnet, Rundfahrten zu verkaufen. Des Weiteren, gibt es Kutschen, Busse, Bimmelbahnen und einige Tuk Tuks, die ebenfalls auf Kundschaft hoffen.

Der Kreuzfahrthafen vo Palermo
Der Hafen liegt zentral – Bild: Tegeler

Mobil in Palermo auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Palermo auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt:

Zu Fuß

Das historische Zentrum mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten liegt in Hafennähe und kann bequem zu Fuß erkundet werden. Die vielen Gassen und Fußgängerbereiche kann man ohnehin nur so erreichen. Ein detaillierter Stadtplan mit allen Sehenswürdigkeiten kann hier heruntergeladen werden. Hier noch einige Entfernungsangaben zu wichtigen Sehenswürdigkeiten.

  • Quattro Canti: 1,8 Kilometer
  • Teatro Massimo: 1,2 Kilometer
  • Chiesa del Gesù (Casa Professa): 2,2 Kilometer
  • Kathedrale von Palermo: 2,2 Kilometer
  • Palazzo die Normanni: 3 Kilometer
  • Botanischer Garten: 2,3 Kilometer
  • Mercato Vucciria: 1,4 Kilometer
  • Piazza Pretoria: 1,9 Kilometer
  • Teatro Politeama: 750 Meter

Auf dieser Webseite hat sich die Autorin Gedanken gemacht, wie man die verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu einem schönen Stadtrundgang verbindet.

Anlegen in Palermo
Anlegen in Palermo – Bild: Tegeler

Stadtrundfahrten

Es gibt in Palermo am Hafen oder in Hafennähe zahlreiche Anbieter von Stadtrundfahrten mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

Hop-on Hop-off Busse

Auch in Palermo gibt es die beliebten roten Doppeldeckerbusse der Firma City-Sightseeing, die auf zwei Routen durch die Stadt fahren. Eine dritte Route führt nach Monreale. Nach dem bekannten Prinzip, kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgende Busse weiterfahren. Neu im Programm ist im Sommer ein Transfer nach Mondello mit seinem Traumstrand. Eine Übersicht über die Routen haben wir hier hinterlegt. In den Wintermonaten gibt es einen eingeschränkten Service. Die oben offenen Busse stehen auf dem Platz vor dem Teatro Politeama Garibaldi an der Via Enrico Amari. Das wunderschöne Teatro erreicht man vom Hafen aus in ca. zehn Minuten zu Fuß. Tickets und weitere Informationen bekommt man in einem kleinen Kiosk vor dem Hafenausgang. Vorab reservieren kann man die Tickets zum Beispiel bei GetYourGuide*.

Free Centro Storico

Die regionale Verkehrsgesellschaft AMAT bietet seit 2016 eine kostenlose Stadtrundfahrt an. Dieser Service heißt „Free Centro Storico“ und verbindet die Piazza Indipendenza mit der Piazza del Cavalluccio Marino. Letztere ist ca. 1,5 Kilometer vom Hafen entfernt. Die Busse (weiß, blau und orange) halten an der Kathedrale, am Teatro Massimo und in der Nähe der bekannten Märkte della Vucciria und Ballarò. Einen Routenplan haben wir hier hinterlegt. Alle sechzehn Minuten fährt ein Bus. Sizilianische Minuten wohlgemerkt. Ob es den Service im nächsten Jahr gibt, wird immer neu entschieden.

Palermo auf eigene Faust mit einer Kutsche
Kutschen am Hafenausgang – Bild: Tegeler

Bimmelbahnen

Wir haben am Hafen mehrere Bimmelbahnen gesehen, die eine Stadtrundfahrt in Palermo für zehn Euro anboten. Die Bimmelbahnen von Lilly‘s Train Tour (lillytrainstour.it) starten zum Beispiel alle 50 Minuten am Hafen, wenn Kreuzfahrtschiffe angekündigt sind. Mangels zuverlässiger Webseiten muss man sich überraschen lassen, ob man eine oder mehrere Bimmelbahnen am Hafen vorfindet.

Tuk Tuks

Tuk Tuks kennt man aus Asien. In Italien heißten die dreirädrigen Gefährte der Firma Piaggio „Ape“, was wohl soviel wie Biene bedeutet. Fleißige Arbeitsbienen sind diese Fahrzeuge auf jeden Fall. Wir haben auch in Palermo einiger dieser Tuks Tuks am Hafenausgang gesehen. Angeboten werden Stadtrundfahrten ober Fahrten zu bestimmten Zielen. Für bis zu vier Fahrgäste kosteten einstündige Touren 70 Euro und zweistündige Rundfahrten 120 Euro. Auch hier ist wohl Verhandlungsgeschick gefragt. Ein Anbieter hat sogar eine Webseite (apetourpalermo.it).

Kutschen

Am Hafen und auf verschiedenen Plätzen in der Stadt warten Pferdekutschen auf Kundschaft. Auch hier muss man den Fahrpreis aushandeln. Die Preise sind mit etwa 80 Euro pro Stunde happig. Vier Personen können sich eine Kutsche teilen. Man muss selber auf die Zeit achten. Ist eine Stunde vergangen, kostet es wieder 80 Euro. Wer möchte, achtet bitte auf den Zustand der Pferde. Man muss ja Tierschändern nicht auch noch Geld geben.

Kreuzfahrtschiffe in Palermo
Kreuzfahrtschiffe in Palermo – Bild: Tegeler

Öffentliche Verkehrsmittel

Die orangefarbenen Busse der öffentlichen Verkehrsgesellschaft AMAT werden in den Sommermonaten gerne genutzt, um zum Beispiel den beliebten Mondello Strand zu erreichen. Ein öffentlicher Bus der Linie 806 fährt ca. alle 10 bis 20 Minuten von der Piazza Don Luigi Sturzo nach Mondello. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehr ca. 35 bis 45 Minuten. Wir sind am Kurhaus ausgestiegen. Nach dem gleichen Muster kann man mit dem Bus 812 auf den Monte Pellegrino fahren. Am Wochenende kommen auch viele Einheimische hierher, so dass es sehr voll werden kann. Auch im Bus.

Um die Piazza Don Luigi Sturzo zu erreichen, folgt man vom Hafen aus der Via Emerico Amari bis zur Via Roma. Dort biegt man rechts ab (in die Via Roma). Nach wenigen Metern erreicht man den Platz, an sich dem zahlreiche Buslinien kreuzen. Tickets für 1,40 Euro kann man in den Tabacchi-Läden (mit dem großen T) kaufen. Einfach auf die blauen Schilder achten. Wir würden gleich Fahrkarten für die Hin- und Rückfahrt erwerben. Wer möchte, kann aber auch im Bus bezahlen. Dann zahlt man mit 1,80 Euro etwas mehr. Das Ticket muss im Bus entwertet werden und ist 90 Minuten gültig. Das Tagesticket kostet 3,50 Euro.

Neben den öffentlichen Busse gibt es in der Stadt auch eine nagelneue Straßenbahn (2015) und ein kleines Metronetz. Das Liniennetz ist aber derzeit so gestaltet, dass es für Landausflügler weitestgehend nutzlos ist. Die Metro wird von der italienischen Bahn Trenitalia betrieben. Für die Straßenbahn ist die Verkehrsgesellschaft AMAT zuständig.

Bus vor dem Teatro Politeama
Bus vor dem Teatro Politeama – Bild: Amat Palermo

Taxen

Zahlreiche Taxen warten am Kreuzfahrthafen auf Kunden. Angeboten werden sowohl Rundfahrten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten als auch Fahrten zu bestimmen Zielen. Die Fahrt zum Mondello Beach kostet ca. 25 Euro. Taxameter sind oft nicht vorhanden oder werden nicht eingeschaltet. Vorsicht ist deshalb geboten. Unbedingt die Preisfrage vor der Abfahrt klären.

Unserer Erfahrung sind die Fahrer nur an längeren Fahrten, insbesondere Rundfahrten interessiert. Sie stehen deshalb mit Flyer bewaffnet am Hafenausgang. Für Einzelfahrten werden oft Abwehrkonditionen genannt. Zwei lokale Taxizentralen mit eigenen Webseiten sind Radio Taxi Trinacria und Autoradio Taxi. Bei Radio Taxi Trinacria gibt es verschiedene Tour-Vorschläge. Eine dreistündige Stadtrundfahrt mit einigen Stopps kostet zum Beispiel 120 Euro. Für die fünfstündigen Touren werden 200 Euro bzw. 250 Euro verlangt.

Landausflüge in Palermo buchen

Wer keine Lust hat, sich im Urlaub mit Fahrplänen oder lokalen Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten italienischen Reederei MSC Cruises bei. Andere Reedereien haben ein mehr oder weniger ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und meist deutschsprachigen Reiseleitern findet man bei Meine Landausflüge* (s. oben). Weitere Angebote von GetYourGuide* gibt es am Ende dieser Seite.

Highlights für Landausflüge in Palermo

Viele der Sehenswürdigkeiten Palermos lassen sich vom Hafen aus gut zu Fuß erkunden. Dabei sollte man auf die Taschendiebe achten, die hier sicher zu den besten ihrer Zunft gehören. Ähnlich wie in Neapel hat bekommt man mit einem kundigen Führer mehr Zugang. Man kann aber auch sehr gut auf eigene Faust bummeln. Abgesehen von den Taschendieben gilt die Stadt als recht sicher. Die Mafia interessiert sich nicht für Landausflügler.

Palermo

Die imposante Kathedrale Maria Santissima Assunta von Palermo, an dem Baumeister aller Stile vom 12. bis zum 18. Jahrhundert gebaut haben, birgt sechs Königsgräber aus der Zeit der Normannen und der Staufer. Hier ruht unter anderen der berühmte Kaiser Friedrich II. (1194 bis 1250). Das Innere des mächtigen Gotteshauses kann kostenlos besichtigt werden. Wer die Gräber sehen möchte, zahlt allerdings drei Euro. Wer gerne ein Foto von oben machen möchte, kann für sieben Euro auf das Dach der Kathedrale gehen.

Auf einen Blick – Royal Caribbean

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: A-Quatto Canti, B-Teatro Massimo, C-Casa Professa (Chiesa del Gesù), D-Foro Italico/Botanischer Garten, E-Vucciria-Markt, F-Piazza Pretoria

Ganz in der Nähe der Kathedrale befindet sich der frühere Königspalast, der heute unter dem Namen Normannenpalast (Palazzo dei Normanni) bekannt ist und an der höchsten Stelle Palermos thront. Heute ist hier das Parlament Siziliens untergebracht. Das Highlight des Palazzo dei Normanni ist die auf einen sarazenischen Bau zurückgehende Cappella Palatina (cappellapalatinapalermo.it). Sie wurde verschwenderisch mit leuchtenden Mosaiken ausgestattet und macht das Fortleben der arabischen Kunst in normannischer Zeit deutlich. Für zehn Euro kann die Kapelle besichtigt werden.

In der Nähe des Palazzo dei Normanni steht die Kirche San Giovanni degli Eremiti mit ihren 5 leuchtend roten Kuppeln. Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert auf den Ruinen einer Moschee erbaut. Kirche und Garten können für sechs Euro besichtigt werden. Eine sehr schöne Barockkirche ist zudem die Chiesa del Gesù (casaprofessa.com).

Der zentrale und meistbesuchte Platz in Palermo ist Quattro Canti (Vier Ecken) mitten in der Altstadt, wo sich der Corso Vittorio Emanuele und die Via Maqueda kreuzen. Der schönste Platz Palermos. Balkone, Simse, Fenster und Nischen im Barockstil, wohin man schaut. Direkt um die Ecke von der Kreuzung Quattro Canti befindet sich die Piazza Pretoria mit dem schönen Brunnen Fontana Pretoria.

Markt
Auf dem Markt – Bild: Tegeler

Das Teatro Massimo an der Piazza Verdi aus dem 19. Jahrhundert ist das größte Opernhaus Italiens und wohl eines der schönsten und größten weltweit. In dem prachtvollen Theaterraum gibt es mehr als 3.000 Sitzplätze. Die Schlussszene aus „Der Pate III“ wurde hier gedreht. Sehenswert ist auch das Teatro Politeama, das in etwas zur gleichen Zeit entstand. In der Nähe des Teatro Politeama befindet sich das Antico Caffè Spinnato. Genauer gesagt, in der Via Principe di Belmonte Nr. 107. Hier kann man eine Pause einlegen und sizilianische Köstlichkeiten probieren.

Die Märkte Palermos bringen das arabischer Erbe der Stadt zum Vorschein. Man hat hier eher den Eindruck, in Marokko zu sein, als in einer italienischen Stadt. Auf den Märkten kann man auch etwas essen. Die wichtigsten Märkte sind der Mercato Ballaro (Vicolo Del Carmelo), der Mercato La Vucciria (Via Coltellieri 46) und der Mercato delle Pulci (Piazza del Papireto). Der Flohmarkt delle Pulci hat jeden Tag geöffnet. Die beiden anderen Märkte sind Sonntags geschlossen.

Gartenfreunde sollten sich zur Villa Giulia mit ihrem wunderschönen Garten aufmachen. Direkt nebenan ist der botanische Garten der Stadt in der Via Lincoln Nr. 2. Der kleine Park Park Giradino Garibaldi bei der Piazza Marina kann mit zwei besonderen Bäumen aufwarten. Es handelt sich um Feigenbäume mit einem Durchmesser von 2 Metern.

Teatro Massimo Palermo
Teatro Massimo Palermo – Bild: Tegeler

Etwas gruselig ist ein Besuch der Catacombe dei Cappuccini (catacombepalermo.it) in der Via Cipressi 1. In den dunklen Gängen der Katakomben befinden sich lange Reihen mumifizierter Skelette, die – angetan mit Alltagskleidern, Uniformen und verstaubten Anzügen – einen wahnwitzigen Anblick bieten. Nichts für zarte Gemüter und für vor allem nichts Kinder! Trotzdem eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Kapuzinergruft ist zu Fuß immerhin 3,7 Kilometer entfernt. Wer möchte, kann an der Piazza Indipendenza (hinter dem Normannenpalast) den Bus 327 nehmen. Der Bus folgt der der Via Cappuccini. An der Ecke zur Via Pindemonte steigt man aus und läuft noch zweihundert Meter bis zum Eingang. Der Eintritt liegt bei 3 Euro.

Monreale

Monreale befindet sich 8 Kilometer südwestlich von Palermo. Hier steht das sizilianische Meisterwerk normannischer Kirchenbaukunst. Die Kathedrale Santa Maria Nuova aus dem 12. Jahrhundert ist Welterbe der UNESCO. Ein riesiger Mosaikenzyklus illustriert das Alte und Neue Testament. Ebenso großartig ist der Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters. Der Dom kann kostenlos besucht werden. Wer auch den Kreuzgang sehen möchte, zahlt 4 Euro.

Von der Anhöhe des Monte Caputo in der Nähe hat man einen Traumblick auf Palermo mit der wie mit dem Zirkel gezogenen Bucht Conca d’Oro.

Mondello
Mondello Strand – Bild: MSC Kreuzfahrten

Monte Pellegrino

Der Monte Pellegrino (Pilgerberg) ist knapp 13 Kilometer von der Stazione Marittima entfernt. Vom Ende der Straße geht man noch ein halbes Stündchen zu Fuß auf den Gipfel. Der Lohn ist ein herrlicher Blick auf die Stadt und die Bucht. Goethe nannte den Berg das schönste Vorgebirge der Welt. In den Pinienwäldern kann man eine schöne Wanderung unternehmen. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Santuario di Santa Rosalia, der Schutzpatronin Palermos. Die Gebeine der Heiligen, einer Einsiedlerin aus dem 12. Jahrhundert, wurden im 17. Jahrhundert hier gefunden und in die Stadt gebracht. Dadurch wurde Palermo der Legende nach von der Pest befreit.

Mondello

Auf der anderen Seite des Monte Pellegrino liegt in einer Bucht der Ortschaft Mondello, die sich von einem Fischerdorf zu einem der beliebtesten Badeorte Siziliens gemausert hat. Schon seit 1910 bauten die wohlhabenden Einwohner Palermos hier ihre Sommerhäuser. Deshalb gibt es hier noch heute viele schöne Jugendstilgebäude. Besonders schön ist das Kurhaus Stabilimento Balneare, das auf Stelzen im Wasser erbaut wurde.

Viele Urlauber von den Kreuzfahrtschiffen machen einen Landausflug nach Mondello, um den Tag an dem 1,5 Kilometer langen Strand zu verbringen. Es gibt fast nur bewirtschaftete Strandabschnitte mit Liegen und Sonnenschirmen. Für zwei Liegen und einen Schirm zahlt man circa 20 Euro. Wenn möglich, vorher fragen. Im August ist Ferienzeit und der Strand ist meist extrem voll.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Viele lokale Veranstalter bieten ihre Aktivitäten bei GetYourGuide* an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.