Grenada auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust zusammengestellt. Der kleine Inselstaat im Süden des Karibischen Meeres liegt nordöstlich von Venezuela und südlich von St. Vincent. Viele Kreuzfahrtschiffe kommen im Rahmen von Karibik Kreuzfahrten hierher. Insbesondere die deutschen Marktführer AIDA Cruises und TUI Cruises laufen die kleine Insel regelmäßig an. Die Hauptstadt und größte Stadt Grenadas ist St. George’s. Es ist eine malerische Stadt, die für ihre farbenfrohen Gebäude, historischen Festungen und den malerischen Hafen namens Carenage bekannt ist. Grenada ist bei einer Länge von 34 Kilometern bis zu 18 Kilometer breit und aufgrund seiner Gewürzproduktion, vornehmlich Muskatnuss, als „Insel der Gewürze“ bekannt. Das Inselparadies ist zudem auch für seine wunderschönen Strände, üppigen Regenwälder, Wasserfälle und Vulkanberge berühmt. Viele Landausflügler zieht es an wunderschönen Grand Anse Beach, der vom Hafen aus mit einem Wassertaxi erreichbar ist.

Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust
Blick auf die Carenage (Naturhafen), Fort George und das Cruise Terminal – Bild: Paulo–stock.adobe.com

Grenada hat eine reiche Geschichte, die von indigenen Völkern, europäischer Kolonialisierung und Sklaverei geprägt ist. Die Insel wurde von den indigenen Kariben bewohnt, bevor sie im 17. Jahrhundert von den Franzosen kolonisiert wurde. Die Briten übernahmen 1762 die Kontrolle über Grenada und regierten bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1974. Auf Grenada wird deshalb heute Englisch gesprochen. Die Landeswährung ist der Eastern Caribbean Dollar (EC$). Dieser ist zum Kurs von 1 USD = 2,70 EC$ an den US-Dollar gebunden. Mit US-Dollar kommt man überall gut klar. Allerdings kann es vorkommen, dass Wechselgeld in Landeswährung ausgezahlt wird. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Grenada Tourism Authority. Stand: Juni 2023

Der Kreuzfahrthafen von Grenada

An dem langen Pier in der Hauptstadt St. George’s kann links und rechts jeweils ein großes Kreuzfahrtschiff festmachen. Die Landausflügler laufen an Land. Am Ende des Piers befindet sich das farbenfrohe Grenada Sign (ein beliebtes Fotomotiv) und das Melville Street Cruise Terminal. In dem modernen Terminalgebäude gibt es u.a. eine Niederlassung der Grenada Tourism Authority. Zudem werden Tickets für Wassertaxis zum Grand Anse Beach und Rundfahrten mit einer Bimmelbahn verkauft. Es gibt auch einen Kiosk für Taxi Touren. Wer noch nichts geplant hat, wird hier vielleicht kurzfristig noch fündig.

Blick von Fort George
Blick von Fort George – Bild: Falco from Pixabay

Hinter dem Grenada Cruise Terminal und neben der benachbarten Esplanade Mall gibt es einen großen Parkplatz für Landausflugsbusse und Taxis. Der Pier für Wassertaxis und Bootsausflüge ist ca. 100 Meter entfernt.

Kleine Kreuzfahrtschiffe machen noch heute direkt an der Carenage fest und nutzen den Liegeplatz an der Langoon Road.

Landausflüge auf Grenada buchen

Für den Tag auf Grenada werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine „Geld-zurück“-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 15 Tage vor dem Ausflugsdatum. Mit extra buchbarer Flex-Option sogar bis 60 Minuten vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Grenada findet man bei Viator*.

Mobil auf Grenada auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Grenada auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Landausflugszielen auf Grenada:

  • Grande Anse Beach: 6 km
  • Morne Rouge Beach: 8 km
  • River Antoine Rum Destillery: 31,8 km
  • Unterwasser Skulpturen: 4,8 km
  • Laura Herb & Spice Garden: 9,7 km
  • Mount Carmel Falls: 23,2 km
  • Concord Falls: 14,6 km
  • Annandale Falls: 7,4 km
  • Seven Sisters Falls: 12,7 km
  • Grand Etang Lake: 11 km
Rund um den Hafen
Rund um den Hafen – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Rund um den Hafen: 1-Fort George, 2-Grenada National Museum, 3-Christ of the Abyss (Statue an der Carenage), 4-Esplanade Shopping Complex am Hafen / Der Liegeplatz der meisten Kreuzfahrtschiffe befindet sich beim Grenada Cruise Terminal. Nur kleine Kreuzfahrtschiffe können in den inneren Hafen fahren (s. unten links)

Zu Fuß

Vom Kreuzfahrtschiff kommend, geht man durch das Cruise Terminal und die benachbarte Esplanade Mall und tritt auf einem Platz an der Melville Street ins Freie. Von hier kann man die Stadt bequem zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind nicht sehr groß. Allerdings gibt es Steigungen.

Überquert man die Melville Street und folgt der Granby Street, kommt man in wenigen Minuten zum Markt. Biegt man hier nach rechts in die Young Street ein, erreicht man nach gut 200 Metern das House of Chocolate und das Grenada National Museum. Wenig später mündet die Young Street auf die Wharf Road an der Carenage.

Blick in den Sendall-Tunnel
Blick in den Sendall-Tunnel – Bild: Tegeler

Biegt man direkt nach Verlassen der Esplanade Mall auf der Melville Street nach rechts ab, läuft man durch den Sendall Tunnel von 1894 zum Naturhafen Carenage. Die Treppen neben dem Sendall Tunnel führen hinauf nach Fort George. Der Sendall Tunnel ist schmal und wird auch von Autos genutzt (Achtung Linksverkehr). Wem das zu riskant erscheint, kann die Treppen hinauf zum Fort George nehmen und auf der anderen Seite hinunter zur Carenage laufen.

Die Bimmelbahn

Eine kleine Bimmelbahn startet mehrfach am Tag zu ihren Runden durch die Stadt. Der Zug hält auf dem kleinen Platz am Ausgang der Esplanade Mall. Dort gibt es auch Mitarbeiter mit Informationen über die Route, den Preis und die Abfahrtszeiten. Die Fahrt dauert 45 Minuten und wird von einem unterhaltsamen Stadtführer begleitet. Der Fahrpreis lag zuletzt bei 15 US-Dollar pro Person.

Wassertaxis

Wassertaxis fahren die Landausflügler zum Grand Anse Beach, der als bester Strand der Insel gilt. Los geht es in Sichtweite der Kreuzfahrtschiffe. Die Wassertaxis und den Anleger kann man bereits von Deck aus sehen (auf der Backbordseite). Karten für die Wassertaxis kann man im Grenada Cruise Terminal kaufen. Das Returnticket kostete zuletzt 15 US-Dollar pro Person. Als Zahlungsnachweis dient ein Armband. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und macht viel Spaß. Möglicherweise gibt es auch ein Angebot zum Morne Rouge Beach. Bitte fragen.

Blick vom Schiff auf Terminal und Mall
Blick auf das Cruise Terminal (rechts) und die lange Mall (links) – Bild: Grenada Ports Authority

Taxis

Im Bereich des Hafens warten zahlreiche Taxis auf Landausflügler, die Grenada auf eigene Faust erkunden möchten. Bereits im Grenada Cruise Terminal gibt es einen Kiosk. Hier kann man sich beraten lassen und eine Taxi Tour zusammenstellen. Die Fahrer haben nicht selten Minibusse und sammeln Urlauber für halb- oder ganztägige Inseltouren ein. Wenn die Fahrgäste keine besonderen Wünsche äußern, schlagen die Fahrer eine Route vor. Meistens wird ein Wasserfall, eine Gewürzplantage und ein Strand besucht. Möglicherweise endet die Tour auch am Grand Anse Beach und die Urlauber fahren später mit einem Wassertaxi zurück.

Öffentliche Busse

Wenige hundert Meter nördlich vom Grenada Cruise Terminal entfernt, befindet sich der Busbahnhof St. George’s Bus Terminus. Von Deck aus kann man die Busse bereits sehen. An Werktagen starten hier Minibusse (15 Sitze) zu Fahrten über die ganze Insel. Die Routen (8 Routen ab St. George’s) sind durch Nummern und Farben gekennzeichnet. Das Fahrziel steht auf einem Schild in der Frontscheibe. Die Route 1 hat die Farbe Gold und fährt von St. George’s zum Grand Anse Beach und weiter bis Grand Anse Valley.

Die Busse sind etwas für abenteuerlustige Kreuzfahrer, gelten aber als recht zuverlässig. Bushaltestellen gibt es nur in der Hauptstadt. Im Hinterland halten die Busse, wenn jemand aussteigen möchte oder jemand am Straßenrand wartet. Der Fahrpreis liegt bei EC$2.50 to EC$6.50 (US-Dollar gehen auch) und wird beim Konduktor bezahlt. Das ist eine Art Schaffner, den man auch nach dem richtigen Ausstieg fragen kann.

Blick von Fort George auf die Carenage
Blick von Fort George auf die Carenage – Bild: Falco auf Pixabay

Mietwagen

Mietwagen sind kein gängiges Verkehrsmittel für den Tag auf Grenada auf eigene Faust. Es gibt am Hafen keine Mietwagenfirmen und es herrscht Linksverkehr. Die meisten Verleiher sind lokale Familienbetriebe und haben ihre Büros am Flughafen und am Grand Anse Beach. Eine Liste der Anbieter findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben). Es ist üblich, dass die Kunden abgeholt werden oder dass der Wagen zum Hafen gebracht wird.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Grenada

Grenada ist eine ziemlich kleine Insel mit einer Länge von gerade einmal 35 Kilometern. Die Hauptstadt St. George‘s liegt an der Südwestküste. Auf der Halbinsel südlich der Hauptstadt befinden sich die schönsten Strände. Die Inselmitte rund um den Mount St. Catherine ist es bergig und grün. Hier gibt es zahlreiche Regenwälder, Wasserfälle und Seen und man fühlt sich ein wenig wie auf Dominica. Die Böden sind sehr fruchtbar. Nirgendwo wachsen in Relation zu der Verfügung stehenden Ackerfläche mehr Gewürze als hier. Die Muskatnuss hat es sogar auf die Flagge des Inselstaates gebracht. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust.

Ziele für Landausflüge in Grenada
Grenada auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Ziele für Landausflüge auf Grenada: 1-Annandale Falls, 2-Grand Etang National Park, 3-Seven Sisters Waterfalls, 4-Mount Carmel Falls, 5-Laura Herb and Spice Garden, 6-Grenada Underwater Sculpture Park, 7-River Antoine Rum Distillery, 8-Belmont Estate, 9-Westerhall Rum Estate, 10-Gouyave Nutmeg Processing Station / Die beliebtesten Strände für Landausflügler sind (blaue Ziffern): 1-Grand Anse Beach, 2-Morne Rouge Beach, 3-Magazine Beach

St. George’s

St. George’s ist wegen ihrer Lage wohl eine der schönsten Hauptstädte in der Karibik. Die kleine Stadt erstreckt sich auf den grünen Hügeln rund um einen herrlichen Naturhafen (Carenage). Baulich gibt es allerdings viel Verfall, zu dem auch der eine oder andere Hurrikan seinen Beitrag geleistet hat. Sehenswert ist die anglikanischen Kathedrale. Sie wurde im Jahr 1825 erbaut und ist ein wichtiges religiöses und architektonisches Wahrzeichen der Stadt. Besucher können die schönen Glasfenster und die ruhige Atmosphäre des Innenraums genießen.

Den Naturhafen (Carenage) mit sehenswerten Lagerhäusern im typisch georgianischen Stil aus dem 18. Jahrhundert sollte man sich unbedingt anschauen. Rund um den malerischen Hafen befinden sich eine ganze Reihe belebter Bars und Restaurants. Man erreicht die Carenage bequem zu Fuß durch den Sendall Tunnel, der parallel auch von Autos genutzt wird. Hier ist wie bereits erwähnt Vorsicht geboten.

Blick vom Schiff auf St. George's
Blick vom Schiff auf St. George’s – Bild: Lisa Larsen auf Pixabay

Fort George thront auf einem Felsvorsprung oberhalb des Hafens. Direkt neben dem Sendall Tunnel führt eine Treppe hinauf (und auf der anderen Seite hinunter zur Carenage). Die Franzosen errichteten diese eindrucksvolle Festung 1705. Fort George ist heute in einem verfallenen und ungepflegten Zustand. Man hat aber von hier oben eine tolle Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Eine schöne Aussicht bieten auch Fort Frederick und Fort Matthews, die allerdings bereits 3 Kilometer vom Hafen entfernt sind.

In der Young Street unweit des Hafens befinden sich das winzige Grenada National Museum und das House of Chocolate Grenada Museum. Letzteres zeichnet den Weg der Kakaobohne vom Strauch bis zum Endprodukt nach. Wer möchte, kann hier auch etwas trinken und essen. Ebenfalls in Hafennähe ist der Markt der Stadt. Hier kaufen Einheimische und Besucher frische Lebensmittel, Gewürze und handgefertigte Produkte. Der Markt bietet eine authentische Erfahrung und ist ein großartiger Ort, um die lokale Kultur kennenzulernen.

Grand Etang Nationalpark

Der Grand Etang Nationalpark ist ein bemerkenswertes Naturreservat, das Besucher mit seiner atemberaubenden Landschaft, seiner Artenvielfalt und seinen Freizeitmöglichkeiten beeindruckt. Viele Landausflüge auf Grenada führen hierher. Im Grand Etang Nationalpark gibt es ein Besucherzentrum, das Informationen über den Park und seine Ökosysteme bietet. Hier können Besucher vorab mehr über die Flora und Fauna des Parks erfahren und möglicherweise an geführten Touren teilnehmen.

Landausflüge auf Grenada zum Grand Etang Nationalpark
Grand Etang Lake – Bild: Greanda Tourism Authority

Der Grand Etang Nationalpark liegt im zentralen Teil von Grenada und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 3.800 Hektar. Er umfasst den gleichnamigen See Grand Etang sowie den umliegenden Regenwald. Der Nationalpark ist von einer vielfältigen Landschaft geprägt, die sich von üppigem Regenwald bis hin zu Bergen und Seen erstreckt. Der Höhepunkt des Parks ist der Grand Etang-See, der sich in einem erloschenen Vulkankegel befindet und von dichtem Wald umgeben ist.

Im Grand Etang Nationalpark gibt es mehrere Wanderwege, die es Besuchern ermöglichen, die natürliche Schönheit des Parks und seine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden. Der Grand Etang Nature Trail ist ein Rundweg und einer der beliebtesten Wanderwege im Park. Er erstreckt sich über etwa 3 Kilometer und führt entlang des malerischen Grand Etang-Sees. Der Weg bietet einen herrlichen Blick auf den See und die umliegende Landschaft. Unterwegs können Besucher auch verschiedene Vogelarten und möglicherweise Affen beobachten. Der anspruchsvolle Mount Qua Qua Trail führt zum Gipfel des Mount Qua Qua und bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Der Weg ist etwa 4 Kilometer lang und erfordert eine gute körperliche Verfassung.

Grand Anse Beach

Der Grand Anse Beach ist der bekannteste Strand auf der Insel Grenada. Er liegt im Südwesten der Insel, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt St. George’s entfernt und erstreckt sich über eine Länge von etwa 3 Kilometern. Es gibt eine günstige Wassertaxi-Verbindung vom Hafen hierher. Ideal für einen Tag auf Grenada auf eigene Faust. Der Grand Anse Beach ist für seinen wunderschönen, feinen weißen Sand und sein kristallklares, türkisfarbenes Wasser bekannt. Er bietet flaches und ruhiges Wasser, was ihn zu einem idealen Ort zum Schwimmen, Schnorcheln und Entspannen macht. Die Wassertemperaturen sind das ganze Jahr über angenehm.

Blick über die Grand Anse
Blick über die Grand Anse mit dem Hafen im Hintergrund – Bild: pkazmierczak–stock.adobe.com

Der Strand verfügt über eine Vielzahl von Einrichtungen, darunter Restaurants, Bars, Hotels und Resorts, die sich entlang der Küste erstrecken. Besucher finden hier Liegestühle, Sonnenschirme und Wassersportverleih, um Aktivitäten wie Kajakfahren, Jetskifahren oder Stand-Up-Paddleboarding auszuprobieren. Es gibt auch Anbieter, die Schnorchelausflüge und Bootstouren in die Umgebung anbieten.

Der Morne Rouge Beach ist vom Grand Anse Beach nur durch eine Halbinsel getrennt. Wer einen ruhigeren Strand sucht, wird hier vielleicht fündig.

Wasserfälle

Das Inselinnere ist gebirgig und grün. Hier entspringen Flüsse, die auf dem Weg zum Meer schöne Wasserfälle und Seen bilden. Wasserfälle gehören zu den beliebtesten Zielen für Landausflüge auf Grenada. Die meisten Wasserfälle befinden sich auf dem Grund privater Plantagen, deren Eigentümer ein geringes Eintrittsgeld verlangen. Der Besuch eines Wasserfalls gehört zum Standardprogramm vieler Landausflüge und Taxi Touren auf Grenada. Hier ein kurzer Überblick:

Ein erfrischendes Bad
Ein erfrischendes Bad – Bild: Grenada Tourism Authority

Annandale Falls

Die Annandale Falls sind nur ca. 7,5 Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt. Wegen des Verkehrs und der kurvenreichen Straße benötigt man jedoch etwa 20 Minuten. Der circa zehn Meter hohe Wasserfall liegt sehr schön umgeben von dichter tropischer Vegetation. Viele Touristen kommen hierher. Das lockt auch Einheimische an, die gegen Gebühr von einer Felswand in das vom Wasserfall ausgewaschene Becken springen.

Seven Sisters Falls

Kurz hinter dem Besucherzentrum des Grand Etang Nationalparks befinden sich die Seven Sisters Falls. Den ersten Wasserfall der sieben Schwestern erreicht man nach einer schönen, aber recht anspruchsvollen Wanderung (ca. 20 bis 30 Minuten) über das Gelände einer Plantage und durch den Regenwald. Feste Schuhe sind empfehlenswert. Es ist oft sehr rutschig. An heißen Tagen kann man ein Bad im Pool des Wasserfalls nehmen. Wer weitere der insgesamt sieben Fälle sehen möchte, muss klettern.

Royal Mount Carmel Falls

Die Mount Carmel Falls sind mit einer Fallhöhe von 21 Metern die höchsten Wasserfälle auf Grenada. Sie befinden sich auf dem Gelände einer privaten Plantage an der Ostküste der Insel und werden manchmal auch Marquis Falls genannt. Vom Parkplatz an der Straße geht man ca. 15 Minuten in Richtung Wasserfall. Der Weg ist relativ leicht, aber matschig. Feste Schuhe sind empfehlenswert. Die Besitzer des Landes nehmen eine kleine Gebühr.

Auf Grenada auf eigene Faust zu den Royal Mount Carmel Waterfalls
Royal Mount Carmel Waterfalls – Bild: Grenada Tourism Authoriy

Concord Falls

Die Concord Falls liegen in den Bergen und sind nur über eine schmale Zufahrtsstraße erreichbar. Es handelt sich um eine Gruppe von drei Wasserfällen mit den Namen Concord, Au Coin und Fontainbleu. Es gibt einen Parkplatz, von dem man relativ schnell zum ersten Wasserfall gelangt. Junge Männer versuchen mit dem Sprung in den Pool des Wasserfalles etwas Trinkgeld zu verdienen. Kurze Wanderungen sind ebenso möglich wie ein Bad im Pool der Wasserfälle. Wer die beiden anderen Wasserfälle sehen will, muss etwas Zeit mitbringen und wandern.

Gewürze

Grenada hat sich in aller Welt einen Namen als Gewürzinsel gemacht. Insbesondere Zimt, Gewürznelken, Ingwer, Kakao, Piment und Muskat werden auf der Insel produziert. Das Hauptprodukt ist die Muskatnuss, die sogar die Nationalflagge schmückt.

Muskatnussfabrik Gouyave

Die Muskatnussfabrik in Gouyave ist eine der bekanntesten und beliebtesten Attraktionen auf der Insel. Hier werden Muskatnüsse und andere Gewürze verarbeitet und Besucher haben die Möglichkeit, den Produktionsprozess hautnah mitzuerleben. Die Muskatnussfabrik befindet sich in Gouyave, einer Stadt an der Westküste von Grenada. Gouyave ist auch als „Gewürzhauptstadt“ von Grenada bekannt, da hier der größte Teil der Muskatnüsse angebaut werden. Die Fabrik bietet Führungen, bei denen Besucher einen Einblick in den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Muskatnüssen und anderen Gewürzen erhalten. Darüber hinaus haben Landausflügler die Möglichkeit, Produkte aus der Muskatnussfabrik zu erwerben.

Muskatnuss
Muskatnuss – Bild: Falco from Pixabay

Dougaldston Estate

Das Dougaldston Spice Estate ist eine Gewürzplantage auf der Insel Grenada. Hier werden verschiedene Gewürze angebaut und Besucher haben die Möglichkeit, eine Führung durch die Plantage zu machen und mehr über den Anbau und die Verarbeitung der Gewürze zu erfahren. Das Dougaldston Spice Estate liegt in der Nähe der Stadt Gouyave an der Westküste von Grenada. Die Plantage ist seit Generationen im Besitz derselben Familie und hat eine lange Geschichte in der Gewürzproduktion. Während einer Führung können die Landausflügler verschiedene Gewürzpflanzen sehen, darunter Muskatnussbäume, Nelkenbäume, Zimtbäume, Ingwerwurzeln und mehr. Die Guides erklären den Besuchern den Anbau und die Pflege der Pflanzen sowie den Ernte- und Verarbeitungsprozess der Gewürze. Gewürze und Gewürzmischungen sind auch ein beliebtes Souvenir von Grenada.

Kakao

Grenada hat eine lange Geschichte des Kakaoanbaus und ist für seine qualitativ hochwertigen Kakaobohnen weltweit bekannt. Der Kakao wird auf den Plantagen der Insel angebaut, wo das tropische Klima und der vulkanische Boden optimale Bedingungen für das Wachstum des Kakaobaums bieten. Es gibt verschiedene Kakao-Plantagen auf Grenada, die Besucher willkommen heißen und ihnen die Möglichkeit bieten, den Anbau von Kakao aus erster Hand zu erleben. Während einer Plantagenbesichtigung können Landausflügler lernen, wie die Kakaofrüchte geerntet werden, wie die Bohnen fermentiert und getrocknet werden und welche Schritte für die Qualitätssicherung durchgeführt werden.

Auf Grenada gibt es auch mehrere Schokoladenhersteller, die handwerkliche Schokolade aus den lokalen Kakaobohnen herstellen. Diese Hersteller verwenden oft traditionelle Verarbeitungsmethoden, um die Aromen des Kakaos zu bewahren und hochwertige Schokolade herzustellen. Einige Schokoladenhersteller bieten Führungen an, bei denen Besucher den Herstellungsprozess verfolgen und verschiedene Schokoladensorten probieren können. Ein Beispiel ist das House of Chocolate in der Hauptstadt.

Kakaoverarbeitung
Kakaoverarbeitung – Bild: Grenada Tourism Authority

Diamond Chocolate Factory (Jouvay Chocolate)

Die Diamond Chocolate Factory, auch bekannt als Jouvay Chocolate Factory, ist eine renommierte Schokoladenfabrik und ein häufiges Ziel für Landausflüge auf Grenada. Hier wird hochwertige Schokolade aus lokal angebautem Kakao hergestellt. Die Fabrik befindet sich in Diamond Estate im Nordwesten von Grenada. Sie wurde im Jahr 1999 gegründet und hat seitdem einen exzellenten Ruf für ihre handwerklich hergestellte Schokolade erlangt.

Die Diamond Chocolate Factory hat auch einen Verkaufsraum, in dem man die Produkte des Unternehmens erwerben kann. Hier findet man eine breite Auswahl an Schokoladentafeln, Trinkschokolade und Pralinen. Die Schokolade von Jouvay ist ein beliebtes Souvenir für alle, die hochwertige Schokolade aus Grenada mit nach Hause nehmen möchten.

Carlton Cacao Station

Die Carlton Cacao Station ist eine Kakaofabrik auf der Insel Grenada. Hier wird Kakao angebaut, geerntet und verarbeitet, um hochwertige Kakaobohnen und Schokolade herzustellen. Sie liegt inmitten üppiger, grüner Landschaft und bietet einen malerischen Blick auf die umliegenden Berge. Landausflügler haben die Möglichkeit, an Führungen durch die Kakaofabrik teilzunehmen und den gesamten Prozess der Kakaoherstellung zu erleben. Natürlich gibt es auch hier die Möglichkeit, die Kakaobohnen und Schokoladenprodukte der Fabrik zu probieren und zu kaufen. Die Produkte umfassen Kakaobohnen, Kakaopulver, Schokoladentafeln und andere Schokoladenprodukte.

Belmont Estate
Belmont Estate – Bild: Grenada Tourism Authority

Belmont Estate

Das Belmont Estate ist ein aktiver landwirtschaftlicher Betrieb, der verschiedene Pflanzen anbaut, darunter Kakao, Gewürze wie Muskatnuss und Zimt sowie Obst und Gemüse. Es ist auch ein Ort, an dem Besucher die landwirtschaftlichen Prozesse hautnah erleben können. Sie können an geführten Touren teilnehmen und mehr über den Anbau von Kakao und Gewürzen erfahren.

Eine der Hauptattraktionen des Belmont Estate ist die Kakaoverarbeitung. Hier können die Besucher den gesamten Prozess der Kakaoherstellung von der Ernte der Kakaofrüchte bis zur Fermentation, Trocknung und Verarbeitung der Kakaobohnen verfolgen. Es gibt auch die Möglichkeit, die handwerklich hergestellte Schokolade aus Belmont Estate zu probieren und zu kaufen.

Zucker und Rum

Wie fast überall in der Karibik, gibt es auch auf Grenada eine lange Tradition in der Zuckerproduktion. Zuckerrohr wird auf den Plantagen der Insel angebaut, wobei das tropische Klima und der fruchtbare Boden optimale Bedingungen bieten. Obwohl die Zuckerproduktion auf Grenada zurückgegangen ist, gibt es immer noch lokale Produkte, die aus Zucker bzw. Zuckerrohr hergestellt werden. Dazu gehören Zucker für den täglichen Gebrauch, Melasse und andere zuckerbasierte Produkte. Und vor allem natürlich Rum. Mehrere Destillerien sind Ziele für Landausflüge auf Grenada.

Auf Grenada wurde viel Zuckerrohr angebaut und verarbeitet
Auf Grenada wurde viel Zuckerrohr angebaut und verarbeitet – Bild: Frank auf Pixabay

Clark’s Court Rumbrennerei

Die Clark’s Court Rum Distillery ist eine renommierte Rumbrennerei auf der Insel Grenada. Sie wurde 1937 gegründet und ist heute eine der bekanntesten und ältesten Brennereien in der Karibik. Die Brennerei liegt im Süden der Insel in der Nähe des Dorfes Woodlands und ist für Besucher zugänglich. Ein Besuch der Clark’s Court Rum Distillery bietet die Landausflüglern die Möglichkeit, die handwerkliche Rumherstellung auf Grenada zu erleben und hochwertigen Rum zu probieren. Es ist eine interessante und unterhaltsame Erfahrung für Rum-Liebhaber und eine Möglichkeit, die reiche Tradition des Rums auf Grenada zu entdecken.

River Antoine Estate Rum Distillery

Die River Antoine Estate Rum Distillery ist eine historische Rumbrennerei auf der Insel Grenada. Sie wurde im Jahr 1785 gegründet und ist bekannt für die Herstellung von traditionellem, handwerklichem Rum. Die Brennerei befindet sich im Nordosten der Insel in der Nähe des Dorfes Tivoli. Sie ist eine der ältesten funktionierenden Wasserrad-Destillerien in der Karibik und hat eine lange Geschichte in der Rumherstellung.

Bei einem Besuch der River Antoine Estate Rum Distillery haben Landausflügler die Möglichkeit, den traditionellen Produktionsprozess des Rums zu erleben. Die Brennerei verwendet noch immer alte Methoden und Geräte, darunter ein Wasserrad, um die Zuckermühle anzutreiben, die das Zuckerrohr presst, um den Saft zu gewinnen. Der Saft wird dann in offenen Kupferkesseln über einem Holzfeuer gekocht, um den Rum herzustellen. Der Destillationsprozess erfolgt in Kupferbrennblasen, die dem Rum seinen einzigartigen Geschmack verleihen. Ein besonderes Merkmal der River Antoine Estate Rum Distillery ist die hohe Stärke des Rums, der mit über 75% Alkoholgehalt destilliert wird. Dieser Rum, bekannt als „Rivers“, ist einer der stärksten handwerklich hergestellten Rums der Welt.

Clarke's Court Rum
Bild: Clarke’s Court Rum

Westerhall Estate Rum Distillery

Die Westerhall Estate Rum Distillery ist eine bekannte Rumfabrik auf der Insel Grenada. Sie liegt im Süden der Insel in der Nähe des Dorfes Westerhall. Die Destillerie hat eine lange Geschichte in der Rumproduktion und ist für ihre hochwertigen Rumsorten bekannt. Die Westerhall Estate Rum Distillery wurde im 18. Jahrhundert gegründet und befindet sich seitdem im Besitz derselben Familie. Man verwendet traditionelle Methoden und hochwertige Zutaten, um erstklassigen Rum herzustellen.

Bei einem Besuch der Westerhall Estate Rum Distillery haben Besucher die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen und den gesamten Produktionsprozess des Rums zu erleben. Man kann die alten Destillationsgeräte und Fässer sehen und mehr über die verschiedenen Schritte der Rumherstellung erfahren. Die Destillerie produziert eine Vielzahl von Rumsorten, darunter weißen Rum, goldenen Rum und spiced Rum. Jede Sorte hat ihren eigenen, einzigartigen Geschmack und Charakter. Die Landausflügler haben die Möglichkeit, verschiedene Rumsorten zu probieren und im Rum-Shop der Destillerie einzukaufen.

Gärten und Parks

Grenada ist als „Gewürzinsel“ bekannt und beheimatet eine Vielzahl von Gewürzen. Es gibt mehrere Gewürzgärten auf der Insel, in denen Besucher die Möglichkeit haben, die verschiedenen Gewürzpflanzen zu erkunden und mehr über ihre Verwendung und Bedeutung zu erfahren. Und natürlich gibt es auch einen botanischen Garten.

Auf Grenada wächst alles
Auf Grenada wächst alles – Bild: Lisa Larsen auf Pixabay

Laura Herb and Spice Garden

Der Laura Herb and Spice Garden ist ein bekannter Gewürzgarten Grenada. Er befindet sich in der Nähe von St. David’s, im Südosten der Insel. Der Garten ist bekannt für seine Vielfalt an Gewürzen, Kräutern und Heilpflanzen und ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge auf Grenada. Es gibt auch einen kleinen Laden, in dem die Besucher Gewürze, Kräuter, ätherische Öle und andere Produkte kaufen können, die im Garten angebaut oder hergestellt werden.

Im Laura Herb and Spice Garden können Landausflügler eine Fülle von Gewürzpflanzen entdecken, darunter Muskatnuss, Zimt, Nelken, Pfeffer, Ingwer, Kurkuma und viele mehr. Es ist ein Ort, an dem man die verschiedenen Gewürze in ihrer natürlichen Umgebung sehen und mehr über ihre Herkunft, Verwendung und Eigenschaften erfahren können. Der Garten ist auch für seine Heilpflanzen bekannt. Hier kann man Kräuter entdecken, die in der traditionellen Medizin verwendet werden, um verschiedene Beschwerden zu behandeln. Der Garten bietet einen Einblick in die lokale Kräuterheilkunde und die traditionelle Verwendung von Pflanzen zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.

Palm Tree Gardens Botanical Garden

Der Palm Tree Gardens Botanical Garden ist ein botanischer Garten auf Grenada. Er befindet sich in der Nähe der Hauptstadt und ist ein beliebtes Landausflugsziel für Naturliebhaber und Gartenenthusiasten. Der Palm Tree Gardens Botanical Garden zeichnet sich durch seine üppige Vegetation und die Vielfalt der Pflanzen aus. Er erstreckt sich über mehrere Hektar und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von tropischen Pflanzen, Palmen, exotischen Blumen, Fruchtbäumen und Gewürzpflanzen. Landausflügler können durch die Gartenwege spazieren und die Schönheit und Ruhe der Natur genießen.

Auf Grenada auf eigene Faust zum Molinere Bay Underwater Sculpture Park
Molinere Bay Underwater Sculpture Park – Bild: Grenada Tourism Authority

Molinere Bay Underwater Sculpture Park

Der Unterwasser-Skulpturenpark in Grenada ist ein einzigartiges Kunstprojekt, das sich unter der Wasseroberfläche vor der Küste von Grenada befindet. Er ist bekannt als „Molinere Bay Underwater Sculpture Park“ und wurde vom britischen Künstler Jason deCaires Taylor geschaffen. Der Skulpturenpark umfasst eine Reihe von Skulpturen, die speziell für den Unterwassereinsatz entworfen und hergestellt wurden. Die Skulpturen sind aus umweltfreundlichem Material gefertigt und sollen ein künstliches Riff schaffen, das sowohl als kulturelles als auch als ökologisches Ziel dient. Besucher haben die Möglichkeit, den Unterwasser-Skulpturenpark beim Schnorcheln oder Tauchen zu erkunden. Die Skulpturen befinden sich in verschiedenen Tiefen und bieten eine faszinierende Kulisse für eine Unterwassererfahrung.

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