Grenada auf eigene Faust

Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust

Auf einen Blick

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust zusammengestellt. Grenada ist die südlichste der Inseln über dem Winde und ein beliebtes Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1974 ein unabhängiger Staat und Mitglied im Commonwealth of Nations. Neben der Hauptinsel gehören auch die kleineren Inseln Carriacou und Petite Martinique zum Staatsgebiet. Grenada ist die Insel der Gewürze. Insbesondere das würzig-herbe Aroma der Muskatnüsse ist überall gegenwärtig. Rund ein Drittel des Weltbedarfs stammt von hier. An der Muskatnuss kommt keiner vorbei: eine Prise in den Rumpunsch, eine in den Kaffee und dann noch Muskateis. Der Tourismus hat die Gewürze allerdings als wichtigster Wirtschaftszweig abgelöst. Das abwechslungsreiche Inselinnere besteht aus tropischen Regenwäldern, Wasserfällen und erloschenen Vulkanen. An den Küsten gibt es zahlreiche weiße Sandstrände, die für jedermann frei zugänglich sind. Auf Grenada wird Englisch gesprochen. Die Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar (EC$, East Caribbean Dollar). Dieser ist zum Kurs von 1 USD = 2,70 EC$ an den US Dollar gebunden. Mit US Dollar kommt man als Landausflügler allerdings gut zurecht. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Grenada Tourism Authority.

Blick auf Carenage, Fort George und den Hafen

Blick auf Carenage, Fort George und den Hafen – Grenada Hotel & Tourism Association

Transport auf Grenada auf eigene Faust

An der langen Mole in der Hauptstadt St. George’s kann links und rechts jeweils ein großes Kreuzfahrtschiff festmachen. Die Landausflügler, die Grenada auf eigene Faust erkunden möchten, werden direkt an das Melville Street Cruise Terminal geführt. Hier gibt es zu.a. einen Information Kiosk der Grenada Tourism Authority. Zudem werden Tickets für die Wassertaxen und die Bimmelbahn verkauft. Der Weg der Landausflügler führt dann weiter durch die Esplanade Shopping Mall mit ihren zahlreichen Geschäften. Die Mall ist der große einstöckige Komplex mit dem Flachdach (s. Foto unten). Hinter dem Cruise Terminal und neben der Mall gibt es einen großen Parkplatz für Landausflugsbusse und Taxen. Rechts neben dem Kreuzfahrtschiff befindet sich der Pier für Wassertaxen.

Die Straße, die man nach Verlassen der Mall erreicht, wird Melville Street genannt. Biegt man links ab, kommt man nach vielleicht 200 Metern zum Busbahnhof. Biegt man nach Verlassen der Mall rechts ab, erreicht man durch den Sendall Tunnel die Carenage und – über Treppen neben dem Tunnel – Fort George. Kleine Kreuzfahrtschiffe machen noch heute direkt an der Carenage fest und nutzen den Liegeplatz an der Langoon Road.

Zu Fuß

Tritt man aus der Esplanade Mall heraus, steht man fast auf der Melville Street. Von hier kann man die Stadt gut zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind nicht sehr groß, allerdings gibt es Steigungen. St. George‘s liegt auf Hügeln rund um die Carenage.

St. George's auf einen Blick

St. George’s auf einen Blick – Aus Tagesprogramm von Royal Caribbean

Überquert man die Melville Street und folgt der Granby Street, kommt man in wenigen Minuten zum Marktplatz. Biegt man nach Verlassen der Mall rechts ab, läuft man durch den Sendall Tunnel von 1894 zum Naturhafen Carenage. Die Treppen neben dem Sendall Tunnel führen wie gesagt hinauf nach Fort George. Der Sendall Tunnel ist schmal und wird auch von Autos genutzt (Achtung Linksverkehr). Wem das zu riskant erscheint, kann die Treppen hinauf zum Fort George nehmen und auf der anderen Seite hinunter zur Carenage laufen.

Die Bimmelbahn

Der Grenada Discovery Train, eine kleine Bimmelbahn, startet mehrfach am Tag zu ihren Runden durch die Stadt. Der Zug hält auf dem kleinen Platz am Ausgang der Mall. Dort gibt es auch Mitarbeiter mit Informationen über die Route, den Preis und die Abfahrtszeiten. Die Fahrt dauert 45 Minuten und wird von einem Stadtführer begleitet. Im März 2017 wurden 20 US Dollar verlangt.

Wassertaxen

Karten für die Wassertaxen kann man bereits im Terminal kaufen. Die Wassertaxen und den Anleger kann man bereits von Deck aus sehen (auf der Backbordseite). Man läuft keine hundert Meter. Es gibt Verbindungen zum berühmte Grand Anse Beach und zum benachbarten Morne Rouge Beach. Das Returnticket zur Grand Anse Beach kostet 10 US Dollar pro Person (Stand Winter 2017). Die Fahrt dauert nur wenige Minuten.

Blick vom Schiff auf Terminal und Mall

Blick vom Schiff auf Terminal und Mall – Bild: Grenada Ports Authority

Taxen

Im Bereich des Hafens warten zahlreiche Taxen auf Landausflügler, die Grenada auf eigene Faust erkunden möchten. Man erkennt lizenzierte Taxen an den Nummernschildern. Die Autonummern beginnen immer mit einem „H“. Taxameter sind nicht üblich. Es gibt Standardpreise für bestimmte Strecken. Vor dem Einsteigen, sollte man sich mit den Fahrern immer über den Preis einigen. Vier Personen können sich normalerweise ein Taxi teilen. Hier einige ungefähren Fahrpreise für Fahrt vom Melville Street Cruise Terminal. Die Entfernungen auf der kleinen Insel sind kurz. Entsprechend niedrig sind die Fahrpreise.

  • Annandale Falls 8 US $
  • Grand Etang National Park And Forest 11 US $
  • Westerhall Rum Distillery 10 US $
  • Morne Rouge Beach 12 US $
  • Grand Anse Beach 10 US $
  • Inselrundfahrt 30 US $ pro Stunde

Die Fahrer haben nicht selten Minibusse und sammeln am Cruise Terminal Urlauber für mehrstündige Inseltouren ein. Dabei fungieren die Fahrer auch als Fremdenführer. Wenn die Fahrgäste keine besonderen Wünsche äußern, schlagen die Fahrer eine Route vor.

Öffentliche Busse

Wenige Meter nördlich vom Kreuzfahrt-Terminal befindet sich das Town of St. George’s Bus Terminal. An Werktagen starten hier Minibusse (15 Sitze) zu Fahrten über die ganze Insel. Die Routen (8 Routen ab St. George’s) sind durch Nummern und Farben gekennzeichnet. Das Fahrziel steht auf einem Schild in der Frontscheibe. Die Route 1 hat die Farbe Gold und fährt von St. George’s zum Grand Anse Beach und weiter bis Grand Anse Valley. An Werktagen zwischen 7 und 19 Uhr gibt es fast minütlich einen Bus auf dieser Route. Den Fahrpreis sammelt der so genannte Conduktor ein. Das ist ein Beifahrer. Einen guten Minibusguide gibt es auf dieser Webseite. Die Busse sind etwas für abenteuerlustige Kreuzfahrer, sind aber recht zuverlässig.

Carenage und Fort George

Carenage und Fort George – Bild: Grenada Ports Authority

Mietwagen

Grenada ist eine ehemalige britische Kolonie. Wie im Mutterland herrscht Linksverkehr. Straßen und Beschilderung sind nicht auf europäischem Niveau. Eine Straßenkarte ist deshalb von Vorteil, wird aber auch meistens mitgeliefert. Wie fast überall in der Karibik ist eine lokale Fahrerlaubnis Pflicht. Diese schlägt mit 60 Ostkaribische Dollar zu Buche und wird in der Regel von den Verleihern mitgeliefert.

Die meisten Verleiher sind lokale Familienbetriebe und haben ihre Büros mehrheitlich am Flughafen und am Grand Anse Beach. Eine Liste findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben). Die Gebühren für ein Auto liegen bei ca. 50 bis 75 US Dollar pro Tag. Es ist üblich, dass die Kunden abgeholt werden oder das der Wagen zum Hafen gebracht wird.

Landausflüge auf Grenada buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich auf einer karibischen Insel auf eigene Faust zu bewegen. Auch wenn Grenada als sichere Insel gilt. Insbesondere die Angst vor Kriminalität ist nicht ganz unbegründet, auch wenn man das Risiko durch die allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen stark begrenzen kann. Bequemer und sicherer erscheinen geführte Landausflüge oder Inseltouren. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern.

Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten Reederei TUI Cruises für Grenada bei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Veranstalter kann man bequem und sicher bei Buchungsplattformen wie Viator vergleichen und buchen. Weitere Angebote der Online-Plattform GetYourGuide finden Sie am Ende dieser Seite.

Grenada River Tubing

Grenada River Tubing – Bild: Grenada Tourism Authority

Tipps für Landausflüge auf Grenada

Grenada ist eine ziemlich kleine Insel mit einer Länge von ca. 34 Kilometern und einer Breite von ca. 18 Kilometern. Die kleine Hauptstadt St. George‘s liegt an der Westküste ganz im Süden der Insel. Auf der Halbinsel südlich der Hauptstadt befinden sich die schönsten Strände. Die Inselmitte rund um den Mount St. Catherine ist es bergig und grün. Hier gibt es zahlreiche Regenwälder, Wasserfälle und Seen. Die Böden sind fruchtbar. Nirgendwo wachsen in Relation zu der Verfügung stehenden Ackerfläche mehr Gewürze als hier. Die Muskatnuss hat es sogar auf die Flagge des Inselstaates gebracht.

Die Hauptstadt

St. George’s ist wohl eine der schönsten Hauptstädte in der Karibik. Die kleine Stadt erstreckt sich auf den grünen Hügeln rund um einen Naturhafen. Den inneren Hafen (Carenage) mit sehenswerten Lagerhäusern aus dem 18. Jahrhundert im typisch georgianischen Stil, sollte man sich unbedingt anschauen. Rund um den malerischen Binnenhafen befinden sich eine ganze Reihe belebter Bars und Restaurants. Man erreicht die Carenage durch den Sendall Tunnel, der parallel auch von Autos genutzt wird. Hier ist wie bereits erwähnt Vorsicht geboten.

Fort George thront auf einem Felsvorsprung oberhalb des Hafens. Direkt neben dem Sendall Tunnel führt eine Treppe hinauf (und auf der anderen Seite hinunter zu Carenage). Die Franzosen errichteten diese eindrucksvolle Festung 1705. Die Festung selber ist heute in einem verfallenen und ungepflegten Zustand. Man hat aber von hier oben eine tolle Aussicht auf den Hafen. Eine schöne Aussicht bieten auch Fort Frederick und Fort Matthews, die allerdings bereits 3 Kilometer vom Hafen entfernt liegen.

Gut, dass es bis in die Young Street nur ein Katzensprung ist. Hier befinden sich das Grenada National Museum und das House of Chocolate Grenada Museum. Letzteres zeichnet den Weg der Kakaobohne vom Strauch bis zum Endprodukt nach.

Der hohe Glockenturm der St. Andrew’s Presbyterian Church im Zentrum. Ein Augenschmaus ist natürlich der Markt, der täglich auf dem großen Platz der Stadt abgehalten wird.

Aufstieg nach Fort George

Aufstieg nach Fort George – Bild: MSC Kreuzfahrten

Quer über die Insel

Wer von Grenada mehr als die Hauptstadt und die schönen Strände sehen möchte, könnte sich für eine Inselrundfahrt mit einem Mietauto oder einem Taxi entscheiden.

Eine Panoramastraße führt quer durch die Insel von der Hauptstadt nach Grenville an der Ostküste. Die Route führt durch dichte Regenwälder und kleine Dörfer. An der Strecke liegen die Annadale Falls, der Aussichtspunkt Etang (600 m) mit dem Kratersee Lake Grand Etang. Der Grand Etang im gleichnamigen Grand Etang Nationalpark ist der größte Kratersee Grenadas. Man weiß nicht genau woher das viele Wasser kommt. Die bekannten Zuflüsse reichen eigentlich nicht aus. Der Regenwald des Nationalparks ist ideal für Wander- und Treckingtouren.

Mit den Seven Sister Waterfalls gibt es im Nationalpark auch schöne Wasserfälle, die als Ziel einer Wanderung vom Grand Etang Besucherzentrum aus dienen könnten. In den von den Wasserfällen ausgewaschenen Becken kann man baden.

In Grenville, am Ende der Straße, lohnen der Markt und eine Gewürzfabrik einen Besuch. Von hier könnte man weiter – wieder quer über die Insel – nach Gouyave an der Westküste fahren und vor dort die Küste entlang und durch einige schöne Fischerdörfer wieder zurück zum Hafen in der Hauptstadt.

Belmont Estate

Belmont Estate – Bild: Grenada Tourism Authority

Gewürzinsel Grenada

Auf der Insel gedeihen (pro Quadratmeter) mehr Gewürze als sonst nirgendwo auf der Welt. Ein Muss ist deshalb für viele Urlauber auch eine Tour zu den Gewürzplantagen im Norden Grenadas. Viele der so genannten Spice-Estates bieten Führungen an. Natürlich kann man auch alle Gewürze der Insel — frisch oder getrocknet – kaufen. Ein schönes Souvenir von der Insel der Gewürze. Hier drei Beispiele für Spice-Estates, die Führungen anbieten:

  • Belmont Estate (belmontestate.net) in Belmont (Schokolade!)
  • Dougaldston Spice Estate in Gouyave
  • Gouyave Nutmeg Processing Station in Gouyave
  • Laura’s Herb & Spice Garden in Saint David Parish

Bereits bevor man auf der Insel begann, Gewürze in großem Stil anzubauen, gab es Zuckerrohr und Rum. Auch hier gibt es Besichtigungsmöglichkeiten. Die River Antoine Distillery gilt sogar als älteste mit Wasserkraft betriebene Brennerei der gesamten Karibik.

  • Dunfermline Rum Distillery (5 Kilometer außerhalb von Grenville)
  • River Antoine Rum Distillery in River Antoine
  • Westerhall Rum Distillery (westerhallrums.com)

Für Bierfreunde kommt auch ein Besuch der der West Indies Beer Company (westindiesbeer.com) in Frage. Die Brennereien und Spice Estates sind häufiges Ziel von Landausflügen der Reedereien und lokalen Anbieter. Auch Taxifahrer bringen ihre Fahrgäste hierher.

La Sagesse Beach

La Sagesse Beach – Bild: Grenada Tourism Authority

Strände auf Grenada

Der beliebteste Strand der Insel ist die 3 Kilometer lange Bucht von Grand Anse südlich von St. George`s. Mit einem Wassertaxi, Taxi oder einem öffentlichen Bus gelangt man schnell und bequem hierher. Manche sagen, der Grand Anse Beach sei einer der schönsten Strände der ganzen Karibik. Es gibt viele Hotels, Restaurants und Wassersportanbieter. Liegestühle und Schirme können gemietet werden. Es ist empfehlenswert, nicht direkt am Pier für Wassertaxen zu bleiben. Wenn man etwas läuft, wird es meistens ruhiger. Wenn es um das leibliche Wohl geht, hat sich die Umbrellas Beach Bar (umbrellas.gd) bei Landausflüglern einen guten Ruf erworben.

Der Morne Rouge Bucht befindet sich eine Bucht weiter. Also im Prinzip direkt nebenan. Der Strand ist kleiner und weniger voll. Hier ist der ideale Platz um sich zu entspannen und die Sonne zu genießen. Da das Wasser fast immer sehr ruhig ist, bietet die Morne Rouge Bucht nahezu ideale Bedingungen für Kreuzfahrer mit Kindern. Wassersportangebote sucht man allerdings vergebens.

Natürlich gibt es auf der Insel weitere attraktive Strände. Auch Landausflügler müssen ja immer auch etwas auf die Uhr sehen. Das ist man mit der traumhaften Grand Anse und der benachbarten Morne Rouge Bucht bestens bedient. Zumal der Transport mit Taxen oder Wassertaxen schnell und günstig bewerkstelligt werden kann. Wer gerne vom Strand aus schnorchelt und einen Mietwagen hat, könnte den Magazine Beach beim Aquarium-Restaurant bzw. beim Hotel Rex Grenadian besuchen. Man folgt der Straße zum Flughafen und biegt am Ende des Flughafens (in der Kurve) links ab. Dann muss man nur noch den Schildern zum Aquarium Restaurant folgen.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter


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