Grenada auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust zusammengestellt. Die südlichste der Inseln über dem Winde liegt ca. 200 Kilometer nordöstlich von Venezuela und ist bei einer Länge von 34 Kilometern bis zu 18 Kilometer breit. Viele Kreuzfahrtschiffe kommen im Rahmen von Karibik Kreuzfahrten hierher. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1974 ein unabhängiger Staat und Mitglied im Commonwealth of Nations. Neben der Hauptinsel gehören auch die kleineren Inseln Carriacou und Petite Martinique zum Staatsgebiet. Die kleine Hauptstadt St. George’s schmiegt sich malerisch in die Hügel rund um einen Naturhafen (Carenage). Weltweit bekannt wurde Grenada durch die Invasion von US Truppen im Jahre 1983. Der britische Generalgouverneur und die Nachbarinseln hatten die USA nach einem Staatsstreich um Hilfe gebeten. Auf Grenada leben insgesamt knapp 110.000 Einwohner, die zu 95 Prozent von afrikanischen Sklaven abstammen.

Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust
Blick auf den Binnenhafen, Fort George und den Cruise Port – Bild: Paulo–stock.adobe.com

Grenada ist die Insel der Gewürze. Insbesondere das würzig-herbe Aroma der Muskatnüsse ist überall gegenwärtig. Rund ein Drittel des Weltbedarfs stammte von hier. Leider zerstörte Hurrikan Ivan im Jahre 2004 viele Muskatnussbäume, die erst nach 15 Jahren den höchsten Ertrag erreichen. Der Tourismus hat die Gewürze mittlerweile als wichtigster Wirtschaftszweig abgelöst. Das abwechslungsreiche Inselinnere besteht aus tropischen Regenwäldern, Wasserfällen und erloschenen Vulkanen. An den Küsten gibt es zahlreiche schöne Sandstrände, die für jedermann frei zugänglich sind. Auf Grenada wird Englisch gesprochen. Die Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar (EC$). Dieser ist zum Kurs von 1 USD = 2,70 EC$ an den US Dollar gebunden. Mit US Dollar kommt man überall gut klar. Allerdings kann es vorkommen, das Wechselgeld in Landeswährung ausgezahlt wird. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Grenada Tourism Authority. Stand: Juni 2020

Der Kreuzfahrthafen von Grenada

An der langen Mole in der Hauptstadt St. George’s kann links und rechts jeweils ein großes Kreuzfahrtschiff festmachen. Die Landausflügler laufen über den langen Pier in das Melville Street Cruise Terminal. Das ist das zweistöckige Gebäude auf dem Bild unten. Hier gibt es u.a. eine Niederlassung der Grenada Tourism Authority. Zudem werden Tickets für die Wassertaxis und die Bimmelbahn verkauft. Dazu unten mehr.

Der Weg der Landausflügler, die in die Stadt möchten, führt vom Cruise Terminal durch die lange Esplanade Shopping Mall mit ihren zahlreichen Geschäften. Das ist das langgestreckte einstöckige Gebäude auf dem Bild unten. Wenn man durch den Ausgang der Mall tritt, steht man auf einem Platz an der Meville Street.

Blick vom Schiff auf Terminal und Mall
Blick auf das Cruise Terminal und die Esplanade Mall – Bild: Grenada Ports Authority

Hinter dem Cruise Terminal und neben der benachbarten Esplanade Mall gibt es einen großen Parkplatz für Landausflugsbusse und Taxis. Rechts neben dem Kreuzfahrtschiff befindet sich der Pier für Wassertaxis.

Kleine Kreuzfahrtschiffe machen noch heute direkt an der Carenage fest und nutzen den Liegeplatz an der Langoon Road.

Mobil auf Grenada auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Grenada auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Landausflugszielen auf Grenada:

  • Grande Anse Beach: 6 km
  • Morne Rouge Beach: 8 km
  • Magazine Beach: 12 km
  • River Antoine Rum Destillery: 31,8 km
  • Unterwasser Skulpturen: 4,8 km
  • Laura’s Herb & Spice Garden: 9,7 km
  • Mount Carmel Falls: 23,2 km
  • Concord Falls: 14,6 km
  • Annandale Falls: 7,4 km
  • Seven Sisters Falls: 12,7 km
  • Grand Etang Lake: 11 km

Zu Fuß

Tritt man aus der Esplanade Mall heraus, steht man praktisch auf der Melville Street. Von hier kann man die Stadt gut zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind nicht sehr groß, allerdings gibt es Steigungen.

St. George's auf einen Blick
St. George’s auf einen Blick – Tagesprogramm Royal Caribbean

Überquert man die Melville Street und folgt der Granby Street, kommt man in wenigen Minuten zum Markt. Biegt man hier nach rechts in die Young Street ein, erreicht man nach gut 200 Metern das House of Chocolate und das Grenada National Museum. Wenig später mündet die Young Street auf die Wharf Road an der Carenage.

Biegt man direkt nach Verlassen der Esplanade Mall auf der Melville Street nach rechts ab, läuft man durch den Sendall Tunnel von 1894 zum Naturhafen Carenage. Die Treppen neben dem Sendall Tunnel führen hinauf nach Fort George. Der Sendall Tunnel ist schmal und wird auch von Autos genutzt (Achtung Linksverkehr). Wem das zu riskant erscheint, kann die Treppen hinauf zum Fort George nehmen und auf der anderen Seite hinunter zur Carenage laufen.

Die Bimmelbahn

Der Grenada Discovery Train, eine kleine Bimmelbahn, startet mehrfach am Tag zu ihren Runden durch die Stadt. Der Zug hält auf dem kleinen Platz am Ausgang der Esplanade Mall. Dort gibt es auch Mitarbeiter mit Informationen über die Route, den Preis und die Abfahrtszeiten. Die Fahrt dauert 45 Minuten und wird von einem Stadtführer begleitet. Im Dezember 2019 wurden 15 US Dollar verlangt.

Blick in den Sendall-Tunnel
Blick in den Sendall-Tunnel – Bild: Tegeler

Wassertaxis

Die Wassertaxis und den Anleger kann man bereits von Deck aus sehen (auf der Backbordseite). Man läuft keine hundert Meter. Es gibt Verbindungen zum berühmte Grand Anse Beach und zum benachbarten Morne Rouge Beach. Das Returnticket zur Grand Anse Beach kostet 10 US Dollar pro Person. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und macht viel Spaß. Karten für die Wassertaxis kann man bereits im Cruise Terminal kaufen.

Taxis

Im Bereich des Hafens warten zahlreiche Taxis auf Landausflügler, die Grenada auf eigene Faust erkunden möchten. Man erkennt lizenzierte Taxis an den Nummernschildern. Die Autonummern beginnen immer mit einem „H“. Taxameter sind nicht üblich. Es gibt Standardpreise für bestimmte Strecken. Vor dem Einsteigen, sollte man sich mit den Fahrern immer über den Preis einigen. Vier Personen können sich normalerweise ein Taxi teilen. Hier einige ungefähre Fahrpreise für Fahrt vom Melville Street Cruise Terminal. Die Entfernungen auf der kleinen Insel sind kurz. Entsprechend niedrig sind die Fahrpreise.

  • Annandale Falls 8 US $
  • Grand Etang National Park And Forest 11 US $
  • Westerhall Rum Distillery 10 US $
  • Morne Rouge Beach 12 US $
  • Grand Anse Beach 10 US $
  • Inselrundfahrt 30 US $ pro Stunde

Die Fahrer haben nicht selten Minibusse und sammeln am Cruise Terminal Urlauber für halb- oder ganztägige Inseltouren ein. Dabei fungieren die Fahrer auch als Fremdenführer. Wenn die Fahrgäste keine besonderen Wünsche äußern, schlagen die Fahrer eine Route vor. Meistens wird ein Wasserfall, eine Gewürzplantage und ein Strand besucht.

Bus Routen Grenada
Bus Routen Grenada

Öffentliche Busse

Wenige Meter nördlich vom Kreuzfahrt-Terminal befindet sich der Busbahnhof St. George’s Bus Terminus. Von Deck aus kann man die Busse bereits sehen. An Werktagen starten hier Minibusse (15 Sitze) zu Fahrten über die ganze Insel. Die Routen (8 Routen ab St. George’s) sind durch Nummern und Farben gekennzeichnet. Das Fahrziel steht auf einem Schild in der Frontscheibe. Die Route 1 hat die Farbe Gold und fährt von St. George’s zum Grand Anse Beach und weiter bis Grand Anse Valley. An Werktagen zwischen 7 und 19 Uhr gibt es fast minütlich einen Bus auf dieser Route. Den Fahrpreis sammelt der so genannte Conduktor ein. Das ist ein Beifahrer. Sonst zahlt man beim Busfahrer. Mitreisende haben einen US Dollar für die Fahrt bezahlt.

Die Busse sind etwas für abenteuerlustige Kreuzfahrer, gelten aber als recht zuverlässig. Bushaltestellen gibt es nur in der Hauptstadt. Im Hinterland halten die Busse wenn jemand aussteigen möchte oder jemand am Straßenrand wartet.

Mietwagen

Grenada ist eine ehemalige britische Kolonie. Wie im Mutterland herrscht Linksverkehr. Straßen und Beschilderung sind nicht auf europäischem Niveau. Eine Straßenkarte ist deshalb von Vorteil, wird aber auch meistens mitgeliefert. Der einheimische Führerschein und eine Kreditkarte reichen aus. Wie fast überall in der Karibik ist eine lokale Fahrerlaubnis Pflicht, die man für eine Gebühr bei den Verleihern bekommt.

An der Carenage
Der natürliche Binnenhafen (Carenage) – Bild: Grenada Tourism Authority

Die meisten Verleiher sind lokale Familienbetriebe und haben ihre Büros mehrheitlich am Flughafen und am Grand Anse Beach. Eine Liste der Anbieter findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben). Goße internationale Verleiher sucht man vergebens. Die Gebühren für ein Auto liegen bei ca. 50 bis 75 US Dollar pro Tag. Es ist üblich, dass die Kunden abgeholt werden oder das der Wagen zum Hafen gebracht wird.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Grenada

Grenada ist eine ziemlich kleine Insel mit eine Länge von gerade einmal 35 Kilometern. Die Hauptstadt St. George‘s liegt an der Südwestküste der Insel. Auf der Halbinsel südlich der Hauptstadt befinden sich die schönsten Strände. Die Inselmitte rund um den Mount St. Catherine ist es bergig und grün. Hier gibt es zahlreiche Regenwälder, Wasserfälle und Seen und man fühlt sich ein wenig wie auf Dominica. Die Böden sind sehr fruchtbar. Nirgendwo wachsen in Relation zu der Verfügung stehenden Ackerfläche mehr Gewürze als hier. Die Muskatnuss hat es sogar auf die Flagge des Inselstaates gebracht.

Landausflüge auf Grenada
Auf einen Blick – Celebrity Cruises

Sehenswertes auf der Karte: 1-Dougaldston Spice Estate, 2-Gouyave Nutmeg Processing Station, 3-Grand Anse Beach, 4-Grand Etang Lake

St. George’s

St. George’s ist wegen ihrer Lage wohl eine der schönsten Hauptstädte in der Karibik. Die kleine Stadt erstreckt sich auf den grünen Hügeln rund um einen herrlichen Naturhafen (Carenage). Baulich gibt es allerdings viel Verfall, zu dem auch der eine oder andere Hurrikan seinen Beitrag geleistet hat.

Den inneren Hafen (Carenage) mit sehenswerten Lagerhäusern im typisch georgianischen Stil aus dem 18. Jahrhundert sollte man sich unbedingt anschauen. Rund um den malerischen Binnenhafen befinden sich eine ganze Reihe belebter Bars und Restaurants. Man erreicht die Carenage bequem zu Fuß durch den Sendall Tunnel, der parallel auch von Autos genutzt wird. Hier ist wie bereits erwähnt Vorsicht geboten.

Fort George thront auf einem Felsvorsprung oberhalb des Hafens. Direkt neben dem Sendall Tunnel führt eine Treppe hinauf (und auf der anderen Seite hinunter zur Carenage). Die Franzosen errichteten diese eindrucksvolle Festung 1705. Die Festung selber ist heute in einem verfallenen und ungepflegten Zustand. Man hat aber von hier oben eine tolle Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Eine schöne Aussicht bieten auch Fort Frederick und Fort Matthews, die allerdings bereits 3 Kilometer vom Hafen entfernt sind.

Fort George Grenada
Fort George – Bild: MSC Kreuzfahrten

Gut, dass es bis in die Young Street nur ein Katzensprung ist. Hier befinden sich das winzige Grenada National Museum und das House of Chocolate Grenada Museum. Letzteres zeichnet den Weg der Kakaobohne vom Strauch bis zum Endprodukt nach. Wer möchte, kann hier auch etwas trinken und essen. Ein Augenschmaus ist natürlich der Markt, der täglich auf dem großen Platz der Stadt unweit des Hafens abgehalten wird.

Wasserfälle

Das Inselinnere ist gebirgig und grün. Hier entspringen Flüsse, die auf dem Weg zum Meer schöne Wasserfälle und Seen bilden. Wasserfälle gehören zu den beliebtesten Zielen für Landausflüge auf Grenada. Die meisten Wasserfälle befinden sich auf dem Grund privater Plantagen, deren Eigentümer einen geringen Eintritt verlangen. Hier ein kurzer Überblick:

Annandale Falls

Die Annandale Falls sind nur ca. 7,5 Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt. Wegen des Verkehrs und der kurvenreichen Straße benötigt man jedoch etwa 20 Minuten. Der circa zehn Meter hohe Wasserfall liegt sehr schön umgeben von dichter tropischer Vegetation. Viele Touristen kommen hierher. Das lockt auch Einheimische an, die gegen Gebühr von einer Felswand in das vom Wasserfall ausgewaschene Becken springen.

Seven Sisters Falls

Kurz hinter dem Besucherzentrum des Grand Etang Nationalparks befinden sich die Seven Sisters Falls. Den ersten Wasserfall der sieben Schwestern erreicht man nach einer schönen aber schon anspruchsvolleren Wanderung (ca. 20 bis 30 Minuten) über das Gelände einer Plantage und durch den Regenwald. Feste Schuhe sind empfehlenswert. Es ist oft rutschig. An heißen Tagen kann man ein Bad im See des Wasserfalls nehmen. Wer weitere der insgesamt sieben Fälle sehen möchte, muss klettern.

Natur Grenadas
Grün, Felsen und Wasser dominieren das Inselinnere – Bild: Grenada Tourism Authority

Royal Mount Carmel Falls

Die Mount Carmel Falls sind mit einer Fallhöhe von 21 Metern die höchsten Wasserfälle auf Grenada. Sie befinden sich auf dem Gelände einer privaten Plantage an der Ostküste der Insel und werden manchmal auf Marquis Falls genannt. Vom Parkplatz an der Straße geht man ca. 15 Minuten in Richtung Wasserfall. Der Weg ist relativ leicht aber matschig. Feste Schuhe sind empfehlenswert. Die Besitzer des Landes nehmen eine kleine Gebühr.

Concord Falls

Die Concord Falls liegen in den Bergen und sind nur über eine schmale Zufahrtsstraße erreichbar. Es handelt sich um eine Gruppe von drei Wasserfällen mit den Namen Concord, Au Coin und Fontainbleu. Es gibt einen Parkplatz von dem man relativ schnell zum ersten Wasserfall gelangt. Junge Männer versuchen mit dem Sprung in den Pool des Wasserfalles etwas Trinkgeld zu verdienen. Kurze Wanderungen sind ebenso möglich wie ein Bad im Pool der Wasserfälle. Wer die beiden anderen Wasserfälle sehen will, muss etwas Zeit mitbringen und wandern.

Grand Etang Nationalpark

Wie auf Dominica, gibt es auch auf Grenada einen Kratersee. Für die Karibik eine Besonderheit. Rund um den kleinen Grand Etang Lake wurde der gleichnamige Nationalpark angelegt. Dieser liegt wenige Autominuten hinter den Annandale Falls, etwa 11 Kilometer vom Kreuzfahrt-Terminal in St. George‘s entfernt. Es gibt einen Parkplatz, ein Besucherzentrum und ein Restaurant. Das Restaurant beim Besucherzentrum heißt übrigens Monkey BarZ. Das liegt an einer seltenen Affenart (Monameerkatzen), die in der Gegend lebt und die man mit etwas Glück beobachten kann. Das Besucherzentrum informiert über die Natur rund um den Kratersee.

Vom Besucherzentrum kann man den Grand Etang Lake bequem zu Fuß erreichen. Es gibt verschiedene Wanderwege mit einer Dauer von 30 Minuten bis zu 4 Stunden. Der kürzeste Weg führt zu einem Hügel mit Blick auf den See. Wer den See umrunden möchte, nimmt den zweiten Weg und benötigt je nach Tempo 1 bis 2 Stunden. In 3 bis 4 Stunden führt ein dritter Wanderweg auf den Mount Qua Qua (den zweithöchsten Berg der Insel). Die tropische Vegetation rund um den großen See ist wunderschön.

Belmont Estate
Belmont Estate – Bild: Grenada Tourism Authority

Laura’s Herb & Spice Garden

Grenada hat sich in aller Welt einen Namen als Gewürzinsel gemacht. Insbesondere Zimt, Gewürznelken, Ingwer und Muskat werden auf der Insel produziert. Das Hauptprodukt ist die Muskatnuss, die sogar die Nationalflagge schmückt. Kein Wunder, dass ein Landausflug zu einer Gewürzplantage zum Standardprogramm auf Grenada gehört.

Viele der so genannten Spice-Estates bieten Führungen an. Hier hat man die Qual der Wahl. Besonderes beliebt ist Laura’s Herb & Spice Garden. Andere bekannte Namen sind Belmont Estate, Dougaldston Spice Estate oder Gouyave Nutmeg Processing Station. Letztere ist keine Plantage sondern eine Fabrik, in der die Muskatnüsse verarbeitet. Die Nüsse (die Kerne der Frucht) werden getrocknet und von der Macis befreit. Die Macis ist die attraktive rote Haut, die den Kern schützt. Die Kerne werden dann gemahlen und in alle Welt verschickt.

Laura’s Herb & Spice Garden befindet sich in Saint David Parish im Süden von Grenada. Im Rahmen einer Führung kann man hier viele Gewürze (am Strauch) kennenlernen. Neben der Muskatnuss wächst auf der Plantage Kakao, Vanille, Pfeffer, Kaffee, Ananas, Zimt, Gewürznelken und vieles mehr. Für Garten und Pflanzenfreunde ein schönes Erlebnis.

River Antoine Rum Distillery

Wie Laura’s Herb & Spice Garden ist auch die River Antoine Rum Distillery nur ein Beispiel für die zahlreichen Rumbrennereien auf Grenada. Bereits bevor man auf der Insel Gewürze in großem Stil angebaut hat, gab es Zuckerrohr und Rum. Auch hier gibt es viele Besichtigungsmöglichkeiten. Alternativen sind zum Beispiel die Dunfermline Rum Distillery oder die Westerhal Distillery. Für Bierfreunde kommt auch ein Besuch der der West Indies Beer Company in Frage. Die Brennereien sind wie die Spice Estates häufiges Ziel für Landausflüge auf Grenada.

Die River Antoine Distillery gilt sogar als älteste mit Wasserkraft betriebene Brennerei der gesamten Karibik. Hier in der Nähe des Kratersee Lake Antoine wird angeblich seit 1785 Rum mit traditionellen Methoden produziert. Mit der Hilfe einer Wassermühle wird das Zuckerrohr gepresst. Das ausgepresste Zuckerrohr wird getrocknet und dient als Brennmaterial. Produziert werden geringe Mengen für den lokalen Markt. Gegen eine kleine Gebühr kann man an einer Führung teilnehmen und natürlich auf Rum verkosten. Wer möchte, kann auch ein Fläschen erwerben.

Skulpturen unter Wasser
Skulpturen unter Wasser – Bild: Tegeler

Unterwasser-Skulpturenpark

In der Moliniere Bay, wenige Kilometer nördlich des Kreuzfahrthafens, gibt es seit 2007 einen Unterwasser-Skulpturenpark des britischen Künstlers Jason deCaires Taylor. Insgesamt verteilen sich angeblich ca. 80 Figuren auf einer Fläche von 800 Quadratmetern. Besonders bekannt ist der Menschenkreis. Die Figuren aus Gips sollen ein künstliches Riff bilden und befinden sich wenige Meter unter der Wasseroberfläche. Auch Schnorchler können den Unterwasser-Skulpturenpark deshalb besuchen. Der Künstler ist mittlerweile auch anderen Orten auf der Welt mit ähnlichen Projekten aktiv. Zum Beispiel in Cancun (Mexiko), Nassau (Bahamas) oder auf Lanzarote.

Strände auf Grenada

Der beliebteste Strand der Insel ist die 3 Kilometer lange Bucht von Grand Anse (Große Bucht) südlich von St. George`s. Mit einem Wassertaxi, Taxi oder einem öffentlichen Bus gelangt man schnell und bequem hierher. Manche sagen, der Grand Anse Beach sei einer der schönsten Strände der ganzen Karibik. Es gibt viele Hotels, Restaurants und Wassersportanbieter. Liegestühle und Schirme können gemietet werden. Es ist empfehlenswert, nicht direkt am Pier für Wassertaxen zu bleiben. Hier ist es oft sehr voll. Wenn man etwas läuft, wird es meistens etwas ruhiger.

Der Morne Rouge Bucht ist von der Grand Anse nur durch eine kleine Halbinsel getrennt. Also im Prinzip direkt nebenan. Der Strand ist kleiner und weniger voll. Hier ist der ideale Platz um sich zu entspannen und die Sonne zu genießen. Da das Wasser flach und fast immer sehr ruhig ist, bietet die Morne Rouge Bucht nahezu ideale Bedingungen für Kreuzfahrer mit Kindern. Wassersportangebote sucht man allerdings vergebens.

Blick über die Grand Anse
Blick über die Grand Anse mit dem Hafen im Hintergrund – Bild: pkazmierczak–stock.adobe.com

Natürlich gibt es auf der Insel weitere attraktive Strände. Aber Landausflügler müssen ja immer auch etwas auf die Uhr sehen. Da ist man mit der traumhaften Grand Anse und der benachbarten Morne Rouge Bucht bestens bedient. Zumal der Transport mit Taxis oder Wassertaxis schnell und günstig bewerkstelligt werden kann.

Wer gerne vom Strand aus schnorchelt, könnte den Magazine Beach beim Hotel Grenadian by Rex Resorts besuchen. Man folgt der Straße zum Flughafen und biegt am Ende des Flughafens (in der Kurve) links ab. Dann muss man nur noch den Schildern zum Aquarium Restaurant folgen. Am Strand stehen viele Schatten spendende Bäume. Beim Aquarium Restaurant am südlichen Ende des Magazine Beach gibt es auch Liegen.

Landausflüge auf Grenada buchen

Für den Tag auf Grenada werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

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