Neapel auf eigene Faust

Landausflüge in Neapel auf eigene Faust sind zweifellos ein Höhepunkt von Mittelmeer Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer. Es lohnt sich, an Deck zu sein, wenn sich das Kreuzfahrtschiff der Stadt nähert. Die weite Bucht mit dem Häusermeer, den Inseln und dem Vesuv ist atemberaubend schön. Den Namen hat Neapel von der altgriechischen Siedlung Neapolis (Neustadt), aber seine Blüte hatte es unter den Königshäusern der Anjou und Aragon im Mittelalter. Die Altstadt lässt sich leicht zu Fuß erkunden. Keine andere italienische Metropole kann sich, wenn man am Welterbe der UNESCO orientiert, an so vielen schützenswerten Denkmälern erfreuen wie Neapel. Baukunstwerke unterschiedlichster Epochen und Stile sind hier an beinahe jeder Straßenecke zu finden. Wer gerne Pizza isst, sollte nicht versäumen, hier eine Pizza zu probieren. Schließlich wurde die Pizza in Neapel erfunden. Im Umland warten die berühmten Inseln Capri und Ischia, die traumhafte Amalfiküste und natürlich die weltbekannten archäologischen Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum. Sogar dem Vesuv kann man ganz nahe kommen. Gute Reiseinformationen in deutscher Sprache findet man bei Portanapoli.

Landausflüge in Neapel auf eigene Faust

Blick über Neapel zum Vesuv – Bild: MSC Kreuzfahrten

Transport in Neapel auf eigene Faust

Die Stazione Marittima di Napoli liegt sehr zentral gegenüber vom Castel Nuovo. Das schöne Terminalgebäude ist schön etwas älter, wurde aber komplett renoviert. Es gibt die üblichen Einrichtungen wie Gastronomie, Geschäfte, Wi-Fi und eine Touristeninformation. Mit der Galleria del Mare gibt es in der Stazione Marittima ein Einkaufszentrum mit vielen Geschäften. Für einen Landausflug in Neapel auf eigene Faust stehen verschiedene Verkehrsmittel zur Verfügung:

Zu Fuß

Das historische Zentrum ist vom Hafen aus gut zu Fuß zu erreichen. Die Fußgängerzone Via Toledo beginnt hinter Castel Nuovo. Die Touristeninformation hat ein Büro in der Via San Carlo Nr. 9. Das ist links schräg hinter dem wuchtigen Castel.

Wenn man auf der Via Toledo in Richtung Piazza Dante läuft, kommt man nach wenigen hundert Metern zu einer Station der Funicolare Centrale. Die 1928 erbaute Zahnradbahn bringt die Menschen hinauf zum schönen Stadtteil Vomero. Von der dortigen Burg hat man einen tollen Blick über die Stadt und den Vulkan. Man kann aber hier auch schön bummeln. Das kann man alles gut auf eigene Faust ablaufen. Trotzdem empfehlen wir einen geführten Stadtrundgang. Es gibt in Neapel soviel zu sehen.

Taxen

Vor dem Kreuzfahrtterminal warten viele Taxen, die auch Rundfahrten anbieten. Die offiziellen Taxen sind weiß und mit einem Taxi-Schild auf dem Dach ausgestattet. Es gibt Taxameter und offizielle Gebührentabellen, die man auf der Webseite taxinapoli.it nachlesen kann. Die Fahrpreise sind sogar auf einem Schild am Hafen veröffentlicht.

Neben den typischen von Taxametern ermittelten Fahrpreisen, gibt es auch Festpreise für verschiedene Routen (Innerstädtisch und Überregional). Die Fahrt nach Pompeji mit 3 Stunden Wartezeit und Rückfahrt wird z.B. mit 130 Euro angegeben. Die Fahrt zum Krater des Vesuv mit 2 Stunden Wartezeit und Rückfahrt kostet 90 Euro.

Bei Festpreisen bitte unbedingt vor der Abfahrt Klarheit bezüglich der Kosten herstellen. Achtung! Es gibt auch private, nicht offizielle Taxen, für die Taxameterpreise nicht gelten. Die Angebote müssen nicht schlecht sein, wenn man sich mit dem Fahrer einig ist. Trinkgelder werden erwartet.

Verkehrsmittel rund um den Hafen

Verkehrsmittel rund um den Hafen

Stadtrundfahrten

Die beliebten Stadtrundfahrten mit den bekannten roten Bussen der der Firma City Sightseeing sind auch in Neapel eine bequeme Alternative. Los geht es ganz in der Nähe des Kreuzfahrtterminals direkt hinter dem Castel Nuovo. Tickets gibt es vor Ort oder bei Viator (Link s. unten). Die Busse fahren auf drei Routen durch die Stadt. Nach dem bekannten Muster steigt man einfach aus und fährt mit dem nächsten Bus weiter. Informationen gibt es über Kopfhörer auch in deutscher Sprache. Allerdings sind die Verkehrsverhältnisse in Neapel oft chaotisch. Davon sind dann natürlich auch die Busse betroffen.

Die Firma bietet mittlerweile auch Transfers nach Pompeji und Shuttles zum Museo di Capodimonte an. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Anbieters (city-sightseeing.it).

Öffentliche Verkehrsmittel

Grundsätzlich gibt es in Neapel Busse, U-Bahnen, S-Bahnen und Funicolare (Standseilbahnen). Die U-Bahn Metropolitana ist unabhängig vom Verkehrsgewühl und deshalb das wichtigste Verkehrsmittel für die Menschen in der Stadt. Das Netz wird ständig erweitert. Etwas problematisch ist, dass für verschiedene Linien und Verkehrsmittel verschiedene Unternehmen zuständig sind, die jeweils eigene Fahrkarten (Aziendale) verkaufen.

Verkehrsgesellschaft ANM (anm.it)
Metro Linien 1 und 6
Busse und Seilbahnen

Die italienische Bahn Trenitalia
Metro Linie 6

EAV – Ente Autonomo Volturno (eavsrl.it)
S-Bahn Circumvesuviana
Campania Express
Busse zum Vesuv

Zum Glück gibt es übergreifende Tickets, die TIC (Ticket Integrato Campania) genannt werden. Wer nur mit den U-Bahnen 1 oder 6, den Stadtbussen und/oder den Funicolari fahren möchte, kann ein Ticket der Verkehrsgesellschaft ANM kaufen. Das kostet 1,10 Euro pro Fahrt oder 3,50 Euro für den Tag. Wer auch mit der Linie 6 oder S-Bahn fahren möchte, sollte sich ein TIC Ticket kaufen. Das kostet für Fahrten in Neapel 1,60 Euro für 90 Minuten oder 4,50 Euro für den Tag.

Besonders interessant für Landausflügler, die Neapel auf eigene Faust erkunden möchten, ist die neue Metrostation Municipio der Linie 1. Nach zwei Haltestellen ist man bereits am Hauptbahnhof und kann mit der Regionalbahn Circumvesuviana nach Pompeji oder Herculaneum weiterfahren. Oder man fährt mit der Linie 1 in die andere Richtung nach Vomero. Von der Linie 1 kann man in die Linie 2 umsteigen, die nach Pozzuoli zu den Phlegräischen Feldern fährt. Mit dem Wechsel der Linie, wechselt man aber auch das Unternehmen (s. oben). Man braucht dann also ein TIC-Ticket. Die Linie 1 ist unter der Bezeichnung Metro dell’Arte bekannt. Viele Haltestellen wurden von bekannten Künstlern gestaltet.

Das Netz öffentlicher Buslinien ist gut ausgebaut. Allerdings leiden die Busse unter den teilweise schwierigen Verkehrsverhältnissen. Die U-Bahn ist da die bessere Wahl.

Circumvesuviana nach Herculaneum, Vesuv, Pompeji und Sorrent

Ein sehr zuverlässiges und günstiges Verkehrsmittel für Kreuzfahrer, die zu den Highlights im Umland reisen möchten, ist die Regionalbahn (S-Bahn) Ferrovia Circumvesuviana. Wer nach Pompeji, Herculaneum, Sorrent oder zum Vesuv möchte, sollte ich damit befassen. Betreiber des Zuges ist Ente Autonomo Volturno (eavsrl.it). Auf der Webseite in italienischer Sprache findet man unter dem Menüpunkt „Orario Ferrovia“ Fahrplaninformationen. Der Fahrpreis bis Sorrent liegt bei 4,90 Euro (TIC – Tarif Integrata) bzw. 3,90 (Tarif Aziendale). Die Fahrkarte muss man vorab im Bahnhof kaufen. Im Zug geht das nicht mehr! Zu Erinnerung, Aziendale ist der Tarif von Ente Autonomo Volturno nur für den Zug. Der TIC-Tarif gilt betreiberübergreifend, zum Beispiel auch für Bus und U-Bahn.

Die Züge starten meistens zweimal pro Stunde im Untergeschoss der Stazione Centrale an der Piazza Garibaldi in Richtung Sorrent (Endstation). Wer nach Herculaneum möchte, sollte an der Station Ercolano Scavi aussteigen. Die Fahrzeit beträgt etwa 20 Minuten. Die Ausgrabungsstätte ist ca. 700 Meter vom Bahnhof entfernt. Vor dem Bahnhof Ercolano Scavi ist ein Kiosk des Vesuvioexpress (vesuvioexpress.info). Hier kann man Tickets (20 Euro) für den Transfer zum Vesuv und für den Eintritt zum Nationalpark kaufen. Die letzten Meter zum Krater muss man natürlich zu Fuß gehen.

Nach Pompeji fährt man auf dieser Route noch ein paar Minuten weiter. Der Eingang zur Ausgrabungsstätte ist in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Pompeji Scavi-Villa dei Misteri. Bis zum letzten Halt in Sorrent ist man ca. eine Stunde unterwegs.

MSC Splendida in Neapel

MSC Splendida in Neapel – Bild: MSC Kreuzfahrten

Campania Express nach Herculaneum, Vesuv, Pompeji und Sorrent

Der Campania Express ist eine Touristenzug, der von April bis Oktober im Einsatz ist. Er fährt von Neapel in Richtung Sorrent und ist damit eine Alternative zur Circumvesuviana. Der Zug hält im Prinzip nur an den für Urlauber relevanten Haltestellen Ercolano Scavi (Herculaneum), Torre Annunziata (Oplonti), Pompeji Scavi Villa Misteri (Pompeji) und in Sorrent. Los geht es am Hauptbahnhof Napoli Centrale an der Piazza Garibaldi. Betreiber des Zuges ist auch die Verkehrsgesellschaft Ente Autonomo Volturno. Auf der Webseite (eavsrl.it) kann man die Tickets online kaufen. Erwachsene zahlen 15 Euro. Dieser bequeme Zug ist also teurer.

Fähren

Die Fähren nach Capri (und anderen Inseln) starten an der Molo Beverello rechts neben der Stazione Marittima. Die Fahrt dauert mit einem Tragflügelboot (Aliscafi) etwa 40 bis 50 Minuten und kostete zuletzt knapp 20 Euro. Langsamer und billiger ist eine Fähren/Autofähre (Traghetti). Wir würden ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt kaufen. Das geht auch vorab online. Zum Beispiel über Portale die Fahrkarten für Fähren verkaufen. Wie zum Beispiel bei OK-Ferry (ok-ferry.de).

Vorsicht bei windigem Wetter! Wenn sich das Wetter verschlechtert und der Wellengang zu hoch wird, könnten die Fähren ausfallen. Man will ja auch wieder zurück zum Kreuzfahrtschiff. Auf Capri angekommen geht es dann mit der Standseilbahn hinauf nach Capri-Stadt.

Fahrt zum Vesuv

Der Vesuv wurde indirekt bereits angesprochen. Von der Haltestelle Ercolano Scavi bei Herculaneum (Circumvesuviana oder Campania Express) fahren Taxen und Busse zum Parkplatz unterhalb des Kraters. Zum Beispiel der Vesuvio Express (vesuvioexpress.info), der zehn Euro kostet. Weitere zehn Euro kostet der Aufstieg zum Krater im Nationalpark.

Es gibt auch öffentliche Busse der Firma Ente Autonomo Volturno (eavsrl.it). Eine Verbindung führt von Neapel in 90 Minuten zum Vesuv. Zusteigen kann man an der Molo Beverello neben dem Hafen. Fahrplan-Informationen (PDF-Dateien) findet man auf der Webseite unter Orari Autobus.

Funicolare

Eine typisch neapolitanische Art der Fortbewegung ist eine Fahrt mit der Funicolare. Die neapolitanischen Standseilbahnen werden in dem berühmten Lied „Funiculi, Funicula“ besungen. Die Funicolare Centrale verbindet die Fußgängerzone Via Toledo mit dem Vomero-Hügel. Oben angekommen, gelangt man nach einem kurzen Fußweg zur Burg, die einen schönen Blick auf die Stadt gewährt. In der Via Scarletti warten zahlreiche Boutiquen auf Shopping-Fans.

Campania Artecard

Die Artecard (campaniartecard.it) ist eine Citycard, die den Eintritt für Museen, Sehenswürdigkeiten und öffentliche Verkehrsmittel beinhaltet. Es gibt verschiedene Varianten, zum Beispiel nur für Neapel oder für die ganze Region. Die günstigste Artecard ist „Napoli 3 tage“ für 21 Euro. Das 3-Tages-Ticket für die Region kostet 32 Euro. Leider gibt es keine Tageskarten, die für Landausflügler natürlich besonders interessant wären.

Landausflüge in Neapel buchen

Natürlich kann man Neapel und das Umland auch im Rahmen eines organisierten Landausfluges erkunden. Beispielhaft für das Landausflugsprogramm an Bord fügen wir hier eine Übersicht der Landausflüge in Neapel von Costa Kreuzfahrten bei. Die anderen Reedereien haben ein mehr oder weniger vergleichbares Landausflugsprogramm.

Eine individuellere Alternative zu den Landausflügen der Reedereien sind Angebote lokaler Veranstalter. Sorgfältig ausgewählte Angebote findet man zum Beispiel bei Viator oder in dem Ausflugsportal von rent-a-guide. Angebote von GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Tipps für Landausflüge in Neapel

Neapel ist ein Hafen, den man immer wieder besuchen kann. So viele Attraktionen bietet die Stadt und das Umland.

Auf einen Blick

Auf einen Blick – Karte von Royal Caribbean

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Castel Nuovo, 2-Palazzo Reale, 3-Teatro San Carlo, 4-Dom von San Gennaro, 5-Archäologisches Nationalmuseum, 6-Galerie Capodimonte, 7-Nationalmuseum von San Martino im Stadteil Vomero – Die Linien sind Funicolare – Die 8 steht für die Fähren z.B. nach Capri

Ein Stadtrundgang

Direkt gegenüber der Stazione Marittima erhebt sich das mächtige Castel Nuovo. Nuovo ist dabei relativ. Baubeginn war bereits 1279. In der Burg ist heute das Museum Civico untergebracht. Das Castel steht an Piazza Municipio. Hier gibt es seit wenigen Jahren die gleichnamige U-Bahn Station der Linie 1. Geht man am Castel Nuovo vorbei und wendet sich sich dann nach links, sieht man nach kurzer Zeit das Teatro San Carlo aus dem Jahre 1737. Mit fast 3.000 Plätzen eines der größten Theater der Erde! Es ist baulich verbunden mit dem Palazzo Reale, dem ehemaligen Palast der Könige von Neapel.

Geht man am Teatro San Carlo vorbei, erreicht man die PiazzaTrieste e Trento mit ihrem Brunnen. Hier kann man in die Einkaufsstraße Via Toledo (Via Roma) abbiegen. Nach wenigen Metern taucht auf der linken Seite die Galleria Umberto I auf, eine wunderschöne Einkaufspassage, die Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Ein Ausgang mündet direkt vor dem Teatro San Carlo. Wer möchte, kann dort bereits in die Passage gehen.

Wenn man der Einkaufsstraße Via Toledo folgt, trifft man kurz hinter der Galleria Umberto I auf die Standseilbahn Funicolare Centrale. Wer möchte, kann mit der Standseilbahn den höhergelegenen Stadtteil Vomero erreichen. Hier gibt es weitere schöne Einkaufsmeilen (Via Scarlatti und Via Luca Giordano) und die Burg Sant‘ Elmo mit dem Kloster San Martino, die einen herrlichen Rundblick über Neapel und den Vesuv ermöglicht.

Man kann aber auch auf der Via Toledo bleiben. Am Barockpalast Maddaloni könnte man nach rechts in die Via Maddaloni einbiegen und so zur Kirche Santa Chiara gelangen. Man geht zur Via Toledo zurück, kommt zur Piazza Dante und von dort auf der Via Pessina zum Museo Archeologico Nazionale, der bedeutendsten Sehenswürdigkeit Neapels und einem der größten Antikenmuseum der Erde (vor allem Funde aus Pompeji und Herculaneum). Vom Nationalmuseum aus erreicht man über die Piazza Cavour und (rechts) die Via del Duomo den Dom San Gennaro. Unter dem Hochaltar liegt die Cappella Carafa (1497-1506), eines der schönsten Renaissancebauwerke Neapels. Im Dom werden jedes Jahr Messen für das so genannte Blutwunder gehalten. Unbedingt sehenswert ist auch die Krippenstraße San Gregorio Armeno. Die gesamte Altstadt ist Welterbe der UNESCO. Mit einem kundigen Führer hat an mehr davon.

Im Norden der Stadt, ca. 4 km vom Hafen entfernt, erhebt sich der grüne Hügel Capodimonte mit dem Palast. Die herrschaftlichen Hauptgebäude gruppieren sich um drei arkadenbestandene Innenhöfe. Der Palast ist Sitz des Museums und der Galerie Capodimonte. Ein Park im Stil einer englischen Gartenanlage umgibt den Palast und bietet Landausflüglern die Möglichkeit einer wohlverdienten Ruhepause. Allein der weite Blick über die Stadt lohnt den Weg hierher.

Phlegräischen Felder

Ein eindrucksvoller stadtnahef Landausflug führt zu den bei Pozzuoli gelegenen Phlegräischen Feldern (Campi Flegrei; Brandfelder). Sie bilden eine hügelige vulkanische Fläche, in der die berühmte Solfatara liegt, ein flächenhafter und noch nicht völlig erloschener Vulkan. Aus zahlreichen Bodenspalten steigt Schwefelwasserstoff auf. Die ausströmenden Gase haben Temperaturen bis zu 162°C.

Herculaneum

Herculaneum wurde bei dem Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. von einem Lava- und Schlammstrom bedeckt. Infolgedessen blieb die Stadt weit besser erhalten, als das bei dem gleichen Vesuvausbruch nur mit Asche und Bimsstein zugedeckte Pompeji. Die Ausgrabungen sind aber auch viel schwieriger. Unter der zu Tuff verhärteten Deckmasse blieben in Herculaneum hölzerne Gegenstände (Betten und Truhen) und Mauern aus Flechtwerk erhalten. Die bisherigen Ausgrabungen der zum Teil von dem Ort Ercolano überbauten Stadt lassen erkennen, dass Herculaneum mit seinen mehrstöckigen Häusern und Geschäftsbauten großstädtischer war als Pompeji und in künstlerischer Hinsicht der Nachbarstadt nicht nachstand.

Pompeji

Pompeji – Bild MSC Kreuzfahrten

Pompeji

Pompeji war die erste antike Stadt, die in ihrer Gesamtheit ausgegraben wurde. Sie hinterlässt einen einmaligen lebendigen Eindruck vom Aussehen einer antiken römischen Stadt. Die Ausgrabungen haben in großem Umfang das Leben aufgedeckt, das die Menschen im Augenblick der Katastrophe führten. Man fand den Bäcker hinter dem Backofen, den Wirt am Schanktisch. Über diese Spuren des Alltagslebens hinaus sieht man die öffentlichen und privaten Bauten einer blühenden römischen Stadt. Um das Forum herum liegen Tempel, Markthallen und Verwaltungsgebäude. Nahe der Umfassungsmauer der Stadt trifft man auf das Große und Kleine Theater und auf das Amphitheater. Es gab mehrere umfangreiche und luxuriös eingerichtete Thermen. Die Wohnhäuser sind ebenfalls Beweise für die aufwendige und heitere Lebensweise der Bürger von Pompeji. Die Casa del Fauna war ein großer Familienpalast, in dem das berühmte Mosaik der Alexanderschlacht (jetzt im Nationalmuseum in Neapel) gefunden wurde. Die Wandmalereien von Pompeji sind die eindrucksvollsten der römischen Antike.

Der Vesuv

1944 ist er zum (bisher) letzten Mal ausgebrochen, der 15 km von Neapel entfernt liegende Vesuv. Mit rund 12.000 Jahren ist der der jüngste und einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Doch niemand weiß, wie lange er noch schläft. Fest steht aber, dass in seinem Inneren der Druck steigt. Ein 3 km tiefer Pfropfen verstopft den Schlot, während in 5 bis 7 km Tiefe das Magma weiter brodelt. Falls es zu einem neuerlichen Ausbruch kommt, sind mehr als 600.000 Menschen, die rund um den Vesuv leben, gefährdet. Seit dem letzten Ausbruch hat der Vulkan zwei Gipfel: Der eigentliche Vesuv ist 1.281 Meter, der Nebengipfel des Monte Somma ist 1.132 Meter hoch. Der Hauptkrater hat eine Tiefe von bis zu 300 m und einen Durchmesser von 600 m. Schön ist der Blick vom Kraterrand über den Golf von Neapel.

Der Krater des Vesuv

Der Krater des Vesuv – Bild: MSC Kreuzfahrten

Capri

Capri, die gut 10 Quadratkilometer große und bis zu 589 m ansteigende Insel, ist ein Traumziel für viele Urlauber. Die Schönheit Capris entdeckte bereits Kaiser Augustus. Er ließ auf der Insel die erste kaiserliche Sommerresidenz bauen. Vom Hafen Marina Grande, von dem aus in der Regel die Bootsfahrten zur berühmten Grotta Azzurra (Blauen Grotte) unternommen werden, kann man zum Städtchen Capri mit einem Taxi oder dem Funicolare hinauffahren. Von der kleinen Piazza Umberto l aus hat man nach allen Seiten Zugang in die malerischen mittelalterlichen Viertel. Wir empfehlen einen Capri Ausflug nur bei gutem Wetter.

Ischia

Ischia ist die größte Insel im Golf von Neapel und knapp 10 Kilometer lang und gut 7 Kilometer breit. Gut 60.000 Einwohner leben verteilt auf 6 Ortschaften. Von der Mole neben dem Kreuzfahrtterminal kann man mit Tragflügelbooten (Aliscafi) in etwa 35 bis 40 Minuten übersetzen. Auf der Insel kann man sich mit Bussen der Firma Ente Autonomo Volturno (EAV) fortbewegen. Das ist die Gesellschaft, die u.a. auch die Circumvesuviana betreibt. Eine Alternative sind Dreiradtaxis, die auch Rundfahrten anbieten.

Die Amalfiküste

Die Amalfiküste ist eines der landschaftlichen Wunder Italiens. Leider fehlt auf einer Kreuzfahrt oft die Zeit. Die Küstenstraße von Positano über Praiano nach Amalfi, Minori und Maiori verläuft hoch über dem Meer und bietet atemberaubend schöne Ausblicke auf traumhafte Buchten und malerische Orte. In Amalfi lockt der Dom mit dem Kreuzgang, dem Chiostro del Paradiso – und vor allem mit dem normannisch-arabischen Nachbarort Ravello hoch oben.

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