Neapel auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Neapel auf eigene Faust zusammengestellt. Die drittgrößte Stadt Italiens hat gut 960.000 Einwohner und ist zweifellos einer der Höhepunkte von Mittelmeer Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer. Es lohnt sich an Deck zu sein wenn sich das Kreuzfahrtschiff der Stadt nähert. Auch wenn man dafür früh aufstehen muss. Der Golf von Neapel ist etwa 30 Kilometer breit und ragt 15 Kilometer ins Land hinein. Er wird im Norden von Ischia und im Süden von Capri und der Halbinsel von Sorrent begrenzt. Die weite Bucht mit dem Häusermeer, den Inseln und dem Vesuv ist atemberaubend schön. Das gilt auch für die Stadt selber. Neapel ist zwar chaotisch, aber wunderschön. Keine andere italienische Metropole kann sich, wenn man am Welterbe der UNESCO orientiert, an so vielen schützenswerten Denkmälern erfreuen, wie die große Metropole Süditaliens. Baukunstwerke unterschiedlichster Epochen und Stile sind hier an beinahe jeder Straßenecke zu finden. Wer gerne Pizza isst, sollte nicht versäumen, hier eine zu probieren. Schließlich wurde die Pizza Ende des 19. Jahrhunderts in Neapel erfunden.

Landausflüge in Neapel auf eigene Faust
Blick über Neapel zum Vesuv – Bild: MSC Cruises

Im Umland bieten sich Capri, der Vesuv und natürlich die weltbekannten archäologischen Ausgrabungsstätten von Pompeji und Herculaneum als Ziele für Landausflüge in Neapel geradezu an. Sogar dem bedrohlichen Vesuv kann man ganz nahe kommen. Stand: November 2020

Der Kreuzfahrthafen von Neapel

Die große Stazione Marittima di Napoli an der Molo Angioino befindet sich im Stadtzentrum von Neapel, direkt gegenüber vom Castel Nuovo. Hier können mehrere große Kreuzfahrtschiffe zeitgleich abgefertigt werden. Das attraktive Terminalgebäude stammt aus der Vorkriegszeit, wurde aber komplett renoviert. Es gibt die üblichen Einrichtungen wie Gastronomie, Wi-Fi und eine Touristeninformation. Die restlichen Räumlichkeiten werden von dem Einkaufszentrum Galleria del Mare und einem Kongresszentrum belegt. Wer möchte, kann also direkt im Terminalgebäude bummeln und einkaufen.

Die Lage des Kreuzfahrthafens von Neapel könnte kaum günstiger sein. Direkt nebenan starten die Schnellfähren zu den Inseln. Die nächstliegende Metrostation „Municipio“ und die beliebte Einkaufsstraße Via Toledo erreicht man in weniger als fünfzehn Minuten zu Fuß.

Neapel auf eigene Faust
MSC Splendida an der Stazione Marittima – Bild: MSC Cruises

Mobil in Neapel auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Neapel auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Zu Fuß

Man kann sich in den schmalen Straßen der Altstadt Neapels am besten zu Fuß fortbewegen. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind weniger als 2 Kilometer vom Hafen entfernt. Das können viele Landausflügler zu Fuß schaffen. Einen Stadtplan der Touristeninformation und eine Karte des Centro Storico haben wir hier hinterlegt. Nur auf Taschendiebe sollte man immer aufpassen.

Taxis

Vor dem Kreuzfahrt-Terminal gibt es einen überdachten Taxistand. Hier stellt man sich an. Die offiziellen Taxis sind weiß und mit Taxametern ausgerüstet, die vor jeder Fahrt eingeschaltet werden müssen. Es sei denn, man hat sich mit dem Fahrer vorab auf einen Festpreis geeinigt. Auch das ist möglich. Trinkgelder werden in jedem Fall erwartet. Die meisten Fahrer sprechen etwas englisch oder sogar deutsch.

Die Fahrpreise kann man dieser Datei der Stadtverwaltung von Neapel entnehmen. Aufgelistet sind sowohl die Taxameterpreise als auch die Festpreise für Fahrten zu touristischen Zielen in der Umgebung. Der Stand 2017 ist noch aktuell. Bekannte Taxizentralen in der Stadt sind Taxi Napoli oder Consortaxi. Es gibt auch private, nicht offizielle Taxis. Die Angebote müssen nicht schlecht sein, wenn man sich mit dem Fahrer einig ist.

Stadtrundfahrten

Die beliebten Stadtrundfahrten mit den roten Bussen der Firma City Sightseeing werden auch in Neapel angeboten. Nach dem bekannten Muster aller Hop-on Hop-off Busse, kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem nachfolgende Busse weiterfahren. Während der Fahrt gibt es Hintergrundinformationen über Kopfhörer. Auch in deutscher Sprache. Die Verkehrsverhältnisse sind in Neapel allerdings oft chaotisch. Davon sind dann natürlich auch die Busse betroffen. Zudem ist es in weiten Teilen der Altstadt für die Busse einfach zu eng.

Los geht es ganz in der Nähe des Kreuzfahrt-Terminals und zwar direkt hinter dem wuchtigen Castel Nuovo. Man läuft vielleicht zehn Minuten. Zur Wahl stehen zwei Routen. Es gibt einen Sommer- und Winterfahrplan. Die Firma City Sightseeing (city-sightseeing.it) bietet auch einen Shuttlebus nach Pompeji, Hercaluneum und zum Vesuv an. Es gibt es auch Kombi-Angebote, zum Beispiel für Pompeji und den Vesuv.

Die Metro

Die Metropolitana di Napoli besteht derzeit aus wenigen Linien und Stationen, wird aber ständig weiter ausgebaut. Da man bei den Bauarbeiten immer wieder auf Zeugnisse der langen Geschichte der Stadt stößt, kommt es leider häufig zu Verzögerungen. Seit 2015 gibt es erfreulicherweise eine Metrostation direkt am Kreuzfahrthafen von Neapel. Es handelt sich um die Metrostation „Municipio“ der Linie 1. Folgende Ziele für Landausflüge in Neapel kann man mit der Linie 1 erreichen:

  • Archäologisches Museum: Metrostation „Museo“
  • Stadtteil Vomero: Metrostation „Vanvitelli“
  • Haupteinkaufsstraße Via Toledo: Metrostation „Toledo“
  • Die Altstadt von Neapel: Metrostationen „Universita“ oder „Dante“
  • Den Hauptbahnhof: Metrostation „Garibaldi“

Viele Stationen der Metrolinie 1 sind kunstvoll gestaltet. Man spricht von der Metrò dell’Arte. Die Metrostation „Toledo“ wurde sogar als schönste Metrostation Europas gewürdigt.

Auf einen Blick
Auf einen Blick – Royal Caribbean

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Castel Nuovo, 2-Piazza Plebiscito, 3-Teatro San Carlo, 4-Dom von San Gennaro, 5-Archäologisches Nationalmuseum, 6-Galerie Capodimonte, 7-Festung Castel Sant’ Elmo, 8-Molo Beverello (Fähre nach Capri/rechts daneben das Cruise Terminal); Die Linien markieren die Funicolare

Die Fahrkarten sind sehr günstig. Wer nur mit der Metro der Linie 1 fahren möchte, kann einen Einzelfahrschein für 1,10 Euro (eine Fahrt) oder ein Tagesticket für 3,50 Euro erwerben. Zuständig ist die Verkehrsgesellschaft ANM (anm.it). Das Ticket heißt Aziendale und gilt auch für alle Busse, die Funicolare und die Metro Linie 6. Vor der Fahrt muss das Ticket entwertet und dann bis zum Ende aufbewahrt werden.

Die Metrolinie 2 wird von der italienischen Bahn Trenitalia betrieben. Wir auch diese Linie nutzen möchte, benötigt ein so genanntes TIC-Ticket (Ticket Integrato Compania), das für den gesamten Nahverkehr in Neapel und Umgebung gültig ist. Hier kostet der Einzelfahrschein 1,60 Euro (90 Minuten) und das Tagesticket für Neapel 4,50 Euro. Für Fahrten ins Umland gibt es verschiedene Zonen.

Man kann die Tickets an Automaten in der Metro kaufen. Oberirdisch verkaufen auch die vielen Zeitungskioske und Tabacchi die Fahrscheine.

Noch ein Blick auf den Kreuzfahrthafen von Neapel
Noch ein Blick auf den Kreuzfahrthafen von Neapel – Bild: MSC Cruises

Funicolare

Eine typisch neapolitanische Art der Fortbewegung ist eine Fahrt mit der Funicolare. Die neapolitanischen Standseilbahnen werden in dem berühmten Lied „Funiculi, Funicula“ besungen. Es gibt insgesamt vier dieser Standseilbahnen. Das Ticket kostet 1,10 Euro und kann an Automaten gezogen werden. Zuständig ist die Verkehrsgesellschaft ANM (anm.it), die auch für zwei Metrolinien und die Busse verantwortlich zeichnet.

Die bekannteste der vier Standseilbahnen ist wohl die Funicolare Centrale, die die Fußgängerzone Via Toledo mit dem Vomero-Hügel verbindet. Die Haltestelle an der Via Toledo heißt „Augusteo“. Oben angekommen, gelangt man nach einem kurzen Fußweg zur Burg, die einen schönen Blick auf die Stadt gewährt. In der Via Scarletti warten zahlreiche Boutiquen auf Shopping-Fans.

Ferrovia Circumvesuviana

Die Regionalbahn Ferrovia Circumvesuviana ist eine Art S-Bahn mit der man preisgünstig und sicher viele Landausflugsziele am Golf von Neapel erreichen kann. Wer in Neapel auf eigene Faust nach Pompeji, Herculaneum oder Sorrent möchte, sollte ich damit befassen. Betreiber des Zuges ist die Verkehrsgesellschaft Ente Autonomo Volturno (eavsrl.it). Auf der Webseite, die leider nur in italienischer Sprache verfügbar ist, findet man unter dem Menüpunkt „Orario Treni“ Fahrplan-Informationen.

Neapel Landausflüge
Kreuzfahrtschiff vor dem Vesuv – Bild: MSC Cruises

Los geht es am Hauptbahnhof an der Piazza Garibaldi. Diesen erreicht man vom Hafen aus mit einer Metro der Linie 1. Man steigt in Hafennähe an der Station „Municipio“ ein und zwei Stationen später ist man bereits an der Station „Garibaldi“ und damit am Hauptbahnhof. Das TIC Ticket (TIC – Tarif Integrata) für die Zone 5 (Neapel – Sorrent) ist 180 Minuten gültig und kostet 4,90 Euro. Es ist auch für eine Fahrt mit der Metro gültig! Wer nur nach Pompeji möchte, kauft ein Ticket in der Zone 3 für 3,50 Euro.

Am Bahnhof angekommen, muss man nur noch den Schildern zur Circumvesuviana folgen. Die Züge starten meistens zweimal pro Stunde im Untergeschoss der Stazione Centrale in Richtung Sorrent (Endstation). Wer nach Herculaneum möchte, sollte an der Station „Ercolano Scavi“ aussteigen. Die Fahrzeit beträgt etwa 20 Minuten. Die Ausgrabungsstätte ist ca. 700 Meter vom Bahnhof entfernt. Der Vesuvioexpress (vesuvioexpress.info) startet vor dem Bahnhof „Ercolano Scavi“ zum Parkplatz unterhalb des Kraters. Nach Pompeji fährt man auf dieser Route noch ein paar Minuten weiter. Der Eingang zur Ausgrabungsstätte ist in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs „Pompeji Scavi-Villa dei Misteri“. Bis zum letzten Halt in Sorrent ist man ca. eine Stunde unterwegs.

Die Alternative: Campania Express

Der Campania Express ist ein Touristenzug, der nur im Sommerhalbjahr im Einsatz ist. Er fährt von Neapel in Richtung Sorrent und ist damit eine Alternative zur Circumvesuviana. Der Zug hält im Prinzip nur an den für Urlauber relevanten Haltestellen Ercolano Scavi (Herculaneum), Torre Annunziata (Oplonti), Pompeji Scavi-Villa dei Misteri (Pompeji) und in Sorrent. Los geht es am Hauptbahnhof Napoli Centrale an der Piazza Garibaldi. Betreiber des Zuges ist ebenfalls die Verkehrsgesellschaft Ente Autonomo Volturno. Auf deren Webseite (eavsrl.it) kann man die Tickets online kaufen. Erwachsene zahlen für die Fahrt nach Pompeji und zurück 15 Euro. Dieser bequeme Zug ist also etwas teurer. Dafür gibt es reservierte Sitzplätze und eine Klimaanlage.

Anlegen in Neapel
Anlegen in Neapel (im Hintergrund das Castel Sant‘ Elmo) – Bild: MSC Cruises

Fähren

Fähren nach Capri (und anderen Inseln im Gold von Neapel) starten an der Molo Beverello. Das ist vom Schiff aus gesehen direkt links neben der Stazione Marittima. Man läuft vielleicht 300 Meter. Tickets gibt es am Schalter an der Molo Beverello oder vorab online. Die nächsten Abfahrten werden auf einer großen Anzeigetafel angezeigt. Bekannte Unternehmen sind zum Beispiel Navigazione Libera del Golfo NLG (navlib.it) oder Caremar (caremar.i). Es gibt aber noch mehrere andere Fährgesellschaften. Anbieterübergreifend kann man die Verbindungen auch bei MrFerry (misterferry.de) abfragen. Die Fahrt nach Capri dauert mit einer Schnellfähre etwa 50 Minuten und kostete bei NLG zuletzt 41 Euro (Round Trip).

Die Überfahrt ist bei gutem Wetter problemlos. Im Hafen Marina Grande auf Capri ist meistens richtig voll. Hier kommen im Minutentakt Fähren aus verschiedenen Häfen an. Die meisten Landausflügler möchten sofort weiter zum Hauptort Capri, den man hoch oben am Hang sieht. Das einfachste Verkehrsmittel ist sicher die Standseilbahn (Funicolare), die ca. alle 15 Minuten fährt. Der Fahrpreis liegt bei 2 Euro. Man kauft sich einen Fahrschein und stellt sich dann an. Vormittags und auch am Nachmittag kann es zu Wartezeiten kommen. Auf der Webseite der Citta di Capri (cittadicapri.it) findet man die Abfahrtszeiten der Standseilbahn und der Fähren. Alternative Verkehrsmittel sind kleine Busse und Taxis. Sportliche Landausflügler können den Aufstieg auch zu Fuß in Angriff nehmen.

Vorsicht bei windigem Wetter! Wenn sich das Wetter verschlechtert und der Wellengang zu hoch wird, könnten die Fähren ausfallen. Man will ja auch wieder zurück zum Kreuzfahrtschiff. Dieser Landausflug ist nur etwas für gutes und stabiles Wetter. Wer tagsüber etwas essen möchte, sollte sich beim Frühstück an Bord etwas einstecken. Die Preise auf Capri sind sehr hoch. Dafür kann man mit etwas Glück auch prominente Besucher sehen. Zudem ist Nepp und Taschendiebstahl leider weit verbreitet.

Landausflüge in Neapel buchen

Für den Tag in Neapel werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Neapel

Neapel ist ein Hafen, den man immer wieder besuchen kann. Die Stadt und das Umland bieten so viele interessante Ausflugsziele, dass es nie langweilig wird. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Neapel und Umgebung.

Blick auf den Hafen
Blick auf den Hafen – Bild: Autorità di Sistema Portuale del Mar Tirreno Centrale

Neapel

Der Kreuzfahrthafen liegt so günstig, dass man viele der unten beschriebenen Sehenswürdigkeiten sehr gut zu Fuß in Angriff nehmen kann. Wer möchte, kann auch man ein Stück mit der Metro überbrücken oder die typischen Funicolare ausprobieren. Nötig ist das aber nur, wenn man auch den Vomero-Hügel erklimmen möchte. Eigentlich benötigt man nur für das Museo di Capodimonte ein Taxi.

Burg Castel Nuovo

Direkt gegenüber der Stazione Marittima erhebt sich das wuchtige Castel Nuovo. Das „Nuovo“ ist dabei relativ. Baubeginn war bereits 1279. In späteren Jahrhunderten wurde die Festung immer wieder umgebaut. Sie diente dabei zu jeder Zeit zugleich als Festung und als Herrschersitz. In der Stadt ist die Burg auch unter der Bezeichnung Maschio Angioino bekannt. Im Castel Nuovo ist heute das Museo Civico (eine Museum zur Geschichte Neapels) untergebracht.

Teatro San Carlo

Geht man am Castel Nuovo vorbei und wendet sich sich dann nach links, sieht man nach kurzer Zeit das Teatro San Carlo aus dem Jahre 1737. Mit fast 3.000 Plätzen eines der größten Theater der Erde! Es ist baulich verbunden mit dem Palazzo Reale, dem ehemaligen Palast der Könige von Neapel.

Das Castel Nuovo liegt direkt am Hafen
Das Castel Nuovo liegt direkt am Hafen – Bild: MSC Cruises

Galleria Umberto I.

Gegenüber vom Teatro San Carlo befindet sich einer der Eingänge zur Galleria Umberto I. Die elegante Einkaufstraße im Jugendstil wurde 1890 fertiggestellt und hat einen weiteren Eingang an der Einkaufstraße Via Toledo um die Ecke. Besonders beeindruckend ist das Glasdach. Die Ähnlichkeit zur Galleria Vittorio Emanuele II ist unverkennbar. Die Mailänder Passage ist etwas älter und diente den Neapolitanern als Vorbild.

Piazza Plebiscito

Wiederum nur einen Steinwurf vom Teatro San Carlo und der Galleria Umberto I. entfernt, befindet sich die riesige Piazza Plebiscito. Es handelt sich um den größten Platz der Stadt und einen der größten Plätze Italiens. An einer Seite fällt die Kirche San Francesco di Paola inmitten eines langen Säulengangs sofort ins Auge. Die Kirche hat auffällige Ähnlichkeiten mit dem Pantheon in Rom. An der Ecke des Platzes lädt das Gran Caffè Gambrinus zu einer Pause ein. Das Kaffeehaus ist bereits mehr als 150 Jahre alt und eine Institution in der Stadt. Auch wenn der Cappuccino etwas mehr kostet, lohnt sich der Besuch.

Metrostation Toledo

Die Via Toledo ist eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Neapels. Sie beginnt fast direkt der Piazza Plebiscito. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist hier die Metrostation Toledo, die eine Auszeichnung als schönste Metrostation Europas erhalten hat. Selbst an der Metro-Linie 1, die nicht umsonst Metrò dell’Arte genannt wird, gilt die Metrostation Toledo also besonders sehenswert. Auch man nicht U-Bahn fahren möchte, lohnt es sich, einen Fahrschein für 1,10 Euro zu kaufen um die Metrostation in ihre ganzen Pracht bewundern zu können.

Metro Toledo
Metro Toledo – Bild: anm

Die Spaccanapoli

Einige hundert Meter hinter der Metrostation Toledo kommt man zur Kreuzung Via Toledo und Via Maddaloni. Die schmale Via Maddaloni ist ein Teil der so genannten Spaccanapoli. Der „Neapel Spalter“ verläuft schnurgerade vom Vormero-Hügel bis fast zum Hauptbahnhof und gilt als berühmteste Straße (Gasse) Neapels. Sie teilt die Altstadt von Neapel in zwei Teile. Neben Geschäften und Restaurants gibt es hier viele Sehenswürdigkeiten.

Spaccanapoli ist kein offizieller Straßenname. Sie wird durch insgesamt sieben Straßen gebildet: Via Pasquale Scura, Via Maddaloni, Via Benedetto Croce, Via San Biagio dei Librai, Via Vicaria Vecchia, Via Forcella und Via Giudecca Vecchia. Insgesamt ist die Spaccanapoli gut 2 Kilometer lang.

Klosterkomplex Santa Chiara

Wenn man von der Via Toledo nach rechts in die Via Maddaloni eingebogen ist, erreicht man nach wenigen Gehminuten auf der Spaccanapoli den Klosterkomplex Santa Chiara. Man sollte sich von der wenig attraktiven Fassade nicht abhalten lassen. Dahinter befindet sich ein wunderschöner Klostergarten mit einem berühmten Kreuzgang, der eine Oase in der Altstadt ist. Der Eintritt liegt bei gut investierten 6 Euro.

Die Krippenstraße

Die Krippenstraße ist eine Seitenstraßen der Spaccanapoli. Auch die Krippenstraße sucht man auf dem Stadtplan vergeblich. Sie heißt offiziell Via San Gregorio Armeno. In der engen Gasse haben sich zahlreiche Krippenbauer angesiedelt. Die Figuren sind gar nicht mal teuer und könnten als Mitbringsel dienen. Neben den üblichen Krippenfiguren werden auch bekannte Persönlichkeiten geschnitzt. Angela Merkel oder Donald Trump zum Beispiel.

Verhüllerter Christus
Verhüllerter Christus – Bild: Museo Cappella Sansevero

Cappella Sansevero

Auch die Cappella Sansevero befindet sich in einer der Gassen abseits der Spaccanapoli. Die äußerlich wenig beeindruckende Barockkapelle beherbergt viele bekannte Skulpturen, darunter den Verhüllten Christus von Giuseppe Sanmartino. Die Besichtigung der Kapelle kostet 8 Euro. Im Sommer kann es zu Wartezeiten kommen.

Archäologische Nationalmuseum

Das riesige Archäologische Nationalmuseum ist ebenfalls ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Neapel. Zu sehen ist eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen der Welt. Neben Funden aus Pompeji und Herkulaneum sind bedeutende Sammlungen in diesem Museum ausgestellt, das bereits 1787 gegründet wurde. Darunter, Fundstücke aus griechischer, römischer und ägyptischer Zeit.

Vom Archäoligischen Nationalmuseum aus erreicht man über die Piazza Cavour und (rechts) die Via del Duomo die Cattedrale di San Gennaro. Unter dem Hochaltar liegt die Cappella Carafa (1497-1506), eines der schönsten Renaissancebauwerke Neapels. In der Kathedrale werden jedes Jahr Messen für das so genannte Blutwunder gehalten.

Festung Castel Sant’ Elmo

Die Festung Castel Sant’ Elmo und das benachbarte Kloster Certosa di San Martino thronen auf dem Vomero Hügel hoch über der Stadt und sind bereits vom Hafen aus gut zu sehen. Ein Besuch lohnt sich wegen der fantastischen Aussicht über die Stadt, den Vesuv und den Golf von Neapel. Vom Hafen aus ist das Castel gut mit der Metro erreichbar. Man steigt an der Station Municipio am Hafen in eine Metro der Linie 1 und an der Station Vanvitelli wieder aus. Dann muss man noch ein kurzes Stück zu Fuß gehen.

Neapels Unterwelt
Neapels Unterwelt – Bild: Galleria Borbonica

Neapels Unterwelt

Unter den Straßen und Gassen der Stadt gibt es ein kilometerlanges Netz von Gängen, Höhlen und Brunnen, die seit Jahrtausenden in den Tuffstein gegraben wurden. Sie wurden zum Beispiel Zufluchtsorte (zuletzt im 2. Weltkrieg) oder als Katakomben genutzt. Es gibt verschiedene Zugänge und viele Angebote für geführte Touren.

Noch relativ neu ist die Galleria Borbonica, die erst seit 2016 zugänglich ist. 2005 wurde das System von Höhlen und Gängen wiederentdeckt, das Mitte des 19. Jahrhunderts auf Befehl des Königs Ferdinand II angelegt worden war. Der König wollte einen unterirdischen Geheimweg von seinem Palast zum Meer und zu seiner Flotte. Während des 2. Weltkriegs suchten die Einwohner der Stadt unter der Erde Schutz vor Bombenangriffen. Noch heute findet man hier verstaubte Motorräder und Autos aus dieser Zeit. Auf der Webseite werden verschiedene Touren angeboten. Es gibt insgesamt drei Zugänge. Einer davon befindet sich in der Vico del Grottone 4. Das ist nur ca. 100 Meter von der Piazza Plebiscito entfernt und damit vom Hafen aus schnell erreichbar.

Museo di Capodimonte

Im Norden der Stadt, ca. 4 km vom Hafen entfernt, erhebt sich der grüne Hügel Capodimonte mit dem Palast. Die herrschaftlichen Hauptgebäude gruppieren sich um drei arkadenbestandene Innenhöfe. Der Palast ist Sitz des Museums und der Galerie Capodimonte. Ein Park im Stil einer englischen Gartenanlage umgibt den Palast und bietet Landausflüglern die Möglichkeit einer wohlverdienten Ruhepause. Allein der weite Blick über die Stadt lohnt den Weg hierher. Für Kunstliebhaber ist ein Besuch des Museo di Capodimonte geradezu ein Muss.

Der barocke Königspalast von Caserta nördlich von Neapel
Der barocke Königspalast von Caserta – Bild: MSC Cruises

Königspalast von Caserta

Der barocke Palazzo Reale di Caserta liegt 35 Kilometer vom Hafen entfernt im Hinterland von Neapel. Das riesige Schloss mit der wunderbaren Parkanlage gehört zu den größten Schlössern Europas und wurde von den Bourbonen als Residenz für ihr Königreich beider Sizilien errichtet. Vorbild war natürlich Versailles. Baubeginn war 1751 und seit 1997 zählt der Palast zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Schloss und der riesige Schlosspark sind Ziel vieler Landausflüge in Neapel. Aber auch Filme wurden hier bereits häufig gedreht. So zum Beispiel Szenen aus Illuminati mit Tom Hanks oder Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung.

Der Vesuv

Der Vesuv ist ca. 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und 1944 zum (bisher) letzten Mal ausgebrochen. Mit rund 12.000 Jahren ist er der jüngste und einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Doch niemand weiß, wie lange er noch schläft. Seit dem letzten Ausbruch hat der Vulkan zwei Gipfel: Der eigentliche Vesuv ist 1.281 Meter, der Nebengipfel des Monte Somma ist 1.132 Meter hoch. Der Hauptkrater hat eine Tiefe von bis zu 300 m und einen Durchmesser von 600 m.

Aufstieg zum Vesuv
Aufstieg zum Vesuv – Bild: MSC Cruises

Unterhalb des Kraters gibt es einen Parkplatz, dem man mit dem Auto, einem Taxi oder mit dem Bus erreichen kann. Von hier beginnt der etwa zwanzigminütige Aufstieg zum Kraterrand. Der Blick über den Golf von Neapel ist ein Traum. Der Eintritt für den Nationalpark beträgt zehn Euro.

Herculaneum

Herculaneum wurde bei dem Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. von einem Lava- und Schlammstrom bedeckt. Infolgedessen blieb die Stadt weit besser erhalten, als das bei dem gleichen Vesuvausbruch nur mit Asche und Bimsstein zugedeckte Pompeji. Die Ausgrabungen sind aber auch viel schwieriger. Unter der zu Tuff verhärteten Deckmasse blieben in Herculaneum hölzerne Gegenstände (Betten und Truhen) und Mauern aus Flechtwerk erhalten. Die bisherigen Ausgrabungen der zum Teil von dem Ort Ercolano überbauten Stadt lassen erkennen, dass Herculaneum mit seinen mehrstöckigen Häusern und Geschäftsbauten großstädtischer war als Pompeji und in künstlerischer Hinsicht der Nachbarstadt nicht nachstand. Die Webseite des Parco Archeologico di Ercolano gibt es leider nur in italienischer Sprache.

Pompeji
Pompeji – Bild MSC Cruises

Pompeji

Pompeji war die erste antike Stadt, die in ihrer Gesamtheit ausgegraben wurde. Sie hinterlässt einen einmaligen lebendigen Eindruck vom Aussehen einer antiken römischen Stadt. Die Ausgrabungen haben in großem Umfang das Leben aufgedeckt, das die Menschen im Augenblick der Katastrophe führten. Man fand den Bäcker hinter dem Backofen, den Wirt am Schanktisch. Über diese Spuren des Alltagslebens hinaus, sieht man die öffentlichen und privaten Bauten einer blühenden römischen Stadt. Um das Forum herum liegen Tempel, Markthallen und Verwaltungsgebäude. Nahe der Umfassungsmauer der Stadt trifft man auf das große und kleine Theater und auf das Amphitheater. Es gab mehrere umfangreiche und luxuriös eingerichtete Thermen. Die Wohnhäuser sind ebenfalls Beweise für die aufwendige und heitere Lebensweise der Bürger von Pompeji. Die Casa del Fauna war ein großer Familienpalast, in dem das berühmte Mosaik der Alexanderschlacht (jetzt im Nationalmuseum in Neapel) gefunden wurde. Die Wandmalereien von Pompeji sind die eindrucksvollsten der römischen Antike.

Phlegräischen Felder

Ein eindrucksvoller stadtnaher Landausflug führt zu den bei Pozzuoli gelegenen Phlegräischen Feldern (Brandfelder). Sie bilden eine hügelige vulkanische Fläche, in der die berühmte Solfatara liegt, ein flächenhafter und noch nicht völlig erloschener Vulkan. Aus zahlreichen Bodenspalten steigt Schwefelwasserstoff auf. Die ausströmenden Gase haben Temperaturen bis zu 162°C.

Landausflüge nach Pompeji
Landausflüge nach Pompeji – Bild: MSC Cruises

Capri

Capri, die gut 10 Quadratkilometer große und bis zu 589 Meter ansteigende Insel, ist ein Traumziel für viele Landausflüge in Neapel. Die Schönheit Capris entdeckte bereits Kaiser Augustus. Er ließ auf der Insel die erste kaiserliche Sommerresidenz bauen. Vom Hafen Marina Grande, von dem aus in der Regel die Bootsfahrten zur berühmten Grotta Azzurra (Blauen Grotte) unternommen werden, kann man zum Städtchen Capri mit einem Taxi oder dem Funicolare hinauffahren. Von der kleinen Piazza Umberto l aus hat man nach allen Seiten Zugang in die malerischen mittelalterlichen Viertel. Wir empfehlen einen Capri Ausflug nur bei gutem Wetter. Weitere Informationen für die Besucher der Insel gibt es auf der Webseite der Citta di Capri.

Weitere Kreuzfahrthausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

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