Fuerteventura auf eigene Faust

Landausflüge auf Fuerteventura auf eigene Faust

Ein Überblick

Hier dreht sich alle um Landausflüge auf Fuerteventura auf eigene Faust. Fuerteventura ist die zweitgrößte der Kanarischen Inseln und liegt nur gut 10 Kilometer von Lanzarote und etwa 100 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Auf der 98 Kilometer langen und maximal ca. 30 Kilometer breiten Urlaubsinsel leben ca. 110.000 Einwohner. Knapp 30.000 davon in der Inselhauptstadt Puerto del Rosario an der Ostküste. Hier befindet sich auch der moderne Hafen, in dem viele Kreuzfahrtschiffe im Rahmen von Kanaren Kreuzfahrten festmachen. Das heutige Fuerteventura ist u.a. ein Produkt des spanischen Raubbaus im 15. Jahrhundert. Die Erosion hat erhebliche Veränderungen an der der früheren Inselstruktur ausgelöst. Fuerteventura ist deshalb eine trockene und sehr karge Insel. Die meisten Urlauber kommen wegen der traumhaften, oft endlosen Traumstrände und den herrlichen Dünen hierher. Die permanente Brise macht die Insel zudem zu einem Paradies für Surfer und Segler. Der Tourismus war der Rettungsanker für Fuerteventura. Viele Menschen, die vor der Armut nach Südamerika ausgewandert waren, kehrten wieder auf ihre Heimatinsel zurück. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Patronato de Turismo de Fuerteventura.

Transport auf Fuerteventura auf eigene Faust

Blick auf den Hafen

Blick auf den Hafen – Bild: Autoridad Portuaria de Las Palmas

Kreuzfahrtschiffe machen an der Muelle de Cruceros von Puerto del Rosario fest. Das ist die obere Mole auf dem Bild links. Wenn ein zweites Kreuzfahrtschiff angekündigt ist, besteht auch die Möglichkeit, die große Mole unten zu nutzen. Hier befindet sich normalerweise u.a. der Fährhafen.

Am Hafenausgang der Muelle de Cruceros gibt eine Niederlassung der Touristeninformation, die geöffnet hat, wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen. Auf der Mole befinden sich farbige Verleih-Container für Roller und Mietwagen. Ein kleines Holzhaus dient als Büro für den Taxiservice. Die kleine Hauptstadt beginnt unmittelbar außerhalb des Hafengeländes.

Zu Fuß

Die kleine Inselhauptstadt mit ihren knapp 30.000 Einwohnern hat sich in den letzten Jahren mächtig herausgeputzt. Hier kommt man zu Fuß gut zurecht. Ziele sind zum Beispiel die Fußgängerzone Calle Primero del Maya, das moderne Einkaufszentrum Las Rotondas oder der schöne Stadtstrand Playa Chica.

Mietwagen und Taxis

Verleihcontainer und Taxihäuschen

Verleihcontainer und Taxihäuschen – Bild: H.Tegeler

Für Landausflügler, die Fuerteventura auf eigene Faust erkunden möchten, ist ein Mietwagen ein geeignetes Verkehrsmittel. Die meisten Verleiher haben Stationen am nahen Flughafen. Auf den Kanaren sehr bekannt sind die Firmen Cicar (Cicar.com) und Cabrera Medina (Cabreramedina.com). Wir würden einen Wagen vorbestellen, den man dann bei vielen Anbietern am Hafen in Empfang nehmen kann. Ein begrenztes Angebot gibt es auch im Hafen. Als Büro nutzen die Verleiher farbige Verleih-Container auf der Mole.

Taxis der lokalen Taxikooperative warten am Hafenausgang. Als Büro dient ein kleines Holzhaus mit einem Taxischild auf dem Dach. Auf dem Bild links sieht man im Vordergrund das Holzhaus der Taxifahrer und im Hintergrund die Verleih-Container der Mietwagenfirmen.

Wie üblich, bieten die Fahrer bevorzugt Inselrundfahrten und Strandtransfers an. Der Verband der Taxiunternehmen Fuerteventuras hat eine informative Webseite (taxisfuerteventura.es), die es auch in deutscher Sprache gibt. Die Preise für verschiedenen Routen und Fahrziele werden hier veröffentlicht. Eine achtstündige Inselrundfahrt über die ganze Insel kostet zum Beispiel 205 Euro. Es gibt auch die Möglichkeit, vorab ein Preisanfrage zu stellen und ein Taxi zu reservieren.

Öffentlicher Nahverkehr

Busfahren auf der Insel

Busfahren auf der Insel – Bild: TIADHE

Auf Fuerteventura gibt es gute und zuverlässige Busverbindungen. Der zentrale Busbahnhof Estación de Guaguas de Puerto del Rosario befindet sich ca. 1.3 Kilometer von der Muelle de Cruceros entfernt. Zu Fuß geht man ca. 20 bis 30 Minuten. Die Verkehrsgesellschaft THIADHE hat eine Webseite auf in deutscher Sprache.

Es gibt insgesamt 18 Buslinien. Die Fahrkarten kann man im Bus erwerben. Natürlich nehmen die Busfahrer nur so viele Fahrgäste mit, wie Sitzplätze zur Verfügung stehen. Stehplätze gibt es keine. Man muss also damit rechnen, mal auf den nächsten Bus warten zu müssen, wenn viele Landausflügler Busfahren möchten.

Besonders interessant für Landausflügler ist die Linie 6 nach Corralejo. Die Fahrzeit beträgt ca. 30 Minuten. Wer an den Strand möchte, sollte an den RIU-Hotels (Riu Palace Tres Islas und Riu Oliva Beach Resort) aussteigen. Diese liegen vor Corralejo an einem wunderschönen Strand. Die Haltestelle heißt „Los Hoteles“.

Landausflüge auf Fuerteventura buchen

Fuerteventura ist eine sichere Urlaubsinsel mit guten Straßen und einer hervorragenden touristischen Infrastruktur. Wer jedoch keine Lust hat, sich um Urlaub mit Mietwagen oder Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern.

Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der Reederei TUI Cruises für Fuerteventura bei. Andere Reedereien haben ein mehr oder weniger ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Veranstalter kann man bequem auf der Buchungsplattform von Viator oder rent-a-guide vergleichen und sicher buchen.

Die Insel der Traumstrände

Die Insel der Traumstrände – Bild: MSC Kreuzfahrten

Tipps für Landausflüge auf Fuerteventura

Von See aus sieht man aus der Entfernung nur hellgelben Sand und Hügel. Fuerteventura wirkt von Deck aus gesehen sehr afrikanisch. Ein wenig wie die Sahara. In der Tat reicht die Insel von allen Kanaren am nächsten an Afrika heran und gleicht einer Halbwüste. Eine Folge unkontrollierte Abholzung der Spanier nach der Eroberung der Insel. Fuerteventura hat in den letzten ca. 50 Jahren eine unglaubliche Karriere im Tourismus gemacht. Sie ist die Insel der Badefreunde und Sonnenanbeter geworden. Im Vergleich zu ihren Nachbarn gibt es so gut wie keine Sehenswürdigkeiten, keine üppige Pflanzenwelt, nichts Archäologisches oder Kunsthistorisches. Auch keine vulkanischen Attraktionen. Aber sie hat Strände, herrliche Strände, die schönsten der Kanaren. Und Wind, der Segler, Windsurfer und Kitesufer aus aller Welt anlockt. Fuerteventura auf eigene Faust ist eine gute Alternative.

Puerto del Rosario

Die kleine Inselhauptstadt kann man bequem zu Fuß erkunden. Dafür reichen auch noch ein oder zwei Stunden nach einem Landausflug. Die Promenade am Wasser wurde neu gestaltet und lädt zum Bummeln ein. Geschäfte findet man in der Fußgängerzone Calle Primero del Mayo und insbesondere in der modernen Mall Las Rotondas. Hier sind gleich hundert Ladenlokale beheimatet. Auch für Strandliebhaber hat die kleine Hauptstadt etwas zu bieten. Sehr schön ist die kleine Playa Chica in unmittelbarer Hafennähe. Hier kann man problemlos eine paar Stunden am Strand verbringen. Immer noch in Sichtweite des Hafens, aber bereits 2,7 Kilometer südlich, befindet sich noch die Playa Blanca.

Kirche von Betancuria

Kirche von Betancuria – Bild: MSC Kreuzfahrten

Die Urlaubszentren

Die beliebtesten Urlaubsregionen liegen im Norden bei dem ehemaligen Fischerdorf Corralejo und auf der Halbinsel Jandia ganz im Süden.

Corralejo ist einfacher zu erreichen und bietet eine fantastische Dünenlandschaft. Die beiden Riu-Hotels Tres Islas und Oliva Beach liegen im Parque Natural de las Dunas de Corralejo. Hier kann man ein paar schöne Stunden am Strand verbringen. Corralejo ist heute der zweitgrößte Ferienort auf Fuerteventura. In den Gassen gibt es zahllose Geschäfte, Bars und Restaurants. Die Nachbarinsel Lanzarote liegt in Sichtweite und kann von hier mit der Fähre erreicht werden.

Gut zwölf Kilometer südlich der Hauptstadt befindet sich das Urlaubszentrum Caleta de Fuste. Hier gibt es einige große Hotels und noch mehr Ferienwohnungen. Der große Strand liegt sehr geschützt und ist deshalb auch für Familien gut geeignet. In Hafennähe befindet sich ein 18-Loch-Golfplatz. Aufgrund einer alten Befestigung zum Schutz gegen Piraten wird der Ort auch El Castillo genannt.

Im Süden lockt die Halbinsel Jandia unzählige Urlauber an. Wo sonst findet man einen über 20 Kilometer langen Strand, der von Morro Jable bis nach Costa Calma reicht. Hier kann man am Rand des Wellenschaums wandern oder auch joggen, kilometerweit, stundenlang. Leider ist die Halbinsel Jandia bereits mehr als 80 Kilometer vom Hafen entfernt.

Trockenes Fuerteventura

Trockenes und karges Fuerteventura – -Bild: MSC Kreuzfahrten

Betancuria

Wer einen Mietwagen hat, könnte der kleinen Stadt Betancuria im Inselinneren einen Besuch abstatten. Sie gilt als der historisch bedeutendste Ort der Insel und trägt den Namen des Eroberers Béthencourt, der Fuerteventura 1404 erobert hatte. Die Kirche Santa Maria de Betancuria entstand sechs Jahre später und wurde 1424 zur ersten Kathedrale der Kanaren.

Oasis Park Fuerteventura

Der Oasis Park Fuerteventura (fuerteventuraoasispark.com) ist ein großer botanischer Garten und Zoo. Insbesondere für Familien ist der 60 Kilometer vom Hafen entfernte Oasis Park ein interessantes Ziel. Die Eltern zahlen 33 Euro Eintritt. Kinder bis elf Jahre 19,50 Euro.

Frontier Theme