Fuerteventura auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Fuerteventura auf eigene Faust zusammengetragen. Die zweitgrößte Insel der Kanaren ist nur gut 10 Kilometer von Lanzarote und etwa hundert Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Auf der 98 Kilometer langen und maximal ca. 30 Kilometer breiten Urlaubsinsel leben ca. 110.000 Einwohner. Knapp 30.000 davon in der Inselhauptstadt Puerto del Rosario an der Ostküste. Hier befindet sich auch der moderne Kreuzfahrthafen, in dem viele Kreuzfahrtschiffe im Rahmen von Kanaren Kreuzfahrten festmachen. Das heutige Fuerteventura ist u.a. ein Produkt des spanischen Raubbaus im 15. Jahrhundert. Die Erosion hat erhebliche Veränderungen an der früheren Inselstruktur ausgelöst. Fuerteventura ist deshalb eine windige, trockene und sehr karge Insel. Die meisten Urlauber kommen wegen der endlosen Sandstrände und herrlichen Dünen hierher. Die permanente Brise macht die Insel zudem zu einem Paradies für Surfer und Segler.

Landausflüge auf Fuerteventura auf eigene Faust
Dunas de Corralejo – Bild: Tegeler

Der Tourismus war der Rettungsanker für Fuerteventura. Viele Menschen, die vor der Armut nach Südamerika ausgewandert waren, kehrten wieder auf ihre Heimatinsel zurück. Stand: Oktober 2022

Der Kreuzfahrthafen in Puerto del Rosario

Kreuzfahrtschiffe machen an der Muelle de Cruceros in Puerto del Rosario fest. Das ist die rechte Mole auf dem Bild unten mit einem Schiff von AIDA Cruises. Wenn ein zweites Kreuzfahrtschiff angekündigt ist, besteht auch die Möglichkeit, die große Mole links zu nutzen. Hier befindet sich der Fährhafen.

Blick auf den Kreuzfahrthafen
Blick auf den Hafen – Bild: Autoridad Portuaria de las Palmas

Die Global Ports Holding, der weltweit größte Betreiber von Kreuzfahrthäfen, wird im 4. Quartal 2022 auch den Hafen in Puerto del Rosario übernehmen. Das Unternehmen plant den Bau eines neuen Cruise Terminals auf Fuerteventura in modularer Bauweise.

Mobil auf Fuerteventura auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle, die Kreuzfahrtausflüge auf Fuerteventura auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommen kann. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Ein Stadtplan von Puerto del Rosario und eine Karte von Fuerteventura kann hier heruntergeladen werden.

Puerto del Rosario
Puerto del Rosario im Überblick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Zu den Piktogrammen auf der Karte oben: Das Schiff steht für den Liegeplatz der Kreuzfahrtschiffe, die Palme für den Strand Playa de los Pozos (manchmal auch Playa Chica genannt), die Einkaufstasche für die Mall Las Rotondas und der Bus für den Busbahnhof

Zu Fuß

Die kleine Inselhauptstadt mit ihren knapp 30.000 Einwohnern hat sich in den letzten Jahren mächtig herausgeputzt. Hier kommt man zu Fuß gut klar, da die Wege kurz sind. Ziele sind zum Beispiel die Fußgängerzone Calle Primero del Maya, das moderne Einkaufszentrum Las Rotondas oder der schöne Stadtstrand Playa de los Pozos.

Mietwagen

Für Landausflügler, die Fuerteventura auf eigene Faust erkunden möchten, ist ein Mietwagen ein geeignetes Verkehrsmittel. Die meisten Mietwagenfirmen sind am sechs Kilometer südlich gelegenen Flughafen vertreten. Man kann aber bei einigen Firmen den Wagen auch direkt an der Muelle de Cruceros buchen bzw. in Empfang nehmen. Die farbigen Verleihcontainer gibt es allerdings nicht mehr. Wie die Situation im neuen Cruises Terminal sein wird, muss man abwarten.

AIDAnova in Puerto del Rosario
AIDAnova in Puerto del Rosario – Bild: Tegeler

Wir würden einen Wagen vorbestellen. Ein begrenztes Angebot gibt es aber manchmal auch noch im Hafen. Auf den Kanaren sehr bekannt (und von vielen Landausflüglern geschätzt) ist die Firma Cicar (cicar.com). Andere Anbieter sind zum Beispiel die Firmen TopCar oder Plus Car (autospluscar.com). Wenn man mit einem großen Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, bilden sich morgens schnell längere Schlangen. Insbesondere bei Cicar, dem beliebtesten Anbieter. Hier muss man etwas Geduld mitbringen.

Durch die Pandemie ist der Mietwagenmarkt gründlich durcheinander geraten. Die Firmen haben ihre Wagen zu Beginn der Pandemie abgegeben und konnten dann später nicht ausreichend schnell Fahrzeuge nachkaufen. Dadurch ist das Angebot kleiner und entsprechend teurer. Insbesondere rund um die Weihnachtsferien dürfte es schwer sein, einen Wagen zu bekommen.

Taxis

Die Taxis der lokalen Taxikooperative warten am Hafenausgang. Auf einem großen Plakat werden die Fahrpreise für bestimmte Routen und Fahrziele veröffentlicht. Wir haben das Plakat im November 2019 fotografiert und hier hinterlegt. Wer eine eigene Route im Kopf hat, kann ein Taxi für 25 Euro pro Stunde mieten. Die Wartezeit kostet 15 Euro. Der Verband der Taxiunternehmen Fuerteventuras hat eine informative Webseite (taxisfuerteventura.es), die es auch in deutscher Sprache gibt. Die Preise für verschiedenen Routen und Fahrziele werden auch hier veröffentlicht. Für die Landausflügler, die Fuerteventura auf eigene Faust erkunden möchten, ist ein Taxi eine gute Wahl.

Fuerteventura auf eigene Faust mit einem Taxi
Taxis warten am Hafen – Bild: Tegeler

Öffentlicher Nahverkehr

Auf Fuerteventura gibt es gute und zuverlässige Busverbindungen. Der zentrale Busbahnhof Estación Insular de Guaguas befindet sich ca. 1,3 Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt in der Av. Diego Miller. Zu Fuß geht man ca. 20 Minuten. Die Webseite der Verkehrsgesellschaft Thiadhe ist auch in deutscher Sprache erreichbar. Es gibt insgesamt 18 Buslinien.

Besonders interessant für Landausflügler ist die Linie 6 von Puerto del Rosario nach Corralejo. Einen Fahrplan der Linie 6 haben wir hier hinterlegt. Die Fahrzeit beträgt ca. 30 Minuten und das Ticket kostet 3,40 Euro pro Strecke. Von Montag bis Samstag gibt es zwei bis drei Busse pro Stunde. Am Sonntag nur einen. Wer an den Strand möchte, sollte an den RIU-Hotels (Riu Palace Tres Islas und Riu Oliva Beach Resort) aussteigen. Diese liegen vor Corralejo an einem wunderschönen Dünen-Strand. Die Haltestelle heißt „Los Hoteles“. Leider reicht die Kapazität der öffentlichen Busse manchmal nicht aus, um alle Landausflügler zurück nach Puerto del Rosario zu fahren. Deshalb warten meistens auch einige Taxifahrer, um die restlichen Urlauber aufzufangen. Wem das zu stressig und zu ungewiss ist, kann einen Strandtransfer bei der Reederei oder bei einem lokalen Veranstalter buchen.

Blick vom Balkon
Blick vom Balkon auf die Muelle de Cruceros – Bild: Tegeler

Busse in Richtung Süden halten meist auch am Flughafen. Zum Beispiel die Linien 3 und 10. Das könnte für Landausflügler interessant sein, die ihren Mietwagen am Flughafen in Empfang nehmen.

Landausflüge auf Fuerteventura buchen

Für den Tag auf Fuerteventura werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben*.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Fuerteventura

Fuerteventura wirkt von Deck eines Kreuzfahrtschiffes aus gesehen ein wenig wie die Sahara. In der Tat reicht die Insel am nächsten an Afrika heran. Im Vergleich zu den Nachbarinseln gibt es so gut wie keine Sehenswürdigkeiten, keine üppige Pflanzenwelt, nichts Archäologisches oder Kunsthistorisches. Auch keine vulkanischen Attraktionen. Aber es gibt endlose Strände, herrliche Strände, die schönsten der Kanaren. Und viel Wind, der Windsurfer und Kitesurfer aus aller Welt anlockt. Fuerteventura ist eine große und vor allem lange Insel. Deshalb stellen wir die Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Fuerteventura auf eigene Faust nach Regionen getrennt vor. Es ist unmöglich, die ganze Insel an einem Tag zu besuchen.

Der Norden von Fuerteventura

Der Norden der Insel bietet viele interessante Ziele für Landausflüge auf Fuerteventura. Da die Hauptstadt selber relativ weit nördlich liegt, sind die Entfernungen überschaubar. Mit Corralejo befindet sich das zweitgrößte Urlaubszentrum im Norden. Die Dünen von Corralejo sind vielleicht sogar das beliebteste Landausflugsziel in diesem Hafen.

Der Norden Fuerteventuras
Der Norden Fuerteventuras – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Ziele für Landausflüge im Norden Fuerteventuras: 1-Dünen von Corralejo, 2-Corralejo, 3-Isla de Lobos, 4-Faro del Toston, 5-El Cotillo, 6-La Oliva, 7-Molinos de Villaverde

Entfernungen im Inselnorden:

  • Dünen von Corralejo: 25 km
  • Corralejo: 32 km
  • Faro del Toston: 42 km
  • El Cotillo: 38 km
  • La Oliva: 21 km
  • Molinos de Villaverde: 24 km

Puerto del Rosario

Die kleine Inselhauptstadt kann man bequem zu Fuß erkunden. Dafür reichen auch noch zwei Stunden nach einem Landausflug. Die Promenade am Wasser wurde neu gestaltet und lädt zum Bummeln ein. Geschäfte findet man in der Fußgängerzone Calle Primero del Mayo und insbesondere in der modernen Mall Las Rotondas. Hier sind gleich hundert Ladenlokale beheimatet.

Playa de los Pozos in Hafennähe
Playa de los Pozos am Hafen – Bild: Tegeler

Auch für Strandliebhaber hat die kleine Hauptstadt etwas zu bieten. Sehr schön ist die Playa de los Pozos (auch Playa Chica genannt) in Sichtweite des Kreuzfahrtschiffes. Hier kann man problemlos ein paar Stunden am Strand verbringen. Allerdings gibt es hier keine Liegen und Sonnenschirme. Immer noch in Sichtweite des Hafens, aber bereits 2,7 Kilometer südlich befindet sich noch die Playa Blanca.

Corralejo

Corralejo befindet sich gut 30 Kilometer von Puerto del Rosario entfernt an der Nordspitze von Fuerteventura. Es ist nach Jandia/Morro Jable das zweitgrößte Urlaubszentrum der Insel. Die Nachbarinsel Lanzarote liegt in Sichtweite und kann von hier aus mit der Fähre erreicht werden. Das gilt auch für die unbewohnte Insel Lobos.

Entlang der breiten und mehrere hundert Meter langen Hauptstraße Avenida Nuestra Señora del Carmen gibt es viele Geschäfte und Restaurants. An den vielen englischen Pubs erkennt man, dass viele Engländer in Corralejo Urlaub machen. Der Strand von Corralejo besteht aus zwei Bereichen und mehreren Strandabschnitten. Hier kann man auch sehr schön am Wasser entlanglaufen. AIDA Cruises bot einen Transfer nach Corralejo mit Stopp bei den Dünen von Corralejo an. Je nach Wetterlage konnte man an den Dünen aussteigen oder bis ins Zentrum weiterfahren.

Landausflüge in Fuerteventura nach Corralejo
Urlaubszentrum Corralejo – Bild: Tegeler

Die Dünen von Corralejo

Wenn man auf der FV-104 von Puerto del Rosario nach Corralejo fährt, passiert man kurz vor Corralejo das elf Kilometer lange Dünengebiet, das heute unter Naturschutz steht. Die beiden RIU-Hotels Tres Islas und Oliva Beach liegen im Parque Natural de las Dunas de Corralejo. Hier kann man ein paar schöne Stunden am Strand verbringen und den Windsurfern und Kitesurfern zusehen. Die gute Busverbindung macht die Dünen zu einem beliebten Ziel für einen Tag auf Fuerteventura auf eigene Faust. Wer einen Mietwagen hat, kann direkt am Straßenrand parken.

Der Sand ist ganz fein und besteht wohl zum größten Teil aus zermahlenen Muschelschalen. Öffentliche Toiletten mit Duschen und Umkleiden sind vorhanden und an einigen Strandabschnitten kann man auch Liegen mit Sonnenschirmen mieten. Für das leibliche Wohl sorgen Strandlokale. Eigentlich ist der kilometerlange Strand in verschiedene Abschnitte mit eigenen Namen unterteilt. Meistens wird allerdings von den Grandes Playas de Corralejo gesprochen.

Isla de Lobos

Die Isla de Lobos (Insel der Wölfe) ist eine unbewohnte Insel vor der Küste von Corralejo. Die Fährüberfahrt dauert ca. 15 Minuten. Die Insel steht unter Naturschutz und darf seit Januar 2019 nur noch von 400 Menschen täglich besucht werden. Je 200 von 10 bis 14 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Der Zugang muss vorab über die Webseite Lobopass.com beantragt werden. Wenn man eine Genehmigung hat, kann man die Überfahrt buchen.

Blick zur Insel Lobos
Blick von Corralejo zur Isla de Lobos – Bild: Tegeler

Es gibt aber auch Überfahrten inklusive Eintrittsticket zur Insel Lobos. Die Hin- und Rückfahrt ab/bis Corralejo kostet inklusive Eintritt und Anmeldung für den Besuch der Isla de Lobos 17,50 Euro und kann vorab hier* gebucht werden. Man kann die schöne Insel Lobos umwandern, die ehemaligen Salinen bestaunen, den Vulkan erklimmen und in der schönen Badebucht Paso de la Orchilla baden.

Faro del Toston

Ebenfalls ganz im Norden Fuerteventuras, aber an der Nordwestküste der Insel befindet sich der Leuchtturm Faro de Toston. Eigentlich stehen hier sogar drei Leuchttürme, die ein schönes Fotomotiv bilden. Aber nur der größte Leuchtturm mit rot-weißen Streifen ist in Betrieb. Er wurde erst 1986 errichtet und ist noch in Betrieb. Am Fuße des Faro del Toston befindet sich ein Museum für traditionelle Fischerei.

Nur ca. 4 Kilometer südlich vom Faro del Toston befindet sich das kleine Fischerdorf El Cotillo mit ca. 1.500 Einwohnern. Hier geht es noch sehr ursprünglich zu. Es gibt aber mittlerweile auch einige Restaurants und kleine Hotels. Wohlhabende Einheimische haben hier einen Zweitwohnsitz. Der kleine Ort ist das Zentrum der Surfer auf Fuerteventura. Dementsprechend gibt es einige Surf- und Kitesurfschulen. Auch Windsurfer fühlen sich hier wohl.

Faro de Toston
Faro de Toston – Bild: MSC Cruises

La Oliva

La Oliva liegt im Inselinneren und ist ziemlich genau gleich weit von beiden Küsten entfernt. Das Dorf hat in der Vergangenheit eine bedeutende Rolle in der Inselpolitik gespielt. Bis 1859 wurde Fuerteventura etwa 150 Jahre lang von hier aus regiert. Eine Erinnerung an diese Zeit ist der Gutshof Casa de los Coroneles, in dem heute ein Kulturzentrum und ein Museum untergebracht sind. Mittelpunkt von La Oliva ist die Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria mit ihrem mächtigen Glockenturm.

Molinos de Villaverde

Nur ein Stück nördlich des Zentrums von La Oliva befinden sich die Molinos de Villaverde. Auf dem Kamm eines Berges stehen zwei sehr schöne alte Windmühlen, die sehr schöne Fotomotive sind. Schautafeln erläutern die Funktionsweise.

Die Mitte Fuerteventuras

In der Mitte Fuerteventuras befinden sich die Hauptstadt und der Flughafen. Diese liegen ebenso an der Ostküste wie der beliebte Urlaubsort Castillo Caleta de Fuste. Die gut ausgebaute Straße FV-2 führt an der Ostküste entlang von Corralejo im Norden bis nach Morro Jable im Süden. Im trockenen und kargen Zentrum der Insel sind schöne Dörfer Ziele für Landausflüge auf Fuerteventura. Häufig liegen diese geschützt in Tälern und wirken wie Oasen in der unwirklichen Umgebung. Alte Kirchen und schöne Herrenhäuser prägen das Bild dieser geschichtsträchtigen Orte. Kunst und Landwirtschaft spielen hier eine große Rolle.

Die Mitte Fuerteventuras
Die Mitte Fuerteventuras – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten in der Inselmitte: 1-Betancuria, 2-Antigua, 3-Cuevas de Ajuy, 4-Castillo Caleta de Fuste, 5-Salinas del Carmen, 6-Barranco de las Peñitas, 7-Freilichtmuseum La Alcogida, 8-Tiscamanita (Aloe Vera)

Entfernungen in der Inselmitte:

  • Betancuria: 29 km
  • Antigua: 22 km
  • Cuevas de Ajuy: 51 km
  • Castillo Caleta de Fuste: 13 km
  • Salinas del Carmen: 17km
  • Barranco de las Peñitas: 36 km
  • Freilichtmuseum La Alcogida: 21 km
  • Tiscamanita: 30 km

Betancuria

Betancuria gilt als der historisch bedeutendste Ort der Insel und trägt den Namen des Eroberers Béthencourt, der Fuerteventura 1404 erobert hatte. Die Kirche Santa Maria de Betancuria entstand sechs Jahre später und wurde 1424 zur ersten Kathedrale der Kanaren. Sie wurde später durch einen Piratenangriff zerstört. Die heutige Kirche wurde 1691 fertiggestellt. Der Eintritt liegt bei 1,50 Euro. Man kann in der kleinen, historischen Altstadt sehr schön bummeln. Es ist hier erstaunlich grün und es gibt einige Restaurants und Cafés mit idyllischem Flair. Betancuria ist wohl die schönste Stadt der Insel.

Betancuria
Betancuria – Bild: Tegeler

Rund um Betancuria gibt es zudem schöne Wanderwege und einige Aussichtspunkte. Der Mirador de Guise y Ayose befindet sich an der FV-30 kurz vor Betancuria. Neben der schönen Aussicht kann man hier zwei 4,5 Meter hohe Statuen bewundern. Der Mirador de Morro Velosa ganz in der Nähe ist seit einigen Jahren leider geschlossen. Hier gibt es auch ein Café mit Panoramafenstern, an deren Gestaltung Cesar Manrique mitgewirkt hat.

Antigua

Ein weiterer netter Ort ist Antigua, das ziemlich genau in der Mitte der Insel liegt. Wer hier vorbeikommt, könnte sich die Dorfkirche ansehen, die auf einem schönen Platz mit vielen Palmen steht. Sehenswert ist weiterhin eine restaurierte Mühle, in der heute ein Kunsthandwerkszentrum untergebracht ist.

Das schöne Museo del Queso Majorero ist neben einer Windmühle untergebracht und befindet sich nur ein kurzes Stück nördlich von Antigua. Hier dreht sich alles um den lokalen Ziegenkäse (Majorero Käse). Neben dem Museum besteht die Möglichkeit, die Mühle und einen schönen Garten ansehen. Natürlich kann man den Majorero Käse auch probieren und natürlich auch kaufen. Der Eintritt liegt bei 4 Euro.

Landausflüge auf Fuerteventura nach Antigua
Iglesia de Nuestra Senora de Antigua – Bild: Tegeler

Cuevas de Ajuy

Die Cuevas de Ajuy beim Fischerdorf Ajuy sind große Felsenhöhlen an der Westküste der Insel, die angeblich früher von Piraten als Versteck für Beute genutzt wurden. Die Höhlen, die über einen leichten Wanderweg zu Fuß erreichbar sind, sind ein schönes Ziel für Landausflüge auf Fuerteventura. Im Dorf Ajuy gibt es zudem einen schönen Strand (schwarzer Sand) und Gastronomie.

Castillo Caleta de Fuste

Nur ca. 13 Kilometer südlich des Hafens befindet sich an der Ostküste der Insel das große Urlaubszentrum Caleta de Fuste. Hier gibt es einige große Hotels, Geschäfte, Restaurants und noch mehr Ferienwohnungen. Der große Strand liegt sehr geschützt und ist deshalb auch für Familien gut geeignet. In Hafennähe befindet sich ein 18-Loch-Golfplatz. Aufgrund einer alten Befestigung zum Schutz gegen Piraten wird der Ort auch El Castillo genannt. Nicht selten werden an Bord Strandtransfers hierher angeboten.

Las Salinas del Carmen

Südlich von Castillo Caleta de Fuste gibt es Golfplätze und Salinen mit einem interessanten Salzmuseum. Die Salinas del Carmen sind erst gut hundert Jahre alt. Man kann über einen markierten Weg durch die 3 Wärmebecken und die circa 1.000 Kristallisationsbecken laufen und sich über die Gewinnung von Meersalz informieren. Zudem gibt es ein kleines Museum. Natürlich kann man auch Meersalz kaufen.

Im trockenen Inselinneren
Im trockenen Inselinneren – Bild: Tegeler

Direkt am Strand hinter den Kristallisationsbecken kann man das Skelett eines Pottwals bewundern. Ebenfalls ein sehr schönes Fotomotiv.

Barranco de las Peñitas

Die Schlucht von Las Peñitas befindet sich im Inselinneren, unweit von Ajuy. Neben der großen landschaftlichen Schönheit gibt es hier natürliche Wasservorkommen! Eine seltene Besonderheit auf Fuerteventura. Die Wanderung ist ca. 5 Kilometer lang und dauert je nach Lauftempo und Pausen ca. 2 Stunden. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind empfehlenswert. Abgesehen von der schönen Felslandschaft, kann man während der Wanderung eine alte Kapelle und einen ehemaligen Stausee sehen. Etwas abseits liegt der Arco de las Peñitas, ein natürlicher Felsbogen, der ein schönes Fotomotiv darstellt. Los geht es in der Ortschaft Vega de Rio Palmas. Es gibt am südlichen Ortsrand einen kleinen Parkplatz. Der Parkplatz und die gesamte Wanderroute sind sehr gut ausgeschildert.

Freilichtmuseum La Alcogida

Das Freilichtmuseum La Alcogida ist ebenfalls häufig Ziel von Inselrundfahrten auf Fuerteventura. Viele Busse der Reedereien halten hier. Es befindet sich in Tefia an der FV-207 und ist derzeit vorübergehend geschlossen. In sieben traditionellen Gebäuden erfährt man viel über lokales Handwerk und das Leben der Menschen auf dieser kargen Insel. Es gibt Bereiche zu den Themen Landwirtschaft, Bäckerei, Töpferei, Stickerei, Nutztieren (u. a. Dromedare) und Trachten.

Mirador de Morro Velosa
Mirador de Morro Velosa (derzeit geschlossen) – Bild: Tegeler

Tiscamanita

Das alte Dorf Tiscamanita besteht im Wesentlichen aus Bauernhöfen. Landausflügler kommen hierher, um eine alte Mühle und das Mühlenmuseum zu besuchen. Noch bekannter ist der Ort für die älteste Aloe-Fabrik Europas.

Der Süden Fuerteventuras

Wie bereits auf Gran Canaria und auf Teneriffa, ist der Inselsüden auch auf Fuerteventura das Zentrum des Tourismus. Die Halbinsel Jandia mit ihren kilometerlangen Stränden ist vielen Menschen ein Begriff. Leider sind die Entfernungen beträchtlich. Aber die Straße FV-2 ist gut ausgebaut und bei langen Liegezeiten sind Landausflüge in den Süden von Fuerteventura möglich.

Der Süden Fuerteventuras
Der Süden Fuerteventuras – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Ziele für Landausflüge im Süden Fuerteventuras: 1-Mirador de Sicasumbre, 2-Faro de Entallada, 3-Las Playitas, 4-Oasis Park, 5-Laguna de Sotavento, 6-Playa del Matorral, 7-Punta de Jandia, 8-Strand von Cofete (Villa Winter)

Entfernungen im Inselsüden (ab Hafen)

  • Mirador de Sicasumbre: 54 km
  • Faro de la Entallada: 47 km
  • Las Playitas: 50 km
  • Oasis Park: 61 km
  • Lagune von Sotavento: 83 km
  • Playa de Matorral: 88 km
  • Punta de Jandia: 112 km
  • Strand von Cofete: 112 km
In Fuerteventura auf eigene Faust zun den Traumstränden im Süden
Traumstrände im Süden – Bild: Thomas Kulessa auf Pixabay

Mirador de Sicasumbre

Der Mirador de Sicasumbre liegt sehr abgelegen an der Südwestküste der Insel auf einer Höhe von knapp 500 Metern. Man hat eine herrliche Aussicht über die Bergwelten Fuerteventuras, der an klaren Tagen bis zur Südspitze reicht. Nachts soll man hier sehr gut die Sterne beobachten können, weshalb der Aussichtspunkt offiziell auch Mirador astronómico de Sicasumbre genannt wird.

Faro de la Entallada

Der Faro de la Entallada liegt sehr abgelegen an der Ostküste Fuerteventuras. Der Leuchtturm ist ein sehr schönes Fotomotiv. Es gibt ein Gebäude mit zwei Wohnungen für die Leuchtturmwärter mit Familien. Der Leuchtturm selber hat eine sehr schöne Glaskuppel. Vom oben kann man bei klarer Sicht die afrikanische Küste sehen. Aber wohl nur mit einem Fernglas.

Fischerdorf Las Playitas

Ganz in der Nähe des Leuchtturms befindet sich das malerische Fischerdorf Las Playitas, das seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat. Man hat das Gefühl, die schneeweißen Häuser wurden regelrecht gestapelt. Es gibt eine schöne Meerespromenade, Restaurants und einen schönen dunklen Strand. Angeblich kann man hier sehr schön schnorcheln.

Oasis Park
Oasis Park – Bild: Tegeler

Oasis Park Fuerteventura

Fährt man die FV-2 weiter in Richtung Süden, kommt man nach La Lajita. Hier ist der Oasis Park ein Topziel für Landausflüge auf Fuerteventura. Vom Hafen fährt man mit einem Mietwagen etwa eine Stunde bis hierher. Der Oasis Park ist ein großer botanischer Garten und Zoo. Das Areal des Parks umfasst 800.000 Quadratmeter und beherbergt angeblich etwa 3.000 verschiedene Tiere von 250 verschiedenen Tierarten. Insbesondere für Familien ist der 60 Kilometer vom Hafen entfernte Oasis Park ein interessantes Ziel für einen Tag auf Fuerteventura auf eigene Faust. Die Eltern zahlen 38,50 Euro Eintritt. Kinder bis elf Jahre 23 Euro. Für gewisse Attraktionen wie Kamelsafaris oder die Interaktion mit Lemuren und/oder Seelöwen zahlt man extra.

An Sonntagen gibt es in der Anlage zwischen 9 und 14 Uhr einen bekannten Bauern- und Kunsthandwerkermarkt. Bauern und Kunsthandwerker von der ganzen Insel verkaufen hier ihre Produkte.

Lagune von Sotavento

Fährt man vom Oasis Park weiter in Richtung Süden, erreicht man nach gut 15 Kilometern die Playa de Sotavento mit der gleichnamigen Lagune. Auf dem Weg passiert man den beliebten Urlaubsort Costa Calma.

Laguna de Sotavento
Laguna de Sotavento – Bild: MSC Cruises

Der Strand von Sotavento wird durch eine 3 Kilometer lange Sandbank geschützt, auf der man bei Ebbe herrlich spazieren gehen kann. Es gibt oberhalb des Strandes einen Aussichtspunkt, von dem man herrliche Fotos von dieser „blauen Lagune“ machen kann. Der Strand ist übrigens ein beliebtes Revier für Windsurfer und Kitesurfer. Wer hierher kommen möchte, sollte sich vorab über die Lagunenzeiten (Gezeiten) informieren.

Playa del Matorral (Morro Jable)

Die Playa Matorral beim Faro de Morro Jable ist mit einer Länge von 4,5 Kilometern und seinem hellgelben Sand ein echter Traumstrand. Wer von einem wunderbaren Strandtag träumt, ist hier richtig. Bei TUI Cruises gab es sogar einen organisierten Transfer hierher. Der Faro de Morra Jable steht inmitten der Salzwiesen Saladar de Jandia, die sich oberhalb des Strandes ausbreiten und die unter Naturschutz stehen.

Punta de Jandia

Das Kap Punta de Jandia mit dem gleichnamigen Leuchtturm ist das südliche Ende Fuerteventuras. Von Puerto del Rosario fährt man bereits 2 Stunden bis hierher. Die letzten 19 Kilometer geht es über eine gut befahrbare Schotterpiste. Man muss allerdings mit dem Autovermieter sprechen, ob man mit einem Mietwagen hier fahren darf. Hier am Ende der Insel gibt es noch ein nettes Fischerdorf und einen weiteren Leuchtturm. Inmitten der Klippen und der Brandung liegt in einer Bucht die schöne Playa de los Ojos.

Punta Jandia Leuchtturm
Punta Jandia Leuchtturm – Bild: Keith auf Pixabay

Strand von Cofete

Der 12 Kilometer lange Naturstrand von Cofete befindet sich an der Westküste Fuerteventuras. Von Morro Jable aus führt eine Piste hinüber auf die andere Inselseite. Am Mirador de Cofete kann man erstmals einen Blick auf diesen gewaltigen Strand und die starke Brandung werfen. Über den „Ort“ Cofete geht es dann hinunter zum Strand. Dieser ist nahezu perfekt mit seinem feinen hellen Sand. Baden ist allerdings lebensgefährlich. Aber einen herrlichen Strandspaziergang kann man hier natürlich machen.

Im Ort Cofete führt eine weitere Piste zur Villa Winter. Eine große Villa im Nirgendwo, um die sich viele Geschichten ranken. Allerdings ist es kein Lost Place. Pedro Fumero Matos lebt hier und versucht die Geschichten rund um die Villa Winter zu ergründen. Sein Großvater hatte guten Kontakt zu Gustav Winter. Der deutsche Ingenieur ließ das Haus 1936 bauen.

Strand von Cofete
Strand von Cofete – Bild: Nici Keil auf Pixabay

Querfeldein

Wer immer schon einmal mit einem Quad oder Dune-Buggy durch die Landschaft heizen wollte, hat hier die Gelegenheit. Bei dieser Landschaft kann man nichts kaputtmachen. Die Auswahl an Gefährten ist groß und reicht vom Dune Buggy über Quads bis hin zu Geländewagen. Radfahren macht auf der Insel unserer Meinung nach nicht so viel Spaß. Es gibt wenig interessante Ziele für Radtouren. Dazu kommt der oft sehr starke Wind.

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