Barcelona auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust zusammengestellt. Die mit mit gut 1,6 Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Spaniens ist sicher eine der schönsten Städte Europas und zudem einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Die katalanische Metropole ist als Ziel und insbesondere auch als Starthafen für Mittelmeer Kreuzfahrten überaus beliebt. Manche sprechen gar vom „Miami des Mittelmeeres“ in Anspielung auch die „Kreuzfahrthauptstadt der Welt“ in Florida. Für Landausflügler hat Barcelona viel zu bieten. Man bummelt über die Flaniermeile Las Ramblas und durch das Gewirr der engen Gassen des mittelalterlichen Stadtviertels Barri Gotic. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist aber wohl die Basilika Sagrada Familia des berühmten Architekten Antoni Gaudi. Gaudi, der 1926 in Barcelona starb, war ein Vertreter des katalanischen Modernismus, einer Spielart des Jugendstils. Barcelona verdankt Gaudi einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Neben der Kathedrale sind das zum Beispiel der Park Güell oder die Casa Batllo.

Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust
Die Sagrada Familia wird vollendet – Bild: Tegeler

Sportfans erinnern sich vielleicht an den Olympischen Spiele von 1992. In dem ehemaligen Olympiastation spielte danach noch lange Espanyol Barcelona in der Primera Division. Dieser Club steht natürlich klar im Schatten des großen FC Barcelona. Die Blaugrana spielen im Camp Nou. Das größte Fußballstadion Europas kann besichtigt werden. Und auch einen Tag am Strand kann man in dieser Traumstadt am Mittelmeer verleben. An den Stadtstränden des ehemaligen Fischerviertels Barceloneta. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Barcelona Turisme, die es unverständlicherweise leider in nicht deutscher Sprache gibt. Stand: August 2020

Der Kreuzfahrthafen von Barcelona

Der große Kreuzfahrthafen von Barcelona liegt sehr zentral, wie man auf der Karte von Princess Cruises gut erkennen kann. Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen an einem der mittlerweile fünf modernen Cruise Terminals (A bis E) an der langen Mole Quai Moll Adossat fest. Diese sind mit allem Komfort ausgestattet. Vor jedem der fünf Kreuzfahrt-Terminals gibt es einen Taxistand und eine Bushaltestelle für den Hafenbus (Cruise Bus). Dieser verbindet die fünf Terminals mit der Stadt.

Barcelona auf einen Blick
Barcelona auf einen Blick – Princess Cruises

Das neue Terminal E (Helix Cruise Center) liegt am Ende der langen Mole und wurde im Mai 2018 eröffnet. Auf der Karte von Princess Cruises ist der Neubau noch nicht verzeichnet. Er befindet sich direkt hinter Terminal D. Das neue Helix Cruise Center ist ein Projekt der Carnival Corporation, die hier 46 Millionen Euro investiert hat. Hier werden die Schiffe der Carnival Gruppe festmachen, darunter auch die von AIDA Cruises. Das benachbarte Terminal D wird Palacruceros genannt und ist ebenfalls ein Terminal der Carnival Corporation. Dieses wurde 2014 erweitert und wie die eleganten Costa-Terminals in Savona von Studio Vinci gestaltet. Beide Terminals haben eine gemeinsame Webseite.

Kleine Kreuzfahrtschiffe können an den Terminals beim World Trade Center an der Moll de Barcelona festmachen. Von hier kann man den Plaça Portal de la pau mit dem Kolumbus-Denkmal sogar zu Fuß erreichen. Auf der Moll de Barcelona steht der mehr als hundert Meter hohe Torre Jaume I der historischen Hafenseilbahn.

Eine Übersicht über den Kreuzfahrthafen von Barcelona und die Verkehrsverbindungen kann hier heruntergeladen werden.

Blick von Terminal D auf der Moll Adossat
Blick von Terminal D auf der Moll Adossat – Bild: Tegeler

Mobil in Barcelona auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Barcelona auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona. Als Ausgangspunkt haben wir die Plaça Portal de la pau mit der Kolumbussäule unterstellt. Das ist die Endhaltestelle der Shuttlebusse, die die Landausflügler aus dem Hafen herausfahren.

  • Sagrada Familia: 4,4 km
  • Las Ramblas: 200 Meter
  • Kathedrale von Barcelona: 1,8 km
  • Casa Mila: 2,7 km
  • Casa Batllo: 2,2 km
  • Park Güell: 5,8 km
  • Palau de la Musica Catalana: 2,1 km
  • Hospital de la Santa Creu i Sant Pau: 5,5 km
  • Strand von Barceloneta: 1,8 km
  • Camp Nou (FC Barcelona): 5,3 km
  • Aquarium: 1,2 km
  • Montjuïc: 4,6 km

Zu Fuß

In Barcelona kann man sich zu Fuß fortbewegen. Wenn man an einem der fünf Cruise Terminals an der Moll Adossat ankommt, sollte man allerdings zuerst mit einem Shuttlebus aus dem Hafen herausfahren. Die Busse fahren zur Plaça Portal de la pau mit der Kolumbussäule. Das ist in etwa dort, wo auf der Karte oben Maritim Museum steht. Der Platz ist ein guter Ausgangspunkt für einen Landausflug in Barcelona auf eigene Faust. Hier gibt es Haltestellen der Stadtrundfahrten und die Metrostation Drassanes liegt um die Ecke. Man kann aber auch einfach zu Fuß weitergehen. Zum Beispiel den Boulevard Las Ramblas entlang und durch das historische Barri Gotic.

Costa Fortuna an Terminal A
Costa Fortuna in Barcelona – Bild: Tegeler

Shuttlebusse

Die blauen Hafenbusse (cruisebus.barcelona) sieht man bereits vom Schiff. In kurzen Abständen fahren die Busse von Haltestellen vor allen fünf Terminals auf der Moll Adossat zur Plaça Portal de la pau (mit dem Kolumbus-Denkmal) am Fuße der bekannten Einkaufsstraße Las Ramblas. Eine einfache Fahrt kostet derzeit 3 Euro. Für das Retourticket zahlt man 4,50 Euro. Bezahlt wird im Cruise Bus. Wir haben beobachtet, dass diese auch für Rollstuhlfahrer gut nutzbar sind. Das Ticket gilt natürlich nur für den Cruise Bus und nicht für öffentliche Verkehrsmittel.

Alternativ bieten auch viele Reedereien eigene kostenpflichtige Shuttlebusse an. Bei den deutschen Reedereien werden dafür um die zehn Euro berechnet. Dabei handelt es sich um Tagestickets.

Taxis

Die circa 11.000 schwarz-gelben Taxen mit den grünen Taxischildern sind an den Kreuzfahrt-Terminals und in Barcelona nicht zu übersehen. An jedem Terminal gibt es einen Taxistand. In der Stadt kann man freie Taxis heranwinken oder zum nächsten Taxistand gehen.

Landausflüge in Barcelona mit einem Taxi
Taxipreise am Hafen 2018 – Bild: S. Beele

Der Fahrpreis wird vom Taxameter ermittelt und ist insgesamt recht günstig. Eine aktuelle Preisübersicht 2020 haben wir hier hinterlegt. Für Fahrten, die im Kreuzfahrthafen beginnen, gilt ein etwas erhöhter Grundpreis. Aber das ist überall so. Deshalb ist die Fahrt zurück zum Schiff meistens etwas billiger. Für die Fahrt vom Flughafen zum Kreuzfahrthafen wird ein Festpreis von 39 Euro berechnet. Weitere Informationen und einen Preiskalkulator gibt es auf dieser Webseite. Im Kreuzfahrthafen hängen zudem „Circa-Preise“ für bestimmte Ziele (s. Bild oben) aus.

Stadtrundfahrten

Die Plaça Portal de la pau mit der Kolumbussäule ist auch ein Haltepunkt für Stadtrundfahrten mit den beliebten Hop-on Hop-off Bussen*. Diese starten in Barcelona also nicht an den Kreuzfahrt-Terminals auf der Moll Adossat. Man muss erst aus dem Hafen herausfahren! Zum Beispiel mit dem Cruise Bus.

Mit den Firmen Barcelona City Tour (rote Busse) und Barcelona BusTuristic (grün-rote Busse) gibt es zwei konkurrierende Anbieter. Man entscheidet sich für einen der beiden Veranstalter und erwirbt ein Tagesticket. Die Barcelona City Tour bietet eine West-Route und eine Ost-Route mit insgesamt 36 Haltestellen an. Der Barcelona Bus Turistic ist sogar auf drei verschiedenen Routen und 45 Haltestellen unterwegs. Eine Route dauert meistens ca. 2 Stunden. Wenn man bei einer Haltestelle aussteigt, braucht man bei beiden Veranstaltern nicht lange auf einen Anschlussbus waren. Es gibt je nach Route und Saison drei bis sechs Busse pro Stunde. Das ist ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Häfen, wo nur alle 30 Minuten ein Bus an einer Haltestelle vorbeikommt.

Barcelona auf eigene Faust
Das neue Helix Cruise Terminal (Terminal E) – Bild: Barcelona Cruise Terminal

Die Metro

Mit der Metro der Verkehrsgesellschaft TMB kann man alle Bereiche der Stadt gut erkunden. Einen aktuellen Plan des Metronetzes von Barcelona haben wir hier hinterlegt. Die Station Drassanes (Grüne Linie) befindet sich unweit der Plaça Portal de la pau. Vom Haltepunkt der Shuttlebusse läuft man nur wenige Meter. Der Einzelfahrschein kostet 2,40 Euro.

Wer vermutlich mehrere Fahrten machen wird oder mit mehren Personen unterwegs ist, sollte eine T-Casual-Fahrkarte für 11,35 Euro (Zone 1) erwerben. Diese beinhaltet zehn Einzelfahrscheine in der gewählten Zone. Für eine Stadtbesichtigung reicht meistens die Zone 1. Vor jeder Fahrt muss man ein Ticket entwerten. Dabei stempelt der Automat Datum und Uhrzeit auf das Ticket und zeigt zugleich an, wie viele Fahrscheine noch übrig sind. Dann kann man das Drehkreuz passieren.

Mit einem Ticket kann man 1 Stunde und 15 Minuten fahren und dabei auch zum Beispiel von der Metro in einen Bus wechseln. Mann kann natürlich auch in der Metro umsteigen. Nur wenn man die Metro verlassen hat, kann man mit dem Ticket nicht wieder zurück. Dann muss man ein neues Ticket einsetzen.

Die Plaça Portal de la pau mit der Kolumbussäule
Die (oft erwähnte) Plaça Portal de la pau mit der Kolumbussäule – Bild: Tegeler

Anmerkungen zur Anreise

Der Flughafen von Barcelona (El Prat) liegt unweit des Zentrums. Es gibt aber keine direkte Verbindung zum Kreuzfahrthafen. Wer mit Gepäck anreist und keinen Transfer über die Reederei gebucht hat, sollte ein Taxi nehmen. Die Fahrt zum Hafen dauert ca. 30 Minuten und kostet 39 Euro. Alle anderen Verbindungen mit Flughafenbussen und Zügen sind mit Gepäck sehr mühsam, da man in der Stadt umsteigen muss.

Kreuzfahrer, die einen späten Rückflug gebucht haben und noch einige Stunden in die Stadt gehen möchten, können Sie das Gepäck von der Firma Bags & Go (bagsandgo.com) vom Hafen zum Flughafen transportieren lassen. Das Unternehmen ist in allen Terminals vertreten. Der Service kostet derzeit 12 Euro pro Gepäckstück. Alternativ kann man mit dem Taxi zur Placa Catalunya fahren. Dort gibt es in der Carrer Estruc 36 eine Gepäckaufbewahrung (Locker Barcelona). An der Placa Catalunya startet praktischerweise auch der blaue Aerobus (aerobusbcn.com) zum Flughafen.

Landausflüge in Barcelona buchen

Für den Tag in Barcelona werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona

Barcelona ist eine Traumstadt. Es gibt soviel zu sehen und zu erleben, dass man gar nicht so recht weiß wo man anfangen soll. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona stellen wir hier näher vor. Unser Tipp: Wer ein Bauwerk wie zum Beispiel die Sagrada Familia, die Casa Mila oder die monumentale Zone im Park Güell besichtigen möchte, sollte sich vorab um Tickets kümmern. Die Schlangen sind oft endlos.

Sagrada Familia

Natürlich ist der Besuch der weltbekannten Basilika Sagrada Familia einer der Höhepunkte für Landausflüge in Barcelona. Das Lebenswerk des berühmten Architekten Antoni Gaudi ist Welterbe der UNESCO. Zwei Schaufassaden zieren das sich mit seinen filigranen Türmen gegen den Himmel erhebende Bauwerk. Richtung Osten liegt die Geburtsfassade, welche die Geburt Jesu in plastischen Figuren zeigt und noch zu Lebzeiten Gaudis vollendet wurde, im Westen die Passionsfassade, die durch eine geometrische Linienführung und große Figuren ins Auge fällt. Die Türme sind den Aposteln gewidmet und mit farbigen Tieren und Symbolen geschmückt. Seit einigen Jahren wird kräftig gebaut und es sieht tatsächlich so aus, als würde die Basilika wie geplant bis 2026 zum 100. Todestag des berühmten Architekten fertig sein.

Details der Sagrada Familia
Details der Sagrada Familia – Bild: Tegeler

Die Sagrada Familia liegt einige Kilometer vom Zentrum entfernt. Mit der Metro (Station: Sagrada Familia) oder einem Taxi ist das Wahrzeichen Barcelonas aber gut erreichbar. Die Schlangen für eine Besichtigung sind endlos. Auf der Webseite der Basilika kann man eine Besichtigung buchen. Entsprechende Landausflüge und Eintrittskarten ohne Anstehen gibt es natürlich auch an Bord und bei lokalen Veranstaltern*. Gegen Aufpreis kann man auch die Türme besuchen, was sehr reizvoll ist.

Park Güell

Wenn man von Gaudi spricht, darf man natürlich den Park Güell nicht vergessen. Leider gibt es keine U-Bahn Station in der Nähe des Parks. Von der Station Lesseps (grüne Linie L3) läuft man etwa 1,5 Kilometer bergauf. Wir würden ein Taxi empfehlen. Auch die Hop-on Hop-off Busse halten in der Nähe.

Der Park war ursprünglich als Gartenstadt mit über 60 Villen geplant. Letztlich wurden nur drei Villen gebaut. Darunter die Villa der Familie Güell und das Wohnhaus des Architekten Gaudi, in dem heute das Casa-Museu Gaudi zuhause ist. Der Park drumherum ist sehenswert und sehr gut besucht. Seit einigen Jahren benötigt man für den Hauptteil des Parks um den 3000 Quadratmeter großen ovalen Terrassenplatz eine Eintrittskarte. Diese kann man vorab auf der Webseite des Parks kaufen. Trotzdem kann es zu Wartezeiten kommen, da die Besucherzahl pro Stunde limitiert ist. Tickets ohne Anstehen gibt es bei privaten Veranstaltern*.

Landausflüge in Barcelona zum Park Güell
Im Park Güell – Bild: Tegeler

Las Ramblas

Barcelonas berühmte Flaniermeile beginnt an der Kolumbussäule (wo die Hafenbusse halten) und erstreckt sich über 1,2 Kilometer bis hinauf zur Placa de Catalunya. Ideal für einen Bummel in Barcelona auf eigene Faust. Die Schreibweise unterscheidet sich. Las Ramblas ist der spanische Plural. Die Katalanen würden Les Rambles sagen. La Rambla ist spanischer und katalanischer Singular. Aber das ist für einen Landausflug nebensächlich. Auf Taschendiebe sollte man achten.

Entlang des Boulevards und in den Nebenstraßen gibt es neben prächtigen Gebäuden, Geschäften und Cafés auch einige bedeutende Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel das beeindruckende Opernhaus Gran Teatre del Liceu oder die wunderschönen Markthallen des Mercat de la Boqueria aus Glas und Stahl. Hier findet man auch immer etwas zu Essen und Trinken. Wenn man den Spaziergang an der Kolumbussäule am Hafen beginnt und nach etwa 400 Metern (kurz vor dem Teatre del Liceu) nach links in die Carrer Nou de la Rambla abbiegt, steht man nach wenigen Metern vor dem Palau Güell. Das Stadtpalais des industriellen Eusebi Güell ist eines der frühen Werke des noch jungen Antoni Gaudi. Güell kannte Gaudi seit der Weltausstellung 1878 und wurde sein Freund und Förderer.

Boulevard Las Ramblas
Boulevard Las Ramblas – Bild: Tegeler

Barri Gotic

Nordöstlich der Las Ramblas kommt man in das historische Viertel Barri Gotic (Gotisches Viertel). Mit den Ruinen aus der Römerzeit, den zahllosen schmalen mittelalterlichen Gassen und der hoch aufragenden Kathedrale von Barcelona bildet das Barri Gotic den ältesten Teil der Stadt. Hier befand sich einst auch das jüdische Viertel El Call, das im Mittelalter durch Mauern abgetrennt war.

Man erreicht das Barri Gotic, in dem einfach von dem Boulevard Las Ramblas in eine der Gassen auf der rechten Seite abbiegt. Zum Beispiel in die Gasse Carrer de Colom kurz vor dem Gran Teatre del Liceu. Dann stößt man gleich auf die wunderschöne Plaça Reial. In den Gassen des Barri Gotic kann man sich einfach treiben lassen.

Die Kathedrale von Barcelona ist sicherlich die markanteste Gebäude im an Sehenswürdigkeiten reichen Barri Gotic. Wer möchte, kann die Kathedrale auch von Innen besichtigen. Zur Verblüffung vieler Besucher leben auf dem Gelände des Gotteshauses Gänse. Diese erinnern an die 13 Gänse der Heiligen Eulalia.

In der Kathedrale leben Gänse
In der Kathedrale leben Gänse – Bild: Tegeler

Placa Catalunya

Am Ende der Flaniermeile Las Ramblas befindet sich die Placa Catalunya, die als zentraler Platz der Stadt gilt. Er verbindet die Las Ramblas und das Barri Gotic auf der einen Seite mit dem Boulevard Passeig de Gracia und dem Viertel Eixample auf der anderen Seite. Von hier fahren die Flughafenbusse Aerobus zum Airport. Nach Siegen treffen sich die Fans des FC Barcelona an dem Springbrunnen um zu feiern.

Boulevard Passeig de Gracia

Der 1,5 Kilometer lange Boulevard Passeig de Gracia ist im Prinzip die Fortsetzung der Las Ramblas. Hier befinden sich elegante Geschäfte und gute Hotels. Aber auch wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Casa Batllo und die Casa Mila von Gaudi. Der Stadtteil links und rechts des Passeig de Gracia heißt Eixample. Ein am Reißbrett geplantes Viertel mit großen Straßen und quadratischen Häuserblöcken mit abgeschrägten Ecken im katalanischen Jugendstil.

Am Passeig de Gracia stehen in einem Abstand von 450 Metern zwei berühmte Wohn- und Geschäftshäuser, die von dem Architekten Antoni Gaudi errichtet worden sind und heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona gehören. Von der Kolumbussäule am Hafen läuft man gut 2 Kilometer. Die beiden Sehenswürdigkeiten sind also zu noch zu Fuß erreichbar.

Casa Mila
Casa Mila – Bild: Tegeler

Beide Gebäude sind einzigartig und fallen sofort auf. Die Casa Mila wird im Volksmund „Pedrera“ (Steinbruch) genannt. Die Auftraggeberin, die Witwe Mila, hat den Architekten angeblich sogar verklagt, so unzufrieden war sie mit dem Bauwerk. Die Casa Batllo hat ebenfalls einen wenig schmeichelhaften Spitznahmen. Sie wird Haus der Knochen genannt. Natürlich sind beide Gebäude Weltkulturerbe der UNESCO. Wer eine Besichtigung plant, sollte ich vorab um Tickets kümmern. Spontan wird es schwierig. Bei privaten Veranstaltern gibt es Tickets ohne Anstehen für die Casa Mila* und die Casa Batllo*.

Palau de la Musica Catalana

Der Palast der katalanischen Musik ist ein wunderschönes Konzerthaus in Barcelona. Es befindet sich unweit der Placa Catalunya am nördlichen Rand der historischen Altstadt. Der Konzertsaal entstand zu Beginn des 20. Jahrhundert. Der Architekt war ein bekannter Vertreter der Modernisme, einem Architekturstil, der auch katalanischer Jugendstil genannt wird. Der bekannteste Vertreter dieser Stilrichtung war natürlich Antoni Gaudi. Aber es gab natürlich auch andere bekannte Architekten, wie Lluis Domenech i Montaner, der diesen wunderschönen Konzertsaal entworfen hat. Der Palau de la Musica Catalana wurde im Jahre 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Gemeinsam mit dem wunderbaren Hospital de la Santa Creu i Sant Pau, das ebenfalls von Lluis Domenech i Montaner errichtet worden war. Wer möchte, kann den Palau de la Musica Catalana besichtigen.

Hospital de la Santa Creu i Sant Pau

Das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau ist ein Krankenhaus im katalanischen Jugendstil (Modernisme). Es wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von dem bekannten katalanischen Architekten Domenech i Montaner gebaut. Das vermutlich schönste Krankenhaus der Welt ist seit 1997 Weltkulturerbe der UNESCO und war noch bis 2009 in Betrieb. Dann zog die Klinik in direkt nebenan neu erbaute moderne Gebäude um und die historischen Gebäude konnten für Besichtigungen geöffnet werden. Domenech i Montaner baute 48 Gebäude für die verschiedenen medizinischen Abteilungen, die unterirdisch verbunden sind.

Leckereien im Mercat de la Boqueria
Leckereien im Mercat de la Boqueria – Bild: Tegeler

Barceloneta und die Strände

Barcelona hat nicht nur zahllose Sehenswürdigkeiten, es gibt auch schöne Strände. Das Viertel Barceloneta mit seinen engen und geraden Straßen ist Teil der Altstadt von Barcelona. Vor den Olympischen Spielen 1992 wurde in dem ehemaligen recht armen Fischerviertel viel renoviert. Einen Besuch lohnt die zentral gelegenen Markthalle. Eine weithin sichtbare Landmarke ist seit 2009 das exklusive Hotel W Barcelona mit seinem segelförmigen Design.

Der schönste Strandabschnitt erstreckt sich vom markanten Hotel W bis hinauf zum olympischen Yachthafen. Die Strände werden Platja de Sant Sebastia und Playa de la Barceloneta genannt und sind durch eine sehr schöne palmengesäumte Strandpromenade verbunden. Weitere attraktive Standabschnitte schließen nördlich an.

Hafenseilbahn

Bereits vom Kreuzfahrtschiff aus erkennt man die historische Hafenseilbahn Teleferico del Puerto von Barcelona. Die Seilbahn stammt aus den zwanziger Jahres des vergangenen Jahrhunderts und verläuft von Barceloneta zum Hausberg Montjuic. Die Mittelstation ist der mehr als hundert Meter hohe Torre de Jaume I am World Trade Center im Hafen. Einsteigen kann man entweder an der Bergstation oder in Barceloneta. Die Fahrt erfordert etwas Mut, bietet aber einen tollen Blick über Stadt und Hafen. Die Hinfahrt und Rückfahrt kosten derzeit 16,50 Uhr.

Torre de Jaume I der Hafenseilbahn
Torre de Jaume I der Hafenseilbahn – Bild: Teleférico dell Puerto

Hausberg Montjuic

Der Hausberg Montjuic ist die grüne Lunge der Stadt. Durch die Weltausstellung von 1929 (Palau National und viele andere Paläste) und die Olympischen Spiele von 1992 (Olympiastadion und weitere Sportanlagen) gibt es in dem parkähnliche Areal schöne Gärten und einige Sehenswürdigkeiten. Darunter zum Beispiel das Freilichtmuseum Poble Espanyol, das Museu Nacional d’Art de Catalunya, die Fondacio Joan Miro, den Botanische Garten von Barcelona oder die alte Festung Castell de Montjuic aus dem 17. Jahrhundert, von der man einen Traumblick genießen kann.

Die vielleicht größte Sehenswürdigkeit am Berg ist die Luftseilbahn Teleferic de Montjuic. Aus den geräumigen Glaskabinen hat man an klaren Tagen einen Traumblick über die ganze Stadt. Die Seilbahn führt von der Talstation „Parc de Montjuic“ über die Mittelstation „Mirador“ bis hin zur Gipfelstation „Castell de Montjuic“. Acht Menschen können in einer der geräumigen Glaskabinen fahren. Wie überall in Barcelona kann es sehr voll werden. Eine Reservierung vorab ist ratsam. Die Talstation befindet sich im Parc Montjuic in der Avenida Miramar 30. Diese erreicht man mit dem Bus Turistic (rote Linie), mit öffentlichen Bussen der Linien 55 und 150 oder mit der Metro über die Haltestelle Paral-lel und den Funicular (eine Standseilbahn, die mit eine Metroticket benutzt werden kann).

FC Barcelona

Der FC Barcelona ist sicher einer der führenden Fußballclubs weltweit. Fans können im Rahmen des Camp Nou Experience das Stadion und das Museum besichtigen. Man sieht viele Pokale, das Spielfeld, den Spielertunnel und auch die Kabine der Gastmannschaften. Auch hier ist eine Vorabreservierung ratsam.

Die Haupttribüne im Camp Nou
Die Haupttribüne im Camp Nou – Bild: Tegeler

Das legendäre Stadion Camp Nou ist eine riesige Schüssel, die heutigen Ansprüchen an moderne Stadien nicht mehr genügt. Das Stadion wurde 1957 eingeweiht und für die Weltmeisterschaft 1982 ausgebaut. Damals kam der dritte Oberrang hinzu und das Fassungsvermögen wurde dadurch auf 120.000 Zuschauer erweitert. Später hat die UEFA die Kapazität auf 98.000 Zuschauer reduziert. Der Club plant keinen Neubau sondern einen Totalumbau des Stadions. Da der Spielbetrieb weiterlaufen soll, werden sich die Arbeiten wohl hinziehen. Wir würden uns vorab informieren, wie sich der Umbau auf die Besichtigungsmöglichkeiten auswirkt. Bisher ist unseres Wissens nichts passiert.

Aquarium Barcelona

Das Meerwasseraquarium (aquariumbcn.com) im alten Hafen von Barcelona (Moll d’Espanya del Port Vell) wurde 1995 eröffnet und ist seither ein Besuchermagnet. In 35 Becken leben insgesamt 11.000 Tiere. Ein besonderes Highlight ist ein 80 Meter langer Tunnel unter dem Ozeanarium. Die Besucher stellen sich auf ein Laufband und fahren fast durch das Aquarium hindurch, während um sie herum das Leben tobt. Auf diese Weise kann man Haie, Rochen und viele andere Meeresbewohner aus nächster Nähe erleben. Das Aquarium ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Barcelona mit Kindern. Leider gelten Kinder bereits ab 11 Jahren als Erwachsene (21 Euro Eintritt). Das Vergnügen ist also kostspielig.

Tibidabo

Der 512 Meter hohe Tibidabo ist ein weiterer Hausberg Barcelonas. Er ist Teil der Bergkette, die Barcelona zur Landseite hin begrenzt und weithin sichtbar. Die Aussicht über das Häusermeer ist an klaren Tagen atemberaubend. Auf dem Gipfel gibt es eine wunderschöne Kirche (Temple Expiatori del Sagrat Cor) und einen altmodischen Vergnügungspark, der bereits mehr als hundert Jahre alt ist.

Ein Traumblick
Ein Traumblick – Bild: Tibidabo Panoramic Area

Erreichen kann man den Hausberg bequem mit dem sogenannten Tibibus T2A, der an der Placa Catalunya (vor dem Desigual Shop) startet. Der Bus fährt alle 30 Minuten und kostet 3 Euro. Es gibt auch eine Möglichkeit mit der Metro in Kombination mit der Tramvia Blau und der Standseilbahn Funicular de Tibidabo. Aber der Weg ist teurer und man muss mehrfach umsteigen.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

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