Barcelona auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Barcelona individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust zusammengestellt. Die zweitgrößte Stadt Spaniens hat ca. 1,7 Millionen Einwohner und ist sicher eine der schönsten Städte Europas. Man bummelt über die Flaniermeile La Rambla und durch die Gassen des mittelalterlichen Barri Gòtic. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Basilika Sagrada Família. Der Architekt Antoni Gaudí war ein Vertreter des katalanischen Modernismus, einer Spielart des Jugendstils. Barcelona verdankt ihm viele seiner bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Der Kreuzfahrthafen von Barcelona ist einer der größten und wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite Barcelona Turisme. Letzte Aktualisierung: September 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Barcelona auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Cruise Terminals auf der Moll Adossat
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 3–5 km je nach Liegeplatz
Top-Highlights: Sagrada Família, Barri Gòtic, La Rambla, Park Güell, Casa Batlló, Casa Milà und Montjuïc
🏖️ Strände: Barceloneta mit Platja de Sant Sebastià und Platja de la Barceloneta
🗺️ Fortbewegung: Cruise Bus vom Hafen; in der Stadt zu Fuß, mit Metro, Bus, Taxi oder Hop-on Hop-off Bus
👀 Für Erstbesucher: Sagrada Família mit La Rambla und Barri Gòtic
🔁 Für Wiederholer: Park Güell, Montjuïc, Barceloneta oder weitere Gaudí-Bauten
💶 Geld & Internet: Spanien gehört zur EU – bezahlt wird mit dem Euro und EU-Roaming gilt ebenfalls.
🎟️ Gut zu wissen: Zeitgebundene Tickets für Sagrada Família und Park Güell möglichst frühzeitig reservieren.

👉 Unsere Einschätzung: Barcelona bietet so viele Möglichkeiten, dass man während eines Kreuzfahrtstopps Schwerpunkte setzen muss. Für den ersten Besuch würden wir die Sagrada Família mit einem Bummel durch die Altstadt und über La Rambla kombinieren. Wer Barcelona bereits kennt, findet mit Montjuïc, Park Güell, den Stränden und weiteren Gaudí-Bauten genügend Ziele für einen weiteren Besuch.

Kreuzfahrthafen Barcelona

Der Kreuzfahrthafen Barcelona zählt zu den wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen heute an einem der Terminals auf der kilometerlangen Moll Adossat fest. Dort befinden sich die Cruise Terminals A, B, C, D, E und H. Ein weiteres Cruise Terminal G wird von der Royal Caribbean Group gebaut und soll 2027 in Betrieb gehen. Bis Ende 2026 ist außerdem noch das Terminal South am World Trade Center in Betrieb. Aber große Veränderungen kündigen sich an. Das Ziel der Verantwortlichen ist es, die Zahl der Kreuzfahrtterminals bis 2030 auf fünf zu verringern und gleichzeitig die Infrastruktur zu modernisieren.

Blick von Terminal D auf der Moll Adossat
Blick von Terminal D in Richtung Terminal C und B auf der Moll Adossat – Bild: Tegeler

Das heutige Cruise Terminal C soll Ende 2026 abgerissen werden. An gleicher Stelle entsteht ab 2027 ein neues öffentliches Terminal C, das nicht an eine bestimmte Reederei gebunden ist. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. In der zweiten Jahreshälfte 2028 sollen dann auch die alten Terminals A und B abgerissen werden. Bis 2030 soll das neue Terminal C unter Vollauslastung bis zu 7.000 Passagiere gleichzeitig abfertigen können.

Die neuen Cruise Terminals D, E und H sind bereits fertig und werden von verschiedenen Kreuzfahrtkonzernen betrieben: Terminal D und E von Carnival und Terminal H von MSC Cruises. Anfang 2027 soll auch das neue Terminal G der Royal Caribbean Group in Betrieb gehen. Der Liegeplatz hängt also entscheidend von der Konzernzugehörigkeit der Reederei ab. Zu Carnival gehören zum Beispiel AIDA Cruises und Costa Cruises. TUI Cruises ist ein Gemeinschaftsunternehmen der TUI AG und der Royal Caribbean Group.

Es wird auf der Moll Adossat also in den kommenden Jahren große Veränderungen geben. Im Cruise Schedule des Port de Barcelona kann man aber vorab nachlesen, wo genau das eigene Kreuzfahrtschiff festmachen wird. Man findet den Cruise Schedule unter dem Menüpunkt „Passengers“.

Karte des Kreuzfahrthafens von Barcelona
Karte des Kreuzfahrthafens von Barcelona – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Kreuzfahrthafens in Barcelona: Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen an der Moll Adossat fest. Dort befinden sich die Cruise Terminals A bis H. Die älteren Terminals A, B und C werden in den kommenden Jahren durch Neubauten ersetzt. Das „H“ markiert die Haltestelle des Cruise Bus an der Moll de Barcelona.

Von allen Terminals auf der Moll Adossat fahren Shuttlebusse zur Moll de Barcelona. Dort kann man in die Hop-on Hop-off Busse umsteigen. Wer mit der Metro fahren möchte, muss noch ca. 600 Meter weiter zur Metrostation Drassanes gehen.

Kreuzfahrtsteuer: Barcelona erhebt auch von Kreuzfahrtpassagieren eine Touristensteuer. Bei einem Hafenaufenthalt von höchstens zwölf Stunden beträgt sie derzeit insgesamt 11 Euro pro Person. Die Stadt Barcelona plant, ihren Anteil ab 2027 deutlich zu erhöhen. Dann könnten insgesamt 30 Euro pro Person fällig werden. Die Erhöhung ist allerdings noch nicht endgültig beschlossen. Kreuzfahrer zahlen diese Gebühr normalerweise nicht direkt vor Ort. Sie wird von den Reedereien abgeführt und ist in der Regel bereits im Reisepreis beziehungsweise in den Steuern und Hafengebühren enthalten. Bei künftigen Kreuzfahrtbuchungen würden wir trotzdem darauf achten, ob die Kreuzfahrtsteuer für Barcelona bereits im angegebenen Reisepreis enthalten ist.

Landausflüge in Barcelona buchen

Für den Tag in Barcelona werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Barcelona findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Barcelona auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Barcelona auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona in Eigenregie (ab Haltestelle des Cruise Bus an der Moll de Barcelona).

  • Flaniermeile La Rambla: 500 Meter (zu Fuß)
  • L’Aquàrium de Barcelona: 1,2 km (zu Fuß)
  • Kathedrale im Barri Gòtic: 1,7 km (zu Fuß)
  • Picasso-Museum: 1,7 km (zu Fuß)
  • Strand von Barceloneta: 2,2 km (zu Fuß)
  • Casa Batlló: 2,6 km (zu Fuß)
  • Telefèric de Montjuïc: 2,9 km
  • Casa Milà: 3,1 km (zu Fuß)
  • Sagrada Família: 4,8 km
  • Camp Nou (Stadion): 5,4 km
  • Park Güell: 6,8 km
Karte der Moll de Barcelona mit der Shuttlebushaltestelle (Cruise Bus)

Karte der Drehscheibe Moll de Barcelona: 1. Haltestelle des Cruise Bus, 2. Haltestelle der Shuttlebusse der Reedereien, 3. Haltestelle des Bus Turistic (Hop-on Hop-off), 4. Fahrradverleihstation von Donkey Republic, 5. Torre de Jaume I (Mittelstation der Hafenseilbahn; leider reiner Stützturm und kein Zustieg). Die Metro „Drassanes“ (L3) und die Flaniermeile La Rambla sind ca. 600 Meter entfernt. Die Metro „Paral·lel“ (L2, L3) ist 800 Meter entfernt.

Zu Fuß unterwegs

Leider sind die Cruise Terminals auf der Moll Adossat relativ weit vom Stadtzentrum entfernt. Man braucht also erstmal ein Verkehrsmittel, um vom Hafen in die Stadt zu fahren. Dort angekommen, kann man Barcelona auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Insbesondere die Altstadt ist für Fußgänger ideal. Nimmt man die öffentlichen Verkehrsmittel hinzu, kann man auch weiter entfernte Sehenswürdigkeiten der Stadt gut erreichen.

Gibt es Shuttlebusse?

Die blauen Shuttlebusse des Hafens werden „Cruise Bus“ genannt. Es gibt Haltestellen vor allen Cruise Terminals auf der Moll Adossat. Die Endhaltestelle befindet sich auf der Moll de Barcelona. Ein Tagesticket kostet 4,50 Euro und wird im Bus bezahlt. Eine einfache Fahrt kostet 3 Euro. Das Ticket gilt natürlich nur für den Cruise Bus und nicht für öffentliche Verkehrsmittel. Die Busse fahren je nach Bedarf, meistens alle ca. 10 bis 20 Minuten.

Cruise Bus vor Terminal A in Barcelona
Cruise Bus vor Terminal A – Bild: Cruise Bus (moventis)

Alternativ bieten viele Reedereien auch eigene Shuttlebusse an. Informationen dazu bekommt man an Bord. Die Busse halten ebenfalls auf der Moll de Barcelona und kosten meistens ca. 5 bis 10 Euro. Im Gegensatz zum Cruise Bus fahren hier nur die Passagiere des eigenen Schiffes mit. Zudem sind die Fahrzeiten an die Liegezeiten des eigenen Kreuzfahrtschiffes angepasst.

Hop-on Hop-off in Barcelona

Mit den Firmen Barcelona City Tour (rote Busse) und Barcelona Bus Turistic (grün-rote Busse) gibt es zwei konkurrierende Stadtrundfahrten für den Tag in Barcelona auf eigene Faust. Wir empfehlen immer den Barcelona Bus Turistic, da dieser von der Touristeninformation und der lokalen Nahverkehrsgesellschaft TMB betrieben wird. Er ist also der offizielle Touristenbus von Barcelona. Zusteigen kann man an der Moll de Barcelona (Haltestelle der Shuttlebusse). Die Busse fahren leider nicht bis zu den Cruise Terminals auf der Moll Adossat. Tickets für alle Busse und Ticketvarianten gibt es bei GetYourGuide*.

Der Barcelona Bus Turistic bietet zwei Routen an, die man mit einem Tagesticket nutzen kann. Insgesamt gibt es mehr als 35 Haltestellen. Jede Route hat eine ungefähre Fahrtzeit von zwei Stunden. Die Busse kommen je nach Verkehrsaufkommen und Saison etwa alle 10 bis 25 Minuten an den Haltestellen vorbei. Während der Fahrt können die Fahrgäste einen Audioguide in 16 Sprachen (auch Deutsch) und kostenloses WLAN nutzen.

Barcelona Bus Turístic an der Sagrada Família
Barcelona Bus Turístic an der Sagrada Família – Bild: Davide Bonaldo–stock.adobe.com

Öffentliche Verkehrsmittel in Barcelona

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Verkehrsgesellschaft TMB kann man alle Bereiche von Barcelona auf eigene Faust erkunden. Insbesondere die Metro ist ein ideales Verkehrsmittel. Die nächstgelegene Metro-Station heißt „Drassanes“ (L3) und befindet sich am Fuß der La Rambla. Für eine Stadtbesichtigung reicht die Zone 1. Wir werden unten bei jeder Sehenswürdigkeit die nächstgelegene Metrostation nennen.

Ein Einzelfahrschein kostet 2,90 Euro. In den TMB-Bussen kann man Einzelfahrscheine direkt kontaktlos mit Bankkarte (Visa, Mastercard, Amex), Handy oder Smartwatch bezahlen. Bei der Metro ist dies bisher noch nicht an allen Zugängen möglich. Daran wird derzeit gearbeitet. Wer mehrere Fahrten plant, könnte eine Tageskarte (T-Dia) für 12 Euro kaufen. Diese gilt für unbegrenzte Fahrten im integrierten Nahverkehr (Zone 1). Die T-Familiar ist ein Mehrpersonen-Ticket für 8 Fahrten und kostet 11,50 Euro. Diese Karten kann man einfach an den Ticketautomaten in Metrostationen erwerben. Für Kreuzfahrer, die nur einige Fahrten mit der Metro planen, kann die T-Familiar günstiger sein als eine Tageskarte

Für mehrtägige Aufenthalte gibt es die Hola Barcelona Card*. Das ist ein Ticket für unbegrenzte Fahrten im öffentlichen Nahverkehr. Das Ticket gibt es für zwei, drei, vier oder fünf Tage. Interessant ist die Karte vor allem für Kreuzfahrer, die vor oder nach der Kreuzfahrt noch einige Tage in Barcelona verbringen.

Metro Barcelona
Metro Barcelona – Bild: Roger-M auf Pixabay

Taxis, Uber & Co

Die zahllosen schwarz-gelben Taxis mit den grünen Taxischildern sind ein bequemes Verkehrsmittel für den Tag in Barcelona auf eigene Faust. An jedem Cruise Terminal gibt es einen Taxistand. In der Stadt kann man freie Taxis heranwinken oder zum nächsten Taxistand gehen. Die „AMB Mobilitat App“ ist die offizielle Mobilitäts-App der Stadt, die verschiedene Verkehrsmittel im Großraum Barcelona bündelt. Der integrierte Picmi-Taxiservice ermöglicht es, das nächstgelegene Taxi zu bestellen und zeigt die voraussichtliche Ankunftszeit an. Die Zahlung erfolgt in bar oder mit Karte im Taxi. Ein Taxi vom Flughafen zum Kreuzfahrthafen Moll Adossat kostet 46 Euro. Das ist ein Festpreis, in dem bereits alle Zuschläge enthalten sind. Für Fahrten von oder zur Moll Adossat wird ein Hafenzuschlag von 4,60 Euro berechnet.

Uber ist in Barcelona verfügbar. Über die Uber-App kann man sowohl offizielle Taxis als auch Mietwagen mit Fahrer bestellen. Ähnlich funktioniert Bolt. Eine weitere verbreitete Alternative ist Cabify. Cabify hat oft die beste Abdeckung.

Taxis und Aerobus an der Plaça de Catalunya in Barcelona
Taxis und Aerobus an der Plaça de Catalunya – Bild: Irene auf Pixabay

Anmerkungen zur Anreise

Der Flughafen Barcelona-El Prat liegt außerhalb des Stadtzentrums. Eine direkte Verbindung zum Kreuzfahrthafen gibt es nicht. Wer mit Gepäck anreist und keinen Transfer über die Reederei gebucht hat, sollte ein Taxi nehmen. Die Fahrt zum Hafen dauert ca. 30 Minuten und kostet 46 Euro. Das ist ein Festpreis, in dem bereits alle Zuschläge enthalten sind. Alternativ kann man bei z. B. bei QuickPickups vorab einen privaten Transfer zum Kreuzfahrthafen buchen. Das kann insbesondere für Familien und kleinere Gruppen mit viel Gepäck interessant sein.

Wer einen späten Rückflug gebucht hat und noch einige Stunden in die Stadt gehen möchte, könnte das Gepäck von der Firma Bags & Go (bagsandgo.com) vom Hafen zum Flughafen transportieren lassen. Das Unternehmen ist in allen Cruise Terminals vertreten. Der Service kostet derzeit ab 24 Euro. Alternativ kann man mit dem Taxi zur Plaça de Catalunya fahren. Dort gibt es in der Carrer Estruc 36 eine Gepäckaufbewahrung (Locker Barcelona). An der Plaça de Catalunya startet praktischerweise auch der blaue Aerobus (aerobusbcn.com) zum Flughafen.

Highlights für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust

Barcelona ist eine Traumstadt. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, dass man gar nicht so recht weiß, wo man anfangen soll. Wenn man auf die Karte unten schaut, erkennt man schnell, dass viele Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Ciutat Vella und dem angrenzenden Bezirk Eixample dicht beieinanderliegen. Hier sind die Wege relativ kurz. Man kann zu Fuß gehen und gelegentlich eine kurze Fahrt mit der Metro einbauen. Andere Sehenswürdigkeiten wie der Park Güell oder das Spotify Camp Nou liegen deutlich weiter entfernt und erfordern zusätzliche Fahrzeit. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust.

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust: 1. La Rambla, 2. Plaça Reial, 3. Mercat de la Boqueria, 4. Plaça de Catalunya, 5. Palau de la Musica Catalana, 6. Kathedrale von Barcelona, 7. Picasso-Museum, 8. Parc de la Ciutadella, 9. Strände in Barceloneta, 10. Aquarium, 11. Casa Milà, 12. Casa Batlló, 13. Sagrada Família, 14. Castell de Montjuïc, 15. Camp Nou-Stadion, 16. Park Güell, 17. Font Màgica, 18. Casa Vicens, 19. Mirador Torre Glòries

Die obere schwarze Linie steht für die Hafenseilbahn und die untere Linie (die mit dem 90-Grad-Winkel) für die Telefèric de Montjuïc. Das „H“ markiert die Haltestelle des Cruise Bus an der Moll de Barcelona.

Orientierung für Kreuzfahrer

Barcelona bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass man für einen Kreuzfahrttag Schwerpunkte setzen sollte. Viele Ziele in der Altstadt und im Eixample lassen sich gut miteinander kombinieren. Für Park Güell, Montjuïc oder das Camp Nou muss man dagegen zusätzliche Fahrzeit einplanen.

Für Erstbesucher: Die Sagrada Família würden wir mit einem Stadtbummel verbinden. Von der Sagrada Família kann man mit der Metro zur Casa Milà fahren und anschließend über den Passeig de Gràcia mit der Casa Batlló in Richtung Plaça de Catalunya laufen. Von dort geht es über La Rambla und durch das Barri Gòtic zurück in Richtung Hafen. Für Innenbesichtigungen der Gaudí-Häuser reicht die Zeit bei dieser Route normalerweise nicht.

🏛️ Für Stadtbummler: La Rambla, Barri Gòtic, Mercat de la Boqueria, Kathedrale und Plaça de Catalunya liegen relativ dicht beieinander und lassen sich sehr gut zu Fuß erkunden. Wer noch Zeit hat, kann den Rundgang bis zur Casa Batlló und Casa Milà verlängern.

🎨 Für Gaudí-Fans: Sagrada Família, Casa Batlló und Casa Milà lassen sich an einem Kreuzfahrttag gut kombinieren. Weitere Werke Gaudís sind der Palau Güell unweit der La Rambla und die Casa Vicens in Gràcia. Der Park Güell liegt weiter außerhalb und kostet zusätzliche Zeit. Wer ihn besuchen möchte, sollte deshalb nicht zu viele weitere Programmpunkte einplanen.

🌳 Für Gartenfreunde: Hausberg Montjuïc mit seinen vielen Gärten und Parks, der Parc de la Ciutadella und der Park Güell.

🏖️ Für Strandfans: Die Strände von Barceloneta liegen relativ nah am Hafen und lassen sich gut mit einem Stadtbummel verbinden. Wer Barcelona bereits kennt, kann hier auch einen entspannten Strandtag verbringen.

👀 Für schöne Aussichten: Besonders schöne Blicke über Barcelona hat man vom Montjuïc, vom Park Güell und von den Türmen der Sagrada Família. Sehr zentral liegt die Dachterrasse der Kathedrale im Barri Gòtic. Einen herrlichen Blick über den Hafen bietet außerdem die historische Hafenseilbahn zwischen Barceloneta und Montjuïc. Einen modernen 360-Grad-Blick über die Stadt bietet der Mirador Torre Glòries.

Sagrada Família

Das Wahrzeichen der Stadt ist die ikonische Sagrada Família von Antoni Gaudí, die bis heute nicht vollendet ist. 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Am 10. Juni, Gaudís 100. Todestag, wurde der 172,5 Meter hohe Jesus-Christus-Turm eingeweiht – der höchste Turm der Basilika. Fertig ist die Sagrada Família damit aber noch nicht, die Arbeiten gehen weiter. Für einen Tag in Barcelona auf eigene Faust gehört sie mit ihrer außergewöhnlichen Architektur und dem einzigartigen Lichtspiel im Inneren zu den absoluten Topzielen. Eine Führung dauert etwa 50 Minuten. Für den gesamten Besuch der Sagrada Família würden wir mindestens zwei Stunden einplanen.

Die Sagrada Familia ist eine Baustelle
Die Sagrada Família ist immer noch im Bau – Bild: Tegeler

Wie komme ich hin? Die Basilika ist gut 8 km vom Hafen entfernt. Der schnellste Weg ist ein Taxi. Je nach Terminal, Verkehr und Tageszeit sollte man mit etwa 20 bis 30 Euro rechnen. Oder man nimmt den Cruise Bus bis zur Moll de Barcelona, läuft 800 Meter zur Metro „Paral·lel“ und fährt mit der Metro L2 sechs Haltestellen bis zur Haltestelle „Sagrada Família“.

Was kostet das? Der normale Eintritt kostet auf der Webseite der Sagrada Família 26 Euro und beinhaltet einen Audioguide. Mit Führung kostet das Ticket 30 Euro und mit Zugang zu einem der Türme 36 Euro. Für eine Führung mit Turmbesuch zahlt man 40 Euro. Rabatte gibt es unter anderem für Senioren, Studenten und junge Menschen unter 30 Jahren. Man kauft vor der Kreuzfahrt zeitgebundene Tickets und muss zu einer bestimmten Uhrzeit da sein. Wir würden uns frühzeitig um die Tickets kümmern. Angebote rund um die Sagrada Família gibt es auch bei GetYourGuide*.

Noch ein Tipp: Nach einem Besuch der Sagrada Família könnte man mit der Metro L5 zwei Haltestellen bis zur Metro „Diagonal“ fahren. Diese Haltestelle ist nur wenige Meter von der Casa Milà entfernt. Von dort kann man sich langsam in Richtung Shuttlebushaltestelle auf der Moll de Barcelona vorarbeiten. Diese ist gut 3 km entfernt. Am Weg liegen viele Sehenswürdigkeiten wie die Casa Batlló, die Plaça de Catalunya, die Flaniermeile La Rambla, der Mercat de la Boqueria, das Barri Gòtic mit der Kathedrale und der Palau Güell.

Park Güell

Der Park Güell ist ein großer Stadtpark auf einem Hügel im Norden der Stadt. Er ist berühmt für Gaudís bunte Mosaike, die Serpentinenbank und den Panoramablick über die Stadt. Der Mosaik-Salamander (El Drac) auf der Drachentreppe ist ein farbenprächtiges Symbol des Parks. Für einen entspannten Besuch des Park Güell würden wir 2 bis 3 Stunden einplanen.

Der Park Güell mit seiner Drachentreppe
Park Güell in Barcelona – Bild: Tegeler

Wie komme ich hin? Der Park Güell ist leider bereits knapp 10 km vom Hafen entfernt. Mit dem Taxi sollte man je nach Verkehr und Tageszeit etwa 25 bis 35 Euro einplanen. Oder man nimmt den Cruise Bus bis zur Moll de Barcelona, läuft 600 Meter zur Metro „Drassanes“ und fährt mit der Metro L3 sieben Haltestellen bis zur Haltestelle „Lesseps“. Von hier läuft man noch ca. 1 km bis zum Eingang an der Avinguda del Santuari de Sant Josep de la Muntanya. Der Weg führt teilweise über Rolltreppen, die den Aufstieg erleichtern.

Was kostet das? Der Eintritt in den Park Güell kostet 18 Euro. Senioren ab 65 Jahren und Kinder von 7 bis 12 Jahren zahlen 13,50 Euro. Kinder bis 6 Jahre und Menschen mit Behinderung haben freien Eintritt. Man benötigt aber auch bei freiem Eintritt ein Ticket. Die Tickets sind an ein festes Zeitfenster gebunden. Nach der gebuchten Uhrzeit hat man noch 30 Minuten Zeit für den Einlass. Danach verfällt das Zutrittsrecht. Im Park selbst kann man so lange bleiben, wie man möchte. Nach dem Verlassen ist allerdings kein Wiedereintritt möglich. Man sollte die Tickets frühzeitig auf der offiziellen Webseite des Park Güell reservieren. Offizielle Führungen werden auf Katalanisch, Spanisch, Englisch und Französisch angeboten, aber leider nicht auf Deutsch. Tickets und deutschsprachige Führungen gibt es auch bei GetYourGuide*.

Noch ein Tipp: Unweit des Park Güell befindet sich die wunderschöne Casa Vicens, die ein frühes Werk des jungen Antoni Gaudí ist.

Casa Batlló & Casa Milà

Die Casa Batlló und die Casa Milà gehören zu den bekanntesten Bauwerken Antoni Gaudís und liegen nur etwa 500 Meter voneinander entfernt am Passeig de Gràcia. Die Casa Batlló fällt schon von weitem durch ihre farbenfrohe Fassade auf. Die geschwungenen Balkone erinnern an Masken oder Schädel und die Säulen an Knochen. Deshalb wird das Gebäude auch „Haus der Knochen“ genannt. Das geschwungene Dach wird häufig als Rücken eines Drachen gedeutet. Die Casa Milà liegt einige Gehminuten weiter nördlich. Wegen ihrer ungewöhnlichen Fassade wird sie von den Barcelonern auch „La Pedrera“ (Steinbruch) genannt. Besonders sehenswert ist die Dachterrasse mit ihren ungewöhnlich geformten Schornsteinen und Lüftungsschächten.

Die Fassade der Casa Batlló
Casa Batlló – Bild: Tegeler

Für die Casa Batlló sollte man etwa 75 Minuten und für die Casa Milà etwa 90 Minuten einplanen. Wer nur einen Tag in Barcelona hat, muss unserer Meinung nach nicht unbedingt beide Häuser von innen besichtigen. Schon von außen sind Casa Batlló und Casa Milà sehenswert und lassen sich sehr gut in einen Stadtbummel über den Passeig de Gràcia einbauen. Wer sich besonders für Gaudí und seine Architektur interessiert, könnte eines der beiden Häuser für eine Innenbesichtigung auswählen.

Wie komme ich hin? Vom Hafen aus nimmt man am besten den Cruise Bus bis zur Moll de Barcelona und läuft von dort ein kurzes Stück zur Metrostation „Drassanes“. Mit der Linie L3 fährt man drei Haltestellen bis zur Station „Passeig de Gràcia – die Casa Batlló“ befindet sich fast direkt am Ausgang. Von dort aus schlendert man einfach etwa 500 Meter weiter den Boulevard hinauf zur Casa Milà. Wenn die Besichtigung bei der Casa Milà beginnen soll, kann man mit der Metro L3 auch eine Station weiter bis zur Haltestelle „Diagonal“ fahren.

Was kostet das? Der Eintritt in die Casa Batlló kostet online ab 29 Euro. Ein Audioguide auf Deutsch ist im Eintrittspreis enthalten. Auch die Casa Milà ist nicht ganz billig. Das Standardticket kostet je nach Termin etwa 25 bis 29 Euro. Ein deutschsprachiger Audioguide ist ebenfalls inklusive. Beide Häuser arbeiten mit festen Einlasszeiten. Wir würden die Tickets deshalb möglichst frühzeitig reservieren. Auch bei GetYourGuide gibt es verschiedene Tickets für die Casa Batlló* und die Casa Milà*.

La Rambla

La Rambla ist die berühmteste Flaniermeile Barcelonas und führt auf einer Länge von etwa 1,2 km von der Plaça de Catalunya bis zum Kolumbus-Denkmal am Hafen. Die breite Promenade ist fast immer voller Menschen. Man kommt an Blumenständen, Straßencafés und einigen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Dazu gehören das Gran Teatre del Liceu, der Palau de la Virreina und vor allem der Mercat de la Boqueria. Die große Markthalle mit ihren vielen Obst-, Gemüse-, Fisch- und Fleischständen ist unserer Meinung nach einen Abstecher wert.

Bummel über die Rambla
Bummel über die Rambla – Bild: Jorge Fernández Salas auf Unsplash

Auf der belebten La Rambla sollte man besonders auf seine Wertsachen achten. Taschendiebstahl ist in Barcelona leider ein Thema. Handys und Geldbörsen sollte man nicht offen in der Hosentasche tragen und Rucksäcke oder Taschen in größeren Menschenmengen besser vor dem Körper tragen. Vorsicht ist auch geboten, wenn man angerempelt oder anderweitig abgelenkt wird. Die 1-Block-Regel besagt, dass man möglichst nicht direkt an der La Rambla essen sollte. Wer mindestens eine Querstraße (einen Block) in die angrenzenden Viertel hineingeht, findet meist schnell Restaurants und Cafés mit faireren Preisen.

Wie komme ich hin? Vom Cruise Bus auf der Moll de Barcelona sind es nur wenige Gehminuten bis zum südlichen Ende der La Rambla am Kolumbus-Denkmal. Von hier kann man die gesamte Flaniermeile bis zur Plaça de Catalunya hinauflaufen. Unterwegs kann man einen Abstecher zum Mercat de la Boqueria und ins angrenzende Barri Gòtic machen.

Noch ein Tipp: Nur wenige Meter von der La Rambla entfernt befindet sich der Palau Güell. Das prächtige Stadtpalais wurde von Antoni Gaudí für den Unternehmer Eusebi Güell gebaut und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders schön ist die Dachterrasse mit ihren bunten Schornsteinen.

Barri Gòtic mit der Kathedrale

Das Barri Gòtic ist das mittelalterliche Zentrum Barcelonas und gehört für uns zu einem Landausflug in Barcelona einfach dazu. Das Viertel beginnt direkt an der La Rambla und lässt sich deshalb sehr gut mit einem Bummel über die berühmte Flaniermeile verbinden. Man läuft durch ein Gewirr aus schmalen Gassen und kleinen Plätzen und kommt dabei an zahlreichen historischen Gebäuden vorbei. Das wichtigste Bauwerk ist die Kathedrale von Barcelona.

In der Kathedrale leben Gänse
In der Kathedrale leben Gänse – Bild: Tegeler

Die gotische Kathedrale von Barcelona ist der Heiligen Eulalia geweiht, der Schutzpatronin der Stadt. Sehenswert sind neben dem Kirchenraum auch die Krypta mit dem Grab der Heiligen und der schöne Kreuzgang. Hier leben 13 weiße Gänse. Sie erinnern an die Heilige Eulalia, die der Überlieferung nach erst 13 Jahre alt war, als sie den Märtyrertod starb. Vom Dach der Kathedrale hat man zudem einen weiten Blick über das Barri Gòtic und die Dächer Barcelonas.

Wie komme ich hin? Von der La Rambla sind es nur wenige Gehminuten bis ins Barri Gòtic. Die Kathedrale liegt etwa 500 Meter von der La Rambla entfernt. Wer vom Hafen kommt, kann vom Kolumbus-Denkmal über die La Rambla laufen und unterwegs in das Barri Gòtic abbiegen.

Was kostet das? Der Eintritt in die Kathedrale liegt bei 16 Euro. Im Ticket sind neben der Kirche auch der Kreuzgang und der Zugang zum Dach enthalten. Von dort hat man einen schönen Blick über das Barri Gòtic. Die Öffnungszeiten für touristische Besichtigungen unterscheiden sich je nach Wochentag. Sonntags sind Besichtigungen zum Beispiel erst ab 14 Uhr möglich.

Noch ein Tipp: Ganz in der Nähe der Kathedrale gibt es weitere Sehenswürdigkeiten wie den wunderschönen Palau de la Música Catalana (400 Meter), den Mercat de Santa Caterina (350 Meter) und das Picasso-Museum (550 Meter). Diese Highlights befinden sich bereits im charmanten Nachbarviertel El Born.

Plaça de Catalunya

Die Plaça de Catalunya ist einer der bekanntesten Plätze Barcelonas und bildet den Übergang zwischen der Altstadt Ciutat Vella und dem Stadtteil Eixample. Hier treffen unter anderem die La Rambla und der Passeig de Gràcia aufeinander. Der große Platz ist von Geschäften, Hotels und Restaurants umgeben und fast immer voller Menschen. Im Zentrum gibt es Grünflächen, Springbrunnen und zahlreiche Skulpturen. Für einen Landausflug ist die Plaça de Catalunya ein wichtiger Orientierungspunkt. Die Metro, öffentliche Busse, der Flughafenbus (Aerobus) und die Hop-on Hop-off Busse haben hier Haltepunkte. El Corte Inglés an der Plaça de Catalunya ist das zentrale, große Kaufhaus direkt im Herzen Barcelonas.

Plaça de Catalunya
Plaça de Catalunya – Bild: Joyt–stock.adobe.com

Für die Plaça de Catalunya selbst reichen etwa 15 bis 20 Minuten. Meist kommt man hier ohnehin im Rahmen eines Stadtbummels vorbei, zum Beispiel auf dem Weg von der La Rambla zum Passeig de Gràcia.

Wie komme ich hin? Die Plaça de Catalunya liegt am oberen Ende der La Rambla. Wer vom Hafen über die La Rambla kommt, erreicht den Platz nach etwa 1,2 km. Unter dem Platz befindet sich zudem die Metrostation „Catalunya“ (L1 und L3).

Noch ein Tipp: Am oberen Ende der La Rambla, direkt bei der Plaça de Catalunya, steht die kleine Font de Canaletes. Hier treffen sich traditionell die Fans des FC Barcelona, um die Siege ihrer Mannschaft zu feiern. Am nördlichen Ende des Platzes beginnt der Prachtboulevard Passeig de Gràcia mit der Casa Batlló und der Casa Milà.

Hausberg Montjuïc

Der Montjuïc ist ein 185 Meter hoher Hausberg Barcelonas und bietet einen schönen Blick über die Stadt, den Hafen und das Meer. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es zahlreiche Gärten, Museen und Aussichtspunkte. Hier befinden sich auch die Anlagen der Olympischen Spiele von 1992 mit dem Olympiastadion, dem Palau Sant Jordi und dem markanten Fernsehturm von Santiago Calatrava. Wer Barcelona bereits kennt, kann auf dem Montjuïc einen erlebnisreichen Landausflug verbringen.

Telefric de Montjuic
Telefric de Montjuïc – Bild: Ludwig Bickel auf Pixabay

Wie komme ich hin? Vom Hafen fährt man mit dem Cruise Bus bis zur Moll de Barcelona und läuft etwa 800 Meter zur Metrostation „Paral·lel“. Von dort fährt die Standseilbahn Funicular de Montjuïc hinauf auf den Montjuïc. Die Fahrt mit der Standseilbahn ist in die normalen Tickets des öffentlichen Nahverkehrs integriert. Oben angekommen kann man zu Fuß weitergehen oder mit der Telefèric de Montjuïc bis zum Castell de Montjuïc fahren.

Was kostet das? Der Montjuïc selbst kostet natürlich keinen Eintritt. Die Standseilbahn Funicular de Montjuïc gehört zum öffentlichen Nahverkehr und kann mit einem normalen TMB-Ticket genutzt werden. Wer anschließend mit der Telefèric de Montjuïc zum Castell fahren möchte, zahlt 19 Euro für die Berg- und Talfahrt. Beim Onlinekauf kostet das Ticket 17,10 Euro. Eine einfache Fahrt kostet 12 Euro.

Wieviel Zeit brauche ich? Für einen Abstecher mit Standseilbahn, Telefèric und einigen Aussichtspunkten sollte man mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Wer zusätzlich das Castell, eines der Museen oder die Olympischen Anlagen besuchen möchte, kann auf dem Montjuïc problemlos einen ganzen Tag verbringen.

Barceloneta und die Strände

Barceloneta ist das alte Fischerviertel Barcelonas und liegt direkt am Meer. In den schmalen Straßen gibt es zahlreiche Restaurants und Tapasbars. Bekannt ist das Viertel heute aber vor allem wegen seiner Strände. Die Platja de Sant Sebastià und die Platja de la Barceloneta gehören zu den ältesten Stadtstränden Barcelonas. Hier gibt es Liegen und Sonnenschirme, Toiletten, Restaurants und verschiedene Sportmöglichkeiten. Wer im Sommer in Barcelona ist, kann einen Stadtbummel deshalb gut mit einigen Stunden am Strand verbinden.

Die Strände in Barceloneta
Die Strände in Barceloneta – Bild: Corey Buckley auf Unsplash

Für einen Spaziergang durch Barceloneta und einen kurzen Abstecher zum Strand reichen etwa ein bis zwei Stunden. Wer im Sommer einige Stunden am Meer verbringen möchte, kann Barceloneta gut mit einem Stadtbummel durch die Altstadt verbinden.

Wie komme ich hin? Barceloneta liegt nicht weit vom Hafen entfernt. Vom Cruise Bus auf der Moll de Barcelona kann man durch den Port Vell und am alten Hafen entlang in Richtung Barceloneta laufen. Bis zur Platja de Sant Sebastià sollte man etwa 30 Minuten einplanen. Wer nicht laufen möchte, kann natürlich auch ein Taxi nehmen.

Was kostet das? Der Zugang zu den Stränden ist kostenlos. Liegen und Sonnenschirme können gegen Gebühr gemietet werden.

Noch zwei Tipps: Die historische Hafenseilbahn Barcelona (Telefèric del Port) verbindet den Torre Sant Sebastià in Barceloneta mit der Miramar-Station auf dem Montjuïc. Die Mittelstation im Torre Jaume I befindet sich in der Nähe der Shuttlebushaltestelle auf der Moll de Barcelona. Leider kann man hier aber weder aussteigen noch einsteigen. Wer einigermaßen schwindelfrei ist, genießt während der Fahrt einen herrlichen Panoramablick über Barcelona und den Hafen. Der zweite Tipp betrifft das Aquarium von Barcelona. Es ist nur ca. 1,4 km vom Strand entfernt und liegt bereits auf dem Weg zurück zum Shuttlebus. Besonders für Familien mit Kindern könnte das Aquarium eine schöne Ergänzung zu einem Besuch in Barceloneta sein.

Parc de la Ciutadella

Der Parc de la Ciutadella ist der bekannteste Stadtpark Barcelonas und liegt am Rand der Altstadt. Die weitläufige Anlage entstand im 19. Jahrhundert auf dem Gelände einer ehemaligen militärischen Zitadelle und wurde für die Weltausstellung von 1888 umgestaltet. Heute kann man hier schön spazieren gehen und eine Pause vom Trubel der Stadt machen. Sehenswert sind vor allem die große Cascada Monumental, der kleine See mit Ruderbooten und verschiedene Gebäude aus der Zeit der Weltausstellung. Interessant ist, dass auch der damals noch junge Antoni Gaudí an der Gestaltung der Cascada Monumental mitgearbeitet hat. Im ehemaligen Arsenal der Zitadelle hat heute das katalanische Parlament seinen Sitz. Auch der Zoo von Barcelona befindet sich im Park.

Arc de Triomf in Barcelona
Arc de Triomf – Bild: Ravini auf Pixabay

Für einen Spaziergang durch den Parc de la Ciutadella sollte man etwa eine Stunde einplanen. Wer eine längere Pause machen oder mit einem Ruderboot über den kleinen See fahren möchte, kann natürlich länger bleiben. Das gilt auch für einen Zoobesuch, der ein schöner Landausflug für Familien sein könnte.

Wie komme ich hin? Der Parc de la Ciutadella liegt östlich des Barri Gòtic und lässt sich gut zu Fuß erreichen. Von der Kathedrale sind es etwa 15 bis 20 Minuten. Sehr schön kann man den Park mit einem Bummel durch das Viertel El Born und einem Besuch in Barceloneta verbinden.

Was kostet das? Der Eintritt in den Parc de la Ciutadella ist kostenlos. Für den Zoo und einige andere Angebote muss man natürlich Eintritt bezahlen.

Noch ein Tipp: Nur wenige Gehminuten vom Parc de la Ciutadella entfernt steht der Arc de Triomf. Der markante Triumphbogen aus rotem Backstein wurde als Eingangstor für die Weltausstellung von 1888 gebaut. Vom Park führt eine breite Promenade direkt zum Arc de Triomf. Beides lässt sich deshalb sehr gut miteinander verbinden.

Spotify Camp Nou – ein Must-see für FC-Barcelona-Fans

Das Spotify Camp Nou ist die Heimat des FC Barcelona und für Fußballfans sicher eines der interessantesten Ziele in Barcelona. Das riesige Stadion wird seit 2022 grundlegend umgebaut. Mittlerweile trägt der FC Barcelona hier wieder seine Heimspiele aus, während die Bauarbeiten weitergehen. Das neue Barça-Museum ist ebenfalls geöffnet. Eine klassische Stadiontour wie vor dem Umbau ist derzeit allerdings noch nicht möglich.

Die Haupttribüne im Camp Nou vor dem Umbau
Die alte Haupttribüne im Camp Nou – Bild: Tegeler

Wie komme ich hin? Das Spotify Camp Nou liegt etwa 8 km vom Hafen entfernt. Vom Cruise Bus auf der Moll de Barcelona läuft man zur Metrostation „Drassanes“ und fährt mit der Metro L3 ohne Umsteigen bis „Les Corts“. Von dort läuft man noch etwa 10 bis 15 Minuten bis zum Stadion. Bequemer ist natürlich ein Taxi.

Was kostet das? Der Eintritt in das neue Barça-Museum kostet derzeit ab 28 Euro. Ein digitaler Audioguide auf Deutsch ist im Preis enthalten. Zum Museumsbesuch gehört auch der Construction Viewpoint, von dem man auf das im Umbau befindliche Spotify Camp Nou blickt. Wer mehr vom Stadion sehen möchte, kann die Spotify Camp Nou Experience ab 69 Euro buchen. Dabei besucht man zusätzlich einen Tribünenbereich und hat einen Panoramablick in das Stadion. Eine klassische Stadiontour mit Umkleidekabinen, Spielertunnel und Spielfeldrand ist derzeit noch nicht möglich. Tickets rund um den FC Barcelona und das Stadion gibt es auch bei GetYourGuide.*

Weitere Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge im Mittelmeer: Ajaccio, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Valencia, Valletta (Malta)

Fazit – Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust

Barcelona ist ein sehr gutes Ziel für Landausflüge auf eigene Faust. Der Kreuzfahrthafen liegt zwar etwas außerhalb des Stadtzentrums, mit dem Cruise Bus erreicht man aber schnell die Moll de Barcelona. Von dort kann man viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit der Metro erreichen.

Die größte Herausforderung ist die große Auswahl. Wer zum ersten Mal in Barcelona ist, sollte unserer Meinung nach nicht versuchen, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Wir würden die Sagrada Família mit einem Stadtbummel über den Passeig de Gràcia, die Plaça de Catalunya und La Rambla sowie durch das Barri Gòtic verbinden. Für einen weiteren Besuch bleiben mit Park Güell, Montjuïc, Barceloneta und vielen Museen noch genügend Ziele.

Etwas Vorbereitung ist allerdings sinnvoll. Für die Sagrada Família und den Park Güell sollte man zeitgebundene Eintrittskarten bereits vor der Kreuzfahrt reservieren.

Petra im Devil's Bridge National Park auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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