Barbados auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Barbados auf eigene Faust zusammengestellt. Zahlreiche Traumstrände und viele lohnenswerte Sehenswürdigkeiten machen Barbados zu einem attraktiven Ziel für Karibik Kreuzfahrten. Dreihundert Jahre lang war das 34 Kilometer lange und 23 Kilometer breite Eiland mit seinen ca. 280.000 Einwohnern ein Teil Großbritanniens. Und auch seit der Unabhängigkeit im Jahre 1966 ist viel britische Lebensart erhalten geblieben. Die Landessprache ist natürlich Englisch. Untereinander sprechen die Einheimischen jedoch einen kreolisch gefärbten Dialekt (Bajan). Die Einheimischen, die zu mehr als 90 Prozent Nachfahren afrikanischer Sklaven sind, nennen sich auch Bajans. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Bridgetown. Viele Menschen wohnen zudem in den Touristenzentren entlang der West- und der Südküste.

Landausflüge auf Barbados auf eigene Faust
Bottom Bay Beach – Bild: Tegeler

Barbados liegt wie ein Vorposten der Karibik im Atlantik. Der nächstgelegene Inselstaat St. Vincent ist bereits 180 Kilometer entfernt. Eine Tatsache, die der Insel in vergangenen Jahrhunderten einige Vorteile brachte. Die gefürchteten Wirbelstürme erreichen Barbados eher selten. Und auch viele Entdecker, darunter Kolumbus, verpassten Barbados bei ihren Fahrten. Erst im Jahre 1536 wurde die Insel vom dem Portugiesen Pedro Campos eher zufällig entdeckt. Als die Engländer die Insel 1625 von den Portugiesen übernahmen, war sie verwaist und menschenleer. Der Regenwald wurde gerodet, um Zuckerrohfelder anzulegen. Zur Bewirtschaftung der Felder wurden Sklaven nach Barbados verschleppt. Zucker, Rum und Sirup waren jahrhundertelang die Lebensgrundlage der Insel. Die einheimische Währung ist der Barbados Dollar (BBD), der im Verhältnis von 2 BBD zu 1 US$ an den US Dollar gekoppelt ist. Mit US Dollar kommt man als Tourist auf der Insel gut klar. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Barbados Tourism Marketing, die es auch in deutscher Sprache gibt. Stand: Juli 2022

Der Kreuzfahrthafen von Barbados

Kreuzfahrtschiffe machen im Hafen der Hauptstadt Bridgetown fest. Für Kreuzfahrtschiffe gibt es hier mehrere Liegeplätze und ein großes Cruise Terminal. Kostenlose Busse fahren die Landausflügler von den weiter entfernten Liegeplätzen zum Kreuzfahrt-Terminal. Liegt das Kreuzfahrtschiff unweit des Barbados Cruise Terminals, kann man natürlich auch laufen. Die Entfernung hängt vom Liegeplatz ab und liegt geschätzt zwischen 300 und 800 Metern.

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Bridgetown auf Barbados
Kreuzfahrtschiffe im Hafen – Bild: Barbados Port

Das Barbados Cruise Terminal ist in einer großen Halle untergebracht, wo zahlreiche Geschäfte, Restaurants und ein Büro der Touristeninformation auf die Landausflügler warten. Auch eine Post, Telefone und kostenloses Internet sind vorhanden. An der Rückseite des Terminalgebäudes gibt es einen überdachten Bereich für Landausflugsbusse. Taxis waren auf einem Parkplatz in unmittelbarer Nähe.

Mobil auf Barbados auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Barbados auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab hier einige Entfernungsangaben zu interessanten Sehenswürdigkeiten und Stränden:

  • National Heroes Square (Bridgetown): 1,7 km
  • The Boatyard Club (Beachclub): 2,1 km (zu Fuß)
  • Mount Gay Visitors Centre: 1,8 km
  • Brandons Beach: 2,1 km
  • Harrison‘s Cave: 14 km
  • Gun Hill Signal Station: 14,1 km
  • St. Nicholas Abbey: 26,8 km
  • Animal Flower Cave: 31,8 km
  • Bathsheba: 20 km
  • Andromeda Botanic Gardens: 21 km
  • Hunte‘s Gardens: 17,7 km
  • Sunbury Plantation Great House: 17,9 km
Barbados auf eigene Faust
Barbados auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Barbados (schwarze Ziffern): 1-Bridgetown Zentrum, 2-Mount Gay Rum/Brandons Beach, 3-Harrisons Cave, 4-Welchmans Hall Gully, 5-St. Nicholas Abbey, 6-Barbados Wildlife Reserve, 7-Cherry Tree Hill, 8-Andromeda Botanic Gardens, 9-Bathsheba Cattlewash, 10-Hunte’s Gardens, 11-Gun Hill Signal Station

Einige beliebte Strände haben wir mit blauen Ziffern markiert: 1-Brighton Beach, 2-Paynes Bay Beach, 3-Strände der Carlisle Bay, 4-Dover Beach, 5-Miami Beach, 6-Crane Beach, 7-Rockley/Accra Beach

Zu Fuß

Man kann einige Sehenswürdigkeiten und Strände der Hauptstadt zu Fuß erreichen. Das Stadtzentrum ist etwa 1,5 Kilometer vom Hafen entfernt. Die Strände Carlisle Bay und (in die andere Richtung) das Mount Gay Visitors Centre sowie den Brandons Beach erreicht man nach etwa 2 Kilometern. Bürgersteige sind nahezu immer vorhanden, Schatten nur teilweise. Sonnenschutz und Getränke sind deshalb ratsam. Mit etwas Glück warten am Hafentor so genannte Pedicaps (Fahrradtaxis) und sorgen für einen bequemen Transport in Richtung Zentrum.

Hafenplan
Hafenplan – Barbados Port

Taxis

Für einen Tag auf Barbados auf eigene Faust sind die zahlreichen Taxis das Verkehrsmittel der Wahl. Es gibt keine Taxameter. Die Fahrpreise werden von der Regierung reguliert und im Cruise Port auf einer großen Schautafel veröffentlicht, die wir Anfang 2019 fotografiert haben. Aufgrund der Größe der Preisliste waren zwei Bilder nötig: Preise 1 und Preise 2

In einem überdimensionierten Carport mit Spitzdach befindet sich das Taxi Dispatch Centre. Die Disponenten sorgen für eine effiziente Verteilung der zahlreichen Fahrgäste auf die gut 250 „Authorized Seaport Taxis“. Dieses System wurde erst vor wenigen Jahren eingeführt. Die Taxis mit Zugang zum Hafen sind an entsprechende Aufkleber an der Seite gut zu erkennen. Es gibt einfache Fahrten, Hin- und Rückfahrten mit Abholzeit und auch Inseltouren.

Öffentliche Busse

Die öffentlichen Busse sind leicht an ihrer blaugelben Lackierung zu erkennen und sehr zahlreich auf den Straßen der Insel vertreten. Der Service gilt als recht zuverlässig. Wer in Richtung Süden bzw. Osten fahren möchte, geht zum Fairchild Street Terminal im Zentrum von Bridgetown. Die Busse in Richtung Norden und Westen starten am Princess Alice Terminal unweit des Kreuzfahrt-Terminals. Auf der Webseite des Transportboard kann man gezielt nach Busverbindungen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten suchen.

Barbados Cruise Terminal
Cruise Terminal – Bild: Barbados Port

Mietwagen

Wer den Linksverkehr nicht scheut, kann Barbados auf eigene Faust mit einem Mietwagen erkunden. Man benötigt neben dem Führerschein eine lokale Fahrerlaubnis, die man für 10 BDS$ von den Autoverleihern bekommt. Ein besonders ausgefallener Fahrzeugtyp sind die so genannten Mini Mokes. Das sind kleine auf einem Mini basierende Fahrzeuge, die es unsere Wissens nur hier gibt.

Es gibt auf der Urlaubsinsel Barbados zahlreiche nationale und internationale Autovermieter. Man findet Anbieter in der Hauptstadt, am relativ weit entfernten Flughafen und vereinzelt auch im Kreuzfahrthafen. Auf der Webseite des Barbados Port wird die Firma Courtesy Rent-A-Car als vom Hafen autorisierte Autovermietung genannt. Die Firma ist mit einem Stand auf dem Gelände des Hafens vertreten. Viele andere Anbieter bieten aber auch einen Hol- und Bringservice an. Zum Beispiel die Firma Caribbean Rentals (caribbeanrentalcars.com), die auf vielen Insel der Karibik vertreten ist.

Landausflüge auf Barbados buchen

Für den Tag auf Barbados werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem internationalen Portal* an. Die Tiefpreisgarantie, eine 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahllose Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl und geben Sicherheit bei der Buchung. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Barbados findet man bei GetYourGuide*.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Barbados

Barbados war jahrundertelang eine britische Kolonie. Bereits 1639 erhielt man ein eigenes Parlament und 1966 wurde die Insel ein unabhängiger Staat im Commonwealth. So ist das Ambiente noch heute durchaus englisch, was Barbados schon mal zu dem Namen „Little England“ verhalf. Cricket gehört natürlich auch dazu. Von der englischen Königin als Staatsoberhaupt hat man sich Ende 2021 allerdings getrennt. Teil des Commonwealth of Nations möchte man aber bleiben.

Bridgetown (Barbados) auf eigene Faust
Bridgetown auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Ziele für Landausflüge in Bridgetown (Barbados): 1-Pelican Village Craft Centre, 2-Parlament, 3-The Boatyard Beachclub, 4-Chamberlain Bridge (Fußgängerbrücke), 5-Broad Street (Einkaufen) / Busbahnhöfe: Fairchild Street Bus Terminal (rechts), Princess Alice Bus Terminal (links)

Bridgetown

Warum in die Ferne schweifen. Die nahe Hauptstadt Bridgetown bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und viele gute Einkaufsmöglichkeiten. Und schöne Strände findet man an der nahen Carlisle Bay. Dies sind die wichtisten Ziele für Landausflüge in Bridgetown:

Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, kann das Stadtzentrum von Bridgetown gut per Pedes erreichen. Der Weg führt entlang des Princess Alice Highway fast immer am Meer entlang. Sonnenschutz ist ratsam, auch wenn Bäume am Wegesrand gelegentlich Schatten spenden. Wenn man das Pelican Village Crafts Centre erreicht, hat man bereits mehr als die Hälfte des Weges geschafft. Das Craft Center ist ein buntes kleines Einkaufszentrum für Kunsthandwerk. Schräg dahinter befindet sich das Princess Alice Bus Terminal. Geht man weiter in Richtung Zentrum, erreicht man wenige Gehminuten hinter dem Pelican Village den Fischmarkt. Wer möchte, kann sich hier die vielen tropischen Fische ansehen, die abends bei den Einheimischen auf dem Teller landen.

Parliament Buildings
Parliament Buildings – Bild: Barbados Tourism Marketing

Geht man weiter, wird der Princess Alice Highway bald zur Hincks Street. Wer möchte, kann hier einen kurzen Abstecher nach links in die Cumberland Street machen. Nach vielleicht 100 Metern erreicht man die anglikanische St. Mary’s Church von 1827. Geht man zurück zur Hincks Street, passiert man nach wenigen Metern die Agapey Chocolate Factory. Interessierte können sich über hier die Herstellung der Schokoladen informieren.

Die Hincks Street mündet kurze Zeit später in die Wharf Road, die entlang der Careenage (so wird der Mündungsbereich des Constitution River genannt) zum National Heroes Spuare führt. Dieser Platz ist das historische Zentrum von Bridgetown, das seit 2011 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Hier befinden sich die im neugotischen Stil errichteten Regierungsgebäude. Natürlich gibt es auch ein Denkmal des Seehelden Lord Nelson, das 1815 errichtet wurde. Damit ist es 25 Jahre älter als die berühmte Nelson-Säule in London. Ebenfalls auf diesem Platz befindet sich The Fountain. Das ist ein Brunnen, der an die Einführung der öffentlichen Wasserversorgung erinnert. Eine der Straßen, die auf den National Heroes Platz mündet, ist die Broad Street. Dies ist die wichtigste Einkaufstraße der Hauptstadt.

Die Fußgängerbrücke Chamberlain Bridge führt vom National Heroes Square auf die andere Seite der Careenage zum Independence Arch am Independence Square. Hier angekommen, ist man nur noch wenige hundert Meter von den Stränden und Beach Clubs an der Carlisle Bay entfernt.

Liegenverleih im Pirates Cove Beach Club
Liegenverleih im Beach Club

Carlisle Bay

Carlisle Bay ist eine lange Bucht in Bridgetown, die von der Mündung des Constitution River bis zum historischen Needhams Point Light House reicht. Entlang der langgezogenen Bucht erstreckt sich ein ca. 2 Kilometer langer Sandstrand. Die verschiedenen Strandabschnitte haben eigene Namen, wie Browns Beach, Bayshore Beach oder Pebbles Beach. Aber das ist für das Strandvergnügen unwichtig. Bei Landausflüglern beliebt ist der The Boatyard Beach Club unweit des Stadtzentrums. Hier gibt es Liegen, Schirme, Unterhaltung und Gastronomie. Man kann sich aber auch einfach mit einem Handtuch an den Strand legen. Je weiter man läuft, desto ruhiger wird es.

In früheren Jahrhunderten ankerten die Segelschiffe in der Carlisle Bay. Einen besseren Hafen hat die Insel nicht. Dementsprechend sind seit dem 17. Jahrhundert viele Schiffe in der Carlisle Bay verlorengegangen. Zur Freude von Tauchern und Schnorchlern, die heute hier ein nahezu perfektes Riff vorfinden. Sehr häufig kann man Schildkröten beobachten. Dazu muss man einfach ein wenig schwimmen. Etwa in der Mitte der Carlisle Bay gibt es auch Anbieter, die Schnorchler und Taucher für ein paar Dollars hinausfahren. Man sieht die Boote vom Strand aus.

Im Stadtteil Bayville, im Hinterland der Carlisle Bay, befinden sich das George Washington House und das Barbados Museum & Historical Society. Wer möchte, kann den Besuch mit einigen Stunden am Strand kombinieren. Der junge George Washington lebte als junger Mann für 2 Monate in einem schönen alten Herrenhaus. Daran erinnert heute ein Museum. Das Barbados Museum ist in einem Militärgefängnis aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Hier dreht sich alles um die Geschichte und die Kultur der Insel.

Sunbury Plantation House
Sunbury Plantation Great House – Bild: Tegeler

Zucker, Rum und Herrenhäuser

Zucker war das weiße Gold der Karibik und hat die Plantagenbesitzer, Zuckerbarone genannt, märchenhaft reich gemacht. Sie lebten in prachtvollen Herrenhäusern, die teilweise auch besichtigt werden können. Neben den Herrenhäusern erinnert auch das Codrington College von 1745 an den Reichtum der Insel. Das anglikanisch-theologische College entstand mit Mitteln aus dem Erbe eines reichen Zuckerbarons.

Das Sunbury Plantation Great House wurde um 1660 von einem der ersten Siedler erbaut und vor kurzem renoviert. Hier können Besucher die restaurierten Jalousien, Schiebefenster, Mahagoni-Treppen, Kutschen und andere Relikte aus der Kolonialzeit bewundern. Alle Räume können besichtigt werden. In den Kinderzimmern sieht es so aus, als hätten hier noch vor 25 Jahren Kinder gelebt und gespielt. Rund um das Herrenhaus erstreckt sich ein schöner Garten.

Die St. Nicholas Abbey in der Nähe des Cherry Tree Hill ist ebenfalls ein wunderschönes altes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude gilt als eines von weltweit nur drei echten jakobinischen Villen. Ein Architekturstil, der nach dem englischen König James I von England benannt wurde. Es wurde immer als Herrenhaus einer Zuckerplantage genutzt, die von 1640 bis 1947 in Betrieb war. Neben dem Herrenhaus gibt es eine Rumbrennerei, die ebenfalls besichtigt werden kann.

St. Nicholas Abbey
St. Nicholas Abbey – Bild: Tegeler

Mount Gay Rum gilt als die älteste Rumbrennerei der Welt. Bereits seit 1703 wird hier Rum produziert. Die Erzeugnisse von Mount Gay gehören heute zu den besten der Welt. Rumkenner können Ihren Landausflug auf Barbados auf eigene Faust für eine der Führungen nutzen und den exquisiten Mount Gay Rum kosten. Das Visitors Center der Brennerei befindet sich nur knapp 2 Kilometer vom Barbados Cruise Terminal entfernt in der Nähe des Brandons Beach und ist sogar zu Fuß erreichbar. Auf der Webseite findet man verschiedene Besichtigungsangebote, teilweise mit Transport und Essen.

Botanische Gärten

Vor der Kolonialisierung durch britische Pflanzer, war die ganze Insel mit Regenwald bedeckt. Dieser wurde nach und nach gerodet, um Platz für Zuckerrohrplantagen zu schaffen. Die Bedingungen für üppiges Wachstum sind ideal, wie man heute in einigen schönen Gärten bewundern kann. Hier wächst alles.

Gartenfreunde werden die Andromeda Botanic Gardens (andromedabarbados.com) an der Atlantikküste lieben. Der älteste und größte Botanische Garten der Insel liegt auf einer Felsenklippe mit Blick auf den Atlantik. Auf einer Fläche von mehr als zwanzigtausend Quadratmetern finden Gartenfreunde eine hervorragende Auswahl tropischer Pflanzen, darunter Orchideen, Hibiskus und Palmen.

Landausflüge auf Barbados zu den Andromeda Botanic Gardens
Andromeda Botanic Gardens – Bild: Tegeler

Eine mittlerweile sehr beliebte Alternative sind die Hunte’s Gardens. Anthony Hunte hat ein Paradies aus tropischen Pflanzen und Kunsthandwerk geschaffen. Hier sieht man auch die zauberhaften Kolibris. Keine Wunder, dass viele Inseltouren und andere Landausflüge auf Barbados hier halten.

Auch der Flower Forrest fällt in die Kategorie Botanischer Garten. Dieser fällt jedoch gegenüber den beiden erstgenannten Gärten etwas ab.

Ein natürliches Paradies ist die Schlucht Welchman Hall Gully unweit der Harrison‘s Cave. Dies war früher ein unterirdischer Fluss dessen Decke im Laufe der Jahrhunderte eingebrochen ist. Die so entstandene Erosionsrinne ist heute die Heimat von ungefähr 200 tropischen Pflanzen. Dazu gehören zum Beispiel Muskatnuss, Bananen und unzählige Blütenpflanzen. Die Vegetation entspricht angeblich dem Zustand der Insel Barbados vor der Entdeckung durch die Europäer. Man kann die Schlucht in ca. 45 Minuten durchwandern. Dabei sieht man manchmal die hier lebenden grünen Affen. Die Tiere stammen ursprünglich aus dem Senegal und wurden bereits im 17. Jahrhundert auf die Insel Barbados gebracht. Die Affen werden gefüttert. Es gibt es wissenschaftliches Projekt mit dem Ziel, die Tiere zu schützen und den Ärger mit den Farmern zu reduzierten. An der Buslinie 4 gibt es eine gleichnamige Haltestelle, so dass man vom Princess Alice Bus Terminal direkt hierher fahren kann.

Codrington College
Codrington College – Bild: Tegeler

Harrison‘s Cave

Die Naturgewalten haben Grotten aus dem Kalkstein geschliffen, unter denen ein Netz aus unterirdischen Bächen verläuft. Die Harrison’s Cave ist fünf Kilometer lang. Nur ca. 30 Prozent sind für Besucher zugänglich, die mit kleinen Elektrobahnen durch das Höhlensystem fahren. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, denn man kann entlang der Strecke aussteigen. In einer großen Höhle stürzt ein 12 Meter hoher Wasserfall in eine Lagune. Die Höhlen sind eine der Top-Attraktionen auf der Insel Barbados und garantiert auch Ziel mindestens eines Landausfluges an Bord. Wer die Harrison’s Cave auf Barbados auf eigene Faust erkunden möchte, kann ein Taxi oder einen Bus der Linie 4 nehmen.

Animal Flower Cave

Die Animal Flower Cave befindet sich an der nördlichen Spitze von Barbados. Der Name stammt von Seeanemonen, die in den natürlichen Pools innerhalb der Höhle wachsen (oder besser gesagt wuchsen). An der Nordküste treffen Atlantik und karibisches Meer aufeinander. Das Meer brodelt und die zerklüftete Küste ist einen Besuch wert. Für 10 US$ kann man in die Höhle und dort auch baden.

Meeresschildkröten

Ein beliebter Landausflug auf Barbados ist ein Segeltörn mit einem Katamaran zu den Meeresschildkröten. An der Carlisle Bay kann man aber auch unweit des Strandes auf die Tiere treffen. An der West- und Südküste leben Echte Karettschildkröten, die hier zwischen April und November ihre Eier ablegen. An der rauen Ostküste leben auch große Lederschildkröten, die man aber selten zu sehen bekommt. Das Barbados Sea Turtle Project der University of the West Indies kontrolliert die geschützten Schildkröten in ihrem Lebensraum. Man verlegt Nester, die zu nah an der Wasserlinie liegen und kümmert sich um verirrte oder verletzte Tiere.

Blick vom Cherry Tree Hill
Blick vom Cherry Tree Hill – Bild: Tegeler

Aussichtspunkte

Auf der hügeligen Insel gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, die einen schönen Blick über Teile der Insel ermöglichen und deshalb auch häufiges Ziel von Landausflügen auf Barbados auf eigene Faust sind.

In der Nachbarschaft des Herrenhauses St. Nicholas Abbey befindet sich der Cherry Tree Hill. Früher wurde der Weg auf den Hügel von Kirschbäumen gesäumt. Diese wurde bereits im 18. Jahrhundert durch eine wunderschöne Mahagoniallee ersetzt. Vom Cherry Tree Hill (Kirschbaumhügel) hat man einen tollen Blick über die Zuckerohrfelder entlang der Ostküste von Barbados.

Ein weiteres Landausflugsziel mit schöner Aussicht ist die Gun Hill Signal Station im Zentrum der Insel. Die militärische Signalstation wurde 1819 fertiggestellt. Seit den frühen achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat der Barbados National Trust die Anlage restauriert. Von hier oben kann man weite Teile der Insel überblicken.

Manche Strände auf Barbados haben pinkfarbenen Sand
Der pinkfarbene Sand ist typisch für Barbados – Bild: Tegeler

Strände auf Barbados

Für Landausflügler sind natürlich insbesondere die Strände interessant, die vom Barbados Cruise Terminal aus bequem und schnell erreichbar sind. Dazu zählen insbesondere die Strände an der Carlisle Bay (s. oben). An der Westküste ist für Landausflügler insbesondere der Brandons Beach interessant, der nur gut 2 Kilometer vom Hafen entfernt ist. Man kann die Kreuzfahrtschiffe vom Strand aus sehr gut sehen. Im Rascals of the Caribbean Restaurant bekommt man am Brandons Beach Essen und Trinken. Liegestühle und Sonnenschirme kann man für ca. 25 US$ mieten.

Die Westküste wird aufgrund der vielen Luxushotels und Luxusimmobilien auch Gold Coast oder Platinum Coast genannt. Allerdings sind die Strände hier in den letzten Jahren spürbar schmaler geworden sind. Man vermutet, dass veränderte Strömungen der Grund sind. Selbst vor dem berühmten Luxushotel Sandy Lane gibt es nur noch wenige Meter Strand. Neben dem Brandons Beach fahren viele Landausflügler an der Westküste zum Paynes Bay Beach, der vom Hafen aus mit dem Taxi schnell und günstig erreicht werden kann.

Manche sagen, dass die Südküste heute wohl über die schöneren Strände verfügt. Zu den beliebtesten Stränden der Südküste gehören zum Beispiel der Miami Beach (Enterprise Beach), Dover Beach, Accra Beach, Crane Beach oder Bottom Bay Beach. Die Auswahl ist also groß. Wer einen Mietwagen hat, kann sich verschiedene Strände ansehen.

An der Ostküste
Die raue Ostküste bei Bathsheba – Bild: Tegeler

Die Ost- und Nordküste sind dem Wind und der Brandung des Atlantiks ausgesetzt. Hier kommen nur Naturliebhaber und (sehr gute und sehr mutige) Surfer auf ihre Kosten. Die Ostküste bei Bathsheba ist zum Beispiel wunderschön anzuschauen. Aber nicht zum schwimmen.

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