Barbados auf eigene Faust

Hier haben wir Anregungen für Landausflüge auf Barbados auf eigene Faust zusammengestellt. Zahlreiche Traumstrände und viele lohnenswerte Sehenswürdigkeiten machen Barbados zu einem der attraktivsten Ziele für Karibik Kreuzfahrten. Dreihundert Jahre lang war das 34 Kilometer lange und 23 Kilometer breite Eiland mit seinen ca. 280.000 Einwohnern ein Teil Großbritanniens. Und auch seit der Unabhängigkeit im Jahre 1966 ist viel britische Lebensart erhalten geblieben. Die Landessprache ist natürlich Englisch. Untereinander sprechen die Einheimischen jedoch einen kreolisch gefärbten Dialekt, dass so genannte Bajan. Die Einheimischen, die zu mehr als 90 Prozent Nachfahren afrikanischer Sklaven sind, nennen sich auch Bajans. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Bridgetown. Viele Menschen wohnen zudem in den Touristenzentren entlang der West- und der Südküste.

Landausflüge auf Barbados auf eigene Faust
Bottom Bay Beach – Bild: Tegeler

Barbados liegt wie ein Vorposten der Karibik im Atlantik. Der nächstgelegene Inselstaat St. Vincent ist bereits 180 Kilometer entfernt. Eine Tatsache, die der Insel in vergangenen Jahrhunderten einige Vorteile brachte. Die gefürchteten Wirbelstürme erreichen das Eiland eher selten. Und auch viele Entdecker, darunter Kolumbus, verpassten Barbados bei ihren Fahrten. Erst im Jahre 1536 wurde die Insel vom dem Portugiesen Pedro Campos eher zufällig entdeckt. Dieser hielt seine Entdeckung aber für weitgehend uninteressant. Lediglich der Name Barbados („die Bärtigen“) blieb erhalten. Campos inspirierten die Luftwurzeln der Feigenbäume, die wie bärtige Männer aussehen. Als die Engländer die Insel 1625 von den Portugiesen übernahmen, war sie verwaist und menschenleer. Der Regenwald wurde gerodet, um Zuckerrohfelder anzulegen. Zur Bewirtschaftung der Felder wurden Sklaven nach Barbados verschleppt. Zucker, Rum und Sirup waren jahrhundertelang die Lebensgrundlage der Insel. Bereits 1639 entstand das erste Parlament. Die einheimische Währung ist der Barbados Dollar (BBD), der im Verhältnis von 2 BBD zu 1 US$ an den US Dollar gekoppelt ist. Mit US Dollar kommt man als Tourist auf der Insel gut klar. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Barbados Tourism Marketing, die es auch in deutscher Sprache gibt. Stand: Mai 2020

Der Kreuzfahrthafen von Barbados

Kreuzfahrtschiffe machen im Hafen der Hauptstadt Bridgetown fest. Für Kreuzfahrtschiffe gibt es hier mehrere Liegeplätze und ein großes Kreuzfahrt-Terminal. Kostenlose Busse fahren die Kreuzfahrer von den weiter entfernten Liegeplätzen zum Kreuzfahrt-Terminal. Liegt das Kreuzfahrtschiff unweit des Cruise Terminals, kann man auch laufen. Die Entfernung hängt vom Liegeplatz ab und liegt geschätzt zwischen 300 und 800 Metern.

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Bridgetown auf Barbados
Kreuzfahrtschiffe im Hafen – Bild: Barbados Port

Das Barbados Cruise Terminal ist in einer großen Halle untergebracht, wo zahlreiche Geschäfte, Restaurants und ein Büro der Touristeninformation auf die Landausflügler warten. Auch eine Post, Telefone und kostenloses Internet sind vorhanden. An der Rückseite des Terminalgebäudes gibt es einen überdachten Bereich für Landausflugsbusse. Taxis waren auf einem Parkplatz in unmittelbarer Nähe.

Mobil auf Barbados auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Barbados auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Hier einige Entfernungen zu interessanten Sehenswürdigkeiten und Stränden:

  • National Heroes Square (Bridgetown): 1,7 km
  • Pirates Cove Beach Club an der Carlisle Bay: 2,2 km
  • Mount Gay Visitors Centre: 1,8 km
  • Brandons Beach: 2,1 km
  • Harrison‘s Cave: 14 km
  • Gun Hill Signal Station: 14,1 km
  • St. Nicholas Abbey: 26,8 km
  • Animal Flower Cave: 31,8 km
  • Bathsheba: 20 km
  • Andromeda Botanic Gardens: 21 km
  • Hunte‘s Gardens: 17,7 km
  • Sunbury Plantation Great House: 17,9 km
Bridgetown Cruise Terminal
Bridgetown Cruise Terminal – Bild: Tegeler

Zu Fuß

Man kann das Cruise Terminal auf Barbados auf eigene Faust verlassen und einige Sehenswürdigkeiten und Strände der Hauptstadt zu Fuß erreichen. Das Stadtzentrum ist etwa 1,5 Kilometer vom Hafen entfernt. Die Strände Carlisle Bay, das Mount Gay Visitors Centre und den Brandons Beach erreicht man nach etwa 2 Kilometern. Bürgersteige sind nahezu immer vorhanden, Schatten nur teilweise. Sonnenschutz und Getränke sind deshalb ratsam.

Nachdem man das Cruise Terminal verlassen hat, geht es immer geradeaus in Richtung Stadtzentrum. Nach vielleicht 200 Metern passiert man das gesicherte Hafentor und folgt dem Princess Alice Highway stadteinwärts. Der Princess Alice Highway wird in Bridgetown für einige hundert Meter zur Hincks Street. Wenige später hat man bereits die Wharf Road an der Mündung des Constitution River (Careenage) erreicht. Diese führt direkt zum National Heroes Square, zur Einkaufstraße Broad Street und zum Parlament. Auf dem Weg in Richtung Stadt passiert man bereits einige Highlights, die zu einem Zwischenstopp einladen. Zum Beispiel das Pelikan Village Craft Centre, den Fischmarkt oder eine Schokoladenfabrik.

Hafenplan
Hafenplan – Barbados Port

Die Strände entlang der Carlisle Bay beginnen (vom Hafen aus gesehen) direkt hinter dem Stadtzentrum und sind ebenfalls zu Fuß erreichbar. Über die historische Chamberlain Bridge überquert man am National Heroes Square den Constitution River und erreicht nach insgesamt ca. 2 Kilometern den ersten Beach Club an der Carlisle Bay.

Eine Alternative zur Hauptstadt und zu den Stränden der Carlisle Bay ist der Brandons Beach und das Mount Gay Rum Visitors Centre. Dazu biegt man direkt hinter dem Hafentor links ab und geht immer am Hafen entlang in Richtung Norden. Nach gut 2 Kilometern erreicht man das Visitors Centre der berühmten Rumbrennerei und dahinter den Brandons Beach.

Taxis

Für Landausflüge auf Barbados sind die zahlreichen Taxis das Verkehrsmittel der Wahl. Es gibt keine Taxameter. Die Fahrpreise werden von der Regierung reguliert und im Cruise Port auf einer großen Schautafel veröffentlicht, die wir Anfang 2019 fotografiert haben. Es gibt einfache Fahrten, Hin- und Rückfahrten mit Abholzeit und auch Inseltouren.

Preistafel 1
Preistafel 1

In einer Art überdimensionierten Carport mit Spitzdach befindet sich das Taxi Dispatch Centre. Die Disponenten sorgen für eine effiziente Verteilung der zahlreichen Fahrgäste auf die gut 250 „Authorized Seaport Taxis“. Dieses System wurde erst vor wenigen Jahren eingeführt. Die Taxis mit Zugang zum Hafen sind an entsprechende Aufkleber an der Seite gut zu erkennen.

Vor dem Hafenausgang werben häufig weitere Taxis auf Kundschaft. Diese haben keine Lizenz für den Hafen und sind deshalb unter Umständen etwas günstiger. Jeder muss entscheiden ob die Ersparnis das Risiko lohnt.

Preistafel 2
Preistafel 2

Öffentliche Busse

Mit ein wenig Abenteuerlust kann man auf Barbados auch Bus fahren. Die öffentlichen Busse sind leicht an ihrer blaugelben Lackierung zu erkennen und sehr zahlreich auf den Straßen der Insel vertreten. Der Service gilt als recht zuverlässig. Wer in Richtung Süden bzw. Osten fahren möchte, geht zum Fairchild Street Terminal im Zentrum von Bridgetown. Die Busse in Richtung Norden und Westen starten am Princess Alice Terminal unweit des Kreuzfahrt-Terminals. Die genaue Lage der beiden Busbahnhöfe ist bei Google Maps vermerkt.

Auf der Webseite des Transportboard kann man gezielt nach Busverbindungen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten suchen. Mit Bussen der Linie Nr. 4 kann man zum Beispiel vom Princess Alice Terminal (in Hafennähe) zur Harrisons Cave fahren. Wenn man an Haltestelle 14 „Welchman Hall“ aussteigt, ist man fast da. Der Fahrpreis liegt derzeit für alle Fahrten bei 3,5 BDS$. Im Bus kann man den Fahrpreis in eine Fare Box beim Fahrer werfen. Wechselgeld gibt es nur an den großen Bus Terminals.

Darüber hinaus, gibt es private Kleinbusse. Minibusse (gelb mit blauen Streifen) und ZR-Vans (weiß mit braunen Streifen). Hinter dem Princess Alice Terminal befindet sich das Cheapside Mininbus and ZR Terminal. Aber diese Kleinbusse sind wohl kein Verkehrsmittel für Landausflügler.

Mount Gay Werbung im Barbados Cruise Terminal
Mount Gay Werbung im Barbados Cruise Terminal – Bild: Tegeler

Mietwagen

Es gibt auf der Urlaubsinsel Barbados zahlreiche nationale und internationale Autovermieter. Man findet Anbieter in der Hauptstadt, am relativ weit entfernten Flughafen und vereinzelt auch im Kreuzfahrthafen.

Auf der Webseite des Barbados Port wird die Firma Courtesy Rent-A-Car als vom Hafen autorisierte Autovermietung genannt. Die Firma ist mit einem Stand auf dem Gelände des Hafens vertreten. Die „authorized rental car company located at the port“ hat allerdings in den letzten Jahren häufiger gewechselt. Viele andere Anbieter bieten aber auch einen Hol- und Bringservice an. Zum Beispiel die Firma Caribbean Rentals (caribbeanrentalcars.com), die auf vielen Insel der Karibik vertreten ist.

Auf Barbados wird auf der linken Seite gefahren. Das sollte man bedenken, bevor man ein Auto mietet. Zudem ist die Beschilderung der Straßen teilweise völlig unzureichend. Dichter Verkehr und Staus sind ebenfalls häufig. Man benötigt neben dem Führerschein eine lokale Fahrerlaubnis, die man für 10 BDS$ von den Autoverleihern bekommt. Mietwagen sind an einem H auf dem Nummernschild leicht zu erkennen. Jeder sieht also sofort, dass man ein Tourist ist. Ein besonders ausgefallener Fahrzeugtyp sind die so genannten Mini Mokes. Das sind kleine auf einem Mini basierende Fahrzeuge.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Barbados

Bereits 1628 wurde Barbados britische Kolonie, 1639 erhielt man ein eigenes Parlament und 1966 wurde die Insel ein unabhängiger Staat im Commonwealth. Das Barbados im Laufe der Jahrhunderte immer britisch bliebt, ist sehr ungewöhnlich in der lange sehr umkämpften Karibik. So ist das Ambiente noch heute durchaus englisch, was Barbados schon mal zu dem Namen „Little England“ verhalf. Cricket gehört natürlich auch dazu. Hier haben wir ausgewählte Sehenswürdigkeiten für den Tag auf Barbados auf eigene Faust zusammengestellt.

Bridgetown

Warum in die Ferne schweifen. Die nahe Hauptstadt Bridgetown bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und viele gute Einkaufsmöglichkeiten. Und schöne Strände findet man an der nahen Carlisle Bay.

Das Zentrum auf einen Blick
Das Zentrum von Bridgetown auf einen Blick – Royal Caribbean

Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, kann das Stadtzentrum von Bridgetown gut per Pedes erreichen. Der Weg führt entlang des Princess Alice Highway fast immer am Meer entlang. Sonnenschutz ist ratsam, auch wenn Bäume am Wegesrand gelegentlich Schatten spenden. Nach kurzer Zeit erreicht man Rolli‘s Bar and Grill. Hier gibt es z.B. gebratenen Fisch und kühle Getränke. Direkt nebenan befindet sich ein Geschäft der Caribbean Cigar Company, die Zigarren der einheimischen Marke Royal Barbados Cigars verkaufen.

Weiter geht es in Richtung Innenstadt. Wenn man das Pelican Village Crafts Centre erreicht, hat man bereits mehr als die Hälfte des Weges geschafft. Das Craft Center ist ein buntes kleines Einkaufszentrum für Kunsthandwerk. Schräg dahinter befindet sich das Princess Alice Bus Terminal. Geht man weiter in Richtung Zentrum, erreicht man wenige Minuten hinter dem Pelican Village den Fischmarkt. Wer möchte, kann sich hier die vielen tropischen Fische ansehen, die abends auf dem Teller landen.

Geht man weiter, wird der Princess Alice Highway bald zur Hincks Street. Wer möchte, kann hier einen kurzen Abstecher nach links in die Cumberland Street machen. Nach vielleicht 100 Metern erreicht man die anglikanische St. Mary’s Church von 1827. Geht man zurück zur Hincks Street, passiert man nach wenigen Metern die Agapey Chocolate Factory (agapey.com). Interessierte können sich über hier die Herstellung der Schokoladen informieren.

Parliament Buildings
Parliament Buildings – Bild: Barbados Tourism Marketing

Die Hincks Street mündet kurze Zeit später in die Wharf Road, die entlang der Careenage (so wird der Mündungsbereich des Constitution River genannt) zum National Heroes Spuare führt. Dieser Platz ist das historische Zentrum von Bridgetown, das seit 2011 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Hier befinden sich die im neugotischen Stil errichteten Regierungsgebäude. Natürlich gibt es auch ein Denkmal des Seehelden Lord Nelson, das 1815 errichtet wurde. Damit ist es 25 Jahre älter als die berühmte Nelson-Säule in London. Ebenfalls auf diesem Platz befindet sich The Fountain, ein Brunnen, der an die Einführung der öffentlichen Wasserversorgung erinnert. Eine der Straßen, die auf den National Heroes Platz mündet, ist die Broad Street, die wichtigste Einkaufstraße der Hauptstadt.

Die Fußgängerbrücke Chamberlain Bridge führt vom National Heroes Square auf die andere Seite der Careenage zum Independence Arch am Independence Square. Hier angekommen, ist man nur noch wenige hundert Meter von den von den Stränden und Beach Clubs an der Carlisle Bay entfernt.

Carlisle Bay

Carlisle Bay ist eine lange Bucht in Bridgetown, die von der Mündung des Constitution River bis zum historischen Needhams Point Light House reicht. Entlang der langgezogenen Bucht erstreckt sich ein ca. 2 Kilometer langer Sandstrand. Die verschiedenen Strandabschnitte haben eigene Namen, wie Browns Beach, Bayshore Beach oder Pebbles Beach. Aber das ist für das Strandvergnügen unwichtig. Bei Landausflüglern beliebt sind der Pirates Cove Beach Club und der The Boatyard Beach Club unweit des Stadtzentrums. Hier gibt es Liegen, Schirme und etwas zu essen und trinken. Man kann sich aber auch einfach mit einem Handtuch an den Strand legen. Je weiter man läuft, desto ruhiger wird es.

Liegenverleih im Pirates Cove Beach Club
Liegenverleih im Pirates Cove Beach Club

In früheren Jahrhunderten ankerten die Segelschiffe in der Carlisle Bay. Einen besseren Hafen hat die Insel nicht. Dementsprechend, sind seit dem 17. Jahrhundert viele Schiffe in der Carlisle Bay verlorengegangen. Zur Freude von Tauchern und Schnorchlern, die heute hier ein nahezu perfektes Riff vorfinden. Sehr häufig kann man Schildkröten beobachten. Dazu muss man einfach ein wenig schwimmen. Etwa in der Mitte der Carlisle Bay gibt es auch Anbieter, die Schnorchler und Taucher für ein paar Dollars hinausfahren. Man sieht die Boote vom Strand aus.

Im Stadtteil Bayville im Hinterland der Carlisle Bay befinden sich das George Washington House und das Barbados Museum & Historical Society. Wer möchte, kann den Besuch mit einigen Stunden am Strand kombinieren. Der junge George Washington lebte als junger Mann für 2 Monate in einem schönen alten Herrenhaus. Daran erinnert heute ein Museum. Das Barbados Museum ist in einem Militärgefängnis aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Hier dreht sich alles um die Geschichte und die Kultur der Insel.

Zucker, Rum und Herrenhäuser

Zucker war das weiße Gold der Karibik und hat die Plantagenbesitzer, Zuckerbarone genannt, märchenhaft reich gemacht. Sie lebten in prachtvollen Herrenhäusern, die teilweise auch besichtigt werden können. Neben den Herrenhäusern erinnert auch das Codrington College von 1745 an den Reichtum der Insel. Das anglikanisch-theologische College entstand mit Mitteln aus dem Erbe eines reichen Zuckerbarons.

Sunbury Plantation House
Sunbury Plantation Great House – Bild: Tegeler

Das Sunbury Plantation Great House wurde um 1660 von einem der ersten Siedler erbaut und vor kurzem renoviert. Hier können Besucher die restaurierten Jalousien, Schiebefenster, Mahagoni-Treppen, Kutschen und andere Relikte aus der Kolonialzeit bewundern. Alle Räume können besichtigt werden. In den Kinderzimmern sieht es so aus, als hätten hier noch vor wenigen Jahren Kinder gelebt und gespielt. Rund um das Herrenhaus erstreckt sich ein schöner Garten.

Die St. Nicholas Abbey in der Nähe des Cherry Tree Hill ist ebenfalls ein wunderschönes altes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude gilt als eines von weltweit nur drei echten jakobinischen Villen. Ein Architekturstil, der nach dem englischen König James I von England benannt wurde. Es wurde immer als Herrenhaus einer Zuckerplantage genutzt, die von 1640 bis 1947 in Betrieb war. Neben dem Herrenhaus gibt es hier eine Rumbrennerei, die ebenfalls besichtigt werden kann.

Mount Gay Rum gilt als die älteste Rumbrennerei der Welt. Bereits seit 1703 wird hier Rum produziert. Die Erzeugnisse von Mount Gay gehören heute zu den besten der Welt. Rumkenner können Ihren Landausflug auf Barbados für eine der Führungen nutzen und den exquisiten Mount Gay Rum kosten. Das Visitors Center der Brennerei befindet sich nur knapp 2 Kilometer vom Barbados Cruise Terminal entfernt in der Nähe des Brandons Beach und ist sogar zu Fuß erreichbar. Auf der Webseite findet man verschiedene Besichtigungsangebote, teilweise mit Transport und Essen. Das günstigste Angebot auf der Webseite nennt sich Signature Rum Tasting und kostet 20 US Dollar. Zur Begrüßung gibt es einen Rum Punsch. Später kann man dann noch drei Spitzenprodukte des Hauses verkosten.

St. Nicholas Abbey
St. Nicholas Abbey – Bild: Tegeler

Botanische Gärten

Vor der Kolonialisierung durch britische Pflanzer war die ganze Insel mit Regenwald bedeckt. Dieser wurde nach und nach gerodet, um Platz für Zuckerrohrplantagen zu schaffen. Die Bedingungen für üppiges Wachstum sind ideal, wie man heute in einigen schönen Gärten bewundern kann. Hier wächst alles.

Gartenfreunde werden die Andromeda Botanic Gardens (andromedabarbados.com) an der Atlantikküste lieben. Der älteste und größte Botanische Garten der Insel liegt auf einer Felsenklippe mit Blick auf dem Atlantik. Auf einer Fläche von mehr als zwanzigtausend Quadratmetern finden Gartenfreunde eine hervorragende Auswahl tropischer Pflanzen, wie Orchideen, Hibiskus und Palmen.

Eine mittlerweile sehr beliebte Alternative sind die Hunte’s Gardens. Anthony Hunte hat ein Paradies aus tropischen Pflanzen und Kunsthandwerk geschaffen. Hier sieht man auch die zauberhaften Kolibris. Keine Wunder, dass viele Inseltouren und andere Landausflüge auf Barbados hier halten.

Landausflüge auf Barbados zu den Andromeda Botanic Gardens
Andromeda Botanic Gardens – Bild: Tegeler

Auch der Flower Forrest fällt in die Kategorie Botanischer Garten. Dieser fällt jedoch gegenüber den beiden erstgenannten Gärten etwas ab.

Ein natürliches Paradies ist die Schlucht Welchman Hall Gully unweit der Harrison‘s Cave. Dies war früher ein unterirdischer Fluss, dessen Decke im Laufe der Jahrhunderte eingebrochen ist. Die so entstandene Erosionsrinne ist heute die Heimat von ungefähr 200 tropischen Pflanzen. Dazu gehören zum Beispiel Muskatnuss, Bananen und unzählige Blütenpflanzen. Die Vegetation entspricht angeblich dem Zustand der Insel Barbados vor der Entdeckung durch die Europäer. Man kann die Schlucht in ca. 45 Minuten durchwandern. Dabei sieht man manchmal die hier lebenden grünen Affen. Die Tiere stammen ursprünglich aus dem Senegal und wurden bereits im 17. Jahrhundert auf die Insel Barbados gebracht. Die Affen werden gefüttert. Es gibt es wissenschaftliches Projekt mit dem Ziel, die Tiere zu schützen und den Ärger mit den Farmern zu reduzierten. An der Buslinie 4 gibt es eine gleichnamige Haltestelle, so dass man vom Princess Alice Bus Terminal direkt hierher fahren kann.

Harrison‘s Cave

Die Naturgewalten haben Grotten aus dem Kalkstein geschliffen, unter denen ein Netz aus unterirdischen Bächen verläuft. Die Harrison’s Cave ist fünf Kilometer lang. Nur ca. 30 Prozent sind für Besucher zugänglich, die mit kleinen Elektrobahnen durch das Höhlensystem fahren. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, denn man kann entlang der Strecke aussteigen. In einer großen Höhle stürzt ein 12 Meter hoher Wasserfall in eine Lagune. Die Höhlen sind eine der Top-Attraktionen auf der Insel Barbados und garantiert auch Ziel mindestens eines Landausfluges an Bord. Wer die Harrison’s Cave auf eigene Faust erkunden möchte, kann ein Taxi oder einen Bus der Linie 4 nehmen.

Codrington College
Codrington College – Bild: Tegeler

Animal Flower Cave

Die Animal Flower Cave befindet sich an der nördlichen Spitze von Barbados. Der Name stammt von Seeanemonen, die in den natürlichen Pools innerhalb der Höhle wachsen (oder besser gesagt wuchsen). An der Nordküste treffen Atlantik und karibisches Meer aufeinander. Das Meer brodelt und die zerklüftete Küste ist einen Besuch wert. Für 10 US$ kann man in die Höhle und dort auch baden.

Meeresschildkröten

Ein beliebter Landausflug auf Barbados ist ein Segeltörn mit einem Katamaran zu den Meeresschildkröten. An der Carlisle Bay kann man aber auch unweit des Strandes auf die Tiere treffen.

An der West- und Südküste leben Echte Karettschildkröten, die hier zwischen April und November ihre Eier ablegen. An der rauen Ostküste leben auch große Lederschildkröten, die man aber selten zu sehen bekommt. Das Barbados Sea Turtle Project der University of the West Indies kontrolliert die geschützten Schildkröten in ihrem Lebensraum. Man verlegt Nester, die zu nah an der Wasserlinie liegen und kümmert sich um verirrte oder verletzte Tiere. Die Schildkröten sind gesellig und neigen dazu, sich immer in der gleichen Region aufzuhalten.

Aussichtspunkte

Auf der hügeligen Insel gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, die einen schönen Blick über Teile der Insel ermöglichen und deshalb auch häufiges Ziel von Landausflügen auf Barbados sind.

Barbados auf einen Blick
Barbados auf einen Blick – Princess Cruises

In der Nachbarschaft des Herrenhauses St. Nicholas Abbey befindet sich der Cherry Tree Hill. Früher wurde der Weg auf den Hügel von Kirschbäumen gesäumt. Diese wurde im 18. Jahrhundert durch eine wunderschöne Mahagoniallee ersetzt. Vom Cherry Tree Hill (Kirchbaumhügel) hat man einen tollen Blick über die Zuckerohrfelder entlang der Ostküste von Barbados.

Ein weiteres Landausflugsziel mit schöner Aussicht ist die Gun Hill Signal Station im Zentrum der Insel. Die militärische Signalstation wurde 1819 fertiggestellt. Seit den frühen achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat der Barbados National Trust die Anlage restauriert. Von hier oben kann man weite Teile der Insel überblicken.

Strände auf Barbados

Für Landausflügler sind natürlich insbesondere die Strände interessant, die vom Barbados Cruise Terminal aus bequem und schnell erreichbar sind. Dazu zählen insbesondere die Strände an der Carlisle Bay (s. oben). An der Westküste ist für Landausflügler insbesondere der Brandons Beach interessant, der nur gut 2 Kilometer vom Hafen entfernt ist. Man kann die Kreuzfahrtschiffe vom Strand aus sehr gut sehen. Im Rascals of the Caribbean Restaurant bekommt man am Brandons Beach Essen und Trinken. Liegestühle und Sonnenschirme kann man für ca. 25 US$ mieten.

Manche Strände auf Barbados haben pinkfarbenen Sand
Der pinkfarbene Sand ist typisch für Barbados – Bild: Tegeler

Die Westküste wird aufgrund der vielen Luxushotels und Luxusimmobilien auch Gold Coast oder Platinum Coast genannt. Allerdings sind die Strände hier in den letzten Jahren spürbar schmaler geworden sind. Man vermutet, dass veränderte Strömungen der Grund sind. Selbst vor dem berühmten Luxushotel Sandy Lane gibt es nur noch wenige Meter Strand. Neben dem Brandons Beach fahren viele Landausflügler an der Westküste zum Paynes Bay Beach, der vom Hafen aus mit dem Taxi schnell und günstig erreicht werden kann.

Manche sagen, dass die Südküste heute wohl über die schöneren Strände verfügt. Zu den beliebtesten Stränden der Südküste gehören zum Beispiel der Miami Beach (Enterprise Beach), Dover Beach, Accra Beach, Crane Beach oder Bottom Bay Beach. Die Auswahl ist also groß. Wer einen Mietwagen hat, kann sich verschiedene Strände ansehen.

An der Ostküste
Die raue Ostküste bei Bathsheba – Bild: Tegeler

Die Ost- und Nordküste sind dem Wind und der Brandung des Atlantiks ausgesetzt. Hier kommen nur Naturliebhaber und (sehr gute und sehr mutige) Surfer auf ihre Kosten. Die Ostküste bei Bathsheba ist zum Beispiel wunderschön anzuschauen. Aber nicht zum schwimmen.

Landausflüge auf Barbados buchen

Für den Tag auf Barbados werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

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