Helsinki auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Helsinki individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Helsinki auf eigene Faust zusammengestellt. Die finnische Hauptstadt liegt am Finnischen Meerbusen und begeistert mit einer Mischung aus klassizistischer Architektur, Jugendstil und modernem Design. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der weiße Dom am Senatsplatz, die Felsenkirche und die historische Seefestung Suomenlinna. Auch die Markthalle am Südhafen und die moderne Zentralbibliothek Oodi sind einen Besuch wert. Große Kreuzfahrtschiffe legen überwiegend in Hernesaari an, etwa 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Von dort kann man die Innenstadt mit der Straßenbahn oder einem Shuttlebus erreichen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich gut bei einem Stadtbummel entdecken. Weitere Informationen bietet die Webseite von MyHelsinki. Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Helsinki auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: meist in Hernesaari
🚶‍♂️ Entfernung zur Innenstadt: vom Hafen etwa 4 km
✨ Top-Highlights: Dom und Senatsplatz, Seefestung Suomenlinna, Felsenkirche, Marktplatz Kauppatori, Uspenski-Kathedrale, Sibelius-Monument
🗺️ Fortbewegung: Straßenbahn, Shuttlebusse, Hop-on-Hop-off; Innenstadt gut zu Fuß
👀 Für Erstbesucher: Stadtbummel mit Dom, Marktplatz, Uspenski-Kathedrale
🔁 Für Wiederholer: Suomenlinna, Porvoo, moderne Architektur oder finnische Sauna
🏖️ Strände in Hafennähe: Badeinsel Pihlajasaari (im Sommer per Fähre erreichbar)
💶 Gut zu wissen: Finnland ist EU-Mitglied – bezahlt wird mit Euro; EU-Roaming gilt.

👉 Unsere Einschätzung: Helsinki ist ein unkompliziertes Ziel für individuelle Landausflüge. Die Fahrt vom Kreuzfahrthafen ins Zentrum ist mit der Straßenbahn gut machbar. Dort liegen viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander und lassen sich bequem auf eigene Faust zu Fuß erkunden.

Kreuzfahrthafen Helsinki

Der Port of Helsinki gehört zu den wichtigsten Passagierhäfen Europas. Neben Kreuzfahrtschiffen laufen zahlreiche Ostseefähren die finnische Hauptstadt an. Entsprechend gibt es mehrere Hafenbereiche mit unterschiedlichen Liegeplätzen. Auf der Webseite des Hafens kann man vorab nachsehen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff anlegen wird.

Grafik mit den Liegeplätzen für Passagierschiff in Helsinki
Der Kreuzfahrthafen von Helsinki – Grafik: Port of Helsinki

Praktisch alle großen Kreuzfahrtschiffe nutzen die Liegeplätze Nr. 1 (LHB), 2 (LHC) und 3 (LHD) in Hernesaari, darunter Schiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff). Der Liegeplatz Nr. 3 (LHD) kann besonders große Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 360 Metern aufnehmen. Hernesaari verfügt über moderne Liegeplätze, aber nicht über ein klassisches Kreuzfahrtterminal für Tagesgäste. Am Hafen gibt es einige Serviceeinrichtungen und Informationsangebote. Das Stadtzentrum liegt rund 4 km entfernt. Die nächste Straßenbahnhaltestelle liegt etwa 1,3 km entfernt.

Kleinere Kreuzfahrtschiffe können dagegen die Liegeplätze im Hafenviertel Katajanokka und am Südhafen nutzen. Dazu gehören unter anderem die Liegeplätze ERA und EKL. Von hier sind die Wege zu den Sehenswürdigkeiten deutlich kürzer. Der Marktplatz Kauppatori, der Dom und die Uspenski-Kathedrale lassen sich je nach Liegeplatz gut zu Fuß erreichen. Alternativ stehen Straßenbahnen zur Verfügung.

Landausflüge in Helsinki buchen

Für den Tag in Helsinki werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Helsinki findet man bei GetYourGuide*.

Mobilität in Helsinki auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Helsinki auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Helsinki (ab/bis Liegeplatz LHB in Hernesaari):

  • Marktplatz (Kauppatori): 3,9 km
  • Senatsplatz: 4,2 km
  • Felsenkirche: 4,3 km
  • Uspenski-Kathedrale: 4,6 km
  • Sibelius-Denkmal: 4,9 km
  • Vergnügungspark Linnanmäki: 6,4 km
  • Olympiastadion: 6,6 km
  • Porvoo: 60,2 km
Karte der Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe und der Highlights  für Landausflüge in Helsinki
Karte: Helsinki auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Helsinki: 1. Marktplatz (Kauppatori), 2. Uspenski-Kathedrale, 3. Senatsplatz und Dom, 4. Sibelius-Denkmal, 5. Felsenkirche, 6. Olympiastadion, 7. Zentralbibliothek Oodi, 8. Kaufhaus Stockmann, 9. Seefestung Suomenlinna

Karte der Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe: Die Kreuzfahrtschiffe laufen heute fast ausschließlich das Helsinki Cruise Terminal auf der Halbinsel Hernesaari (unten links) an. Nur für kleine Kreuzfahrtschiffe kommen die Liegeplätze im Hafenviertel Katajanokka infrage.

Zu Fuß unterwegs

Die Liegeplätze in Hernesaari liegen etwa 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Wer möchte, kann die Strecke zu Fuß zurücklegen und benötigt dafür ungefähr 50 bis 60 Minuten. Für einen klassischen Stadtbummel würden wir allerdings empfehlen, zunächst mit der Straßenbahn oder einem Shuttlebus ins Zentrum zu fahren. So bleibt mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten.

Rund um den Marktplatz Kauppatori liegen viele Highlights nah beieinander. Der Dom am Senatsplatz, die Uspenski-Kathedrale, die Alte Markthalle und der Esplanadi-Park lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Auch die Einkaufsstraßen und weitere Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind gut erreichbar.

Shuttlebusse

Viele Reedereien bieten kostenpflichtige Shuttlebusse vom Kreuzfahrthafen Hernesaari ins Stadtzentrum an. Bei AIDA Cruises kostete der Shuttlebus zuletzt etwa 12 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Die Busse halten je nach Anlauf entweder am Makasiini-Terminal gegenüber der Alten Markthalle oder in der Nähe des Schwedischen Theaters am Esplanadi-Park. Von beiden Haltestellen kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt bequem zu Fuß erkunden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Für Landausflügler, die Helsinki auf eigene Faust erkunden möchten, sind die öffentlichen Verkehrsmittel eine gute Wahl. Besonders praktisch ist die Straßenbahn. Die Linie 6 fährt bis zur Haltestelle Eiranranta auf der Halbinsel Hernesaari. Vom Kreuzfahrthafen geht man je nach Liegeplatz etwa 1,3 km bis zur Haltestelle. Mit der Straßenbahn erreicht man bequem die Innenstadt. Wer beispielsweise am Kaufhaus Stockmann aussteigen möchte, nutzt die Haltestelle „Ylioppilastalo“. Aktuelle Verbindungen und Fahrpläne findet man auf der Webseite der Verkehrsbetriebe HSL.

Der Ticketkauf funktioniert einfach mit einer kontaktlosen Debit- oder Kreditkarte beziehungsweise mit dem Smartphone. An den blauen Lesegeräten in der Straßenbahn wählt man zunächst die Tarifzonen AB aus und hält anschließend die Karte oder das Smartphone an das Gerät. Ein Einzelfahrschein kostet bei kontaktloser Bezahlung derzeit 3,50 Euro. Über die HSL-App ist das gleiche Ticket mit 3,30 Euro etwas günstiger. Es gilt 80 Minuten. Während dieser Zeit kann man auch in andere Straßenbahnen, Busse, die Metro oder die Fähre nach Suomenlinna umsteigen.

Mit der Straßenbahn durch Helsinki
Mit der Straßenbahn durch Helsinki – Bild: Tapio Haaja auf Unsplash

Über die HSL-App lassen sich auch Tageskarten kaufen und Verbindungen planen. Für Kreuzfahrer, die nur vom Hafen ins Zentrum und später zurückfahren möchten, reichen normalerweise zwei Einzelfahrscheine. Wer zusätzlich mehrere Fahrten durch die Stadt oder nach Suomenlinna plant, kann die Kosten mit einem Tagesticket vergleichen. Ein Tagesticket für die Zonen AB kostet aktuell 10,60 Euro.

Fähren zur Festungsinsel Suomenlinna

Die Fähren zur Seefestung Suomenlinna starten am Marktplatz Kauppatori im Zentrum von Helsinki. Die öffentlichen Fähren der Verkehrsgesellschaft HSL fahren ganzjährig und benötigen für die Überfahrt etwa 15 Minuten. Der Anleger befindet sich an der östlichen Seite des Marktplatzes, gegenüber dem Präsidentenpalais. Im Sommer gibt es mehrere Abfahrten pro Stunde.

Für die öffentliche HSL-Fähre reicht ein normales Ticket der Tarifzonen AB. Es kostet über die HSL-App derzeit 3,30 Euro pro Fahrt. Alternativ kann man direkt am Fähranleger kontaktlos bezahlen. An den blauen HSL-Lesegeräten wählt man die Zonen AB aus und hält anschließend seine Debit- oder Kreditkarte beziehungsweise das Smartphone an das Gerät. Das Ticket kostet dann 3,50 Euro. Die verwendete Karte oder das Smartphone dient bei einer Kontrolle als Fahrschein. Ein gültiges AB-Tagesticket gilt ebenfalls für die Fähre.

Landausflüge in Helsinki zur Seefestung Suomenlinna
Fähre zur Seefestung Suomenlinna – Bild: Jori Samonen auf Pixabay

In den Sommermonaten verkehren außerdem private Wasserbusse der JT-Line nach Suomenlinna. Sie fahren auch die Königspforte am südlichen Ende der Festung an. Das ist besonders praktisch, wenn man die Festung zu Fuß durchqueren und anschließend von dort zurückfahren möchte. Für diese Boote benötigt man separate Tickets, da die HSL-Fahrkarten hier nicht gelten. Aktuelle Fahrpläne und Informationen findet man auf den Webseiten von JT-Line und Suomenlinna.

Taxis, Uber & Co.

Am Kreuzfahrthafen Helsinki stehen normalerweise Taxis für Fahrten in die Innenstadt bereit. Zu den bekannten Anbietern gehören Taksi Helsinki und Lähitaksi. Beide Unternehmen sind Vertragspartner des Hafens. Alternativ kann man ein Taxi über die jeweilige App bestellen. Das ist auch für die Rückfahrt zum Schiff praktisch.

Die Taxipreise sind in Helsinki nicht einheitlich geregelt und können je nach Unternehmen deutlich variieren. Üblicherweise setzt sich der Fahrpreis aus einer Grundgebühr sowie Kilometer- und Zeitkosten zusammen. Bei Fahrten ab dem Hafen kann außerdem ein Zuschlag anfallen. Wir würden deshalb vor dem Einsteigen den Fahrpreis erfragen oder möglichst einen Festpreis vereinbaren. Die Preislisten müssen außen am Taxi sichtbar sein.

Hochbetrieb am Pier in Hernesaari
Hochbetrieb an den Liegeplätzen LHC und LHB in Hernesaari – Bild: Eeva Tulenheimo/Helsinki Marketing

In Helsinki sind auch Uber und Bolt verfügbar. Über die Apps kann man den voraussichtlichen Fahrpreis vor der Buchung sehen und verschiedene Fahrzeugkategorien auswählen. Gerade für zwei bis vier Personen kann sich ein Preisvergleich lohnen.

Für die einfache Fahrt vom Kreuzfahrthafen ins Zentrum würden wir normalerweise die Straßenbahn bevorzugen. Wer allerdings nicht gut zu Fuß ist oder sich den Weg zur Haltestelle sparen möchte, findet im Taxi oder Uber eine bequeme Alternative. Auch für individuelle Ausflüge zu weiter entfernten Sehenswürdigkeiten kann ein Taxi sinnvoll sein. Taksi Helsinki bietet z. B. auch Stadtrundfahrten zum Festpreis an.

Hop-on-Hop-off-Busse

In Helsinki verkehren mehrere Hop-on-Hop-off-Busse, die während der Kreuzfahrtsaison auch Haltestellen am Hafen Hernesaari bedienen. Zu den bekanntesten Anbietern gehören CityTour und City Sightseeing Helsinki. Beide nutzen rote Doppeldeckerbusse mit Audioguides, auch in deutscher Sprache. Die Busse fahren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darunter der Dom, die Felsenkirche, das Sibelius-Denkmal und das Olympiastadion.

Stadtrundfahrten in Helsinki
Stadtrundfahrten in Helsinki – Bild: Elena Olesik auf Pixabay

Die Tickets gelten in der Regel für 24 Stunden. Man kann an den Haltestellen aussteigen, eine Sehenswürdigkeit besichtigen und mit einem späteren Bus weiterfahren. Sowohl bei CityTour als auch bei City Sightseeing kosten die Tickets derzeit ab 36 Euro pro Erwachsenem. Die Busse fahren in der Hauptsaison etwa alle 30 bis 40 Minuten. Die Tickets gibt es online oder vor Ort.

Für Kreuzfahrer ist der Einstieg direkt am Hafen Hernesaari besonders praktisch. Die Busse eignen sich vor allem, wenn man auch weiter entfernte Sehenswürdigkeiten bequem erreichen möchte. Allerdings können die Wartezeiten bei mehreren Ausstiegen viel Zeit kosten. Wer hauptsächlich die Innenstadt erkunden möchte, ist mit der Straßenbahn und einem anschließenden Stadtbummel deutlich günstiger unterwegs. Außerhalb der Hauptsaison sollte man die Fahrpläne vorab prüfen.

Fahrräder

Helsinki lässt sich auch gut mit dem Fahrrad auf eigene Faust erkunden. Die gelben City Bikes sind normalerweise von April bis Oktober verfügbar. In Helsinki und Espoo gibt es mehrere Hundert Verleihstationen. Die Fahrräder können an einer Station ausgeliehen und an einer anderen zurückgegeben werden. Informationen zu Preisen, Registrierung und Standorten findet man auf der Webseite von HSL.

Südhafen mit Fähre
Südhafen mit Fähre – Bild: Olga_Fil auf Pixabay

Die nächste Verleihstation vom Kreuzfahrthafen in Hernesaari aus befindet sich an der Straßenbahnhaltestelle „Eiranranta“, etwa 1,3 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Eine beliebte Fahrradstrecke ist die Baana, eine ehemalige Eisenbahntrasse, die heute als Fahrradweg durch die Innenstadt führt. Für Kreuzfahrer, die Helsinki aktiv erkunden möchten, sind die City Bikes eine interessante Alternative zu Straßenbahn und Hop-on-Hop-off-Bussen.

Highlights für Landausflüge in Helsinki auf eigene Faust

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen überwiegend nah beieinander und können gut auf eigene Faust zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Helsinki ist eine Stadt des Designs und der Architektur. Das Gesicht der Stadt haben berühmte Architekten wie Carl Ludwig Engel (Klassizismus), Eliel Saarinen (Jugendstil) oder Alvar Aalto (Funktionalismus) geprägt. Die fünf Top-Highlights für Landausflüge in Helsinki sind der imposante Dom am Senatsplatz, die Festungsinsel Suomenlinna, die Felsenkirche Temppeliaukio, die Uspenski-Kathedrale und der lebhafte Marktplatz mit der Alten Markthalle.

Esplanadi Park im Zentrum von Helsinki
Esplanadi Park im Zentrum von Helsinki – Bild: Robson90–stock.adobe.com

Orientierung für Kreuzfahrer

Helsinki eignet sich sehr gut für individuelle Landausflüge. Wer zum ersten Mal hier ist, kann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bei einem Stadtbummel miteinander verbinden. Auch für Wiederholer gibt es interessante Alternativen, die von moderner Architektur bis zu einem Ausflug in die Umgebung reichen.

⭐ Für Erstbesucher: Wir würden mit einem Stadtbummel rund um den Marktplatz Kauppatori beginnen. Der Dom am Senatsplatz, die Uspenski-Kathedrale, die Alte Markthalle und der Esplanadi-Park liegen nah beieinander. Je nach verfügbarer Zeit lässt sich der Rundgang mit der Felsenkirche oder einer Fährfahrt zur Seefestung Suomenlinna verbinden.

🎨 Für Kunst & Architektur: Helsinki ist bekannt für seine außergewöhnliche Architektur. Besonders sehenswert sind die direkt in den Felsen gebaute Temppeliaukio-Kirche, die moderne Zentralbibliothek Oodi und die Kapelle des Schweigens. Mit dem Amos Rex und dem Kiasma gibt es zudem zwei interessante Museen für moderne und zeitgenössische Kunst.

👨‍👩‍👧‍👦 Für Familien: Der Vergnügungspark Linnanmäki mit seinen zahlreichen Fahrgeschäften ist ein schönes Ziel für Familien mit Kindern. Auch die Seefestung Suomenlinna bietet mit ihren alten Festungsmauern, Tunneln und Bastionen viel Abwechslung. Bei gutem Wetter kommen außerdem eine Fahrt mit dem SkyWheel oder ein Besuch der Badeinsel Pihlajasaari infrage.

🔁 Für Wiederholer: Wer die klassischen Sehenswürdigkeiten bereits kennt, kann sich auf Suomenlinna, die moderne Architektur oder die finnische Saunakultur konzentrieren. Die Löyly Design Sauna liegt sogar in der Nähe des Kreuzfahrthafens Hernesaari. Eine schöne Alternative ist ein Landausflug in die historische Stadt Porvoo mit ihrer malerischen Altstadt und den bekannten roten Speicherhäusern.

Stadtbummel durch Helsinki auf eigene Faust

Viele bekannte Sehenswürdigkeiten Helsinkis liegen im Stadtzentrum und lassen sich gut bei einem Stadtbummel auf eigene Faust erkunden. Wir beginnen unseren Rundgang an der Alten Markthalle (Vanha Kauppahalli) am Südhafen. Hier halten oft auch die Shuttlebusse der Reedereien. Unser Stadtbummel führt zunächst zu den Sehenswürdigkeiten rund um den Südhafen und den Senatsplatz. Anschließend geht es durch die Innenstadt zu den modernen Bauwerken und Kunstmuseen rund um den Hauptbahnhof. Den Abschluss bildet die berühmte Felsenkirche.

Wer mit der Straßenbahnlinie 6 an der Haltestelle „Ylioppilastalo“ aussteigt oder mit dem Shuttlebus in der Nähe des Schwedischen Theaters ankommt, läuft zunächst durch den schönen Esplanadi-Park in Richtung Vanha Kauppahalli. Das sind ca. 750 Meter. Der Esplanadi-Park ist eine beliebte Grünanlage mitten in Helsinki und wird von schönen historischen Gebäuden, Cafés und Geschäften eingerahmt. Besonders im Sommer ist er ein beliebter Treffpunkt und lädt zu einer kleinen Pause ein.

Karte für einen Stadtbummel im Zentrum von Helsinki
Karte für einen Stadtbummel im Zentrum von Helsinki – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen Stadtbummel im Zentrum von Helsinki: 1. Alte Markthalle (Shuttlebushaltestelle), 2. Kaufhaus Stockmann (Straßenbahnhaltestelle Ylioppilastalo, Linie 6), 3. Marktplatz Kauppatori (Fähren zur Seefestung Suomenlinna), 4. Uspenski-Kathedrale, 5. Riesenrad und Allas Sea Pool, 6. Senatsplatz mit Dom, 7. Einkaufsstraße Aleksanterinkatu, 8. Bahnhof, 9. Zentralbibliothek Oodi, 10. Museum für zeitgenössische Kunst Kiasma, 11. Kunstmuseum Amos Rex und Kapelle des Schweigens, 12. Felsenkirche, 13. Park Esplanadi (Shuttlebushaltestelle)

Alte Markthalle (Vanha Kauppahalli)

Unser Stadtbummel in Helsinki auf eigene Faust beginnt an der Alten Markthalle (Vanha Kauppahalli), die direkt am Südhafen neben dem Marktplatz Kauppatori liegt. Die schöne Markthalle wurde bereits 1889 eröffnet und ist damit die älteste Markthalle der Stadt. Besonders sehenswert sind die historischen Verkaufsstände mit ihren Holzfassaden. Heute findet man hier zahlreiche kleine Geschäfte und gastronomische Angebote. Verkauft werden unter anderem frischer Fisch, finnische Spezialitäten, Käse, Gebäck und Süßigkeiten. Wer möchte, kann hier eine Kleinigkeit essen oder sich für den weiteren Stadtbummel stärken.

Die Alte Markthalle ist auch deshalb ein guter Ausgangspunkt, weil hier häufig die Shuttlebusse der Reedereien halten. Von der Markthalle sind es nur wenige Schritte bis zum Marktplatz Kauppatori, unserem nächsten Ziel.

An der Vanha Kauppahalli halten oft die Shuttlebusse
An der Vanha Kauppahalli halten oft die Shuttlebusse – Bild: YOUNGSIL KIM from Pixabay

Marktplatz Kauppatori

Nur wenige Schritte von der Alten Markthalle entfernt liegt der Marktplatz Kauppatori am Südhafen. Er gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Helsinkis und ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Kreuzfahrer. An den Marktständen werden frisches Obst und Gemüse, Fisch, finnische Spezialitäten und Souvenirs angeboten. Besonders im Sommer herrscht hier reger Betrieb.

Rund um den Marktplatz befinden sich einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. An der Nordseite steht das Präsidentenpalais, das heute vor allem für offizielle Empfänge und repräsentative Aufgaben genutzt wird. Nur wenige Gehminuten entfernt liegen der Dom am Senatsplatz und die Uspenski-Kathedrale. Am östlichen Ende des Marktplatzes starten außerdem die Fähren zur Seefestung Suomenlinna. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten. Wer die historische Festungsanlage besuchen möchte, kann den Stadtbummel hier unterbrechen und später fortsetzen. Auch verschiedene Bootsrundfahrten durch die Schären starten am Südhafen.

Unser Stadtbummel führt uns zunächst weiter zum nahegelegenen Allas Sea Pool und zum Riesenrad SkyWheel Helsinki.

Marktplatz Kauppatori mit Marktständen und Kunden
Der Marktplatz Kauppatori – Bild: MSC Cruises

Allas Sea Pool & SkyWheel Helsinki

Nur wenige Schritte vom Marktplatz Kauppatori entfernt befinden sich der Allas Sea Pool und das Riesenrad SkyWheel Helsinki. Beide liegen direkt am Wasser und bieten einen schönen Blick auf den Südhafen und die vorbeifahrenden Schiffe.

Der Allas Sea Pool ist ein öffentliches Freibad mit finnischen Saunen, beheizten Süßwasserbecken und einem unbeheizten Meerwasserbecken. Hier kann man das ganze Jahr über schwimmen und saunieren. Zum Komplex gehören auch ein Restaurant und eine Terrasse mit Blick auf den Hafen. Wer die finnische Saunakultur kennenlernen möchte, findet hier eine gute Gelegenheit mitten im Stadtzentrum. Direkt daneben steht das etwa 40 Meter hohe Riesenrad SkyWheel Helsinki. Während der Fahrt hat man einen schönen Blick über die Dächer der Stadt, den Südhafen und die vorgelagerten Inseln. Eine Besonderheit ist die sogenannte SkySauna, eine eigens als Sauna ausgestattete Gondel.

Für unseren Stadtbummel reicht ein kurzer Fotostopp. Wer schwimmen, saunieren oder mit dem Riesenrad fahren möchte, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen. Anschließend geht es weiter zur Uspenski-Kathedrale, die bereits von hier aus gut zu sehen ist.

SkyWheel Helsinki
SkyWheel Helsinki – Bild: viarami auf Pixabay

Uspenski-Kathedrale

Die Uspenski-Kathedrale liegt auf einer kleinen Anhöhe im Stadtviertel Katajanokka, nur etwa 300 Meter vom Marktplatz Kauppatori entfernt. Mit ihren roten Backsteinmauern, grünen Dächern und goldenen Kuppeln ist sie schon von Weitem zu erkennen. Die orthodoxe Kathedrale wurde 1868 fertiggestellt und erinnert an die Zeit, als Finnland zum Russischen Kaiserreich gehörte. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.

Auch das Innere der Kirche ist sehenswert. Anders als der eher schlicht gestaltete Dom von Helsinki ist die Uspenski-Kathedrale reich mit Ikonen, Wandmalereien und goldenen Verzierungen ausgestattet. Besonders schön ist auch die Aussicht von der Terrasse rund um die Kathedrale. Von hier blickt man über den Südhafen, den Marktplatz und die Dächer der Innenstadt. Für uns gehört dieser Aussichtspunkt zu den schönsten Fotomotiven bei einem Stadtbummel durch Helsinki.

Anschließend geht es zurück in Richtung Stadtzentrum. Unser nächstes Ziel ist der Senatsplatz mit dem berühmten weißen Dom von Helsinki. Man geht ca. 750 Meter.

Die orthodoxe Uspenski-Kathedrale in Helsinki
Die orthodoxe Uspenski-Kathedrale in Helsinki – Bild: jprak auf Pixabay

Dom und Senatsplatz

Vom Uspenski-Dom sind es nur wenige Gehminuten bis zum Senatsplatz (Senaatintori), dem historischen Zentrum Helsinkis. Der große Platz wird von klassizistischen Gebäuden eingerahmt, die nach den Plänen des deutschen Architekten Carl Ludwig Engel entstanden sind. Dazu gehören das Regierungspalais, das Hauptgebäude der Universität und der berühmte weiße Dom von Helsinki.

Der Dom (Helsingin tuomiokirkko) steht auf einer Anhöhe über dem Senatsplatz und ist das bekannteste Wahrzeichen der finnischen Hauptstadt. Eine breite Freitreppe führt hinauf zu dem imposanten Gotteshaus mit seiner grünen Kuppel. Von den Stufen hat man einen schönen Blick über den Platz und die umliegenden Gebäude. Besonders bei gutem Wetter sitzen hier viele Menschen und genießen die Aussicht. Das Innere des Doms ist im Vergleich zur Uspenski-Kathedrale sehr schlicht gestaltet. Unserer Meinung nach ist vor allem das äußere Erscheinungsbild mit der großen Freitreppe sehenswert. Wer sich für Kirchen interessiert, kann natürlich auch einen Blick hineinwerfen.

In der Mitte des Senatsplatzes steht ein Denkmal für Zar Alexander II. Es erinnert an die Zeit, als Finnland von 1809 bis 1917 als autonomes Großfürstentum zum Russischen Kaiserreich gehörte. Anschließend setzen wir unseren Stadtbummel über die Aleksanterinkatu fort. Die bekannte Einkaufsstraße führt vom Senatsplatz in Richtung Innenstadt.

Der ikonische Dom von Helsinki mit seiner Treppe
Der ikonische Dom von Helsinki mit seiner Treppe – Bild: cuetor59 auf Pixabay

Einkaufsstraße Aleksanterinkatu

Vom Senatsplatz führt die Aleksanterinkatu direkt in die Innenstadt. Sie gehört zu den bekanntesten Einkaufsstraßen Helsinkis und ist von zahlreichen Geschäften, Cafés und historischen Gebäuden gesäumt. Hier fahren auch die Straßenbahnen mitten durch die Einkaufsstraße. Besonders zur Weihnachtszeit ist die Aleksanterinkatu für ihre festliche Beleuchtung bekannt.

Ein bekanntes Einkaufsziel ist das traditionsreiche Kaufhaus Stockmann, das sich am westlichen Ende der Aleksanterinkatu befindet. Das große Warenhaus wurde 1930 eröffnet und gehört zu den bekanntesten Kaufhäusern Finnlands. Vom Senatsplatz geht man ca. 700 Meter bis hierher. Besonders interessant ist die Lebensmittelabteilung im Untergeschoss, in der man viele finnische Spezialitäten findet.

Unser Stadtbummel führt nun weiter in Richtung Hauptbahnhof. Dort befinden sich mit der Kapelle des Schweigens, den Kunstmuseen Amos Rex und Kiasma sowie der Zentralbibliothek Oodi einige der interessantesten Beispiele moderner Architektur in Helsinki.

Straßenbahnen auf der Aleksanterinkatu
Straßenbahnen auf der Aleksanterinkatu – Bild: Tapio Haaja auf Unsplash

Kapelle des Schweigens (Kamppi-Kapelle)

Mitten im geschäftigen Zentrum Helsinkis, am Narinkkatori-Platz im Stadtteil Kamppi, steht die ungewöhnliche Kapelle des Schweigens (Kampin kappeli). Der 2012 eröffnete Bau fällt durch seine ovale Form und die geschwungene Holzfassade sofort ins Auge. Die Kapelle ist ein schönes Beispiel für die moderne finnische Holzarchitektur.

Auch im Inneren spielt Holz eine wichtige Rolle. Die hohen Wände aus hellem Holz und das indirekt einfallende Tageslicht schaffen eine ruhige Atmosphäre. Die Kapelle ist kein klassisches Gotteshaus, sondern ein Ort der Stille, an dem man sich für einige Minuten vom Trubel der Innenstadt zurückziehen kann. Sie steht Menschen unabhängig von ihrer Religion offen.

Für unseren Stadtbummel lohnt sich ein kurzer Abstecher. Schon die ungewöhnliche Architektur ist sehenswert. Direkt gegenüber befindet sich das Kunstmuseum Amos Rex, unser nächstes Ziel.

Kamppi-Kapelle in Helsinki
Kamppi-Kapelle in Helsinki – Bild: Angelo Giordano auf Pixabay

Kunstmuseum Amos Rex

Direkt am Lasipalatsi-Platz, nur wenige Schritte von der Kapelle des Schweigens entfernt, befindet sich das Kunstmuseum Amos Rex. Es wurde 2018 eröffnet und gehört zu den bekanntesten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Helsinki. Besonders ungewöhnlich ist die Architektur, denn ein großer Teil des Museums liegt unter der Erde. Auch wer keine Ausstellung besuchen möchte, sollte sich den Platz mit seinen ungewöhnlichen Kuppeln ansehen. Der Außenbereich ist frei zugänglich.

Die Ausstellungsräume wurden unter dem historischen Glaspalast (Lasipalatsi) aus dem Jahr 1936 errichtet. Auf dem Platz dahinter ragen mehrere kuppelförmige Hügel aus dem Boden, durch deren Fenster Tageslicht in die unterirdischen Räume fällt. Die begehbaren Hügel sind inzwischen selbst zu einer Sehenswürdigkeit geworden und ein beliebtes Fotomotiv.

💡 Gut zu wissen: Nur wenige Schritte entfernt liegt das Museum für zeitgenössische Kunst Kiasma. Der auffällige Bau wurde vom amerikanischen Architekten Steven Holl entworfen und 1998 eröffnet. Besonders interessant ist die Architektur mit ihren geschwungenen Formen und der ungewöhnlichen Lichtführung. Wer sich für moderne Kunst interessiert, kann beide Museen gut miteinander verbinden.

Unser Stadtbummel führt uns anschließend weiter zur 400 Meter entfernten Zentralbibliothek Oodi, die sich auf der anderen Seite der Mannerheimintie befindet.

Kuppeln des Amos Rex
Kuppeln des Amos Rex – Bild: VENUS MAJOR auf Unsplash

Zentralbibliothek Oodi

Nur wenige Gehminuten vom Kunstmuseum Amos Rex entfernt steht die Zentralbibliothek Oodi, eines der bekanntesten Beispiele moderner Architektur in Helsinki. Das 2018 eröffnete Gebäude liegt am Kansalaistori-Platz gegenüber dem finnischen Parlament und fällt durch seine geschwungene Holzfassade und die großen Glasflächen auf.

Die Oodi ist weit mehr als eine gewöhnliche Bibliothek. Sie versteht sich als öffentliches Wohnzimmer der Stadt und steht allen Besuchern kostenlos offen. Neben Büchern und gemütlichen Leseplätzen gibt es Arbeitsräume, Tonstudios, 3D-Drucker, Nähmaschinen und verschiedene Werkstätten. Viele dieser Einrichtungen können von den Einwohnern kostenlos genutzt werden. Besonders sehenswert ist das oberste Stockwerk mit seinen großen Fensterfronten und der wellenförmigen Decke.

💡 Gut zu wissen: Nur wenige Gehminuten von der Bibliothek entfernt liegt der Hauptbahnhof von Helsinki. Das eindrucksvolle Bahnhofsgebäude wurde vom finnischen Architekten Eliel Saarinen entworfen und 1919 eröffnet. Besonders bekannt sind die vier steinernen Figuren mit ihren kugelförmigen Leuchten am Haupteingang. Wer möchte, kann den Bahnhof auf dem weiteren Stadtbummel ebenfalls besichtigen.

Das nächste Ziel unseres Stadtbummels in Helsinki auf eigene Faust ist die berühmte Felsenkirche Temppeliaukio, die etwa 1 km westlich des Hauptbahnhofs liegt.

Zentralbibliothek Oodi
Zentralbibliothek Oodi – Bild: Subodh–stock.adobe.com

Felsenkirche (Temppeliaukio)

Die Felsenkirche Temppeliaukio gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Helsinkis. Sie liegt im Stadtteil Töölö, etwa 1 km westlich des Hauptbahnhofs, und wurde 1969 eröffnet. Das Besondere an dieser Kirche ist ihre Bauweise. Sie wurde direkt in den Granitfelsen hineingebaut und ist von außen kaum als Gotteshaus zu erkennen.

Im Inneren sind die natürlichen Felswände weitgehend erhalten geblieben. Darüber spannt sich eine große Kupferkuppel, die durch ein umlaufendes Fensterband vom Felsen getrennt ist. Das einfallende Tageslicht sorgt zusammen mit dem rauen Gestein für eine besondere Atmosphäre. Die Kirche ist ein bekanntes Beispiel moderner finnischer Architektur. Die Felsenkirche wird weiterhin für Gottesdienste genutzt und ist wegen ihrer hervorragenden Akustik auch ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte. Der Eintritt kostet derzeit 8 Euro.

Die Felsenkirche ist der letzte Besichtigungspunkt unseres selbstgeführten Stadtbummels durch das Zentrum von Helsinki. Von hier kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Uber zurück zum ca. 4 km entfernten Kreuzfahrthafen fahren oder weitere Sehenswürdigkeiten besuchen.

Das Innere der Felsenkirche
Die Felsenkirche – Bild: MSC Cruises

Weitere Highlights in Helsinki

Neben den Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum gibt es in Helsinki weitere interessante Landausflugsziele. Dazu gehören das Sibelius-Denkmal, der Vergnügungspark Linnanmäki und die finnische Design-Sauna Löyly. Besonders sehenswert ist auch die historische Seefestung Suomenlinna, die auf mehreren Inseln vor der Küste liegt. Die meisten dieser Ziele lassen sich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Sibelius-Denkmal

Das Sibelius-Denkmal steht im Sibelius-Park im Stadtteil Töölö und erinnert an den berühmten finnischen Komponisten Jean Sibelius. Das ungewöhnliche Kunstwerk wurde 1967 enthüllt und besteht aus mehr als 600 miteinander verschweißten Stahlrohren. Daneben befindet sich eine Skulptur mit dem Gesicht des Komponisten.

Die Künstlerin Eila Hiltunen wollte mit den unterschiedlich langen Röhren die Musik von Sibelius darstellen. Anfangs war das moderne Denkmal sehr umstritten. Heute gehört es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Helsinkis und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Sibelius Monument
Sibelius Monument – Bild: MSC Cruises

Vom Kreuzfahrthafen Hernesaari ist das Sibelius-Denkmal etwa 5 km entfernt. Man erreicht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder schneller mit einem Taxi oder Uber. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das beliebte Café Regatta direkt am Wasser. Hier kann man bei einem Kaffee und einer finnischen Zimtschnecke eine Pause einlegen.

Vergnügungspark Linnanmäki

Der Vergnügungspark Linnanmäki liegt nördlich des Stadtzentrums und ist ein schönes Landausflugsziel für Familien mit Kindern. Der Park wurde bereits 1950 eröffnet und bietet eine Mischung aus nostalgischen und modernen Fahrgeschäften. Besonders bekannt ist die historische Holzachterbahn Vuoristorata aus dem Jahr 1951. Daneben gibt es zahlreiche weitere Achterbahnen, Karussells und Attraktionen für unterschiedliche Altersgruppen. Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Für die Fahrgeschäfte benötigt man allerdings Tickets oder ein Armband. Direkt neben dem Vergnügungspark befindet sich außerdem das SEA LIFE Helsinki mit seinen Aquarien und Unterwasserwelten.

Vom Kreuzfahrthafen Hernesaari ist Linnanmäki etwa 6,4 km entfernt. Man erreicht den Park mit öffentlichen Verkehrsmitteln, beispielsweise mit der Straßenbahnlinie 3, oder mit dem Taxi. Die Öffnungszeiten sind saisonabhängig. Während der Kreuzfahrtsaison sollte man deshalb vorab prüfen, ob der Park geöffnet ist.

Ausflugsinsel Pihlajasaari
Pihlajasaari – Bild: Leo Salminen from Pixabay

Löyly Design Sauna

Wer in Helsinki die finnische Saunakultur kennenlernen möchte, findet mit der Löyly Design Sauna ein schönes Ziel direkt am Meer. Der moderne Gebäudekomplex liegt im Stadtteil Hernesaari und fällt durch seine ungewöhnliche Holzarchitektur auf. Neben einer traditionellen Rauchsauna und einer holzbeheizten Sauna gibt es ein Restaurant mit großer Terrasse und Blick auf die Ostsee. Nach dem Saunagang kann man sich im Meer abkühlen.

Für Kreuzfahrer ist die Lage besonders praktisch. Die Löyly Sauna befindet sich nur wenige hundert Meter von den Liegeplätzen in Hernesaari entfernt und ist gut zu Fuß erreichbar. Für die öffentlichen Saunen benötigt man Badebekleidung. Eine Reservierung ist empfehlenswert.

💡 Gut zu wissen: In der Nähe des Café Carusel starten im Sommer Fähren zur Badeinsel Pihlajasaari. Die Insel bietet mehrere Strände und einen schönen Naturpfad. Auch das ist eine interessante Alternative für einen entspannten Tag in Helsinki.

Kanone in der Seefestung Suomenlinna
Kanone in der Seefestung Suomenlinna – Bild: Jorisamonen auf Pixabay

Seefestung Suomenlinna

Die Seefestung Suomenlinna gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Helsinki und steht seit 1991 auf der UNESCO-Welterbeliste. Die historische Festungsanlage erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Inseln vor der Küste. Sie wurde ab 1748 unter schwedischer Herrschaft errichtet und später auch von Russland militärisch genutzt. Heute ist Suomenlinna ein beliebtes Ausflugsziel mit Museen, Cafés und schönen Spazierwegen.

Die öffentlichen Fähren der Verkehrsgesellschaft HSL starten am Marktplatz Kauppatori und benötigen etwa 15 Minuten für die Überfahrt. Für die Fähre gilt ein normales AB-Ticket. Der Zugang zur Festungsanlage ist kostenlos, lediglich für einige Museen wird Eintritt verlangt. Für einen Rundgang sollte man etwa 2 bis 3 Stunden einplanen.

Rundgang über die Festungsinseln

Der Rundgang beginnt am Fähranleger auf der Insel Iso Mustasaari. In der Nähe befindet sich das Besucherzentrum, in dem man Informationen und eine Karte der Festungsanlage bekommt. Von hier folgt man der ausgeschilderten Hauptroute in Richtung Süden.

Jetty Barracks (Rantakasarmi) auf der Insel Iso Mustasaari
Jetty Barracks (Rantakasarmi) auf der Insel Iso Mustasaari – Bild: Jim Tran auf Unsplash

Nach etwa 350 Metern erreicht man die Suomenlinna-Kirche, deren Turm gleichzeitig als Leuchtturm dient. Ganz in der Nähe befindet sich das Suomenlinna-Museum, das über die Geschichte der Festung informiert. Anschließend führt der Weg über eine Brücke auf die Insel Susisaari. Hier kann man unter anderem die historische Werft mit ihrem alten Trockendock sehen.

Besonders eindrucksvoll ist der südliche Teil der Festungsanlage auf der Insel Kustaanmiekka. Zwischen alten Bastionen, Erdwällen und Kanonen führen Spazierwege über die felsige Küstenlandschaft. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Ostsee und die vorbeifahrenden Schiffe.

Am südlichen Ende erreicht man schließlich die Königspforte (Kuninkaanportti), eines der bekanntesten Bauwerke Suomenlinnas. Sie wurde im 18. Jahrhundert errichtet und erinnert an einen Besuch des schwedischen Königs Adolf Friedrich.

Suomenlinnan Kirkko
Suomenlinnan Kirkko – Bild: Julius Jansson auf Unsplash

Für den Rückweg kann man entweder zur öffentlichen Fähre am Hauptanleger zurücklaufen oder in den Sommermonaten einen privaten Wasserbus der JT-Line nutzen, der auch in der Nähe der Königspforte hält. Für diesen benötigt man allerdings ein separates Ticket.

Unsere Einschätzung: Suomenlinna lohnt sich besonders bei gutem Wetter. Die historischen Festungsanlagen und die schöne Küstenlandschaft machen den Landausflug auch für Kreuzfahrer interessant, die sich weniger für Militärgeschichte begeistern. Auch für Familien mit Kindern ist Suomenlinna ein schönes Ziel. Die alten Festungsmauern, Kanonen, Tunnel und geheimnisvollen Durchgänge laden zum Entdecken ein. Allerdings sind die Wege teilweise uneben und für Kinderwagen nicht überall geeignet. Feste Schuhe sind deshalb empfehlenswert.

Landausflug nach Porvoo

Die historische Stadt Porvoo liegt etwa 60 km östlich von Helsinki und ist ein schönes Ziel für einen Landausflug auf eigene Faust. Porvoo gehört zu den ältesten Städten Finnlands und ist besonders für seine gut erhaltene Altstadt mit bunten Holzhäusern, kleinen Gassen und gemütlichen Cafés bekannt. Ein beliebtes Fotomotiv sind die roten Speicherhäuser am Fluss Porvoonjoki, die früher zur Lagerung von Handelswaren dienten.

Karte für einen Bummel durch Porvoo
Karte für einen Bummel durch Porvoo – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen Bummel in Porvoo: 1. Busbahnhof, 2. Altstadt, 3. Porvoo Museum im alten Rathaus, 4. Kathedrale, 5. Porvoo Puppen- und Spielzeugmuseum, 6. Brunberg Schokolade

Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der mittelalterliche Dom von Porvoo, das historische Rathaus mit dem Stadtmuseum und die kleinen Geschäfte entlang der Kopfsteinpflastergassen. Auch ein Besuch im Geschäft des traditionsreichen Schokoladenherstellers Brunberg lohnt sich. Hier kann man finnische Süßigkeiten kaufen.

Anreise von Helsinki nach Porvoo

Porvoo ist von Helsinki aus gut auf eigene Faust mit dem Fernbus erreichbar. Die Busse starten am Busbahnhof Kamppi im Stadtzentrum. Vom Kreuzfahrthafen Hernesaari fährt man zunächst mit der Straßenbahn in Richtung Innenstadt und geht anschließend zum Busbahnhof. Zu den Anbietern gehören OnniBus und Matkahuolto. Die Fahrt nach Porvoo dauert etwa eine Stunde. Der Busbahnhof in Porvoo liegt nur gut 500 Meter von der Altstadt entfernt. Von dort kann man direkt zu einem Stadtbummel starten. Für die Besichtigung der Altstadt würden wir etwa 2 Stunden einplanen.

Holzhäuser und Blumen in Porvoo
Porvoo – Bild: Kosti Keistinen auf Pixabay

Unsere Einschätzung: Porvoo ist eine schöne Alternative für Kreuzfahrer, die Helsinki bereits kennen. Die historische Altstadt unterscheidet sich deutlich von der finnischen Hauptstadt und lässt sich ohne großen Aufwand erkunden. Allerdings sollte man für die An- und Rückreise einschließlich der Wege zum Busbahnhof insgesamt etwa 3 Stunden einkalkulieren. Wir würden den Landausflug deshalb nur bei ausreichend langer Liegezeit empfehlen und die Rückfahrt nach Helsinki vorab planen.

Weitere Kreuzfahrthäfen in der Ostsee

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Fazit – Landausflüge in Helsinki auf eigene Faust

Helsinki ist ein sehr guter Kreuzfahrthafen für Landausflüge auf eigene Faust. Von den Liegeplätzen in Hernesaari erreicht man das Stadtzentrum mit der Straßenbahn oder einem Shuttlebus. Rund um den Marktplatz Kauppatori liegen viele bekannte Sehenswürdigkeiten nah beieinander. Der Dom am Senatsplatz, die Uspenski-Kathedrale, die Alte Markthalle und der Esplanadi-Park lassen sich gut zu einem Stadtbummel verbinden. Auch die Felsenkirche und die moderne Zentralbibliothek Oodi sind gut erreichbar.

Wer etwas mehr Zeit hat, kann mit der Fähre zur Seefestung Suomenlinna fahren. Für einen Rundgang über die historischen Festungsinseln sollte man etwa 2 bis 3 Stunden einplanen. Weitere interessante Ziele sind das Sibelius-Denkmal, der Vergnügungspark Linnanmäki und die Löyly Design Sauna in der Nähe des Kreuzfahrthafens. Wer Helsinki bereits kennt, findet mit der historischen Stadt Porvoo eine schöne Alternative für einen längeren Landausflug.

Helsinki wird auf Ostseekreuzfahrten häufig zusammen mit Tallinn angelaufen. Die estnische Hauptstadt liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Finnischen Meerbusens und ist nur etwa 80 km entfernt.

Über mich. Petra auf dem Preikestolen

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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