Sankt Petersburg auf eigene Faust

Landausflüge in St. Petersburg gehören zu den Höhepunkten einer Ostsee Kreuzfahrt. Manche Kreuzfahrtschiffe bleiben sogar über Nacht. Sehenswürdigkeiten gibt es natürlich auch für eine ganze Woche. Insbesondere die prächtigen Paläste wie der Winterpalast mit der weltberühmten Eremitage oder der Sommerpalast Peterhof begeistern die Landausflügler. Circa 25 Kilometer vor den Toren der Stadt befindet sich der Katharinenpalast mit dem legendären Bernsteinzimmer. Oder reizt Sie eher ein Besuch im Jussupow-Palast dessen Originaleinrichtung komplett erhalten ist? Eine der reichsten Adelsfamilien des zaristischen Russlands ließ sich hier einen luxuriösen Mauren-Saal und ein eigenes Miniaturtheater im Rokokostil bauen. St. Petersburg ist mit ca. 5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Russlands. Die nördlichste Millionenstadt entstand am 1703 an der Mündung des Fluss Newa in den Finnischen Meerbusen. Das historische Zentrum, mit mehr als 2000 Palästen, Festungen und Prunkbauten, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Menschen sprechen Russisch und die Landeswährung ist der Rubel (RUB). Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge in St. Petersburg. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Touristeninformation.

Landausflüge in Sankt Petersburg auf eigene Faust

Die Auferstehungskirche (Blutkirche) – Bild: MSC Kreuzfahrten

Transport in Sankt Petersburg auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe machen im neuen Passagierhafen Marine Façade auf der Vasilievsky-Insel fest. Es gibt sieben Liegeplätze und vier moderne Kreuzfahrt-Terminals mit allem Komfort. Es gibt Stände der Touristeninformation, Geldautomaten, Postschalter, Souvenir-Geschäfte und Internet. Man erkennt den Hafen auf der Karte an dem kleinen Anker. Bis ins historische Zentrum von St. Petersburg sind es geschätzt gut 5 Kilometer.

Normalerweise geben wir an dieser Stelle Tipps für die Kreuzfahrer, die sich das Ziel auf eigene Faust ansehen möchten. Sankt Petersburg auf eigene Faust ist unserer Meinung nach nur sehr begrenzt möglich. Wegen der Sprache (hier spricht kaum jemand Englisch) und insbesondere wegen der Visumspflicht. Wer auf eigene Faust an Land gehen möchte, benötigt ein Visum. Das ist lästig und kostspielig. Details finden Sie auf den Webseiten der Russischen Botschaft bzw. der Konsulate.

Blick auf den Hafen

Blick auf den Hafen – Bild: Passenger Port of Saint Petersburg «Marine Façade»

Deshalb ist es in diesem Hafen sinnvoll, einen organisierten Landausflug zu buchen. Bucht man an Bord des Kreuzfahrtschiffes, benötigt man kein Visum. Bucht man bei einem lokalen Tourguide, reicht ein so genanntes Tourticket. Man schickt dem Veranstalter die Passdaten und bekommt das Tourticket per Mail. Der Veranstalter ist dann berechtigt, seine Kunden direkt am Terminal abzuholen.

Hier eine Übersicht der Landausflüge, die MSC Kreuzfahrten in St. Petersburg anbietet. Damit Sie einen Eindruck bekommen. Das Angebot unterscheidet sich von Reederei zu Reederei geringfügig. Eine große Auswahl und Angebote lokaler Landausflugsanbieter finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de. Hier kann man einen Tourguide auch stundenweise buchen.

Tipps für Landausflüge in Sankt Petersburg

Wegen der nördlichen Lage der Stadt geht die Sonne von Mitte Juni bis Mitte Juli erst zwischen 2 und 3 Uhr morgens unter und es wird nie vollkommen dunkel. Während der Zeit der „Weiße Nächte“ ist ein Besuch der Stadt ein besonderes Erlebnis. Es finden Musikveranstaltungen aller Art statt und in den Straßen herrscht reger Betrieb.

Blick auf Sankt Petersburg

Blick auf Sankt Petersburg

Die Stadt wird durch den breiten Fluss Neva in zwei Teile geteilt. Im gesamten Stadtgebiet gibt es deshalb unzählige, reich verzierte Brücken. Man wird sehr schnell von der Schönheit der barocken Paläste mit ihren neoklassizistischen Fassaden gefangen genommen. Es gibt soviel zu sehen, dass man auch nach zwei Tagen nur schwer lösen kann. Darüber hinaus, gibt es auch vor den Toren der Stadt etwas zu bestaunen. Den Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer und Peterhof zum Beispiel. Zwischen Anfang Juni und Mitte Juli erscheint St. Petersburg in einem besonderen Licht, denn dann herrschen die Weißen Nächte.

Peter-und-Paul-Festung

Die Peter-und-Paul-Festung auf der Haseninsel in der Newa ist die Keimzelle der Stadt. Auf dem Gelände der Festung befindet die Peter-und-Paul-Kathedrale. Hier wurden seit der Fertigstellung der Kathedrale 1732 die meisten russischen Zaren begraben. Bis auf Peter II. sind hier zum Beispiel alle Angehörigen der Romanow-Dynastie beigesetzt. Der schlanke Turm der Kathedrale mit der markanten hohen Spitze ist ein Wahrzeichen von St. Petersburg. Auf dem Gelände der Peter-und-Paul-Festung gibt es heute vor allem Museen und Austellungen.

Peter-und-Paul Festung

Peter-und-Paul Festung – Bild: MSC Kreuzfahrten

Eremitage und Winterpalast

Die berühmte Eremitage gegenüber der Peter-Paul-Festung ist eines der wichtigsten Kunstmuseen der Welt. Das bekannteste Gebäude des Museums ist natürlich der traumhaft schöne Winterpalast. Uns wurde gesagt, dass die Eremitage alleine 2.500 Menschen beschäftigt! Die Sammlung wurde von Katharina der Großen begonnen. Die deutschstämmige Zarin kaufte Kunstwerke in ganz Westeuropa. Nach der Oktoberrevolution kamen die privaten Sammlungen enteigneter russischer Adeliger dazu. Heute können nur etwa 60.000 der insgesamt gut 3 Millionen Exponate gezeigt werden. Wenn Sie auf einer Ostsee Kreuzfahrt für eine oder zwei Tage in der Stadt sind, haben Sie natürlich für eine ausgiebige Besichtigung keine Zeit. Wir haben gut Erfahrungen damit gemacht, wenn die Gäste sich auf den Besuch einer Abteilung konzentrieren. Alternativ kann man auch einfach die Pracht der herrlichen Schlossanlage genießen. Die Außenfassade des 3 Winterpalastes ist ein Traum.

Admiralität und Newski-Prospekt

Das Gebäude der Admiralität mit ihrer 75 Meter hohen, vergoldeten Spitze bildet das Zentrum von St. Petersburg. Zu Lebzeiten von Zar Peters I wurde hier eine Schiffswerft gebaut. Ziel war der Aufbau einer russischen Flotte. Beim markanten Admiralitätsgebäude beginnt der Newski-Prospekt. Ein Bummel über den Prachtboulevard ist ein Muss auf Ihrer Ostsee Kreuzfahrt. Viele der eleganten Palais und prachtvollen Kirchen entlang der Straße wurden restauriert. Eine Vielzahl von Theatern und Kinos, Geschäften und Restaurants ziehen Tag und Nacht wieder Scharen von Menschen an. Der breitere Mittelabschnitt ist der lebhafteste Abschnitt des Boulevards. Hier stehen Kaufhäuser, Ladenpassagen und Designerläden dicht an dicht.

Die Eremitage an der Newa

Die Eremitage an der Newa – Bild: MSC Kreuzfahrten

Blutkirche und St.-Isaak-Kathedrale

Die Blutkirche (auch als Auferstehungskirche, Erlöserkirche oder Bluterlöser-Kirche bekannt) ist mit Ihren bunten Zwiebeltürmen die schönste Kirche der Stadt. Ihr Bild fehlt in keinem Kreuzfahrtprospekt. Sie wurde nach dem Vorbild der Moskauer Basilius Kathedrale an der Stelle gebaut, wo 1881 der Zar Alexander II ermordet worden war. Nach einer aufwendigen Restaurierung wurde die Kirche 1997 wieder eröffnet und dient derzeit als Museum. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die riesige St.-Isaak-Kathedrale. Bis zu 14.000 Menschen haben in dem 97 Meter breiten und 111 Meter langen Kirchenbau Platz. Die von 114 Granitsäulen getragene, vergoldete Kuppel ist die drittgrößte weltweit. Sogar an uns Touristen hat man gedacht. Es gibt eine Aussichtsplattform von der aus man ein fantastischer Rundblick über ganz St. Petersburg genießen kann.

Wenn man sich von dem anstrengenden Besichtigungsprogramm ein wenig erholen möchte, bietet sich der Sommergarten an. Der Park am Ufer der Newa gilt als schönste Grünanlage der Stadt. Weitläufige Alleen durchziehen die herrliche Parkanlage. Es gibt auch ein kleines Schloss, die Peter der Große sich als Sommerresidenz bauen ließ.

Der Katharinenpalast

Der Katharinenpalast – Bild: Tegeler

Vor den Toren der Stadt

Das Schloss Peterhof mit seinen wunderbaren Parkanlagen und Fontänen liegt ca. 30 Kilometer vor der Stadt direkt am Meer. Peter der Große hatte den Platz gewählt und ließ sich hier einen pompösen Sommersitz bauen. Eine wunderschöne Anlage. Wer Schloss Versailles nahe Paris kennt, dem wird die Palastanlage Peterhof bekannt vorkommen. Zu Recht wird sie häufig mit ihrem französischen Vorbild verglichen.

Der Palast und der Park in dem Residenzvorort Puschkin (ehemals Zarskoje Selo) befinden sich ebenfalls ca. 25 Kilometer vor den Toren der Stadt. Höhepunkt der Zarenresidenz ist natürlich der Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer. Seit 2003 kann das rekonstruierte Bernsteinzimmer bestaunt werden.

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