Sankt Petersburg auf eigene Faust

Hier haben wir Tipps für Landausflüge in Sankt Petersburg auf eigene Faust zusammengestellt. Die russische Hafenstadt, häufig einfach St. Petersburg genannt, gehört zu den Höhepunkten von Ostsee Kreuzfahrten. Es gibt soviel zu sehen! Manche Kreuzfahrtschiffe liegen deshalb sogar für zwei Tage im Hafen. Sehenswürdigkeiten gäbe es aber natürlich auch für eine ganze Woche. Insbesondere die prächtigen Paläste begeistern viele Landausflügler. Zum Beispiel die weltberühmten Eremitage, der Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer oder der Sommerpalast Peterhof. Ein schönes Landausflugsziel ist auch der Jussupow-Palast (Moika-Palast), dessen Originaleinrichtung komplett erhalten ist. Eine der reichsten Adelsfamilien des zaristischen Russlands ließ sich hier einen luxuriösen Mauren-Saal und ein eigenes Miniaturtheater im Rokokostil bauen. Alles auf Kosten der unfassbar armen Bevölkerung natürlich.

Landausflüge in Sankt Petersburg auf eigene Faust
Die Auferstehungskirche (Blutkirche) – Bild: MSC Kreuzfahrten

St. Petersburg ist mit ca. 5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Russlands. Die nördlichste Millionenstadt entstand ab 1703 an der Mündung des Fluss Newa in den Finnischen Meerbusen. Das historische Zentrum mit mehr als 2.000 Palästen, Festungen und Kirchen gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Menschen sprechen meistens nur Russisch. Die Landeswährung ist der russische Rubel (RUB). Eine Rubel entspricht derzeit 0,015 Cent. Umgekehrt entspricht in Euro circa 68 Rubel. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Touristeninformation. (Stand: Januar 2019)

Der Kreuzfahrthafen von Sankt Petersburg

Fast alle Kreuzfahrtschiffe machen im neuen Passagierhafen Marine Façade auf der Vasilievsky-Insel fest. Man hat die Insel durch Landgewinnung erweitert und den größten Passagierhafen des Baltikums gebaut. An einem großen „U“ gibt es sieben Liegeplätze mit einer Länge von insgesamt 2,2 Kilometern. Hier können Kreuzfahrtschiffe bis zur einer Länge von 340 Metern festmachen.

Für die Passagiere stehen drei moderne Kreuzfahrt-Terminals und ein kombiniertes Fähr- und Kreuzfahrtterminal zur Verfügung. Zur Infrastruktur gehören Stände der Touristeninformation, Geldautomaten, Postschalter, Souvenir-Geschäfte und Internet. Das Zentrum der Stadt ist ca. 5 Kilometer entfernt. Hier die Webseite des Passagierhafens Marine Façade.

Blick auf den Kreuzfahrthafen von Sankt Petersburg
Blick auf den Hafen – Bild: Passenger Port of Saint Petersburg „Marine Façade“

Für kleine Kreuzfahrtschiffe gibt es noch zentrale Liegeplätze am Englischen Ufer vor der Blagoweschtschenski-Brücke. Von hier kann man direkt in Stadt laufen.

Visumpflicht

Ein Visum für Russland ist für deutsche Staatsbürger grundsätzlich obligatorisch. Es gibt allerdings verschiedene Möglichkeiten, die wir hier kurz beschreiben möchten.

Neues e-Visum

Seit dem 1. Oktober 2019 gibt es ein neues e-Visum für Besucher der Stadt Sankt Petersburg und das Oblast Leningrad. Die Region trägt weiterhin den sowjietischen Namen. Mit dem neuen e-Visum kann man den Hafen auf eigene Faust verlassen und die Stadt und das Umland ohne Reiseführer erkunden.

Das neue e-Visum muss spätestens vier Tage vor Einreise beantragt werden und ist gebührenfrei. Das russische Außenministerium hat zur Beantragung eine eigene Webseite eingerichtet, die auch in englischer Sprache erreichbar ist. Wer möchte, kann sich gegen eine Gebühr bei der Beantragung von Dienstleistern helfen lassen. Zum Beispiel bei Visum-Russland.org.

Grafik des Hafens Marine Facade in Sankt Petersburg
Grafik des Hafens

Tour-Ticket

Wer einen Landausflug bei der Reederei oder einem lokalen Veranstalter gebucht hat, kann sich die Beantragung eines Visums sparen. Die Veranstalter kümmern sich um ein so genanntes Tour-Ticket, mit dem man im Rahmen des geführten Landausfluges den Hafens visumfrei verlassen kann. Dafür benötigen die Veranstalter die Daten des Reisepasses, das Reisedatum und den Namen des Kreuzfahrtschiffes. Man erhält das Tour-Ticket vorab per Mail und kann dieses zusammen mit dem Reisepass bei der Passkontrolle vorlegen. Der lokale Veranstalter ist dann berechnet, seine Kunden am Kreuzfahrthafen in Empfang zu nehmen.

Landausflüge in Sankt Petersburg buchen

Für den Tag in Sankt Petersburg werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Mobil in St. Petersburg auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Sankt Petersburg auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Wichtig! Nur mit einem Visum kann den Hafen selbständig verlassen.

Zu Fuß

Das Zentrum St. Petersburg kann man recht gut zu Fuß erkunden. Blutkirche, Eremitage, Admiralität oder Isaaks-Kathedrale sind nicht allzu weit voneinander entfernt. Diese Ziele liegen alle mehr oder weniger entlang des Newa-Ufers. Die Peter-und Paul-Festung befindet sich auf einer Flussinsel davor. Eine guter Startpunkt ist die Metrostation „Admiralteyskaya“ an der M5 (lila Metrolinie). Einen Stadtplan mit Metrolinien haben wir hinterlegt.

St. Petersburg auf eigene Faust erkunden
Auf einen Blick

Auf der Karte erkennt oben man links oben den Kreuzfahrthafen „Marine Façade“. Die Kirche mit der großen Kuppel in der Bildmitte ist die Isaakskathedrale. Die Peter-und Paul-Festung erkennt man als Insel in der Newa. Die breite Newa und der große Obwodny-Kanal unten bilden eine Insel. Hier befinden sich viele der Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg.

Öffentlicher Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut und sehr günstig. Bus 158 fährt an allen Kreuzfahrt-Terminals vorbei und dann weiter zur Metrostation „Primorskaya“ an der M3 (grüne Linie). Der Fahrpreis in Höhe von 40 Rubel wird beim Schaffner bis Bus bezahlt. Ist keiner da, kann man auch beim Fahrer bezahlen. Die Fahrt zur U-Bahn dauert gut zwanzig Minuten.

An der Metrostation kann man am Schalter Tokens (Münzen oder Jetons) kaufen. Eine Fahrt kostet 55 Rubel. Eine aufladbare Metro TavelCard für zehn Fahrten kostet 370 Rubel. Eine Tageskarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel gibt es sogar für nur 185 Rubel. Das sind 2,73 Euro. Wir würden mit der Metro zwei Stationen bis „Gostiny Dvor“ fahren. Wenn man hier aussteigt, ist man am Newski Prospekt unweit der Blutkirche (950 Meter). Man kann aber auch umsteigen und zur Metrostation „Admiralteyskaya“ weiterfahren. Dann ist man in der Nähe der Admiralität und der Eremitage.

Einen Plan der Metro haben wir hier hinterlegt. Die Webseite der Verkehrsgesellschaft ist englischer Sprache verfügbar. Die Metro von Sankt Petersburg ist für ihre schönen Metrostationen bekannt. Als besonders sehenswert gelten die Stationen Avtovo, Kirovskiy Zavod, Baltiyskaya, Pushkinskaya, Narvskaya, Mayakovskaya und Admiralteyskaya.

Moderne Kreuzfahrt-Terminals im Kreuzfahrthafen von St. Petersburg
Moderne Kreuzfahrt-Terminals – Bild: Passenger Port of Saint Petersburg Marine Façade

Neben Bussen und der Metro gibt es in der Stadt noch eine sehr gut ausgebaute Straßenbahn und so genannte Trolleybusse mit Oberleitung.

Stadtrundfahrten

In Sankt Petersburg sind zwei internationale Anbieter von Hop-on Hop-off Bussen vertreten. Die aus vielen Häfen bekannte spanische Firma City Sightseeing (bzw. deren Franchisenehmer) bietet zwei Busrundfahrten und eine Bootsfahrt an. Der Schnittpunkt der Routen ist bei der Eremitage links und rechts der Palastbrücke. Die schwedische Firma Red Sightseeing hat eine Bus- und eine Bootstour im Angebot.

Wir haben die Busse nicht am Hafen gesehen. Vermutlich weil deren Nutzung ein Visum voraussetzt. Es handelt sich um eine individuelle Tour. Da sich das ändern kann und es vielleicht doch einen Transfer vom Hafen gibt, bitte vorher beim Veranstalter fragen. Tickets gibt es vor Ort oder vorab zum Beispiel bei GetYourGuide* (s. unten).

Taxen

Bequemer ist natürlich eine Taxifahrt ins Zentrum. Taxifahren ist in Sankt Petersburg sehr günstig. Bei Taxi 777 (777taxi.ru) kostet die Startgebühr 219 Rubel. Da sind bereits vier Kilometer enthalten. Für 630 Rubel kann man ein Taxi für eine Stunden mieten. Leider sprechen die meisten Fahrer keine Fremdsprachen. Zudem gibt es auch viele schwarze Taxen.

Landausflug in Sankt Petersburg auf der Newa
Bootsfahrt in St. Petersburg – Bild: Tegeler

Viel spricht deshalb für die Nutzung einer englischsprachigen Taxi-App. Zum Beispiel Uber, Gett Taxi oder Yandex. Dann kann man auch ohne Russischkenntnisse ein Taxi rufen und hat zudem eine gewissen Sicherheit. Für die Nutzung der Apps benötigt man aber natürlich Internet. Angesichts der hohen Roaminggebühren ist eine russische Sim-Karte hilfreich. Entsprechende Angebote sollte es im Kreuzfahrt-Terminal geben. Die bekanntesten Mobilfunkanbieter im Land sind MegaFon (МегаФон), MTS (MTC), Beeline (Билайн) und Tele2 („Tele dwa“ gesprochen). Beim Kauf ist ein Reisepass vorzulegen.

Tragflächenboote nach Peterhof

Die herrliche Palastanlage Peterhof mit ihren Gärten liegt außerhalb der Stadt am Meer. Von St. Petersburg fahren Tragflächenboote (peterhof-express.ru) hierher. Die Hin- und Rückfahrt kostet 1.500 Rubel und dauert pro Strecke 35 Minuten. Los geht an der Ecke Admiralty Embankment und Palace Bridge. Das ist zwischen Admiralität und Winterpalast an der Newa.

Die Hochgeschwindigkeits-Tragflügelboote werden im Land Woschods genannt und wurden in den 1970er-Jahren entwickelt. Für die modernen Boote fanden sich bis heute Käufer in aller Welt.

Sankt Petersburg Card

Die Sankt Petersburg Card (petersburgcard.com) beinhaltet die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und freien Zutritt zu fast allen Sehenswürdigkeiten. Leider gibt es die Karte nur ab einer Dauer von 2 Tagen.

Highlights für Landausflüge in Sankt Petersburg

Man wird sehr schnell von der Schönheit der barocken Paläste mit ihren neoklassizistischen Fassaden gefangen genommen. Es gibt soviel zu sehen, dass man sich auch nach zwei Tagen nur schwer lösen kann. Darüber hinaus, kann man auch vor den Toren der Stadt etwas Besonderes zu bestaunen. Den Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer und der Sommerpalast Peterhof zum Beispiel.

Zwischen Anfang Juni und Mitte Juli erscheint St. Petersburg in einem besonderen Licht. Die „Weißen Nächte“. Wegen der nördlichen Lage der Stadt geht die Sonne von Mitte Juni bis Mitte Juli erst zwischen 2 und 3 Uhr morgens unter und es wird nie vollkommen dunkel. Während der Zeit der „Weiße Nächte“ ist ein Besuch der Stadt ein besonderes Erlebnis. Es finden Musikveranstaltungen aller Art statt und in den Straßen herrscht reger Betrieb.

Peter-und-Paul Festung
Peter-und-Paul Festung – Bild: MSC Kreuzfahrten

Peter-und-Paul-Festung

Die Peter-und-Paul-Festung (spbmuseum.ru) auf der Haseninsel in der Newa ist die Keimzelle der Stadt. Sie ist über zwei Brücken erreichbar. Die nächstgelegenen Metrostationen sind „Gorkovskaya“ und „Sportivnaya“. Der Eintritt zur Peter-und-Paul-Kathedrale beträgt 500 Rubel. Für 750 Rubel kann man die Kathedrale und alle Museen auf der Festungsinsel besuchen.

Auf dem weitläufigen Gelände der Festung gibt es heute zahlreiche Museen. Das bekannteste Gebäude ist sicher die Peter-und-Paul-Kathedrale. Hier wurden seit der Fertigstellung der Kathedrale 1732 die meisten russischen Zaren begraben. Bis auf Peter II. sind hier zum Beispiel alle Angehörigen der Romanow-Dynastie beigesetzt. Der schlanke Turm der Kathedrale mit der markanten hohen Spitze ist ein Wahrzeichen von St. Petersburg.

Jeden Tag wird auf der Festung eine Kanone abgeschossen. Und zwar um Punkt 12 Uhr. Die Festung dient also auch als Uhr. Und als Strandbad! Zwischen zwei Bastionen gibt es direkt an der Newa ein schönes Strandbad.

Die Eremitage an der Newa
Die Eremitage an der Newa – Bild: MSC Kreuzfahrten

Eremitage und Winterpalast

Die berühmte Eremitage (hermitagemuseum.org) gegenüber der Peter-Paul-Festung ist eines der wichtigsten Kunstmuseen der Welt. Das bekannteste Gebäude des Museums ist natürlich der traumhaft schöne Winterpalast. Uns wurde gesagt, dass die Eremitage alleine 2.500 Menschen beschäftigt! Die Sammlung wurde von Katharina der Großen begonnen. Die deutschstämmige Zarin kaufte Kunstwerke in ganz Westeuropa. Nach der Oktoberrevolution kamen die privaten Sammlungen enteigneter russischer Adeliger dazu. Heute können nur etwa 60.000 der insgesamt gut 3 Millionen Exponate gezeigt werden. Wenn man im Rahmen einer Ostsee Kreuzfahrt für einen oder zwei Tage in der Stadt ist, hat man natürlich für eine ausgiebige Besichtigung keine Zeit. Wir haben gut Erfahrungen damit gemacht, sich auf den Besuch einer Abteilung zu konzentrieren. Alternativ kann man auch einfach die Pracht der herrlichen Schlossanlage genießen. Die Außenfassade des Winterpalastes ist ein Traum.

Admiralität und Newski-Prospekt

Das Gebäude der Admiralität mit ihrer 75 Meter hohen, vergoldeten Spitze bildet das Zentrum von Sankt Petersburg. Hier treffen die drei großen Straßen Newskij-Prospekt, Gorochowaja Uliza und Wosnesenskij Prospekt aufeinander. Zu Lebzeiten von Zar Peter I wurde an der Stelle eine Schiffswerft gebaut. Ziel war der Aufbau einer russischen Flotte. Das Innere wird heute noch als Marineschule genutzt und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Rund um das Gebäude erstreckt sich der schöne Alexandergarten. Ein schöner Ort für eine Pause.

Kaufhaus am Newski-Prospekt
Kaufhaus am Newski-Prospekt – Bild: Tegeler

Ein Bummel über den Prachtboulevard Newski-Prospekt ist ein Muss. Viele der eleganten Palais und prachtvollen Kirchen entlang der Straße wurden restauriert. Eine Vielzahl von Theatern und Kinos, Geschäfte und Restaurants ziehen Tag und Nacht Scharen von Menschen an. Der breitere Mittelabschnitt ist der lebhafteste Abschnitt des Boulevards. Hier stehen Kaufhäuser, Ladenpassagen und Designerläden dicht an dicht.

Kirchen und Kathedralen

Wichtige Sakralbauten, wie die Blutkirche, die Isaaks-Kathedrale und die Smolnij-Kathedrale, haben eine gemeinsame Webseite (eng.cathedral.ru). Wenn man hier auf den Button „Information“ klickt, findet man u.a. Informationen zu den Eintrittspreisen.

Die Blutkirche (auch als Auferstehungskirche, Erlöserkirche oder Bluterlöser-Kirche bekannt) ist mit Ihren bunten Zwiebeltürmen für viele Landausflügler die schönste Kirche der Stadt. Ihr Bild fehlt in keinem Kreuzfahrtprospekt. Sie wurde nach dem Vorbild der Moskauer Basilius Kathedrale an der Stelle gebaut, wo 1881 der Zar Alexander II ermordet worden war. Nach einer aufwendigen Restaurierung wurde die Kirche 1997 wieder eröffnet und dient derzeit als Museum. Bis auf Mittwochs ist die Blutkirche täglich geöffnet. Der Eintritt liegt bei 350 Rubel.

In der Blutkirche
In der Blutkirche – Bild: Tegeler

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die riesige Isaaks-Kathedrale. Bis zu 14.000 Menschen haben in dem 97 Meter breiten und 111 Meter langen Kirchenbau Platz. Die von 114 Granitsäulen getragene, vergoldete Kuppel ist die drittgrößte weltweit. Sogar an uns Touristen hat man gedacht. Es gibt eine Aussichtsplattform von der aus man ein fantastischer Rundblick über ganz St. Petersburg genießen kann. Der Eintritt liegt bei 350 Rubel. Wer auf die Aussichtsplattform möchte, zahlt etwas mehr.

Die riesige Kasaner Kathedrale am Newski-Prospekt wurde nach dem Vorbild des Petersdoms in Rom gebaut, was man auf den ersten Blick sieht. Der Eintritt ist frei. Kurz nach der Fertigstellung gelang es den Russen, Napoleon zu besiegen und aus dem Land zu vertreiben. Die Kasaner Kathedrale entwickelte sich zu einer Gedächtniskirche, in der an diesen Sieg erinnert wird. Der russische Feldmarschall Kutusov ist hier begragen.

Die riesige Isaakskathedrale
Die riesige Isaakskathedrale – Bild: Tegeler

Die wunderschöne barocke Smolny-Kathedrale liegt etwas außerhalb des Stadtkerns und ist Teil einer Anlage, die ursprünglich als Kloster geplant war, aber nie als solches genutzt wurde. Die Kathedrale dient heute als Veranstaltungssaal. Die nächstgelegene Metrostation heißt „Tschernyschewskaja“ und befindet sich an der roten Linie. Leider ist die Webseite der Kathedrale nur in russischer Sprache erreichbar. Die Besichtigung ist kostenlos. Nur der Aufstieg auf den Turm kostet eine kleine Gebühr.

Eine Bootsfahrt

Eine Bootsfahrt auf der Newa und den zahllosen weiteren Flüssen und Kanälen gehört zu den schönsten Erlebnissen in St. Petersburg. Man kann sich ein wenig zurücklehnen und den Schönheit der Stadt vom Wasser aus bestaunen. Dabei fallen auch die vielen attraktiven Brücken ins Auge, die häufig Klappbrücken sind. Häufig dauern diese Fahrten eine Stunde. Bei schönem Wetter ein Traum.

Der Katharinenpalast
Der Katharinenpalast – Bild: Tegeler

Vor den Toren der Stadt

Das Schloss Peterhof (peterhofmuseum.ru) mit seinen wunderbaren Parkanlagen und Fontänen liegt ca. 30 Kilometer vor der Stadt direkt am Meer. Peter der Große hatte den Platz gewählt und ließ sich hier einen pompösen Sommersitz bauen. Eine wunderschöne Anlage. Wer Schloss Versailles nahe Paris kennt, dem wird die Palastanlage Peterhof bekannt vorkommen. Zu Recht wird sie häufig mit ihrem französischen Vorbild verglichen. Peterhof kann auch mit Tragflügelbooten erreicht werden.

Die Paläste und Parks in dem Residenzvorort Puschkin (ehemals Zarskoje Selo) befinden sich ebenfalls ca. 25 Kilometer vor den Toren der Stadt. Höhepunkt der Zarenresidenz ist natürlich der Katharinenpalast (tzar.ru/en) mit dem berühmten Bernsteinzimmer. Seit 2003 kann das rekonstruierte Bernsteinzimmer bestaunt werden.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

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