Tortola auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hauptinsel der British Virgin Islands ist heute ein beliebtes Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Der Kreuzfahrthafen befindet sich in der schönen kleinen Inselhauptstadt Road Town. Früher dienten die vielen versteckten Buchten und Höhlen Tortolas Schmugglern und Piraten als Versteck. Eine der unzähligen kleinen Inseln in der Umgebung dieses Segelparadieses heißt frei übersetzt „Des toten Mannes Kiste“. Die mit den 15 Mann und der Buddel voll Rum. Angeblich hat der berühmte Pirat Blackbeart dort 15 Kameraden ausgesetzt. Ohne Proviant, nur mit einer Flasche Rum. Tortola ist ca. 19 Kilometer lang und fünf Kilometer breit. Die höchste Erhebung des Archipels ist der Mount Sage mit 543 Metern. Das Naturschutzgebiet rund um den Berg kann man auf gut angelegten Wanderwegen erkunden und die herrliche Aussicht auf die anderen Jungferninseln genießen.

Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust
Blick auf den Hafen – Bild: Tortola Pier Park

Auf Tortola wird natürlich Englisch gesprochen. Die große Mehrheit der ca. 23.500 Einwohner stammt ganz oder zum Teil von afrikanischen Sklaven ab, die von den Briten ab dem 17. Jahrhundert auf die Insel verschleppt worden waren um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Währung ist aber der US Dollar. Zur Verblüffung vieler Briten, die auf den British Virgin Islands mit Britischen Pfund bezahlen möchten. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des British Virgin Islands Tourist Board. Stand: August 2020

Der Kreuzfahrthafen von Tortola

Kreuzfahrtschiffe machen in der hübschen kleinen Hauptstadt Road Town fest. Der Pier, an dem zwei Kreuzfahrtschiffe anlegen können, wurde kürzlich verlängert und bietet Platz für zwei große Kreuzfahrtschiffe. Ein weiteres Kreuzfahrtschiff kann in der Bucht ankern und tendern.

MSC Lirica auf Tortola
MSC Lirica auf Tortola – Bild: MSC Cruises

Die Urlauber laufen vom Pier direkt in den neuen Tortola Pier Park. In dem Open Air Terminal mit über 50 Geschäften haben auch die Touristeninformation und Autovermieter ein Büro. Speziell für Bootsausflüge wurde ein kleiner Anleger gebaut.

Mobil auf Tortola auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Tortola auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Landausflüge auf Tortola mit Taxen
Taxipreise Tortola

Zu Fuß

Es ist kein Problem sich in der Hauptstadt Tortolas mit ihren 3.500 Einwohnern zu orientieren. Viel zu sehen gibt es nicht. Im ehemaligen Sitz des Gouverneurs ist heute ein Museum. Ein kleiner botanischer Garten lockt Gartenfreunde. Jede Menge Geschäfte und viel Gastronomie findet man im Tortola Pier Park am Hafen.

Taxis

Taxis sind das wichtigsten Transportmittel für Kreuzfahrer, die ihren Landausflug auf Tortola auf eigene Faust gestalten möchten. Es dominieren Minivans und halboffene Safaribusse, die zu Stränden oder Inseltouren aufbrechen. Privattaxis gibt es kaum. Ebenso wenig Taxameter. Alle Fahrpreise wurden durch die Inselregierung festgelegt und veröffentlicht.

Auf der Webseite des BVI Tourist Board sind immer noch die Preislisten aus dem Jahre 2010 hinterlegt (s. Grafik). Wie wir im Januar 2019 gesehen haben, sind diese Preise immer noch gültig und hängen im Hafen aus. Es gibt auch eine Preisliste für Inseltouren, die wir hier im Pdf-Format hinterlegt haben.

Die Insel Tortola
Die Insel Tortola – Karte: Royal Caribbean

Mietwagen

Wie auf vielen Inseln in der Karibik wird auch auf Tortola auf der linken Seite gefahren. Den britischen Kolonialherren sei Dank. Und angesichts der engen Straßen gehört durchaus etwas Mut dazu, die Insel mit einem Auto zu durchqueren.

Ansonsten, ist ein Mietwagen aber wie immer sehr ein flexibles Fortbewegungsmittel. Eine Liste der lokalen Verleiher findet man auf der Webseite des BVI Tourist Board (Link s. oben). Direkt im Tortola Pier Park gibt es mindestens zwei Autovermieter (Avis und Aaron Rentals) und einen Rollerverleiher (Masters Rentals).

Fähren

Eine Bootsfahrt von Road Town nach Spanish Town auf Virgin Gorda dauert ca. 30 Minuten. Los geht es am Ferry Dock in Road Town, den man vom Kreuzfahrt-Terminal aus in ca. 15 Minuten zu Fuß erreicht. Weitere Informationen und Fahrpläne gibt es auf der Webseite von Speedy’s Ferry Services oder bei Smith‘s Ferry Services. Auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben) findet man unter „Travel & Transport“ den Menüpunkt „Inter-Island Ferries“. Hier gibt es die Fährverbindungen auf einen Blick. Vom Ferry Dock in Spanish Town auf Virgin Gorda werden die ankommenden Urlauber in einem halboffenen Safaribus in gut 10 Minuten zum The Bath National Park gefahren.

Landausflüge auf Tortola mit der Fähre
Mit der Fähre nach Virgin Gorda – Bild: Speedy’s

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Tortola

Die keine Hauptstadt Roadtown ist mit ihren zahlreichen kolonialen Bauten, dem farbenfrohen karibischen Markt und dem J.R. O’Neal Botanic Gardens durchaus sehenswert. Das Städtchen liegt von Hügeln umrahmt an der Südküste von Tortola. Roadtown ist Gouverneurs- und Verwaltungssitz der British Virgin Islands. Das Old Government House ist ein schönes Fotomotiv und heute ein Museum. Wenn man nach einem Landausflug noch Zeit hat, ist der Botanische Garten im Zentrum ein schönes Ziel. Der wunderschöne Garten beheimatet eine Fülle von einheimischen und exotischen tropischen Pflanzen. Vom Hafen läuft man ca. 1,5 Kilometer.

Sage Mountain National Park

Mit 543 Metern ist der Sage Mountain im Sage Mountain National Park der höchste Punkt der Insel. Mit einer Spende des Milliardärs Laurance Rockefeller konnte das Land rund um den Sage Mountain erworben werden. Im Zuge systematischer Aufforstung ist hier ein Primärwald mit Mahagoni- und Feigenbäumen, Farnen und farbenprächtigen Philodendren entstanden. Am Eingang der Parks, der von Road Town aus mit dem Auto oder einem Taxi erreicht werden kann, bietet eine Aussichtsplattform eine atemberaubende Aussicht über die Virgin Islands. Mit etwas Glück kann man hier die Liebestaube aus der Gattung der Turteltauben beobachten, der die Insel ihren Namen verdankt. Eidechsen und Leguane sind aber häufiger. Der Nationalpark ist durch verschiedene Wanderweg erschlossen und kostenlos zugänglich. Wir würden feste Schuhe und Mückenspray mitbringen.

Schöne Ausblicke auf der Fahrt zum Strand
Schöne Ausblicke vom Sage Mountain National Park – Bild: MSC Cruises

Segeln, Schnorcheln, Tauchen

Tortola und die vielen umliegenden Inseln sind ein Paradies für Segler, Schnorchler und Taucher. Und die Aktivitäten kann man auf einer Karibik Kreuzfahrt natürlich sehr gut miteinander verbinden. Auf einem Segeltörn mit Schnorchelstopps zum Beispiel. Der Sir Francis Drake Channel mit seinen unzähligen Inseln und den konstanten Passatwinden gilt als eines der besten Segelreviere der Welt.

Ein fantastischen Ziel für Taucher ist das Wrack der „Rhone“. Der 95 Meter lange Dampfer sank 1867 in einem Sturm vor Salt Island und liegt heute zerbrochen in zwei Teile auf dem sandigen Boden. Die stählernen Wrackteile sind inzwischen mit Korallen bewachsen. Wracktaucher können in die Rhone hinein schwimmen und werden dort von bunten Fischschwärmen empfangen. Ein schöner Platz für Schnorchler sind auch vier Höhlen bei Norman Island. Hier gibt es ebenfalls sehr viele Fische. Norman Island gilt übrigens als „Die Schatzinsel“ aus dem Roman von Robert Louis Stevenson.

Die Strände

Die meisten Strände von Tortola befinden sich an der nördlichen Küste der Insel. Wenn man von Road Town geradeaus über die Berge an die Nordküste fährt, erreicht man zuerst die Brewers Bay. Auf den ca. 12 Kilometern von hier bis zum westlichen Ende der Insel, befinden sich die meisten bekannten Strände. Oft sind diese nur durch kleine Halbinseln voneinander getrennt. Eine Ausnahme ist Josiah’s Bay, die ein Stück weiter östlich liegt. Urlauber, die den Tag auf Tortola auf eigene Faust gestalten möchten, können im Hafen die zahlreichen Taxis und Kleinbusse nutzen. Die Strandtransfers sind gut organisiert.

Cane Garden Bay
Cane Garden Bay – Bild: MSC Cruises

Der erste Strand in einer langen Kette von Traumstränden ist wie gesagt die Brewers Bay. Ein ruhiger Strand mit einer Beach Bar (Nicoles Beach Bar) und schönem klaren Wasser. Wer Ruhe sucht, wird hier vielleicht schon fündig. Direkt südlich (hinter einer breiten Halbinsel) folgt der bekannte Cane Garden Bay Beach, der häufig als der schönste Strand der Insel genannt wird. Der Strand ist vergleichbar mit dem berühmten Magens Bay Beach auf der Nachbarinsel St. Thomas. Sehr touristisch und immer sehr gut besucht. Es gibt Wassersport und viele Restaurants, Bars, Pensionen und kleine Geschäfte. Für ein Mittagessen bietet sich zum Beispiel das Rhymers Beach Hotel an. Hier gibt es auch Duschen und Handtücher.

Einige Kilometer weiter folgt die Apple Bay. Insbesondere bei Surfern ist der Apple Bay Beach sehr beliebt. Hier gibt es eine schöne Brandung. Einen Drink bekommt man bei Bomba’s Surfside Shack. Eine Bar aus Treibholz, die einige Bekanntheit erreicht hat. Die Apple Bay ist nur durch eine kleine Halbinsel vom Long Bay Beach getrennt. Ein herrlicher Strand, der im Prinzip in zwei Abschnitte unterteilt werden kann. Ein Hotel und Häuser am Hang säumen den östlichen Teil. Wenn man es ruhiger mag und schwimmen möchte, empfiehlt sich der westliche Teil, da der Untergrund am östlichen Teil sehr steinig ist. Es gibt eine Beach Bar, die auch Liegen vermietet.

Ganz am westlichen Ende von Tortola befindet sich der Smugglers Cove Beach. Dieser ist etwas abgeschieden und die Straßenverbindung ist etwas schwierig. Mit dem Mietwagen also nicht ganz leicht. Aber die einheimischen Taxifahrer kennen sich natürlich aus. Aufgrund seiner Lage ist der Traumstrand auch nicht so voll. Das Wasser ist sehr klar und für Schnorchler gut geeignet. Eine Beach Bar sorgt für das leibliche Wohl.

Bomba’s Surfside Shack
Bomba’s Surfside Shack – Bild: MSC Cruises

Callwood Rum Distillery

Wir fast überall in der Karibik, wird auch auf Tortola aus Zuckerrohr Rum destilliert. Ganz in der Nähe der Cane Garden Bay befindet sich die alte Callwood Rum Distillery. Das ganze Areal ist offensichtlich so alt, dass man sich nicht wundern würde, wenn eine Horde Piraten um die Ecke kämen. Für einen Dollar kann man in dem Verkaufsraum verschiedene Rum kosten. Es gibt hier keine Führungen wie an anderen Orten der Karibik. Nur den Verkaufsraum und lustige Verkäufer. Trotzdem lohnt ein Besuch.

Soper’s Hole Marina

Die Soper’s Hole Marina auf Frenchmen Cay im Süden von Tortola ist ein geschützter Hafen für Segelboote und Yachten. Für die Besatzungen gibt es einige Bars, Restaurants und Geschäfte. Für Landausflügler ist die Marina wegen ihrer farbenfrohen Häuser in Pastellfarben ein schönes Ziel. Die Segelyachten und die bonbonfarbenen Häuser sind ein tolles Fotomotiv.

Soper's Hole Marina
Soper’s Hole Marina – Bild: MSC Cruises

Virgin Gorda

Viele Kreuzfahrer unternehmen einen Landausflug nach Virgin Gorda. Der Grund ist The Bath National Park, den man für ein Eintrittsgeld von 3 US Dollar betreten darf. Viele große Granitbrocken liegen im Wasser verstreut und bilden kleine Bassins, Höhlen und Kanäle. Es macht großen Spaß, die höhlen-ähnlichen Passagen zwischen den Steinen zu erkunden und versteckte Pools für ein erfrischendes Bad zu finden. Das Restaurant Top of the Baths sowie einige hübsche Geschäfte findet man in der Nähe. Badeschuhe nicht vergessen! Uns erinnert die Szenerie ein wenig an die Seychellen.

Von Tortola aus sind abgesehen von Virgin Gorda auch Landausflüge zu anderen Insel der British Virgin Islands möglich. Zum Beispiel nach Jost van Dyke oder Anegada.

Landausflüge auf Tortola buchen

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem internationalen Portal an. Die Tiefpreisgarantie, eine 24-Stunden-Stornierungsfrist und zahllose Kundenbewertungen helfen bei der Auswahl und geben Sicherheit bei der Buchung.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks.