Oslo auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Oslo auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hauptstadt Norwegens liegt am Ende des schönen Oslofjords und hat gut 670.000 Einwohner. In Norwegen gilt bereits eine Ortschaft mit mehr als 30.000 Einwohnern als Stadt. Man kann sich also leicht vorstellen, dass Oslo die mit Abstand größte und wichtigste Stadt des Landes ist. In der Region lebt fast ein Drittel aller Norweger. Die Kreuzfahrtfähren der Reederei Color Line pendeln ganzjährig zwischen Kiel und Oslo. Darüber hinaus, ist die norwegische Hauptstadt natürlich ein beliebtes Ziel von Norwegen Kreuzfahrten.

Landausflüge in Oslo auf eigene Faust
Die Akershus-Festung spiegelt sich im Theatrinum

Für die Landausflügler ist es sehr angenehm, dass die Innenstadt nicht weiter als ca. 20 Minuten zu Fuß vom Kreuzfahrtschiff entfernt ist. Entlang der Haupteinkaufsstraße Karl Johans gate liegen wichtigen Sehenswürdigkeiten, wie das königliche Schloss und das Parlamentsgebäude (Stortinget). Quasi um die Ecke befindet das moderne Rathaus, in dem jedes Jahr die Friedensnobelpreise verliehen werden. Die Halbinsel Bygdøy mit ihren berühmten Museen kann man bequem mit der Fähre erreichen. Die Landeswährung ist die Norwegische Krone (NOK). Eine Krone entspricht derzeit zehn Cent. Das hilft beim Umrechnen. Norwegen ist kein Mitglied der EU. Das Land gehört aber zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und nimmt am Schengen-Raum teil. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Oslo Visitor Centre. (Stand: Januar 2020).

Der Kreuzfahrthafen von Oslo

Wie so viele Kreuzfahrthäfen in Norwegen liegt auch Oslo am Ende eines langen Fjords. Die Einfahrt vom Skagerrak bis Oslo ist Luftlinie etwa 120 Kilometer lang und sehr attraktiv. Der Fjord verengt sich (bei Drøbak führt sogar ein Tunnel unter dem Fjord hindurch), bevor er sich vor Oslo wieder deutlich verbreitert.

Es gibt in der norwegischen Hauptstadt insgesamt vier Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe, die sich alle unweit des Stadtzentrums befinden. Auf Karte kann man die genaue Lage der Liegeplätze erkennen. Wo das eigene Kreuzfahrtschiff liegen wird, erfährt man auf der Webseite des Hafens. Die Zahl der jährlichen Schiffsanläufe hat sich in den letzten Jahren auf etwa hundert eingependelt. 2011 waren es schon einmal 174 Kreuzfahrtschiffe gewesen. Der Tiefpunkt war 2016 mit 81 Cruise Calls. Seither geht es wieder bergauf. Oslo ist für die Reedereien wohl ein kostspieliger Hafen.

Liegeplätze in Oslo
Liegeplätze in Oslo

Der Hauptanleger ist der Søndre Akershuskai bei der Festung Akershus. Hier befindet sich auch das einzige Cruise Terminal mit Stadtplänen, Geschäften und Internet. Am Søndre Akershuskai können auch die größten Kreuzfahrtschiffe bis zu einer Länge von 360 Metern anlegen. Zwischen der Festung Akershus und der modernen Oper gibt es noch zwei weitere mögliche Liegeplätze. Wenn ein weiteres sehr großes Kreuzfahrtschiff erwartet wird, liegt dieses am Filipstadkaia in der Nähe der Viertel Aker Brygge und Tjuvholmen.

Die Kreuzfahrtfähren von Color Line, die auf der Route Kiel-Oslo-Kiel unterwegs sind, machen auch am Filipstadkaia fest. Unweit des Liegeplatzes für Kreuzfahrtschiffe. Hier hat Color Line ein modernes Terminal.

Mobil in Oslo auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Oslo auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt und einen Stadtplan der Touristeninformation hinterlegt.

Das Oslo Cruise Terminal
Das Oslo Cruise Terminal – Bild: Tegeler

Zu Fuß

Die drei Liegeplätze rund um die historische Festung Akershus sind nur etwa einen Kilometer von der Haupteinkaufsstraße (der Karl Johans gate) entfernt. Wer möchte, kann also direkt ins Stadtzentrum laufen. Hier liegen viele Sehenswürdigkeiten relativ dicht beieinander.

Der Filipstadkaia liegt etwas ungünstiger. Das markante Rathaus Oslos ist bereits 1,7 Kilometer entfernt.

Shuttlebusse

Die Reedereien bieten ihren Gästen in vielen Häfen meist kostenpflichtige Shuttlebusse ins Stadtzentrum an. Ob das der Fall ist und was der Service kostet, erfährt man meistens erst an Bord. Wenn der Liegeplatz Filipstadkaia heißt, halten wir einen solchen Service für sehr wahrscheinlich.

Wer vergeblich auf einen Shuttle-Service der Reederei gehofft hat, könnte auf die Stadtrundfahrten mit Bussen und Bimmelbahnen ausweichen. Dazu weiter unten mehr.

Fahrt durch die Oslo-Fjord
Wintereinbruch im Oslo-Fjord – Bild: Tegeler

Öffentliche Verkehrsmittel

Eine gute Alternative für Landausflüge in Oslo auf eigene Faust sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Hier sind die Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Fähren der Osloer Verkehrsbetriebe Ruter zu nennen. Auf der Webseite findet man einen Routenplaner. Mit einem Ticket kann man alle Verkehrsmittel nutzen. Nur die Fähren zur Museumsinsel Bygdøy müssen separat bezahlt werden.

Seit Ende Januar 2020 gelten neue Fahrpreise. Der Einzelfahrtschein kostet 37 NOK und das 24-Stunden-Ticket 111 NOK. Das sind die Fahrpreise für die Zone 1, was normalerweise ausreicht. Kaufen kann man die Tickets am Oslo Visitor Centre am Hauptbahnhof, bei den Ruter Kundenzentren, in den meisten Narvesen und 7-Eleven Kiosken, an Automaten und in den U-Bahnstationen. Es gibt zudem auch die RuterBillett app.

Die Fähren zur Museums-Halbinsel Bygdøy fahren von März bis Oktober alle 20–30 Minuten. Los geht es am Osloer Rathaus an der Rådhusbrygge 3. Fahrkarten kann man am Anleger laufen. Die einfache Fahrt kostet 50 NOK und die Hin- und Rückfahrt 75 NOK.

Kon-Tiki Floß von Thor Heyerdahl
Das berühmte Kon-Tiki Floß von Thor Heyerdahl – Bild: MSC Cruises

Stadtrundfahrten

Natürlich gibt es auch in Oslo die unvermeidlich Stadtrundfahrten. Und zwar mit Bussen, Bimmelbahnen und Booten. Anbieter ist die Firma Strömma (stromma.com), die man aus vielen skandinavischen Städten kennt.

Die roten Busse von City Sightseeing (Franchisenehmer: Strömma Norwegen) stehen im Sommerhalbjahr mit Personal und Bussen vor dem Kreuzfahrt-Terminal am Søndre Akershuskai. Eine Rundfahrt dauert 90 Minuten, wobei 17 Haltestellen angefahren werden. An jeder Haltestelle kann man aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Alle 30 Minuten soll ein Bus an jeder Haltestelle vorbei kommen. An Bord gibt es Gratis-WIFI und einen Audioguide in deutscher Sprache.

Die Bimmelbahn Oslo City Train kann man ebenfalls am Oslo Cruise Terminal finden. Das Bähnchen fährt auf einer Runde (20 Minuten) vier Haltestellen an. Weitere Haltestellen neben dem Cruise Terminal sind das Nobel Peace Center und die Osloer Oper. Auch hier kann man überall aussteigen und mit späteren Bahnen weiterfahren.

Schließlich gibt es auch ein Hop-on Hop-Off Boot. Los geht es zum Beispiel an der Anlegestelle Rådhusbrygge oder an der modernen Oper. Eine dritte Haltestelle ist beim Fram-Museum auf der für ihre Museen bekannten Halbinsel Bygdøy.

Traditionelle Stadtrundfahrten mit Guide gibt es bei H.M.K. (sightseeingoslo.com). Zur Auswahl stehen Stadtrundfahrten mit einer Länge von 3,4,5 und 7 Stunden. Die Fahrten werden von einem englischsprachigen Guide begleitet. Für deutsche Fahrgäste gibt es einen Audioguide.

Oslo auf eigene Faust
Auf einen Blick – Royal Caribbean

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Akershus Festung, 2-Norwegens Widerstandsmuseum, 3-Rathaus, 4-Domkirken (Dom), 5-Munch-Museum, 6-Wikingerschiff-Museum, 7-Kon Tiki Museum, 8-Fram Museum, 9-Vigeland Skulpturenpark, 10-Schloss

Taxen

Eine großer Anbieter ist die Firma Oslo Taxi (oslotaxi.no). Auf der Webseite der Taxizentrale findet man Preisinformationen und kann ein Taxi buchen. Die Taxen sind mit einem Taxameter ausgerüstet. Darüber wird abgerechnet.

Für Touristen bietet Oslo Taxi auch Rundfahrten zu Festpreisen an. Pro Stunde kostet ein Taxi für bis zu vier Fahrgäste 460 NOK.

Fahrräder

Etwas mobiler ist man mit einem Fahrrad. Die Stadt ist gut auf Fahrradfahrer eingestellt, auch wenn man noch weit von den Standards in Kopenhagen entfernt ist. Stadtfahrräder kann man sich an knapp 250 Stationen im Stadtgebiet ausleihen. Weitere Infos gibt es auf der Webseite Oslo Bysykkel (oslobysykkel.no). Geführte Fahrradtouren findet man bei Baja Bikes*.

Oslo Pass

Bei der Touristeninformation gibt es den Oslo Pass. Auch vorab online natürlich. Enthalten sind die öffentlichen Verkehrsmittel und die Fähren nach Bygdøy sowie der Eintritt in viele beliebte Museen der Stadt. Für 24 Stunden kostet der Oslo Pass 445 NOK. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben).

Landausflüge in Oslo buchen

Für den Tag in Oslo werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Highlights für Landausflüge in Oslo

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Oslo stellen wir hier vor. Das Oslo Visitors Centre befindet sich ca. 500 Meter vom Hafen entfernt in den Østbanehallen beim Hauptbahnhof. In den Østbanehallen gibt es auch einen Food Court.

Eine Besonderheit ist die neue neun Kilometer lange Hafenpromenade Oslos. Diese verläuft von Ost nach West immer am Wasser entlang und vorbei an allen Liegeplätzen. In gewissen Abständen wurden orangefarbene Informationstürme aufgestellt. Hier erfährt man etwas über die Gegend und nahegelegene Sehenswürdigkeiten. Ideal für Fahrradfahrer und Fußgänger.

Des Festung Akershus
Des Festung Akershus – Bild: Tegeler

Das Schloss Akershus

Direkt bei den Liegeplätzen der Kreuzfahrtschiffe lohnt die Festung Akershus einen Besuch. Die mittelalterliche Festung entstand im 14. Jahrhundert und wurde später nach Zeitgeschmack und militärischen Erfordernissen umgebaut. Große Teile der Anlage sind kostenlos zugänglich. Es gibt einige Museen, wie das Militärmuseum und das norwegische Widerstandsmuseum. Im Mausoleum sind viele norwegischen Könige begraben. Von den Mauern kann man schöne Fotos vom Kreuzfahrtschiff und dem Fjord machen.

Die Oper

Das 2008 eröffnete moderne Opernhaus (operaen.no) fällt sofort ins Auge, wenn man sich Oslo von See aus nähert. Das Gebäude wurde einem treibenden Eisberg nachempfunden. Mit einer Fassade, die überwiegende aus Carrara-Marmor besteht. Es gibt fünfzigminütige Führungen (auch in deutscher Sprache) für 120 NOK.

Man kann auf dem Dach der Oper spazieren gehen. Wenn man von dort in Richtung Stadt schaut, fallen einige Gebäude auf, die zusammen an einen Barcode erinnern. Der Gebäudekomplex besteht aus 12 Gebäuden und wird einfach „der Barcode“ genannt.

Blick über die Karl Johanns gate
Blick über die Karl Johanns gate – Bild: Tegeler

Karl Johans gate

Die Prachtstraße Oslos, die Karl Johans gate, reicht vom Hauptbahnhof bis zum königlichen Schloss. Das Teilstück vom Bahnhof bis zum norwegischen Parlament (Storting) ist eine Fußgängerzone mit vielen interessanten Geschäften, Restaurants und Bars. Interessant sind auch die Nebenstraßen. In der Kristian IVs gate Nr. 12 gibt es zum Beispiel eine beliebte Eisbar.

Sehenswürdigkeiten wie der Dom, das königliche Schloss oder das Nationaltheater sind rund um die Karl Johans gate zu finden. Am königlichen Schloss lockt vor allem der Wachwechsel, der täglich um 13.30 Uhr stattfindet, viele Landausflügler an. Wer möchte, kann auch an einer Führung im Schloss (royalcourt.no) teilnehmen.

Das Rathaus

Das Rathaus ist nicht zu übersehen. Dieser mächtige rote Backsteinklotz, ein Riegel mit zwei Türmen, liegt wie eine Sperre vor der Stadt. Im Innern, in dem sich 28 Maler und Bildhauer betätigten, ist es sehr bunt und nicht immer geschmackvoll. Schön ist dieses Gebäude wahrlich nicht. Aber es ist zweifellos eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Jedes Jahr werden hier die Friedensnobelpreise verliehen.

Vor dem Rathaus (an der Fjordseite) fahren Fähren zu den Museen der Halbinsel Bygdøy. Daneben befindet sich das Nobel-Friedenszentrum. Hier erfährt man viel über den Friedensnobelpreis und die Preisträger.

Das Nationaltheater
Das Nationaltheater – Bild: Tegeler

Aker Brygge

Unweit des Rathauses befindet sich der schicke Stadtteil Aker Brygge. Auf einem ehemaligen Werftgelände sind moderne Wohnungen und Büros entstanden. Es gibt eine hölzerne Promenade am Fjord. Hier haben sich viele Restaurants niedergelassen, mit schönen Außenbereichen direkt am Wasser. Leider ist die Gastronomie in Norwegen viel teurer als in Deutschland. Auch als Einkaufsviertel hat sich Aker Brygge etabliert.

Tjuvholmen ist eines der neuesten und modernsten Viertel von Oslo direkt am Fjord. Es grenzt direkt an Aker Brygge an und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Liegeplatzes Filipstadkaia. Viele bekannte Architekten haben an diesem Viertel mitgearbeitet, das vermutlich eine der teuersten Wohngegenden darstellt. In Tuvholmen befindet sich auch das moderne neue Astrup Fearnley Museet (afmuseet.no) moderner und zeitgenössischer Kunst.

Museen auf Bygdøy

Die große Halbinsel Bygdøy ist eigentliche eine grüne Wohngegend mit schönen Wanderwegen und sogar Stränden. Viele Menschen kommen aber wegen einigen der bekanntesten Museen Oslos hierher.

Besonders beliebt ist das Wikingerschiff-Museum. Hier kann man sehr gut erhaltene Wikingerschiffe aus dem 9. Jahrhundert bestaunen, die aus Häuptlingsgräbern stammen. Auch die anderen Grabbeigaben sind ausgestellt. Lohnenswert ist unserer Meinung nach auch ein Besuch des Fram Polarschiffmuseums (frammuseum.no). Da steht heute die Fram, die sich Fritjof Nansen 1893 für seine Reise zum Nordpol bauen ließ. Diesen hölzernen Dreimastschoner lieh sich Amundsen aus, um den Südpol, „das menschenfeindlichste Gebiet der Erdoberfläche“ zu erreichen. Nun kann man hineinsteigen, das Durchdachte der Einrichtung, aber auch diese Enge sehen.

Landausflüge in Oslo zum Fram Museum
Das Fram Museum – Bild: Tegeler

Gegenüber dem Framhus liegt das ebenfalls lohnenswerte Kon-Tiki-Museum (kon-tiki.no). Es bewahrt jenes Holzfloß, mit dem sich der norwegische Zoologe Thor Heyerdahl 1947 in 101 Tagen über 42.00 Seemeilen von Peru nach Polynesien treiben ließ, um zu beweisen, dass weißhäutige Altperuaner schon vor einem Jahrtausend den Stillen Ozean überquerten. Später fand Heyerdahl in ägyptischen Gräbern Bilder von Booten aus Papyrus. Er band also Papyrusrohr mit Seilen zusammen, um damit den Ozean zu durchfahren. Der erste Versuch scheiterte, der zweite führte ihn 1972 von Marokko zu den Kleinen Antillen. Er setzte dabei die Flagge der Vereinten Nationen, um für die Gemeinsamkeit der Menschen zu werben. Das Schilfboot RAH ist nun auch im Kon-Tiki-Museum bewahrt.

Vigeland Skulpturenpark

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit Oslos ist der Vigeland Skulpturenpark (vigeland.museum.no) im Frognerpark. Auf einer Strecke von mehr als sechshundert Metern häufen sich die riesigen Figurenplastiken Vigelands aus Stein, Eisen und Bronze.

Schönheit lag dem Künstler offenbar fern. Die Nacktheit, die er hier vorführte, ist auch kaum die des Paradieses, eher die eines überfüllten Hallenbades. Der Vigelandpark wird gern als etwas Einmaliges angepriesen. Es genügt wohl auch, ihn ein für alle Male aufzusuchen. Es empfiehlt sich dann aber, auch das dabei gelegene Vigeland-Museum zu besuchen, um den Weg des Künstlers zu verfolgen, den man früh als Genie bewundert hat.

Vigeland-Skulpturenpark
Vigeland-Skulpturenpark – Bild: Tegeler

Holmenkollen

Die Norweger sind bekanntlich begeisterte Wintersportler. Die bereits 1892 erbaute und wiederholt erweiterte Skisprungschanze Holmenkollen ist auch im Sommer ein interessantes Landausflugsziel. Vom Schanzenturm kann man einen tollen Rundblick genießen. Unter der Schanze ist das Skimuseum, das die Skier aus aller Welt gesammelt hat und die Polarausrüstung von Nansen und Amundsen zeigt.

Wer möchte, kann einen Sprung von der Holmenkollenschanze per Simulator erleben. Noch eindrucksvoller ist wohl die spektakuläre Seilrutsche (Zip-Line), die allerdings (zusätzlich zur Eintrittskarte) 679 NOK kostet. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Kollensvevet.

Munch-Museum

Der berühmte norwegische Maler Edvard Munch hat alle Kunstwerke, die er noch nicht verkauft hatte, der Stadt Oslo vermacht hat. Es gibt heute angeblich etwa 28.000 Werke von Munch in Oslo. Darunter natürlich auch das berühmte Gemälde „Der Schrei“, vom dem es mehrere Versionen gibt.

Wer die Bilder des Malers sehen möchte, sollte das Munch-Museum (munchmuseet.no) und/oder die Nationalgalerie besuchen. Besonders das Munch-Museum zieht viele Landausflügler an. Es befindet sich in der Tøyengata 53 im Stadtteil Tøyen im Osten Oslos. Die U-Bahn Station Tøyen ist in der Nähe. Wegen des Umfang des Nachlasses wird derzeit ein neues Museum gebaut. Und zwar von den Liegeplätzen bei der Festung Akershus aus gesehen direkt hinter der Oper. Im Sommer 2020 soll das neue Gebäude eröffnet werden. Es ist 13 Stockwerke bzw. 58 Meter hoch und wurde von einem spanischen Architekten entworfen.

Holmenkollen
Holmenkollen – Bild: Hagelund/Birdseyepix.com-Visitnorway.com

Stadtviertel Grünerløkka

Wer schon in Oslo war und viele Sehenswürdigkeiten kennt, könnte das Hippe Stadtviertel Grünerløkka mit seinen Bars, Cafés und Restaurants erkunden. Hier gibt es auch viele Designerläden und zahlreiche Vintage- und Secondhandläden. Insbesondere in der Straße Markveien und in der parallel verlaufenden Thorvald Meyers gate.

Durch das Viertel verläuft der Fluss Akerselva, an dessen Ufer man sehr schöne Wanderungen unternehmen kann. Und eine tolle Markthalle (Mathallen Oslo) gibt es. Hier kann man super essen. Dazu noch den botanischen Garten Oslos. Ein Stadtviertel mit vielen Möglichkeiten also.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

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