Guadeloupe auf eigene Faust

Hier haben wir Anregungen und Informationen für Landausflüge auf Guadeloupe auf eigene Faust zusammengestellt. Guadeloupe, die zweitgrößte Insel der Kleinen Antillen, ist ein Teil Frankreichs und damit auch ein Teil der EU in der Karibik. Auf der Karte sieht das beliebte Ziel von Karibik Kreuzfahrten aus wie ein riesiger Schmetterling, der zwischen Dominica und Antigua in der östlichen Karibik liegt. Die beiden Flügel sind durch die eine Brücke verbunden und sehr unterschiedlich. Während das gebirgige und grüne Basse-Terre vor allem für Natur steht, ist Grande-Terre ein klassisches Urlaubsparadies mit vielen Stränden und Urlaubsorten. Zu Guadeloupe gehören einige bewohnte Nachbarinseln wie Marie-Galante, La Désirade oder die Îles des Saintes. Die Hauptstadt Pointe-à-Pitre gibt sich lebendig französisch. Auch in den Einkaufsmeilen und den kleinen Gassen der Stadt kommt die karibisch-französische Lebensart besonders zum Ausdruck. Auf der Insel wird Französisch gesprochen und mit dem Euro bezahlt. Wie meistens in französischsprachigen Gebieten, kommt man mit Englisch nur schwer weiter. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Comité du Tourisme des Iles de Guadeloupe.

Landausflüge in Guadeloupe auf eigene Faust

Der Hafen auf einen Blick – Bild: Guadeloupe Port Caraïbes

Transport in Guadeloupe auf eigene Faust

Der Kreuzfahrthafen der Hauptstadt Pointe-à-Pitre wurden in den letzten Jahren neu gestaltet und ausgebaut. In den beiden modernen Terminals findet man die üblichen Einrichtungen wie Gastronomie, Souvenirgeschäfte, Wi-Fi und Büros der Touristeninformation. Auf dieser Karte erkennt man die zentrale Lage der beiden Terminals

H4 und H6 markiert die beiden Kreuzfahrtterminals. Q3 und Q4 sowie Q5 und Q6 sind die beiden Liegeplätze, die jeweils 320 Meter lang sind. Die Nr. 4 markiert den Standort des kleinen Marché du Port (Karuland) am Hafen.

Lageplan des Hafens

Lageplan des Hafens – Guadeloupe Port Caraïbes

Zu Fuß

Das Zentrum der Hauptstadt liegt vor der Tür. Für einen Stadtbummel in Pointe-à-Pitre benötigt man keine Verkehrsmittel. Die Haupteinkaufsstraße Rue Frébault und die Place de la Victoire sind auf der Karte oben verzeichnet.

Taxen

Wie überall in der Karibik erwarten zahlreiche Taxen die Urlauber bereits auf dem Gelände des Hafens. Weitere Fahrer findet man außerhalb des abgesperrten Bereiches und in der Stadt. Im Gegensatz zu anderen Inseln der Karibik, sind Taxen auf Guadeloupe mit Taxametern ausgerüstet. Die Fahrpreise sind leider vergleichsweise hoch. Guadeloupe ist halt ein Stückchen Frankreich. Hinzu kommt, dass kaum ein Fahrer Englisch spricht. Die Fahrer im Bereich des Hafens möchten in der Regel mehrstündigen Rundfahrten verkaufen und haben dafür konkrete Angebote. Zudem gibt es Sammeltransporte zu bestimmten Zielen, wie zum Beispiel den Strand von Saint-Anne.

Mietwagen

Die Straßenverhältnisse auf Guadeloupe sind ausgezeichnet. Fast wie im Mutterland Frankreich. Für einen Tag auf Guadeloupe auf eigene Faust ist ein Mietwagen also eine gute Wahl. Auch mit dem Führerschein hat man hier keine Probleme. Für ca. 35 Euro kann man bereits einen Kleinwagen mieten.

In Hafennähe haben Hertz (Port de Bergevin) und Enterprise (Rue De La Ville De Soukhoumi) ihre Büros. Zu Hertz läuft man vom Hafen aus nur wenige Minuten. Andere große Verleiher sind mehrheitlich am ca. sieben Kilometer entfernten Flughafen Pointe-à-Pitre Pôle Caraïbes vertreten.

Der Hafen aus einem anderen Blickwinkel

Der Hafen aus einem anderen Blickwinkel – Bild: Guadeloupe Port Caraïbes

Öffentliche Busse

Wer an einem Werktag auf der Insel ist und etwas Abenteuerlust mitbringt, kann dieses Transportmittel in Erwägung ziehen. Grundkenntnisse der französischen Sprache sind dabei hilfreich. Die Busgesellschaft heißt Karu‘lis (karulis.com). Am Wochenende sind die Verbindungen sehr ausgedünnt.

Busse nach Basse-Terre starten am Busbahnhof Gare Routiere de Bergevin. Das ist wenige hundert Meter nördlich vom Hafen. Dort, wo auch die Mietwagenstation von Hertz ist. Es gibt ein Ticketoffice mit Fahrplänen und Fahrkarten. Busse zu Zielen auf Grande-Terre starten am Gare Routiere de Darboussier. Dieser liegt ein kurzes Stück hinter der Place de la Victoire und kann ebenfalls zu Fuß erreicht werden. Dieser Busbahnhof ist älter und verfügt nicht über einen Fahrkartenschalter. Jeder Bus hat ein Schild mit der jeweiligen Route.

Zum beliebten Badeort Saint-Anne fahren Busse der Linien S1, S2 und S3. Diese Linien beginnen am Gare Routiere de Darboussier in Pointe-à-Pitre und enden am Gare Routiere de Saint-Francois. Die Haltestelle in Sainte-Anne heißt Mairie de Sainte-Anne. Das ist, wenn wir die Webseite richtig verstehen, eine Fahrt von Zone 1 nach Zone 3 und kostet 3 Euro.

Landausflüge auf Guadeloupe buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich auf einer karibischen Insel auf eigene Faust zu bewegen. Auch wenn diese zur EU gehört. Der Lebensstandard der Menschen ist mit Europa nicht vergleichbar. Die Angst vor Kriminellen ist auch hier nicht ganz unbegründet, auch wenn man das Risiko durch die allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen stark begrenzen kann. Bequemer und sicherer erscheinen geführte Landausflüge oder Inseltouren. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der beliebten deutschen Reederei TUI Cruises bei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben.

Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Tourguides kann man bequem und sicher bei Viator vergleichen und buchen. Weitere Angebote der Plattform GetYourGuide gibt es am Ende dieser Seite.

Highlights für Ihre Landausflüge auf Guadeloupe

Guadeloupe ist im Prinzip ein Stück Frankreichs in der Karibik. Eine wunderschöne Urlaubsinsel mit viel französischem Flair. Das hat für Urlauber aus Deutschland erstmal viele Vorteile. Man ist in Europa, kann mit dem Euro bezahlen und die leckere karibisch-französische Küche genießen. Der Nachteil ist, dass außer Französisch kaum Sprachkenntnisse erwartet werden können. Darauf muss man sich einstellen. Wohl dem, der Kenntnisse der französischen Sprache mitbringt. Die Landausflügler, die Guadeloupe auf eigene Faust erkunden, können sich auf eine interessante Hauptstadt, schöne Strände, hohe Gipfel, dichte Urwälder und zahlreiche schöne Wasserfälle freuen.

Karte von AIDA Cruises

Karte von AIDA Cruises

Pointe-à-Pitre

Wir Deutsche wollen ja immer gerne wissen, wie viele Einwohner eine Stadt hat. Bei Pointe-à-Pitre ist diese Frage nicht einfach zu beantworten. Die Angaben dazu schwanken von 12.000 bis zu mehr als 100.000 Einwohnern. Auf jeden Fall ist es eine richtige Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Guadeloupes. Entsprechend lebhaft geht es auf den Straßen der Stadt zu. Es sei denn, man kommt an einem Sonntag hierher. Dann ist alles wie ausgestorben.

Das Zentrum der Hauptstadt kann man bequem zu Fuß erkunden. Der Mittelpunkt ist die Place de la Victoire (Nr. 6) am Kopfende des alten Hafens La Darse (Nr. 1). Die Place de la Victoire ist heute ein schöner Park. Kolonialzeitliche Gebäude und Straßencafés umsäumen die grüne Oase.
Die Hauptgeschäftsstraße ist die Rue Frébault. Hier und in den kleinen Seitenstraßen und Parallelstraßen findet man die meisten Geschäfte. Sehr beliebt sind die lokalen Märkte. Zum Beispiel der Marché aux Épices (Gewürzmarkt) und der überdachte Marché de la Darse bei der Place de la Victoire. Die bunt gekleideten Marktfrauen sind ein beliebtes Fotomotiv.

Sehenswert ist die Basilika Saint-Pierre et Saint-Paul (Nr. 5 auf der Karte) mit ihrer attraktiven Fassade. Die Kirche hat ein Korsett aus Stahl, das als Schutz vor Wirbelstürmen dienen soll. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch das Musée Saint-John Perse (Nr. 4.). Ein sehr schönen Haus mit einer kleinen Ausstellung über den Literaturnobelpreisträger und berühmten Sohn der Insel. Ein weiteres kleines Museum ist das Musée Schœlcher (Nr. 3) in der Rue Peynier 24. Der französische Politiker des 19. Jahrhunderts war ein entschiedener Gegner der Sklaverei und hatte entscheidenden Anteil der deren Abschaffung auf Guadeloupe im Jahre 1848. Etwas außerhalb, aber noch zu Fuß erreichbar, ist das neue Museum Memorial Acte (memorial-acte.fr). Der moderne Museumsneubau ist der Geschichte der Sklaverei und des Sklavenhandels gewidmet. Noch ein Stück weiter südlich gibt es noch ein modernes Aquarium, das aber bereits mehr als 3 Kilometer vom Hafen entfernt ist.

Am Strand von Sainte-Anne

Am Strand von Sainte-Anne – Bild: MSC Kreuzfahrten

Grande-Terre

Grande-Terre ist der rechte und kleinere der beiden Schmetterlingsflügel, die die Insel Guadeloupe bilden. Dieser Inselteil ist insgesamt recht flach und wird landwirtschaftlich genutzt. Insbesondere Zuckerrohr wird und wurde hier angebaut. Wegen der felsigen Steilküsten wird Grande-Terre manchmal auch Bretagne der Antillen genannt. Die meisten Landausflügler, die Guadeloupe auf eigene Faust erkunden, fahren zu den Stränden der Riviera du Levante, die im Prinzip die gesamte Südküste von Grande-Terre umfasst. Le Gosier ist, vom Hafen aus gesehen, der nächstgelegene Badeort mit Hotels, schönen Stränden, Wassersport, Geschäften und Gastronomie. Die Strände heißen Plage de l’Anse Tabarin, Plage de la Datcha oder Plage de l’Anse Vinaigri. Ein beliebtes Ziel ist die kleine vorgelagerte Insel Gosier (l’Îlet du Gosier), die man mit Wassertaxen erreichen kann. Wer einen Mietwagen hat, kann die Plage de Petit-Havre in Erwägung ziehen, die noch zur Urlaubsregion Le Gosier gehört. Dieser Strand liegt sehr schön auf einer kleinen Halbinsel. Es gibt viele schattenspendende Bäume, Duschen und eine Strandbar. Der Parkplatz ist leider häufig zu klein.

Wenige Kilometer weiter liegt der sehr lebhafte Urlaubsort Saint-Anne. Viele Landausflügler kommen mit Taxen, Mietwagen, Strandtransfers oder öffentlichen Bussen hierher. Der Stadtstrand ist die große Plage du Bourg. Weitere Alternativen sind die Plage Caravelle und die Plage de Bois Jolan. Die Plage Caravelle liegt auf einer kleinen Halbinsel, die von dem breiten Palmenstrand gesäumt wird. Auf der Halbinsel liegt das Hotel Club Med Caravelle. Ruhiger, aber auch einige Kilometer hinter Saint-Anne gelegen, ist die Plage de Bois Jolan. Hier benötigt man wieder einen Mietwagen.

Wer mit einem Mietwagen über Grande-Terre fährt, findet einige interessante Ziele und Aussichtspunkte. Zum Beispiel die schöne alte alten Kolonialhauptstadt Le Moule mit ihren Rumbrennereien. Darunter die Distillerie Damoiseau (damoiseau.fr). Weitere Ziele für eine Mietwagenrundfahrt könnten die Lagune Porte d’Enfer (Das Tor zur Hölle) und der Aussichtspunkt Pointe de la Grande Vigie an der Nordspitze sein. Interessant ist auch der Friedhof Morne-à-L’Eau mit den schwarz-weißen Gräbern.

Auf dem Weg zu den Wasserfällen von Carbet

Auf dem Weg zu den Wasserfällen von Carbet – Bild: MSC Kreuzfahrten

Basse-Terre

Auf der gebirgigen Inselhälfte Basse-Terre gibt es dichten Regenwald, Flüsse und Wasserfälle. Der Parc National de Guadeloupe (guadeloupe-parcnational.fr) umfasst einen großen Teil von Basse-Terre und wird durch ein ausgedehntes Netz von Straßen und Wanderwegen zugänglich. Für Wanderungen sollte man unbedingt festes Schuhwerk mitbringen. Auf manchen Strecken ist ein ortskundiger Führer hilfreich. Im Zentrum des Nationalparks befindet sich der Vulkan La Soufriere, den die meisten Landausflügler vermutlich bereits vom Kreuzfahrtschiff aus gesehen haben. Der Aufstieg zum Krater lohnt sich. Den größten Teil kann man mit dem Auto bewältigen. Auf einer Karibik Kreuzfahrt hat man ja nicht unbegrenzt Zeit. Vom Parkplatz auf der Savane a Mulets hat man dann noch einen ziemlich steilen Aufstieg vor sich. Ziemlich anstrengende 300 Meter.

Mitten im Nationalpark befindet sich der wunderschöne Wasserfall Cascade aux Ecrevisses, den man auf einem markierten Pfad von einem Parkplatz aus erreicht. Die Wasserfälle von Carbet soll bereits Kolumbus bewundert haben.

Sehenswert ist auch die kleine Stadt Basse-Terre auf Basse-Terre. Der Verwaltungssitz dieser Inselhälfte liegt am Fuß des Vulkans La Soufriere. Es gibt schön Plätze, attraktive Kolonialbauten und die Ruinen eines alten Forts. Für Taucher ist der Cousteau Underwater Park vor der Küste von Basse-Terre (in der Nähe von Pigeon Island) ein Paradies. Die meisten örtlichen Tauchschulen bieten zweistündige Tauchgänge für ca. 50 US Dollars an.

Der mehr als einen Kilometer lange Strand von Grand-Anse erstreckt sich nördlich des Ortes Deshaies und gilt für viele als schönster Strand der Insel. Wegen der Strömungen ist das baden leider nicht ungefährlich. Für Familien mit Kindern ist der Strand deshalb leider nicht geeignet.

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