Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Guadeloupe auf eigene Faust. Die zweitgrößte Insel der Kleinen Antillen ist ein Teil Frankreichs und der EU in der östlichen Karibik. Auf einer Karte sieht Guadeloupe aus wie ein riesiger Schmetterling. Die beiden Flügel sind nur durch eine schmale Meerenge getrennt und sehr unterschiedlich. Während das gebirgige und grüne Basse-Terre vor allem für Berge, Wasserfälle und Regenwälder steht, ist das landwirtschaftlich geprägte Grande-Terre ein klassisches Urlaubsparadies mit vielen Stränden und Urlaubsorten. Das wirtschaftliche Zentrum Pointe-à-Pitre gibt sich lebendig französisch. Zur Inselgruppe von Guadeloupe gehören neben Grande-Terre und Basse-Terre auch noch die Nachinseln Marie-Galante, Îles des Saintes und La Désirade. Guadeloupe gehört für viele Kreuzfahrer zu den interessantesten Zielen für Landausflüge in der Karibik. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Guadeloupe Islands Tourism Board. Letzte Aktualisierung: Juni 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Pointe-à-Pitre Cruise Terminal in Pointe-à-Pitre
🚶♂️ Stadtzentrum: Wenige Gehminuten bis ins Zentrum von Pointe-à-Pitre
🏖️ Nächster Strand: Plage de la Datcha (Le Gosier, ca. 15 Minuten mit dem Taxi)
✨Highlights auf Grande-Terre: Pointe-à-Pitre, Sainte-Anne, Le Gosier, Pointe des Châteaux, Cimetière von Morne-à-l’Eau
✨Highlights auf Basse-Terre: Ecrevisses Wasserfälle, Carbet-Wasserfälle, Jardin Botanique de Valombreuse, Gipfel des Soufrière, Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles, Naturreservat Jacques Cousteau, Route de la Traversée
🗺️ Fortbewegung: Taxi, Mietwagen oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Strände von Sainte-Anne, Route de la Traversée mit den Ecrevisses Wasserfällen, Inseltouren, Botanische Gärten
💶 Gut zu wissen: Euro als Währung, Französisch als Amtssprache, EU-Roaming meist ohne Zusatzkosten
📶 Internet: Mobilfunk wie in Frankreich, WLAN in vielen Cafés und Restaurants
👉 Fazit: Guadeloupe verbindet karibische Strände mit französischem Flair. Die Insel bietet sowohl entspannte Strandtage auf Grande-Terre als auch Regenwald, Wasserfälle und Vulkanlandschaften auf Basse-Terre.
Kreuzfahrthafen Guadeloupe
Das Guadeloupe Kreuzfahrtterminal in Pointe-à-Pitre wurde in den letzten Jahren neu gestaltet und ausgebaut. Es gibt zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Die beiden Guadeloupe Cruise Terminals werden einfach Cruise Terminal 1 (oben) und Cruise Terminal 2 (unten) genannt. Hier machen auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest.
Die beiden Cruise Terminals sind gut ausgestattet und werden von MSC Cruises und Costa Cruises gelegentlich auch als Start- und Zielhafen für Karibik Kreuzfahrten genutzt. Zwischen den beiden Cruise Terminals gibt es einen großen Parkplatz für Busse und Taxis und einen Markt für lokales Kunsthandwerk (Karuland Port Market).
Landausflüge auf Guadeloupe buchen
Für den Tag auf Guadeloupe werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Guadeloupe findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobilität auf Guadeloupe auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Guadeloupe auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Guadeloupe:
- Cimetière de Morne-à-l’Eau (Grande-Terre): 15 km
- Jardin de Valombreuse (Basse-Terre): 18,4 km
- Sainte-Anne (Grande-Terre): 20,6 km
- Cascade aux Écrevisses (Basse-Terre): 23 km
- Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles (Basse-Terre): 31,5 km
- Pointe de la Grande Vigie (Grande-Terre): 40,3 km
- Réserve Jacques Cousteau (Basse-Terre): 41 km
- Chutes du Carbet (Basse-Terre): 46,6 km
- Pointe des Châteaux (Grande-Terre): 47 km

Karte der Sehenswürdigkeiten in Pointe-à-Pitre: 1. Place de la Victoire, 2. Marché aux Épices (überdachter Gewürzmarkt), 3. Marché de la Darse (überdachte Markthalle), 4. Cathédrale Saint-Pierre et Saint-Paul, 5. Musée Victor Schœlcher, 6. Memorial ACTe (modernes Museum über die Sklaverei)
Das „Auto“ oben markierte den Standort von Hertz (Autovermietung) in Hafennähe. Man läuft etwa 700 Meter.
Zu Fuß unterwegs
Das Zentrum von Pointe-à-Pitre rund um die Haupteinkaufsstraße Rue Frébault und die Place de la Victoire liegt vor der Tür. Für einen Stadtbummel in Pointe-à-Pitre auf eigene Faust benötigt man keine Verkehrsmittel. Viele Geschäfte, Märkte und Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind bequem zu Fuß erreichbar.

Taxis, Uber & Co
Uber gibt es auf Guadeloupe nicht. Am Kreuzfahrthafen stehen jedoch ausreichend Taxis bereit. Es gibt einen großen Taxistand auf dem Gelände des Hafens. Die Fahrer möchten mehrstündige Rundfahrten und Strandtransfers (mit Abholzeit) verkaufen und haben dafür konkrete Angebote, die auf Plakaten (ohne Preise) beworben werden. Wer noch nichts vorhat und etwas von der Insel sehen möchte, wird hier vielleicht fündig. Feste Tarife werden nicht immer ausgewiesen. Den Fahrpreis sollte man daher vor der Abfahrt vereinbaren.
Mietwagen
Die Straßenverhältnisse auf Guadeloupe sind für karibische Verhältnisse sehr gut. Für einen Tag auf Guadeloupe auf eigene Faust ist ein Mietwagen also eine gute Wahl. Auch mit dem Führerschein hat man hier keine Probleme. In Hafennähe haben Hertz (hertzantilles.com) und diverse lokale Autovermieter ihre Büros. Hertz befindet sich am Fährhafen Port de Bergevin, wo die Fähren zu den anderen Inseln Guadeloupes abfahren. Das ist nur wenige hundert Meter nördlich des Kreuzfahrthafens.
Ociklo
Die Firma Ociklo (ociklo.com) bietet geführte Stadtrundfahrten durch Pointe-à-Pitre mit sogenannten Rosalies an. Dabei handelt es sich um mehrsitzige, pedalbetriebene Fahrzeuge, die Platz für mehrere Personen bieten. Die etwa einstündigen Touren starten in Hafennähe und kosten derzeit 25 Euro pro Person und sind sehr unterhaltsam.
Guadeloupe auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Guadeloupe ist ein Stück Frankreich in der Karibik. Das hat für Landausflügler aus Deutschland erst einmal viele Vorteile. Man ist in Europa, kann mit dem Euro bezahlen und die leckere karibisch-französische Küche genießen. Und der deutsche Handyvertrag ist auch nutzbar. Der Nachteil ist, dass außer Französisch kaum Sprachkenntnisse erwartet werden können. Grande-Terre und Basse-Terre sind die beiden Hauptinseln von Guadeloupe. Sie bilden zusammen den berühmten Schmetterling. Zwischen den beiden Flügeln liegt nur ein schmaler Meereskanal (Rivière Salée), der wie der Körper des Schmetterlings wirkt. Beide Inseln bieten eine Vielzahl von attraktiven Landausflugszielen für einen erlebnisreichen Tag auf Guadeloupe auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten auf Guadeloupe: 1. Strände von Sainte-Anne, 2. Le Gosier Strände, Festung und Insel, 3. Pointe des Châteaux, 4. Cimetière de Morne-à-l’Eau, 5. Distillerie Damoiseau, 6. Pointe de la Grande Vigie, 7. Lagune der Porte d’Enfer, 8. Ecrevisses Wasserfälle, 9. Chutes du Carbet Wasserfälle, 10. Jardin Botanique de Valombreuse, 11. Gipfel des Soufrière, 12. Zoo de Guadeloupe aux Parc des Mamelles und Le Tapeur Adventure Park, 13. Sandstrand Malendure im Naturreservat Jacques Cousteau, 14. Vieux Bourg (Mangroven)
Orientierung für Kreuzfahrer
Die beliebtesten Landausflugsziele auf Guadeloupe verteilen sich auf die beiden sehr unterschiedlichen Hauptinseln Grande-Terre und Basse-Terre. Während Grande-Terre vor allem für Strände, Badeorte und spektakuläre Küstenlandschaften bekannt ist, erwarten Besucher auf Basse-Terre Regenwald, Wasserfälle und der Vulkan La Soufrière. Hinzu kommen botanische Gärten, Tierparks und einige der besten Schnorchelreviere der Karibik.
🏖️ Grande-Terre: Sainte-Anne (Strände), Le Gosier (Strände), Pointe des Châteaux, Pointe de la Grande Vigie, Friedhof Morne-à-l’Eau
🌿 Basse-Terre: Ecrevisses Wasserfälle, Chutes du Carbet Wasserfälle, Route de la Traversée, Ausblicke auf den Vulkan La Soufrière
🌺 Gärten & Tierwelt: Jardin Botanique de Deshaies, Jardin Botanique de Valombreuse, Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles (alle auf Basse-Terre)
🤿 Schnorcheln & Meer: Réserve Cousteau, Grand Cul-de-Sac Marin
Pointe-à-Pitre auf eigene Faust
Wir Deutschen wollen ja immer gerne wissen, wie viele Einwohner eine Stadt hat. Bei Pointe-à-Pitre ist diese Frage nicht einfach zu beantworten. Die eigentliche Stadt hat nur rund 15.000 Einwohner. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden bildet Pointe-à-Pitre jedoch das wirtschaftliche Zentrum Guadeloupes. Entsprechend lebhaft geht es auf den Straßen zu. Es sei denn, man kommt an einem Sonntag hierher. Dann ist alles wie ausgestorben.
Das Zentrum der größten Stadt auf Guadeloupe kann man bequem zu Fuß erkunden. Der Mittelpunkt ist die Place de la Victoire am Kopfende des alten Hafens La Darse. Die Place de la Victoire ist heute ein recht schöner Park. Kolonialzeitliche Gebäude und Straßencafés umsäumen die grüne Oase. Die Hauptgeschäftsstraße ist die Rue Frébault. Hier und in den kleinen Seitenstraßen und Parallelstraßen findet man die meisten Geschäfte. Sehr beliebt sind die lokalen Märkte. Zum Beispiel der Marché aux Épices (Gewürzmarkt) und der überdachte Marché de la Darse bei der Place de la Victoire. Die bunt gekleideten Marktfrauen sind ein beliebtes Fotomotiv. Man sollte immer höflich um Erlaubnis fragen, ob man ein Foto machen darf. Viele Geschäfte und die Märkte schließen samstags bereits gegen Mittag und bleiben sonntags komplett geschlossen.
Karte von Pointe-à-Pitre auf einen Blick: 1. Place de la Victoire, 2. Marché aux Épices (überdachter Gewürzmarkt), 3. Marché de la Darse (überdachte Markthalle), 4. Cathédrale Saint-Pierre et Saint-Paul, 5. Musée Victor Schœlcher, 6. Mémorial ACTe (modernes Museum über die Sklaverei)
Sehenswert ist die Basilika Saint-Pierre et Saint-Paul mit ihrer attraktiven Fassade. Die Kirche hat ein Korsett aus Stahl, das als Schutz vor Wirbelstürmen dienen soll. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch das Musée Saint-John Perse. Ein sehr schönes Haus mit einer kleinen Ausstellung über den Literaturnobelpreisträger und berühmten Sohn der Insel. Ein weiteres kleines Museum ist das Musée Schœlcher in der Rue Peynier 24. Der französische Politiker des 19. Jahrhunderts war ein entschiedener Gegner der Sklaverei und hatte entscheidenden Anteil an deren Abschaffung auf Guadeloupe im Jahre 1848.
Etwas außerhalb, aber noch zu Fuß erreichbar, ist das neue Museum Memorial ACTe. Der moderne Museumsneubau ist der Geschichte der Sklaverei und des Sklavenhandels gewidmet. Das Kreuzfahrtschiff fährt beim Einlaufen in Guadeloupe direkt daran vorbei. Einige werden es bei dieser Gelegenheit bereits gesehen haben. Im Ticketpreis von 15 Euro ist ein automatischer, deutschsprachiger Audioguide enthalten. Montags ist das Museum geschlossen.
Man kann das Memorial ACTe vom Hafen aus zu Fuß erreichen. Vom Ausgang des Kreuzfahrtterminals läuft man etwa 25 Minuten. Aber die unmittelbar angrenzenden Wohnviertel gelten teilweise als sozial benachteiligt. Wir würden daher lieber ein Taxi nehmen oder einen Landausflug buchen. Wenn man einen tiefen Blick hinter die Kulissen der karibischen Postkartenidylle werfen möchte, ist das Museum ein absolutes Meisterwerk.
Weiter südlich befindet sich außerdem ein modernes Aquarium, das allerdings bereits mehr als drei Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt liegt. Hier braucht man auf jeden Fall ein Verkehrsmittel. Unserer Meinung nach lohnt sich ein Besuch nicht wirklich. Es ist eher für die lokale Bevölkerung gedacht. In Europa gibt es größere und moderne Aquarien.
Landausflüge auf Grande-Terre
Grande-Terre ist der kleinere der beiden Schmetterlingsflügel von Guadeloupe. Hier befinden sich Pointe-à-Pitre und der Kreuzfahrthafen. Dieser Inselteil ist insgesamt recht flach und bietet schöne Strände. Viele Landausflügler verbringen den Tag an den Stränden von Sainte-Anne. Wegen der felsigen Steilküsten und Kaps wird Grande-Terre manchmal auch die Bretagne der Antillen genannt. Und dann gibt es noch Rumbrennereien und einen sehr fotogenen Friedhof. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge auf Grande Terre auf eigene Faust.
Karte der Landausflugsziele auf Grande-Terre: 1. Strände von Sainte-Anne, 2. Le Gosier Strände, Festung und Insel, 3. Pointe des Châteaux, 4. Cimetière de Morne-à-l’eau, 5. Distillerie Damoiseau, 6. Pointe de la Grande Vigie, 7. Lagune der Porte d’Enfer
Badeort Le Gosier
Le Gosier ist der lebendigste und beliebteste Ferienort auf Guadeloupe. Er befindet sich nur knapp 10 km südlich vom Hafen und ist deshalb leicht erreichbar. Die Gemeinde ist hervorragend an das Busnetz von Karu’Lis angebunden und kann sogar mit dem Bus erreicht werden.
Die Plage de la Datcha ist der Hauptstrand im Zentrum von Le Gosier. Der Strand bietet feinen hellen Sand, ruhiges Wasser und einen schönen Blick auf die vorgelagerte Îlet du Gosier. Diese ist in ca. 5 Minuten mit einem Boot erreichbar. Einheimische Fischer pendeln tagsüber im Minutentakt für rund 5 Euro (Hin- und Rückfahrt) vom Anleger Tabarin zu der kleinen unbewohnten Insel mit ihren schönen Stränden und Schnorchelmöglichkeiten. Der malerische rote Leuchtturm auf der Îlet du Gosier ist ein schönes Fotomotiv.
Das Fort Fleur d’Épée ist eine historische Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert und ein beliebtes Landausflugsziel. Besucher können gut erhaltene Kanonen, historische Mauern und einige unterirdische Anlagen erkunden. Das eigentliche Highlight ist aber der Ausblick. Das Fort bietet einen der schönsten kostenlosen Panoramablicke über die Küste. Viele Inseltouren halten hier.
Badeort Sainte-Anne
Sainte-Anne besitzt die unbestritten schönsten Postkartenstrände Guadeloupes. Viele Landausflügler kommen auf eigene Faust mit Taxis oder Mietwagen hierher.
Der Stadtstrand Plage du Bourg liegt direkt im Ortszentrum. Er ist durch ein Außenriff komplett geschützt, hat kaum Wellen und ist extrem kinderfreundlich. Hier gibt es auch die meisten kreolischen Imbissbuden. Den Marché de Sainte-Anne kann man vom Strand aus bequem zu Fuß erreichen. Der Markt ist ein guter Ort, um Gewürze oder andere lokale Spezialitäten als Souvenir zu kaufen. Eine Alternative zum Stadtstrand von Sainte-Anne ist die wunderschöne Plage Caravelle. Der Strand liegt direkt vor dem Club Med, ist aber öffentlich zugänglich. Schnorchler finden hier ein flaches Riff mit vielen bunten Fischen. Badeschuhe sind beim Schnorcheln dringend empfohlen, da es manchmal Seeigel gibt.
Die Küstenstraße N4 zurück nach Pointe-à-Pitre ist berüchtigt für spontane Berufsverkehr-Staus am Nachmittag (ab ca. 15:30 Uhr). Wir würden für die Rückfahrt zum Kreuzfahrthafen mindestens 60 Minuten einplanen und rechtzeitig starten.
Kap Pointe des Châteaux
Die Pointe des Châteaux bildet die östliche Spitze von Grande-Terre. Trotz ihres Namens (Bucht der Burgen) gibt es hier keine Burgen. Berühmt ist die Landzunge vielmehr für ihre spektakulären Felsformationen und die raue Atlantikküste. Die Nachbarinsel La Désirade ist nicht weit entfernt und oft gut sichtbar. Auf dem Gipfel der Pointe des Châteaux wurde ein großes Kreuz aufgestellt. Der Aufstieg dauert etwa 15 Minuten. Er ist nicht extrem lang, durch die Steigung und die tropische Hitze aber durchaus schweißtreibend. Die Plage de l’Anse des Châteaux ist wegen der Wellen und Unterströmungen leider zum Baden zu gefährlich.
Unser Tipp: Direkt am Parkplatz gibt es ein paar kleine Stände. Das hausgemachte Kokoseis (Sorbet Coco) wird dort in Holzeimern frisch gekurbelt und ist eine leckere Erfrischung.
Kap Pointe de la Grande Vigie
Die Pointe de la Grande Vigie ist der nördlichste Punkt von Grande-Terre. Bis zu 80 Meter hohe Steilklippen fallen senkrecht in den Atlantik ab. Auch hier fühlen sich viele Franzosen an die Bretagne erinnert. Ein Fußweg führt über die Landzunge und bietet wunderschöne Aussichten. Vom Parkplatz geht man hier nur 10 bis 15 Minuten. Bei gutem Wetter und klarer Sicht kann man sogar die rund 50 km entfernte Nachbarinsel Antigua sehen.
Die Pointe de la Grande Vigie ist bereits ca. 1 Autostunde entfernt und wird oft im Rahmen von mehrstündigen Inseltouren auf Grande-Terre besucht. Ganz in der Nähe befindet sich die schmale Meeresbucht Lagon de la Porte d’Enfer. Von hier kann man die Höhle Trou de Madame Coco in ca. 20 Minuten zu Fuß erreichen. Durch einen natürlichen Tunnel dringt das Meerwasser mit großer Wucht in die Höhle ein. Je nach Wellengang schäumt und tobt das Wasser hier beeindruckend.
Friedhof von Morne-à-l’Eau
Der Cimetière von Morne-à-l’Eau liegt direkt an der N5 in der Gemeinde Morne-à-l’Eau im Zentrum von Guadeloupe. Der Friedhof gilt als absolutes Meisterwerk kreolischer Grabarchitektur und ist ein beliebtes Fotomotiv. Die Gräber haben die Form kleiner und größerer Mausoleen, die mit schwarzen und weißen Kacheln verkleidet sind. Die Angehörigen erinnern mit Kerzen, Fotos und Blumen an ihre Verstorbenen. Schwarz steht für die europäische Trauerfarbe, Weiß für die traditionelle Trauerfarbe in vielen afrikanischen Kulturen. Uns wurde berichtet, dass manche Einheimische symbolisch kurz leise an das Eingangstor klopfen, bevor sie den Friedhof betreten, um die Ahnen zu begrüßen.
Der Cimetière von Morne-à-l’Eau ist ein Ziel vieler Inseltouren. Die Busse halten für ca. 15 Minuten an der vielbefahrenen Straße, damit die Kreuzfahrer ihre Fotos machen können. Fotografen finden hier außergewöhnliche Motive. Den besten Überblick hat man, wenn man ganz nach oben auf den Hügel steigt.
Meeresnaturreservat Grand Cul-de-Sac Marin
Das Grand Cul-de-Sac Marin ist ein riesiges Meeresnaturreservat und ein Nationalpark im nördlichen Bogen des „Schmetterlings“ von Guadeloupe. Hier gibt es ausgedehnte Mangrovenwälder, Sandinseln, Seegraswiesen und ein großes Korallenriff. Im Rahmen einer Kajaktour kann man das Ökosystem erkunden. Diese Landausflüge beginnen oft in Grand Bourg auf Grande-Terre. Entsprechende Touren kann man an Bord oder bei lokalen Veranstaltern buchen. Von Grand Bourg aus paddelt man direkt in die dichten Mangroven und erreicht nach kurzer Zeit kleine, einsame Trauminseln wie die Îlet Macou.
Landausflüge auf Basse-Terre
Basse-Terre ist der grüne und gebirgige „Westflügel“ der „Schmetterlingsinsel“ Guadeloupe. Hier gibt es dichten Regenwald und viele Flüsse und Wasserfälle. Die Route de la Traversée durchquert den Regenwald von Basse-Terre und verbindet die Ost- mit der Westküste. Entlang der Route befinden sich beliebte Landausflugsziele wie die Cascade aux Écrevisses, das Maison de la Forêt oder der Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles. Das Herz von Basse-Terre bildet der oft wolkenverhangene Vulkan La Soufrière. Eine Besteigung ist zwar möglich, wird aufgrund der Anfahrt und des Zeitbedarfs aber nur selten von Kreuzfahrern unternommen. An der Westküste von Basse-Terre befindet sich das weltberühmte Réserve Cousteau, eines der besten Tauch- und Schnorchelgebiete der Karibik. Im Folgenden stellen wir die beliebtesten Landausflugsziele auf Basse-Terre vor.
Karte der Landausflugsziele auf Basse-Terre: 1. Cascade aux Écrevisses, 2. Chutes du Carbet Wasserfälle, 3. Jardin Botanique de Valombreuse, 4. Gipfel des Soufrière, 5. Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles, 6. Naturreservat Jacques Cousteau
Ecrevisses Wasserfälle
Die Cascade aux Écrevisses (Krebs-Wasserfall) ist der am leichtesten zugängliche und am meisten besuchte Wasserfall auf Guadeloupe. Der Wasserfall stürzt in ein kleines natürliches Becken mitten im tropischen Regenwald und zählt zu den bekanntesten Fotomotiven Guadeloupes.
Der Parkplatz liegt direkt an der Route de la Traversée. Von hier aus läuft man über einen circa 200 Meter langen Weg in nur 5 bis 10 Minuten zum Wasserfall. Der Pfad ist komplett asphaltiert, flach und rollstuhl- sowie kinderwagenfreundlich ausgebaut. Am Ende gibt es eine Plattform, von der man schöne Fotos machen kann. Wer möchte, kann auch direkt über die rutschigen Steine zum Wasserfall hinabsteigen und im Pool baden. Dafür sollte man aber rutschfeste Wasserschuhe mitnehmen.
Für die Cascade aux Écrevisses selbst sollten Sie eine reine Aufenthaltszeit von 30 bis 60 Minuten einplanen. Danach könnte man noch gut einen Kilometer weiterfahren zum Maison de la Forêt. Hier beginnen schöne Wanderwege durch den Regenwald des Nationalparks von Guadeloupe.
Wasserfälle Chutes du Carbet
Die drei Wasserfälle Chutes du Carbet gehören zu den imposantesten Wasserfällen der gesamten Karibik. Sie entspringen an der Ostflanke des Vulkans La Soufrière und werden einfach erster, zweiter und dritter Wasserfall genannt. Der Zugang zum Hauptareal (1. und 2. Wasserfall) erfolgt über das Informationszentrum „Accueil des Chutes du Carbet“. Von Pointe-à-Pitre benötigt man mit dem Mietwagen etwa eine Stunde bis hierher. Der Eintritt kostet 6 Euro.
Der mit Abstand beliebteste und am leichtesten zugängliche Wasserfall ist der 2. Wasserfall (Deuxième Chute). Vom Hauptparkplatz führt ein gut befestigter, gepflasterter und teilweise mit Holzstegen ausgebauter Weg durch den Dschungel. Man benötigt für den Hin- und Rückweg etwa 45 bis 60 Minuten. Auf den Treppen müssen knapp 400 Stufen bewältigt werden, so dass der Weg durchaus knackig ist. Festes Schuhwerk ist absolute Pflicht, da der Weg oft nass und rutschig ist. Der zweite Wasserfall stürzt rund 110 Meter in die Tiefe und ist bereits von einer Aussichtsplattform aus gut zu sehen.
Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles
Der Zoo de Guadeloupe au Parc des Mamelles bietet einen guten Überblick über die artenreiche Flora und Fauna Guadeloupes und gehört zu den schönsten Landausflugszielen für Familien und Naturliebhaber. Er befindet sich direkt an der Route de la Traversée und ist deshalb gut zu erreichen. Erwachsene zahlen 17,50 Euro Eintritt. Für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren gibt es 5 Euro Rabatt. Da man sich mitten im feuchtwarmen Regenwald bewegt, ist ein tropentaugliches Mückenspray absolute Pflicht.
Die naturnahe Gestaltung hebt den Zoo positiv von vielen klassischen Tierparks ab. Der wunderschön angelegte Holzsteg-Pfad führt in einer großen Schleife durch das vier Hektar große Areal. Man folgt einfach dem Rundweg und sieht Leguane, Waschbären, Mangusten, Jaguare, Affen, Papageien oder Schildkröten. Es gibt zudem einige Attraktionen für Kinder. Insgesamt ein positives Beispiel eines Zoos. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Themenpark Le Tapeur mit Seilrutschen und Hochseilgärten.
Jardin Botanique de Deshaies
Der Jardin Botanique de Deshaies liegt an der Westküste von Basse-Terre. Er ist nur ca. 5 Min. vom Ortszentrum von Deshaies entfernt und gilt als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Guadeloupe. Der Garten wurde 2001 auf dem ehemaligen Anwesen des französischen Komikers Coluche gegründet und gilt für viele Besucher als einer der schönsten botanischen Gärten der Karibik.
Heute gibt es über 1.000 Pflanzenarten aus der Karibik, Südamerika, Asien und Afrika. Ein besonderes Highlight ist ein 30 Meter hoher Wasserfall mit einer Hängebrücke. Auf der Anlage leben Papageien, Koi-Karpfen und Flamingos. Ein Panoramarestaurant sorgt für das leibliche Wohl der Besucher. In einem riesigen, begehbaren Gehege fliegen Dutzende bunte Allfarbloris frei umher. Für 2,00 € können Sie am Automaten einen kleinen Becher Nektar kaufen.
Vom Kreuzfahrthafen in Pointe-à-Pitre fährt man mit dem Mietwagen etwa 1 Stunde. Erwachsene zahlen 18 Euro Eintritt. Der gesamte Park ist als Einbahnstraßen-Rundweg angelegt. Die Wege sind vollständig asphaltiert und barrierefrei.
Jardin Botanique de Valombreuse
Der Jardin Botanique de Valombreuse konzentriert sich auf die heimische Flora der Insel und ist ein Paradies für Pflanzenfreunde. Er ist nicht besonders groß, aber sehr gepflegt und naturnah. Es gibt eine Vielzahl von Heilpflanzen, Gewürzpflanzen und tropischen Bäumen. Zudem findet man Nutzpflanzen wie Kakao, Kaffee oder Bananen. Es gibt gut ausgeschilderte Wege. Lehrtafeln erklären Pflanzen und deren Verwendung (leider oft nur auf Französisch). Der schöne Park zieht auch viele Vögel und Insekten an, die man hier in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann. Zudem gibt es ein wunderschön angelegtes Areal mit Flamingos und anderen tropischen Vögeln. Am Ende des Hauptweges führt ein kleiner Pfad zu einem echten, im Wald versteckten Wasserfall.
Man erreicht den Garten in ca. 25 Minuten mit einem Taxi oder einem Mietwagen. Das Ticket kostet 16,50 Euro. Wer danach auch den Zoo de Guadeloupe (Parc des Mamelles) besichtigen möchte, kauft auf der Webseite vorab online ein günstiges Kombi-Ticket. Die Wege im Botanischen Garten sind für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet. Ein starkes Insektenspray ist unverzichtbar.
Meeresschutzgebiet Jacques Cousteau
Das nach dem berühmten Meeresforscher Jacques Cousteau benannte Schutzgebiet erstreckt sich zwischen den Îlets Pigeon (Taubeninseln) und der Plage de Malendure bei der Ortschaft Bouillante an der Westküste von Basse-Terre. Es gilt als bestes Tauchgebiet der französischen Karibik. Vom Kreuzfahrthafen in Pointe-à-Pitre fährt man mit dem Mietwagen oder einem Taxi über die Route de la Traversée circa 50 Minuten bis zum Strand von Malendure. Es gibt direkt an der N2 viele Parkplätze, die aber ab 10 Uhr bereits überfüllt sind. Alle Tauchschulen, Bootsanbieter und Kajakverleiher sitzen an der Plage de Malendure. Rund um die Îlets Pigeon wurden zahlreiche Unterwasserwege und Tauchspots eingerichtet, die für ihre Korallen, Schwämme und Fischschwärme bekannt sind.
Man könnte zum Beispiel ein Kajak mieten und die ca. 1 km zu den Îlets Pigeon paddeln. Dort angekommen, kann man das Kajak an den Bojen festmachen und schnorcheln. Wer Meeresschildkröten sehen möchte, muss meist gar nicht so weit herausschwimmen. Viele Tiere grasen in den Seegraswiesen direkt im ufernahen Wasser der Bucht von Malendure. Eine bequeme und trockene Alternative sind die Glasbodenboote. Durch die großen Glasscheiben im Schiffsboden sieht man Korallen, Schildkröten und Fischschwärme komplett trocken.
Fazit: Landausflüge in Guadeloupe auf eigene Faust
Guadeloupe bietet Kreuzfahrern eine ungewöhnlich große Vielfalt an Landausflügen. Die beiden Hauptinseln könnten unterschiedlicher kaum sein. Grande-Terre steht für Strände, Badeorte und spektakuläre Küstenlandschaften. Auf Basse-Terre erwarten Besucher Regenwald, Wasserfälle, botanische Gärten und den Vulkan La Soufrière. Dank Euro, EU-Roaming und guter Infrastruktur ist Guadeloupe eines der unkompliziertesten Reiseziele der Karibik. Gleichzeitig sollte man die Größe der Insel nicht unterschätzen. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen 45 bis 60 Minuten vom Kreuzfahrthafen entfernt. Wer zum ersten Mal hier ist, sollte sich vorab entscheiden, ob eher ein Strandtag auf Grande-Terre oder ein Naturausflug nach Basse-Terre infrage kommt. Für beides reicht die Zeit eines Kreuzfahrtaufenthaltes meist nicht aus. Genau das macht Guadeloupe aber auch zu einem Hafen, den viele Gäste gerne ein zweites Mal besuchen.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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