Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Curaçao auf eigene Faust zusammengestellt. Die Insel ist das „C“ der niederländischen ABC-Inseln und liegt im Süden der Karibik, unweit der Küste von Venezuela. Mit einer Länge von ca. 60 km und einer Breite von maximal 15 km ist Curacao größer als ihre niederländischen Schwestern Aruba und Bonaire. Die trockene, savannenähnliche Vegetation und vereinzelte Landhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert verleihen der Insel einen eigenen Charme. Weltbekannt ist das Landhuis Chobolobo, wo der berühmte Curacao-Likör produziert wird. Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum ist Willemstad. Hier befindet sich auch der Kreuzfahrthafen. Die restaurierte, farbenfrohe Altstadt steht seit 1997 als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz. Curaçao liegt außerhalb des Hurrikan-Gürtels und ist ein beliebtes Ziel für karibische Landausflüge. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Curacao Tourist Board. Letzte Aktualisierung: Juni 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Curaçao Mega Pier (große Kreuzfahrtschiffe) oder Mathey Wharf
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: je nach Liegeplatz 500 Meter bis 1 km
🏖️ Nächster Strand: Mambo Beach (ca. 15 Minuten mit einem Taxi)
✨ Highlights in Willemstad: Pontjesbrug, Handelskade, Street Art, Rif Fort, Flamingos
✨ Highlights im Umland: Christoffelpark, Shete Boka Nationalpark, Landhuis Chobolobo (Curaçao-Likör), Hato Caves, Strände
🗺️ Fortbewegung: Zentrum zu Fuß; Taxis, Mietwagen oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Stadtbummel in Willemstad, Strandtage, Inselrundfahrt
💶 Gut zu wissen: Die Menschen sprechen vier Sprachen (Niederländisch, Papiamentu, Englisch und Spanisch); die Währung ist der Karibische Gulden, Zahlungen mit US-Dollar sind im Tourismus üblich.
📶 Internet: WLAN im Terminal; an Land ist eine eSIM (z. B. GigSky, Simbye) hilfreich.
Fazit: Curaçao bietet eine attraktive Mischung aus bunter Kolonialstadt, rauen Küstenlandschaften und savannenähnlicher Inselnatur sowie feinen Karibikstränden. Topziele für Erstbesucher: Willemstad, Mambo Beach, Inseltour
Kreuzfahrthafen Curaçao
Kreuzfahrtschiffe laufen die Hauptstadt Willemstad an und machen in der Regel am Mega Cruise Terminal an der Seeseite des Stadtteils Otrobanda fest. Hier legen auch die großen Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) an. Es gibt mittlerweile zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Das Kreuzfahrt-Terminal ist eine Ansammlung kleinerer Pavillons. Es gibt einen Stand der Touristeninformation, Souvenirgeschäfte, einen Taxistand, Mietwagen und einen Stand mit Angeboten lokaler Landausflugsanbieter.
Wenn mehr als zwei Kreuzfahrtschiffe erwartet werden, gibt es für kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe weitere Liegeplätze in der Sint Anna Bay hinter der ikonischen Königin-Emma-Brücke. Die historische Pontonbrücke wird für einfahrende Kreuzfahrtschiffe geöffnet und danach wieder geschlossen. Das kann man beim Einlaufen vom Schiff aus schön beobachten.
Es gibt mehrere mögliche Liegeplätze in der Sint Anna Bay. Die erste Wahl ist Mathey Wharf in Otrobanda. Hier gibt es eine vergleichbare Infrastruktur wie am Mega Pier. Die kleineren Kreuzfahrtschiffe der Sphinx-Klasse von AIDA Cruises machen nicht selten hier fest. Wenn das nicht reicht, gibt es mit Groote Wharf und Nieuwe Wharf noch zwei Möglichkeiten.
Eine Karte des Hafens und der Stadt gibt es weiter unten. Auf der Webseite der Curaçao Port Authority kann man vorab erkennen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff wahrscheinlich anlegen wird.
Die Wege in die Stadt sind in jedem Fall kurz. Vom hinteren Liegeplatz am Mega Cruise Terminal geht man ca. 1 km bis zur Königin-Emma-Brücke. Von der Mathey Wharf sind es nur ca. 500 Meter. Man kann Willemstad auf eigene Faust zu Fuß erkunden.
Landausflüge auf Curaçao buchen
Für den Tag in Curaçao werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Curaçao findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobilität auf Curaçao auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Curaçao auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Curaçao:
- Landhuis Chobolobo: 5,6 km
- Seaquarium Beach (Mambo Beach): 7 km
- Curaçao Sea Aquarium: 7,6 km
- Hato Caves: 10,6 km
- Blue Bay Beach: 10,6 km
- Kokomo Beach: 11,2 km
- Curaçao Ostrich Farm: 15,2 km
- Playa PortoMari: 25,2 km
- Cas Abao Beach: 28,4 km
- Christoffel Nationalpark: 36,2 km
- Nationalpark Shete Boka: 38,5 km
- Grote Knip: 41,1 km
Auf der Karte sieht man, dass Willemstad durch die Sint Anna Bay in zwei Teile geteilt wird. Die Kreuzfahrtschiffe legen in Otrabanda an. Hier befinden sich das Mega Cruise Terminal mit zwei Liegeplätzen für große Kreuzfahrtschiffe (unten) und die Mathey Wharf für kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe in der Sint Annabaai (oben). Überquert man die Königin-Emma-Brücke, ist man in Punda. Otrobanda und Punda bilden die Innenstadt von Willemstad.
Die Stadtviertel und Brücken von Willemstad: 1. Königin-Emma-Brücke (Pontonbrücke), 2. Punda, 3. Otrobanda, 4. Pietermaai, 5. Scharloo, 6. Königin-Juliana-Brücke
Zu Fuß unterwegs
Alle Liegeplätze liegen so zentral, dass man Willemstad bequem auf eigene Faust zu Fuß erkunden kann. Ein halber Tag reicht für die Besichtigung der Hauptstadt in der Regel aus. Bei längeren Liegezeiten kann man sich durchaus noch etwas anderes vornehmen. Eine mögliche Route für einen Stadtbummel stellen wir unten vor.
Taxis, Uber & Co
Uber und Lyft gibt es auf der Insel leider nicht. Dafür sind Taxis ein wichtiges Transportmittel für Kreuzfahrer. An beiden Curaçao Cruise Terminals findet man große Taxistände. Lizenzierte Wagen erkennt man an dem Taxischild auf dem Dach und dem Kennzeichen, das mit den Buchstaben TX beginnt. Die Preise sind festgelegt und werden auf Schildern veröffentlicht. Die genannten Fahrpreise gelten pro Taxi für bis zu 4 Personen. Für jede weitere Person gibt es einen Aufschlag von 25 Prozent. Eine Preisliste haben wir hier hinterlegt.
Taxifahrer bieten auf Nachfrage gerne auch Inselrundfahrten an. Der Fahrpreis sollte vor der Abfahrt zweifelsfrei geklärt werden. Bei der Taxi Lady oder bei Friendly Taxi kann man vorab ein Taxi bestellen. Es gibt natürlich noch weitere Taxizentralen.
Bimmelbahn
Wer möchte, kann eine Rundfahrt mit einer kleinen, pinkfarbenen Bimmelbahn (Trolley Train) machen. Die Stadtrundfahrt dauert 60 bis 75 Minuten und beginnt (und endet) am Fort Amsterdam im Stadtteil Punda. Ziele sind der Floating Market, die Pietermaai Cathedral, die Mikve Israel Synagoge und der Stadtteil Scharloo. Die Fahrten mit der Bimmelbahn werden überwiegend von den Reedereien vertrieben. Veranstalter ist die Firma Curaçao Tours. Der Fahrpreis liegt bei 29 US-Dollar (an Bord evtl. abweichend).
Mietwagen auf Curaçao
Die Firmen Smart Wheels (smartwheelscuracao.com) und Samurai Curacao Car Rental (samuraicuracaocarrental.com) sind am Curaçao Mega Cruise Terminal und in der Stadt vertreten. Die bekannten internationalen Verleiher findet man am 11 km entfernten Flughafen. Das gilt auch für die Firma Advance Car Rental (advancecarrentalcuracao.com). Das Unternehmen wurde in amerikanischen Foren zuletzt sehr gut bewertet und liefert die gemieteten Fahrzeuge zum Hafen.
Das Fahren ist generell unkompliziert und es herrscht Rechtsverkehr. Ein normaler deutscher Führerschein ist absolut ausreichend. Beim Tanken zahlt man immer vorab an der Kasse einen festen Betrag unter Angabe der Zapfsäulennummer. Wenn man nicht alles verbraucht, erhält man den Restbetrag wieder zurück.
Öffentliche Busse
Auf Curaçao gibt es einen öffentlichen Nahverkehr. Die Firma ABC Busbedrijf hat mittlerweile eine informative Webseite mit Routenplaner. Willemstad hat zwei zentrale Busbahnhöfe. Der Bahnhof in Punda bedient Routen in den Osten der Insel (Mambo Beach, Jan Thiel). Der Bahnhof in Otrobanda bedient Routen in den Westen (Richtung Westpunt und die dortigen Strände). Die Busse kreuzen die Stadtteile in der Regel nicht.
Die Tickets werden in der Regel beim Fahrer erworben und bar bezahlt. Man kann auch mit US-Dollar zahlen, braucht aber Kleingeld. Alternativ gibt es einen sogenannten Smartpass. Wer zum Beispiel vom Mega Cruise Terminal zum Mambo Beach oder zum Sea Aquarium möchte, läuft zum Busbahnhof in Punda und nimmt einen Bus der Linie 6a.
Curaçao auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Curaçao ist wegen des gleichnamigen Likörs weltweit ein Begriff. Insbesondere den blau gefärbten Blue Curaçao hat wohl jeder schon einmal gesehen oder in einem Cocktail genossen. Aber die niederländische Karibikinsel hat natürlich viel mehr zu bieten. Fast genauso bekannt wie der Likör ist die pittoreske Hauptstadt Willemstad mit ihren 750 bonbonfarbenen Häusern im niederländischen Kolonialstil. Und natürlich gibt es auf Curaçao auch schöne Strände und ein Wunderland unter Wasser, das Taucher und Schnorchler aus aller Welt anzieht. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Curaçao auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Curaçao ist vor allem für seine farbenfrohe Hauptstadt Willemstad, die traumhaften Strände und die hervorragenden Schnorchel- und Tauchreviere bekannt. Viele Kreuzfahrer verbringen den Tag in der UNESCO-Altstadt, entspannen an den Stränden der Westküste oder erkunden die Insel bei einer Rundfahrt. Beliebt sind außerdem Schnorchelausflüge, Begegnungen mit Meeresschildkröten und Besuche im Christoffel-Nationalpark.
🏙️ Stadt & Kultur: Willemstad mit Punda, Otrobanda, Scharloo und Pietermaai
🏖️ Strände: Mambo Beach, Cas Abao Beach, Playa Porto Mari, Grote Knip usw.
🤿 Schnorcheln: Tugboat Beach, Playa Piskadó, Cas Abao Beach, Playa Porto Mari usw.
🐢 Tierwelt: Meeresschildkröten, Flamingos, Leguane, tropische Fische
🌵 Natur: Christoffel-Nationalpark, Shete Boka National Park, Hato-Höhlen
🚙 Aktiv & Abenteuer: Jeeptouren, Wanderungen, Kajaktouren, ATV-Ausflüge
🍹 Kulinarik & Tradition: Landhuis Chobolobo (Blue Curaçao), Likörverkostungen
Landausflüge in Willemstad
Die Hauptstadt Willemstad gehört wegen ihrer einzigartigen Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wird durch die Meerenge Sint-Annabaai in die zwei historischen Stadtteile (Punda und Otrobanda) getrennt. Verbunden werden die beiden Stadtseiten durch die Königin-Emma-Brücke. Das ist eine schwimmende Pontonbrücke, die mithilfe von Schiffsmotoren als Ganzes an das Ufer des Stadtteils Otrabanda gedreht werden kann. Die Brücke öffnet sich immer dann spontan, wenn ein Schiff die Bucht passieren will. In den schmalen Gassen der Altstadt finden Besucher Street-Art, gemütliche Cafés und den traditionellen Floating Market. Historische Festungen wie das Rif Fort und das Fort Amsterdam zeugen von der strategischen Bedeutung in früheren Zeiten. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für einen Stadtbummel in Willemstad auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten von Willemstad: 1. Königin-Emma-Brücke, 2. Rif Fort, 3. Fort Amsterdam, 4. Mikve Israel-Emanuel Synagogue, 5. Penha-Haus, 6. Museum Kura Hulanda, 7. Schöne Häuser und Street Art, 8. Scharloo, 9. Pietermaai Kathedrale, 10. Punda Beach „Playa Marichi“, 11. Curaçao Sign, 12. Königin-Juliana-Brücke
Königin-Juliana-Brücke
Auch die Königin-Juliana-Brücke überquert die Sint Anna Bay in Willemstad. Mit einer Höhe von 56 Metern über dem Meer ist sie angeblich eine der höchsten Brücken der Karibik. Die Brücke musste so hoch gebaut werden, damit Schiffe die Häfen im Schottegat erreichen können. Autofahrer und Busse nutzen die hohe Brücke. Auf dem Weg zum Mambo Beach oder zum Landhuis Chobolobo kommt man hier vorbei. Von der Brücke aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und das Meer.
Königin-Emma-Brücke (Pontjesbrug)
Die Königin-Emma-Brücke verbindet die Stadtviertel Punda und Otrobanda in Willemstad. Man nennt sie liebevoll „Swinging Old Lady“. Es ist eine schwimmende Pontonbrücke und ein Wahrzeichen der Stadt. Die Brücke liegt auf 16 Pontons. Ein Motor schwingt die gesamte Konstruktion zur Seite. So entsteht eine freie Durchfahrt für Schiffe. Auch für Kreuzfahrtschiffe, die an der Mathey Wharf festmachen.
Fußgänger nutzen die Brücke für den bequemen Weg zwischen den Stadtteilen. Ein Signal ertönt, wenn die Brücke sich öffnet. Dann warten Fußgänger geduldig. Sie überqueren sie, wenn sie wieder begehbar ist. Wer nicht warten möchte, nimmt die kostenlosen Fähren. Bunte Lichter erhellen die Königin-Emma-Brücke in der Nacht. Bei langen Liegezeiten lohnt es sich, am Abend nochmal in die Stadt zu laufen.
Stadtviertel Otrobanda
Kreuzfahrtschiffe machen fast immer im Stadtteil Otrobanda fest. Dies ist der jüngere Stadtteil von Willemstad, der entstand, als Punda zu klein wurde. In unmittelbarer Nähe des Curacao Mega Cruise Terminals befinden sich das Renaissance Resort und das historische Rif Fort von 1828. Es ist im Prinzip das Gegenstück zu Fort Amsterdam auf der anderen Seite der Sint Anna Bay. Auf dem Gelände entstand in den letzten Jahren The Renaissance Mall & Rif Fort mit vielen eleganten Geschäften und Restaurants.
Ein niederländischer Unternehmer (Jacob Delt Dekker) hat um die Jahrtausendwende ein altes Stadtviertel von Otrobanda komplett restaurieren lassen. Dekker kaufte die baufälligen Kolonialhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf eigene Kosten auf. Er investierte Millionen, um die maroden Fassaden, Innenhöfe und gepflasterten Gassen originalgetreu zu sanieren. Hier befinden sich heute das Kura Hulanda Museum und das exklusive Hotel gleichen Namens. Das Museum steht exakt auf dem Boden eines ehemaligen Sklavenmarktes direkt am Hafen. Der Eintritt liegt bei 12 US-Dollar.
Otrobanda ist heute bekannt für seine gut erhaltene historische Architektur mit farbenfrohen Kolonialgebäuden. Die Erhaltung der Häuser ist sehr aufwendig, da Korallengestein, Putz und Farbe nicht gut zusammenpassen. Die Gebäude müssen jedes Jahr gestrichen und alle zwei Jahre verputzt werden. Viele Wände wurden mit Wandgemälden verschönert. Durch lokale Initiativen wie das Kaya Kaya Festival wurden ehemals vernachlässigte Gassen in eine lebendige Open-Air-Galerie verwandelt. Die schönsten Kunstwerke verstecken sich oft in kleinen Wohnstraßen.
Stadtviertel Punda
Wenn man über die Königin-Emma-Brücke in Richtung Punda geht, läuft man direkt auf das kanariengelbe Penha-Haus aus dem 18. Jahrhundert zu. Dies ist das prachtvollste Haus an der mit farbenprächtigen Gebäuden gesäumten Handelskade. Das gesamte Ensemble ist wohl die malerischste Stadtansicht, die man auf einer Karibik Kreuzfahrt zu Gesicht bekommt. Die Farbgebung geht auf einen behördlichen Erlass von 1817 zurück. Die Pastelltöne sollten eine weniger schädliche Wirkung auf die Augen ausüben als der ursprünglich weiße Anstrich.
Gleich rechts vom Penha-Haus liegt Fort Amsterdam, das älteste Bauwerk der Stadt. Durch ein Tor gelangt man in den ausgedehnten Innenhof, der auf beiden Seiten von Regierungsgebäuden umgeben wird. Darunter der prachtvolle Gouverneurspalast. Südlich von Fort Amsterdam und vor dem architektonisch wenig gelungenen Hochhaus des ehemaligen Hotels Curaçao Plaza liegt die Plaza Piar. Diese Straße war früher Bestandteil eines starken Befestigungssystems und wird noch heute auf der Seeseite von drei bis fünf Meter dicken Mauern geschützt. Über die Plaza Piar gelangt man stadteinwärts zu dem am parkähnlichen Wilhelminaplein gelegenen Stadhuis, das zwischen 1857 und 1858 im klassizistischen Stil erbaut wurde und ursprünglich Sitz der Kolonialverwaltung war. Am Wilhelminaplein befindet sich auch das Curaçao Sign. Das Schild ist natürlich ein beliebtes Fotomotiv.
Der Rundgang setzt sich entlang der Columbusstraat bis zur Mikve Israel Synagoge fort. Das Gebäude ist in hellen Pastellfarben gestrichen. Es unterscheidet sich deutlich von den umliegenden Bauten, obwohl ein Turm fehlt. Die Synagoge wurde 1733 im einfachen Kolonialbarock errichtet. Sie ist eine der ältesten noch stehende Synagoge in der Neuen Welt. Durch eine schmale Pforte betritt man einen kleinen Innenhof und hat dort Zugang zur Synagoge. Später könnte man noch das jüdische Museum besuchen, das einen interessanten geschichtlichen Abriss über das Judentum auf den niederländischen Antillen vermittelt.
Am Ende der Columbusstraat erblickt man den Rundbau der Markthalle. Daneben ist der Busbahnhof von Punda. Hier befindet sich der schwimmende Markt (Floating Market) am Waaigat. Bis gegen 19 Uhr machen hier venezolanische Küstensegler fest und bieten unter aufgespannten Segeln ihre Waren an. Die Verkaufsstände befinden sich fest aufgebaut auf der Uferpromenade. Angeboten werden vor allem Obst und Gemüse, deren Anbau sich wegen des permanenten Wassermangels auf Curaçao kaum lohnt. An Sonntagen ist der Floating Market geschlossen. Unser Tipp: Möglichst bis Mittag hierherkommen. Dann ist das Angebot am größten. Das Feilschen und Handeln ist hier absolut üblich und gehört zum Erlebnis dazu.

Die Bürgerhäuser in der Einkaufsstraße Heerenstraat sind Musterbeispiele für die an das tropische Klima angepasste niederländische Stadthausarchitektur früherer Jahrhunderte. Heute befinden sich in den Häusern fast ausschließlich Geschäfte mit einem internationalen Angebot an zollfreien Luxusgütern. Die eleganten Boutiquen, Juweliergeschäfte und Parfümerien können durchaus mit denen vieler Weltstädte konkurrieren.
Stadtviertel Scharloo
Wenn man neben der runden Markthalle die Brücke über das Waaigat nimmt, kommt man nach Scharloo. Hier lebten früher die wohlhabenden Kaufleute. Es gibt viele farbenfrohe Häuser und auch Street Art. Viele der Häuser wurden aufwendig restauriert und sind schöne Fotomotive. Die meisten alten Villen findet man auf dem Scharlooweg hinter dem Simon Bolivar Plein.
Stadtviertel Pietermaai
Pietermaai ist ein lebendiges Viertel von Willemstad. Bunte Kolonialbauten säumen die Straßen. Aus zahlreichen Bars und Restaurants dringt Musik. Boutiquen und Kunstgalerien laden tagsüber zum Stöbern ein. Am Abend verwandeln sich die Straßen in Bühnen für Live-Musik und Tanz. Charmante Hotels sowie Apartments befinden sich in vielen Gebäuden. Touristen sowie Einheimische mischen sich dort. Die Architektur ist einzigartig. Neben modernen Gebäuden stehen sanierte Herrenhäuser. Sehenswert ist die Kathedrale von Pietermaai.
Willemstad in einem halben Tag
Beide Kreuzfahrthäfen liegen in unmittelbarer Nähe der Altstadt von Willemstad. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich daher bequem auf eigene Faust und zu Fuß erkunden. Der Weg führt zunächst zum historischen Rif Fort und durch die farbenfrohen Straßen von Otrobanda. Anschließend überquert man die berühmte Königin-Emma-Brücke nach Punda mit der bekannten Handelskade, dem Penha-Haus und Fort Amsterdam. Zur besseren Orientierung hier ein Stadtplan von Willemstad.
Die empfohlene Route:
- Rif Fort
- Otrobanda mit Street Art und Kolonialarchitektur
- Königin-Emma-Brücke (Pontjesbrug)
- Handelskade und Penha-Haus
- Fort Amsterdam
- Wilhelminaplein (Curaçao Sign)
- Mikvé-Israel-Emanuel-Synagoge (optional)
- Floating Market (optional)
⏱️ Benötigte Zeit: ca. 4 Stunden (etwa 4 bis 5 Kilometer)
💡 Unser Tipp: Wer noch etwas Zeit übrig hat, sollte einen Abstecher in das Viertel Scharloo machen. Dort erwarten Sie restaurierte Kaufmannsvillen und beeindruckende Street-Art-Kunstwerke abseits der größten Besucherströme.
Landausflüge auf Curaçao
Curaçao ist eine trockene und karge Insel mit Hügeln, Dornensträuchern und dichten Büschen. Die Unterwasserwelt gilt als das „blaue Herz“ der Karibik und ist ein Mekka für Taucher und Schnorchler. Die schönen Strände befinden sich in felsigen Buchten und werden oft bewirtschaftet. Ganz im Norden befinden sich die Nationalparks Christoffel und Shete-Boka. Die Insel gilt als eines der sichersten Reiseziele in der gesamten Karibikregion. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge auf Curaçao auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten und Strände für Landausflüge auf Curaçao: 1. Landhuis Chobolobo, 2. Christoffel National Park, 3. Shete Boka National Park, 4. Hato-Caves, 5. Curacao Sea Aquarium, 6. Playa Piscado (Schildkröten), 7. Blue Room Cave, 8. Flamingo-Habitat, 9. Playa Kenepa (Grote Knip), 10. Cas Abao Beach, 11. Playa PortoMari, 12. Kokomo Beach, 13. Blue Bay Beach, 14. Mambo Beach, 15. Jan Thiel Beach
Blue Curaçao Likör
Das Landhuis Chobolobo produziert seit Mitte des 19. Jahrhunderts den originalen Curaçao-Likör der Marke Senior. Die Brennerei ist in dem Herrenhaus einer ehemaligen Plantage untergebracht. Kreuzfahrer können sich hier über den gesamten Produktionsprozess informieren. Dieser beginnt mit der Ernte der Laraha-Frucht (Bitterorange) und endet mit der Abfüllung. Erst im Nachgang wird dieser klare Likör mithilfe von Lebensmittelfarben in die berühmten Varianten (Blau, Orange, Rot, Grün) eingefärbt. Die bekannteste Variante ist zweifellos der Blue Curaçao, der heute viele Cocktails bereichert. Den Likör genießt man pur oder in Cocktails.
Das Landhuis Chobolobo liegt in den Außenbezirken von Willemstad und ist Ziel vieler Inseltouren. Mit einem Taxi oder einem Mietwagen ist man in ca. 10 Minuten vor Ort.
Man kann zwischen einer Self-Guided-Tour (Infotafeln ablaufen) und geführten Touren wählen. Die Standard Guided Tour mit Verkostung dauert eine Stunde und kostet 20 US-Dollar. Für 50 US-Dollar gibt es einen zweistündigen Cocktail-Workshop.
Für wen lohnt sich der Besuch? Der berühmte Likör ist ein schönes Souvenir. Wer ein authentisches Souvenir sucht, ist hier richtig. Liebhaber hochwertiger Spirituosen kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Fotografen und Architekturinteressierte: Das gelb-weiße koloniale Landhaus mit dem schönen Innenhof ist ein wunderschönes Fotomotiv. Aufgrund der kurzen Anfahrt und der überschaubaren Besuchsdauer lässt sich das Landhuis Chobolobo gut mit einem Rundgang durch Willemstad oder einem Strandbesuch kombinieren. Das Landhuis liegt zum Beispiel günstig auf dem Weg zum Mambo Beach.
Natur pur im Christoffel Nationalpark
Im Nordwesten der Insel befindet sich der Christoffel National Park. Von Willemstad aus erreicht man den Park in circa 30 Autominuten. Acht markierte Wanderwege und einige Pisten für Autos erschließen das Terrain rund um den Sint-Christoffelberg. Außerdem zeigt das Museum im Landhuis Savonet (am Parkeingang) Artefakte aus der Vor- und Frühgeschichte der Insel. Der Eintritt liegt bei 15 US-Dollar und beinhaltet den Zugang zum Savonet-Museum. Im Park findet man große Leguane und riesige Kakteen. Wilde Orchideen erfreuen Pflanzenfreunde.
Vom 375 Meter hohen Christoffelberg, der höchsten Erhebung auf der Insel, genießt man einen tollen Rundblick. Für den Aufstieg zum Gipfel benötigt man je nach Fitnesslevel etwa eine Stunde oder etwas weniger. Dabei sollte man unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen und früh starten. Der Aufstieg ist nur bis 10 Uhr gestattet, da es sonst wegen der Hitze zu gefährlich wird.

Ein Besuch im Christoffel-Nationalpark auf Curaçao lohnt sich vor allem für Wanderer, Naturliebhaber und Fotografen. Mit etwas Vorplanung kann man den Nationalpark gut auf eigene Faust erkunden. Jeep-Safaris ab Willemstad kann man an Bord oder bei lokalen Veranstaltern buchen. Unser Tipp: Der Shete-Boka-Nationalpark und der Strand Grote Knip befinden sich ganz in der Nähe.
Shete Boka Nationalpark
An der rauen Nordküste der Insel, unweit des Christoffelparks, befindet sich der Shete Boka National Park. Er umfasst einen etwa zehn Kilometer langen Küstenabschnitt. Hier donnert die Brandung gegen die felsige Küste und bietet ein schönes Naturschauspiel. Die ruhigeren Abschnitte werden von Schildkröten zur Eiablage genutzt. Gleich am Anfang des Nationalparks und unweit des Parkplatzes liegt die Grotte Boka Tabla, die man über eine Felsentreppe erreichen kann. Hier schlägt die Brandung mit voller Wucht hinein. In der Boka Pistol schießen die Wellen mit lautem Knall durch ein enges Felsloch. Es gibt mehrere markierte Wanderwege und einige schöne Aussichtspunkte.
Der Shete Boka National Park ist ein sehr beliebtes Landausflugsziel in diesem Hafen und ein Ziel vieler Inseltouren. Vom Hafen ist man mit einem Mietwagen in ca. 45 Minuten vor Ort. Am Parkplatz zahlt man 15 US-Dollar Eintritt. Man kann den Nationalpark bequem zu Fuß erkunden. Bis zur Boka Pistol geht man ca. 1,4 km. Die Boka Tabla ist sogar nur ca. 200 Meter vom Parkplatz entfernt. Die meterhohe Gischt an der Boka Pistol und das tosende Wasser in der Meereshöhle von Boka Tabla bieten einmalige Fotomotive. Naturliebhaber und Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten. Wir würden ca. 90 Minuten für den Besuch des Nationalparks einplanen.
Tropfsteinhöhlen Hato Caves
Die Hato Caves befinden sich in der Nähe des Flughafens an der Nordküste der Insel. Es handelt sich um eine Kalksteinhöhle mit beeindruckenden Tropfsteinformationen. Der Weg durch die Höhlen ist gut beleuchtet und befestigt. Höhlenzeichnungen erinnern an die Arawak-Indianer, die früher auf Curaçao lebten. Später dienten die Hato Caves als Unterschlupf für geflohene Sklaven. Es gibt einen Rundweg mit Beleuchtung und Treppen. In den Höhlenkammern lebt eine Kolonie seltener, langnasiger Fledermäuse. Zum Areal gehört ein schön angelegter Kaktusgarten.
Die Hato Caves sind ein vielbesuchtes Landausflugsziel auf Curaçao. Mit dem Mietwagen ist man in weniger als 15 Minuten vor Ort. Das Ticket kann man für 10 US-Dollar am Eingang kaufen. Die geführte Tour dauert ca. 45 Minuten. Die Führungen sind unterhaltsam gestaltet und eignen sich auch für Familien mit Kindern. Fotografieren ist leider nicht erlaubt.
Sea Aquarium Curaçao
Eine weitere Sehenswürdigkeit für Landausflüge auf Curaçao auf eigene Faust ist das Curaçao Sea Aquarium. Die Anlage wurde praktisch ins Meer hinein gebaut. Durch ein ständiges Pumpensystem wird frisches Meerwasser in alle Becken geleitet. Dadurch herrscht in den Gehegen ein natürlicher Lebensraum mit Ebbe und Flut. Neben den zahlreichen Aquarien gibt es Streichelbecken und viele Kontaktmöglichkeiten mit den Tieren in den Touch Tanks. Es gibt Becken mit großen Tribünen, wo die Seelöwen- und Delfin-Vorführungen stattfinden. Die Delfine schwimmen in großen Lagunen. Hier wird auch Delfinschwimmen angeboten. Neben Meerestieren beherbergt die Anlage auch rosa Flamingos und zahlreiche Leguane. Ein besonderes Highlight ist ein verankertes Halb-Unterseeboot und eine tiefe Glas-Beobachtungskammer (Ocean Lens). Durch dicke Glasscheiben kann man direkt ins offene Meer schauen. Alle Eintrittsgelder findet man direkt auf der Webseite (s. Link).
Das Curaçao Sea Aquarium ist ca. 8 km vom Hafen entfernt und kann mit einem Taxi oder einem Mietwagen schnell erreicht werden. Direkt nebenan befindet sich der beliebte Mambo Beach. Wer die Mega-Aquarien (wie in Valencia oder in Las Palmas) kennt, wird unserer Meinung nach eher enttäuscht sein. Die Aquarien sind vergleichsweise klein und älter. Für Familien mit Kindern gibt es aber viele Attraktionen. In speziellen „Touch Tanks“ können Kinder unter Anleitung Seegurken, Seeigel und sogar kleinere Ammenhaie oder Rochen berühren und füttern. Fans von Tiershows und Fütterungen kommen auf ihre Kosten. Und auch den Traum vom Delfinschwimmen kann man sich hier erfüllen. Die Haltung von Delfinen und Seelöwen in Gefangenschaft zu Unterhaltungszwecken steht bei vielen Besuchern in der Kritik.
Playa Piskado (Schildkröten)
Die Playa Piskado liegt im Nordwesten von Curaçao und ist für die vielen Meeresschildkröten bekannt und deshalb sehr gut besucht. Angeblich putzen einheimische Fischer hier seit vielen Jahren ihren Fang und werfen Fischreste ins Meer. Das lockt die Schildkröten an, die sich an den Resten sattessen. Bei unserem Besuch hat jemand mit einer Stange gegen den Pier geschlagen und so die Anwesenheit der Fischer simuliert. Statt Futter gab es aber nur eine große Gruppe Schnorchler. Wir haben mehrere Meeresschildkröten aus der Nähe gesehen. Zusätzlich sieht man oft Fische in allen Farben. Zudem gibt es viele Pelikane, die wohl auch auf Fischabfälle spekulieren. Der Strand ist sehr steinig. Badeschuhe nicht vergessen!
Die Playa Piskado liegt ganz im Norden der Insel. Mit dem Mietwagen ist man ca. 45 Minuten unterwegs. Ganz in der Nähe befinden sich zum Beispiel der Shete Boka Nationalpark und der Grote Knip (einer der schönsten Strände). Der Zugang zum Strand ist komplett kostenlos und das Schnorcheln mit den Tieren kostet im Gegensatz zu organisierten Touren keinen Eintritt. Man geht einfach über den Steg oder den steinigen Strand ins Wasser und sieht sehr häufig Schildkröten. Aber einen Wermutstropfen gibt es. Wenn mehrere große Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, kommt ein Bus nach dem anderen. Eine Gruppe nach der anderen wird mit Schwimmwesten ausgerüstet und an den Strand geführt. Das Naturerlebnis geht dann ein wenig unter.
Flamingos in freier Wildbahn
Flamingos finden in den Salzwiesen und Lagunen auf Curaçao ideale Lebensräume. Viele Kreuzfahrer besuchen das Flamingo Habitat in der Saliña Sint Michiel unweit von Willemstad. Dort lassen sich Flamingos oft in großer Zahl beobachten. Im Wasser stehend, filtern sie mit ihren Schnäbeln kleine Krebstiere sowie Algen. Diese dienen als Hauptnahrungsquelle. Sie färbt das Gefieder der Vögel rosa. Die Flamingos auf Curaçao sind keine ganzjährigen Bewohner. Sie ziehen zwischen verschiedenen Gebieten innerhalb der Karibik hin und her. Wie viele Flamingos sich in den Lagunen aufhalten, hängt unter anderem vom Wasserstand, dem Nahrungsangebot und den Brutbedingungen ab.
Das Flamingo Habitat erreicht man vom Hafen aus in einer knappen Viertelstunde. Es liegt auf dem Weg zum beliebten Kokomo Beach, weshalb viele Landausflügler hier vorbeikommen. Flamingos sind scheue Wildtiere und halten viel Abstand zu Menschen. Gute Fotos sind nicht garantiert. Wir waren zweimal dort. Einmal waren die Tiere weiter entfernt und einmal standen sie recht nah am Straßenrand. Das ist am Ende Glückssache. Wer auf eigene Faust hierherkommt, kann auch wandern. Der Flamingo Trail ist ein ca. 5 km langer Rundweg entlang alter Sklaven-Salzwälle. Flamingos gibt es auch an anderen Orten auf der Insel. Zum Beispiel bei den Jan Kok Salinen weiter im Norden.
Straußenfarm Curaçao
Auf der etwa 15 km vom Hafen entfernten Curaçao Ostrich Farm können Kreuzfahrer die größten Vögel der Erde aus nächster Nähe erleben. Die Tour dauert ca. 45 Minuten und kostet 20 US-Dollar. Die Guides geben viele interessante Informationen über ihr Leben, ihre Gewohnheiten und ihre Aufzucht. Besucher staunen über die großen Tiere und lernen Interessantes über ihre Eier. Diese sind riesig und wiegen ungefähr 1,5 kg. Ein Restaurant bietet Straußenfleisch auf der Speisekarte an. Das Fleisch ist fettarm und gilt als Delikatesse. Die Farm hat auch einen Souvenirladen. Dort gibt es Produkte aus Straußenleder, bemalte Straußeneier und andere Andenken. Wir würden vorher die Bewertungen lesen. Dann kann man besser einschätzen, ob sich ein Besuch lohnt. Tierfreunde sehen die Anlage kritisch.
Die Strände
Auf Curaçao gibt es keine endlosen Sandstrände wie auf der Nachbarinsel Aruba. Die meisten Strände sind künstlich angelegt und werden bewirtschaftet. Häufig muss man Eintritt bezahlen. Dafür bekommt man viel Infrastruktur, wie Restaurants, Bars, Tauchschulen und Wassersportangebote. Liegen und Schirme können nahezu überall gemietet werden. Die Preise dafür sind vergleichsweise günstig. Wir würden sicherheitshalber Badeschuhe mitnehmen. Alle Strände befinden sich an der geschützten Westküste. Wer mehrere Stunden am Strand verbringen möchte, sollte bis 10 Uhr vor Ort sein. Insbesondere am Wochenende. Danach wird es schnell sehr voll. Dies sind die bekanntesten Strände für den Tag auf Curaçao auf eigene Faust.
Welcher Strand passt zu mir?
- Möglichst nah am Hafen: Mambo Beach (7,5 km) oder Kokomo Beach (12 km)
- Bestes Schnorcheln: Playa PortoMari
- Schönster Strand der Insel: Grote Knip
- Schön, aber ruhiger als der Grote Knip: Kleine Knip
- Für Taucher: Playa Kalki
- Viel Infrastruktur: Mambo Beach und Cas Abao Beach
Mambo Beach
Der Mambo Beach ist ein lebhafter Strandabschnitt auf Curaçao. Er befindet sich östlich von Willemstad und ist ca. 7 km vom Mega Pier entfernt. Der künstlich geschaffene Strand bietet feinen, weißen Sand. Wellenbrecher bieten Schutz vor hohen Wellen. Klares, ruhiges Wasser lädt zum Baden ein. Viele Palmen spenden angenehmen Schatten. Direkt am Ufer liegen bunte Beach Bars, Restaurants und Geschäfte. Tagsüber sonnen sich Urlauber. Sie schwimmen im Meer oder versuchen sich in Sportarten wie Jetski oder Stand-Up-Paddling. Am Abend wird Mambo Beach zu einer Partymeile. Live-Musik sowie DJs erzeugen eine ausgelassene Stimmung. Der Eintritt liegt bei 4,5 US-Dollar. Ab ca. 4 US-Dollar bekommt man eine Liege.
Playa PortoMari
An der Westküste Curaçaos liegt die Playa PortoMari, ca. 25 km vom Hafen entfernt. Bekannt ist der Strand für klares, türkisfarbenes Wasser und feinen, weißen Sand. Zum Schnorcheln und Tauchen bietet PortoMari ausgezeichnete Bedingungen. Ein Doppelriff ist leicht zugänglich. Viele bunte Fische und Korallen lassen sich hier beobachten. Direkt am Strand befindet sich eine Tauchschule. Der Strand ist gut ausgestattet. Sonnenliegen, Sonnenschirme und eine Bar stehen zur Verfügung. An der Bar gibt es Getränke wie Snacks. Auch Toiletten sowie Duschen sind vorhanden. PortoMari ist ein beliebtes Ziel für Familien, Paare und Taucher. Der Strand kostete zuletzt 3 US-Dollar Eintritt. Sonnenliegen und Schirme kann man günstig mieten. Weitere Informationen und die aktuellen Preise findet man auf der Webseite.
Cas Abao Beach
Auch der Cas Abao Beach ist ein Strand mit kompletter Infrastruktur. Hier kann man hervorragend tauchen und schnorcheln sowie jede Art von Wassersport betreiben. Leider ist der Beach Club bereits gut 28 km von Willemstad entfernt. Der Cas Abao Beach ist einer der schönsten und bekanntesten der Insel. Er ist oft auf Postkarten und in Reiseprospekten zu sehen. Der Eintritt wird pro Auto berechnet und liegt bei 6 US-Dollar (sonntags 7 US-Dollar) für bis zu vier Personen. Liegen kann man für 3 US-Dollar mieten. Im Preis für die Liege ist die Nutzung der Duschen (Münze) enthalten. Es gibt viel natürlichen Schatten durch Palapas und Bäume.
Kokomo Beach
Der Kokomo Beach auf Curaçao ist ein schöner, bewirtschafteter Strand, knapp 12 km vom Hafen in Willemstad entfernt. Aufgrund der Nähe zum Hafen ist er ein häufiges Ziel für Landausflüge auf Curaçao auf eigene Faust. Man kann Sonnenliegen mieten und Palmen spenden Schatten. Das Wasser ist türkisblau und glasklar. Vor der Küste liegt ein Korallenriff und viele Taucher gehen hier ins Wasser. Es gibt eine große Bar, die tropische Cocktails und lokale Snacks serviert. Aus den Lautsprechern pulsiert Reggae-Musik. Ein Steg führt hinaus in das klare Wasser. Am Abend verwandelt sich der Strand in eine stimmungsvolle Open-Air-Location. Lichterketten erleuchten den Sand. Bis spät in die Nacht spielen Live-Bands. Aber dann sind Kreuzfahrer ja bereits wieder auf See.
Playa Kalki
Playa Kalki liegt versteckt an Curaçaos nordwestlicher Spitze, circa 42,5 km vom Hafen entfernt. Zerklüftete Klippen und üppige Vegetation umgeben sie. Türkisblaues Wasser lädt zum Schwimmen wie Schnorcheln ein. Die Unterwasserwelt dort ist atemberaubend. Bunte Korallenriffe beheimaten viele Fische, Schildkröten und andere Meeresbewohner. Taucher schätzen die guten Sichtverhältnisse und die leichte Erreichbarkeit der Riffe vom Strand. Die Playa Kalki ist relativ klein und ruhig. Eine Tauchbasis verleiht Ausrüstung. Sie bietet geführte Tauchgänge an. Ein kleines Restaurant versorgt Besucher. Viele genießen die Abgeschiedenheit und natürliche Schönheit dieses Juwels.
Grote Knip
Der Grote Knip, auch Kenepa Grandi genannt, ist ein beeindruckender Strand im Nordwesten von Curaçao, gut 40 km vom Hafen entfernt. Von allen Stränden auf Curaçao hat uns der Grote Knip landschaftlich am besten gefallen. Die Bucht liegt eingebettet zwischen Kalksteinfelsen und grüner Vegetation. Für viele ist dies der schönste Strand der Insel. Deshalb ist der Grote Knip auch sehr gut besucht. An den Wochenenden füllt sich der Strand oft schon am frühen Vormittag, da er dann auch bei Einheimischen für Familienausflüge und BBQs sehr gefragt ist. Unter der Woche wird es ab dem späten Vormittag voll. Besonders wenn mehrere große Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Willemstad liegen. Wir waren im Rahmen einer Inseltour gegen Mittag hier und haben keine freie Liege bekommen. Wer rechtzeitig kommt, zahlt für das Set aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm für den Tag etwa 15 bis 20 US-Dollar. Kleine Stände bieten den Badegästen Getränke und Snacks. Grote Knip ist ein Paradies für alle, die sich sonnen und Wassersport treiben möchten.
Fazit: Landausflüge auf Curaçao auf eigene Faust
Curaçao ist ein sehr gutes Ziel für Landausflüge auf eigene Faust. Die wunderschöne Hauptstadt Willemstad mit ihren farbenfrohen Häusern im niederländischen Kolonialstil kann man bequem zu Fuß erkunden. Das schönste Erlebnis ist ein Spaziergang auf der Pontjesbrug. Viele Sehenswürdigkeiten im Hinterland lassen sich bequem mit dem Mietwagen oder einem Taxi erreichen. Trotzdem benötigen viele Ziele im Nordwesten der Insel eine gewisse Fahrzeit. Wer sich auf zwei oder drei Highlights konzentriert, erlebt meist einen entspannteren Urlaubstag. Naturliebhaber besuchen den Christoffel-Nationalpark oder den Shete-Boka-Nationalpark. Wer Schildkröten und Flamingos beobachten möchte, findet auf Curaçao ebenfalls gute Möglichkeiten. Viele Kreuzfahrer verbringen den Tag aber auch einfach an einem der schönen Strände der Insel. Curaçao bietet für nahezu jeden Geschmack passende Landausflüge und Strände.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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