Curacao auf eigene Faust

Landausflüge auf Curacao auf eigene Faust

Auf einen Blick – Carnival Cruise Lines

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Curacao auf eigene Faust zusammengestellt. Die Insel ist das „C“ der niederländischen ABC Inseln und liegt im Süden der Karibik unmittelbar vor der Küste Venezuelas. Sie ist ein beliebtes Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Mit einer Länge von ca. 60 Kilometern und einer Breite von maximal 15 Kilometern ist Curacao größer als ihre niederländischen Schwestern Aruba im Westen und Bonaire im Osten. Die Landschaft ist reizvoll und abwechslungsreich. Die savannenähnliche Vegetation entfaltet einen ganz eigenen Charme und besonderen Reiz. Gelegentlich trifft man in der kargen Landschaft auf alte Gutshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Weltweit bekannt ist das Landhuis Chobolobo, in dem eine Destillerie für den berühmten Curacao-Likör untergebracht ist. Curacao ist ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Politisches und wirtschaftliches Zentrum ist die Hauptstadt Willemstad mit ihren etwa 140.000 Einwohnern. Seit 1997 ist die restaurierte Innenstadt mit ihren bunten Gebäuden im holländischen Kolonialstil Weltkulturerbe der UNESCO. Amtssprache ist Niederländisch. Die Menschen sprechen im Alltag häufig die Kreolsprache Papiamentu. Aber auch Englisch und Spanisch sind weit verbreitet. Die einheimische Währung ist der Antillen Gulden (ANG). Aber mit Euro oder US Dollar kommt man als Tourist in der Regel klar. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Curacao Tourist Board.

Transport in Curacao auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe laufen die Hauptstadt Willemstad an und machen in der Regel am Mega Cruise Terminal in Otrobanda fest. Otrobanda ist der Stadtteil links der Sint Annabai (s. Bild oder Karte unten). Hier gibt es mittlerweile zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Wenn nur ein oder zwei Kreuzfahrtschiffe an einem Tag nach Curacao kommen, machen diese hier fest. Das Kreuzfahrtterminal ist eine Ansammlung kleinerer Gebäude. Hier findet man einen Stand der Touristeninformation, Souvenirgeschäfte, einen Taxistand und einen Stand mit Angeboten lokaler Landausflugsanbieter. Die Wege in die Stadt sind kurz. Gut für einen Landausflug auf Curacao auf eigene Faust.

Blick auf Schiffe am Mega Cruise Terminal

Blick auf Schiffe am Mega Cruise Terminal – Bild: Curaçao Ports Authority

Wenn mehr als zwei Kreuzfahrtschiffe kommen, gibt es für kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe weitere Liegeplätze in der Sint Annabai hinter der Koningin Emmabrug. Die historische Pontonbrücke wird für einfahrende Kreuzfahrtschiffe geöffnet und danach wieder geschlossen. Es gibt mehrere mögliche Liegeplätze in der Sint Annabaai. Die erste Wahl ist Mathey Wharf in Otrobanda. Hier gibt es eine vergleichbare Infrastruktur wie am Mega Pier.

Wenn das nicht reicht, gibt es mit Groote Wharf und Nieuwe Wharf noch zwei Möglichkeiten. Auf dem Bild oben sieht man Kreuzfahrtschiffe an allen Liegeplätzen. Ganz links an der Seeseite der Mega Pier. Seit Ende 2017 können hier zwei Kreuzfahrtschiffe hintereinander anlegen. Das Kreuzfahrtschiff von AIDA Cruises liegt an der Mathey Wharf. Die beiden anderen Schiffe liegen an der Nieuwe Wharf (hinter der großen Brücke) bzw. am Groote Wharf in Punda auf der anderen Seite der Sint Annabai. Auf der Webseite der Curacao Port Authority (curports.com) kann man vorab erkennen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff wahrscheinlich anlegen wird.

Zu Fuß

Alle Liegeplätze liegen so zentral, dass man Willemstad bequem zu Fuß erkunden kann. Drei bis vier Stunden reichen für die Besichtigung der Hauptstadt in der Regel aus. Wer den ganzen Tag zur Verfügung hat, kann sich durchaus noch etwas anderes vornehmen. Hier ein Stadtplan mit einem Routenvorschlag und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Hafen und Stadt aus der Luft

Hafen und Stadt aus der Luft – Bild: Curaçao Ports Authority

Stadtrundfahrten

Wer möchte kann eine Rundfahrt mit einer kleinen pinkfarbenen Bimmelbahn (Trolley Train) machen. Die Rundfahrt dauert 75 Minuten und kostet 25 US Dollar. Kinder zahlen 10 US$ weniger. Die Rundfahrt beginnt und endet am Fort Amsterdam im Stadtteil Punda. Die Fahrten mit der Bimmelbahn werden offenbar über die Reedereien vertrieben.

Eine lustige Alternative sind dreirädrige TukTuks. Die einstündigen Stadtrundfahrten kann man zum Beispiel bei Viator (Link s. unten) reservieren. Die Kapazitäten sind sehr gering. Mehr als zwei Fahrgäste kann ein TukTuk nicht transportieren.

Taxen

Taxen sind ein wichtiges Transportmittel für Landausflüge auf Curacao auf eigene Faust. An beiden Kreuzfahrt-Terminals findet man Taxistände. Lizenzierte Wagen erkennt man an dem Taxischild und dem Kennzeichen TX. Die Preise sind festgelegt und werden auf Schildern veröffentlicht. Die genannten Preise gelten pro Taxi für 4 Personen. Taxifahrer bieten gerne auch Inselrundfahrten an.

Aushang Taxipreise

Aushang Taxipreise (Stand März 2018)

Öffentlicher Nahverkehr

Auf der Insel gibt es zweierlei Busse. Die großen gelben oder blauen DAF-Busse werden Konvooi genannt und fahren „über Land“. Der Nahbereich rund um Willenstad wird durch Kleinbusse abgedeckt. Diese heißen einfach Bus. Das steht auch auf den Nummernschildern. Los geht es an zwei Bus Terminals. Eines in Punda (neben dem Indoor-Market) und eines in Otrabanda (ca. 100 Meter vom Mega Pier entfernt). Beide Bus-Terminals sind auf der Karte unten verzeichnet. Die Busgesellschaft Autobusbedrijf Curacao hat eine neue Webseite. Die Fahrpreise sind sehr günstig. Selbst eine Fahrt von Otrabanda nach Westpunkt kostet nur 2,2 Antillen-Gulden. Das umgerechnet etwa 1 Euro.

Mietwagen

Auf der Insel herrscht Rechtsverkehr und die Straßenverhältnisse sind gut. Am Curacao Mega Pier und im Howard Johnson Plaza Hotel (an der Pontonbrücke) unterhält Avis ein Büro. Budget hat eine Station am Renaissance Hotel (Nähe Mega Pier). Eine Liste aller Autovermieter findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben).

Landausflüge auf Curacao buchen

Curacao ist eine sichere Insel. Wer jedoch keine Lust hat, sich um Urlaub mit Mietwagen oder Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Beispielhaft fügen wir hier das Landausflugsprogramm der Reederei TUI Cruises für Curacao bei. Andere Reedereien haben ein ähnliches Programm. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Veranstalter kann man bequem auf der Buchungsplattform von Viator vergleichen und sicher buchen. Weitere Angebote der Webseite GetYourGuide gibt es Ende dieser Seite.

Mountainbiking

Mountainbiking – Bild: Curacao Tourist Board

Highlights für Landausflüge auf Curacao

Curacao ist wegen des gleichnamigen Likörs weltweit ein Begriff. Insbesondere den blau gefärbten Blue Curacao hat wohl jeder schon einmal gesehen oder in einem Cocktail genossen. Aber die niederländische Karibikinsel hat natürlich viel mehr zu bieten. Fast genauso bekannt wie der Likör ist die pittoreske Hauptstadt Willemstad mit ihren 750 bonbonfarbenen Kolonialhäusern. Und natürlich gibt es auf Curacao auch schöne Strände und ein Wunderland unter Wasser, das Taucher und Schnorchler aus aller Welt anzieht.

Willemstad

Wegen der bunten Giebelhäuser im niederländischen Kolonialstil wird Willemstad auch das „Amsterdam der Karibik“ genannt. Fast die gesamte Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders beeindruckend sind Spaziergänge durch den historischen Stadtkern. Willemstad wird durch die Sint Anna Baai in zwei Stadtteile geteilt. Der historisch ältere ist Punda, der geschäftigere ist Otrobanda. Verbunden werden die beiden Stadtteile durch die Koningin Emmabrug, eine schwenkbare Pontonbrücke aus den Jahre 1888.

Otrobanda

Kreuzfahrtschiffe machen mehrheitlich am Mega Cruise Terminal in Otrobanda fest. Otrobanda heißt soviel wie „das andere Ufer“. Dies ist der jüngere Stadtteil der Hauptstadt, der entstand, als Punda zu klein wurde. In unmittelbarer Nähe des Hafens befinden sich das Renaissance Resort und das historische Rif Fort aus dem 19. Jahrhundert. Das Rif Fort ist im Prinzip das Gegenstück zu Fort Amsterdam auf der anderen Seite der Sint Annabaai. Hier entstand in den letzten Jahren das Centro Comercial Renaissance Rif Fort mit vielen eleganten Geschäften und Restaurants. Die Haupteinkaufsstraße des Stadtteils Otrobanda, dessen Mode-, Schmuck- und Kosmetikboutiquen von Kreuzfahrtpassagieren natürlich gerne besucht werden, ist die in Ost-West-Richtung verlaufende Breedestraat.

Ein niederländischer Unternehmer hat um die Jahrtausendwende ein altes Stadtviertel von Otrobanda komplett restaurieren lassen. Hier befinden sich heute das Kura Hulanda Museum und das exklusive Hotel gleichen Namens. Das Museum erinnert an das Los der Sklaven auf der Insel. Eine Fahrt mit dem Mietwagen oder einem Taxi über Königin-Juliana-Brücke ist ein weiteres lohnendes Ziel. Mit ihrem weiten Spannbetonbogen prägt diese Brücke sein 1974 das Stadtbild von Willemstad. Von oben hat man einen schönen Ausblick auf die seewärts gelegene Stadt und den Hafen.

Penha-Haus

Penha-Haus – Bild: Curacao Tourist Board

Punda

Ausgangspunkt der Stadtbesichtigung in Punda ist die außergewöhnliche Koningin Emmabrug, die über die schmale Sint Annabai führt. Sie ruht auf mehr als einem Dutzend Pontons und wird mit Hilfe eines starken Schiffsmotors zur Seite geklappt, um die Durchfahrt zum Beispiel für Kreuzfahrtschiffe zu öffnen.

Gleich rechts von der Brücke liegt Fort Amsterdam, das älteste Bauwerk der Stadt. Durch ein Tor gelangt man in den ausgedehnten Innenhof, der auf beiden Seiten von Regierungsgebäuden umgeben wird. Der interessanteste Bau ist die 1763 im schlichten niederländischen Barock erbaute Reformierte Kirche gegenüber dem Toreingang. Nur der aufgesetzte Dachreiter lässt erkennen, dass es sich um einen Sakralbau handelt. Der schlichte Kirchenraum ist im Stil einer niederländischen Seemannskirche gestaltet. Vier massive Säulen gliedern den Bau in drei Schiffe. Wie bei der Reformierten Kirche üblich, ist die Innenausstattung aus naturfarbenem Holz bewusst einfach gehalten.

Südlich vom Fort Amsterdam und vor dem architektonisch wenig gelungenen Hochhaus des Hotels Curacao Plaza liegt die Plaza Piar. Dieser Platz war früher Bestandteil eines starken Befestigungssystems und wird noch heute auf seiner Seeseite von 3-5 Meter dickem Mauerwerk geschützt. Über die Plaza Piar gelangt man stadteinwärts zu dem am parkartigen Wilhelmina Plein gelegenen Stadhuis, das zwischen 1857 und 1858 im klassizistischen Stil erbaut wurde und ursprünglich Sitz der Kolonialverwaltung war.

Während des Rundganges durch die schmalen Gassen fallen die sauberen, pastellfarbenen Anstriche der meisten Altstadtgebäude auf. Diese Farbgebung, die auf einen behördlichen Erlass von 1817 zurückgeht, sollte eine weniger schädliche Wirkung auf die Augen ausüben, als der ursprünglich weiße Anstrich. Der Rundgang setzt sich entlang der Columbusstraat bis zur Mikve Israel Synagoge fort. Das in hellen Pastellfarben getünchte Gotteshaus hebt sich trotz des fehlenden Turmes deutlich von den umliegenden Gebäuden ab. Es wurde 1733 im schlichten Kolonialbarock erbaut und gilt als die älteste noch existierende Synagoge der Neuen Welt. Durch eine schmale Pforte betritt man einen kleinen Innenhof und hat dort Zugang zur Synagoge. Später kann man noch das jüdische Museum besuchen, das einen interessanten geschichtlichen Abriss über das Judentum auf den Niederländischen Antillen vermittelt. 1651 erlaubte die Holländisch-Westindische Handelskompanie 50 sephardischen Juden die Ansiedlung. Die Gemeinde vergrößerte sich bald durch Emigranten aus dem portugiesischen Brasilien. Nach Misserfolgen in der Landwirtschaft ließ sich ein Großteil dieser Juden in Willemstad nieder und gewann erheblichen Einfluss auf den Überseehandel.

Die Bürgerhäuser in der Einkaufsstraße Heerenstraat sind Musterbeispiele für die an das tropische Klima angepasste niederländische Stadthausarchitektur früherer Jahrhunderte. Heute befinden sich in den Häusern fast ausschließlich Geschäfte mit einem internationalen Angebot an zollfreien Luxusgütern. Die eleganten Boutiquen, Juweliergeschäfte und Parfümerien können durchaus mit denen vieler Weltstädte konkurrieren.

Der Rundgang durch die Altstadt endet am schwimmenden Markt (Floating Market). Bis in die Nachmittagsstunden hinein machen dort überwiegend venezolanische Küstensegler fest und bieten unter aufgespannten Segeln, die als Sonnenschutz dienen, ihre Waren an. Angeboten werden vor allem Obst und Gemüse, deren Anbau sich wegen des permanenten Wassermangels auf Curacao kaum lohnt. Unmittelbar hinter dem schwimmenden Markt erblickt man den Rundbau der Markthalle. Daneben ist der Busbahnhof.

Koningin Emmabrug

Koningin Emmabrug – Bild: Curacao Tourist Board

Landhuis Chobolobo

Aus den Schalen von Bitterorangen wird das Nationalgetränk von Curacao hergestellt. Erhältlich ist der weltbekannte Curacao Likör in verschiedenen Farben. Die bekannteste Variante ist jedoch zweifellos der Blue Curacao, der heute viele Cocktails bereichert. Im Landhaus Chobolobo (chobolobo.com), einem historisches Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert am Stadtrand von Willemstad, kann man mehr über das Herstellungsverfahren erfahren. Dort wird dieser Likör bereits seit über hundert Jahren mit größter Sorgfalt destilliert. Es gibt eine kostenlose selbstgeführte Tour und einige kostenpflichtige geführten Rundgänge. Die einstündige Standard Guided Tour kostet mit einem Cocktail 12,50 US $. Geöffnet von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 17.00 Uhr.

Christoffel Nationalpark

Eine faszinierende Landschaft im Nordwesten der Insel mit exotischer Flora und Fauna bietet der Christoffel National Park (christoffelpark.org). Von Willemstad aus erreicht man den Park in circa 30 Autominuten. Acht markierte Wanderwege und einige Pisten für Autos erschließen das Terrain rund um den Sint-Christoffelberg. Außerdem zeigt das Museum im Landhuis Savonet (am Parkeingang) Artefakte aus der Vor- und Frühgeschichte der Insel. Vom 375 Meter hohen Christoffelberg, der höchsten Erhebung auf der Insel, genießt man einen tollen Rundblick. Im Park findet man große Leguane und riesige Kakteen. Wild Orchideen erfreuen Pflanzenfreunde.

Hato Höhlen

Wie auf Barbados gibt es auch auf Curacao Tropfsteinhöhlen. Die Hato Caves (curacaohatocaves.com) befinden sich in der Nähe des Flughafens an der Ostküste der Insel. Der Weg durch die Höhlen ist gut beleuchtet und befestigt. Höhlenzeichnungen erinnern an die Arawak-Indianer, die früher auf Curacao lebten. Der Eintritt liegt derzeit bei 9 US$.

Christoffel Nationalpark

Christoffel Nationalpark – Bild: Curacao Tourist Board

Curacao Sea Aquarium

Als weiteres Highlight gilt das Curacao Sea Aquarium. Neben den zahlreichen Aquarien gibt es Streichelbecken, ein Unterwasser-Observatorium (hier kann man die Fütterung der Haie beobachten) und ein IMAX Kino. Außerdem kann man hier mit Delphinen oder Seelöwen schwimmen. Direkt nebenan liegt der schöne Strand, der nach dem Aquarium Seaquarium Beach genannt wird. Das Aquarium lohnt sich unserer Meinung nach nicht. Wir haben andere Vorstellungen von artgerechter Tierhaltung. Aber vielleicht möchten Sie Korallen und Fische auch nicht nur im Aquarium bewundern. Die Insel wird von prächtigen Tauchstellen umsäumt. An vielen Stellen kann man direkt vom Strand aus starten.

Die Strände

Curacao ist im Gegensatz zur Nachbarinsel Aruba keine typische Strandinsel. Lange Naturstrände mit Kokospalmen gibt es nicht. Die meisten Strände sind künstlich angelegt und werden bewirtschaftet. Die Preise für Liegen und Eintritt sind recht günstig. Mehr als umgerechnet zehn Euro werden dafür in der Regel nicht verlangt. Dafür bekommt man viel Infrastruktur wie Restaurants, Beach Bars, Tauchschulen und Wassersportangebote. Wir würden sicherheitshalber Badeschuhe mitnehmen. Alle Strände befinden sich an der geschützten Westküste von Curacao. Auf der Webseite der Touristeninformation gibt es eine Übersicht mit einer guten Beschreibung aller bekannten Strandabschnitte. Die wichtigsten Strände stehen, zusammen mit dem dazu passenden Taxipreisen, auf den Preisschildern im Hafen (Bild s. oben).

Seaquarium Beach/ Mambo Beach

Der Seaquarium Beach beim Curacao Sea Aquarium liegt ca. 7 Kilometer südlich von Willemstad. Ein Taxi kostet 20 US $ für 4 Personen. Direkt nebenan befindet sich der Mambo Beach (mambobeachboulevard.com), der einer der längsten Sandstrände auf Curacao ist. Es gibt viel Infrastruktur (Strandbar, Restaurants, Shops, Wassersport etc.). Die Benutzung der Strände und eine Liege kosten jeweils 5 Antillen-Gulden. Zehn Antillen-Gulden sind derzeit 4,54 Euro (Stand: 4.2018).

Playa Porto Mari

Playa Porto Mari

Blue Bay Beach

Der Blue Bay Beach liegt gut zehn Kilometer östlich von Willemstad. Für ein Taxi zahlt man 30 US$. Der Strand bietet herrlichen weißen Sand und Schatten durch Kokospalmen. Der Eintritt beträgt 15 Antillen-Gulden (ca. 6,80 Euro) und beinhaltet eine Liege. Kinder zahlen die Hälfte. Es gibt ebenfalls viel Infrastruktur in Form von Duschen, Umkleidekabinen, Beach Bar, Restaurant und Kinderspielplatz.

Kokomo Beach

Für 35 US$ fahren Taxen zum Kokomo Beach (kokomo-beach.com), der gut 12 Kilometer nördlich vom Mega Cruise Terminal liegt. Ein schöner Strand der auch für Tauchsportler und Schnorchler interessant ist. Es gibt ein gutes Restaurant und eine Beach Bar. Liegen können günstig gemietet werden. Der Eintritt ist frei.

Jan Thiel

Der Jan Thiel Beach (janthielbeach.com) befindet sich ca. 13 Kilometer südlich vom Hafen in Willemstad. Besonders junge Leute und Familien mit Kindern fühlen sich hier wohl. Es gibt mehrere Restaurants, Bars und Wassersportangebote. Abends werden häufig Partys mit Livemusik gefeiert. Für Eintritt und eine Liege zahlt man ca. 10 Antillen-Gulden.

Playa Porto Mari

Die Playa Porto Mari (playaportomari.com) liegt knapp 26 Kilometer nördlich vom Hafen in Willemstad. Das Taxi für vier Personen kostet bereits 50 US$. Ein Restaurant mit Bar sorgt für das leibliches Wohl. Der Strand liegt auf dem Gelände einer alten Plantage. Im Hinterland des Strandes wurden Wanderwege angelegt, die man auch mit Mountain Bikes erkunden kann. Den Korallen und Fischen hat man mit so genannten Reef Balls (Betonglocken) ein neues Heim geschaffen. Was diese dankend angenommen haben. Schön für Taucher und Schnorchler. Eine deutschsprachige Tauchschule ist vorhanden. Der Eintritt beträgt 4 Antillen-Gulden.

Cas Abao

Auch der Cas Abao (casabaobeach.com) ist ein Strand mit kompletter Infrastruktur. Leider ist der Beach Club bereits 40 Kilometer von Willemstad entfernt. Ein Taxi kostet bereits 60 US$. Wer einen Mietwagen hat, ist im Vorteil. Der Strand gehört zu den schönsten der Insel und ziert viele Postkarten und Reiseprospekte. Die Casting-Show Deutschland sucht den Superstar wurde 2013 hier gedreht. Der Eintritt wird pro Auto berechnet und liegt bei zehn Antillen-Gulden. Liegen kosten 5 Antillen-Gulden. Hier kann man hervorragend tauchen und schnorcheln sowie jede Art Wassersport betreiben.

Cas Abao Beach

Cas Abao Beach – Bild: Curacao Tourist Board

Grote Knip

Ganz im Norden befindet sich der Grote Knip, der manchmal auch Playa Kenepa Grandi oder Playa Abou genannt wird. Dieser ist wohl der bekannteste und meistfotografierte Strand der Insel. Es gibt keine Webseite, woran man schon erkennen kann, dass der Strand nicht intensiv bewirtschaftet wird. Dementsprechend, gibt es wenig Infrastruktur. Eine kleine Beachbar ist vorhanden. Knapp 1,5 Kilometer südlich liegt der ebenfalls schöne Kleine Knip.

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