Lanzarote auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Lanzarote auf eigene Faust zusammengestellt. Die viertgrößte Insel der Kanaren liegt nördlich von Fuerteventura. Nur die knapp 12 Kilometer breite Meerenge La Bocayna trennt die beiden beliebten Urlaubsinseln. Lanzarote ist etwa 58 Kilometer lang und 34 Kilometer breit. Von den knapp 150.000 Einwohnern leben knapp 60.000 in der Hauptstadt Arrecife, wo auch die Kreuzfahrtschiffe festmachen. Weite Teile der Insel sind von Vulkankratern und Lavafeldern bedeckt. Trotzdem ist Lanzarote eine der schönsten Inseln der Kanaren und ein beliebtes Ziel von Kanaren Kreuzfahrten. Überall auf Lanzarote begegnet man den Spuren des einheimischen Künstlers Cesar Manrique, der das Bild der Insel bis zu seinem Tod 1992 entscheidend geprägt hat. Er kämpfte erfolgreich gegen Massentourismus und Bausünden und sorgte dafür, dass die Häuser auf der Insel weiß sind. Viele Kunstwerke Manriques gehören heute zu den beliebtesten Zielen für Landausflüge auf Lanzarote.

Landausflüge auf Lanzarote auf eigene Faust
Blick vom Castillo de San Gabriel – Bild: Tegeler

Weitere Informationen für einen Tag auf der spanischen Urlaubsinsel gibt es auf der Webseite von Turismo Lanzarote. Wer mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, sollte auf der Webseite CACT Lanzarote nachsehen. CACT steht für Los Centros de Arte, Cultura y Turismo. Wenn man mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, gibt es Rabatt. Die Kombi-Tickets sind an den Kassen aller Sehenswürdigkeiten erhältlich. Stand: März 2020

Der Kreuzfahrthafen von Lanzarote

Kreuzfahrtschiffe machen im Hafen der Inselhauptstadt Arrecife fest. Seit einigen Jahren gibt es hier zwei Kreuzfahrthäfen, die auf den Fotos gut zu erkennen sind. Auf der Webseite des Hafens Puerto de Las Palmas (zu dem auch der Hafen von Arrecife gehört) findet man mit etwas Glück Informationen zum Liegeplatz. Bitte zuerst den richtigen Hafen anklicken. Unter dem Menüpunkt „Port of Arrecife“ gibt es den Punkt “Ships in Port – Forecast“. Hier steht dann entweder „Cruceros“ oder „Los Marmoles“. Wenn nur ein Kreuzfahrtschiff erwartet wird, steuert dieses mit großer Wahrscheinlichkeit die neue Muelle Cruceros La Boca de Puerto Naos an.

Muelle de los Marmoles

Die mehr als einen Kilometer lange Muelle de Los Marmoles liegt am nördlichen Stadtrand von Arrecife und ist der traditionelle Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe auf Lanzarote. Die Muelle wurde im Jahre 2018 nochmal verlängert, so dass mehrere große Kreuzfahrtschiffe hintereinander festmachen können.

Blick auf den Kreuzfahrthafen von Arrecife
Blick auf die beiden Häfen aus südlicher Richtung – Bild: Autoridad Portuario de las Palmas

Auf der Muelle de los Marmoles gibt es ein Büro der Touristeninformation, Mietwagen und Fahrräder. Die Fußgängerzone im Zentrum der kleinen Inselhauptstadt ist für Fußgänger bereits ca. 3 Kilometer entfernt, weshalb die Reedereien normalerweise kostenpflichtige Shuttlebusse einsetzen.

Muelle Cruceros (La Boca de Puerto Naos)

Die neue „Muelle Cruceros“ mit Liegeplatz für ein Kreuzfahrtschiff wurde zusammen mit einer neuen eleganten Marina erst vor wenigen Jahren neu erbaut. La Boca de Puerto Naos wird die rechteckige künstliche Insel am Ende einer langen Mole genannt. Hier kann ein großes Kreuzfahrtschiff festmachen.

Direkt am Schiff gibt es nur einen großen Parkplatz für Busse und Taxen. Bis zur Fußgängerzone von Arrecife sind es 1,7 Kilometer, weshalb die Reedereien auch hier in der Regel einen kostenpflichtigen Shuttlebus anbieten. Fußgänger können den Weg aber bequem zu Fuß zurücklegen und über die Mole vorbei an der Marina mit ihren Geschäften und Restaurants in die Stadt laufen. Wenige hundert Meter vom Kreuzfahrtschiff entfernt, gibt es in der Marina eine Touristeninformation mit einem Büro von Cicar.

Karte des Kreuzfahrthafens von Arrecife
Karte des Hafens – Bild: Tegeler

Einige Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Castillo de San Jose (Kunstmuseum), 2-Charco de San Gines (Lagune, Binnenhafen), 3-Iglesia de San Gines, 4-Casa de los Arroyo (Herrenhaus), 5-Puente de las Bolas (Zugbrücke zu Punkt 6), 6-Castillo de San Gabriel, 7-Historischer Musikpavillon, 8-Die Hauptstraße, 15-Marina

Mobil auf Lanzarote auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Lanzarote auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab hier einige Entfernungsangaben:

  • Urlaubsort Puerto del Carmen: 15 km in Richtung Süden
  • Urlaubsort Costa Teguise: 9 km in Richtung Norden
  • Jardin de Cactus (Manrique): 17 km in Richtung Norden
  • Jameos del Agua (Manrique): 27 km in Richtung Norden
  • Cueva de los Verdes (Manrique): 27 km in Richtung Norden
  • Mirador del Rio (Manrique): 35 km in Richtung Norden
  • Weinbaugebiet La Geria – 18 km in Richtung Osten
  • Timanfaya Feuerberge – 29 km in Richtung Osten

Zu Fuß

Von beiden Häfen aus kann man das Zentrum von Arrecife zu Fuß erreichen. Die Urlauber, deren Kreuzfahrtschiff an der neuen Muelle Cruceros liegt, brauchen nur durch die Marina gehen und erreichen nach 1,7 Kilometern das Rathaus. Kurz dahinter beginnt die Fußgängerzone. Ein Weg, den man gut zu Fuß schaffen kann. In der Marina gibt es Geschäfte, Restaurants und Stände von Händlern, die den Weg kurzweilig machen. Zudem kann man viele elegante Yachten bestaunen.

Der Weg durch die Marina
Der Weg durch die Marina – Bild: Tegeler

Von der Muelle de los Marmoles gibt es einen ausgeschilderten Fußweg in Richtung Zentrum. Die Entfernung ist mit ca. 3 Kilometern deutlich größer. Eigentlich ist es noch deutlich weiter. Aber die Stadt hat investiert und für Fußgänger eine Abkürzung gebaut. Wenn man vom Schiff kommend die Muelle de los Marmoles hoch läuft und am ersten Kreisverkehr am Fuße der Mole links in die Avenida de los Marmoles einbiegt, erreicht man bald einen schmalen Fußgängerweg, der vorbei am kleinen Strand Caleta de la Arena zu Carretera de los Castillos führt. Bei Google Maps ist diese Abkürzung gut zu erkennen.

Shuttlebusse

Die Reedereien der Kreuzfahrtschiffe, die an der Muelle de los Marmoles anlegen, bieten eigentlich immer einen kostenpflichtigen Shuttlebus nach Arrecife an. Bei den deutschen Reedereien wurden dafür zuletzt 7 bis 9 Euro pro Person für ein Tagesticket verlangt. Die Busse pendeln zwischen dem Kreuzfahrtschiff und einem Parkplatz am Binnenhafen Charco de San Gines.

Von der neuen Muelle de Cruceros am Ende der Marina gibt es häufig auch einen Shuttelbus-Angebot der Reederei, obwohl die Entfernung ins Stadtzentrum deutlich geringer ist. Die Busse halten ebenfalls an dem Parkplatz beim Charco de San Gines. Bei AIDA Cruises kostete dieser Service zuletzt 6,99 Euro.

Die Shuttlebusse halten, wie gesagt, an einem Parkplatz beim Binnenhafen Charco de San Gines. Die Adresse lautet: Calle Juan de Quesada Nr. 8. Hier gibt es auch eine Außenstelle der Touristeninformation und einen Taxistand.

Büro von Cicar und der Touristeninformation in der Marina
Büro von Cicar und der Touristeninformation in der Marina – Bild: Tegeler

Öffentliche Busse

Auf der Insel gibt es ein gut ausgebautes öffentliches Busnetz. Auf der Webseite der Busgesellschaft (arrecifebus.com) findet man Fahrplan-Informationen auch in deutscher Sprache.

Der zentrale Busbahnhof befindet sich in der Calle Rambla Medular und ist leider relativ weit von den Häfen entfernt. Allerdings gibt es am Fuß der Muelle de los Marmoles eine Bushaltestelle (Los Marmoles). Hier halten z.B. die Busse nach Costa Teguise. Das ist eines der Ferienzentren mit einem schönen Strand.

Touristeninformation und Mietwage auf der Muelle de los Marmoles
Touristeninformation und Mietwagen auf der Muelle de los Marmoles – Bild: TurismoLanzarote

Mietwagen

Lanzarote kann man sehr gut mit einem Mietwagen erkunden. Die Straßen sind gut ausgebaut und beschildert.

In beiden Kreuzfahrthäfen kann man auch Autos mieten. An der Muelle de los Marmoles haben diverse Verleiher ein Büro in dem Gebäude der Touristeninformation auf der Mole. Die bekanntesten einheimischen Verleiher auf den Kanaren sind Cicar und Cabrera Medina. Diese sind verbunden und bei vielen Landausflüglern beliebt. Es gibt aber auch internationale Verleiher wie Sixt oder Avis.

Wer im neuen Hafen liegt, geht wenige hundert Meter zur Touristeninformation in der Marina. Hier ist eine Niederlassung von Cicar.

Wir würden einen Wagen vorab reservieren und dann im Hafen abholen. Angesichts der großen Zahl an Mitreisenden ist das der sichere Weg. Mit Wartezeiten bei der Abholung des Mietwagens muss man rechnen. Es kann an Feiertagen passieren, dass die Büros am Hafen und in der Stadt geschlossen sind. Dann bleibt nur das Taxi zum nahen Flughafen, wo die meisten Anbieter vertreten sind. Bei der Reservierung bei Cicar wird man im Rahmen des Buchungsprozesses nach dem Namen des Kreuzfahrtschiffes gefragt. Der Vermieter weiß also, wo der Kunde ankommen wird und kann die Wagen entsprechend vorhalten.

AIDAnova und die Marina
AIDAnova und die Marina – Bild: Tegeler

Taxis

Eine gute Alternative für Landausflüge auf Lanzarote sind Taxis, die natürlich auch Rundfahrten über die Insel anbieten. Die Vereinigung der Taxifahrer (taxidearrecife.com) hat eine informative Webseite, die es sogar in deutscher Sprache gibt.

Es gibt in beiden Häfen große Taxistände. Ein weiterer größerer Taxistand befindet sich am Endpunkt der Shuttlebusse in Arrecife. Hier haben wir folgende Preise von einem Schild abgeschrieben. Diese gelten für ein Taxi mit bis zu vier Fahrgästen.

  • Arrecife: 5 Euro
  • Puerto del Carmen: 22 Euro
  • Costa Teguise: 14 Euro
  • Playa Blanca: 55 Euro
  • Teguise: 20 Euro
  • Jardin de Cactus und Wohnhaus Manrique: 85 Euro
  • Jameos del Agua und Wohnhaus Manrique: 85 Euro
  • Feuerberge und Jameos del Agua: 150 Euro
  • Feuerberge und La Geria: 85 Euro

Dann gab es noch eine Nordtour und eine Südtour für jeweils 108 Euro und eine komplette Inseltour für 180 Euro.

Landausflüge auf Lanzarote
AIDA Biking Tour auf Lanzarote – Bild: Tegeler

Fahrräder

Die Firma Draisana Bikes Rental bietet seit 2012 Mietfahrräder für Landausflügler an und ist in beiden Häfen vertreten. Wenn man ein schwarz-gelbes Klappschild und zahlreiche Fahrräder sieht, ist man richtig. Für zehn Euro pro Tag gibt es Mountainbikes und normalen Tourenräder. E-Bikes haben wir nicht gesehen. Aber Kindersitze können gemietet werden. Auf der Webseite der Firma findet man noch einige Vorschläge für Fahrradtouren und Streckenbeschreibungen.

Bei der Touristeninformation in der Marina wurden ebenfalls Leihfahrräder angeboten.

Bimmelbahn

In Arrecife gibt es eine rote Bimmelbahn, die auf zwei Routen durch die kleine Hauptstadt fährt. Beiden Routen dauern 45 Minuten. Erwachsene zahlen 12 Euro. Man kann an allen der insgesamt 16 Haltestellen aussteigen und mit der nächsten Bahn weiterfahren. Leider kommt nur ein Zug pro Stunde an den Haltestellen vorbei. Bei dem Angebot handelt es sich um ein Franchise von City Sightseeing. Einen Flyer haben wir hier hinterlegt.

Landausflüge auf Lanzarote buchen

Wer keine Lust hat, sich um Urlaub mit Mietwagen oder Taxifahrern herumzuschlagen, kann aus einem großen Angebot an organisierten Landausflügen wählen. Entsprechende Angebote findet man an Bord des Kreuzfahrtschiffes oder bei lokalen Veranstaltern. Für die Reedereien sind diese Kreuzfahrtausflüge ein wichtiges Geschäft. Entsprechend intensiv wird geworben. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Lanzarote

Lanzarote, die Insel der Feuerberge, ist für uns eines der schönsten Ziele von Kanaren Kreuzfahrten. Die Insel wurde durch 2 Dinge wesentlich geprägt. Den Vulkanismus und die Werke des Künstlers Cesar Manrique. Die meisten Kreuzfahrturlauber sind beeindruckt von der wilden vulkanischen Landschaft. Vor allem von den faszinierenden, in vielen Farben changierenden Feuerbergen in Timanfaya Nationalpark. Trotz der Vulkane gibt es auf Lanzarote herrliche, überwiegend helle Sandstrände. Hier einige Highlights für Landausflüge auf Lanzarote.

Die Insel auf einen Blick
Die Insel auf einen Blick – Royal Caribbean

Einige markante Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Timanfaya National Park, 3-Los Hervideros (Vulkanküste), 4-Teguise (Stadt), 5-Mirador del Rio (Manrique), 6-Jameos del Agua (Manrique), 7-Kaktusgarten (Manrique), 8-La Geria (Weinbau)

Die Hauptstadt Arrecife

Die Inselhauptstadt kann auch noch in zwei oder drei Stunden nach einem Landausflug erkundet werden. Hier ein Stadtplan. Arrecife ist keine Touristenstadt, trotzdem gibt es einige schöne Ecken.

Dazu gehört zum Beispiel die Lagune Charco de San Gines mit den alten Fischerhäusern auf der Nordseite. Hier kann man sich auf eine Bank setzen und die in der Lagune dümpelnden Fischerboote beobachten. Ein schönes Fotomotiv. Am Charco de San Gines gibt es auch einige Restaurants mit schönen Außenterrassen. Mittwochs und Donnerstag ist Markt. Die Lagune liegt direkt bei der Haltestelle der Shuttlebusse.

Schöne Fotomotive liefert auch das Castillo de San Gabriel auf einer vorgelagerten Insel. Man kann die Festung auf einem Damm trockenen Fußes erreichen. Vorsicht bei Seegang! Dann schlagen die Wellen manchmal überraschend über die Mauer! Im Castillo gibt es ein nettes Museum. Auf dem Dach hat man einen tollen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Blick auf Arrecife
Blick auf Arrecife vom Castillo de San Gabriel – Bild: Tegeler

Die Calle Leon y Castillo ist die Fußgängerzone der Stadt. Einige Läden stammen noch aus der Zeit um 1900. Sie wirken zwar etwas antiquiert, sind aber sehr hübsch anzuschauen. Ehrwürdige Kaufmannsläden, die im Inneren noch hölzerne Balkone besitzen, über die man an die oberen Regale und Schränke gelangt. Eine sehr schönes altes Gebäude in der Fußgängerzone ist die La Casa Amarilla.

Arrecife verfügt einen sehr schönen Stadtstrand. Die einige hundert Meter lange Playa del Reducto liegt am westlichen Stadtrand. Die Wasserqualität ist gut (Blaue Flagge). Schirme und Liegen können gemietet werden. Wir haben für ein Set aus zwei Liegen und einen Sonnenschirm 6 Euro bezahlt. Es ist im Wasser allerdings teilweise steinig. Badeschuhe wären deshalb von Vorteil.

Timanfaya Nationalpark
Timanfaya Nationalpark – Bild: Tegeler

Wer von der Muelle de los Marmoles zu Fuß in Richtung Arrecife läuft, kommt am Castillo de San Jose vorbei, in dem heute das internationale Museum für Zeitgenössische Kunst (MIAC) untergebracht ist.

Parque Nacional de Timanfaya

Der Parque Nacional de Timanfaya ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit für Landausflüge auf Lanzarote. Die Landschaft des Nationalparks mit seinen Feuerbergen ist das Ergebnis der verheerenden Vulkanausbrüche in den Jahren 1720, 1736 und 1824. Man kann den Nationalpark im Rahmen eines organisierten Landausfluges erkunden oder mit dem Mietwagen auf eigene Faust in Angriff nehmen. Wer mit dem Mietwagen kommt, muss mit gewissen Wartezeiten rechnen.

Am Rand des Nationalparks befindet sich das Besucherzentrum Centro de Visitantes e Interpretación. Es liegt an der Straße LZ-67 bei der Ortschaft Mancha Blanca. Hier gibt es auch einen großen Parkplatz. Wer möchte, kann sich im Nationalparkzentrum kostenlos informieren. Es gibt zum Beispiel eine Ausstellung und ein audiovisuelles Programm in mehreren Sprachen.

Grillen mit Erdwärme im Timanfaya Nationalpark
Grillen mit Erdwärme im Timanfaya Nationalpark – Bild: Tegeler

Weiter geht es über die LZ-67 in Richtung Yaiza. Hier sieht man am Wegesrand auch das von Manrique entworfene Markenzeichen des Nationalparks. Nach vier Kilometern erreicht man eine Abzweigung zur LZ-602 mit einem größeren Parkplatz. Das ist die Zufahrt zum Nationalpark, an der sich oft viele Mietwagen stauen. Der Eintritt zum Nationalpark kostet 12 Euro (6 Euro für Kinder). Wer ab 15 Uhr kommt, erhält 20 Prozent Rabatt. Nachdem man das Eintrittsgeld gezahlt hat, kann man mit dem Mietwagen in den Nationalpark hineinfahren und am Besucherzentrum Islote de Hilario parken. Das Fleisch für das rundum verglaste Restaurant El Diabolo wird hier mit Erdwärme gegrillt. Zudem gibt es diverse geothermische Vorführungen. Ranger schütten Wasser in Erdlöcher, das dann sofort als Fontäne zischend wieder nach oben schießt. Im Eintrittspreis für den Nationalpark enthalten ist darüber hinaus eine Bustour entlang der Vulkanroute.

Wenn man die Besichtigung abgeschlossen hat, fährt man mit dem Mietwagen zurück zur LZ-67. Wenn man hier rechts abbiegt, erreicht man nach wenigen Kilometern den Echadero de los Camellos. Wer möchte, kann hier auf Dromedaren reiten. Zwei Personen können auf einem Dromedar reiten und zahlen zusammen 12 Euro. Man erfährt auch einiges über die traditionelle Nutzung der Dromedare in der Landwirtschaft auf Lanzarote.

Die Schlange der Mietwagen am Eingang zum Nationalpark
Die Schlange der Mietwagen am Eingang zum Nationalpark – Bild: Tegeler

Los Hervideros und El Lago Verde

Am Rande des Timanfaya Nationalparks ganz im Südwesten der Insel befinden sich zwei Natursehenswürdigkeiten. Bei Los Hervideros schlagen die Wellen mit Wucht in das brüchige und von Höhlen durchzogene Lavagestein. Besonders eindrucksvoll ist deshalb ein Besuch bei Flut, wenn die Wellen besonders hoch sind. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Knapp fünf Kilometer nördlich von Los Hervideros befindet sich der grüne See El Lago Verde unmittelbar südlich von El Golfo. Die giftgrüne Lagune ist das Werk von Algen und liegt zwischen der Steilküste und dem schwarzen Strand Playa de los Ciclos. Ein schönes Fotomotiv.

Los Hervideros
Los Hervideros – Bild: Tegeler

Fundacion Cesar Manrique

Auf Lanzarote dreht sich fast alles um Cesar Manrique. Viele Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Lanzarote wurden vom Ihm entworfen und gebaut. Seine Stiftung, die Fundacion Cesar Manrique, befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus in der Ortschaft Tahiche (wenige Kilometer außerhalb von Teguise) und wurde 1992 eingeweiht. Typisch für Manrique ist, wie der das Gebäude in Landschaft hinein gebaut hat. So hat er Lavahöhlen für das Haus genutzt. Eine wunderschöner Ort, der für 8 Euro Eintritt besichtigt werden kann.

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist eine sieben Kilometer lange Lavaröhre, die während eines Vulkanausbruchs vor mehren tausend Jahren entstanden ist. In früheren Zeiten nutzen die Einheimischen die Röhren als Versteck vor Piraten. Seit 1964 ist die Cueva de los Verdes für Besucher zugänglich. Ein Freund von Cesar Manrique sorgte mit seiner raffinierten indirekten Beleuchtung für eine besondere Atmosphäre. Diese wird wird durch Musik unterstrichen. Es gibt auch Konzerte in der Lavaröhre.

Fundación César Manrique
Fundación César Manrique – Bild: Tegeler

Etwa einen Kilometer der Lavaröhre kann heute im Rahmen einer Führung begangen werden. Diese dauert 45 Minuten und kostet zehn Euro. Ab 15 Uhr gibt es 20 Prozent Rabatt. Die Cueva de los Verdes liegt an der Nordostküste der Insel. Ein weiterer Abschnitt der Lavaröhre wurde von Manrique zur zur Touristenattraktion Jameos del Agua entwickelt.

Jameos del Agua

Die Kunst- und Kulturstätte Los Jameos del Agua wurde bereits 1966 eingeweiht und war das erste größere Projekt von Cesar Manrique. Heute ist dies eine bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote. Jameos del Agua befindet sich in der Nähe der Cueva de los Verdes. Beide Sehenswürdigkeiten nutzen eine einzigartige Lavaröhre, die vor mehreren tausend Jahren bei den Ausbrüchen des Vulkans La Corona entstanden ist. Jameo ist ein Wort der Altkanarier und bedeutet soviel wie Hohlraum.

Die Anlage besteht aus der Lavaröhre mit einem natürlichen See. Hier leben Albinokrebse, die sonst nur in der Tiefsee zu finden sind. Der See wird vom Meerwasser gespeist, obwohl es keine direkte Verbindung gibt. Das Wasser sickert durch das Lavagestein. Des Weiteren, gibt es einen Konzertsaal, ein Museum und einen Garten mit einem türkis-blauen Pool. Wer möchte, kann in einem Restaurant mit Blick auf den See essen. Der Eintritt liegt bei 9,50 Euro.

Jameos del Agua
Jameos del Agua – Bild: MSC Cruises

Neben der Cueva de los Verdes befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Der Jardin de Cactus und der Mirador del Rio sind nur wenigen Autominuten entfernt.

Jardin de Cactus

Der Kakteengarten Jardin de Cactus wurde 1990 eingeweiht und stellt das letzte größere Projekt von Cesar Manrique dar. Er nutzte dafür das Areal eines aufgelassenen Steinbruchs und legte den Garten terrassenförmig an. 4.500 Kakteen von 450 verschiedenen Arten aus 13 Gattungen von fünf Kontinenten sind hier beheimatet. Eine restaurierte alte Mühle fügt sich harmonisch in das Bild ein. Der Eintritt liegt bei 6,50 Euro. Es gibt eine schöne Cafeteria und ein Souvenirgeschäft.

Mirador del Rio

Das Wort Mirador steht auf allen Inseln der Kanaren für Aussichtspunkt. Der Mirador der Rio liegt ganz im Norden von Lanzarote auf der Steilküste und ist das Ziel der Straße LZ-202. Man hat einen tollen erhöhten Blick auf die Insel La Graciosa. Neben der wunderbaren Aussicht ist der Mirador der Rio auch wegen seiner Architektur sehenswert. Natürlich ein Werk von Cesar Manrique und 1974 eingeweiht. Wer möchte kann hinter großen Panoramascheiben einen Café trinken. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.

In Lanzarote auf eigene Faust nach Teguise
Teguise – Bild: Tegeler

Teguise

Die Ortschaft Teguise liegt im Landesinneren in der Nordhälfte von Lanzarote. Die alte Stadt war bis 1862 die Hauptstadt der Insel und ist heute insbesondere wegen ihres Marktes ein beliebtes Ziel von Landausflügen. Wer an einem Sonntag auf Lanzarote ist, könnte einen Landausflug nach Teguise planen. Der große Straßenmarkt geht von 9 bis 14 Uhr. Die kleine Stadt ist aber auch sonst nett anzuschauen. Die geschichtsträchtige Altstadt rund um die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe steht unter Denkmalschutz.

La Geria Wein

Sehr interessant ist auch das Weinbaugebiet La Geria im Zentrum der Insel. Einzelne Weinreben wachsen in Kuhlen direkt in der Lava. Kleine Mauern aus Lavagestein schützen die Reben. In der Bodega La Geria kann man den Wein kosten und auch kaufen. Das gesamte Weinbaugebiet wurde in den sechziger Jahren vom Museum of Modern Art in New York zum Gesamtkunstwerk erklärt.

Die Not machte die Landwirte des regenarmen Eilandes erfinderisch. Über fruchtbare Muttererde streuen die Bauern eine Lage schwarzen Picón (feinkörnige Lavaschlacke). Diese entzieht der Luft die Feuchtigkeit und leitet diese an den Boden weiter. Deshalb gedeihen auf der Insel heute neben Wein und Tabak auch Getreide, Kartoffeln, Melonen und Feigen. Gute Geschäfte machen die Insulaner mit Läusen. Das tiefe Rot der Cochenilleschildlaus ist als natürlicher Farbstoff begehrt. Unter anderem für Lippenstifte und farbenfrohe italienische Aperitifs.

Weinbau in Lanzarote in La Geria
Weinbau in La Geria – Bild: Tegeler

Die Strände

Lanzarote ist natürlich auch eine Urlaubsinsel mit einigen sehr schönen Sandstränden. Trotz des vulkanischen Ursprungs sind die meisten Strände hell. Das schwarze Vulkangestein bietet einen schönen Kontrast zu dem hellen Sand und dem oft türkisblauen Meer.

Wie bereits erwähnt, gibt es in der Hauptstadt mit der Playa de Reducto einen sehr schönen und sauberen Strand. Dieser ist etwa 500 Meter lang. Als Orientierung kann das einzige Hochhaus der Hauptstadt dienen, in dem ein Grandhotel untergebracht ist. Auch viele Einheimische nutzen diesen Stadtstrand. Aber für Landausflügler ist die Playa del Reducto wegen der Hafennähe auch eine gute Wahl. Von der neuen Muelle de Cruceros geht man 2,5 Kilometer. Von der Haltestelle der Shuttlebusse sind es noch 1,7 Kilometer. Es gibt Toiletten und Duschen sowie die Möglichkeit, eine Liege zu mieten. Rettungsschwimmer haben ein Auge auf die Badenden. Badeschuhe sind empfehlenswert.

Die Playas de Papagayo (Papageienstrände) im Süden der Insel sind die bekanntesten Strände auf Lanzarote. Links und rechts des Kaps Punta del Papagayo gibt es insgesamt sechs schöne kleine Strände. Diese befinden sich in einem Naturpark, weshalb es abgesehen von zwei kleinen Restaurants, einem Parkplatz und sanitären Anlagen keine Infrastruktur gibt. Von der Ortschaft Las Coloradas gibt es einen Wanderweg zu den Playas de Papagayo. Man kann mit dem Mietwagen aber auch über eine recht provisorische Piste bis zu dem relativ großen Parkplatz fahren.

Strand in Puerto del Carmen
Strand in Puerto del Carmen – Bild: Tegeler

Das wichtigste Touristenzentrum ist Puerto del Carmen südlich von Arrecife. Ein weiteres Ferienzentrum ist Costa Teguise ca. 10 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Auch hier gibt es natürlich schöne Strände und eine touristische Infrastruktur. Die meisten Reedereien haben Strandtransfers im Angebot.

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