Molde auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Molde auf eigene Faust zusammengestellt. Im Gegensatz zu seinen wilden Nachbarn, trägt der breite und weitverzweigte Moldefjord geradezu liebliche Züge. Das Klima ist dank des Golfstromes sehr mild. Die freundliche Stadt am Nordufer des Moldefjords führt ihren Beinamen „Rosenstadt am Fjord“ durchaus zu Recht. Nirgendwo auf diesem nördlichen Breitengrad trifft man in Parks und Gärten auf eine solche Fülle von Blumen. Molde hat knapp 27.000 Einwohner und wurde während des 2. Weltkriegs sehr in Mitleidenschaft gezogen. Seine städtebauliche Struktur ist daher modern. Überregional bekannt wurde die Stadt durch das Jazzfestival Ende Juli und durch den örtlichen Fußballclub Molde FK, der immer mal wieder in der Europa League auftaucht. Das moderne Aker-Stadion befindet sich direkt nördlich vom Pier Storkaia. Molde und Andalsnes werden im Rahmen von Norwegen Kreuzfahrten häufig an einem Tag besucht.

Landausflüge in Molde auf eigene Faust
Hurtigruten vor dem Scandic Seilet Hotel – Bild: Kenneth Spadberg/Foap/Visitnorway.com

Die Landeswährung ist die Norwegische Krone (NOK). Ein Euro entspricht derzeit etwa 10,34 NOK. Das hilft beim Umrechnen. Norwegen ist kein Mitglied der EU. Das Land gehört aber zum Europäischen Binnenmarkt und nimmt am Schengen-Raum teil. Eine eigene Webseite hat die Touristeninformation der Stadt derzeit nicht. Information gibt es auf der Webseite von Visit Norway. Stand: Januar 2021

Der Kreuzfahrthafen von Molde

Wie man auf der Karte erkennt, gibt es in Molde zwei mögliche Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe mit den Bezeichnungen Storkaia und Moldegård. Auf der Webseite des Hafens kann man vorab abfragen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff anlegen wird.

Die meisten Kreuzfahrtschiffe nutzen den Liegeplatz Storkaia. Dieser ist vielleicht 200 Meter vom Stadtzentrum entfernt. Gut für Landausflüge in Molde auf eigene Faust. Der Kirchturm ist ein guter Wegweiser. Rund um die Kirche befinden sich die Geschäftsstraßen des Zentrums. Die Touristeninformation hat ein Büro am Platz Torget Nr. 4. Der Anleger Moldegård liegt einige Kilometer außerhalb in einem Industriehafen und wird von Kreuzfahrtschiffen eher selten genutzt. Es kommt aber immer wieder mal vor, wenn der Liegeplatz Storkaia besetzt ist.

Liegeplätze in Molde
Liegeplätze in Molde – Grafik: Cruise Norway

Mobil in Molde auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Molde auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt:

Zu Fuß

Das Zentrum der kleinen Stadt kann man bequem zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind kurz. Beliebt ist eine Wanderung auf den Hausberg Varden, von dessen Gipfel man eine fantastische Aussicht über die Stadt und de Fjord genießen kann.

Shuttlebusse

Wenn das Kreuzfahrtschiff zum Liegeplatz Moldegård ausweichen muss, gibt es einen kostenlosen Shuttlebus des Hafens ins Stadtzentrum.

Molde auf eigene Faust
Das moderne Scandic Seilet Hotel am Hafen – Bild: Scandic Seilet

Öffentliche Verkehrsmittel

Das lokale Busunternehmen für die ganze Region ist die Firma Fram. Neben den normalen Buslinien gibt es unter dem Menüpunkt „Travel like the locals“ auch interessante Busausflüge ab/bis Molde Bus Terminal. Zum Beispiel eine Fahrt über die berühmte Atlantikstraße. Die dreistündige Bustour kostet 246 NOK.

Taxis

Die Firma Molde Taxi (moldetaxi.no) betreibt einige Taxis und bietet auch Ausflüge an. Allerdings ist die Zahl der Taxis begrenzt. Normale Taxifahrten werden durch das Taxameter abgerechnet.

Am Hafen Moldegård haben wir 2019 ein gelbes Schild mit Touren und Preisen gesehen. Demnach kostet die Fahrt auf den Hausberg Varden 210 NOK. Mit 15 Minuten Wartezeit und Rückfahrt steigt der Fahrpreis auf 325 NOK. Eine Fahrt zur Atlantikstraße mit 15 Minuten Wartezeit schlägt mit 1.680 Euro zu Buche und für eine einstündige Rundfahrt durch Molde sind 895 NOK angegeben.

Landausflüge in Andalsnes zum Trollstigen
Trollstigen viewpoint – Bild: Øyvind Heen/Visitnorway.com

Wir hatten ein Taxi für die Fahrt auf den Varden vorbestellt. Erschienen ist jedoch leider niemand. Vermutlich gab es interessantere Aufträge und einfach zu wenige Taxis. Für diesen Fall ist es immer gut ein Alternativprogramm zu haben.

Mietwagen

Es gibt leider keine bekannten Anbieter im Stadtzentrum. Mietwagen diverser internationaler Verleiher wie Avis, Hertz oder Sixt findet man am gut sechs Kilometer entfernten internationalen Flughafen Molde-Arø. Ein Taxi zum Flughafen zu finden dürfte schwierig sein. Vom Busbahnhof „Molde Trafikkterminal“ könnte man den Flughafen aber in ca. 15 Minuten mit einem öffentlichen Bus erreichen. Verbindungen findet man auf der Webseite der Firma Fram (Link s. oben). Das Ticket kostet 39 NOK.

Landausflüge in Molde buchen

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es unten. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Molde

In Molde kann man recht schön spazieren gehen. Im Zentrum gibt es eine Einkaufsstraße und zudem eine schöne Promenade am Wasser. Beliebt sind Wanderungen, insbesondere auf den Hausberg Varden. Weitere beliebte Ziele für Landausflüge in Molde sind die Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen), das Romsdalmuseum oder die Insel Håholmen.

Molde liegt nur gut 50 Kilometer von Andalsnes entfernt. Viele Landausflugsziele, wie die Passstraße Trollstigen, die mächtige Trollwand oder eine Fahrt mit der Raumabahn sind auch von Molde aus möglich.

Atlanterhavsvegen
Atlanterhavsvegen – Bild: Jacek Różycki/Visitnorway.com

Molde

Molde ist eine sympathische kleine Stadt. Es gibt viel Grün und im Sommer ein bekanntes Jazzfestival. Wie bereits erwähnt, hat Molde im 2. Weltkrieg sehr gelitten und wirkt deshalb sehr neu und modern. Sehenswert ist neue Domkirche von 1957. Man erkennt das Gotteshaus an dem freistehenden Glockenturm. Direkt neben der Kathedrale, auf dem dem Dach des Rathauses, wurde ein schöner Rosengarten angelegt, den man auch besichtigten kann. Blickfang vor dem Rathaus ist die Bronzestatue Rosepiken (die Rosenpflückerin).

Eine schönes Fotomotiv außerhalb des Stadtzentrums ist das segelförmige Scandic Seilet Hotel, das man bereits vom Kreuzfahrtschiff aus sieht. Direkt daneben liegt das moderne Aker-Stadion. Am ehemaligen Herrenhaus Chateauet gibt es einen recht schönen Garten, den man kostenlos besichtigen kann.

Romsdalmuseum

Wie überall in Norwegen, gibt es auch in Molde ein Volkskundemuseum, in dem man etwas über das Leben der Menschen in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten erfahren kann. Norwegen ist ja erst durch das Nordseeöl reich geworden. Das Romsdalmuseum (romsdalsmuseet.no) zählt zu den größten und modernsten Museen dieser Art im ganzen Land. Die Freilichtanlage mit etwa 40 vollständig eingerichteten Gebäuden aus vergangenen Jahrhunderten liegt ca. 10 Fußminuten vom Zentrum entfernt. Der Besuch lohnt sich und kann sehr gut mit der Wanderung auf den Varden verbunden werden. Der Weg auf den Hausberg führt am Museum vorbei.

Haholmen
Håholmen – Bild: CH – Visitnorway.com

Hausberg Varden

Sehr eindrucksvoll ist die Aussicht vom 407 Meter hohen Hausberg Varden auf die Stadt, den Fjord und auf die 87 (zum Teil schneebedeckten) Gipfel des Romsdals. Natürlich kann man von oben auch ein schönes Foto vom Kreuzfahrtschiff in Molde machen. Wer möchte, kann sich mit einem Taxi hochfahren lassen (10 Minuten) und dann den Weg zurück laufen. Wer gut zu Fuß ist, kann aber auch beide Strecken in Angriff nehmen. Der Fußmarsch vom Stadtzentrum aus ist gut 4 Kilometer lang und dauert etwa eineinhalb Stunden. Man läuft zuerst in Richtung Romsdalmuseum. Dann ist der Weg auf den Hausberg ausgeschildert. Da es sich ab dem Romsdalmuseum überwiegend um Schotterwege handelt, ist gutes Schuhwerk ratsam. Auf dem Varden gibt es ein Restaurant.

Moldebadet

Ein Tipp für Familien mit Kindern könnte das moderne Moldebadet hinter dem Stadion sein. Es ist mit dem segelförmigen Scandic Seilet Hotel durch einen Gang verbunden. Hier gibt es verschiedene Schwimmbecken, Rutschen, einen Strömungskanal und eine Sauna.

Atlantikstraße

Beliebte Landausflüge in Molde sind Fahrten über die berühmte Atlantikstraße (Atlanterhavsveien), die über zahllose Brücken, Dämme und Inseln spektakulär Molde mit Kristiansund verbindet. Die Strecke war ursprünglich als Eisenbahnlinie geplant und wurde Ende der 1980er Jahre vollendet. Die Atlantikstraße wurde in Norwegen als „Bauwerk des Jahrhunderts“ ausgezeichnet.

Bergtatt Opplevelser
Marmorhöhlen Bergtatt – Bild: Bergtatt Opplevelser

Insel Håholmen

Die Insel Håholmen ist von der Atlantikstraße aus mit dem Boot erreichbar. Ein Besuch der restaurierten kleinen Fischersiedlung ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Ein Projekt des norwegischen Weltumseglers Ragnar Thorseth. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Informationen über Wikingerschiffe.

Neben der Insel Håholmen ist auch das malerische Fischerdorf Bud Ziel von Landausflügen.

Marmorhöhle Bergtatt

Im Hinterland von Molde wird seit mehr als hundert Jahren Marmor für die Papierindustrie abgebaut. Teile der Stollen sind für Besucher ausgebaut worden. Man fährt in den Berg ein und mit eine Boot/Floß über einen Bergsee. Eine große Höhle hat man zu einem Konzertsaal umfunktioniert, wo ein Video über die Arbeit der Bergleute gezeigt wird. Diese sind übrigens in anderen Teilen des Berges noch aktiv. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Veranstalters.

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