Civitavecchia auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust zusammengestellt. Die bedeutende Hafenstadt in der Metropolitanstadt Rom hat gut 50.000 Einwohner und ist sowohl Ziel als auch Ausgangspunkt von Mittelmeer Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer. Leider ist die italienische Hauptstadt etwa 80 Kilometer von Civitavecchia entfernt. Man muss also erst ein gutes Stück über Land reisen. Aber die Verkehrsverbindungen sind gut und die Kreuzfahrtschiffe bleiben häufig bis spät abends im Hafen. Man hat also ausreichend Zeit für die ewige Stadt. Landausflüge in Civitavecchia führen aber nicht notwendigerweise nach Rom. Die kleine Hafenstadt hat selber einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und lädt zu einem Stadtbummel ein. Zudem locken die etruskischen Ausgrabungsstätten in Tarquinia Landausflügler an. Trotzdem ist der Hafen von Civitavecchia in erster Linie Ausgangspunkt für interessante Landausflüge nach Rom. Viele Informationen für Landausflüge in Civitavecchia findet man auf der Webseite Portmobility Civitavecchia. Die Webseite von Turismo Roma gibt es auch in deutscher Sprache. Stand: September 2020

Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust
Das Kolosseum – Bild: Tegeler

Der Kreuzfahrthafen von Civitavecchia

Das Roma Cruise Terminal RCT in Civitavecchia ist einer der größten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer. Eine Detailkarte des Hafens haben wir hier hinterlegt. Auf der Webseite des RCT kann man erkennen, wo das eigene Kreuzfahrtschiffe anlegen wird.

Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen an der langen Mole fest. Hier befinden sich mehrere Liegeplätze, die mit 10 bis 13 nummeriert sind. Es gibt in diesem Teil des Hafens gleich drei Kreuzfahrt-Terminals. Eines bei Liegeplatz 10/11 und zwei bei den Liegeplätzen 12 und 12b. Bei den beiden letztgenannten Liegeplätzen hat man die Mole deutlich verbreitert und viel in eine neue Infrastruktur investiert. Dabei ist insbesondere das moderne neue Kreuzfahrt-Terminal Amerigo Vespucci zu nennen, das im Mai 2018 eröffnet wurde. Aber auch an der Landseite des Hafens gibt es einen Liegeplatz mit der Nummer 25 und ein Kreuzfahrt-Terminal.

Civitavecchia auf eigene Faust
Hochbetrieb – Bild: Roma Cruise Terminal

Eine Besonderheit dieses Hafens ist das zentrale Servicecenter Largo della Pace (auch Porta di Città genannt) in der Via Prato del Turco Nr. 3 außerhalb des Hafens. Hierher pendeln die Shuttlebusse von den Liegeplätzen. Das zentrale Servicecenter übernimmt viele Funktionen, die sonst im Kreuzfahrt-Terminal angesiedelt sind. Man kann Bus- und Zugtickets erwerben und jedwede Information bei der Touristeninformation einholen. Busse starten in Richtung Bahnhof, Rom und Tarquinia. Außerhalb des Servicecenters gibt es Mietwagen, Taxis und die Möglichkeit, lokale Veranstalter zu treffen.

Mobil Civitavecchia auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Zu Fuß

Wer möchte, kann den Hafen zu Fuß verlassen. Ob das sinnvoll ist, hängt natürlich auch vom genauen Liegeplatz ab. Vom neuen Terminal Amerigo Vespucci (12b) läuft man etwa 1,8 km (ca. 20 Minuten) bis zum Bahnhof. Bis zur Kathedrale von Civitavecchia sind des 1,6 Kilometer. Wer zu Fuß zum Bahnhof geht, spart den Umweg über das Servicecenter Largo della Pace und damit etwas Zeit.

Shuttebusse am Servicecenter Largo della Pace
Shuttebusse am Servicecenter Largo della Pace – Bild: Port Mobility

Shuttlebusse

Kostenlose Shuttlebusse bringen die Landausflügler von den Schiffen zum zentralen Servicecenter Largo della Pace (Porta di Città). Dabei unterscheidet man die Shuttlebusse der Green Line für alle Liegeplätze auf der Mole und die Busse der Blu Line für das Kreuzfahrt-Terminal bei Liegeplatz 25. Hier haben wir eine Grafik hinterlegt, die den Shuttlebus-Service in Civitavecchia verdeutlicht.

Busverbindungen

Wer vom Schiff mit dem Shuttlebus zum Servicecenter Largo della Pace gefahren ist, hat einige Möglichkeiten, mit einem Bus weiterzufahren. Es gibt Busse zum Bahnhof, nach Rom oder nach Tarquinia.

Busse zum Bahnhof

Es gibt derzeit gleich zwei Busverbindungen zum Bahnhof. Die Busse der lokalen Verkehrsgesellschaft CSP fahren etwa alle zehn Minuten und kosten 2 Euro. Tickets kann man im Servicecenter Largo della Pace oder bei der Pizzeria Mastro Titta nebenan kaufen. Im Bahnhof gibt es die Fahrscheine in der Bar oder am Zeitungskiosk.

Und dann gibt es noch den PortLink Bus von Trenitalia, der ebenfalls 2 Euro kostet. Dieser gehört zu der neuen Zugverbindung „Civitavecchia Express“ von Trenitalia (s. unten).

Portmobility Servicecenter Largo della Pace
Landausflügler auf dem Rückweg – Bild: Port Mobility

SIT Shuttle Bus nach Rom

Dieser Bus fährt direkt nach Rom und hält dort nur in der Via Crescenzio 2 (Engelsburg und Vatikan) und an der Piazza Indipendenza (unweit vom Hauptbahnhof). Für die Hin- und Rückfahrt zahlt man 20 Euro. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Firma SIT Bus Shuttle (sitbusshuttle.com).

Eusepi Trasporti

Die Linea L von Eusepi Trasporti (eusepitrasporti.it) ist eine interessante Alternative für alle Landausflügler, die nach Tarquinia möchten. Der Bus kostet nur 2 Euro und hält beim Archäologischen Museum.

Zugverbindungen (nach Rom)

Vom Bahnhof in Civitavecchia gibt es zuverlässige und günstige Zugverbindungen nach Rom. Alle Fahrpläne findet man auf der Webseite von Trenitalia (trenitalia.com). Diese ist sogar in einer deutschsprachigen Version verfügbar.

Trenitalia

Trenitalia unterscheidet Regionalzüge (Regionali) und Schnellzüge (Frecce). Als Zielbahnhöfe kommen insbesondere Roma S. Pietro (Vatikan) und Roma Termini in Frage. Auch Roma Ostiense würde gehen. Wir würden bereits vor der Kreuzfahrt Verbindungen heraussuchen und die Zugnummern und Zeiten notieren.

Landausflüge nach Rom mit dem BIRG-Ticket
Das BIRG-Ticket wird im Bahnhof beworben – Bild: Tegeler

Viele Landausflügler entscheiden sich für die die Regionalzüge. Diese können mit einem so genannten BIRG-Ticket (5 Zonen) für 12 Euro genutzt werden. Das ist ein Tagesticket, das neben der Bahnfahrt auch für den öffentlichen Nahverkehr in Rom eingesetzt werden kann! Vor der ersten Fahrt muss das Ticket entwertet werden. Das BIRG-Ticket gibt es am Schalter im Bahnhof. Auch der Zeitungskiosk und die Bar im Bahnhof verkaufen diese Fahrkarten. Für 12 Euro nach Rom (und zurück) fahren und noch die öffentlichen Verkehrsmittel in Rom nutzen. Günstiger geht es kaum. Dafür muss man im Regionalzug leider manchmal stehen.

Civitavecchia Express

Neu ist seit 2019 der so genannte Civitavecchia Express, der von Trenitalia speziell für Landausflügler konzipiert wurde. Es handelte sich zuerst um ein Pilotprojekt, was dann für 2020 verlängert worden war. Wie es nach Corona weitergeht muss abgewartet werden.

Der Civitavecchia Express fährt vom Bahnhof Civitavecchia nach Roma San Pietro (ca. 40 Minuten) und Roma Ostiense (ca. 55 Minuten). Sehr schnelle Verbindungen also. Es gibt zwei Abfahrten am Vormittag nach Rom und zwei Abfahrten am Nachmittag zurück nach Civitavecchia. Der Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt liegt bei 15 Euro und beinhaltet einen garantierten Sitzplatz. Der öffentliche Nahverkehr in Rom ist in diesem Fahrpreis jedoch leider nicht enthalten. Tickets für den Civitavecchia Express gibt es im Bahnhof und bei Trenitalia. Zusätzlich zum Zug wird der so genannte PortLink Bus angeboten, der die Landausflügler für 2 Euro vom Servicecenter Largo della Pace zum Bahnhof und zurück fährt.

Vom Bahnhof Civitavecchia nach Rom
Vom Bahnhof Civitavecchia nach Rom

Mietwagen

In der Nachbarschaft des Servicecenter Largo della Pace (Endhaltestelle der Shuttlebusse) gibt es Niederlassungen von Avis und Europcar. Für die Fahrt nach Rom ist ein Mietwagen wohl eher nicht die beste Wahl.

Mobil in Rom

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms sind gut zu Fuß erreichbar. Man könnte zum Beispiel am Bahnhof Roma San Pietro aussteigen und sich über die Sehenswürdigkeiten Vatikan/Petersdom, Engelsburg, (Tiber), Piazza Navona, Pantheon, Trevi-Brunnen, Monumento Vittorio Emanuele II und Forum Romanum zum Kolosseum vorarbeiten. Das sind vielleicht 5 Kilometer. Von der Metrostation Colosseo geht es dann zwei Stationen zum Bahnhof Roma Termini und mit dem Zug zurück nach Civitavecchia. Das kann man gut an einem Tag schaffen. Wenn man mal eine Wegstrecke in Rom überbrücken möchte, kann die Metro nehmen.

Die Liegeplätze im Hafen von Civitavecchia
Die Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Civitavecchia

Zur Erinnerung: Mit einem BIRG-Ticket fährt man kostenlos Metro! Wer kein BIRG-Ticket hat, zahlt in Rom 1,50 Euro für einen Einzelfahrschein (100 Minuten) bzw. 7 Euro für ein Tagesticket (Roma 24 ore). Diese gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Das Einzelticket muss vor jeder Fahrt entwertet werden. Auch beim Umsteigen.

Landausflüge in Civitavecchia buchen

Für den Tag in Civitavecchia werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben. Die gebuchten Landausflüge können bis 15 Tage vorher ohne Angabe von Gründen kostenfrei storniert werden. Zu dem gibt es eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass das Kreuzfahrtschiff einen Hafen nicht anlaufen kann. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge folgen am Ende dieser Seite.

Sehenswürdigkeiten in Civitavecchia auf eigene Faust

Die meisten Landausflügler zieht es natürlich nach Rom. Abgesehen von einem Verbleib in Civitavecchia sind die etruskischen Ausgrabungsstätten von Tarquinia eine interessante Alternative. Hier ein Überblick über die beliebtesten Ziele und Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Civitavecchia.

Civitavecchia

Natürlich kann man den Tag auch einfach in Civitavecchia verbringen. Das Zentrum um die Piazza Vittorio und die Kathedrale San Francesco d’Assisi ist bequem zu Fuß erreichbar. Hier kann man schön bummeln und etwas essen gehen. Wer möchte, kann das Museo Nazionale Archeologico besuchen. Direkt hinter der mächtigen Festung Michelangelo am Hafen beginnen sogar einige recht schöne Strandabschnitte mit einer netten Promenade. Man benötigt aber Badeschuhe.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der im 2. Weltkrieg stark zerstörten Stadt gehören die Terme Taurine die auch Terme Trajan genannt werden. Die archäologische Ausgrabungsstätte ist gut 5 Kilometer vom Hafen entfernt. Man läuft man 10 Minuten zur Piazza V. Emanuele und kann dort einen Bus nehmen.

Der Petersdom
Der Petersdom – Bild: MSC Cruises

Rom

Man könnte Goethe zitieren. Aber man muss nicht. Es hat sich schon herumgesprochen. Rom ist eine der bedeutendsten, schönsten, ältesten, modernsten, aufregendsten Städte der Welt. Diese Stadt hat unendlich viele Sehenswürdigkeiten. Und alles ist ohne Abgrenzung miteinander verflochten: Das Rom der Antike, des Mittelalters, der Renaissance, des Barock und das moderne Rom. Einen Stadtplan der ewigen Stadt im PDF-Format haben hier hinterlegt.

Vatikan

Wenn man am Bahnhof Roma San Pietro aussteigt, kann man den gewaltigen Petersdom bereits sehen. Nach etwa 700 Metern erreicht man den riesigen Petersplatz bequem zu Fuß. Diesen kann man kostenlos betreten. Auch der Besuch des Petersdoms ist kostenlos. Der Engpass hier ist die Zahl der Besucher, weshalb „ohne Anstehen“-Tickets hilfreich sind. Kostenpflichtig ist in jedem Fall der Besuch der Kuppel des Petersdoms. Wenn man sich hier einen Fahrstuhl gönnt, zahlt man 10 Euro. Über die Treppen (551 Stufen) ist es etwas günstiger.

Man kann leider nirgendwo ein Ticket für den Besuch der Sixtinischen Kapelle mit dem berühmten Deckengemälde von Michelangelo kaufen. Hier tritt das Konklave zusammen, wenn ein neuer Papst gesucht wird. Zugänglich ist der Prachtraum nur über die Vatikanischen Museen. Und der Besuch ist in einem Ticket für den Besuch der Vatikanischen Museen (17 Euro) inkludiert. Auch hier ist der Besucherandrang oft enorm.

Engelsburg

Die runde Engelsburg liegt direkt am Tiber, den man über die Engelsbrücke überqueren kann. Die Engelsburg wurde ursprünglich als Mausoleum für den Kaiser Hadrian gebaut und später von Päpsten zur Festung ausgebaut. Seit etwa 100 Jahren ist das Castel Sant’Angelo ein Museum. Neben päpstlichen Gemächern führt ein Rundgang durch eine Waffensammlung und ein ehemaliges Gefängnis. Von der Aussichtsplattform auf der Engelsburg genießt man einen tollen Blick über Rom.

Die meisten Landausflügler werden die Engelsburg wohl nur im vorbeigehen bestaunen. Es gibt noch so viel zu sehen in Rom. Direkt bei der Engelsburg überquert man den Tiber und erreicht das historische Zentrums Roms.

Piazza Navona

Der langgezogene rechteckige Platz ist einer der bekanntesten Orte der italienischen Hauptstadt. Der barocke Platz in der Altstadt bekam sein heutiges Gesicht im 15. Jahrhundert. Er wird von einigen schönen Palazzos und der Basilika Sant’Agnese in Agone gesäumt. Zudem gibt es viel Außengastronomie. Auffällig sind die drei Brunnen. Insbesondere die große Fontana dei Quattro Fiumi von Bernini ist ein Highlight.

Das Pantheon
Das Pantheon – Bild: Tegeler

Die ungewöhnliche Form des Platzes hat einen guten Grund. In römischer Zeit stand hier ein Stadion für 30.000 Zuschauer. In späteren Jahrhunderten wurden die Fundamente, die Steine und teilweise die Außenwände des Stadions für Neubauten genutzt. So blieb die Form des Stadions bis heute erhalten.

Pantheon

Nur einen kurzen Fußmarsch von der Piazza Navona entfernt befindet sich das berühmte Pantheon. Das Gebäude entstand in der Regierungszeit des Kaisers Hadrian (128 n. Christus) und hatte 1700 Jahre lang die größte Kuppel der Welt. Wohl kein Gebäude der Antike ist so gut erhalten. Während der Renaissance war das Pantheon eine Kirche. Hier ist zum Beispiel der berühmte Maler Raffael begraben. Die Besichtigung ist kostenlos.

Fontana di Trevi

Vom Pantheon läuft man ca. 600 Meter zum berühmten Trevi-Brunnen. Dieser ist mit einer Breite von 50 Metern und einer Höhe von 26 Metern erstaunlich groß. Der größte Brunnen Roms. Das Wasserbecken ist von Touristen dicht gesäumt. Traditionell werden Münzen ins Wasser geworfen. Die Stadt fischen jährlich etwa 1 Millionen vom Grund des Brunnens.

Trevi-Brunnen
Trevi-Brunnen – Bild: Tegeler

Spanische Treppe

Die Spanische Treppe liegt ca. 800 Meter nördlich des Trevi-Brunnens. Die wohl bekannteste Freitreppe der Welt mit ihren 136 Stufen wurde ab 1723 erbaut. Sie ist eine der touristischen Hotspots Roms. Das Sitzen auf der Treppe ist deshalb seit 2019 verboten. Am Fuß der Treppe befindet sich rund um die Via dei Condotti ein Einkaufsviertel mit vielen Luxusmarken. Oberhalb der Treppe ist die Metrostation „Spagna“.

Monumento Vittorio Emanuele II

Das auffällige und weithin sichtbare Monumento Vittorio Emanuele II liegt auf dem Kapitolshügel an der Grenze zwischen der Altstadt und dem antiken Zentrum rund um das Forum Romanum. Das 1927 errichtete Nationaldenkmal ehrt den König Viktor Emanuel II des neu gegründeten Königreichs Italien. Von den Römern wird der Bau manchmal abfällig Schreibmaschine genannt. Im Inneren befindet sich ein Museum der italienischen Unabhängigkeitskriege. Mit einem Fahrstuhl kann man für zehn Euro auf das Gebäude fahren und die Aussicht über die ewige Stadt genießen.

Forum Romanum
Forum Romanum – Bild: Tegeler

Forum Romanum

Das Forum Romanum ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des antiken Rom. Es liegt in einer Senke zwischen dem Kolosseum und den Hügeln Palatin und Kapitol. In römischer Zeit wurde das Tal trocken gelegt und entwässert. Heute ist das Forum Romanum ein Ruinenfeld und trotzdem eine der Sehenswürdigkeiten der ewigen Stadt. Tickets gibt es nur in Kombination mit Eintrittskarten für das benachbarte Kolosseum. Der Eintritt liegt bei 12 Euro.

Kolosseum

Das gewaltige Kolosseum entstand im ersten Jahrhundert nach Christus und bot wohl ca. 50.000 Besuchern einen Sitzplatz. Der soziale Status der Besucher ließ sich an der Lage des Platzes ablesen. Das einfache Volk saß ganz oben. Je näher man an der Arena saß, desto höher der Rang in der Gesellschaft. Das Kolosseum war in der Antike der Schauplatz grausamer Gladiatorenkämpfe, Tierkämpfe und anderer abscheulicher Schauspiele. Sogar kleine Seeschlachten konnte man hier aufführen.

Wer das Kolosseum besuchen möchte, muss sich auf lange Schlangen gefasst machen. Der Eintrittspreis hält sich mit 12 Euro (Kolosseum + Forum Romanum) im Rahmen. Seit 2019 werden die Tickets nur für bestimmte Zeitfenster verkaufen. Landausflügler sind zeitlich nicht besonders flexibel. Es ist deshalb sinnvoll, dass Ticket vorab zu erwerben. Man sollte für die Besichtigung etwa 1 Stunde einplanen. Am Kolosseum befindet sich die Metrostation „Colosseo“. In zwei Stationen erreicht man von hier den Hauptbahnhof Roma Termini.

Circus Maximus

Wer noch Energie und Zeit übrig hat, könnte vom Kolosseum über die Via di San Grigorio zum Circus Maximus laufen. Das sind vielleicht 400 Meter. Der Circus Maximus ist eine riesige Arena mit einer Länge von 600 Metern und einer Breite von 140 Metern. Bis ins 6. Jahrhundert nach Christus wurden hier die spektakulären Wagenrennen vor bis zu 250.000 Zuschauern ausgetragen. Die Wagenlenker waren die Sportstars des antiken Rom. Tödliche Unfälle waren an der Tagesordnung. Leider ist nicht viel übrig von der prachtvollen Arena der Antike. Eigentlich nur noch eine Grünfläche, die umsonst besichtigt werden darf. Auch am Circus Maximus gibt es eine Metrostation mit der Bezeichnung „Circo Massimo“.

Tarquinia

Wenn man Rom bereits gut kennt, könnte man nach Tarquinia fahren. Tarquinia ist das Tarquinii der Etrusker und Römer, aus dem das altrömische Königsgeschlecht der Tarquinier stammte. Die heutige Stadt hat mit ihrer Mauer noch stark mittelalterliches Gepräge. In der ehemaligen päpstlichen Residenz, dem Palazzo Vitelleschi, befindet sich heute das Museo Nazionale Tarquiniese. In ihm sind alle etruskischen Funde untergebracht worden, die man nicht in der außerhalb der Stadt gelegenen Nekropole und an den anderen Fundstellen belassen konnte. Die große Gräberstadt macht die führende Rolle deutlich, die Tarquinia unter den Städten der Etrusker gespielt hat. Auf dem Monterozzi genannten Gelände der Totenstadt gibt es neben Massengräbern eine große Anzahl von in den Fels gehauenen Einzel- oder Familiengräbern, die zum Teil wundervoll ausgemalt sind. Die bis 2.500 Jahre alten Bilder vermitteln einen Einblick in das Leben und die Religion der Etrusker und können vom Thema her mit den Darstellungen in den ägyptischen Mastabas verglichen werden. 40 dieser mit Wandmalereien ausgestatteten Gräber sind im Rahmen von Führungen (Dauer zwei Stunden) zu besichtigen.

Weitere Kreuzfahrtausflüge lokaler Anbieter

Lokale Veranstalter bieten ihre Ausflüge bevorzugt bei diesem Marktführer an. Das Angebot ist riesig und nicht nur für Landausflügler konzipiert. Hier findet man u.a. Tickets ohne Anstehen für berühmte Attraktionen, Führungen mit lokalen Guides, kulinarische Touren und vieles mehr. Eine Auswahl gibt es unten. Wenn man auf eines der Angebote klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Gesamtprogramm für diesen Hafen.

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