Civitavecchia auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hafenstadt in der Metropolitanstadt Rom hat gut 50.000 Einwohner und ist sowohl Ziel als auch Ausgangspunkt für Mittelmeer Kreuzfahrten. Leider ist die italienische Hauptstadt etwa 80 Kilometer von Civitavecchia entfernt. Man muss also erst ein gutes Stück über Land reisen. Aber die Verkehrsverbindungen sind gut und die Kreuzfahrtschiffe bleiben häufig bis spät abends im Hafen. Man hat also ausreichend Zeit für die Ewige Stadt. Aber Landausflüge in Civitavecchia führen nicht zwangsläufig nach Rom. Die kleine Hafenstadt hat selber einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und lädt zu einem Stadtbummel ein. Zudem locken die etruskischen Ausgrabungsstätten in Tarquinia Urlauber von den Kreuzfahrtschiffen an.

Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust
Das Kolosseum – Bild: Tegeler

Trotzdem ist der Hafen von Civitavecchia in erster Linie Ausgangspunkt für interessante Landausflüge in Rom. Viele Informationen für Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust findet man auf der Webseite Portmobility Civitavecchia. Stand: Dezember 2022

Der Kreuzfahrthafen von Civitavecchia

Civitavecchia ist einer der größten Fähr- und Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer. Kreuzfahrtschiffe machen überwiegend an der langen Mole fest. Hier gibt es sechs Liegeplätze. An der Landseite des Hafens befindet sich ein weiteres Cruise Terminal bei Liegeplatz 25. Eine Karte des Hafens kann hier als PDF heruntergeladen werden. Der Kreuzfahrthafen von Civitavecchia wird von Roma Cruise Terminal (romacruiseterminal.com) betrieben. Leider ist die Webseite wenig informativ. Viele Informationen, auch über den wahrscheinlichen Liegeplatz des eigenen Kreuzfahrtschiffes, findet man auf der Webseite von Portmobility Civitavecchia.

Civitavecchia auf eigene Faust
Hochbetrieb – Bild: Roma Cruise Terminal

Eine Besonderheit in Civitavecchia ist das zentrale Portmobility Servicecenter Largo della Pace außerhalb des Hafens. Hierher pendeln die kostenlosen Shuttlebusse von allen Liegeplätzen. Das zentrale Servicecenter übernimmt viele Funktionen, die sonst im Cruise Terminal angesiedelt sind. Man kann Bus- und Zugtickets erwerben und Informationen bei der Touristeninformation einholen. Busse starten in Richtung Bahnhof, Rom und Tarquinia. Außerhalb des Servicecenters gibt es Mietwagen, Taxis und die Möglichkeit lokale Veranstalter zu treffen.

Mobil Civitavecchia auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Aber viele Wege führen nach Rom. Deshalb zuerst diese Karte:

Der Hafen auf einen Blick
Der Hafen auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Auf der Karte: Wahrscheinlich wird das Kreuzfahrtschiff an der langen Mole festmachen. Hier gibt es maximal sechs nummerierte Liegeplätze. Die Nummerierung wird teilweise uneinheitlich verwendet. Die Liegeplätze 10/11 sind für kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe vorgesehen. Hier liegt häufig nur ein Schiff. Die Liegeplätze 12 und 12b sind für große Kreuzfahrtschiffe gedacht. Hier gibt es zwei Liegeplätze und zwei Cruise Terminals. Bei Liegeplatz 12b steht seit 2018 das riesige Terminal „Amerigo Vespucci“. Hier lag im Sommer 2022 die Wonder of the Seas. Bei den Liegeplätze 13 a und b ist ebenfalls Platz für 2 große Kreuzfahrtschiffe. Dann gibt es noch Liegeplatz 25 mit Cruise Terminal.

Shuttlebusse verbinden alle Liegeplätze mit dem Portmobility Servicecenter Largo della Pace (schwarzer Kreis). Die Shuttlebusse von der Mole machen einen Zwischenstopp bei der Festung Fortezza Michelangelo (schwarzer Bus). Hinter der Festung ist das wichtigste Hafentor für Fußgänger (Kreis mit Strich). Von hier ist der Bahnhof nur noch ca. 600 Meter entfernt.

Zu Fuß

Wer möchte, kann den Hafen zu Fuß erreichen oder verlassen. Es gibt insgesamt drei Fußgängereingänge, die auf der Detailkarte des Hafens verzeichnet sind. Das wichtigste Fußgängertor (Varco Fortezza) befindet sich an der Calata Cesare Laurenti am Fuß der Festung Fortezza Michelangelo. Landausflügler, die von der Mole kommen, passieren dieses Tor auf dem Weg zum Bahnhof oder in die Stadt. In der Nähe des Fußgängerzugangs befinden sich die Haltestellen für die Shuttlebusse von der Mole.

Das neue Terminal
Das neue Terminal „Amerigo Vespucci“ bei 12 B – Bild: Roma Cruise Terminal (RCT)

Endhaltestelle aller Shuttlebusse ist das Servicecenter Largo della Pace. Die Landausflügler, die von Liegeplatz 25 kommen, fahren ohne Zwischenstopp hierher. Vom Servicecenter Largo delle Pace kann man ebenfalls in Richtung Stadt und Bahnhof laufen. Hier einige Entfernungen für Fußgänger:

  • Liegeplatz 12B auf der Mole zum Bahnhof: 2,2 km
  • Shuttlebus-Haltestelle „Bramante“ bei der Festung zum Bahnhof: 600 m
  • Servicecenter Largo della Pace zum Bahnhof: 1,5 km
  • Servicecenter Largo delle Pace bis zur Kathedrale: 650 Meter

Shuttlebusse

Kostenlose Shuttlebusse bringen die Landausflügler von allen Liegeplätzen zum Servicecenter Largo della Pace. Dabei unterscheidet man die Shuttlebusse der Green Line für alle Liegeplätze auf der Mole und die Shuttlebusse der Blu Line für das Cruise Terminal bei Liegeplatz 25. Hier haben wir eine Grafik hinterlegt, die den Shuttlebus-Service in Civitavecchia verdeutlicht.

Shuttebusse am Servicecenter Largo della Pace
Shuttebusse am Servicecenter Largo della Pace – Bild: Port Mobility

Die Shuttlebusse der Green Line (von der Mole) machen einen Zwischenstopp bei der Festung Fortezza Michelangelo. Genau genommen gibt es hier zwei Haltestellen. Eine für Landausflügler, die von der Mole kommen und hier aussteigen möchten und eine Haltestelle für alle, die zurück zum Schiff fahren möchten. Dieser Zwischenstopp ist interessant, da der Bahnhof nur noch 600 Meter entfernt ist!

Taxis

An den meisten Liegeplätzen gibt es eine begrenzte Zahl von Taxis. Man könnte mit dem Taxi zum Bahnhof fahren (ca. 10 Euro) und so etwas Zeit sparen. Natürlich kann man auch mit dem Taxi nach Rom fahren. Die Kosten sind mit ca. 140 Euro jedoch recht hoch.

Die Bahn

Es gibt zahlreiche Zugverbindungen von Civitavecchia nach Rom. Viele Landausflügler möchten deshalb in Civitavecchia auf eigene Faust mit der Bahn nach Rom fahren. Der Bahnhof ist leicht zu erreichen. Wenn das Kreuzfahrtschiff auf der Mole liegt, nimmt man die Shuttlebus bis zur Festung und läuft 600 Meter bis zum Bahnhof. Wenn das Kreuzfahrtschiff bei Liegeplatz 25 ankommt, nimmt man den Shuttlebus bis zum Servicecenter Largo della Pace. Von hier läuft man 1,5 Kilometer oder nimmt einen öffentlichen Bus. Ein Taxi geht natürlich auch.

Portmobility Servicecenter Largo della Pace
Landausflügler auf dem Rückweg – Bild: Port Mobility

Die meisten Landausflügler entscheiden sich für Regionalzüge. Verbindungen findet man bei Trenitalia. Es gibt mehrere Züge pro Stunde und die Fahrzeit liegt bei 45 bis 60 Minuten. Als Zielbahnhöfe kommen insbesondere Roma S. Pietro (Vatikan), Roma Ostiense und Roma Termini (Hauptbahnhof) infrage. Vom Bahnhof Roma-Trastevere fahren Züge zum Flughafen Rom-Fiumicino (FCO). Wir würden bereits vor der Kreuzfahrt passende Verbindungen heraussuchen und die Zugnummern und Zeiten notieren.

Die Regionalzüge haben den Vorteil, dass sie mit einem sogenannten BIRG-Ticket (5 Zonen) für 12 Euro genutzt werden können. Das ist ein Tagesticket, das neben der Bahnfahrt auch für den öffentlichen Nahverkehr in Rom eingesetzt werden kann! Das BIRG-Ticket gibt es am Schalter im Bahnhof. Auch der Zeitungskiosk und die Bar im Bahnhof verkaufen diese Fahrkarten. Für 12 Euro nach Rom (und zurück) fahren und noch die öffentlichen Verkehrsmittel in Rom nutzen. Günstiger geht es kaum. Vor der ersten Fahrt muss das Ticket entwertet werden.

Neu ist seit 2019 der sogenannte Civitavecchia Express, der von Trenitalia speziell für Landausflügler konzipiert wurde. Das Angebot gab es bisher immer nur im Sommerhalbjahr und Trenitalia hat jedes Jahr neu entschieden. Von April bis zum 1. November 2022 gab es täglich zwei Züge. Der erste Zug fuhr um 09.07 Uhr von Civitavecchia ab und kam um 10.10 Uhr in Rom Ostiense an. Der zweite Zug fuhr nachmittags um 16.30 Uhr von Rom Ostiense ab und kam um 17.20 Uhr in Civitavecchia an. Man konnte auch in Roma S. Pietro aussteigen. Im Prinzip handelt es sich um reservierte Sitzplätze in normalen Regionalzügen, die für 15 Euro (Retourticket) verkauft wurden. Zusätzlich gab es für 3 Euro (Retourticket) eine Busverbindung (PortLink Bus) zum Servicecenter Largo della Pace. Der öffentliche Nahverkehr in Rom ist nicht inkludiert! Wie das Angebot im kommenden Jahr gestaltet wird, muss man abwarten. Buchen kann man den Civitavecchia Express auch über die Webseite von Trenitalia. Man sucht einfach Verbindungen nach Roma Ostiense. Dann kann man den Civitavecchia Express auswählen.

Landausflüge nach Rom mit dem BIRG-Ticket
Das BIRG-Ticket wird im Bahnhof beworben – Bild: Tegeler

Busverbindungen/ Bustransfers

Wer vom Schiff mit dem kostenlosen Shuttlebus vom Schiff zum Servicecenter Largo della Pace gefahren ist, hat einige Möglichkeiten, mit einem Bus weiterzufahren. Es gibt Busse zum Bahnhof, nach Rom oder nach Tarquinia.

Busse zum Bahnhof

Wie bereits beschrieben, gibt Busverbindungen vom Servicecenter Largo della Pace zum Bahnhof und zurück. Die Busse der lokalen Verkehrsgesellschaft CSP fahren etwa alle zehn Minuten und kosten 3 Euro. Tickets kann man im Servicecenter Largo della Pace oder bei der Pizzeria Mastro Titta nebenan kaufen. Im Bahnhof gibt es die Fahrscheine in der Bar oder am Zeitungskiosk. Auch im Bus kann man das Ticket beim Fahrer erwerben.

Und dann gibt es noch den PortLink Bus von Trenitalia, der ebenfalls 3 Euro kostet. Dieser gehört zu der neuen Zugverbindung „Civitavecchia Express“ von Trenitalia.

Vom Bahnhof Civitavecchia nach Rom
Vom Bahnhof Civitavecchia nach Rom

SIT Shuttle Bus nach Rom

Dieser Bus fährt in ca. einer Stunde direkt nach Rom und hält dort nur in der Via Crescenzio 2 (Engelsburg und Vatikan) und an der Piazza Indipendenza (Hauptbahnhof). Für die Hin- und Rückfahrt zahlt man 25 Euro. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Firma SIT Bus Shuttle (sitbusshuttle.com).

Transfers

Viele Unternehmen bieten Transfers mit Bussen oder Limousinen nach Rom an. Viele Angebote dieser Art gibt es bei GetYourGuide*.

Mietwagen

In der Nachbarschaft des Servicecenter Largo della Pace (Endhaltestelle der Shuttlebusse) gibt es Niederlassungen von Budget und Europcar. Für die Fahrt nach Rom ist ein Mietwagen aber wohl nicht die beste Wahl. Wer jedoch nach Tarqunia oder zu anderen Zielen in der Umgebung fahren möchte, könnte auf einen Mietwagen zurückgreifen.

MSC Divina an Liegeplatz 12B
MSC Divina an Liegeplatz 12B – Bild: MedCruise

Mobil in Rom

Wer möchte, kann Rom auf eigene Faust erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms sind sogar gut zu Fuß erreichbar. Man könnte zum Beispiel am Bahnhof Roma San Pietro aussteigen und sich über die Sehenswürdigkeiten Vatikan/Petersdom, Engelsburg, (Tiber), Piazza Navona, Pantheon, Trevi-Brunnen, Monumento Vittorio Emanuele II und Forum Romanum zum Kolosseum vorarbeiten. Das sind vielleicht 5 Kilometer. Von der Metrostation Colosseo geht es dann zwei Stationen zum Bahnhof Roma Termini und mit dem Zug zurück nach Civitavecchia. Das kann man gut an einem Tag schaffen.

Wer mal eine Wegstrecke in Rom überbrücken möchte, könnte die Metro nehmen. Zur Erinnerung: Mit einem BIRG-Ticket fährt man kostenlos Metro! Wer kein BIRG-Ticket hat, zahlt in Rom 1,50 Euro für einen Einzelfahrschein (100 Minuten) bzw. 7 Euro für ein Tagesticket (Roma 24 ore). Diese gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Das Einzelticket ist 100 Minuten gültig und muss vor jeder Fahrt entwertet werden. Auch beim Umsteigen, zum Beispiel von der Metro in einen Bus. Die lokale Verkehrsgesellschaft heißt Atac. Wer nicht so gut zu Fuß ist, könnte ich auch für eine Stadtrundfahrt entscheiden. Es gibt in Rom mehrere Anbieter, darunter auch die aus vielen Häfen bekannten Unternehmen Big Bus Tours und City Sightseeing. Angebote und Ticket findet man hier*.

Landausflüge in Civitavecchia buchen

Für den Tag in Civitavecchia werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und deutschsprachigen Reiseleitern (bei den meisten Touren) gibt es oben*. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Civitavecchia findet man bei GetYourGuide*.

Sehenswürdigkeiten in Civitavecchia auf eigene Faust

Die meisten Landausflügler zieht es natürlich nach Rom. Abgesehen von einem Verbleib in Civitavecchia sind die etruskischen Ausgrabungsstätten von Tarquinia eine interessante Alternative. Hier ein Überblick über die beliebtesten Ziele und Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust.

Rom

Man könnte Goethe zitieren. Aber man muss nicht. Es hat sich schon herumgesprochen. Rom ist eine der bedeutendsten, schönsten, ältesten, modernsten, aufregendsten Städte der Welt. Diese Stadt hat unendlich viele Sehenswürdigkeiten. Und alles ist ohne Abgrenzung miteinander verflochten: Das Rom der Antike, des Mittelalters, der Renaissance, des Barock und das moderne Rom. Einen Stadtplan der Ewigen Stadt als PDF haben hier hinterlegt. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Rom auf eigene Faust. Informationen findet man bei Turismoroma.

Karte für Landausflüge in Rom
Rom im Überblick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Rom: 1-Petersdom/Vatikan, 2-Engelsburg, 3-Piazza Navona, 4-Pantheon, 5-Trevi-Brunnen, 6-Spanische Treppe, 7-Forum Romanum, 8-Kolosseum, 9-Circus Maximus

Die Bahnhöfe Roma San Pietro (ganz links) und Roma Termini (ganz rechts) sind durch das Piktogramm eines Zuges gekennzeichnet.

Der Vatikan

Der Kirchenstaat mit seinen weltberühmten Sehenswürdigkeiten ist natürlich ein Topziel für Landausflüge in Civitavecchia. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Petersplatz, der Petersdom und die Vatikanischen Museen mit der berühmten Sixtinische Kapelle. Es gelten Bekleidungsvorschriften. Nackte Schultern und zu kurze Röcke/Shorts können Probleme bereiten.

Die päpstlichen Gemächer
Die päpstlichen Gemächer – Bild: Tegeler

Wer die Sehenswürdigkeiten des Vatikans auf eigene Faust besichtigen möchte, sollte sich entsprechend vorbereiten. Die Warteschlangen am Petersdom und bei den Vatikanischen Museen sind oft sehr lang. Da Landausflügler wenig Zeit mitbringen, sind Ohne Anstehen-Tickets sehr hilfreich.

Petersplatz und Petersdom

Wenn man am Bahnhof Roma San Pietro aussteigt, kann man den gewaltigen Petersdom bereits sehen. Bis zum Petersplatz und dem Zugang an der Via della Conciliazione geht man gut einen Kilometer. Der Besuch des Vatikans und des Petersdoms ist kostenlos. Trotzdem kommt es hier häufig zu langen Wartezeiten, da die Anzahl der Besucher begrenzt ist und die strengen Sicherheitskontrollen einfach Zeit brauchen. Deshalb sollte man über Ohne-Anstehen-Tickets nachdenken. Angebote findet man bei GetyourGuide*.

Ein besonderes Highlight ist der Besuch der Kuppel des Petersdoms, die man über Treppen (551 Stufen) erreichen kann. Der Zugang befindet sich im Petersdom. Leider muss man hier ebenfalls mit langen Wartezeiten rechnen. Für die Kuppel gibt es leider keine Ohne Anstehen-Tickets! Der Aufstieg kostet im Petersdom 8 Euro. Für weitere 2 Euro kann man die ersten 231 Stufen mit dem Fahrtstuhl überbrücken. Dann geht es auf jeden Fall zu Fuß weiter. Der Aufstieg ist recht steil und manchmal auch eng. Dafür entschädigt der schöne Blick über den Vatikan und die Stadt.

Vatikan Eingänge
Vatikan Eingänge – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Es gibt zwei Eingänge (Kreis mit Strich) zur Vatikanstadt. An der Via della Conciliazione (Kopfende Petersplatz) und Viale Vaticano (Vatikanische Museen). Der Bahnhof Roma S Pietro (Züge aus Civitavecchia) befindet sich am unteren Kartenrand. Oben die Metrostation Ottaviano. Die 1 steht für den Petersdom und die 2 für die Sixtinische Kapelle (Teil der Vatikanischen Museen).

Weitere Sehenswürdigkeiten im Petersdom sind die Grotten des Vatikans und die Nekropole des Petersdoms. Die Grotten des Vatikans liegen unterhalb des Petersdoms und können kostenlos besichtigt werden. Zu sehen sind hier die Gräber von Päpsten und zwei Königinnen. Noch weiter runter geht es zur Nekropole des Petersdoms. Hier befindet sich eine antike Begräbnisstätte, die später überbaut wurde. Auch das Grab des Apostels Petrus soll sich hier befinden. Die Nekropole kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Der Eintritt liegt bei 13 Euro. Nur eine eng begrenzte Zahl von Besuchern wird zugelassen. Schließlich kann man auch noch die Schatzkammer des Petersdoms besichtigen. Hier werden überwiegend wertvolle Geschenke gezeigt, die die Päpste im Laufe der Jahrhunderte von Königen und Staatsoberhäuptern erhalten haben. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.

Vatikanische Museen (Sixtinische Kapelle)

In der Sixtinischen Kapelle tritt das Konklave zusammen, wenn ein neuer Papst gesucht wird. Leider kann man nirgendwo ein Ticket für den Besuch der Kapelle mit dem berühmten Deckengemälde von Michelangelo kaufen. Zugänglich ist der Prachtraum nur über die Vatikanischen Museen! Diese bestehen aus 54 Museen, die insgesamt 1.400 Räume, Kapellen und Galerien umfassen. Die Sixtinische Kapelle gehört dazu. Der Eingang der Vatikanischen Museen befindet sich an der Viale Vaticano. Hier zahlt man vor Ort 17 Euro Eintritt. Leider sind die Warteschlangen hier besonders lang. Noch länger als am Petersdom. Es gibt eine sehr lange Warteschlange für Besucher, die am Eingang ein Ticket kaufen möchten, eine Schlange für alle Besucher, die ein Ticket vorab online erworben haben und eine kurze Schlange für die Inhaber von Ohne-Anstehen-Tickets. Ohne-Anstehen-Tickets und Führungen gibt es bei GetYourGuide*.

Blick über die Via della Conciliazione zum Petersdom
Blick über die Via della Conciliazione zum Petersdom – Bild: Paula Flan auf Pixabay

Zu den besonderen Highlights der Vatikanischen Museen gehören (abgesehen von der Sixtinischen Kapelle), die Doppelhelix Wendeltreppe von Bramante, die Galerie der Landkarten in der Vatikanischen Bibliothek, die Galerie für Moderne Kunst und die sogenannten Stanzen des Raffaels. Wer möchte, kann hier problemlos einen Tag oder eine ganze Woche verbringen. Nicht wenige Landausflügler, die den Tag in Rom auf eigene Faust gestalten, möchten nur die Sixtinische Kapelle sehen.

Noch ein Tipp. Hinten rechts in der Sixtinischen Kapelle ist ein bewachter Ausgang, der direkt zum Petersdom führt. Dieser ist für geführte Gruppen reserviert. Wenn sich ein wenig umsieht, wird man in der Sixtinische Kapelle vermutlich eine Gruppe finden, der man sich „anschließen“ kann. So kommt man schnell zum Petersdom und muss sich nicht erneut anstellen.

Engelsburg

Die runde Engelsburg liegt direkt am Tiber, den man über die Engelsbrücke überqueren kann. Die Engelsburg wurde ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian gebaut und später von Päpsten zur Festung ausgebaut. Seit etwa 100 Jahren ist das Castel Sant’Angelo ein Museum. Neben päpstlichen Gemächern führt ein Rundgang durch eine Waffensammlung und ein ehemaliges Gefängnis. Von der Aussichtsplattform auf der Engelsburg genießt man einen tollen Blick über Rom.

Piazza Navona
Piazza Navona

Die meisten Landausflügler werden die Engelsburg wohl nur im Vorbeigehen bestaunen. Es gibt noch so viel zu sehen in Rom. Direkt bei der Engelsburg überquert man den Tiber und erreicht das historische Zentrum Roms.

Piazza Navona

Der langgezogene, rechteckige Platz ist einer der bekanntesten Orte der italienischen Hauptstadt. Der barocke Platz in der Altstadt bekam sein heutiges Gesicht im 15. Jahrhundert. Er wird von einigen schönen Palazzos und der Basilika Sant’Agnese in Agone gesäumt. Zudem gibt es viel Außengastronomie. Auffällig sind die drei Brunnen. Insbesondere die große Fontana dei Quattro Fiumi von Bernini ist ein Highlight.

Die ungewöhnliche Form des Platzes hat einen guten Grund. In römischer Zeit stand hier ein Stadion für 30.000 Zuschauer. In späteren Jahrhunderten wurden die Fundamente, die Steine und teilweise die Außenwände des Stadions für Neubauten genutzt. So blieb die Form des Stadions bis heute erhalten.

 In Rom auf eigene Faust zum Pantheon
Das Pantheon – Bild: Tegeler

Pantheon

Nur einen kurzen Fußmarsch von der Piazza Navona entfernt befindet sich das berühmte Pantheon. Das Gebäude entstand in der Regierungszeit des Kaisers Hadrian (128 n. Christus) und hatte 1.700 Jahre lang die größte Kuppel der Welt. Wohl kein Gebäude der Antike ist so gut erhalten. Während der Renaissance war das Pantheon eine Kirche. Hier ist zum Beispiel der berühmte Maler Raffael begraben. Die Besichtigung ist kostenlos und es gibt auch keine Kontrollen. Mit Warteschlangen ist deshalb hier nicht zu rechnen.

Fontana di Trevi

Vom Pantheon läuft man ca. 600 Meter zum berühmten Trevi-Brunnen. Dieser ist mit einer Breite von 50 Metern und einer Höhe von 26 Metern erstaunlich groß. Der größte Brunnen Roms. Das Wasserbecken ist von Touristen dicht gesäumt. Traditionell werden Münzen ins Wasser geworfen. Mitarbeiter der Stadt fischen jährlich Münzen im Wert von etwa 1 Million Euro vom Grund des Brunnens.

Spanische Treppe

Die Spanische Treppe liegt ca. 800 Meter nördlich des Trevi-Brunnens. Die wohl bekannteste Freitreppe der Welt mit ihren 136 Stufen wurde ab 1723 erbaut. Sie ist einer der touristischen Hotspots Roms. Das Sitzen auf der Treppe ist deshalb seit 2019 verboten. Am Fuß der Treppe befindet sich rund um die Via dei Condotti ein Einkaufsviertel mit vielen Luxusmarken. Oberhalb der Treppe ist die Metrostation „Spagna“.

Forum Romanum
Forum Romanum – Bild: Tegeler

Viktor-Emanuelsdenkmal

Das auffällige und weithin sichtbare Viktor-Emanuelsdenkmal liegt auf dem Kapitolshügel an der Grenze zwischen der mittelalterlichen Altstadt und dem antiken Zentrum Roms. Das 1927 errichtete Nationaldenkmal ehrt den König Viktor Emanuel II des neu gegründeten Königreichs Italien. Von den Römern wird der Bau manchmal abfällig Schreibmaschine genannt. Im Inneren befindet sich ein Museum der italienischen Unabhängigkeitskriege. Mit einem Fahrstuhl (Ascensori Panoramici) kann man für 12 Euro auf das Dach des Gebäudes fahren und die wunderbare Aussicht über die Ewige Stadt genießen.

Kolosseum

Das gewaltige Kolosseum entstand im ersten Jahrhundert nach Christus und bot nach heutigen Berechnungen wohl Platz für ca. 50.000 Besucher. Der soziale Status der Besucher ließ sich an der Lage des Sitzplatzes ablesen. Das einfache Volk saß ganz oben. Je weiter unten der Sitzplatz, desto höher der Rang in der Gesellschaft. Das Kolosseum war in der Antike der Schauplatz grausamer Gladiatorenkämpfe, Tierkämpfe und anderer abscheulicher Schauspiele. Sogar kleine Seeschlachten konnte man hier aufführen. Heute ist das Kolosseum eine Ruine, deren Dimensionen immer noch heute beeindrucken.

Natürlich kann man sich das Kolosseum kostenlos von außen ansehen. Ein besonders schöner Blick bietet sich von der Via dei Fori Imperiali. Nur auf dieser Seite ist die 50 Meter hohe Fassade des Kolosseums erhalten. Hier befindet sich auch die Metrostation „Colosseo“. Von der Metrostation sind die Eingänge des Kolosseums in drei Minuten zu Fuß erreichbar. In der Arena fällt sofort auf, dass der Boden verwunden ist. Nur ein kleiner Teil wurde restauriert. Man schaut deshalb von den Rängen direkt in das Hypogäum. In dem verwinkelten Unterbau der Arena waren früher die Gladiatoren und Tiere untergebracht.

Rund um das Kolosseum
Rund um das Kolosseum – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Kolosseum, 2-Forum Romanum, 3-Palatin, 4-Circo Massimo, 5-Bocca de la Verita, 6-Viktor-Emanuelsdenkmal auf dem Kapitolshügel / Am Kolosseum befindet sich die Metrostation „Colosseo“. Unten die Metrostation „Circo Massimo“

Wer das Kolosseum in Rom auf eigene Faust besuchen möchte, sollte sich unbedingt vorab Tickets kaufen. Seit 2019 werden diese nur noch für bestimmte Zeitfenster verkauft. Der Eintrittspreis hält sich mit 16 Euro (online 18 Euro) im Rahmen. Für 22 Euro (online 24 Euro) gibt es ein Full Experience Ticket, mit dem man auch den Untergrund der Arena besichtigen kann. Kaufen kann man Tickets vorab auf der Webseite des Parco archeologico del Colosseo. Ohne-Anstehen-Tickets und Führungen gibt es bei GetYourGuide*. Wer vorab kein Ticket gekauft hat, muss sich am Kolosseum anstellen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Wenn man dann endlich dran ist, kann es durchaus sein, dass das nächste freie Zeitfenster erst Stunden später buchbar ist. Die Tickets gelten immer auch für den Besuch des benachbarten Forum Romanum.

Forum Romanum

Die 600 Meter lange Via Sacra führt vom Kolosseum über das Forum Romanum und verbindet die wichtigsten öffentlichen Gebäude des antiken Rom. Das Forum Romanum ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum der antiken Weltmetropole. Es liegt in einer Senke zwischen dem Kolosseum und den Hügeln Palatin und Kapitol. In römischer Zeit wurde das Tal trocken gelegt und entwässert. Heute ist das Forum Romanum ein Ruinenfeld und trotzdem eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt. Die Highlights sind der Triumphbogen des Septimius Severus, die Maxentiusbasilika, der Titusbogen und die Tempel des Saturn und der Vesta. Einen herrlichen Blick auf das Forum Romanum hat man von der Terrazza Belvedere del Palatino auf dem Palatin-Hügel. Der Aufstieg lohnt sich unbedingt. Der Palatin ist einer der sieben Hügel Roms und die Keimzelle der Stadt. Kaiser Augustus hatte hier seine Residenz und später viele Kaiser nach ihm. Tickets für das Forum Romanum gibt es nur in Kombination mit den Eintrittskarten für das benachbarte Kolosseum.

Weil es so schön ist, nochmal das Kolosseum
Weil es so schön ist, nochmal das Kolosseum – Bild: Tegeler

Circus Maximus

Wer noch Energie und Zeit übrig hat, könnte vom Kolosseum über die Via di San Grigorio zum Circus Maximus laufen. Das sind vielleicht 400 Meter. Der Circus Maximus ist eine riesige Arena mit einer Länge von 600 Metern und einer Breite von 140 Metern. Bis ins 6. Jahrhundert nach Christus wurden hier die spektakulären Wagenrennen vor bis zu 250.000 Zuschauern ausgetragen. Die Wagenlenker waren die Sportstars des antiken Rom. Tödliche Unfälle waren an der Tagesordnung. Leider ist nicht viel übrig von der prachtvollen Arena der Antike. Eigentlich nur noch eine Grünfläche, die umsonst besichtigt werden darf. Auch am Circus Maximus gibt es eine Metrostation mit der Bezeichnung „Circo Massimo“.

Bocca della Verita

In direkter Nachbarschaft vom Circus Maximus befindet sich die Kirche Santa Maria in Cosmedin. In der Vorhalle der Kirche befindet sich der Bocca de la Verita. Die antike Marmormaske ist 2.000 Jahre alt. Seit dem Mittelalter gibt es die Legende, dass Lügner, die ihre Hand in den Mund legen, diese sofort verlieren. Heute zahlen Millionen Touristen die 2 Euro Eintritt und lassen sich mit der Hand im Mund des Gesichts fotografieren.

Civitavecchia

Natürlich kann man den Tag auch einfach in Civitavecchia verbringen. Hier eine touristische Karte. Das Zentrum um die Piazza Vittorio und die Kathedrale San Francesco d’Assisi ist bequem zu Fuß erreichbar. Hier kann man schön bummeln und etwas essen gehen. Wer möchte, kann das Museo Nazionale Archeologico besuchen. Direkt hinter der mächtigen Festung Michelangelo am Hafen beginnen sogar einige recht schöne Strandabschnitte mit einer netten Promenade. Man benötigt aber Badeschuhe. Insgesamt gesehen, hat Civitavecchia aber wenig zu bieten.

Die Päpstliche Schweizergarde am Petersdom
Die Päpstliche Schweizergarde am Petersdom – Bild: Tegeler

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der im 2. Weltkrieg stark zerstörten Stadt gehören die Terme Taurine, die auch Terme Trajan genannt werden. Die archäologische Ausgrabungsstätte ist gut 5 Kilometer vom Hafen entfernt und nur vormittags geöffnet. Ein Bus der Linie B der lokalen Verkehrsgesellschaft CSP (civitavecchia-servizi-pubblici-srl.it) fährt hierher. Der Bus startet (und endet) am Bahnhof, hält aber auch beim Servicecenter Largo della Pace und im Stadtzentrum.

Tarquinia

Wenn man Rom bereits gut kennt, könnte man von Civitavecchia auf eigene Faust nach Tarquinia fahren. Tarquinia ist das Tarquinii der Etrusker und Römer, aus dem das altrömische Königsgeschlecht der Tarquinier stammte. Die heutige Stadt hat mit ihrer Mauer noch stark mittelalterliches Gepräge. In der ehemaligen päpstlichen Residenz, dem Palazzo Vitelleschi, befindet sich heute das Museo Nazionale Tarquiniese. In ihm sind alle etruskischen Funde untergebracht worden, die man nicht in der außerhalb der Stadt gelegenen Nekropole und an den anderen Fundstellen belassen konnte. Die große Gräberstadt macht die führende Rolle deutlich, die Tarquinia unter den Städten der Etrusker gespielt hat. Auf dem Monterozzi genannten Gelände der Totenstadt gibt es neben Massengräbern eine große Anzahl von in den Fels gehauenen Einzel- oder Familiengräbern, die zum Teil wundervoll ausgemalt sind. Die bis 2.500 Jahre alten Bilder vermitteln einen Einblick in das Leben und die Religion der Etrusker und können vom Thema her mit den Darstellungen in den ägyptischen Mastabas verglichen werden. 40 dieser mit Wandmalereien ausgestatteten Gräber sind im Rahmen von Führungen (Dauer zwei Stunden) zu besichtigen.

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