Civitavecchia auf eigene Faust

Hier haben wir Tipps für Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust zusammengestellt. Da Rom nicht am Meer liegt, steuern Kreuzfahrtschiffe den weitläufigen Hafen der Stadt Civitavecchia an. Dieser ist sowohl Ziel als auch Ausgangspunkt von Mittelmeer Kreuzfahrten. Leider ist die italienische Hauptstadt etwa 80 Kilometer von diesem Hafen entfernt. Man muss also erst ein gutes Stück über Land reisen. Aber die Verkehrsverbindungen sind gut und die Kreuzfahrtschiffe bleiben häufig bis spät abends im Hafen. Man hat also ausreichend Zeit für die ewige Stadt. Landausflüge in Civitavecchia führen aber nicht notwendigerweise nach Rom. Die kleine Hafenstadt hat selber einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und lädt zu einem Bummel ein. Zudem locken die etruskischen Ausgrabungsstätten in Tarquinia Landausflügler an. Trotzdem ist der Hafen von Civitavecchia in erster Linie Ausgangspunkt für interessante Landausflüge nach Rom. Der Hafen hat eigene Webseite mit dem Titel Portmobility Civitavecchia erstellt. Hier findet man alle wichtigen Informationen.

Landausflüge in Civitavecchia auf eigene Faust

Das Kolosseum – Bild: Tegeler

Transport in Civitavecchia auf eigene Faust

Civitavecchia ist ein großer und wichtiger Kreuzfahrthafen im Mittelmeer. Deshalb sind nicht selten mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen. Die meisten machen an der langen Mole fest, die parallel zur Stadt verläuft. Aber auch an der Landseite des Hafens gibt es einen Liegeplatz. Eine Detailkarte des Hafens im PDF-Format haben wir hier hinterlegt. Weiter unten gibt es eine Übersichtskarte von Royal Caribbean.

Shuttlebusse auf dem Hafengelände

Ein kostenloser Shuttlebus (Green Line) verbindet die Liegeplätze und Kreuzfahrt-Terminals auf der langen Mole mit dem Portmobility-Servicecenter Lago della Pace. Auf der Detailkarte des Hafens (s. Pdf) ist der Bus durch grüne Symbole erkennbar. Es besteht aber die Möglichkeit, in der Nähe der historischen Festung Michelangelo am Fuße der Mole auszusteigen.

Urlauber der an Pier 25 liegenden Kreuzfahrtschiffe haben mit dem Shuttlebus der Blu Line eine direkte Verbindung zum Portmobility-Servicecenter Lago della Pace. Das ist eine weitere Shuttlebuslinie im Hafen, die aber für Kreuzfahrer, deren Schiffe an der langen Mole liegen, nicht so wichtig ist.

Portmobility-Servicecenter Lago della Pace

Das Portmobility-Servicecenter Lago della Pace (manchmal auch Porta Citta genannt) ist die wichtigste Anlaufstelle für Informationen. Jeder Shuttlebus im Hafen hält hier. Man kann Bus- und Zugtickets erwerben und jedwede Information einholen. Lokale Anbieter von Transfers und Landausflügen bieten hier Dienstleistungen an bzw. treffen hier die vorab gebuchten Kunden.

Wichtig! Nicht jeder Landausflügler muss hierhin! Wer an der Mole ankommt, kann den Bahnhof von Civitavecchia erreichen, ohne das Servicecenter zu betreten. Weitere Informationen folgen.

Nach Rom mit der Bahn

Vom Bahnhof in Civitavecchia gibt es gute und günstige Zugverbindungen nach Roma Termini (Hauptbahnhof). Insbesondere die Regionalzüge sind interessant, da diese auf ihrer gut einstündigen Fahrt vor Ankunft im Hauptbahnhof an interessanten Bahnhöfen wie Roma San Pietro (Petersplatz), Roma Trastevere und Roma Ostiense halten. Informationen über Zugverbindungen gibt es, auch in deutscher Sprache, auf der Webseite von Trenitalia. Die Grafik zeigt, wie man von den Bahnhöfen in Rom zu bestimmten Sehenswürdigkeiten kommt.

Vom Bahnhof Civitavecchia nach Rom

Vom Bahnhof Civitavecchia nach Rom

Bleibt die Frage, wie man vom Schiff zum Bahnhof nach Civitavecchia kommt und welche Ticketoptionen es gibt.

Vom Hafen zum Bahnhof

Landausflügler, die an der Mole ankommen, sollten den Shuttlebus nehmen und am Fort Michelangelo am Fuße der Mole aussteigen. Dann ist der Weg zum Bahnhof kürzer. Bitte einfach der Via Giuseppe Garibaldi folgen und auf die Schilder achten. Nach etwa 600 Metern erreicht man den Bahnhof.

Das Portmobility-Servicecenter Lago della Pace ist ca. 1,5 Kilometer vom Bahnhof entfernt. Wer von hier zum Bahnhof laufen möchte, sollte den Kreisverkehr überqueren und dann der Via XVI Settembre folgen. Am Ende biegt man das rechts in die Via Giuseppe Garibaldi ein. Dann ist der Weg ausgeschildert. Alternativ kann man einen öffentlichen CSP Bus (civitavecchiaservizipubblici.it) nehmen, die etwa alle zehn Minuten fahren. Tickets kann man im Servicecenter Lago della Pace oder auch in der Pizzeria Mastro Titta nebenan kaufen. Der Fahrpreis beträgt 2 Euro.

Bahnfahrkarten und Züge

Bahnfahrkarten kann man im Portmobility-Servicecenter Lago della Pace oder natürlich am Schalter im Bahnhof erwerben. Auch der Zeitungskiosk und die Bar im Bahnhof verkaufen angeblich Fahrkarten. Fahrpreise und Verbindungen findet man bei Trenitalia.com.

Regionalzüge

Die Regionalzüge brauchen gut eine Stunde nach Rom und halten, wie oben bereits erwähnt, auch an diversen für Landausflügler interessanten Bahnhöfen in der ewigen Stadt. Bei Landausflüglern, die Rom auf eigene Faust erkunden möchten, ist das BIRG-Tagesticket besonders beliebt. Es gilt für den ganzen Tag und beinhaltet den öffentlichen Nahverkehr (Busse, U-Bahnen) in Rom. Für 12 Euro eine sehr gute Wahl! Regionalzug plus BIRG-Tagesticket und man ist gut gerüstet.

Man kann aber natürlich auch eine normale Bahnfahrkarte kaufen. Der Fahrpreis hängt davon ab, wo genau man aussteigen möchte. Die Fahrt bis Roma S. Pietro kostet 4,60 Euro für die einfache Fahrt bzw. 9,20 Euro für das Returnticket. Dann muß man den öffentlichen Nahverkehr in Rom separat bezahlen.

Intercity und Le Frecce

Der Intercity fährt mit nur einem Zwischenstopp (Roma Ostiense) direkt zum Hauptbahnhof Roma Termini. Dabei ist er oftmals nicht entscheidend schneller als die Regionalzüge.

Die Hochgeschwindigkeitszüge „Le Frecce“ fahren ohne Halt in 47 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Schneller geht es nicht. Dabei sind diese Züge mit 9,90 für eine einfache Fahrt gar nicht so teuer. Es gibt allerdings deutlich weniger Verbindungen. Aber wenn es passt. Auch in diesem Fall, muss man den öffentlichen Nahverkehr in Rom separat zahlen.

Civitavecchia auf einen Blick

Civitavecchia auf einen Blick – Karte aus Tagesprogramm von Royal Caribbean

Fortbewegen in Rom

Die wichtigsten Zielbahnhöfe sind Rom sind Roma San Pietro (Nähe Petersdom) und Roma Termini. Von hier kann man sich zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich im oder in der Nähe der historischen Altstadt und sind gut zu Fuß erreichbar. Das wird durch die Karten unten deutlich.

Wenn man mal eine Wegstrecke in Rom überbrücken möchte, bietet sich die U-Bahn an. Es gibt zwei U-Bahnlinien, die sich am Hauptbahnhof Roma Termini kreuzen. Zur Erinnerung: Mit einem BIRG-Ticket fährt man kostenlos U-Bahn! Wer kein BIRG-Ticket hat, zahlt in Rom 1,50 Euro für einen Einzelfahrschein bzw. 7 Euro für ein Tagesticket (Roma 24 ore). Diese gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel.

Natürlich gibt es in Rom auch viele öffentliche Buslinien. Der Busbahnhof Roms mit einem Informationsbüro der Verkehrsbetriebe Atac (atac.roma.it) befindet sich am Hauptbahnhof. Für Inhaber eines BIRG-Tickets ist ein öffentlicher Bus der Linie 64 eine kostenlose Alternative zu den kostenpflichtigen Stadtrundfahrten. Der Bus 64 startet am Bahnhof Termini und fährt zum Beispiel über die Haltestellen „Piazza Venezia“ (Kapitol, Forum Romanum, Kolosseum und Trevi-Brunnen) und „Largo Argentina“ (Pantheon und Piazza Navona) zum Petersplatz.

Selbstverständlich gibt es auch die bekannten Hop on–Hop off Stadtrundfahrten. Uns sind derzeit fünf verschiedene Anbieter bekannt. Der Hauptbahnhof Roma Termini ist der wichtigste Knotenpunkt aller Anbieter. Man kann sich im Rahmen einer Stadtrundfahrt einen guten Überblick verschaffen. Allerdings können die Busse im oft dichten Verkehr steckenbleiben und auch nicht alle Ziele in der engen Altstadt erreichen. Tickets kann man am Bus oder vorab z.B. bei Viator (Link s. unten) reservieren. Diese Anbieter sind uns derzeit bekannt:

  • City Sightseeing (rote Busse)
  • Big Bus Tours (rotbraune Busse)
  • Roma Cristiana (gelbe Busse)
  • Green Line (grüne Busse)
  • Gray Line (pinkfarbige Busse)

Der gelbe Bus wendet sich insbesondere auch an Pilger und steuert wie Ziele mit kirchlichen Bezug an. Alle anderen Anbieter kennt man teilweise auch aus anderen Häfen

Landausflüge in Civitavecchia buchen

Wem das alles zu aufwendig ist, kann für den Tag in Rom natürlich auch aus zahlreichen organisierten Landausflügen wählen. Das Angebot reicht vom einfachen Transfer bis hin zum ganztägigen Landausflug mit Stadtführer und Mittagessen. Beliebt und sehr nützlich sind so genannte Skip the Line-Tickets, zum Beispiel für Petersdom und Vatikan. Die Schlangen sind sehr sehr lang.

Beispielhaft für die Landausflüge der Reedereien fügen wir hier eine Übersicht der Landausflüge in Rom von MSC Kreuzfahrten bei. Andere Reedereien und Veranstalter haben ein mehr oder weniger ähnliches Angebot. Sorgfältig ausgewählte Landausflüge und Aktivitäten lokaler Veranstalter findet man bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Highlights in Civitavecchia auf eigene Faust

Die meisten Landausflügler zieht es natürlich nach Rom. Abgesehen von einem Verbleib in Civitavecchia sind die etruskischen Ausgrabungsstätten von Tarquinia eine interessante Alternative.

Rom auf eigene Faust

Man könnte Goethe zitieren. Aber man muss nicht. Es hat sich schon herumgesprochen: Rom ist eine der bedeutendsten, schönsten, ältesten, modernsten, aufregendsten Städte der Welt. Man kann die Stadt gut auf eigene Faust erkunden. Schöner ist es aber mit einem kundigen Stadtführer. Es sei denn, man kennt Rom von früheren Reisen sehr gut. Diese Stadt hat unendlich viele Sehenswürdigkeiten. Und alles ist ohne Abgrenzung miteinander verflochten: Das Rom der Antike, des Mittelalters, der Renaissance, des Barock und das moderne Rom. Höhepunkte des antiken Roms sind natürlich das Kolosseum und das Forum Romanum. Highlights des Roms der Renaissance und des Barock sind unter anderem die Piazza Navona, der Palazzo Farnese, die Via Giulia, die Piazza del Popolo oder der Trevi-Brunnen. Das kirchliche Rom mit dem Petersburg und dem Vatikan nicht zu vergessen. Und das mittelalterliche Rom gibt es natürlich auch noch.

Links des Tiber

Links des Tiber – Royal Caribbean

Sehenswürdigkeiten auf den Karten oben und unten: A-Kolosseum, B-Konstantinsbogen, C-Forum Romanum, D-Pantheon, E-Engelsburg, F-Petersdom/Vatikan, G-Trevi-Brunnen, H-Spanische Treppe

Rechts des Tiber

Rechts des Tiber

Wenn man Rom auf eigene Faust erkunden möchte, könnte man mit dem Petersdom beginnen. Vormittags ist es mit etwas Glück noch nicht so voll. Wir würden vorab ein „ohne Anstehen“-Tickets kaufen. Dieses gibt es zum Beispiel bei Viator (Link s. oben). Man fährt also mit dem Zug mit zum Bahnhof San Pietro. Von dort kann man bequem zum Petersdom laufen. Man kann in die Kuppel und hat von dort einen sehr schönen Blick. Unmittelbar neben dem Petersdom befindet sich die Sixtinische Kapelle. Hier tritt das Konklave zusammen, wenn ein neuer Papst gesucht wird. Ihren Ruhm verdankt die Kapelle jedoch den Gemälden. Zugänglich ist der Prachtraum über die Vatikanischen Museen.

Vom Vatikan sind es nur ein paar hundert Meter zur Engelsburg am Tiber. Man kann heute 58 Säle der Burg besichtigen. Neben päpstlichen Gemächern führt ein Rundgang durch eine Waffensammlung und ein ehemaliges Gefängnis. Von der Aussichtsplattform auf der Engelsburg genießt man einen tollen Blick über Rom. Von hier sieht man auch bereits das Centro Storico auf der anderen Seite des Tiber. Man überquert den Tiber über die Engelsbrücke und schon ist man mittendrin. Die Altstadt Roms ist sehr überschaubar und mit Sehenswürdigkeiten gespickt. Hier befindet sich die Spanische Treppe, das Pantheon und viele andere schöne Gebäude, Kirchen und Plätze. Ein Highlight ist die Piazza Navona und der Trevi Brunnen. Ein wenig außerhalb der Altstadt warten dann noch das Forum Romanum und Kolosseum auf die Landausflügler. Vom Hauptbahnhof Roma Termini könnte man dann abends wieder zurückfahren. Der direkt Fußweg vom Petersdom zum Kolosseum ist 3,4 Kilometer lang. Die Entfernungen sind nicht allzu groß.

Forum Romanum

Forum Romanum – Bild: Tegeler

Alternative Tarquinia

Wenn man Rom bereits gut kennt, könnte man nach Tarquinia fahren. Tarquinia ist das Tarquinii der Etrusker und Römer, aus dem das altrömische Königsgeschlecht der Tarquinier stammte. Die heutige Stadt hat mit ihrer Mauer noch stark mittelalterliches Gepräge. In der ehemaligen päpstlichen Residenz, dem Palazzo Vitelleschi, befindet sich heute das Museo Nazionale Tarquiniese. In ihm sind alle etruskischen Funde untergebracht worden, die man nicht in der außerhalb der Stadt gelegenen Nekropole und an den anderen Fundstellen belassen konnte. Die große Gräberstadt macht die führende Rolle deutlich, die Tarquinia unter den Städten der Etrusker gespielt hat. Auf dem Monterozzi genannten Gelände der Totenstadt gibt es neben Massengräbern eine große Anzahl von in den Fels gehauenen Einzel- oder Familiengräbern, die zum Teil wundervoll ausgemalt sind. Die bis 2.500 Jahre alten Bilder vermitteln einen Einblick in das Leben und die Religion der Etrusker und können vom Thema her mit den Darstellungen in den ägyptischen Mastabas verglichen werden. 40 dieser mit Wandmalereien ausgestatteten Gräber sind im Rahmen von Führungen (Dauer zwei Stunden) zu besichtigen

Civitavecchia

Natürlich kann man den Tag auch einfach in Civitavecchia verbringen. Das Zentrum um die Piazza Vittorio und die Kathedrale San Francesco d’Assisi ist bequem zu Fuß erreichbar. Hier kann man schön bummeln und etwas essen gehen. Wer möchte, kann das Museo Nazionale Archeologico besuchen. Direkt hinter der mächtigen Festung Michelangelo am Hafen beginnen sogar einige recht schöne Strandabschnitte mit einer nette Promenade. Man benötigt aber Badeschuhe.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der im 2. Weltkrieg stark zerstörten Stadt gehören die Terme Taurine die auch Terme Trajan genannt werden. Die archäologische Ausgrabungsstätte ist gut 5 Kilometer vom Hafen entfernt. Man benötigt also ein Verkehrsmittel.

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