Malaga auf eigene Faust

Hier haben wir Tipps und Informationen für Landausflüge in Malaga auf eigene Faust zusammengestellt. Die andalusische Metropole ist mit mehr als 900.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Spaniens und das Tor zu den Urlaubszentren an der Costa del Sol. Bevor man in die Ferne schweift, sollte man unserer Meinung nach die Gelegenheit für einen Bummel durch die wunderschöne Altstadt rund um die Kathedrale nutzen. In der Geburtsstadt Pablo Picassos laden von schmucken Geschäften gesäumte historische Gassen und prächtige Alleen zu einem ausgiebigen Bummel ein. Die riesige Festung Alcazaba wurde über einer römischen Stadt errichtet. Ein teilweise ausgegrabenes römisches Amphitheater liegt gleich außerhalb des Zugangs. Von den Wällen der Festung hat man einen schönen Blick auf Stadt und Hafen. Wer Malaga kennt, findet in der Umgebung einige interessante Landausflugsziele. Vor allem Granada lockt viele Urlauber an. Granada ist allerdings schon zwei Busstunden entfernt. Leider beinhalten viele Mittelmeer Kreuzfahrten nur einen halben Tag in Malaga. Weitere Informationen für den Tag in Andalusien findet man zum Beispiel auf der Webseite von Malaga Turismo.

Landausflüge in Malaga auf eigene Faust

Die Kathedrale – Bild: Tegeler

Transport in Malaga auf eigene Faust

Der Hafen liegt sehr zentral, ist allerdings sehr weitläufig. Die beiden modernen Kreuzfahrtterminals A und B befinden sich am Ende des Paseo de la Farola. Das ist eine lange Mole, die sich bis weit ins Mittelmeer erstreckt und an der mehrere Kreuzfahrtschiffe festmachen können. Auf der Karte unten ist die Mole zu erkennen. Leider befinden sich die Terminals unmittelbar außerhalb des Kartenausschnitts. Das Palm Grove Terminal für kleinere Kreuzfahrtschiffe befindet sich innenstadtnah am Paseo de los Curas.

Zu Fuß

Wer gut zu Fuß ist, kann Malaga per Pedes erkunden. Man läuft die Mole entlang in Richtung Stadt. Der untere Teil der Mole ist schön gestaltet mit zahlreichen Restaurants und Cafés. Am Ende der Mole biegt man links und geht am Kopfende des Hafens (oder durch den schönen Park) bis zur Plaza de la Marina. Das sind laut Google Maps 2,2 Kilometer, die bei Hitze lang werden können. Wer möchte, kann sich in der Touristeninformation an der Plaza de la Marina mit Informationsmaterial versorgen und sich dann ins Getümmel stürzen.

Etwas leichter haben es die Strandgänger. Den schönen langen Stadtstrand La Malangueta sieht man bereits vom Schiff aus. Zu Fuß ist man nach vielleicht 300 Metern da. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden, Duschen sind vorhanden.

Shuttlebusse

Die Reedereien bieten in der Regel einen kostenpflichtigen Pendelbusverkehr zur Plaza de la Marina. Bei TUI Cruises kostete dieser Service zuletzt 9 Euro. Vor dem Terminal startete bei unserem letzten Besuch auch ein privater Shuttlebus des Hafens zur Plaza de Marina. Der Fahrpreis dieses Busses lag zuletzt bei 4 Euro. Vom Haltepunkt der Busse (Stern auf der Karte) sind es zur Touristeninformation an der Plaza de la Marina Nr. 11 nur wenige Meter. Die Altstadt Malagas beginnt auf der anderen Seite der Straße.

Bimmelbahn

Ein kleiner Touristenzug fährt für 3 Euro vom Hafen zur Plaza de la Marina. Schilder weisen den Weg.

Malaga auf einen Blick

Malaga auf einen Blick – Royal Caribbean

Die Sehenswürdigkeiten auf der Karte: 1-Die Kathedrale, 2-Picasso Museum, 3-Picassa Geburtshaus, 4-Alcazaba, 5-Gibralfaro, 6-Almeda Prinzipal, 7-Stierkampfarena, 8-Markthalle Mercado Central

Stadtrundfahrten

Eine Alternative sind die roten Busse der Firma City Sightseeing, die auch in Malaga eine Hop-On/Hop-Off Stadtrundfahrt anbieten. Es gibt zwei Routen zur Auswahl. Für Landausflügler, die Malaga auf eigene Faust erkunden möchten, dürfte die Red Line besonders interessant sein. Es gibt auf der Red Line 14 Haltestellen rund im die Altstadt. Alle 20 Minuten soll ein Bus an jeder Haltestelle vorbeikommen. Die nächstgelegene Haltestelle ist an dem kleinen weißen Leuchtturm auf dem Paseo de la Farola, circa 750 Meter vom Kreuzfahrterminal entfernt. Tickets gibt es im Bus oder vorab z.B. bei Viator (Link s. unten).

Öffentliche Busse

Das öffentliche Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Viele Linien führen über Haltestellen an der Alameda Principal in der Nähe der Plaza de la Marina. Ein Einzelfahrschein kostete zuletzt 1,30 Euro. Informationen über die Busverbindungen findet man auf der Webseite der städtischen Busgesellschaft EMT (emtmalaga.es/). Vom zentralen Busbahnhof (Estacion de Autobuses de Málaga) am Paseo de los Tilos fahren starten überregionale Busse, zum Beispiel nach Marbella. Informationen findet man auf der Webseite des Busbahnhofs (estabus.emtsam.es/).

Taxen

Die Taxen in Malaga sind weiß mit einem schmalen blauen Querstreifen an der Fahrertür. Das grüne Licht auf dem Dach zeigt an, ob das Taxi frei ist. Man findet immer zahlreiche Taxen bei den Kreuzfahrtterminals. Die Taxen sind mit Taxametern ausgerüstet. Die Fahrt ins Zentrum kostet je nach Ziel circa 5 bis 10 Euro.

Natürlich möchten die Taxifahrer gerne mehrstündige Landausflüge verkaufen. Im Hafen werden entsprechende Vorschläge werden mit Preisen auf Schildern veröffentlicht. Hier einige Preise für ein Taxi mit bis zu 4 Fahrgästen:

Marbella (4 Stunden gesamt): 140 Euro
Ronda (4 Stunden gesamt): 200 Euro
Mijas (3 Stunden gesamt): 110 Euro
Cordoba (6 Stunden gesamt): 265 Euro
Granada/Alhambra (6 Stunden gesamt): 224 Euro

Plaza de la Marina

Plaza de la Marina – Bild: Tegeler

Fahrräder

In Malaga und Umgebung kann man sich gut mit einem Fahrrad fortbewegen. Die Firma Prima Rent a Car (rentacarprima.com) ist in einem blauen Container im Hafen vertreten. Hier kann man neben Autos, Motorrollern und Segways auch Fahrräder mieten.

Es gibt in der Stadt einige Anbieter von geführten Fahrradausflügen. Angebote findet man z.B. bei Viator oder rent-a-guide (Links s. unten).

Mietwagen

Die Städte und Strände der Region kann man gut mit einem Mietwagen erreichen. Vorausgesetzt, das Kreuzfahrtschiff liegt einen ganzen Tag im Hafen. Sonst wird die Zeit schnell zu knapp. Die meisten Anbieter haben Büros am Flughafen oder ganz in der Nähe vom Flughafen. Die Firma Autos Prima Rent a Car (rentacarprima.com) hat ein Büro (ein blauer Container) im Bereich der Kreuzfahrtterminals. Hier kann man auch Fahrräder, Motorroller und Segways mieten. Wir würden vorab reservieren.

Landausflüge in Malaga buchen

Für den Tag in Malaga werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Beispielhaft fügen wir eine Übersicht von AIDA Cruises bei. Andere Reedereien haben ein mehr oder weniger ähnliches Programm. Bereits Monate vor Abreise kann man das Angebot der Reederei einsehen und auch schon Landausflüge reservieren.

Aber es gibt natürlich auch interessante Landausflüge lokaler Veranstalter. Interessante Angebote findet man zum Beispiel bei rent-a-guide oder Viator.

Picasso-Denkmal vor der Wohnung seiner Familie

Picasso-Denkmal vor der Wohnung seiner Familie – Bild: Tegeler

Tipps für Landausflüge in Malaga

Vom Haltepunkt der Shuttlebusse sind es nur wenige Meter zur Plaza de la Marina. Hier befindet sich ein Büro der Touristeninformation. Wer im Terminal noch keine Karte bekommen hat, kann sich hier bedienen und natürlich auch informieren. In der Nachbarschaft sieht man das 70 Meter hohe Riesenrad von Malaga. Wer möchte kann sich die Stadt und Umgebung von oben ansehen. Angeblich kann man bis zu 30 Kilometer weit sehen. Ebenfalls direkt an die Plaza de la Marina grenzt der wunderschöne Parque de Malaga. Ein herrlicher Park. In den Bäumen und Palmen leben grüne Papageien.

Dann würden wir die Hauptgeschäftsstraße Calle Marques de Larios hinaufgehen. Wenn man nach den ersten Metern links in die Calle Martines abbiegt, erreicht man die Markthalle. Hier gibt es frischen Fisch, Obst und Gemüse und leckere Tapas. Wenn man danach zur Calle Marques de Larios zurückkehrt und sich rechts hält, kommt man automatisch zur Kathedrale, zum Picasso-Museum und schließlich zu den maurischen Festungsanlagen Alcazaba und Gibralfaro. Die Entfernungen sind nicht sehr groß, bieten aber eine schöne Aussicht.

Malaga ist die Geburtsstadt des berühmten Malers Pablo Picasso. Dort verbrachte er seine ersten Lebensjahre, ehe er in Paris die Kunst revolutionierte und zu Weltruhm gelangte. Das Haus, in dem der Maler am 25. Oktober 1881 geboren wurde, lässt sich besichtigen, ebenso die Kapelle, in der er getauft wurde. Im Jahre 2002 eröffnete Malaga zum Gedenken an seinen berühmten Sohn das Picasso-Museum. Über 200 Werke des 1973 gestorbenen Genies sind hier ausgestellt. Karten können im Internet vorbestellt werden. Die Adresse: Palacio de Buenavista, Calle San Agustín, 8. Von der Plaza de la Marina läuft man circa 500 Meter.

Calle Marques de Larios

Calle Marques de Larios – Bild: Tegeler

Das Umland

Malaga ist das Tor zur Costa del Sol. Urlaubsorte wie Torremolinos (10 km), Marbella (60 km) oder Mijas (40 km) sind von Malaga aus mit einem Mietwagen oder einem Taxi gut zu erreichen.

Torremolinos mit einigen zehntausend Urlaubsbetten, den Hotelburgen und den ungezählten Diskotheken und Nachtclubs ist etwas abschreckend. Aber die kilometerlangen Strände sind schön. Marbella bietet natürlich ein deutlich gehobeneres Ambiente. Eleganter, ruhiger, besser durchdacht als das wuchernd gewachsene Torremolinos. Und etwas ganz anderes, das Bergdorf Mijas, sehr urban, mit herrlichem Blick auf die Küste. Ganz lustig, so ein Trip in die Urlaubswelt der Landratten.

Granada (130 km). Das kann man so wenig links liegenlassen wie Florenz, Sevilla oder Istanbul. Granada muss man gesehen haben, um zu erfahren, wie schön eine Stadt sein kann, wie erhaben sie liegen kann. Leider liegen hier die Sehenswürdigkeiten nicht dicht beieinander. Am besten, man vertraut sich einer Führung an. Da ist also zunächst die Alhambra: Puerta de las Granadas, der Eingang zum Park. Haupteingang Puerta de la Justicia, noch ein Eingang Puerta del Vino zur Alcazaba, dem ältesten Teil der Alhambra. Dann zur Casa Real, dem eigentlichen Alhambra-Palast, das ist wie ein Märchen. Der Palast Karls V. steht im Schatten der Casa Real. Der Palacio de Generalife: in einer Sommerresidenz, wunderschöne Gartenanlagen. Die Kathedrale: in Spanien gibt es keine bedeutendere Renaissancekirche. Das Altstadtviertel Alcaiceria mit orientalischem Bazar-Charakter. Und das Vorstadtquartier Albaicin, afrikanischer noch als die Alhambra.

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