Bangkok auf eigene Faust

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Bangkok auf eigene Faust zusammengestellt. Mit mehr als sieben Millionen Einwohnern (der Ballungsraum ist weitaus größer) ist Thailands Hauptstadt eine pulsierende Metropole mit dichtem Verkehr und zahllosen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist, wie viele asiatische Großstädte, eine faszinierende Mischung aus traditioneller Kultur und moderner Metropole. Mehr als 400 buddhistische Tempel sind über das Stadtgebiet verstreut. Bangkok wurde erst 1782 gegründet, war aber im Gegensatz zu Singapur oder Kuala Lumpur niemals Kolonialstadt. Thailand war immer ein unabhängiges Königreich. Die thailändische Hauptstadt ist Start- bzw. Endpunkt vieler Südostasien Kreuzfahrten von AIDA Cruises. TUI Cruises kommt macht für ein oder zwei Tage in Laem Chabang fest, um den Urlauber Landausflüge nach Bangkok zu ermöglichen. (Stand: März 2019)

Bangkok auf eigene Faust
Liegender Buddha im Wat Pho – Bild: Tegeler

Transport in Bangkok auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe machen im Containerhafen in der Stadt Laem Chabang fest. Diese befindet sich am Golf von Thailand ca. 2 Stunden südlich von Bangkok und ca. 45 Minuten nördlich von Pattaya. Der Weg führt über gut ausgebaute mehrspurige Autobahnen.

Es gibt ein modernes Kreuzfahrtterminal, das zum Beispiel von AIDA Cruises als Start- und Zielhafen genutzt wird. Im Kreuzfahrtterminal gibt es einige Souvenirgeschäfte. Zudem kann man Bargeld in Landeswährung tauschen. Einen Geldautomaten (ATM) haben wir nicht gesehen.

Kreuzfahrtschiffe, die nur für einen oder zwei Tage nach Laem Chabang kommen und keinen Passagierwechsel vornehmen, liegen in der Regel einfach im Industriehafen. Hier findet man abgesehen von den Landausflugsbussen der Reedereien meisten keinen Service. Aber man kann natürlich Fahrer zum Schiff bestellen.

Kreuzfahrtterminal in Laem Chabang
Kreuzfahrtterminal in Laem Chabang – Bild: Tegeler

Zu Fuß

Es gibt keine Möglichkeiten für Fußgänger. Der Hafen ist sehr weitläufig und das ungewohnte Klima macht Fußgängern das Leben schwer. Es gibt nichts, was man per Pedes erreichen könnte.

Shuttlebus

Im Terminal wird von einem privaten Unternehmen ein Shuttle-Service nach Pattaya angeboten.

Viele Reedereien bieten einen Landausflug nach Bangkok auf eigene Faust an. Das Angebot beinhaltet die Fahrt nach Bangkok und zurück. Die Urlauber werden in der Regel an einer großen Mall abgesetzt und können die freie Zeit bis zur Abfahrt selber gestalten. Versorgt mit Tipps zu Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung.

Angebote im Terminal für Bangkok auf eigene Faust
Angebote im Terminal – Bild: Tegeler

Taxen

Im Terminal warten Taxifahrer und Limousinenservices, die Transfers zum Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi, nach Bangkok und zu Zielen in der Umgebung anbieten. Die Preise werden auf Schildern veröffentlicht.

Mit einer Limousine benötigt man ca. 1,5 Stunden bis zum Flughafen. Kleinbusse sind eher zwei Stunden unterwegs. Fahrten zu Zielen in Bangkok dauern mindestens zwei Stunden. Bei ungünstigen Verkehrsverhältnissen auch länger.

Bangkok entdecken

Bangkok auf eigene Faust zu entdecken ist nicht ganz einfach. Der öffentliche Nahverkehr ist bisher unzureichend ausgebaut, so dass man am Ende auf Taxen und Tuks Tuks angewiesen ist. Mal eben mit der U-Bahn von Tempel zu Tempel zu fahren ist leider nicht möglich.

Shuttlebus nach Pattaya
Shuttlebus nach Pattaya (Angebot im Terminal) – Bild: Tegeler

Der Skytrain ist eine Hochbahn mit zwei Linien und sehr günstigen Tarifen. Die Züge sind modern und sauber. Die Klimaanlage sehr kalt eingestellt, so dass ein Tuch sehr nützlich ist. Man kann sich mit dem Skytrain bequem und vor allem staufrei fortbewegen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen allerdings nicht an den beiden Routen, so dass man wieder in ein Taxi oder Tuk Tuk umsteigen muss. Es gibt allerdings eine Verbindung zum Flughafen. Ebenfalls ist einem frühen Ausbaustadium ist die Metro (MRT). Es gibt leider nur zwei Linien. Weitere Stationen und Linien befinden sich im Planungsstadium und sollen in den kommenden Jahren entstehen. Das öffentliche Busnetz wird mit klapprigen uralten Bussen betrieben und auch keine große Hilfe.

Die zahllosen Taxen gehören angesichts des schlechten öffentlichen Nahverkehrs zu den wichtigsten Verkehrsmitteln. Die Taxen sind mit Taxametern ausgerüstet und recht günstig. Es gibt einen Grundpreis und einen Kilometerpreis. Dazu kommen eventuell Gebühren für die Benutzung von Expressways. Leider versuchen viele Fahrer die Touristen zu übervorteilen und Festpreise zu verhandeln. Wir würden gar nicht erst einsteigen, wenn der Fahrer das Taxameter nicht einschalten will. Umwege kann man letztlich nicht verhindern. Unter dem Strich sind die Fahrpreise für uns Europäer immer noch günstig. Entscheidend ist das Taxameter. Tuk Tuks sind heute im Prinzip reine Touristenfahrzeuge und teurer als Taxen. Die Fahrpreise werden mit den Fahrern vereinbart. Man ist dem Smog ausgesetzt und der manchmal riskanten Fahrweise der Fahrer.

Blick auf Wat Arun von der Fähre
Blick auf Wat Arun von der Fähre – Bild: Tegeler

Ideal für eine Bangkok-Besichtigung sind ein Fahrer mit Guide. Ein organisierter Landausflug also, den man an Bord oder bei lokalen Anbietern buchen kann. Der Fahrer fährt die Sehenswürdigkeiten direkt an und kümmert sich um einen Parkplatz für den Wagen. Der Guide zeigt einem die Sehenswürdigkeiten und organisiert den Treffpunkt mit dem Fahrer. Manchmal überquert man den Fluss mit einem Boot und trifft den Fahrer auf der anderen Seite wieder. Wenn man an einem Tag einige wichtige Tempel und den Königspalast sehen möchte, ist das unserer Meinung nach der beste Weg.

Landausflüge in Bangkok buchen

Es ist nicht jedermanns Sache, sich in einer fremden Stadt wie Bangkok auf eigene Faust durchzuschlagen. Bequemer sind da geführte Landausflüge. Da ist der Transport organisiert und Stadtführer führen ja nicht nur, sie erklären auch das Gesehene. Entsprechende Angebote findet man an Bord oder bei lokalen Veranstaltern. Bangkok ist einer der meistbesuchten Städte der Welt. Da ist das Angebot entsprechend groß.

An Bord jedes Kreuzfahrtschiffes werden zahlreiche organisierte Landausflüge in Bangkok angeboten. Beispielhaft hier das Landausflugsprogramm der beliebten Reederei AIDA Cruises. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen. Angebote lokaler Tourguides kann man bequem und sicher bei Buchungsplattformen wie Rent-a-Guide*, Viator* oder GetYourGuide (s oben) vergleichen und buchen. Deutschsprachige Landausflüge von Meine Landausflüge gibt es am Ende dieser Seite. Hier ist ein Ausflugs-Verspätungsschutz der ERV Reiseversicherung im Preis der Landausflüge enthalten. Geführte Fahrradtouren gibt es bei Baja Bikes*.

Highlights für Landausflüge in Bangkok

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der riesige Königspalast und die vielen Tempel und Pagoden. Mit einem riesigen Aufwand an Material (insbesondere Blattgold) werden die Buddha-Statuen gepflegt und in Ordnung gehalten. Manche Sehenswürdigkeiten liegen an den Ufern des breiten Flusses Chao Phraya, den man mit Fähren überqueren kann. Eine Bootsfahrt ist immer ein schönes Erlebnis, so auch in Bangkok. Landausflüge in Bangkok sind anstrengend. Wegen des Klimas und auch wegen der langen An- und Abreise zum Schiff.

Bangkok Königspalast
Bangkok Königspalast – Bild: Tegeler

Der Königspalast

Der Grand Palace (Königspalast) und Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragdbuddhas auf dem Gelände des Palastes) sind ein Muss für jeden Besucher Bangkoks. Auch wenn die Königsfamilie seit vielen Jahren nicht mehr im Königspalast residiert. Palast und Tempel liegen hinter hohen weißen Mauern in dem alten königlichen Bezirk der Stadt. Der Wat Phra Kaeo ist der bedeutendste Tempel Thailands und gilt als einer der schönsten buddhistischen Sakralbauten weltweit. Der nur 75 Zentimeter hohe Smaragdbuddha ist das Nationalheiligtum Thailands. Die Statue ist in Wirklichkeit aus Jade und wurde im 15. Jahrhundert im Norden des Landes entdeckt. Der König persönlich legt dem Smaragdbuddha dreimal jährlich eine neue Robe an. Der Königspalast ist eine Mischung auf traditionellen und viktorianischen Stilelementen. Eine Besichtigung setzt ordentliche Kleidung voraus. Ärmellose Bluse, kurze Hosen oder offene Sandalen werden nicht gerne gesehen. Nicht ganz leicht im heißen und schwülen Bangkok.

Weitere wichtige Tempel

In Bangkok gibt es mehr als 400 buddhistische Tempel. Zu den wichtigsten Heiligtümern außerhalb der Palastmauern zählt Wat Pho mit der 46 Meter langen Statue eines liegenden Buddha und der Tempel der Morgenröte Wat Arun mit dem 79 Meter hohen und reich verzierten Turm. Wat Arun ist das Wahrzeichen Bangkoks. Über steile Treppen erreicht man die Aussichtsplattformen und genießt einen traumhaften Blick über die ganze Stadt. Wir haben noch Wat Traimit besucht, den Tempel des goldenen Buddha. Der 700 Jahre alte Buddha wurde aus Gold gefertigt, was aus Sicherheitsgründen lange durch einen Gipsmantel verschleiert wurde. Nach dem Besuch des Wat Traimit bietet sich ein kleiner Rundgang in der China Town Bangkoks an, die direkt nebenan liegt.

Der goldene Buddha im Wat Traimit
Der goldene Buddha im Wat Traimit – Bild: Tegeler

Khao San Road

In den 1980er-Jahren war das Viertel Banglamphu nördlich des königlichen Bezirks ein Geheimtipp bei Rucksacktouristen. An der berühmten Khao San Road stehen Cafés, Souvenirläden, Restaurants, Gästehäuser und Hotels dicht an dicht. Hier ist man auch heute noch voll auf Traveller eingerichtet. Abends verwandelt sich die Flaniermeile in ein Lichtermeer aus grellbunten Neonreklamen. Dann ist die Khao San Road Einkaufsstraße und Fressmeile zugleich. Wer ein Hotelzimmer in der Nähe gebucht hat, kann am Abend einen Spaziergang über diese Straße machen. Ansonsten, ist die Khao San Road unserer Meinung nach kein besonderes Highlight.

Siam Square

Am Siam Square schlägt das pulsierende Herz des modernen Bangkok, das sich östlich des alten Stadtkerns ausbreitet. Hier findet man riesige Malls, Hochhäuser und auch sonst alle Attribute einer modernen Großstadt. Auf dem Dach einiger Hochhäuser gibt es übrigens spektakuläre Bars. Das Warenangebot am Siam Square ist überwältigend und zieht auch Studenten der nahen Universität an.

Chinatown und Indisches Viertel

Wie überall in Südostasien gibt es auch in Bangkok eine Chinatown und ein Indisches Viertel. In Phahurat befindet sich das Viertel der Inder. In den unzähligen Läden kann man edle Stoffe und farbenfrohe indische Kleidung ansehen und natürlich auch kaufen. Bangkoks Chinatown liegt östlich von Phahurat und zählt zu den lebhaftesten Vierteln der Stadt. Wie in jeder Chinatown gibt es auch hier zahllose Geschäfte und Garküchen. Wer möchte, kann hier die riesigen Jackfrüchte probieren. Bangkoks Chinatown ist aber auch bekannt für die vielen Juwelierläden.

Wat Arun
Wat Arun – Bild: Tegeler

National Museum

Das National Museum lohnt einen Besuch. Auch wenn man wenig Zeit hat. Das größte Museum Südostasiens ist in einem alten Palast untergebracht. Die Ausstellungsstücke spiegeln die lange Geschichte Thailands wieder. Besonders beeindruckend fanden wir das lebensgroße Modell eines Kriegselefanten. Kostenlose Führungen erhöhen den Nutzen des Besuchs.

Jim Thompson House

Auch das Jim Thompson House können wir empfehlen. In einem Komplex aus mehreren traditionellen thailändischen Häusern, die Thompson in Bangkok wieder aufbauen ließ, wird der Nachlass des Unternehmers ausgestellt. Thompson war Architekt und Geheimdienstler und kam nach dem 2. Weltkrieg nach Thailand. Er machte die thailändische Seide weltberühmt. Es gibt in Bangkok auch ein Jim Thompson Outlet.

Bangkoks Kanäle (Khlongs)

Bangkok ist eine Wasserstadt und wurde früher sogar „Venedig des Ostens“ genannt. Viele Kanäle wurden bereits im 19. Jahrhunderts zugeschüttet und durch moderne Straßen ersetzt. Der König wollte das Land und die Hauptstadt modernisieren. Wie es früher überall in Bangkok aussah, kann man in Thonburi am Westufer des Chao Phraya erleben. Hier sind Boote immer noch das Transportmittel Nummer Eins. Ein Bootsausflug führt vorbei an traditionellen Holzhäusern, Tempeln und schwimmenden Märkten vorbei. In Thonburi befindet sich auch – direkt am Noi Canal – das Königliche Barkenmuseum.

Wat Phra Si Sanphet in Ayutthaya
Wat Phra Si Sanphet in Ayutthaya – Bild: Tegeler

Weltkulturerbe Ayutthaya

Etwa 80 Kilometer nördlich der heutigen thailändischen Hauptstadt liegt eine ihrer Vorgängerinnen. Ayutthaya war bis zur Zerstörung durch eine burmesische Armee im Jahre 1767 die Hauptstadt des gleichnamigen siamesischen Königreichs. In der sehr beeindruckenden Ruinenstadt kann man heute Tempel und Paläste besichtigen. Besonders beeindruckend ist der ehemalige königliche Tempel Wat Phra Si Sanphet mit den drei markanten Chedi. In Ayutthaya kann man problemlos einen Tag verbringen.

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