Chania auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Chania auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Chania ist mit ca. 55.000 Einwohnern die Metropole Westkretas und nach Heraklion die zweitgrößte Stadt der Insel. Das Herzstück der Stadt ist der alte venezianische Hafen mit einem Leuchtturm und alten Werftgebäuden. Die verwinkelten Gassen erinnern an eine Mischung aus Italien und Orient. Hier kann man herrlich bummeln und nachempfinden, warum Chania als eine der schönsten Städte Griechenlands gilt. Außerhalb der Stadtmauern locken wunderschöne Strände und beeindruckende Schluchten viele Landausflügler an. Chania ist ein Topziel für Landausflüge im Mittelmeer. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Chania Tourism Bureaus. Letzte Aktualisierung: März 2026

Landausflüge in Souda (Chania) auf eigene Faust
Blick über den alten venezianischen Hafen auf die Altstadt von Chania – Bild: Julian Hacker auf Pixabay
Weitere Hafenportraits für Landausflüge im Mittelmeer auf eigene Faust: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Korfu, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Tanger, Valencia, Valletta (Malta)

Kreuzfahrthafen Souda (Chania): Wo legen die Schiffe an?

Das Souda (Chania) Cruise Terminal auf Kreta gilt als etablierter Kreuzfahrthafen im östlichen Mittelmeer. Die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die hier festmachen, ist in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen. Der Hafen von Souda hat sich als das Kreuzfahrttor zu ganz Westkreta etabliert.

Cunards Queen Elisabeth in Souda
Cunards Queen Elisabeth in Souda – Bild: Albrecht Fietz auf Pixabay

Das Souda (Chania) Cruise Terminal liegt etwa 7 km östlich von Chania und bietet eine gut ausgestattete Infrastruktur für Kreuzfahrtpassagiere. Es gibt einen Liegeplatz, an dem auch große Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von mehr als 300 Metern festmachen können. Drei weitere Liegeplätze eignen sich für mittelgroße Kreuzfahrtschiffe, werden aber auch von Fähren genutzt. Kleine Kreuzfahrtschiffe ankern auch vor der Küste von Chania und bringen die Landausflügler mit Tendern direkt zum alten venezianischen Hafen der Stadt. In diesem Fall kann man direkt in die Stadt hineinlaufen.

Neue Investitionen sind geplant. Diese umfassen den Bau eines modernen Souda Port Passenger Terminal und eine Liegeplatzverlängerung um weitere 160 Meter. Das neue Terminal wird sowohl Kreuzfahrtschiffe als auch Küstenlinien bedienen und das Industriehafenambiente deutlich aufwerten. Vorgesehen sind unter anderem Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomieangebote sowie neue Bus- und Pkw-Parkmöglichkeiten.

Landausflüge Chania buchen

Für den Tag in Souda (Chania) werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Chania findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Chania auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Chania auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Chania:

  • Alter venezianischer Hafen von Chania: 7,1 km
  • Halbinsel Akrotiri: 15,8 km
  • Samaria-Schlucht: 43,6 km
  • Imbros-Schlucht: 46,4 km
  • Falasarna Beach: 57,1 km
  • Rethimnon: 58,2 km
  • Balos Lagoon: 58,7 km
  • Kloster Arkadi: 73,9 km
  • Elafonissi Beach: 78,4 km
  • Arolithos: 125 km
  • Knossos Palace: 133 km
Karte des Souda Cruise Terminals
Karte des Souda Cruise Terminals – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Souda Cruise Terminals: 1. Cruise Terminal (mit Taxistand und Haltestelle des Shuttlebusses), 2. Mietwagen, 3. Moronis Reserve and Souda Bay (Vogelbeobachtung), 4. Strand mit guten Restaurants

Chania zu Fuß entdecken

Vom Kreuzfahrtschiff läuft man gut 2,3 km zum recht schönen Souda Bay Beach. Dabei passiert man das Moronis Reserve and Souda Bay, eine Flussmündung, an der man viele Vögel beobachten kann.

Die 7 km entfernte historische Altstadt von Chania und den alten venezianischen Hafen kann man sehr gut zu Fuß erkunden. Die Busse vom Souda Cruise Terminal halten am Old Chania Market. Von hier geht man ca. 600 Meter bis zum alten venezianischen Hafen.

Shuttlebusse nach Chania

Manche Reedereien bieten ihren Gästen kostenpflichtige Shuttlebusse nach Chania an. Informationen dazu bekommt man an Bord. Bei Royal Caribbean kostete das Ticket zuletzt 6 US-Dollar. Die Altstadt von Chania ist ca. 7 km vom Hafen in Souda entfernt.

Viele Reedereien verzichten auf einen eigenen Shuttlebus, da es immer einen günstigen Shuttlebus des Hafens (City Bus) gibt, der in kurzen Abständen nach Chania fährt. Die Tickets kauft man direkt am Hafen (große Schilder weisen den Weg) und der Fahrpreis liegt bei 1,80 Euro pro Strecke. Der Bus hält vor dem Old Chania Market.

Taxis, Uber & Co

Einige Taxis warten in der Regel am Hafen auf Kundschaft und es gibt einen leicht erkennbaren Taxistand. Die Fahrpreise werden auf einem großen Schild veröffentlicht. Die Fahrt zum Old Port in Chania kostet ca. 15 Euro. Man kann auch aus diversen Taxitouren wählen. Eine achtstündige Tour nach Heraklion (Knossos und archäologisches Museum) kostet 240 Euro. Die fünfstündige Tour zum Falasarna Beach kostet 150 Euro und der siebenstündige Trip zum Elafonissi Beach schlägt mit 210 Euro zu Buche. Die Fahrer müssen seit 2024 für Kreditkartenzahlungen eingerichtet sein. Aber Bargeld wird bevorzugt. Auf Kreta gibt es aktuell kein Uber.

Celebrity Reflection in Souda
Celebrity Reflection in Souda – Bild: MedCruise

Mietwagen in Chania: Westkreta unabhängig entdecken

Unweit des Hafens gibt es rund um den Platz El. Venizelos einige lokale und internationale Autovermieter. Das Büro von Avis befindet sich in der Ethnarchou Venizelou 41 und ist nur 650 Meter vom Kreuzfahrtschiff entfernt. Mit einem Mietwagen könnte man viele Ziele und Strände im Umland auf eigene Faust erreichen.

Highlights für Landausflüge in Chania auf eigene Faust

Der Westen Kretas bietet viele schöne Ziele für erlebnisreiche Landausflüge. Die wunderschöne venezianische Altstadt von Chania erstreckt sich rund um den alten Hafen und zieht viele Kreuzfahrtfahrer an. Man kann durch die Straßen gehen, den Hafen anschauen oder die Küche Kretas probieren. Wer gern wandert, sollte die Samaria-Schlucht besuchen. Man braucht dafür gute Schuhe und eine gewisse Fitness. Am Stadtrand von Heraklion liegt der berühmte minoische Palast von Knossos. Die Ausgrabungsstätte und das Archäologische Museum sind weltberühmt. Leider ist Heraklion bereits 2 Busstunden vom Hafen entfernt. Auf Kreta gibt es natürlich auch viele schöne Strände. Hier hat man die Qual der Wahl. Taxis bieten Fahrten zum Falasarna Beach und zum wunderschönen Elafonissi Beach an. Auch die Balos-Lagune ist wunderschön. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Chania auf eigene Faust.

Souda Chania auf eigene Faust
Karte von Chania für Kreuzfahrer – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte von Chania für Kreuzfahrer: 1. Altstadt, 2. Alter venezianischer Hafen, 3. Venezianische Festung Firka, 4. Leuchtturm von Chania, 5. Sabbionara Bastion, 6. Agios Nikolaos Redan (schöner Blick), 7. Old Chania Market, 8. Nea Chora Beach, 9. Archaeological Museum of Chania

Sehenswürdigkeiten in Chania

In Chania findet man wunderschöne venezianische Bauten. Der alte venezianische Hafen bildet das Zentrum. Am Ufer spiegeln sich farbenfrohe Häuser im Wasser. Landausflügler bummeln am Wasser entlang und schauen sich den Leuchtturm an, der für die Stadt wichtig ist. Er steht am Ende der Mole und man hat eine tolle Sicht. Die Altstadt hat viele kleine Gassen. Dort gibt es kleine Geschäfte, Restaurants sowie Cafés. In der Markthalle, einem großen Gebäude, bekommt man regionale Produkte. Das Archäologische Museum zeigt Fundstücke aus der Gegend. So sieht man die lange Geschichte von Kreta. Es ist einfach, sich in diesen Ort zu verlieben. Chania ist ein Highlight für Landausflüge in Chania auf eigene Faust.

Historische Altstadt von Chania

Die Altstadt von Chania gleicht einem Irrgarten. Schmale Gassen winden sich um den venezianischen Hafen, und bunt bemalte Häuser stehen an den Wegen. Die Atmosphäre dort ist lebhaft und einladend. Die Architektur zeigt einen Mix aus venezianischen, osmanischen und kretischen Einflüssen. Schöne Gebäude stehen neben einfachen Häusern, und Moscheen sowie Kirchen prägen das Bild der Stadt. Ein Gang durch die Altstadt führt zu versteckten Plätzen sowie malerischen Innenhöfen. Überall gibt es etwas Neues zu finden, und Läden verkaufen lokale Produkte. Am Abend wird die Altstadt zu einem romantischen Ort. Laternen leuchten in den Gassen, dazu erklingt Musik aus den Tavernen. Die Luft duftet nach kretischem Essen.

Malerisches Chania auf eigene Faust erkunden
Malerisches Chania – Bild: Albrecht Fietz auf Pixabay

Venezianischer Hafen

Der alte venezianische Hafen in Chania ist sehr malerisch. Bunte Häuser stehen am Ufer und ihre Farben spiegeln sich im ruhigen Wasser. Im Hafenbecken bewegen sich Fischerboote leicht auf und ab. Es lohnt sich, an der Uferpromenade entlangzugehen. Alte Speicher wurden umgebaut zu Restaurants, Cafés, Galerien oder Museen. Die Geschichte des Hafens reicht weit zurück. Im 14. Jahrhundert bauten ihn die Venezianer. Besucher freuen sich über den Blick auf den venezianischen Leuchtturm. Er entstand im 16. Jahrhundert und ist ein Wahrzeichen der Stadt.

Firka Fortress

Am westlichen Ende des Hafens von Chania steht die venezianische Festung Firka. Ihre Geschichte beginnt im 17. Jahrhundert. Venezianische Baumeister bauten die Festung, um den Hafeneingang zu bewachen und Angriffe abzuwehren. Später nutzten osmanische Herrscher die Festung, bauten sie weiter aus und verstärkten sie. Ihre strategische Bedeutung blieb. Im Jahr 1913 wurde hier die griechische Flagge gehisst. Das war ein Zeichen für die Vereinigung Kretas mit Griechenland. Heute ist Firka ein Marinemuseum. Ausstellungen zeigen die maritime Geschichte Kretas. Der Blick von der Festung auf das Meer sowie die Stadt ist großartig. Daher ist Firka ein beliebtes Ziel für den Tag in Chania auf eigene Faust.

Historischer Leuchtturm

Der Leuchtturm von Chania steht am Ende der Mole im venezianischen Hafen von Chania. Er gilt heute als das Wahrzeichen der Stadt. Seine Geschichte begann im 16. Jahrhundert, als die Venezianer mit dem Bau begannen. Nachdem Ägypten Kreta besetzt hatte, bauten sie den Leuchtturm im Jahr 1839 fertig. Dabei bekam er sein aktuelles Aussehen. Das Äußere besteht aus einem achteckigen Sockel, einem sechseckigen Mittelteil sowie einem runden Turm. Diese Kombination macht ihn besonders elegant. Mit seinen 21 Metern Höhe bietet der Leuchtturm eine tolle Aussicht. Früher half er Schiffen bei der Navigation, aber heute ist er vor allem ein Anziehungspunkt für Landausflüge in Chania. Viele Besucher spazieren gern die Mole entlang, um den Leuchtturm anzusehen und zu fotografieren.

Altstadt von Chania
Karte der Altstadt von Chania – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Altstadt von Chania: 1. Old Market Chania (Shuttlebushaltestelle), 2. Hasan-Pascha-Moschee, 3. Arsenali Veneziani, 4. Sabbionara Bastion, 5. Festung Agios Nikolaos Redan, 6. Leuchtturm, 7. Venezianische Festung Firka, 8. Altstadtviertel Kastelli

Östliche Bastion der Stadtmauer

Die Sabbionara Bastion befindet sich hoch über dem venezianischen Hafen von Chania. Sie gehört zu den alten Befestigungen der Stadt. Im 16. Jahrhundert bauten die Venezianer sie. Außerdem nannten sie die Bastion nach dem venezianischen Ingenieur Sabbionara. Diese große Anlage schützte den Hafen sowie die Stadt vor Angreifern. Ihre starken Mauern und die gut platzierten Kanonen waren eine beeindruckende Abwehr. Heutzutage können Besucher die Reste der Bastion ansehen und eine tolle Aussicht erleben. Ein Aufstieg lohnt sich. Von dort oben schaut man auf den Hafen, das Meer und die Altstadt von Chania.

Agios Nikolaos Redan

Die Festung Agios Nikolaos Redan prägt das Bild des Hafens. Sie entstand im 16. Jahrhundert unter venezianischer Herrschaft, um den Hafen zu schützen. Sie liegt auf der langen Mole, direkt gegenüber der Altstadt. Auf dem Weg zum Leuchtturm kommt man hier vorbei.  Ihre Architektur ist eindrucksvoll. Auf einem kleinen Felseninselchen wurde sie gebaut. Eine Steinbrücke verbindet sie mit dem Land. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf das Meer und die Altstadt. Die Festung ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Fotografen.

Die Hasan-Pascha-Moschee am Venezianischen Hafen von Chania
Die Hasan-Pascha-Moschee am alten Hafen von Chania – Bild: Jan Claus auf Pixabay

Hasan-Pascha-Moschee

Die Hasan-Pascha-Moschee in Chania bestimmt das Aussehen des alten venezianischen Hafens. Dort steht sie seit dem 17. Jahrhundert mit ihrer auffälligen Kuppel. Die Osmanen bauten die Moschee, um den Pascha gleichen Namens zu ehren. Ihre Bauweise verbindet türkische sowie venezianische Stile. Die Kuppel liegt auf vier Bögen. Ein Minarett gab es mal, es fehlt aber heute. Im Laufe der Zeit hatte das Gebäude unterschiedliche Funktionen, zum Beispiel als Lager oder als Touristeninformation. Heutzutage dient es vor allem als Ausstellungsraum. Menschen, die sie besuchen, bestaunen ihre besondere Form und die Geschichte. Die Moschee ist ein wichtiges Denkmal und erinnert an die bewegte Vergangenheit der Stadt.

Venezianische Arsenale

Die Arsenali Veneziani, Venedigs Schiffswerften in Chania, demonstrieren beeindruckend die venezianische Technik. Früher bauten oder reparierten geschäftige Werften dort Schiffe für die venezianische Flotte. Aus einer Reihe steinerner Bogenhallen bestehen die Werften. Diese reihen sich am Hafenbecken entlang aneinander. Ihre dicken Mauern zeigen, wie wichtig der Schiffbau für die Venezianer war. Jede Halle diente als eigene Werkstatt, wo Schiffbauer, Zimmerleute sowie andere Handwerker arbeiteten.  Heutzutage sind die Neoria ein beliebtes Fotomotiv. Sie erinnern an Chanias ruhmreiche Vergangenheit als bedeutender Hafen am Mittelmeer.

Old Chania Market

Die alte Markthalle in Chania ist ein tolles Gebäude am Rand der Altstadt. Sie öffnete 1913 und hat die Gestalt eines Kreuzes. Hier beginnen viele Tage in Chania auf eigene Faust, da der City Bus vom Hafen vor dem Old Chania Market hält. Derzeit wird die Markthalle restauriert und renoviert.

Bummel am alten venezianischen Hafen
Bummel am alten venezianischen Hafen – Bild: andrzej_b auf Pixabay

Archaeological Museum of Chania

Im Stadtteil Chalepa von Chania liegt das Archäologische Museum. Es hat seinen Platz in einem neuen Gebäude gefunden und beherbergt viele Fundstücke aus der Gegend von Chania. Die ausgestellten Stücke zeigen einen langen Zeitraum, nämlich von der Jungsteinzeit bis zur Römerzeit. Besucher finden dort minoische Keramiken, Skulpturen sowie Schmuck. Sowohl römische Mosaike als auch Grabbeigaben sind vorhanden. Auf diese Weise zeigt das Museum, wie sich die Zivilisation im Westen Kretas über Tausende von Jahren entwickelt hat. Einen starken Eindruck hinterlässt die Sammlung minoischer Siegel. Sie gibt einen guten Einblick in das Leben und die Kunst der Minoer. Darüber hinaus beweisen die römischen Statuen den Einfluss Roms auf die Insel.

Die schönsten Ziele im Umland von Chania

Rund um Chania gibt es viele interessante Orte, die man mit dem Auto oder einem Landausflugsbus erreichen kann. Arolithos ist ein traditionelles Dorf auf Kreta, in dem man in die Vergangenheit eintauchen kann. Dort sehen Besucher altes Handwerk und bekommen einen Eindruck vom echten Leben auf der Insel. Ein Ganztagesausflug führt nach Knossos zu den Überresten des minoischen Palastes. Die frühere Hauptstadt der minoischen Kultur beeindruckt mit ihrer Geschichte sowie ihren Bauwerken. Die Lagune von Balos ist ein unvergessliches Erlebnis. Mit türkisblauem Wasser und feinem, weißen Sand ist Balos ein kleines Paradies, das zum Schwimmen einlädt. Für Wanderer ist die Imbros-Schlucht perfekt. Sie bietet eine tolle Naturlandschaft. Das Kloster Arkadi ist ein wichtiger Ort mit viel Geschichte. Es steht für den Widerstand der Kreter gegen die osmanische Herrschaft. Landausflügler lernen hier mehr über die bewegte Vergangenheit Kretas und bestaunen die Bauweise des Klosters. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Chania auf eigene Faust.

Landausflüge in Chania (Souda) und Umgebung
Karte der Landausflugsziele im Umland von Chania – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele im Umland von Chania: 1. Chania, 2. Halbinsel Akrotiri, 3. Imbros-Schlucht, 4. Samaria-Schlucht, 5. Falasarna Beach, 6. Kloster Arkadi, 7. Rethimnon, 8. Balos Lagoon, 9. Elafonissi Strand, 10. Arolithos, 11. Knossos

Halbinsel Akrotiri

Akrotiri, eine Halbinsel nordöstlich von Chania, überrascht mit ihrer Vielfalt. Sie liegt in Hafennähe und ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Chania auf eigene Faust. Sanfte Hügel wechseln mit schroffen Küsten ab. An diesem Ort gibt es den internationalen Flughafen, aber auch wichtige Klöster sowie schöne Strände. Eines dieser Klöster ist Agia Triada, ein Meisterwerk venezianischer Baukunst, das mit seiner beeindruckenden Fassade und dem ruhigen Innenhof gefällt. Ein Stück weiter weg liegt das Gouverneto Kloster, das man über einen hübschen Wanderweg durch eine wilde Landschaft erreicht. Es wirkt, als ob es sich an den Fels krallt. Auch die Strände auf Akrotiri sind vielseitig. Der Stavros Beach wurde durch den Film „Zorba the Greek“ bekannt und lädt zum Ausruhen ein. Als Paradies für Abenteurer gilt Seitan Limania, eine schmale Bucht mit türkisblauem Wasser. Für Familien ist Kalathas Beach mit seinem seichten Wasser sehr gut geeignet. Akrotiri ist ein Ort mit Gegensätzen. Hier erleben Landausflügler ein echtes Stück Kreta fernab vom Massentourismus.

Imbros-Schlucht

Die Imbros-Schlucht auf Kreta bietet eine Wanderung abseits der viel besuchten Samaria-Schlucht. Sie startet in Imbros, einem kleinen Dorf, und endet nach circa acht Kilometern in Komitades. Die Strecke geht meistens abwärts, sodass das Wandern relativ einfach ist. Mal gibt es Schatten, mal scheint die Sonne. An manchen Stellen stehen die Felsen so dicht beieinander, dass man sie fast anfassen könnte. Gerade diese engen Stellen machen die Schlucht besonders. An Pflanzen gibt es Zypressen, Johannisbrotbäume und duftende Kräuter. Gelegentlich sieht man Ziegen an den steilen Hängen fressen. Weil der Boden steinig ist, braucht man gute Schuhe. Die Schlucht ist nicht so voll wie die Samaria-Schlucht, was sie besonders attraktiv macht. In Komitades gibt es ein Restaurant für müde Wanderer nach der Tour.

Samaria-Schlucht
Samaria-Schlucht – Bild: Alain Lennuyeux auf Pixabay

Samaria-Schlucht

Die Samaria-Schlucht ist eine der längsten und schönsten Schluchten in Europa. Sie ist ungefähr 16 Kilometer lang. Wer hier wandert, erlebt eine unglaublich schöne Natur. Oft geht es auf dem Weg über ein trockenes Flussbett. Sehr hohe Felswände erheben sich steil nach oben. Die engste Stelle heißt „Eiserne Tore“. Dort ist die Schlucht nur wenige Meter breit. Dort sieht es so aus, als ob die Felsen fast zusammenfallen. Eine Wanderung startet meistens im Bergdorf Omalos, das etwa 1250 Meter hoch liegt. Sie endet im Küstenort Agia Roumeli. Auf dem Weg sehen Wanderer viele verschiedene Pflanzen und Tiere. Vielleicht entdecken sie sogar die kretische Wildziege, eine Kri-Kri. Der Abstieg strengt an, vor allem die Knie. Deswegen sind feste Schuhe sehr wichtig. Unten an der Schlucht liegt das Libysche Meer. Es ist eine schöne Abkühlung nach der langen Wanderung.

Kloster Arkadi

In der rauen Landschaft Kretas, nahe Rethymno, liegt das Kloster Arkadi. Das Kloster ist ein Ort mit großer Bedeutung für das ganze Land. Die Bauart des Klosters mischt venezianische mit kretischen Einflüssen. Im Zentrum steht die Kirche mit zwei Schiffen und einer schönen Vorderseite. Sie zeigt, wie reich und bedeutend das Kloster früher war. Um den Hof herum liegen die Zimmer der Mönche, der Speisesaal und andere Gebäude.

Im November 1866 flohen viele Frauen, Kinder sowie Soldaten vor den osmanischen Soldaten hierher. Nach einigen Tagen, in denen sie angegriffen wurden, zündeten die Menschen im Kloster das Lager mit dem Schießpulver an. Sie wollten lieber sterben, als gefangen genommen zu werden. Durch diese Tragödie wurde Arkadi zum Zeichen für den Widerstand der Kreter gegen die Herrschaft der Osmanen. Heutzutage ist Arkadi ein wichtiger Ort für das Land und ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Chania auf eigene Faust.

Rethymno

Rethymno liegt an Kretas Nordküste und verbindet venezianische Schönheit mit kretischem Alltag. Über der Stadt steht die Festung Fortezza, die einen tollen Blick aufs blaue Meer eröffnet. Durch die Altstadt ziehen sich schmale Gassen. In kleinen Läden gibt es regionale Produkte wie Olivenöl, Honig oder Keramik. Zudem laden Tavernen mit klassischen Speisen ein, während Bougainvillea an den Häusern wächst. Am venezianischen Hafen herrscht viel Betrieb. Fischerboote bewegen sich im Wasser, während Cafés am Ufer stehen. Auch lädt die lange Strandpromenade zum Flanieren ein, um die Sonne zu genießen. Rethymno ist die drittgrößte Stadt Kretas und ein schönes Landausflugsziel.

Balos-Lagune

Im Nordwesten Kretas liegt die Balos-Lagune. Sie bezaubert mit ihrem türkisfarbenen, flachen Wasser. Feiner, weißer Sand bedeckt den Strand, manchmal schimmert er rosa. Das warme Wasser lädt zum Baden ein. Die Anreise dorthin ist ein kleines Abenteuer. Mit dem Boot geht es von Kissamos aus. Eine holprige Schotterstraße ist eine andere Option. Für die Mühen entschädigt der Blick von oben, denn die Lagune breitet sich in ihrer ganzen Schönheit aus. Verschiedene Blautöne mischen sich in der Lagune. Kleine Inseln ragen aus dem Wasser, ebenso Felsen. Diese bieten Vögeln Schutz. Balos ist ein Paradies für Naturliebhaber. Besonders in der Hauptsaison besuchen viele Menschen den Ort. Trotz des großen Interesses bleibt Balos reizvoll. Wer einen guten Platz haben möchte, sollte früh da sein. Ein Landausflug zur Balos-Lagune ist ein unvergessliches Erlebnis.

Elafonissi Beach

Der Elafonissi Beach, ein Juwel im Südwesten Kretas, hat einen außergewöhnlichen Charme, der viele Landausflügler bezaubert. Er ist berühmt wegen seines feinen, rosafarbenen Sands, der durch zermahlene Muscheln entsteht, und das Wasser schimmert in Türkis- sowie Blautönen. Besonders für Familien mit Kindern ist Elafonissi attraktiv durch seine flache Lagune. Weit ins Meer hinein lässt es sich waten, zudem laden kleine Inseln zum Erkunden ein. Die Gegend steht unter Naturschutz. Hier gedeihen Strandlilien und andere seltene Pflanzen, zudem formt der Wind die Dünen. Besonders in der Hochsaison ist Elafonissi gut besucht, aber man findet immer einen Platz, um die Schönheit der Natur zu genießen. Es gibt Liegen sowie Sonnenschirme, lokale Spezialitäten bieten kleine Tavernen an. Dieser Strand ist bei beliebtes Ziel für den Tag in Chania auf eigene Faust. Lokale Taxifahrer bieten einen Strandtransfer mit Aufenthalt an (s. oben).

Landausflüge in Souda (Chania) zur Balos Lagoon
Balos Lagoon – Bild: MedCruise

Arolithos

Arolithos ist ein typisches Dorf auf Kreta. Es liegt malerisch an einem Berg nahe Heraklion. Es gibt einen echten Eindruck vom Landleben auf Kreta. Naturstein, Holzbalkone sowie Höfe mit Blumen bestimmen das Aussehen der Häuser. Viele alte Häuser wurden renoviert und dienen nun als Unterkunft für Touristen. Im Ortskern befindet sich ein kleines Museum. Dieses zeigt traditionelle Handwerkskunst sowie Geräte für die Landwirtschaft. Eine weitere Attraktion ist die Dorfkirche. Sie überzeugt mit einfacher Schönheit und kunstvollen Bildern. In den Tavernen und Gaststätten von Arolithos gibt es regionale Gerichte. Pfade laden zu Touren in die Berge um das Dorf ein. Die Sicht ist einmalig. Arolithos bietet eine Pause vom stressigen Alltag. Dort erleben Besucher die Gastfreundschaft von Kreta und tauchen in das traditionelle Leben ein. Es ist ein schöner, friedlicher Ort.

Palast von Knossos

Der Palast von Knossos, die wichtigste archäologische Stätte der minoischen Zivilisation, liegt nahe Heraklion auf Kreta. Bei Ausgrabungen kam ein Palast zum Vorschein, der die Fantasie anregt. Irrgartenartige Gänge schlängeln sich um Innenhöfe herum. An den Wänden sind Fresken zu sehen. Sie zeigen Stierspringer, Prozessionen und Pflanzen. Die Abbildungen zeigen eine entwickelte Kultur. Handwerker stellten Keramiken, Schmuck oder Skulpturen her. Bisher konnte die minoische Schrift Linear A nicht entziffert werden. Anfang des 20. Jahrhunderts baute Arthur Evans den Palast teilweise wieder auf. Seine Deutungen sind nicht unumstritten. Viele Leute sehen in seinen Rekonstruktionen eine Veränderung der Wirklichkeit. Vermutlich war Knossos ein religiöses und politisches Zentrum. Es hatte die Kontrolle über große Teile von Kreta. Zudem beherrschte die minoische Flotte den östlichen Teil des Mittelmeers.

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