Madeira auf eigene Faust

Madeira auf eigene Faust

Gebirgige Blumeninsel Madeira

Die portugiesische Blumeninsel Madeira ist ein Höhepunkt jeder Kanaren Kreuzfahrt. Ein besonderes Highlight ist das berühmte Silvester Feuerwerk in der Hauptstadt Funchal. In der Silvesternacht liegen immer zahlreiche Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Madeira liegt etwa 500 Kilometer nördlich von Teneriffa und 950 Kilometer südwestlich von Lissabon entfernt mitten im Atlantik. Die sehr bergige Insel ist ein Paradies für Naturfreunde. An fast jedem noch so steilen Hang wurden Terrassenfelder angelegt. Sie werden über ein mehrere Tausend Kilometer umfassendes Netz von künstlichen Kanälen, den Levadas, mit Wasser versorgt. Diese können auch als Wanderwege genutzt werden. Die schöne Inselhauptstadt Funchal bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Besonders beliebt ist eine Fahrt mit der Seilbahn nach Monte mit dem Monte Palace Tropical Garden. Hinunter geht es dann mit einem Korbschlitten. Hier finden Sie Informationen für Ihren Landausflug auf Madeira auf eigene Faust. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Direção Regional do Turismo. Geprüfte Landausflüge lokaler Anbieter können Sie z.B. bei Viator buchen.

Transport in Madeira auf eigene Faust

Blick auf den Hafen von Funchal

Blick auf den Hafen von Funchal

Kreuzfahrten machen im Hafen von Funchal fest. Der Lange Pier liegt parallel zur Stadt.

Wer keinen organisierten Landausflug gebucht hat, kann Funchal auf eigene Faust gut zu Fuß erkunden. Bis ins historische Zentrum läuft man ca. 1.5 Kilometer. Etwas weiter (ca. 2,5 Kilometer) geht man bis zur zu der beliebten Markthalle Mercado dos Lavradores oder zur Seilbahn nach Monte. Die Talstation der Seilbahn sieht man bereits vom Schiff. Die Fahrt hinauf nach Monte bietet spekatukuläre Ausblicke. In Monte angekommen, bietet sich ein Rundgang durch den Monte Palaca Tropical Garden sowie eine Besichtigung der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte an, bevor man mit den berühmten Korbschlitten wieder zu Tal gleitet. Eine zweite Seilbahn nach Monte startet übrigens im Botanischen Garten von Funchal etwas außerhalb. Auch das berühmte Reid’s Palace Hotel kann man gut zu Fuß erreichen. Für den Afternoon Tea benötigen Sie eine Reservierung. Und angemessene Kleidung. Informationen findet man auf der Webseite des Hotels.

Madeira Cable Car nach Monte

Mit dem Madeira Cable Car nach Monte

Wer nicht gut zu Fuß ist oder einfach ungern läuft, könnte im Bereich des Hafens (bei der Marina) die roten Busse der Firma City-Sightseeing besteigen. Das moderne Hop-On Hop-Off Konzept hat sich auch in Funchal durchgesetzt. Die oben offenen Busse fahren auf einem 90-minütigen Rundkurs durch Funchal und die nähere Umgebung. Wie gewohnt kann man unterwegs an zahlreichen Haltepunkten aussteigen und mit einem der nächsten Busse weiterfahren. Alle 30 Minuten kommte ein Bus. Während der Fahrt gibt es über Kopfhöhrer Informationen auch in deutscher Sprache.

Für Fahrten über die Insel sind Mietwagen und Taxen ideale Verkehrsmittel für alle, die Madeira auf eigene Faust erkunden möchten. Zahlreiche Taxen bieten im Bereich des Hafens Rundfahrten zum Beispiel nach Camara de Lobos an. Es gibt sogar vereinzelt deutschsprachige Fahrer. Manche haben sogar Webseiten und können vorab gebucht werden. Ein Beispiel ist der Service von Manuel Franco de Freitas (madeira-manuel.com).

Tipps für Ihren Landausflug auf Madeira

Café do Teatro Esplanade

Café do Teatro Esplanade

Das Wanderparadies im ewigen Frühling ist sehr gebirgig. Wenn das Kreuzfahrtschiff im Hafen der Stadt Funchal angelegt hat, genießen Sie bereits von Deck (oder Balkon) aus einen herrlichen Blick über Funchal bis hinauf nach Monte. Das Zentrum der Inselmetropole kann man vom Hafen aus bequem zu Fuß erreichen. Ausgangspunkt für eine Besichtigung ist die breite und viel befahrene Uferpromenade Avenida do Mar mit ihren Kais, an denen Segelyachten aus aller Herren Länder festmachen. Funchal hat sich mit Leib und Seele dem Tourismus verschrieben. Viele Weinstuben und Bars laden zur Probe des berühmten Madeiraweines ein. Sehenswert ist die Kathedrale Se, die als erste Kathedrale in den überseeischen Besitzungen Portugals geweiht wurde. Der Platz um die Kathedrale und die von hier zum Meer führende Fußgängerzone sind gesäumt von Cafes und Restaurants. Im Schatten des Kirchturms haben die Blumenfrauen ihren festen Marktplatz.

Mercado dos Lavradores

Mercado dos Lavradores

Die Markthalle Mercado dos Lavradores ist ebenfalls einen Besuch wert. Herzstück des Mercado ist der arkadengesäumte Innenhof mit Obst- und Blumenständen. Treppen führen hinauf in die überdachte Etage, wo Händler mit exotischen Früchten, mit Gemüse, Wein, Honig und anderen Köstlichkeiten um Kunden werben. Die Fischverkäufer residieren in einer eigenen großen Halle, in der sie u. a. riesige Thun- sowie Degenfische vor den Augen eines zahlreichen Publikums küchenfertig herrichten. Vor allem am Vormittag herrscht auf dem Mercado dichtes Gedränge.

Ganz der Nähe des Mercado befindet sich die Talstation der Seilbahn nach Monte. Der Ort hoch über Funchal war früher das Ziel der Sommerfrische des europäischen Adels. Hier, im halbwilden Jardim do Monte Palace, taucht man in wahre Blütenträume ein. In Monte liegt auch der Startpunkt für die berühmten Korbschlittenfahrten. Hölzerne Schienen führen die Korbschlitten die steilen Gassen hinunter. Die größte Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte. Im Seitenschiff befindet sich der Sarg des letzten Kaisers von Österreich.

Monte Palace Tropical Garden

Monte Palace Tropical Garden

Es gibt in Funchal insgesamt drei Botanische Gärten. Den Jardim do Monte Palace in Monte haben wir bereits erwähnt. Der Jardim Botanico da Madeira liegt nordöstlich von Funchal in etwa 300 m Höhe an einem sanft abfallenden Hang. Eingerichtet wurde er von der Stadtverwaltung auf dem Gelände der einstigen Quinta der Hoteliersfamilie Reid. In dem Herrenhaus ist heute ein Naturkundliches Museum untergebracht. Von der Quinta aus folgt man den hübsch angelegten Wegen in die verschiedenen themenbezogenen Areale des Gartens. Gleich zu Beginn kann man die einheimische Flora Madeiras bewundern. Im Garten gibt es ebenfalls eine Seilbahn nach Monte. Der dritte Botanische Garten ist Blandy’s Garden. Der Garten wurde auf einem Areal angelegt, das die Familie Blandy 1885 gekauft hatte. Heute steht ein Teil von Blandy’s Garden Besuchern offen, die Gärten um die immer noch bewohnte Quinta sind allerdings gesperrt und das Areal um das Hotel dessen Gästen vorbehalten.

Cabo Girão

Cabo Girão

Viele Landausflüge führen zu der höchsten Steilklippe Europas (Cabo Girao) und zu dem Fischerort malerischen Fischerort Câmara de Lobos, rund fünf Kilometer westlich von Funchal. Câmara de Lobos wurde durch Winston Churchill bekannt, der den Ort malte. Auf dem hübschen, fast runden Largo Republica laden mehrere Restaurants und Cafes zum Schlemmen ein – hier dreht sich alles um Fisch, der fangfrisch in den Vitrinen der Restaurants präsentiert wird. Eine schmale Treppe führt vom Platz die Felsen hinunter zu einem schmalen Kiesstrand, an dem die Jugend des Ortes die Sommerwochenenden verbringt. Oberhalb erstreckt sich die Schwestersiedlung Estreito de Câmara de Lobos, das führende Anbaugebiet für den Madeirawein. Von Estreito auf der Hauptstraße nach Westen in Richtung Ribeira Brava zweigt nach etwa 4 km eine Stichstraße zum Aussichtspunkt auf dem Cabo Girao ab. 580 m hoch ragt die steile Klippe aus dem Meer, sie gilt als die höchste Europas. Von der Aussichtsplattform blickt man hinunter auf einen schmalen Kiesstrand, zu dem ein Panoramaaufzug hinunterführt. Neu ist der so genannte Skywalk, eine begehbare Glas-Plattform für Mutige.

Levadawanderung

Levadawanderung

Wer auf Madeira wandert, weiß die teils gemauerten, teils in den Fels gesprengten Bewässerungskanäle, die Levadas, als zuverlässige Wegmarken zu schätzen. Die an ihnen entlang laufenden Pfade, von den Arbeitern während der Kanalinstandsetzung genutzt, sind zugleich interessante Wanderwege. Unter welchen Mühen und Gefahren die Kanäle gebaut wurden, die das Wasser von den Quellen an den Nordhängen durch das Gebirge nach Süden leiteten, kann man nachempfinden, wenn man beim Wandern an Levadas entlang balanciert, die wie steinerne Rinnen an senkrechten Felswänden verlaufen oder sich durch Tunnels zwängen. Das Levada-Netz hat heute eine Länge von 2.150km. Auf dem Teilstück zwischen Blandy’s Garden und Monte begleitet sie einer der reizvollsten leichten Wanderwege Madeiras.

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