Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Piräus auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Piräus ist die Hafenstadt von Athen und einer der wichtigsten Passagierhäfen Europas. Die Stadt ist heute mit dem ca. 10 km entfernten Athen zusammengewachsen und deshalb ein Topziel für Landausflüge im Mittelmeer. In Athen begannen vor rund 2.500 Jahren viele Entwicklungen, die Europa bis heute prägen. Steinernes Symbol dieser großen Geschichte ist natürlich die weltberühmte Akropolis. Die griechische Hauptstadt hat aber mehr zu bieten als den berühmten Burgberg mitten in Athen. Die Altstadt Plaka zum Beispiel oder den Syntagma-Platz. Dazu einige weltbekannte Museen, in denen man Kunstschätze aus allen Epochen der griechischen Geschichte besichtigen kann. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite This is Athens. Letzte Aktualisierung: Februar 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge im Mittelmeer auf eigene Faust: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Korfu, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Tanger, Valencia, Valletta (Malta)
Wo macht mein Kreuzfahrtschiff in Piräus fest?
Der Kreuzfahrthafen in Piräus ist der größte Passagierhafen in Griechenland. Er liegt in der Nähe von Athen und dient als wichtiger Anlaufpunkt für Kreuzfahrten im Mittelmeer. Insgesamt gibt es drei Terminals für Kreuzfahrtschiffe mit bis zu elf Anlegestellen. Der Hafen hat moderne Einrichtungen für diese Schiffe und bietet viele Services für Landausflügler. Zum Beispiel gibt es Anlegestellen für große Schiffe, Geschäfte, Restaurants sowie gute Verbindungen zu Bussen wie Taxis.

Terminal A Miaoulis: Terminal A, oft Miaoulis genannt, ist das älteste und historisch wichtigste Kreuzfahrtterminal in Piräus. Es liegt am Hafenbecken Agios Dionysios. Hier werden vor allem kleinere bis mittelgroße Kreuzfahrtschiffe abgefertigt. Der Terminal hat grundlegende Einrichtungen, beispielsweise für Gepäck, Wartezonen und Informationen für Touristen. Weil es in der Nähe der Stadt Piräus liegt, gelangt man schnell zu Läden, Gaststätten sowie Bussen oder Bahnen.
Terminal B Themistocles: Terminal B, oder Themistocles, ist ein neueres Terminal mit besserer Ausstattung. Es ist größer als Terminal A. Westlich von Terminal A gelegen, ist es für sehr große Kreuzfahrtschiffe gedacht. Passagiere profitieren von zollfreien Läden, Imbissen und einem guten Transportangebot.
Terminal C Alkimos: Terminal C, auch Alcimos genannt, ist das neueste und modernste Kreuzfahrtterminal in Piräus. Am westlichen Ende des Hafens gelegen, bietet es mehr Platz als die anderen Terminals. Große Kreuzfahrtschiffe werden hier abgefertigt. Es gibt topaktuelle Einrichtungen, beispielsweise große Bereiche für Passagiere, bessere Gepäcksysteme und Lounges für VIPs.
Von Piräus aus haben Passagiere direkten Zugang zu Athen und seinen berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Akropolis, der Altstadt Plaka und dem Syntagma-Platz. Der Hafen ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Kreuzfahrten zu weiteren griechischen Inseln und anderen Mittelmeerdestinationen.
Landausflüge in Piräus (Athen) buchen
Für den Tag in Athen werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Piräus und Athen findet man auch bei GetYourGuide*.
Mobil in Piräus (Athen) auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Piräus (Athen) auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Piräus (ab Cruise Terminal A):
- Akropolis: 12,0 km
- Panathinaiko Stadion: 12,1 km
- Syntagma-Platz: 12,4 km
- Plaka: 13,5 km
- Antike Agora: 13,8 km
- Lykabettus-Hügel Standseilbahn: 14,4 km
- Kap Sounion: 66,3 km
- Kanal von Korinth: 79,1 km
- Antikes Korinth: 90 km
Karte des Kreuzfahrthafens von Piräus: 1. Metrostation „Piraeus“ (M1, M3), 2. Metrostation „Dimotiko Theatro“ (M3), 3. Cruise Terminal B, 4. Cruise Terminal C, 5. Cruise Terminal A
Zu Fuß in Athen: Die Stadt auf eigene Faust erkunden
Wenn das Kreuzfahrtschiff am Cruise Terminal A liegt, kann man einige Ziele in Piräus auf eigene Faust zu Fuß erreichen. Das Archäologische Museum, den Yachthafen Zea Marina oder die Kirche des Heiligen Nikolaus zum Beispiel. Von den anderen beiden Cruise Terminals sind die Entfernungen deutlich größer. Dann ist es sinnvoll, gewisse Strecken mit dem Bus zurückzulegen. Piräus hat allerdings nicht wirklich viel zu bieten.
Das Stadtzentrum Athens kann man ebenfalls sehr gut zu Fuß erkunden. Das historische Zentrum zwischen dem Syntagma-Platz und der Akropolis ist recht kompakt. Wenn man hier und da öffentliche Verkehrsmittel einplant, vergrößert sich die Reichweite. Weitere Informationen haben wir unten zusammengestellt.
Taxis, Uber & Co
Angeblich gibt es ca. 12.000 Taxis im Großraum Athen. Diese sind an der gelben Farbe und dem Taxischild auf dem Dach leicht zu erkennen. Vor jedem der drei Cruise Terminals gibt es einen großen Taxistand. Der Fahrpreis wird vom Taxameter berechnet und man sollte darauf achten, dass es eingeschaltet wird. Für eine Fahrt vom Hafen bis ins Zentrum Athens zahlt man ca. 25 Euro. Für Fahrten im Stadtzentrum von Athen kommen durchschnittlich ca. 7 Euro zusammen. Nach der Fahrt kann man eine Quittung verlangen.
Auch der Service von Uber kann in Athen genutzt werden. Allerdings gibt es kein Uber X. Über die Uber App kann man nur die regulären Taxis buchen und auch die Fahrpreise unterscheiden sich nicht. Trotzdem bietet die App ihre Vorteile. Man bekommt zum Beispiel eine Fahrpreisschätzung.
Mit dem X80 Expressbus von Piräus nach Athen
Ein besonders hilfreicher Service für den Tag in Piräus auf eigene Faust ist der X80 Piraeus-Acropolis-Syntagma Expressbus der Athener Verkehrsbetriebe OASA. Der Expressbus startet während der Hauptreisezeit (ca. Mai bis Oktober) alle 30 bis 40 Minuten in Richtung Athen und hält bei Terminal A und Terminal B. Bis in die Stadt benötigt der X80 bei normalen Verkehrsverhältnissen ca. 35 bis 40 Minuten. In Athen gibt es Haltestellen an der Akropolis und am Syntagma-Platz. Während der Fahrt hält der Bus auch an einigen Haltestellen in Piräus. Um den Expressbus X80 nutzen zu können, benötigt man ein Tagesticket für 4,10 Euro. Einzelfahrscheine gibt es hier nicht. Das Tagesticket ist natürlich auch für die Metro und für alle öffentlichen Busse gültig. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Verkehrsgesellschaft OASA.
Die Alternative (außerhalb der Hauptreisezeit) sind die regulären Busse der Linie 40. Diese fahren 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche und 12 Monate im Jahr von Piräus nach Athen (Syntagma) und wieder zurück. Während des Tages gibt es meistens drei bis vier Verbindungen pro Stunde. Los geht es an der Haltestelle „Piräus“. Diese befindet sich an der Straße Akti Miaouli in der Nähe von Port Gate E12. Man kann die Haltestelle bei Google Maps leicht finden. Der Einzelfahrschein kann beim Fahrer erworben werden. Für zusätzlichen Komfort sorgt tap2ride. Dahinter verbirgt sich das kontaktlose Bezahlen mit einer Kreditkarte (als physische Karte oder digital über Apple Pay bzw. Google Pay) direkt am Kartenlesegerät.
Athen mit der Metro: Günstig vom Hafen in die Stadt fahren
Die Metro in Athen ist ein modernes und effizientes Verkehrssystem, das eine wichtige Rolle im öffentlichen Nahverkehr der Stadt spielt. Zuständig für die Metro ist die Firma Stasy. Hier ein Überblick über die drei Metrolinien im Großraum Athen und Piräus. Landausflügler können wahlweise mit der Metro-Linie 1 (grün) ins Zentrum oder mit der Metro-Linie 3 (blau) ins Zentrum und weiter zum Flughafen fahren.
Die erweiterte Metro-Linie 3 (blau) führt jetzt von Piräus über die Innenstadt Athens bis zum Flughafen Elefthérios Venizélos im Osten. In diesem Zusammenhang wurden auch in Piräus neue Metrostationen eingeweiht. Dadurch hat sich auch die Entfernung vom Hafen etwas verbessert. Von Cruise Terminal A läuft man 1,5 km zur neuen Metrostation „Dimotiko Theatro“ (Linie 3), statt bisher 1,9 km zur Metrostation „Piraeus“ (Linie 1, Linie 3).
Der Einzelfahrschein aus Papier (Ath.ena Ticket) kostet 1,20 Euro und ist 90 Minuten gültig. Wer möchte, kann also vor oder nach der Metro auch noch Bus fahren. Das Tagesticket kostet 4,10 Euro. Kaufen kann man die Tickets an Schaltern oder Automaten. Das kontaktlose Bezahlen mit Bankkarte oder digitaler Geldbörse (über Smartphone, Smartwatch usw.) wurde kürzlich mit der Bezeichnung „tap2ride“ schrittweise eingeführt. Die Fahrkartenkontrolleure überprüfen die Zahlung, indem sie die Karte einscannen, mit der man bezahlt hat. Papierbelege gibt es nicht mehr.
Stadtrundfahrten in Piräus: Die besten Touren für Kreuzfahrer
In Piräus gibt es mehrere Anbieter für Hop-on Hop-off Bussen, die den Passagieren der Kreuzfahrtschiffe die Möglichkeit bieten, Piräus auf eigene Faust zu erkunden. Man sieht die farbigen Busse bereits vom Schiff aus und kann in der Nähe der drei Cruise Terminals zusteigen. Mit City Sightseeing, Athens Open Tour (Gray Line), Sights of Athens und Big Bus Tours gibt es sogar vier verschiedene Anbieter. Tickets können direkt vor Ort, online bei GetYourGuide* oder bei verschiedenen Verkaufsstellen in der Stadt gekauft werden.
Die beliebten roten Busse von City Sightseeing kennt man aus vielen Häfen weltweit. Auch die Firma Big Bus Tours ist weltweit im Einsatz und zum Beispiel aus Dubai, Dublin und Abu Dhabi bekannt. In Piräus kommen die lokalen Anbieter Athens Open Tour und Sights of Athens dazu. Diese sind mit gelben bzw. blauen Bussen unterwegs. Alle vier Anbieter haben wiederum mehrere Linien im Programm.
Man fährt normalerweise erst einmal mit der Piräus-Linie durch Piräus und erst dann weiter in Richtung Athen, wo man in die Stadtlinie umsteigen kann. Während der Fahrt bieten die Unternehmen kostenloses Internet. Über Kopfhörer gibt es zudem touristische Informationen in vielen Sprachen. In Athen gibt es häufig Staus. Davon können die Busse natürlich auch betroffen sein.
Mit dem Mietwagen ins Umland von Athen
Wer die Umgebung erkunden möchte, könnte einen Mietwagen nehmen. In der Nähe von Cruise Terminal A – Miaoulis gibt es Büros von Europcar, Thrifty und Hertz. Dazu kommen viele lokale Autovermieter.
Highlights für Landausflüge in Piräus auf eigene Faust
Piräus dient als Tor zu Athen und bietet viele Optionen für erlebnisreiche Landausflüge. Die griechische Metropole ist eine aufregende Stadt mit weltberühmten antiken Schätzen. Hier findet man auch beim 10. Besuch immer noch spannende Attraktionen. Aber auch im Umland gibt es viel zu sehen und zu erleben. Der berühmte Poseidontempel am Kap Sounion bietet einen malerischen Ausblick auf den Saronischen Golf. Griechenlands berühmtester Seeweg ist ein weiteres beliebtes Landausflugsziel. Der Kanal von Korinth ist ein 6,3 km langer, künstlich angelegter Schifffahrtsweg, der seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth verbindet. Die Ruinen des antiken Zentrums von Korinth liegen auf einem Hügel ganz in der Nähe. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Piräus auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Athen: 1. Akropolis, 2. Akropolismuseum (daneben die Metrostation „Acropoli“), 3. Syntagma-Platz (daneben die gleichnamige Metrostation), 4. Nationalgarten, 5. Panathinaiko-Stadion, 6. Tempel des Olympischen Zeus, 7. Odeon des Herodes Atticus, 8. Antike Agora, 9. Plaka. Die schwarze Linie markiert die Ermou-Straße (Haupteinkaufsstraße). Darunter die Metrostation „Monastiraki„.
Landausflüge in Athen: Die Top-Highlights für Kreuzfahrtgäste
Das Zentrum Athens kann man gut auf eigene Faust zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Das Areal ist relativ kompakt. Wir würden gleich morgens an der Akropolis starten. Dann ist es noch nicht so heiß und voll. Anschließend könnte man sich über den Arios Pagous Hügel (Areopag) und die antike (und römische) Agora bis zu den Altstadtvierteln (Plaka, Monastiraki) vorarbeiten. Über die Fußgängerzone Ermou Street geht es dann zum Snytagma-Platz mit dem Parlament, dem Nationalgarten und dem Wachwechsel der Evzonen. Wer dann noch Energie hat, könnte das Panathenaic Stadium der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit und das Olympieion besuchen. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Piräus (Athen) auf eigene Faust.
Besuch des Akropolis-Museums: Ein kulturelles Highlight in Athen
Das Akropolis Museum in Athen ist ein modernes archäologisches Museum am Fuß der Akropolis, in dem ausschließlich Funde von der Akropolis und ihren Hängen präsentiert werden. Über 4.000 Artefakte von der Bronzezeit bis in die römische und byzantinische Zeit werden hier gezeigt. Besondere Highlights sind die Karyatiden (Frauengestalten) aus dem Erechtheion und die Parthenon-Galerie mit dem Parthenon-Fries und Skulpturen. Im Erdgeschoss kann durch Glasböden auf die freigelegten Überreste einer antiken Nachbarschaft unter dem Museum geblickt werden. Die Museumscafeteria bietet einen herrlichen Blick auf die Akropolis. Für das Akropolis Museum benötigt man mindestens 2 Stunden. Man sollte vorher entscheiden, ob man die Zeit hier einplanen möchte.
Wie komme ich hin? Die Metrostation „Acropoli“ an der M2 befindet sich praktischerweise neben dem Museum. Ideal für Landausflüge in Piräus auf eigene Faust. Man fährt von Piräus mit der M3 zum Syntagma-Platz und steigt in die M2 um. Der X80 Express Bus hält ebenfalls in der Nähe. Wer keine Zeit verlieren möchte, nimmt ein Taxi und lässt sich am Museum absetzen.
Was kostet das? Der Eintritt von 20 Euro kann vor Ort bezahlt werden. Für den Besuch des Museumsshops und der Cafeteria im zweiten Obergeschoss muss eine kostenlose Eintrittskarte gelöst werden.
Karte der Akropolis: 1. Südeingang, 2. Nordeingang, 3. Odeon des Herodes Atticus, 4. Parthenon, 5. Erechtheion, 6. Akropolis Museum, 7. Plaka. Die Metrostation „Acropoli“ befindet sich beim Südeingang.
Die Akropolis: Das Wahrzeichen von Athen entdecken
Die Akropolis ist der berühmte Burgberg mitten in Athen mit dem Parthenon-Tempel als bekanntestem Bauwerk. Das Felsplateau der Akropolis war die Keimzelle des antiken Athen und ist natürlich der Höhepunkt für Landausflüge in Piräus auf eigene Faust. Zu den berühmten Bauwerken gehören die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und natürlich der berühmte Parthenon. Letzterer ist 69 Meter lang und 31 Meter breit. Neben den berühmten Bauwerken bietet die Akropolis einen fantastischen Rundblick über Athen. Auf dem Weg zur Akropolis kommt man am Theater des Dionysos und am Odeon des Herodes Atticus vorbei. Beide Theater sieht man im Vorbeigehen. Sie sind im Eintrittsgeld für die Akropolis enthalten.
Wie komme ich hin? Wer mit der Metro unterwegs ist, erreicht die Akropolis idealerweise über die Metrostation „Acropoli“ (M2) beim Akropolismuseum. Der Südeingang der Akropolis ist dann weniger als 200 Meter entfernt. Der X80 Express Bus hält in der Nähe. Am schnellsten ist man mit einem Taxi vor Ort.
Was kostet das? Der reguläre Eintrittspreis für die Akropolis in Athen beträgt seit April 2025 30 € für Erwachsene (25–64 Jahre) und gilt ganzjährig einheitlich, ohne Unterschied zwischen Sommer- und Winterpreisen. Für Senioren, Studenten und Kinder/Jugendliche gibt es Rabatte. Auf der Webseite Hellenic Heritage kauft man die Tickets für bestimmte Zeitfenster online. Wir würden gleich morgens mit dem Besuch der Akropolis starten. Tickets und Führungen gibt es auch bei GetYourGuide*.
Der Areopag in Athen: Ein historischer Aussichtspunkt
Der Areopag ist ein 115 m hoher Felsen nordwestlich der Akropolis, der in der Antike als Versammlungsort des mächtigen Areopag-Rats (Obergericht für schwere Straftaten) diente und mythisch mit dem ersten Mordprozess des Kriegsgottes Ares verbunden ist. Der Areopag bietet eine der besten Aussichten auf die Akropolis, die Agora und die Stadt Athen. Der Areopag ist vielleicht 250 Meter von der Akropolis entfernt und kann bequem zu Fuß erreicht werden. Ein Eintrittsgeld wird nicht fällig.
Die Antike Agora in Athen: Zentrum des antiken Lebens
Nordwestlich des Akropolis Hügels befindet sich die antike Agora. Diese war das Zentrum des antiken Athens und besteht bereits seit dem 5. Jahrhundert vor Christus. Heute ist die Agora weitgehend eine freie Fläche. Von den vielen Gebäuden des Platzes ist kaum etwas erhalten. Nur der Hephaistos-Tempel und die Stoa des Attalos können besichtigt werden. Die Stoa des Attalos mit ihren weitläufigen Säulengängen ist 116 Meter lang und wurde in den 1950er-Jahren von Archäologen rekonstruiert. Heute ist hier ein Museum mit Fundstücken der Agora untergebracht. Direkt nebenan gibt es auch eine römische Agora (Forum). Diese ließ Kaiser Augustus kurz vor Christi Geburt errichten. An dessen Nordseite steht mit dem achteckigen Turm der Winde eines der am besten erhaltenen antiken Gebäude Athens.
Wie komme ich hin? Der Haupteingang zur antiken Agora Athens befindet sich an der Adrianou-Straße 24. Das ist ganz in der Nähe der Metrostationen „Thiseio“ (M2) und „Monastikari“ (M1, M3). Vom Areopag geht man ca. 700 Meter.
Was kostet das? Man kaufte die Tickets für bestimmte Zeitfenster online über Hellenic Heritage. Der reguläre Eintritt liegt derzeit bei 20 Euro. Die benachbarte römische Agora ist mit 10 Euro Eintritt günstiger.
Plaka und Monastiraki: Die charmanten Altstadtviertel von Athen
Die Viertel zwischen den Metrostationen „Acropoli“ und „Monastiraki“ gehören zu den ältesten Athens. Die jetzige Anlage geht größtenteils auf die türkische Zeit zurück. Antike Ruinen, byzantinische Kirchen, Museen, Läden und Tavernen sind hier auf vielleicht einem Quadratkilometer zusammengedrängt. Die Atmosphäre der Gegend mit ihren engen Gassen lockt sehr viele Landausflügler an. Ideal für einen Bummel in Piräus (Athen) auf eigene Faust.
Wie komme ich hin? Man könnte den Bummel am Monastiraki-Platz starten und von hier die Marktgassen Ifestou und Pandrossou schlendern, die direkt am Platz beginnen. Sie sind bekannt als zentrale Achsen des Monastiraki-Flohmarkts mit Souvenirläden, Antikständen und Streetfood. Von der Pandrossou-Straße erreicht man die Adrianou-Straße, die Hauptstraße der Plaka. Durch kleine, verwinkelte Gassen bummelt man in Richtung Anafiotika. Das ist ein winziges Viertel oberhalb der Plaka (direkt am nordöstlichen Hang der Akropolis), das im 19. Jahrhundert von Maurern der Insel Anafi im Stil ihrer Heimat gebaut worden ist. Die kubischen weißen Häuser mit blauen Türen, engen Gassen und Bougainvilleen versetzten die Besucher auf die Kykladen.
Ermou-Straße: Die beliebte Einkaufsmeile in Athen
Die Ermou-Straße ist die Haupteinkaufsstraße Athens. Die moderne Fußgängerzone erstreckt sich zwischen den Plätzen Syntagma und Monastiraki. Hier gibt es vor allem Mode, Schuhe und Schmuck. Die Ermou-Straße steht immer wieder auf den Listen der teuersten Einkaufsstraßen der Welt. Sie verbindet den Monastiraki-Platz mit dem Syntagma-Platz, die 750 Meter auseinanderliegen. An beiden Plätzen gibt es eine gleichnamige Metrostation.
Syntagma-Platz: Das politische Herz von Athen
Einer der zentralen Plätze der Stadt ist der Syntagma-Platz. Der Name des Platzes erinnert an die griechische Verfassung vom März 1844, die vom Balkon des klassizistischen Königspalastes an seiner Ostseite proklamiert wurde. Seit 1935 hat in dem Palast das griechische Parlament seinen Sitz. Wer in der Weihnachtszeit nach Athen kommt, sollte den schönen Weihnachtsmarkt auf dem Syntagma-Platz besuchen. Am Syntagma-Platz beginnt zudem die Ermou-Straße, die als wichtigste Fußgängerzone der Stadt gilt.
Vor dem Gebäude befindet sich das Denkmal des unbekannten Soldaten, an dem die Evzonen in traditioneller Uniform Wache halten. Die Wachablösung, die täglich zur vollen Stunde stattfindet, ist ein beliebtes Landausflugsziel. Besonders spektakulär ist der große Wechsel sonntags um 11 Uhr mit Militärkapelle. Die Wachen stehen zwischendurch stoisch 1 Stunde regungslos und wechseln alle 20 Minuten die Position.
Wie komme ich hin? Den Syntagma-Platz erreicht man vom Hafen in Piräus aus auf eigene Faust mit einem Taxi, der Metro oder mit der X80 Piraeus-Acropolis-Syntagma Expressbus-Linie. Die Metrostation „Syntagma“ ist ein Knoten der Linien M2 und M3.
Der Nationalgarten von Athen: Eine grüne Oase im Zentrum
Hinter dem Parlament befindet sich der wunderschöne Nationalgarten mit seinen exotischen Pflanzen und Zierteichen. Der Garten umfasst gut 15 Hektar und wurde im 19. Jahrhundert als Schlossgarten und botanischer Garten geplant. Seit 1923 ist der Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine grüne Oase mitten in der hektischen Stadt. Es gibt ein kleines botanisches Museum und einen Zoo. Im Süden wird der Park durch das Zappeion begrenzt. Das klassizistische Gebäude wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Es diente bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit als Fechthalle und Olympisches Dorf. Hier werden heute Tagungen und Messen veranstaltet.
Wie komme ich hin? Der Haupteingang des Nationalgartens befindet sich 200 Meter südlich vom Syntagma-Platz. Am Eingang steht eine große Sonnenuhr.
Was kostet das? Der Eintritt in den Nationalgarten Athens ist kostenlos für alle Besucher. Auch den Außenbereich und Garten des Zappeions kann man kostenlos besuchen.
Das Panathinaiko-Stadion: Ort der ersten modernen Olympischen Spiele
Das weiße, hufeisenförmige Panathinaiko-Stadion besteht komplett aus Marmor und ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Piräus auf eigene Faust. Es wurde 1890 auf den Fundamenten eines antiken Stadions für die ersten olympischen Spiele der Neuzeit (im Jahre 1896) gebaut. Es ist sozusagen das erste Olympiastadion und fasst ca. 50.000 Zuschauer. Bei den Olympischen Spielen von 2004 war es das Ziel des Marathonlaufs. Die griechische Fußballnationalmannschaft hat hier den Gewinn des Europameistertitels 2004 gefeiert.
Wie komme ich hin? Das Panathinaiko-Stadion liegt zentral im Zentrum von Athen. Vom Syntagma-Platz und vom Akropolis-Museum geht man jeweils ca. 1,1 km.
Was kostet das? Der Eintritt von 12 Euro kann vor Ort bezahlt werden. Manchmal muss man etwas anstehen.
Olympieion: Der antike Tempel des Olympischen Zeus
Der Tempel des Olympischen Zeus, auch Olympieion genannt, war einer der größten Tempel im antiken Griechenland. Er wurde durch ein Erdbeben zerstört und später als Quelle für Baumaterial missbraucht. Heute kann man die gewaltigen, 17 Meter hohen Säulen besichtigen, die auf einer grünen Rasenfläche stehen. Nur einen Steinwurf vom Olympieion entfernt steht das antike Hadrianstor direkt an einer viel befahrenen Straße. Bei einem Besuch des Olympieions bietet sich auch eine kurze Besichtigung des 18 Meter hohen Tores an, das im Jahre 132 n. Chr. bei einem Besuch des Kaisers Hadrian errichtet wurde.
Wie komme ich hin? Das Olympieion ist nur ca. 500 Meter von der Metrostation „Acropoli“ (M2) und ca. 700 Meter vom Nationalgarten entfernt und kann zu Fuß erreicht werden.
Was kostet das? Tickets für das Olympieion (Tempel des Olympischen Zeus) in Athen kauft man am besten online im Voraus über die offizielle Plattform Hellenic Heritage. Leider ist der Preis von 20 Euro vergleichsweise hoch.
Lykabettus-Hügel: Ein Panoramablick über Athen
Aus dem Häusermeer der Athener Innenstadt ragen einige Hügel empor. Noch höher als das Felsplateau der Akropolis ist der 277 Meter hohe Lykabettus-Hügel, der als Hausberg Athens gilt. Der Lykabettus-Hügel liegt im Zentrum von Athen, östlich des Syntagma-Platzes und der Akropolis. Er ist gut sichtbar aus fast jeder Ecke der Stadt. Von oben hat man einen tollen Blick über Athen und kann sehr schöne Fotos machen. Auf dem Gipfel gibt es eine kleine Kirche und auch Gastronomie.
Wie komme ich hin? Man erreicht den Hausberg von der Metrostation „Panepistimiou“ (M2) aus mit einem Bus der Linie 60. Wer gut zu Fuß ist, kann den Lykabettus-Hügel zu Fuß erklimmen. Das dauert ca. eine halbe Stunde. Alternativ gibt es eine Standseilbahn.
Was kostet das? Der Lykabettus-Hügel selbst ist kostenlos zugänglich. Die Rundtour mit der Standseilbahn kostet 13 Euro. Wer eine Strecke zu Fuß schafft, zahlt 10 Euro für die einfache Fahrt.
Archäologisches Nationalmuseum: Zeitreise durch die Antike
Einige Straßen nördlich des Omonia-Platzes wartet das Archäologische Nationalmuseum mit seiner einzigartigen Sammlung der großen Kulturen des antiken Griechenlands. Zu den kostbarsten Schätzen des Museums gehört die goldene Totenmaske eines Achäerkönigs, die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann 1876 in Mykene zutage förderte. Das Archäologische Nationalmuseum Athen ist das größte archäologische Museum Griechenlands. Hier sollte man einen halben Tag einplanen.
Wie komme ich hin? Der Omonia-Platz ist ca. 1,5 km vom Syntagma-Platz entfernt und kann zu Fuß oder mit der Metro erreicht werden. Von der Metrostation „Omonia“ (M1, M2) läuft man noch 750 Meter. Eine Alternative ist die Metrostation „Viktoria“ (M1).
Was kostet das? Der Eintritt liegt regulär bei 20 Euro. Man kauft zeitgebundene Tickets bei Hellenic Heritage.
Landausflüge ab Piräus: Die besten Ziele im Umland
Wer Athen schon kennt, könnte einen Landausflug ins Umland unternehmen. Beliebte Landausflugsziele sind das knapp 70 km entfernte Kap Sounion mit dem wunderschönen Marmortempel und natürlich der berühmte Kanal von Korinth, der ca. 80 km vom Hafen entfernt ist. In der Nähe des berühmten Kanals sind auch das antike Korinth und die bronzezeitliche Festung Mykene beliebte Landausflugsziele. Die Reedereien bieten oft Strandtransfers zum Strand Paralia Varkiza an. Dieser liegt an der Athener Riviera und ist ein beliebter Sandstrand mit Liegen, Sportmöglichkeiten und Beachbars. Diese sind die beliebten Landausflugsziele im Umland von Piräus auf eigene Faust.
Karte der Landausflugsziele im Umland von Piräus: 1. Athen, 2. Kanal von Korinth, 3. Antikes Korinth, 4. Kap Sounion, 5. Paralia Varkiza
Kap Sounion: Der imposante Poseidontempel
Kap Sounion ist ein Kap an der südlichsten Spitze der griechischen Region Attika und ein Topziel für Landausflüge in Piräus in Eigenregie. Hier steht der berühmte Marmortempel des Gottes Poseidon. Von ursprünglich 38 Marmorsäulen sind heute noch 16–17 erhalten. Kap Sounion ist für seinen Panoramablick weltbekannt. Von hier sieht man viele Inseln der Ägäis. Besonders schön ist der Besuch zum Sonnenuntergang. Der Poseidontempel stammt in etwa aus der Zeit, als auch der Parthenon auf der Akropolis gebaut wurde.
Paralia Varkiza: Entspannen an der Athener Riviera
Paralia Varkiza ist ein langer, gut erschlossener Stadtstrand in Varkiza an der Athener Riviera. Viele Reedereien bieten Strandtransfers hierher an. Es handelt sich um einen breiten, überwiegend feinen Sandstrand mit flach abfallendem Wasser. Ideal für Familien, Kinder und unsichere Schwimmer. Die linke Hälfte des Strandes gehört zum Varkiza Resort. Das ist ein großer Beach Club mit Restaurants, Wassersportangeboten, Strandbars und Spa. Hier bekommen die Landausflügler gegen eine Gebühr Liegen und Sonnenschirme. Umkleidekabinen, Duschen und Rettungsschwimmer sind vorhanden. Im Ausflugspaket der Reederei sind die Liegen und Schirme unter Umständen enthalten.
Kanal von Korinth: Das außergewöhnliche Bauwerk zwischen zwei Meeren
Der Kanal von Korinth war früher ein häufiges Ziel von Kreuzfahrtschiffen. Nachdem diese mittlerweile viel zu groß für eine Kanalpassage geworden sind, bleibt ein schöner Landausflug und eine Fahrt mit einem Touristenboot. Der Kanal wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und trennt das griechische Kernland von der Halbinsel Peloponnes. Der Kanal ersparte der Schifffahrt die Fahrt rund um den Peloponnes, was ca. 325 km ausmacht. Noch heute wird der Kanal von vielen Yachten und Fähren durchquert. Eine Bedeutung für die Handelsschifffahrt hat er heute nicht mehr.
Mykene und Korinth: Zeitreise zu den Wurzeln der griechischen Zivilisation
An Bord gibt es Landausflüge zum Kanal von Korinth, die oft auch einen Besuch in Mykene und Korinth beinhalten. Das sind zwei der wichtigsten antiken Stätten auf dem Peloponnes. Korinth kontrollierte den schmalen Isthmus zwischen Peloponnes und Festland und war in Antike und Römerzeit eine der reichsten Handelsstädte Griechenlands. In Alt‑Korinth kann man über die große Agora mit ihren römischen Bauten spazieren und die Überreste von Thermen, Läden und öffentlichen Gebäuden sehen. Mykene ist eine bronzezeitliche Zitadelle auf dem Peloponnes, UNESCO-Weltkulturerbe und mythischer Sitz von Agamemnon, berühmt für das Löwentor, zyklopische Mauern und reiche Schachtgräber mit Goldfunden.
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